Mein erster geloggter Cache

Irgendwo dort ist der Cache zu finden. Das Käppelchen heute (foto: zoom)
Irgendwo dort ist der Cache zu finden. Das Käppelchen heute (foto: zoom)

Heute habe ich endlich meinen ersten Cache als „gefunden“ geloggt. Schon so oft war ich als „Muggel“ zum Käppelchen gejoggt und habe die Aussicht über Siedlinghausen genossen.

Im Winter bin ich sogar einmal auf allen Vieren den steilen Trampelpfad durch die Schneewehen zum Kreuz hinauf gekrochen.

Vor ein paar Tagen konnte ich wegen eines Wolkenbruchs den Cache am Hundegrab nicht öffnen und mich folglich nicht ins Logbuch eintragen. Siehe hier im Blog.

Heute sind wir mit einer kleinen vom Geocaching neu begeisterten Gruppe das Käppelchen hinauf gestürmt.

Der Cache war auch ohne GPS schnell gefunden und geloggt.

Ich muss sagen, dass sich der Weg gelohnt hat, denn „das, was wir gefunden haben“, hatte Witz und war durchdacht.

Dieses Geocaching könnte  zu einem kleinen Hobby ausarten ;-)

Hundegrab: Muggel entdeckt Cache.

Das Hundegrab auf der Hunau aus Muggelsicht (foto: zoom)
Das Hundegrab auf der Hunau aus Muggelsicht. Irgendwo ist hier der Schatz. (foto: zoom)

Vor kurzem habe ich entdeckt, dass neben meiner Läuferwelt in den Fichten- und Buchenwäldern des Hochsauerlandes eine Parallwelt existiert. Die Welt der Geo-Cacher.

„Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben. Kurz und generalisiert gefasst: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch. Und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet.

Dies lesen andere, merken sich die Koordinaten und nutzen ihr GPS-Gerät, um diese Schätze zu finden. Dann wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose ausgetauscht, der Besuch geloggt und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt – für den nächsten …

So weit zu den Grundregeln. Natürlich steckt viel mehr dahinter. Beispielsweise gibt es unterschiedlichste Cache-Arten, vom einfachen Cache, bei dem man praktisch fast mit dem Auto vorfahren kann über Caches, die nur mit speziellem Equipment erreichbar sind (z. B. mit Bergsteiger- oder Schnorchelausrüstung) bis hin zu Rätselcaches, die vor Ort oder sogar schon im Vorfeld Recherche und Knobelei erfordern …“

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Von alleine bin ich nicht drauf gekommen, sondern durch für mich zuerst unerklärbare Verweise auf  Blog-Artikel, in denen das Stichwort „Hundegrab“ vorkommt.

Ein bisschen geguckt und siehe da:

Das Hundegrab ist im Internet auf einer Cache-Karte der opencaching-Gemeinschaft verzeichnet. Geo-Cacher finden den Schatz mit Hilfe eines GPS-Geräts. Alles über das Verstecken und Finden von Caches kann man in diesen FAQs lesen.

Rund um Siedlinghausen sind weitere Schätze versteckt. Einer sogar auf dem Eschenplatz. ;-)

Geo-Cacher sind nicht leicht bei ihrer Suche zu beobachten, denn Leute wie wir, die nicht zur Gemeinschaft der Cacher gehören, werden, frei nach Harry Potter, „Muggel“ genannt.  Ein Geo-Cacher achtet in der Regel sehr darauf, dass die Umgebung eines Cache „muggelfrei“ ist, wenn er sich annähert.

Als Muggel bin ich vor drei Tagen im Regen zum Hundegrab auf der Hunau gejoggt. Ein GPS-Gerät besitze ich nicht. Der Cache war trotzdem leicht zu finden.

Beim Zurücklaufen Richtung „Großes Bildchen“ fielen mir dann spontan eine handvoll interessanter Orte ein, an denen man einen Cache verstecken könnte.

Mal abwarten. Vielleicht gibt es bald einen Muggel weniger im Hochsauerland.

Jetzt sputen: Blaubeeren sammeln auf dem Kahlen Asten.

Blaubeeren sammeln auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)
Blaubeeren sammeln auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Wer Blaubeeren sammeln möchte, sollte sich sputen. Noch gibt es genügend Blaubeeren auf dem Kahlen Asten. Das Wetter ist schön und obwohl rund um den Astenturm viele Touristen herumwuseln, ist es ein paar hundert Meter abseits des Parkplatzes und des Turmes angenehm leer und ruhig.

Innerhalb kürzester Zeit lassen sich ohne viel Aufwand so viele Früchte sammeln, dass es für ein paar Blaubeer-Pfannkuchen reicht.

Ein anderer beliebter Ort für’s Pflücken ist die Niedersfelder Hochheide. Wie es dort mit der Ernte aussieht, kann ich zur Zeit nicht verlässlich beurteilen.

Wir haben einige Menschen beobachtet, die sich die Blaubeeren gleich in den Mund steckten. Dies ist nicht zu empfehlen, da man sich auf diese Art und Weise eventuell mit dem Fuchsbandwurm infizieren könnte*, und der ist kein Spaß, sondern eine bittere Krankheit.

Die Blaubeeren sollten vor dem Verzehr gewaschen und nach Möglichkeit gekocht/erhitzt werden.

*Es bestehen zwar laut einigen Experten Zweifel an der Ansteckungsgefahr, aber ich denke mir: „sicher ist sicher“.

Offline ist auch was los: Micro!Festival auf dem Dortmunder Friedensplatz

Dortmund Micro! Festival 2010 (foto: zoom)
Dortmund Micro! Festival 2010 (foto: zoom)

Vormerken: In der nächste Woche findet auf dem Friedensplatz in Dortmund von Freitag bis Sonntag das Micro!Festival statt.

Das Micro!Festival bietet internationales Straßentheater und Weltmusik der Spitzenklasse. Insgesamt 16 verschiedene Gruppen aus elf Nationen – auch die Kulturhauptstädte Pécs (Ungarn) und Istanbul (Türkei) sind mit je einer Gruppe vertreten – werden das Publikum in fremde Welten entführen, verzaubern, zuweilen irritieren, auf jeden Fall gut unterhalten und amüsieren.

Programminfos

Speziell zum RUHR2010-Programm eröffnet das Ensemble Zengö aus der ungarischen Kulturhauptstadt Pècs mit temperamentvollen, ungarischen Volksliedern und Eigenkompositionen am Freitag das Festival und bittet ins „Tanzhaus“. Sonntag begegnen sich musikalisch das multinational besetzte Ruhrgebiets-Jazz-Orchester Transorient Orchestra und der herausragende Klarinettist Selim Sesler mit seinem Trio aus Istanbul. Sie stellen auf der Micro!Festival-Bühne ihr für das RUHR.2010 TWINS Projekt erarbeitete Konzert vor.

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Offline ist auch nicht schlecht … zum Beispiel Ohlsdorf

Das Freibad in Hamburger Stadtteil Olsdorf. (foto: zoom)
Das Freibad im Hamburger Stadtteil Ohlsdorf. (foto: zoom)

Hamburg. Das Ohlsdorfer Kombibad (Hallenbad plus Freibad) ist im klassischen Stil gebaut: Große Liegewiese, Tischtennis-Platten, Spielgeräte, Planschbecken, Nichtschwimmer- (Abb. hinten) und ein 50-Meter Schwimmbecken (Abb. vorn).

Der Bademeister sitzt im kleinen Häuschen rechts. Auf der angelehnten grünen Tafel sind Wassertemperatur (21,6°) und Lufttemperatur (17,2°) notiert.

Der Schwimmer ist nicht zu sehen, weil er das links abgebildete Foto aufnimmt.

Der Vorteil von 50-Meter-Becken ist, dass man nicht so viel zählen muss, wenn man beispielsweise 1000 Meter schwimmen will.

Ich springe gerne aus der U-Bahn an der Station „Ohlsdorf“ um auf die Schnelle ein paar Bahnen zu ziehen und dann die Fahrt fortzusetzen.

Der Eintritt beträgt zur Zeit 4,80 Euro. Nun ja, besser als 2,40 Euro und eine Wassertemperatur von 18° ;-)

Offline war auch was los …

So muss es sein: 50m-Becken im Trierer Nordbad (foto: zoom)
So muss es sein: 50m-Becken im Trierer Nordbad (foto: zoom)

Unsere Absicht war es, von der Haustür aus auf kinderfreundlichen Wegen entspannt bis nach Trier zu radeln.

Der Plan ist aufgegangen.

Kein Urlaubsstau, keine quengelnden Kinder auf der Rückbank. Kein Internet, kein Blog, kein Twitter. Wenn es uns beim Pedalieren zu langweilig wurde, haben wir „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, „Stadt-Land-Fluß“, „Zahlen raten“ oder „Wortketten“ gespielt, während die Landschaft an uns vorbei zog.

Wir hatten weder Kilometerzähler noch GPS. Entfernungen schätzten wir Pi mal Daumen nach Karte.

In unseren Satteltaschen steckten Tischtennis-Schläger, in den Jugendherbergen warteten die Tischtennisplatten, meist auch ein Kicker und manchmal ein Flipper. Die Supermärkte am Wegesrand plünderten wir um kalorienreiche, garantiert ungesunde Süßigkeiten. An der Eder bewunderten wir die Ufervegetation, an der Lahn errieten wir die Getreidesorten und an der Mosel baumelten über dem Flammkuchen in der Mittagsgaststube grüne Weinreben.

Wir erreichten Jugendherbergen am Flußufer und auf hohen Bergen. Wir trafen viele nette Menschen, die ebenfalls mit dem Rad unterwegs waren. Autofahrer kaum, denn die waren hermetisch von uns abgeschlossen. Wir ertrugen die Sonne und genossen den Regen und manchmal war es umgekehrt.

Als wir nach Trier kamen, fotografierten wir die Porta Nigra, das Karl Marx Haus, die Thermen, die Basilika und den Dom. Am schönsten fand ich das olle Freibad, 800 Meter neben der Jugendherberge am Moselufer.

Die Lokal-Politik ließen wir weit hinter uns und das war gut, denn mein Blutdruck sank hinter Allendorf an der Eder um gefühlte 30, mein Puls um 40 Prozent. Und dabei hatte ich „sooooo einen Hals“ ob der lokalpolitischen Merkwürdigkeiten, die mich vor meinem Jakobsweg in’s Offline beschäftigt hatten.

Bei meiner Rückkehr habe ich leider bemerkt, dass sich die politischen Probleme nicht in Luft aufgelöst haben. Was also tun? Wir warten noch ein wenig, bis wir die Themen aufgreifen und benennen sie, um den Blutdruck zu schonen, vorläufig als Arbeitsplan:

  • Bildungspolitik in Winterberg und Umgebung
  • Landal Ferienpark
  • Oversum PPP Projekt
  • Politik der SPD Winterberg
  • Berichterstattung der Westfalenpost
  • Einkauf eines SZ-Journalisten, der regelmäßig über die WAZ berichtet hatte, durch die WAZ

und alles Weitere, was mich im Moment nur auf die Palme bringen würde.

Umleitung: Von Facebooks Datengier über den lachenden Philosophen bis zur Grundschule in Madfeld.

Facebook: endlich Freiheit für deine Daten … extra3

A40 Still-Leben: 5 Millionen bilden einen Stau nach. Der Titel ist Mist bzw. Ironie, aber der Artikel mitsamt der Bilder lohnt sich bei … endoplast

Karl Julius Weber: der lachende Philosoph … hpd

Volksabstimmung in Hamburg: Die Denunziation des Gutmenschen … nachdenkseiten

Arbeitsunfähigkeit: kranke Zahlen … pottblog

CDU: Basis will Boss bestimmen … ruhrbarone

20. Juli: Der Stauffenberg-Hype, aber warum nicht Georg Elsner? … spiegelfechter

Lebensabschnittspolitiker: „Menschlich ist das verständlich, dass auch  Präsidenten, Ministerpräsidenten und andere führende Politiker einfach keine Lust mehr haben, dass sie mal etwas Neues anfangen und erleben wollen, sich von der Komplexität der Probleme überfordert fühlen. Dass sie sich selbstverwirklichen oder woanders richtig Geld verdienen wollen, weil ihnen die Chefin beim Aufstieg im Weg steht. Alles nachvollziehbar. So ähnlich geht es Stahlarbeitern oder Verkäuferinnen auch. Die bekommen aber nicht schon mit 55 eine satte Pension, sondern auf die wartet Hartz IV. Und das ist es eben, was die Abschiedssinfonie der CDU-Politiker so schwer erträglich macht. Politiker fallen selten ins Bodenlose. Sie sind in der Regel abgesichert und Lobbyjobs warten schon auf sie“ … sprengsatz

Paywall: „The Times“ verliert 90 Prozent ihrer Online-Leser … guardian

Konzertmitschnitt auf YouTube: Bitte löschen! … cdv

Auflagen: Regionale verlieren deutlich … meedia

Schließung der Grundschule Madfeld: Zustimmung des Schulträgers liegt nicht vor … wpBrilon

Das A40-Stillleben wird ohne uns stattfinden.

No Exit

Es ist leider morgen nicht möglich, in angemessener Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus unserem Wohnort im Hochsauerlandkreis zur A40 zu gelangen. Der erste Zug nach Dortmund fährt zu spät,  der letzte Zug zurück fährt zu früh. Außerdem werden, wie üblich in den Ferien, Gleisbauarbeiten an der Strecke durchgeführt. Damit gibt es zwischen Neheim Hüsten und Fröndenberg SEV = Schienenersatzverkehr.

Die einfache Fahrtzeit betrüge somit laut Fahrplan 2 Stunden und 37 Minuten. Mit dem ersten Zug wären wir um 12:35 am Dortmunder Hauptbahnhof. Dann müssten wir zur A40 radeln und den Stillstand abfahren bis … um 16:23 müssten wir dann wieder am Dortmunder Hauptbahnhof in den Zug steigen, um nach 2 Stunden und 33 Minuten mit Bahn und Bus (SEV!) wieder am Heimatbahnhof anzukommen. Im günstigsten Fall könnten wir mit 5 Stunden Fahrzeit plus 2 Stunden An-und Abfahrt insgesamt zwei Stunden im östlichen Teil der A40 verbringen.

Viel Spaß auf der A40. Wir sind nicht dabei :-(