Westfälisches Landestheater: Man muss für Werte eintreten. Der Mord an Walter Lübcke

Premiere am Mittwoch, 30. August im Studio Castrop-Rauxel, am 7. Dezember auch in der Stadthalle Meschede

Bei den Proben (v.l.): Ulrike Volkers, Neven Nöthig, Helge Salnikau, Alexander Ritter (Bild: Volker Beushausen)

“Ich würde sagen, es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist.”
(Walter Lübcke)

Am 14. Oktober 2015 sprach der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf einer Veranstaltung in Lohfelden. Der Politiker informierte über ein Flüchtlingsheim, das in Kürze eröffnet werden sollte. Lübcke drückte mit seinen Worten nicht nur seine tiefe Überzeugung aus, sondern formulierte auch das gesellschaftliche Grundverständnis von Rechtsstaat und Demokratie.

(Text: Westfälisches Landestheater)

Während ein großer Teil des Publikums aufmerksam zuhörte, versuchte eine Gruppe Rechtsextremer die Veranstaltung zu stören und Lübcke zu provozieren. Seine Antwort sorgte in rechten Foren für eine Spirale des Hasses. Vier Jahre später ist Walter Lübcke tot. Erschossen auf seiner heimischen Terrasse.

Der Täter, Stephan Ernst, war bei der Veranstaltung in Lohfelden zugegen. Er ist den Behörden bereits seit den 1990er Jahren bekannt. In den Jahren von 2015 bis 2019 radikalisiert er sich und wird schließlich zum Mörder. Er ist ein Beispiel für eine sich verändernde Gesellschaft und die zunehmende Gewalt- und Mordbereitschaft in der rechtsradikalen Szene.

Das Westfälische Landestheater entwickelt anhand der Tragödie um den politischen Mord an Walter Lübcke eine Produktion über die Entwicklung der rechtsradikalen Strömungen in Deutschland. Dabei fokussiert sie die Gefährdung unserer Demokratie, die sich unter anderem in der Situation von Politiker*innen zeigt, die schlimmsten Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt sind.

Die Familie von Walter Lübcke unterstützt die Produktion.

Walter Lübcke Neven Nöthig Irmgard Lübcke Ulrike Volkers Stephan Ernst Helge Salnikau Markus Hartmann Alexander Ritter

Inszenierung Christian Scholze Ausstattung Anja Müller Regieassistenz / Abendspielleitung Alina Mathiak

Aufführungstermine

  • 30.08.2023 20.00h Castrop-Rauxel Studio Ticket
  • 22.09.2023 12.00h Dorsten Realschule
  • 03.11.2023 20.00h Castrop-Rauxel Stadthalle Ticket
  • 03.11.2023 10.00h Castrop-Rauxel Stadthalle
  • 07.12.2023 11.00h Meschede Stadthalle

Wie überwintern die Weinbergschnecken eigentlich?

Die Sonne scheint, es ist noch feucht vom Regen in der Nacht. Die Weinbergschnecken kommen aus ihren Verstecken. (foto: zoom)

Endlich hat der Regen aufgehört. Die Sonne scheint. Ich zupfe Grünzeug aus den Ritzen zwischen den Platten auf dem Balkon. „Du hast Besuch!“, mein Nachbar zeigt auf eine Weinbergschnecke, die sich den Weg hinauf raspelt.

„Weißt du, dass das Zwitter sind?“, rufe ich voller Begeisterung. „Den Liebespfeil mussten wir im zoologischen Praktikum herauspräparieren.“

Weinbergschnecken sind Zwitter, das heißt, jedes Tier produziert männliche und weibliche Keimzellen. Die Schnecken können sich jedoch nicht selbst befruchten. Es kommt vielmehr zu einem Liebesspiel zwischen zwei Tieren, bei dem sich beide Schnecken – Fuß an Fuß – gemeinsam aufrichten und sich gegenseitig etwa elf Millimeter lange so genannte Liebespfeile in ihre Körper treiben, die, mit einem stimulierenden Sekret bedeckt, den Paarungserfolg steigern. Gleichzeitig erfolgt die nicht immer wechselseitige Begattung.

Der Nachbar ist wenig beeindruckt. Ihn treibt eine andere Frage um: „Wie überwintern die Viecher eigentlich?“

„Ja, ähhh… erwischt. Da gucke ich noch mal genauer nach.“

Also hier kommt die Auflösung:

Den Winter verbringen die Weinbergschnecken in einer Kältestarre. Nachdem sie sich einen Nahrungsvorrat angefressen haben, verkriechen sie sich in der Erde und ziehen sich in ihr Gehäuse zurück. Die Schalenöffnung verschließt die Schnecke mit einem Kalkdeckel, der im Frühjahr beim Ausschlüpfen wieder abgestoßen wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weinbergschnecke

Eigentlich sind Weinbergschnecken als wärmeliebende Art in Mittel- und Südeuropa zuhause. Die Art gilt bei uns als Kulturfolger. Durch Verschleppung sind sie auch auf kalkärmeren Böden zu finden. Die Tiere können in der Natur fünf bis acht Jahre alt werden, in Gefangenschaft bis zu 30 Jahren (Kosmos Tierführer, 1996, S. 248).

Zu Speisezwecken werden sie schon seit der Römerzeit genutzt. Helix pomatia, so der wissenschaftliche Name, wird fast ausschließlich im Freiland gesammelt, da eine Massenzucht bislang nicht gelungen ist (ebda.).

Glücklicherweise lebe ich vegetarisch und teile mir mit den Schnecken das essbare Grünzeug im Garten. Wir leben in friedlicher Koexistenz.

Flanieren: irgendwas ist immer

„Places of Isolation“ in Kassel

Wegweiser an der Ecke Magazin-/Weserstraße (foto: zoom)

Als wir gestern durch Kassel streiften, habe ich doch wieder etwas Neues entdeckt, obwohl ich mich recht häufig in der spröden Stadt an der Fulda aufhalte.

An der Ecke Magazin-/Weserstraße stand ein Wegweiserbaum mit leuchtend rot-orangenen Richtungsanzeigern vor der Neuen Brüderkirche: Flughafen Frankfurt a. M., Regierungspräsidium (900 m), Mittelmeer (773 km), Hotspot-Lager (2029 km)…, alle versehen mit Entfernungsangaben.

Zurück im Sauerland habe ich den QR-Code gescannt und bin auf die Website der Seebrücke Lokalgruppe Kassel gelangt. Dort habe ich dann die Erklärung zu meinem neuen „Fundstück“ im städtischen Raum gefunden.

Die Seebrücke stellt im Rahmen der bundesweit koordinierten Aktion „Places of Isolation“ Kunstinstallationen in über 15 Städten im öffentlichen Raum auf. Mit orangenen Wegweisern werden Orte der europäischen Abschottung markiert und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen im Alltag sichtbar gemacht. Es geht dabei um Orte, die sowohl symbolisch als auch ganz konkret für die Abschottung Europas stehen. Auch wir in Kassel sind dabei. Hier findet ihr weiterführende Informationen zu den Orten, die unsere Wegweiser markieren.

https://www.seebruecke.org/mach-mit/deutschland/hessen/kassel#places-of-isolation

Zu folgenden Orten der Isolation, Abschottung und Abschiebung finden sich dort aufklappbar weitere Ausführungen:

Hessisches Abschiebegefängnis – Isolation und Kriminalisierung Geflüchteter

Mittelmeer – EU-Grenzpolitik zwingt Menschen zur lebensgefährlichen Flucht über das Meer

Flughafen Frankfurt/Main – Abschiebeflüge in Kriegs- und Krisengebiete, oftmals unter Zwang

Libyen – EU finanziert kriminelles Vorgehen der libyschen Küstenwache

Evros/Meriç/Maritsa – EU-Grenzbeamte verüben gewaltvolle Pushbacks an der türkisch-griechischen Landgrenze

Regierungspräsidium Kassel – entscheidet über Durchführung von Abschiebungen

Grenzgebiet Polen-Belarus – Systematische, gewaltvolle Pushbacks in den Wäldern an der EU-Außengrenze

„Balkanroute“ – Gefängnisartige Camps, Polizeigewalt und Pushbacks als Konsequenz bewusster Abschottungspolitik

Trapani – Festsetzung des Rettungsschiffs Iuventa – Kriminalisierung von Flucht und ziviler Seenotrettung

Verkehrsministerium (FDP) – Will mit neuer „Schiffssicherheitsverordnung“ zivile Seenotrettung verhindern

Hotspot-Lager auf den griechischen Inseln – Verletzen laut Gerichtsbeschlüssen menschenrechtliche Standards

Wer sich für die Arbeit der Seebrücke interessiert, geht zur ihrer Website und klickt dort auf die einzelnen Begriffe: https://www.seebruecke.org/mach-mit/deutschland/hessen/kassel#places-of-isolation

Hier geht es zu den Orten der Abschottung (foto: zoom)

Gab’s noch etwas Angenehmeres, Positives in Kassel? Ja, aber das gehört, wenn überhaupt, in einen anderen Beitrag.

Sonntagsbild: Stairway to Heaven oder Bedürfnisanstalt?

Wohin führen diese Stufen? (foto: zoom)

Die Stufen sind ganz hübsch anzuschauen. Sie führen hinauf in die Altstadt von Marburg. Wir haben sie statt des Aufzugs genutzt, um an der frischen Luft zu bleiben.

Frische Luft? Der Aufgang roch stellenweise recht streng nach Urin, ein scharfer Kontrast zur LGBTQIA+-Treppe. Das Aroma hat wahrscheinlich folgendes Graffito im selben Treppenaufgang oder Abgang – die Richtung bestimmt den Begriff – inspiriert:

Entschuldige, deine Toilette ist in einem anderen Schloss (foto: zoom)

Ein paar hundert Meter weiter kann man/frau es sich auf der Unisex-Toilette des Cafés Roter Stern neben der Buchhandlung gemütlich machen und sich nebenbei politisch bilden. Ach diese Sticker-Kultur!

„great place to make a wish“ (foto: zoom)

Einen schönen Sonntag wünsche ich noch. Möge euch der Regen verschonen. Meine Blumen brauchen ihn allerdings.

„Nein zur >Bombe Satans< – ohne jedes Ja“

360 Christ:innen aus Deutschland, Schweiz, Österreich und den Niederlanden wenden sich wie der Papst gegen eine endlos verlängerte „Atomwaffentoleranz“

Nuclear Weapon “Little Boy” type, the kind that detonated over Hiroshima, Japan, August 6, 1945. The bomb is 28 inches in diameter and 120 inches long. The first nuclear weapon ever detonated in war, it weighed about 9,000 pounds and had a yield equivalent to approximately 20,000 tons of high explosives. Photograph courtesy of Los Alamos Scientific Laboratory. Photograph released December 1960. (9/15/15). (Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:330-PSA-399-60_(164707AC)_(21464518825).jpg?uselang=de)

Bislang 360 friedensbewegte Christ:innen – vor allem aus Deutschland, der Schweiz (84), Holland (58) und Österreich – bekräftigen in ihrem ökumenischen Hiroshima-Ruf zum 6. August 2023 die kompromisslose Absage an das Atombomben-System: „Die durch das Evangelium befreiten Menschen … enthalten sich in Gesellschaft, Wissenschaft, Industrie, Finanzkomplexen, Militär und Politik jeglicher Mitwirkung an Rechtfertigung, Entwicklung, Herstellung, Erprobung, Bewerbung, Verkauf, Beschaffung, Stationierung, Wartung und Ausbildungs-, Übungs- oder Kriegseinsätzen von Bestandteilen der nuklearen Massenmord-Logistik.“

(Presse-Information – Initiativkreis Ökumenischer Hiroshima-Ruf 2023)

Beim Wort genommen wird hier Papst Franziskus, der 2017/2019 bereits Besitz und Bereitstellung von Atomwaffen für moralisch unannehmbar erklärt hat. Der Moderamen des Reformierten Bundes sah schon 1982 die Nicht-Kooperation beim nuklearen Militärkomplex als Bekenntnisfrage. Vorbilder für ein „Nein ohne Hintertüren“ sind auch die staatsferne Friedensarbeit der DDR-Kirchen, Beschlüsse von einigen ev. Landeskirchen, ein Positionspapier von „Justitia et Pax“ Deutschland (2019) und der Ökumenischer Appell „Nein ohne jedes Ja“ (2021), mitinitiiert vom ehemaligen pax christi-Generalsekretär Joachim Garstecki (Studienreferent im DDR-Kirchenbund 1974-1990). Die vollständige kirchliche Delegitimierung jedweder – materiellen oder ideellen – Beteiligung an der atomaren Waffenapparatur sollte gerade nach dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag (2017/2021) allen Menschen bekannt werden.

Prominent unterstützt wird der Aufruf u.a. von Franz Alt, Eugen Drewermann, Dr. Margot Käßmann, Leonardo Boff (Brasilien) und John Dear (USA). Mehrere Hochschullehrende der Theologie haben die Erklärung gezeichnet. Doch die meisten der beteiligten 180 Theolog:innen und Ordensleute kommen aus der Pastoral.

Aus der kath. Kirchenreform-Bewegung haben Christian Weisner (Wir sind Kirche) und Colm Holmes (Dublin) den Ruf gezeichnet. Dabei ist auch der Schweizer Roland Loos (Vize-Präsident Römisch Katholische Zentralkonferenz). Einzelne Unterschriften kommen aus Baskenland, Belgien, Bolivien, Brasilien, Frankreich, Kolumbien, Irland, Philippinen und Südsudan.

Die drastische Metapher „Bombe Satans“ stammt von einem kath. Atomwaffengegner der Nachkriegszeit und wurde gewählt, um den Abgrund der möglich gewordenen Vernichtung des Lebens auf der Erde so deutlich zur Sprache zu bringen wie möglich. 1957 sprach ebenfalls der lutherische Theologe Helmut Gollwitzer mit Blick auf Hiroshima und Nagasaki von einer „Teufelei“, an der sich Christenmenschen auch nicht mit dem kleinen Finger beteiligen dürften. – Der US-Katholik Daniel Berrigan warnte später vor den „höllischen Eiern“ (hellish eggs) des Militärkomplexes.

Zum vier Wochen alten Initiativkreis des Hiroshima-Rufes gehören der Katholik Peter Bürger aus der stark vertretenen pax christi-Bewegung, apl. Prof. Dr. theol. Thomas Nauerth (Ökumenisches Institut für Friedenstheologie) und der evangelische Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke (Internationaler Versöhnungsbund / deutscher Zweig). In der Schweiz sorgte die Theologin Jacqueline Keune (Koordinatorin Basisgruppen-Bewegung) für ein Bekanntwerden des Textes, in den Niederlanden die Organisation „Kerk en Vrede“ (Kirche & Frieden).

Eine Internetseite erschließt sechs Sprachversionen, die vollständige Liste der bislang 360 Unterzeichnenden und Hintergrundinformationen zur bisherigen kirchlichen Debatte über die nukleare Massenmordtechnologie. – Gegenteilige Voten kommen aus dem mit staatlichen Stellen verknüpften Militärkirchenwesen.

Internet-Aufrufseite:
https://hiroshimacall.wordpress.com/

Sprachversionen des Hiroshima-Rufes 2023 (englisch, spanisch, französisch, italienisch, niederländisch):
https://hiroshimacall.wordpress.com/sprachen-languages/

Überblick/Liste der bislang 360 Unterstützenden:
https://hiroshimacall.wordpress.com/unterzeichnende-signatures/

Hintergrund (kirchliche Atomdebatte, Materialien, Initiativen):
https://hiroshimacall.wordpress.com/links-books/

Teach your parents well

Probehören: hat sie auch keine kleinen Kratzer? (foto: zoom)

Wer mich in Kassel treffen will, suche im Freibad Wilhelmshöhe, in einem der Standorte der Universitätsbibliothek, im Café Westend, im Eberts oder beim Scheibenbeisser, es sei denn, ich bin auf einem epischen Spaziergang durch die Grünanlagen, Parks und Stadtteile unterwegs.

In dieser Woche habe ich endlich eine Lücke in meiner Plattensammlung geschlossen und für gut angelegte 12 Euro die Doppel-LP 4 Way Street von Crosby, Stills, Nash & Young beim Scheibenbeisser aus dem Plattenregal gefischt.

Das Plattencover vorn, der Preis oben rechts (foto: zoom)

Vor mehr als zwei Jahren hatte B. Schreiber hier im Blog an das 50-jährige Erscheinungsdatum der Platte erinnert und mir war aufgefallen, dass mir gerade dieses gute Stück in meiner kleinen Sammlung fehlte.

Nun, es war Pandemie und ich lief lieber im Hochsauerland auf langen Spaziergängen durch den Wald als mich in Plattenläden herumzutreiben.

Dann rief mir Spotify mit der Live-Version von Carry On ein Lied von 4 Way Street als Ohrwurm zurück ins Gedächtnis. Als ich vor zwei Wochen nachts im Traum Chicago in Dauerschleife zur dystopisch-düsteren Szenerie einer US-amerikanischen Großstadt hörte, war klar, dass ich die beiden Scheiben haben musste. Der Ohrwurm wollte gefüttert werden.

Jetzt dreht sich 4 Way Street zu Hause auf dem Plattenteller und nach vielen Jahrzehnten sind mir einige Zeilen aus dem Song Teach Your Children noch einmal besonders aufgefallen. Graham Nash singt nicht nur:

„Teach your children well,
Their fathers hell,
Will slowly go by“,

sondern gegen Ende auch:

„Teach your parents well,
Their childrens hell,
will slowly go by“

Graham Nash hat das Lied 1968 geschrieben. Damals war er noch Bandmitglied der Hollies.

„[He] associated the song’s message with a famous 1962 photo by Diane Arbus, Child with Toy Hand Grenade in Central Park, shortly after writing the song. The image, which depicts a child with an angry expression holding the toy weapon, prompted Nash to reflect on the societal implications of messages given to children about war and other issues.“ (https://en.wikipedia.org/wiki/Teach_Your_Children)

Verdammt aktuell, oder? Ohio und Chicago sind eine Vergangenheit, die leider auch heute noch in der US-amerikanischen, aber auch unserer deutschen Gesellschaft, lebendig ist. Die Untoten (Hass, Antisemitismus, Rassismus) erstehen auf und ich hoffe, dass es nicht zu spät ist für eine Bürgerrechtsbewegung, die sie wieder in die Gräber scheucht.

Find the cost of freedom.

„Stadtradeln 2023“ mit großer Resonanz – 750 Teilnehmer, 170 Teams: anmelden noch möglich

Christoph Hester: „Das „Stadtradeln“ trifft auf ambitionierte Teams im HSK.“ (Foto: HSK)

Daumen hoch! – Eine Welle des Zuspruchs im Hochsauerlandkreis erlebt das „Stadtradeln“, die weltgrößte Kampagne für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität – und dies in allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden.

Eine Woche vor dem eigentlichen Beginn am 11. August haben sich kreisweit 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 170 Teams bereits dazu angemeldet. „Und täglich gehen weitere Meldungen ein und das Teilnahme-Fenster steht immer noch offen“, berichtet HSK-Radverkehrsbeauftragter Christoph Hester, der von der Vorbereitung, Koordination  und Zusammenarbeit mit allen HSK-Kommunen besonders begeistert ist – darüber, wie die einzelnen Kommunen und die Menschen dort das „Stadtradeln“ unterstützen.

Ab kommenden Freitag (11.08.) geht es dann darum, 21 Tage lang in möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Erstmals werden im Aktionszeitraum bis zum 31. August zeitgleich alle Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis Kilometer sammeln.

Anmeldelink siehe unten

Mit der kostenfreien Stadtradeln-App können die geradelten Strecken bequem via GPS getrackt und direkt dem Team und dessen Kommune gutgeschrieben werden. Einen weiteren Vorteil bietet die App: Die so erhobenen Radverkehrsdaten werden durch das veranstaltende Klima-Bündnis anonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Diese wertvollen Informationen geben dem Hochsauerlandkreis und den einzelnen Kommunen Auskunft zu verkehrsplanerisch wichtigen Fragen, um einen möglichst bedarfsgenauen Ausbau der Radinfrastruktur umzusetzen.

Mitmachen hilft also auch dabei, die Attraktivität von Nahmobilität und Alltagsradfahren vor der eigenen Haustür zu steigern. Mehr unter www.stadtradeln.de/hochsauerlandkreis

Last Minute Info zum Willinger Open Air mit Cro und Peter Fox

Lageplan des Festival-Geländes

Die Veranstalter des Willinger Open Air 2023 versorgen die Besucher*innen der beiden Konzerte heute und morgen mit letzten wichtigen Informationenn.

Die Wetteraussichten für das Willingen Open Air sind leider regnerisch, denkt an wetterfeste Kleidung. 

Für beide Veranstaltungen gibt es noch Tickets auf http://willingen-openair.de, aktuell sieht es auch danach aus, dass es an beiden Abenden eine Abendkasse geben wird.

Neben Getränken in Form von Bier, Wasser, Softdrinks, Longdrinks und Wein wird es zudem Essensstände mit z.B. Pommes und Bratwurst, Pizza, aber auch vegetarischen und veganen Varianten geben. Für den kleinen Hunger gibt es Süßigkeiten und Eis.

Mitgenommen werden dürfen Bauch- und Handtaschen kleiner als DIN A4.

Essen, Getränke, Stühle, professionelle Kameras, Regenschirme, Decken, Waffen und Rucksäcke größer als DIN A4 dürfen nicht mitgenommen werden.

Es gibt zwei Einlässe, im Anhang dazu der Lageplan. Der grüne Haupteingang ist für Stehplatz und Front of Stage Tickets und der rote Eingang ist für VIP Tickets über die Straße „Am Ettelsberg“.

Zahlung vor Ort: Bar, EC Zahlung kann vereinzelt möglich sein.

Anreise: Da wir mit einem hohen Verkehrsaufkommen rechnen, sollte frühzeitig angereist werden.

Sonderverkehr und Geländeübersicht: Im Anhang dieses Beitrags (s.u.) findet ihr alle Informationen zum Sonderverkehr sowie den Übersichtsplan des Festivalgeländes.

Cro (Foto: Sebastian Schuster – Finn Beek)

Infos 04.08.2023 – Cro

Ca. 17:00 Uhr Einlass

Ca. 19:00 Uhr Jamule

Ca. 20:15 Uhr Cro

Ca. 22:00 Uhr Konzertende

Es gibt wieder Front of Stage Tickets.

Infos 05.08.2023 – Peter Fox

Peter Fox (Foto: Felix Broede)

Ca. 17:00 Uhr Einlass

Ca. 19:50 Uhr ÄTNA

Ca. 21:15 Uhr Peter Fox

Ca. 22:45 Uhr Konzertende


Übersicht Festivalgelände (PDF):


Sonderverkehr Cro (PDF):


Sonderverkehr Fox (PDF):

Umleitung: Merz‘ Tabubruch, Höckes AfD, Vernunft, Cannabis, Gefahrenlage, Journalismus auf Mastodon, Deutschlandticket für Schüler*innen im HSK

Psst… weitersagen (foto: zoom)

Schwerer Tabubruch: CDU-Chef Merz hat die Brandmauer zur AfD eingerissen – mit Folgen für die jüdische Gemeinschaft … fr

Höcke-AfD profitiert vom hohen Niveau rechtsextremer Aktivitäten in Thüringen: Der bundesweite erste AfD-Landrat, einer der größten Reichsbürger-Kongresse und eine steigende Zahl extrem rechter Konzerte sind einige der Schlagworte des zweiten Quartals in Thüringen … endstationrechts

Bundesparteitag der AfD in Magdeburg: AfD will Offener Gesellschaft in Europa den Kampf ansagen … hpd

Die Vernunft ist kein Extrem: Vielleicht sollten wir mit dem Begriff „Polarisierung“ etwas vorsichtiger umgehen … misik

Ärzteschaft im Fakten-Check: Nimmt der Konsum von Cannabis durch die Legalisierung wirklich zu? … scilogs

Gefahrenlage (Satire): Rhodos ist out. Natürlich kriegen Sie da jetzt noch ein günstiges Doppelzimmer, aber da kann man nicht mehr hin. Das machen nur noch Touristen, und zu den wollen Sie ja wohl nicht gehören … zynaesthesie

Journalismus auf Mastodon: Nachrichten im Fediverse … ruhrnalist

“Deutschland-Ticket” für SchülerInnen im HSK: Mit disem Ticket können alle Schülerinnen und Schüler in Vollzeit-Schulausbildungen ein Jahr lang in Deutschland alle Nahverkehrszüge und alle Busse nutzen. Die Eigenbeteiligung für SchülerInnen ohne Anspruch auf ein Schulwegticket beträgt 29 Euro pro Monat … sbl

Das Gymnasium ist in NRW die am häufigsten gewählte Schulform

Mehr als jedes dritte Kind, das zum Beginn des Schuljahres 2022/23 auf eine weiterführende Schule wechselte, ging auf das Gymnasium.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). 154 065 Schülerinnen und Schüler sind zu Beginn des Schuljahres 2022/23 von der Grundschule auf eine weiterführende Schule (innerhalb des Landes) gewechselt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Beginns des neuen Schuljahres mitteilt, war das Gymnasium mit einem Anteil von 42,5 Prozent die am häufigsten gewählte Schulform. Es folgten die Gesamtschule mit 29,1 Prozent und die Realschule mit 19,6 Prozent.

Zwischen ausländischen und deutschen Schülerinnen und Schülern in NRW sind Unterschiede hinsichtlich der Schulformwahl zu erkennen: Während von den 22 825 ausländischen Schülerinnen und Schülern die Gesamtschule (8 990; 39,4 Prozent) die am häufigsten gewählte Schulform war, wechselten fast die Hälfte der 131 240 deutschen Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule auf ein Gymnasium (60 520; 46,1 Prozent). Bei den ausländischen Kindern war der Anteil derer, die an ein Gymnasium wechselten, mit 21,7 Prozent weniger als halb so hoch wie der bei deutschen. 8,5 Prozent der ausländischen Übergänger wechselten an eine Hauptschule. Bei deutschen Kindern lag dieser Anteil dagegen bei 2,2 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden die Schülerzahlen aus Datenschutzgründen auf ein Vielfaches von fünf auf- bzw. abgerundet. Hierdurch besteht keine Additivität – für Quotenberechnungen wurden die Originalwerte verwendet.