Das Landkärtchen

Das Landkärtchen (Araschnia levana), hier auf einer Kratzdistel, gehört zu den Tagfaltern (Lepidoptera) und ist mir auf einem kleinen Spaziergang in Siedlinghausen aufgefallen. (foto: zoom)

Zwischen all den Regenschauern, kommt auch im hohen Hochsauerland manchmal die Sonne heraus und die Schmetterlinge besuchen ihre Lieblingsblüten, hier die Kratzdisteln.

Das Landkärtchen war mir bislang nicht bekannt. Aus der Entfernung scheinen die braunen Flügel mit den orangenen und weißen Flecken alle gleich. Sind sie aber nicht. Daher lohnt es sich schon, genauer hinzuschauen, wenn man die Art bestimmen will.

Leider habe ich die Flügelunterseite nicht fotografiert, denn diese zeigt das namengebende Landkartenmuster.

Eine weitere Besonderheit ist, dass sich das Aussehen der Frühjahrs- und der Sommergeneration unterscheiden. Auf dem Bild ist ein Schmetterling der Sommergeneration zu sehen. Die Frühjahrsgeneration ist gelb-braun mit weißen Flecken, also insgesamt heller.

Der Fachbegriff für dieses unterschiedliche Aussehen lautet Saisondimorphismus. Ob es Frühjahr oder Sommer ist bestimmt sich für die Puppe durch die Tageslänge. Das Licht kann man im Laborversuch variieren und so beispielsweise im Frühjahr durch längeres Laborlicht die Sommergeneration schlüpfen lassen, umgekehrt im Sommer durch kürzeres Licht die Frühjahrsgeneration.

Die Raupen ernähren sich vornehmlich von Brennnesseln in feuchteren Waldstücken.

Weitere Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Landk%C3%A4rtchen

Landrat Dr. Schneider begrüßt 37 neue Auszubildende – Für 2024 noch Bewerbungen bis 10. August möglich

Landrat Dr. Karl Schneider begrüßt die neuen Auszubildenden im Kreishaus Meschede. (Foto: Pressestelle HSK)

37 Nachwuchskräfte starten am Dienstag, 1. August, mit ihrer Ausbildung beim Hochsauerlandkreis in acht verschiedenen Berufsfeldern, am 1. Dezember folgt mit der Hygienekontrolleurin noch eine weitere Auszubildende.

(Pressemitteilung HSK)

Landrat Dr. Karl Schneider begrüßte die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Es ist schön, dass sich so viele junge Menschen für die Kreisverwaltung entschieden haben. Ich wünsche mir kritische Auszubildende, die mit einem frischen Blick in unser Haus kommen und uns Hinweise geben, wie wir in den unterschiedlichsten Bereichen besser werden können.“

Den guten Wünschen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben schlossen sich Personal-Fachdienstleiterin Regine Clement, Ausbildungsleiter Diethard Nolte, Personalratsvorsitzender Marcus Radmacher sowie Alanis Weber und Arne Schumacher von der Jugend- und Auszubildendenvertretung zusammen mit der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Cornelia Reuber-Lankveld und dem Schwerbehindertenbeauftragten Karl-Josef Dicke an. Der jetzt gestartete Ausbildungsjahrgang wird komplett mit Laptops ausgestattet. Im Zuge der Digitalisierung hat der Hochsauerlandkreis die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten und Lernen zu Ausbildungsbeginn geschaffen.

Für das kommende Ausbildungsjahr 2024 sind Bewerbungen noch bis Donnerstag, 10. August, möglich. Weitere Informationen können im Ausbildungsportal unter https://www.hochsauerlandkreis.de/karriere/schueler/einsteiger abgerufen werden.

Die neuen Auszubildenden bei der Kreisverwaltung sind: Jan Ahlers, Dominik Antoni, Isabel Heuel, Tirzah Padberg, Kim Lukas Pauli, Felia Schindler, Katja Steermann, Nina Ullmann, Jana Völkel (Kreisinspektoranwärter/in), Fabian Schrichten (Kreisvermessungsoberinspektoranwärter), Anika Aßhauer, Lisa Marie Salmen (Soziale Arbeit), Kristin Feldmann, Samira Fügenschuh, Jan Homburg, Vivien Schürmann (Kreissekretäranwärter/in), Alina Dürfeld, Verena Ediger, Lina Fritze, Helena Herholz, Gina Müller, Joel Vogtland (Verwaltungsfachangestellte/r), Jona Hirnstein (Vermessungstechniker), Leon Philipp Hentschel (Straßenwärter), Melanie Boehl (Hygienekontrolleurin), Miles Basse, Kevin Bock, Giuliana Carfora, Maja Giese, Vincent Hermes, Theresa Hickmann, Marie Hömberg, Zeikar Houssein, Jana Marie Kahlert, Leon Kampmann, Lilli Schlüter, Ole Siepmann und Lisann Wanke (Notfallsanitäter/in).

BBL-Radtour nach Alme, Bleiwäsche und Madfeld

Im letzten Jahr führte die BBL-Radtour zum Möhnesee. Ein Abstecher ging hinauf zum Skywalk oberhalb der Möhne. Von dort der Blick über das Tal. (foto: zoom)

Auch in diesem Sommer bietet die Briloner Bürger-Liste (BBL) wieder eine Radtour an. Sie startet am Sonntag, 13. August, um 10 Uhr am Briloner Markt.

(Pressemitteilung BBL)

Von dort aus geht es über den neuen Radweg Richtung Almetal und Alme, dann weiter nach Bleiwäsche und über Madfeld zurück nach Brilon. Die Streckenlänge beträgt etwa 40 km. Wie immer, sind alle interessierten Radler*innen zum Mitfahren eingeladen. Pausen gehören ebenfalls zum Programm.

Stadtradeln

In diesem Jahr beteiligen sich die Gemeinden des HSK am Stadtradeln [1]. Es dauert vom 11.08. – 31.08. Die BBL-Radtour findet im Zeitraum des Stadtradelns statt, so dass dabei  Radfahrkilometer für das Stadtradeln gesammelt werden können. Für das Stadtradeln zählen alle mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer, egal wo und mit wem gefahren. Jedes Teammitglied registriert einzeln seine Kilometer auf der Stadtradeln-Seite im Internet, am einfachsten mit der zugehörigen App.  Wer noch keinem anderen Team angehört, kann sich dem Team „Grünes Brilon“ anschließen, das BBL und Briloner Grüne gegründet haben.

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Weitere Auskünfte zur Radtour per Mail unter info@briloner-buergerliste.de.

Infos zum Stadtradeln hier im Blog:
https://www.schiebener.net/wordpress/stadtradeln-startet-im-hochsauerlandkreis-erstmalig-mit-allen-kommunen-radeln-fuer-ein-gutes-klima-anmeldungen-ab-sorfort-moeglich/

Bloggen in den Ferien? Es ist einfach zu viel los.

Auf dem Weg zum LWL-Museum für Naturkunde am Aasee in Münster (foto: zoom)

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in der Urlaubszeit etwas mehr und konzentrierter zu bloggen. Aber leider macht mir das Leben einen Strich durch die Rechnung: es passieren zu viele interessante Dinge, so dass mir kaum Zeit bleibt, das Blog zu betreuen, geschweige denn Artikel zu schreiben. Der Stoff ist da, aber die Zeit ist knapp.

Die Bücher, die ich gerade lese – keine Muße für eine Rezension. Museen und Austellungen, gelungene, mittelmäßige und schlechte – wo bleiben die Stunden für einen Artikel? Der Wald im Sauerlandmuseum, die Kanzler*innen-Karikaturen im Hallenberger Kump, die Klimakrise im Naturkundemuseum Münster, Radtouren, Bahnfahrten, Spaziergänge und was beim Reisen selbst – der Weg ist das Ziel – noch geschieht, bleibt vorerst ungeschrieben.

Wenn nichts passieren würde, hätte ich Zeit zum Schreiben.

Weitere Litanei erspare ich euch. Den ein oder anderen Satz hinterlasse ich im Fedivers bei Mastodon, aber auch dort immer weniger.

Irgendwann ist der schönste Urlaub zuende. Bis dahin…

Anhaltende Trockenheit: Hochsauerlandkreis untersagt seit heute mit Allgemeinverfügung Entnahmen von Wasser aus Oberflächengewässern

Ende März diesen Jahres plätscherte die Namenlose munter durch ihr Bachbett. Die Allgemeinverfügung der Unteren Wasserbehörde des HSK gilt vom 26.07.2023 bis zum 31.10.2023. (foto: zoom)

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit haben sich auch in den Gewässern im Hochsauerlandkreis niedrige Wasserstände eingestellt. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben nicht dafür gesorgt, dass sich die Situation entspannt.

(Pressemitteilung HSK)

Aus diesem Grund erlässt der Hochsauerlandkreis am 25.07.2023 eine Allgemeinverfügung, die es im gesamten Kreisgebiet untersagt, Wasser aus Oberflächengewässern zu entnehmen. Die Verfügung tritt am 26.07.2023 in Kraft und bleibt bis zum 31.10.2023 bestehen.

Das Verbot gilt für Wasserentnahmen im Rahmen des Gemein-, Eigentümer- und Anliegergebrauchs. Verboten ist es damit nicht nur, größere Wassermengen (beispielsweise mit fahrbaren Behältnissen), sondern auch kleinere Mengen für die Bewässerung von Privatgärten zu entnehmen. Ausgenommen davon sind das Tränken von Vieh über an den Gewässern angeordneten Viehtränken und das Schöpfen mit Handgefäßen.

Das Verbot der Wasserentnahme gilt nicht für zugelassene Benutzungen (Erlaubnisse, Bewilligung, alte Rechte). Hier gelten die im jeweiligen Bescheid genannten Einschränkungen bzw. Verbote der Entnahme von Wasser bei niedrigen Abflüssen/Wasserständen im Gewässer. Sofern darüber hinaus die Einschränkung von Befugnissen und Rechten erforderlich wird, ergeht eine gesonderte Anordnung durch die zuständige Behörde.

Umleitung: Atlantikzirkulation, #OpenAccess, AfD, Spionagesoftware, Sommerliche Temperaturen, Madame Yevonde, Kirchenaustritte sowie eine instrumentalisierte Städtepartnerschaft

Eine Kanadagans mit ihrem schon größeren Gössel, eine Kreuzung aus ihr und einem Graugans-Ganter auf dem Teich am Fußballplatz in Silbach (foto: zoom)

Was ist los mit der Atlantikzirkulation? Heute möchte ich ein paar aktuelle Gedanken zur Abschwächung und zum Kipppunkt der atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) zusammenfassen … scilogs

Ein neues #OpenAccess -Lehrbuch: Computational Methods für die Sozial- und Geisteswissenschaften … springer

AfD: Fundamentalopposition gegen die Demokratie … endstationrechts

Spionagesoftware: Staatstrojaner-Varianten sind eine Fiktion … netzpolitik

Sommerliche Temperaturen (Satire): „… als künftiger Bundeskanzler arbeitsscheue Angestellte durch die vollständige Abschaffung des Kündigungsschutzes disziplinieren und die tägliche Arbeitszeit wieder auf zwölf Stunden festsetzen wolle, die durch Lohnkürzungen um mindestens sechzig Prozent flankiert werden müssten, um die viel zu langsam anwachsenden Vermögen der Leistungsträger wieder auf ein vernünftiges Maß zu bringen. Merz werde jeden linkslinken…“ … zynaesthesie

Schätzungsweise 50 Prozent der Katholik:innen denken über einen Kirchenaustritt nach: Mit Sorge blickt Pfarrer Ansgar Schocke auf die Zahl der Kirchenaustritte: In der katholischen Kirchengemeinde Heilige Dreikönige in der Nordstadt waren in den vergangenen Jahren 90 Austritte im Jahr traurige Normalität. In diesem Jahr waren es allerdings schon 162 … nordstadtblogger

Hagen-Hohenlimburg: AfD-Geitz instrumentalisiert Städtepartnerschaft – und niemand merkt es? … doppelwacholder

Weiterer Abonnent*innen-Schwund bei der Westfalenpost Meschede/Brilon

Westfalenpost Brilon/Meschede: Die Zahl der Abos ist im letzten Jahr um 7,89%, die Druckauflage ist um 10,76% gesunken. (Screenshot: ivw)

Im Quartalsvergleich (II 22/II 23) hat die Westfalenpost Meschede/Brilon laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) weitere 7,89 Prozent ihrer Abonnent*innen inklusive ePaper verloren. Im ersten Quartal lagen die Zahlen mit 7,48 Prozent ähnlich hoch.

Alles, was ich zum Thema Auflagenschwund bei der Westfalenpost zu sagen habe, findet sich in den Beiträgen zu den Quartalsauflagen hier im Blog. Wer will, kann die alten Blog-Artikel zumindest durchscrollen. An meinen dortigen Anmerkungen und Kritikpunkten hat sich nichts geändert. Daher schweige ich, bis mir etwas Neues einfällt.

Der Rest vom #FensterFreitag

Die Brüder Grimm als Wandbild auf einer Hausfassade (foto: zoom)

Wahlen in Spanien, Waldbrände auf Rhodos und Friedrich Merz reicht der AfD die Hand – ich habe schlechte Laune.

Das Bild habe ich vor ein paar Tagen für den #FensterFreitag auf Mastodon in Kassel aufgenommen. Es zeigt auf einem überdimensionalen Wandbild die Brüder Grimm.

Was haben die Grimms mit Kassel zu tun?

Jacob und Wilhelm zogen 1798 nach Kassel. Hier besuchten sie das Gymnasium, das damals „Lyceum Fridericianum“ hieß. Die Mutter und die übrigen vier Geschwister blieben in Steinau. Nach dem Ende ihrer Schulzeit gingen Jacob und Wilhelm nach Marburg, um dort Rechtswissenschaft zu studieren.

In Marburg begannen sich Jacob und Wilhelm für die deutsche Sprache und Literatur zu interessieren. Sie wohnten zusammen in einem Haus in der Barfüßerstraße, das heute noch steht. 1806 kehrten sie nach Kassel zurück.

http://www.grimms.de/de/content/wer-waren-die-br%C3%BCder-grimm

Alles weitere auf der oben verlinkten Seite der Brüder Grimm-Gesellschaft.

Was haben Jacob und Wilhelm Grimm mit meiner schlechten Laune zu tun? Eigentlich nichts. Ich versuche mich nur ein wenig abzulenken, indem ich Bilder aus der vergangenen Woche sortiere.

Mal schauen, wie die Welt morgen aussieht.

Ohne Worte … oder wie Friedrich Merz mich (fast) sprachlos machte

Der Friederich, der Friederich,
das ist ein arger Wüterich.
Er tritt die wacklig‘ Mauer ein
und lässt den Fascho Höcke rein.
Im ganzen Land legt er den Brand,
nicht nur im schwarzen Sauerland.

Eigenzitat: https://ruhr.social/@hskzoom/110764682755732234

Anlass: Wackelt die „Brandmauer“? Merz schließt Zusammenarbeit mit AfD auf kommunaler Ebene nicht mehr aus … ksta

Mit dem schlechtesten Objektiv auf Vogeljagd

Es ist dann doch nicht der Rotmilan geworden. (foto: zoom)

Gestern habe ich mich durch die Blogs und Websites geklickt, um zu lernen, wie man am besten Vögel fotografiert. Ich möchte auch mal einen Eisvogel präsentieren können.

Der erste Gedanke war, dass ich mir stante pede ein schönes neues Teleobjektiv kaufen sollte. Der zweite Gedanke lautete: Quatsch! Erreiche doch erst einmal die Grenzen deiner momentanen Ausrüstung! Deine Hardware kann schon heute zehn Mal mehr als du selbst.

Also habe ich in der Fotokiste gekramt, ein altes Tamron 18 – 200 mm gefunden und auf die Kamera geschraubt. Die Verschlusszeit habe ich auf 1/500 vorgewählt, die Brennweite bei 200 mm, Blende offen und ISO, wie das Rauschen kommt. Schluss mit dem Materialfetischismus!

Das Wetter war schlecht, meine Erwartungen niedrig, aber letztendlich hat das Fotografieren Spaß gemacht, obwohl sich weder Eisvogel noch Rotmilan, geschweige denn eine Blau- oder Kohlmeise, sehen ließen.

Am Ende des Spaziergangs kam ich mit einem Schmetterlingsfoto nach Hause: Grünader-Weißling – Pieris napi, Imago. Das Geschlecht kenne ich nicht. Sie oder er hockt auf einem Wald-Storchschnabel. Der ist momentan überall zu sehen.

Die Vögel werde ich auch noch finden.