Zwei Wochen Ausfall der IT – oder länger?

Symbolfoto: Beispiel des Locky Ransomware Source Codes (Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Locky_ransomware_source_code.jpg)

Die meisten Verwaltungsprogramme des Hochsauerlandkreises und der anderen vier Kreise in Südwestfalen sowie der 59 kreisangehörigen Städte und Gemeinden laufen über die Server der Südwestfalen-IT (SIT), mit Standorten in Siegen und in Hemer. Seit Anfang der Woche ist die SIT komplett “down”. Denn unbekannte Hacker haben einen Teil der Daten auf den Servern der SIT verschlüsselt und versuchen nun, dafür Lösegeld zu erpressen. Es handelt sich um einen Cyberangriff mit sog. Ransomware.

(Der Artikel ist gestern auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Derartige Angriffe haben in der Vergangenheit bei anderen betroffenen Kommunen dazu geführt, dass die Verwaltungen etwa ein Vierteljahr lang nur eingeschränkt arbeitsfähig waren.
https://unternehmen-cybersicherheit.de/hackerangriff-schwerin-normalbetrieb-erst-wieder-anfang-2022/

Auf der Homepage der SIT heisst es dazu (seit Montag 30.10. unverändert):


“Die Südwestfalen-IT (SIT) ist Ziel eines Cyberangriffs mit Ransomware (sog. Erpressungstrojaner) geworden, der aktuell die Handlungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen beeinträchtigt…
In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden verschlüsselte Daten auf Servern der SIT gefunden, die auf einen unautorisierten externen Zugriff hindeuten. Unmittelbar im Anschluss begannen die Techniker noch in der Nacht mit der Analyse und ersten Schritten der Schadensbegrenzung. Am Montagmorgen tagte der hausinterne Krisenstab.
Um die Weiterverbreitung der Schadsoftware innerhalb des Netzwerks zu verhindern, wurden die Verbindungen des Rechenzentrums zu und von allen Verbandskommunen gekappt. Infolgedessen können die Verwaltungen derzeit nicht auf die von der SIT bereitgestellten Fachverfahren und Infrastrukturen zugreifen und sind in ihren Dienstleistungen für die Bürger stark eingeschränkt.”

www.sit.nrw


Nachdem zunächst bei der Dauer des Ausfalls nur von Tagen geredet wurde, geht es nun schon um mehrere Wochen. Die Kreisverwaltung des HSK veröffentlichte heute (am 02.11.) Nachmittag folgende Presseerklärung:


“Längerer Ausfall der IT-Systeme vermutet – Kfz-Zulassungsstellen Samstag geschlossen
Die Kreisverwaltung geht nach den neuesten Informationen davon aus, dass die betroffenen IT-Anwendungen auch in der kommenden Woche (6. bis 12. November) nicht laufen werden. Mails, die an den Hochsauerlandkreis gesendet werden, kommen nach wie vor nicht an und sie werden voraussichtlich auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt zugestellt. Der Kreis bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger, die seit dem späten Sonntagabend, 29. Oktober, eine Mail gesendet haben, ihr Anliegen per Post oder per Telefon erneut vorzutragen. Da Kfz-Zulassungen nach wie vor nicht möglich sind, bleiben die Zulassungsstellen in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede am Samstag, 4. November, geschlossen.”

https://www.presse-service.de/data.aspx/static/?ID=1141913.html


Die aktuelle Situation führt dazu, dass z.B. keine Kfz angemeldet werden können, keine Führerscheine ausgegeben werden können, keine Personalausweise und Geburtsurkunden beantragt und ausgestellt werden können und fast alle betroffenen Kommunen keine Mails empfangen und senden können. Und die Gremienmitglieder können keine Sitzungsunterlagen abrufen. Aufgabe der Kreisverwaltung und der Gemeindeverwaltungen ist es nun, nach Ersatzlösungen zu suchen, die möglichst schnell starten können.

Die wichtigste Aufgabe ist jetzt die Lösung der akuten Probleme. Danach muss aber hinterfragt werden, ob die Geschäftsführung der SIT ausreichend Vorsorge gegen solche Hackerangriffe und deren Folgen getroffen hat. Klar ist, dass es keinen 100%-igen Schutz gegen Cyberkriminalität gibt. Aber jedes derartige IT-Unternehmen benötigt ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept, u m die Risiken möglichst gering zu halten und im Falle eines Angriffs einen baldigen Neustart sicherzustellen. Der Verlauf einiger Sitzungen der Verbandsversammlung und des Verwaltungsrats der SIT lässt Zweifel wachsen, ob von der SIT dem IT-Sicherheitskonzept ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Die SBL-Kreistagsfraktion hat noch am Montag folgendes Schreiben an den Landrat geschickt:

“Situation der IT-Anwendungen, Dienstleistungen und Gremiensitzungen
Sehr geehrter Herr Landrat,
seit heute gibt es den Totalausfall aller IT-Systeme der SIT. Die Folgen könnten längere Zeit anhalten; vor zwei Jahren hat es in einer ähnlichen Situation im Landkreis Ludwigslust-Parchim und in Schwerin etwa ein Vierteljahr gedauert, bis die Verwaltungen wieder voll arbeitsfähig waren.
Bitte informieren Sie die Fraktionen zeitnah über die Möglichkeiten und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung möglichst vieler Dienstleistungen der Kreisverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Betriebe.
Außerdem möchten wir informiert werden, ob auch im HSK mit einer Verlegung von Sitzungs-terminen zu rechnen ist, wie es in mehreren größeren Städten in Südwestfalen (Arnsberg, Lüdenscheid) heute bereits angekündigt wurde.”

Schnappschuss: der Kahle Asten am späten Nachmittag

Blick über die Hochfläche des Kahlen Asten (foto: zoom)

Das Beste am Kahlen Asten sind imho die Flächen mit den Einzelbäumen. Auf der Einfaufstour bin ich kurz abgebogen und habe auf dem zweithöchsten Berg NRWs eine kleine Runde gedreht.

Heute war es dort oben windig, wenn auch nicht allzu heftig, und kalt, novemberkalt. Der Späte Nachmittag im Titel bedeutet 15:31 Uhr. Seit der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit, scheint dieses Spät immer früher zu beginnen.

Das Licht findet sich im Lebensmittelgeschäft zwischen Nudeln und Hafermilch. Meine gedrückte Stimmung bekämpfe ich auf der Rückfahrt mit Bad Religion und Hüsker Dü.

Und zack ist es schon früher Abend. Zeit, die Nudeln zu kochen und das Gemüse von gestern aufzuwärmen. Wegschmeißen wäre zu schade.

Bis dann!

Umleitung: Antisemitismus, Terrorpropaganda, Schuld, Klimakrise, Kölner Vororte im Bild, der taumelnde Westen, Bahn-Chaos, Fotografien aus dem Revier und mehr…

Spucki auf einem Fallrohr in der Dörnbergstraße (foto: zoom)

Antisemitismus in Deutschland: Was dagegen getan werden kann … endstationrechts

Der Islam, der Antisemitismus und das deutschsprachige Halbwissen: Die digitale Terror-Propaganda erst von Daesh, dann seit dem antisemitischen Terror-Massaker des 7.10.2023 von der Hamas setzt auf das Halbwissen der meisten Adressaten: Sowohl Muslime wie Nichtmuslime sollten glauben, dass die Terrororganisationen für “den Islam” oder für “die Palästinenser” sprechen, aber auch wiederum Judentum und Israel rechtsradikal wären … scilogs

The Decolonization Narrative Is Dangerous and False: It does not accurately describe either the foundation of Israel or the tragedy of the Palestinians … theatlantic

Der taumelnde Westen: Die Welt in Flammen, Brandherde überall. Lange glaubten wir Westler, die Welt dreht sich um uns. Aber das ändert sich gerade … misik

Schuld (Satire): „Bis jetzt hat’s doch immer ganz gut geklappt.“ „Auf der anderen Seite würden wir uns damit international isolieren.“ „Moment, das müssen Sie mir erklären.“ „Wir haben halt diese Geschichte, die wir noch nicht einfach loswerden können.“ „Aber die anderen sind auch ausländerfeindlich.“ „Das ist aber das Ausland.“ … zynaesthesie

Hört auf mit dem #Klimawandel: Der Begriff „Klimawandel“ ist zu einem Allerweltsbegriff geworden, zu einer leeren Chiffre. Wer „Klimawandel“ sagt, verschleiert Machtverhältnisse und kaschiert die Verursacher … geschichtedergegenwart

Vorlass: Fotografierte Gegenwart der Kölner Vororte als Bestand im Kölner Stadtarchiv … historischdenken

Accountsperre und Anwälte: Wie Twitter einem Datenforscher das Leben schwer macht … netzpolitik

Bahn-Chaos: Hagen stark betroffen … doppelwacholder

Wie es im Revier gewesen ist: Fotografien von Helmut Orwat im LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg … revierpassagen

Vermutlich längerer Ausfall der IT-Systeme – Kfz-Zulassungsstellen Samstag geschlossen

Hochsauerlandkreis. Die Kreisverwaltung geht nach den neuesten Informationen davon aus, dass die betroffenen IT-Anwendungen auch in der kommenden Woche (6. bis 12. November) nicht laufen werden.

(Pressemitteilung HSK)

Mails, die an den Hochsauerlandkreis gesendet werden, kommen nach wie vor nicht an und sie werden voraussichtlich auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt zugestellt.

Der Kreis bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger, die seit dem späten Sonntagabend, 29. Oktober, eine Mail gesendet haben, ihr Anliegen per Post oder per Telefon erneut vorzutragen.

Da Kfz-Zulassungen nach wie vor nicht möglich sind, bleiben die Zulassungsstellen in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede am Samstag, 4. November, geschlossen.

Wasservorräte schwinden weltweit in atemberaubendem Tempo.

Eine Fortsetzung der jetzigen Wasseraustreibungspolitik und -verschwendung bedeutet das Todesurteil für Menschen und Ökosysteme

Aus Verdunstung (Seen, Bäche, Flüsse) werden 176 Mrd. m³ Wasser umgewälzt und dann als Regen in die Meere geleitet. Wir Deutschen nutzen 20 Mrd. = 11 %. 760 Mio. m³ Wasser verloren wir seit 2002. Zum Vergleich: Der berühmte Königssee in den Berchtesgadener Alpen speichert 511.785.000.00 m³ Wasser. (Foto: Karl J. Knoppik, 1997)

Auch wenn wir uns derzeit über reichlich Regen freuen können, ist das dennoch kein Grund sich beruhigt zurückzulehnen. Dies wäre naiv und kurzsichtig. Zwar gab es in dem Zeitraum von vor einem Jahr bis heute gerechnet in NRW ¼ mehr Niederschlag; aber es besteht nach wie vor ein Defizit, woran die extreme Dürre besonders in den Jahren 2018 und 2019 Schuld trägt.

Die Grundwasserstände sind immer noch zu niedrig. Obwohl man angesichts zunehmender Witterungsextreme durch den Klimawandel damit rechnen muß, daß die nächste Dürre früher oder später unweigerlich kommen wird, geht der Raubbau an den Wasserressourcen durch Naturzerstörung und Naturausbeutung auf globaler Ebene unvermindert weiter. Verantwortlich für dieses deprimierende Fazit ist das auch im Jahre 2023 ungebrochene starrsinnige Festhalten an dem von politischen Parteien und Lobbyverbänden abgöttisch verehrte wirtschaftliche Wachstum.

Die Privatisierung des Wassers führt z. B. in Ländern der so genannten 3. Welt dazu, daß sich eine reiche privilegierte Minderheit, z. B. Großgrundbesitzer, den Zugang zu den Trinkwasservorkommen sichert, und die große Mehrheit der in Armut lebenden Bevölkerung muß das immer knapper werdende Lebenselixier teuer bezahlen und dafür nicht selten weite Strecken auf sich nehmen.

Der Ressourcenverbrauch durch wohlstandsverwöhnte Urlauber aus reichen Industriestaaten ist deshalb aus meiner Sicht heute nicht mehr verantwortbar. Schon in den Mittelmeerländern stellt sich die Lage dramatisch dar. Beispiel Spanien: Der Anbau von Tomaten erfolgt dort in riesigen Plantagen; das begehrte Gemüse wird unter massivem Dünger- und Pestizideinsatz bewirtschaftet und erfordert enorme Mengen an Wasser. Die gesamte Ernte ist für den Export bestimmt.

Profitgier zu Lasten der Natur und der Menschen, welche in diesen Plantagen als Tagelöhner schuften – mühsam ihren Lebensunterhalt verdienen, ist auf unserem Planeten an der Tagesordnung, wohin man auch blickt. Und Trockenheit ist in den südlichen Ländern noch viel mehr ein Thema als bei uns. Wesentlich verschärfend wirkt sich der Klimawandel aus.

Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sagt: „Wir müssen uns sicher auch in Deutschland von der Gewissheit verabschieden, daß Wasser immer und überall in scheinbar unbegrenzter Menge zur Verfügung steht.“ Fakt ist, daß wir zu den Ländern weltweit gehören, die am meisten Grundwasser verlieren. Der Grundwasserspiegel sinkt rasch und kontinuierlich. Erstmals hat „Correctiv“ Daten von 6.700 Meßstellen aus den vergangenen 3 Jahrzehnten analysiert. Die Auswertung liefert erschreckende Befunde. An knapp der Hälfte aller ausgewerteten Orte ist das Grundwasser in den Dürrejahren zwischen 2018 und 2021 auf den tiefsten Stand seit 1990 gefallen.“ Forst- und landwirtschaftliche Monokulturen, intensive Bebauung, Zerstörung von Feuchtgebieten und der Tagebau für die Kohleförderung haben an diesen skandalösen Befunden entscheidenden Anteil.

Siehe: https://correctiv.org/aktuelles/kampf-um-wasser/2022/10/25/klimawandel-grundwasser-in-deutschland-sinkt/

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Allerheiligen in Hessen: vom grauen Hohen Gras im Habichtswald zur gelben Puddingschnecke am Bebelplatz

Grau war der Morgen im Habichtswald (foto: zoom)

Ich hätte heute im hessischen Kassel den katholischen NRW-Feiertag Allerheiligen mit einem Zug durch die Einkaufsstraßen kompensieren können. Aber dafür ist mir die freie Zeit zu wertvoll und ich verschwende sie lieber mit kontemplativen Tätigkeiten.

Am besten kann ich nachdenken, wenn ich mich bewege. Radfahren oder ein langer Spaziergang sind die Mittel der Wahl.

Am Hohen Gras im Habichtswald bin ich im Nebel losgewandert. Der Morgen gehörte mir, die Wanderwege waren leer und verlassen. Selbst am Herkules waren nicht viele Menschen unterwegs.

Zwischenetappe am Herkules (foto: zoom)

Ein kurzer Blick über Kassel auf die Sichtachse Wilhelmshöher Allee, dann ging es weiter Richtung Hessenschanze.

Blick vom Herkules auf Kassel (foto: zoom)

Die Baumallee (siehe Bild unten) ist Teil eines alten Dokumenta-Projekts. Das Kunstwerk „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ von Joseph Beuys verteilt sich im gesamten Stadtgebiet und gestaltet die Stadt auch lange nach seiner Entstehung zur documenta 7 (1982). Erkennbares Merkmal der zum Kunstwerk gehörenden Bäume ist eine daneben platzierte Basaltstele.

Die Allee finde ich zu jeder Jahreszeit ganz hübsch. Die Basaltstelen neben den Bäumen sind gut zu erkennen. (foto: zoom)

Obwohl ich kein Freund von Beuys bin und mir die hochgradig antisemitische Dokumenta 15 erst einmal den Spaß an der Kasseler Dokumenta-Kunst vergällt hat, gefallen mir die Bäume und Baumreihen, die die Dokumenta 7 in die Stadt gebracht hat.

Man muss sich Ziele setzen. (foto: zoom)

Zum Abschluss der 11-Kilometer-Wanderung schmeckten mir Kaffee und ein Puddingteilchen in einer Bäckerei am Bebelplatz.

Vielleicht sollte ich noch sagen, was aus den ganzen Gedanken geworden ist, die mir im Habichtswald durch den Kopf gingen.

Ich habe sie (fast) alle vergessen. Über das „fast“ sprechen wir später.

Gute Nacht!

„Dr. Lorenz Pieper und Pfarrer Friedrich Kehrer – Wegbereiter des Nationalsozialismus in Hüsten“

Vortragsreihe „Brennpunkt Heimat“ im Sauerland-Museum

Buchumschlag „Am Anfang war der Hass“ (Archivfoto: zoom)

Hochsauerlandkreis. Unter dem Motto „Brennpunkt Heimat“ lädt das Sauerland-Museum die verschiedenen Heimatvereine aus dem Hochsauerlandkreis ein, ihre Arbeit in einer Vortragsreihe vorzustellen. In der nächsten Folge gastieren die beiden Lokalhistoriker Werner Neuhaus und Reiner Ahlborn im Blauen Haus des Museums.

(Pressemitteilung HSK)

In dem kostenlosen Vortrag geht es um die beiden Geistlichen Dr. Lorenz Pieper und Friedrich Kehrer, die mit ihrem Wirken als Wegbereiter des Nationalsozialismus in Hüsten gelten. Bei den letzten noch teilweise demokratischen Wahlen im März 1933 konnte die bürgerliche Zentrumspartei trotz Verlusten in der Gemeinde Hüsten 50,6 % und im Amt Hüsten 57,8 % der Stimmen gewinnen. Als katholisch-nationale Bewegung verhinderte das Zentrum einen legalen Sieg der NSDAP trotz leichter Zugewinne.

Dennoch fand ein Stimmungsumschwung zugunsten der Nationalsozialisten statt, gewählte Zentrumsvertreter traten zur NSDAP über und verschafften ihr so eine Mehrheit im Gemeinderat und in der Amtsvertretung.

Die Lokalhistoriker Werner Neuhaus und Reiner Ahlborn versuchen gemeinsam eine Erklärung zu finden. Sie können aufzeigen, wie durch das Wirken des katholischen Vikars Pieper und des evangelischen Pastors Kehrer als vor Ort maßgebliche Geistliche ein Stimmungsumschwung in Hüsten begünstigt wurde, indem sie die Vereinbarkeit von christlichem Glauben und nationalsozialistischer Ideologie predigten und vorlebten.

Der Vortrag findet am Dienstag, den 7. November 2023 um 18 Uhr im Blauen Haus des Sauerland-Museums (Alter Markt 30) statt. Der Eintritt ist frei. Für Anmeldungen ist das Sauerland-Museum derzeit nur telefonisch unter 02931/94-4444 zu den Öffnungszeiten zu erreichen. Weitere Informationen auf der Homepage www.sauerland-museum.de

Artikel mit Informationen zu Lorenz Pieper hier im Blog:

Der geschenkte Morgen

Kurzer Foto-Stopp am Naturgarten bei Berge (foto: zoom)

Mit dem schönen Wetter hatte ich gestern nicht gerechnet. Als sich unverhofft die Sonne zeigte, habe ich sofort das Rad aus dem Keller geholt und los ging’s.

Oft habe ich keinen fertigen Plan und entscheide erst an wichtigen Kreuzungen, wohin die Tour gehen könnte.

Gestern entwickelte sich die Strecke folgendermaßen (in Stichworten): Großes Bildchen, Sorpetal, Winkhausen, Gleidorf, Fredeburg, Bremke, Wenholthausen, Berge, Wennemen, Meschede, Bestwig. Dort mit Deutschland- und 24-Stunden-Radticket in den Zug nach Siedlinghausen gestiegen.

Die Umleitung des Ruhrtalradwegs zwischen Olsberg-Stausee und Steinhelle über die vielbefahrene B 480 habe ich mir auf diese Weise erspart.

Die roten Punkte kennzeichnen die vermiedene Umleitung (OSM bearbeitet von zoom)

Auf der B 480 würde ich gerade in diesem Bereich niemals mit dem Rad fahren. Der Verkehr ist heftig. Die Umleitung ist imho waghalsig.

Den Summenden Schul- und Erlebnisgarten hatte ich vor einem halben Jahr hier im Blog genauer beschrieben:
https://www.schiebener.net/wordpress/eine-kleine-radtour-zum-summenden-schul-und-erlebnisgarten-berge/

Kreis nach wie vor nur telefonisch erreichbar – interne Systeme funktionieren

Screenshot der Website Hochsauerlandkreis heite um 16:12 Uhr (Bild: zoom)

Der Hochsauerlandkreis ist nach wie vor nur telefonisch erreichbar. Es ist davon auszugehen, dass die Anwendungen nach dem IT-Ausfall bei der Südwestfalen-IT in dieser Woche nicht mehr zum Laufen gebracht werden können.

(Pressemitteilung HSK)

Intern kann die Kreisverwaltung arbeiten, die internen Systeme funktionieren inklusive Mail.

Die Kreisverwaltung bittet, Rechnungen nicht per Mail zuzusenden, sondern auf dem Postweg, da von und auch nach außen kein Mailverkehr möglich ist.

Leider sind bei den Anwendungen nach wie vor insbesondere die Kfz-Zulassung, das Führerscheinwesen und das Ausländeramt betroffen. Der Kreis bittet um Verständnis.

Alle IT-Systeme beim HSK durch Ausfall der SIT gestört. Zwei Updates

„Wir sprechen von einem Komplettausfall, die Kreisverwaltung hat alle Leitungen zur SIT gekappt“

Pressemitteilung gecheckt (Screenshot: zoom)

Hochsauerlandkreis. Die IT-Systeme in der Kreisverwaltung sind durch einen Ausfall bei der SIT (Südwestfalen-IT), dem Systemhaus für alle fünf südwestfälischen Kreise sowie der Städte und Gemeinden, gestört. Es sind daher keine Anwendungen möglich, die von der SIT bereitgestellt werden.

Für aktuelle Updates bitte nach unten scrollen.

(Pressemitteilung)

Dazu gehören beispielsweise die Kfz-Zulassung, die Führerscheinstellen, Elterngeld und das Ausländeramt.

Mails können nicht versendet und empfangen werden und für die Kolleginnen und Kollegen ist auch Homeoffice nicht möglich.

„Wir sprechen von einem Komplettausfall, die Kreisverwaltung hat alle Leitungen zur SIT gekappt“, sagt Pressesprecher Martin Reuther. Der Hochsauerlandkreis bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die heute einen Termin in der Kreisverwaltung haben, zu Hause zu bleiben.

Der Kreis bittet um Verständnis. Weitere Informationen folgen.

Update I (13:00 Uhr)

IT-Ausfall: Kreisverwaltung nur telefonisch erreichbar

Hochsauerlandkreis. Die Kreisverwaltung ist aktuell wegen des IT-Ausfalls nur telefonisch erreichbar. Die Notrufnummer „112“ ist weiterhin erreichbar. Möglicherweise werden sich Auszahlungen verzögern, da auch die Anbindung zu den Geldinstituten unterbrochen ist. Hier wird derzeit nach einer Überbrückungslösung gesucht. Das Kreisgesundheitsamt teilt mit, dass die Termine der Schuleingangsuntersuchungen stattfinden können. Die im Vorfeld mit den Erziehungsberechtigten abgestimmten Termine können durchgeführt werden.

Update II (17:00)

IT-Ausfall wohl über mehrere Tage

Hochsauerlandkreis. Die Kreisverwaltung geht aktuell davon aus, dass der IT-Ausfall bei der Südwestfalen-IT mindestens mehrere Tage andauern wird, so dass auch die Anwendungen beim Hochsauerlandkreis nicht zur Verfügung stehen werden. Dank der Unterstützung der Sparkasse Hochsauerland sind ab sofort alle Auszahlungen wieder möglich.

Nach wie vor ist die Kreisverwaltung nur telefonisch erreichbar, der Mailverkehr ist ebenfalls betroffen.