Waldbegang zwischen Minenplatz und Nordhang

Zweieinhalb spannende und interessante Stunden mit dem Winterberger Forstamtsleiter

Max Lange (orange Weste) mit einem Teil der Gruppe zwischen Neuanpflanzungen auf einem Verjüngungsareal. (Foto: Norbert Kremser)

Auf Einladung der Initiative „Winterberger KlimaZukunft“ fand am vergangenen Mittwoch im Forstgebiet zwischen Minenplatz und dem Nordhang des Kahlen Asten ein Waldbegang mit Forstamtsleiter Max Lange statt.

Forstoberinspektor Lange fesselte die sehr interessierten Bürgerinnen und Bürger mit vielen Einblicken und zahlreichen Details auf dem Spaziergang durch den Winterberger Waldbestand.

In gut zweieinhalb Stunden konnten sowohl in kleinen Vorträgen als auch in zahlreichen Einzelgesprächen viele Fragen rund um das Thema „Wald“ angesprochen und beantwortet werden.

Nach den Stürmen Kyrill (2007) und Friederike (2018) habe eine mehrjährige Dürre dem Wald derart zugesetzt, dass große Teile des Fichtenbestandes dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen seien.

Dies betreffe ca. 600 von 3500 Hektar Stadtwald. Der restliche Wald sei zwar geschwächt, aber laut Max Lange immer noch sehr stabil. Das gelbe Aussehen der Fichten rund um den Minenplatz rühre von der diesjährigen Blüte der Nadelbäume her.

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Der Weltuntergang ist abgesagt – Der dreisteste Klima-Fake des Jahres

Der Weltklimarat streicht den Weltuntergang – sagt zumindest Roland Tichy. Trump jubelt, Rechtspopulisten feiern. Aber stimmt das wirklich?

Spoiler: Wer das glaubt, ist auf einen der dreistesten Fakten-Tricks der letzten Jahre reingefallen. Prof. Dr. Volker Quaschning räumt auf.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=TEO0C5hGVho

Siehe auch:

Was ist Klimawandel
https://unric.org/de/klimawandel/

Klimakatastrophe abgesagt?
Klimaleugner von Trump bis AfD sehen sich durch die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios durch den Weltklimarat bestätigt. Sie liegen falsch. Fachleute erklären, warum.
https://klimareporter.de/erdsystem/klimakatastrophe-abgesagt

Das Freibad Siedlinghausen öffnet voraussichtlich am 6. Juni 2026

Ruhig liegt heute Morgen das Freibad in Siedlinghausen zwischen Bäumen und Bergen. (foto: zoom)

Heute bin ich kurz beim Freibad Siedlinghausen vorbeigeradelt. Das Tor stand offen. Es wurde noch in den Duschen gewerkelt. 22,1 °C ohne zu heizen, sagte mir N., in der einen Hand die Werkzeuge, in der anderen das Smartphone mit der Daten-App: pH-Wert, Chlor, alles in Ordnung.

Das Hygieneamt müsse noch prüfen, dann könne das Bad geöffnet werden. Geplanter Saisonbeginn sei der 6. Juni.

Die Preisliste hängt eingerahmt am Eingang (s.u.) oder digital im Internet: https://www.baederverein-siedlinghausen.de/oeffnungszeiten-preise/

Preisliste und Google-Code am Eingang. (foto: zoom)

Saisonkarten könne man auch im Vorverkauf bei Klauke Versicherungen oder beim Friseursalon Das Werk kaufen.

Übertourismus? Da hilft nur frühes Aufstehen

Ein Fahrrad mit roter Satteltasche am Großen Bildchen, ein Bildstock oberhalb von Rehsiepen und Siedlinghausen. Rechts ein Hinweisschild Altastenberg 3 km. Im Vordergrund eine Straße, die nach links abbiegt. Im Hintergrund hohe Laubbäume
Heute Morgen um kurz nach 7 am Großen Bildchen (foto: zoom)

Gestern habe ich auf Mastodon meinen Gefühlen freien Lauf gelassen:

Der permanente Lärm, dem ich hier in Siedlinghausen ausgesetzt bin, kommt übrigens nicht von den Windrädern, sondern vom stetigen Fluss der Motorradkolonnen auf den Landstraßen.

Ich lokalisiere Hassgefühle tief in meinem Inneren.

Üble Gemengelage beobachtet: Autos, Motorradgruppen, Rennradfahrende, Familien mit kleinen Kindern. Alle auf der L742.

Ich würde hier nie Urlaub machen

https://ruhr.social/@hskzoom/116630024474263074

Nun ja, die feine englische (Ausdrucks-)Art und Weise ist das nicht, aber mir war der Tourist*innen-Rummel und vor allem der Motorradlärm einfach zu viel.

Statt mich heute weiter zu ärgern, bin ich früh aufgestanden und saß um 7 Uhr bereits auf dem Rad. Die Motorradfahrer*innen und Autofahrer*innen schliefen noch und auf der Straße hoch zum Kahlen Asten war es schön ruhig und angenehm zu fahren.

Der Kahle Asten ist bei den Menschen mit Wohnmobilen und Campern sehr beliebt. Der untere Parkplatz ist inzwischen zum Übernachtungsstellplatz mutiert.

Bester Platz mit Aussicht für die Übernachtung auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Ich „freue“ mich schon heute auf die anschwellende Blechlawine, wenn wie geplant mehr als 1000 neue Parkplätze rund um den Bremberg entstehen sollten.

Dann stehe ich halt noch ein paar Stunden früher auf, um in Ruhe das Sauerland zu genießen.

Wann ist ein Urlaub beendet?

Windmühle in Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Aus dem Urlaub zurückkehren, das ist kein Problem. Schwieriger ist es, wieder zu Hause anzukommen.

Mindestens eine Woche dauert die Zeit des melancholischen Nachklangs: die Dünen, das Meer, die Schiffe im Hafen, das Eis, die Radtouren, das Essen, Lesen und die fremdsprachigen Zeitungen in der kleinen Bibliothek; und dazu Zeit ohne Ende.

„Ist es nicht langweilig in Dänemark?“, haben mich mehrere Bekannte gefragt.

Dem will ich keinesfalls widersprechen. Fahrt woanders hin. Dänemark ist langweilig, insbesondere in der Vorsaison.

Ich habe allerdings einen kleinen Tick: was für andere als öde Langeweile erscheint, sehe und fühle ich als Mußezeit.

Im Sauerland bin ich erst nach dem ersten Abendspaziergang auf dem Kahlen Asten angekommen – also heute.

Die Bäume standen erhaben im Abendlicht und die Tourist*innen schienen den Berg zu meiden. Kaum jemand zu sehen. Nichts los. Langweilig.

Mußezeit auf dem Kahlen Asten. Wieder im Lande. Tschüss Sjælland. Hallo Sauerland!

Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto:zoom)

Umleitung: Rechtsterrorismus, Irans Zivilgesellschaft, Klimakatastrophe abgesagt und mehr

Ein rotes Holzhäuschen steht auf einem Anlieger in einem Yachthafen. Auf dem Holzhäuschen ein weißes Schild mit schwarzer Schrift Diesel. Darunter ein rot-weißer Rettungsring. Hinter dem Häuschen ein großer weißer Tank und eine Wasserfläche.  Der Himmel ist mit dunklen Wolken verhangen.
In diesem Hafen gibt noch keine Solar-Yachten. (foto: zoom)

„Sons of Tarrant“: Der Anschlag von San Diego und die neue Generation digitaler Rechtsterroristen … belltower

Irans Zivilgesellschaft: Hoffnung zwischen Trauma und Trümmern … GeschichteDerGegenwart

Entgrenzungen im Konservatismus: ein konservativer Publizist warnt … endstationrechts

Die Rückkehr des Agartha-Mythos: Ein blonder, blauäugiger Mann gibt dem Betrachter des Videos ein weißes Monster Energy in die Hand … GeschichteStattMythen

Gekapptes „Demokratie leben“-Programm: Wie sich Priens Kahlschlag auswirkt … netzpolitik

Norwegen: Tommy Olsen wird nicht ausgeliefert … robertsblog

Vollkaskomentalität (Satire): „Jetzt reißen Sie sich gefälligst mal zusammen, oder sind wir hier auf dem Grünen-Parteitag, wo sich alle ihre Windrädchen wünschen dürfen? … zynaesthesie

Usenet: Der Wilde Westen des frühen Internet – Spielwiese für „Revisionisten“ … HolocaustReferenz

Brunnen in Dortmund grün eingefärbt: Protest gegen fossile Energien und neue Gaskraftwerke … nordstadtblogger

Klimakatastrophe abgesagt? Klimaleugner von Trump bis AfD sehen sich durch die Streichung des extremsten Erwärmungsszenarios durch den Weltklimarat betätigt. Sie liegen falsch. Fachleute erklären, warum … klimareporter

Mercedes und die Totalüberwachung: Ich war ein paar Tage unterwegs und brauchte dafür ein Auto. Also habe ich eines gemietet und bekam einen recht neuen Mercedes CLA 180 Hybrid. Und ich frage mich ernsthaft, wirklich, was das soll. Wer kauft so eine Scheiße und was denkt sich Mercedes dabei? … unkreativ

Winterberg: Der 17. Hilfstransport in die Ukraine steht zur Abfahrt nach Lviv bereit

Update: Der Transport hat Lviv erreicht (kurzes Video siehe unten)

Fast geschafft! Voll beladen fährt der Lastwagen mit Hänger nach Lviv. (foto: zoom)

Der 17. Hilfstransport des Winterberger Solidarvereins Kipepeo e. V. ist erneut für den Partnerverein „Gora Dobra U. A.“ in Lviv bestimmt. Von dort aus werden die Spenden in die Ukraine weiterverteilt – dorthin, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Gestern wurde der LKW samt Anhänger mit einer engagierten Gruppe von Ukrainerinnen und Ukrainern aus Winterberg, Siedlinghausen und Umgebung zügig beladen.

„Wir hatten so viel gesammelt, dass dieses Mal nicht alles mitkam”, so Jan van Egmond aus dem Leitungsteam von Kipepeo. Die Ladung für den nächsten Transport steht also schon bereit.

Derzeit besteht vor allem Bedarf an Medikamenten, medizinischen Hilfsmitteln, Hygieneartikeln und weiteren Gütern, die insbesondere in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen benötigt werden.

Nach einem Aufruf des Gesundheitsamtes Hochsauerlandkreis haben sich einige neue Einrichtungen dem Spenderkreis angeschlossen.

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Ein Feuerwehrauto aus Siedlinghausen für Odessa – „Ferienwelt Winterberg hilft Ferienwelt Odessa“

Die Spendenaktion des Winterberger Vereins Kipepeo e.V. ist auf der Zielgeraden

Von Winterberg nach Odessa/Ukraine, wo es dringend benötigt wird:
MAN Fahrgestell Typ 8.163 L-LF
Aufbauer: Ziegler
Baujahr 1999/2000 ausgeliefert
Leistung: 103 KW
Wassertank: 600 Liter
Sitzplätze: 9
Kilometerstand: 19.062

Nach russischen Raketenangriffen auf zivile Infrastruktur folgt oft ein gezielter zweiter Schlag. Dieser trifft die Rettungskräfte und Ausrüstung, wenn sie versuchen, Brände zu löschen und Menschen zu bergen. Dadurch wird lebensnotwendige Technik systematisch zerstört.

Der Solidarverein Kipepeo e.V. sammelt Spenden für die Anschaffung eines gebrauchten, voll funktionsfähigen Feuerwehrautos.

„Es fehlt nicht mehr viel und wir haben die Mittel für das Siedlinghäuser Feuerwehrauto zusammen“, so Jan Egmond von Kipepeo e.V.

Das liege daran, dass der Verein „Aachener Netzwerk“, mit dem Kipepeo solidarisch zusammenarbeite, für die Hälfte der benötigten Mittel sorge.

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Read around the clock in Denmark

Lesen und Medienausleihe in Nykøbing und Rørvig: Jeg elsker de danske biblioteker.

Blick aus dem Sessel in den Lesesaal der öffentlichen Bücherei in Nykøbing/Sjælland (foto: zoom)

Seit vielen Jahren habe ich die Angewohnheit, mir am Urlaubsort in Dänemark einen Bibliotheksausweis zu besorgen. Damit kann ich Medien wie Bücher, Musik und Filme ausleihen.

Selbst ohne Ausweis könnte ich die großen regionalen und überregionalen dänischen Tageszeitungen in den bequemen roten Sesseln lesen. Meist bleibt es beim Studium der Überschriften von Politiken, Information oder Berlinske Tidene. Zu mehr reichen meine Sprachkenntnisse (noch) nicht.

Bücher kann ich mir aus dem Regal holen und selbstständig digital auschecken, wie das inzwischen auch in Deutschland bei größeren und modernen Bibliotheken möglich ist.

In Nykøbing/Sjælland sind die Öffnungszeiten fix, bspw. Mo, Di, Mi 9 – 17 Uhr, Do 9 – 18 Uhr, Fr 9 – 15 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr und Sonntag geschlossen.

Dieses Jahr habe ich herausgefunden, dass mein Ausweis auch für die Bibliothek in Rørvig gilt und dass diese Zweigstelle etwas Besonderes ist. Sie ist täglich von 6 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Personal kommt, soweit ich es gesehen habe, nur zum Einsortieren der abgegebenen Medien und zum Austausch der Tageszeitungen ein (?) Mal täglich vorbei.

Fantastische Öffnungszeiten, die ich fleißig ausgenutzt habe. (foto: zoom)

Als Leser*in mache ich den Rest. Die Tür zur Bibliothek öffne ich mit Karte und Geheimzahl. Der Rest läuft wie in Nykøbing: Ausleihe und Rückgabe erfolgen automatisch digital. Eine Quittung über die Vorgänge erhält man auf Papier oder per E-Mail.

Der Eingang zur 6 bis 24 Uhr-Bibliothek in Rørvig. Rechts neben der Tür sind der Ausweis-Scanner und die PIN-Code Eingabe.

Was habe ich als deutscher Urlauber benötigt? Meinen Personalausweis und eine gültige E-Mail Adresse. Nachdem die Bibliothekarin in Nykøbing meine Daten in ihren Computer eingegeben hatte, schob sie mir die Plastikkarte = Ausweis über den Tisch.

Das „Kinderzimmer“ der Bibliothek in Rørvig. (foto: zoom)

Kosten: für mich unglaubliche 0,00 Euro/Kronen.

Zum Testen und Lesen habe ich, wie gestern erwähnt, ein Kinderbuch ausgeliehen. Es geht voran.

Jeg elsker de danske biblioteker.

Alles hat einmal ein Ende

Leider auch die Tage in Dänemark

K2 titscht Steine beim Sonnenuntergang am Strand von Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Der Urlaub ist zu Ende. Schade eigentlich. Die Zeit war zu kurz, um meine rudimentären Dänisch-Kenntnisse weiter zu entwickeln.

Außerdem: Dansk er et meget svært sprog.

Kein Wort wird gesprochen, wie es geschrieben steht. Laute werden geschliffen. Buchstaben, Silben und ganze Lautgruppen fallen einfach weg. Gefühlt 70 Prozent des Dänischen bestehen aus verlorener Sprache, die nicht gesprochen wird. Tricky.

Immerhin sprechen weltweit 5 bis 6 Millionen Menschen Dänisch als Muttersprache. Andererseits beherrschen die meisten Däninnen und Dänen ein vorzügliches Englisch.

Aber was hilft’s. Zu Hause werden demnächst die Ärmel hochgekrempelt, der Bleistift gespitzt und das Lehrbuch Vi snakkes ved! unerbittlich weiter bearbeitet.

Ein methodischer Kniff hat mich hier in Dänemark ein wenig weiter gebracht: Kinderbücher aus der Bibliothek ausleihen. Dänisch buchstabieren und lesen.

Aus dem Buch: TOVE, EN LILLE DIGTER (foto: zoom)

Jetzt kenne ich immerhin die Biografien von Tove Ditlevsen, H.C Andersen und Astrid Lindgren in kindgerechter Sprache.

Über die dänischen Bibliotheken werde ich in einem anderen Beitrag erzählen, denn die Sonne ist schon lange untergegangen. Seeluft macht müde.

Måske drømmer jeg på dansk i nat?