Der Bildtitel mag im Auge der Betrachter*in liegen. (foto: zoom)
Auch in der Blogpause knipse ich das ein oder andere Foto, wie hier auf dem Weg zum Jüdischen Museum in Frankfurt.
Die Stadtansicht auf dem Bild oben habe ich von einer Verkehrsinsel aus aufgenommen, gleichsam in der Rotpause zwischen zwei Grünphasen der Fußgänger-Ampel.
Fällt euch noch ein anderer Titel ein? Meute in der Schlucht klingt doch arg reißerisch.
Mehr zu Frankfurt und dem Jüdischen Museum vielleicht nach der Blogpause.
In diesem Oktober war einfach zuviel los, oder ich war zu müde, oder von allem nur noch genervt, angewidert, gelangweilt, überreizt, mit Eindrücken zugeschüttet. Krieg, Klimakrise, Corona-Pandemie – nur noch weg. Ich drehe mit dem Fahrrad meine Spießerrunden im Hochsauerland. Kleine Alltagsfluchten. Wenigstens das.
Einige Artikel liegen „auf Halde“. Hier zwei Lesungen, dort eine Diskussion, Windräder, Wintersport. Textfetzen im Entwurfsordner. Die Luft ist raus.
Wenn ich mit dem Blog Geld verdienen würde, hätte ich jetzt ein Problem, aber Hey! alles nur ein Hobby, und so wird es auch bleiben.
Welche Kosten kommen in der Energiekrise auf die Winterberger Bobbahn zu? (archivfoto: zoom)
In unserem Briefkasten liegt eine Anfrage der SBL-Fraktion gemäß § 11 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Kreistags zum Thema Kostensteigerungen bei der Bobbahn Winterberg, die wir im folgenden dokumentieren. Die Antworten werden wir zu gegebener Zeit ebenfalls veröffentlichen.
Sehr geehrter Herr Landrat,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender,
die Bobbahn Winterberg ist in diesem Jahr als Austragungsort für den Rodel-Weltcup, der ursprünglich im Eiskanal am Königssee stattfinden sollte, eingesprungen. Das wird sicherlich zu nicht unerheblichen Mehrkosten beim Betrieb der Bahn geführt haben.
Vor allem aber aufgrund der enorm gestiegenen Energiekosten bitten wir um Antworten auf folgende Fragen:
Mit welchem finanziellen Verlust rechnen Sie für das laufende Jahr?
Wie hoch waren die Kosten für das zusätzliche Rodel-Weltcup-Event (das am Königssee nicht durchgeführt werden konnte)?
Mit welchen Summen kalkulieren Sie derzeit für das Vereisen und Kühlen der Bahn in der bevorstehenden Saison? Wie hoch waren im Vergleich dazu die Kosten in den beiden Vorjahren?
Wie beabsichtigt die Bobbahngesellschaft mit der Lage umzugehen? Ist es absehbar, ob es aufgrund der explodierenden Energiekosten zu kleineren und größeren Einschnitten beim Betrieb der Bobbahn kommen wird (z.B. auch Absagen von Veranstaltungen)?
Inwiefern reagiert der HSK auf die aktuelle Situation? Ist zu befürchten, dass es zu einem nicht unerheblichen Anstieg der vom HSK zu tragenden Kosten kommen wird? Gibt es für die Bobbahn bereits einen Nachtragshaushalt?
In meinem Briefkasten habe ich heute Morgen folgende Einladung gefunden:
Liebes Publikum! Bald ist es soweit! Die Premiere unserer neuesten Produktion „Psychosa. Protokoll einer Recherche“ steht kurz bevor! Für die Premiere gibt es noch einige wenige Karten, einige mehr sind noch verfügbar für die 2.Vorstellung am 19.10.22!
Am Samstag, 15.10.2022 um 19.30 Uhr werden Jenny Heilig und Frederik Punsmann vom Ensemble „The Orpheus Consort“ in die Klangwelt und Spielweise der historischen Instrumente (Zink, Dulcian, Gemshorn, Cembalo, Blockflöten, Krummhörner, Truhenorgel) einführen. Der Eintritt hierzu ist frei. Auch dazu laden wir herzlich ein!
Wir würden uns freuen, Sie zu diesem außergewöhnlichen TheaterKonzert in der KulturSchmiede zu begrüßen! Ihre Ursula und Yehuda Almagor
Psychosa. Protokoll einer Recherche. Ein MusikTheaterProjekt des TEATRON THEATERs in Kooperation mit „The Orpheus Consort“
Dienstag, 18.10.2022 (Premiere) und Mittwoch 19.10.2022, jeweils 20 Uhr, Kulturschmiede Arnsberg Weitere Vorstellungen: 21.10.2022, 20 Uhr, Stadthalle Meschede; 24.10.2022, 20 Uhr, Kolpinghaus Brilon Karten: bei reservix, in allen Vorverkaufsstellen von reservix und an den Abendkassen. (Ticketlinks siehe unten)
Es ist ihre Familiengeschichte, die eine junge Frau zur Forscherin macht. Denn ganz zufällig findet sie heraus, dass aus ihrer eigenen Familie mehrere Frauen auf dem Scheiterhaufen endeten, als Hexen verbrannt wurden. So beginnt sie ihre ganz persönliche Recherche, ihre Suche nach Fakten, Einzelschicksalen von Verfolgten und Verfolgern, nach Hintergründen, Motiven und Ursachen für die Hexenverfolgungen im frühen 17. Jahrhundert.
Wieder begibt sich das TEATRON THEATER auf die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten für dieses vielschichtige und oft erschütternde Thema. Mit einer Schauspielerin, fünf Musiker*innen und einem Klangkünstler entsteht in diesem außergewöhnlichen MusikTheaterProjekt ein Kaleidoskop von Szenen, Texten, Liedern, musikalischen Impressionen und Klangcollagen, das versucht, die Vielschichtigkeit des Hexenwahns zu ergründen und Verbindungen bis in die heutige Zeit aufzudecken. Im Sinne eines künstlerischen Forschungsprozesses wird analytisches Denken gespiegelt und übersetzt in schauspielerische und musikalische Momente. Dort wo die Worte fehlen – und das geschieht bei diesem Thema immer wieder – setzt die Ausdruckskraft der Musik ein, die live auf historischen Instrumenten, mit zwei Sänger*innen und einem Klangkünstler in das theatralische Geschehen eingebunden wird und so zum maßgeblichen Ausdruckselement wird.
Karten sind außerdem erhältlich in der Buchhandlung Sonja Vieth und allen reservix-Vorverkaufsstellen https://teatron-theater.de/hauptseite/vorverkauf/ oder an der Abendkasse in der Kulturschmiede Arnsberg, Apostelstraße 5, 50821 Arnsberg, Tel. 0163-4776899
Die Koordinierende COVID-Impfeinheit bietet in der 42. Kalenderwoche folgende Impftermine an:
Montag, 17. Oktober, und Dienstag, 18. Oktober, Brilon, Steinweg 5, von 15 bis 19 Uhr
Mittwoch, 19. Oktober, bis Freitag, 21. Oktober, Schmallenberg, Oststr. 3a, von 15 bis 19 Uhr
Für die Hauptzeiten von 15 bis 18 Uhr können online Termine über das Buchungsportal auf www.hochsauerlandkreis.de vereinbart werden. In der Zeit von 18 bis 19 Uhr ist das Impfen ohne Termin möglich.
Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre. Es werden alle Impfungen gemäß STIKO-Empfehlung von der Erst- bis zur 2. Auffrischungsimpfung angeboten.
Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung.
Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen.
Weitere Informationen und Impftermine gibt es unter www.hochsauerlandkreis.de. Außerdem steht die Hotline unter 0291/94-6500 für Fragen zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)
Anmerkung zoom: Wer unsicher ist, ob die/er unter die Stiko-Empfehlungen fällt, kann bei der Hotline anfragen bzw. sich zum Impfen an (s)einen Hausarzt/Hausärztin wenden. Das kann insbesondere bei Menschen, deren Auffrischungimpfung mehr als fünf Monate zurückliegt, sinnvoll sein.
Im Bundesvergleich hatte im Jahr 2019 Gelsenkirchen mit 11,8 Prozent den niedrigsten Anteil Hochqualifizierter an der gesamten Bevölkerung. Soest/Hochsauerland liegen 6,3 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt und 3 Prozent unter dem NRW-Schnitt.
Beim Klick auf die Abbildung geht es zur interaktiven Karte.
Düsseldorf (IT.NRW). Der Anteil der Hochqualifizierten an der Bevölkerung (ab 15 Jahren) lag in NRW im Jahr 2019 bei 21,7 Prozent und war damit um 3,3 Prozentpunkte niedriger als der Bundesdurchschnitt (25,0 Prozent).
Die zusammengefassten Landkreise Soest/Hochsauerland liegen laut Daten der interaktiven Karte mit 18,7 Prozent noch einmal 3 Prozentpunkte hinter dem NRW-Durchschnitt und somit 6,3 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des beginnenden Wintersemesters 2022/23 mitteilt, gelten Personen als hochqualifiziert, wenn sie über einen tertiären Bildungsabschluss verfügen – also über einen Meister-, Fachhochschul- oder Universitätsabschluss bis hin zu einer erworbenen Forschungsqualifikation, z. B. durch eine Promotion.
In Nordrhein-Westfalen gab es im regionalen Vergleich in Bonn (35,4 Prozent), Düsseldorf (35,2 Prozent) und Köln (32,3 Prozent) die höchsten Anteile Hochqualifizierter. Bundesweit hatten München (43,0 Prozent), Stuttgart (39,6 Prozent) und Dresden (38,9 Prozent) die höchsten Quoten. Die niedrigsten Anteile wurden bundesweit für Gelsenkirchen (11,8 Prozent), Bremerhaven (12,2 Prozent) und Duisburg (13,5 Prozent) ermittelt.
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die vorgenannten Angaben zum Bildungstand der Bevölkerung am Hauptwohnort aus dem Mikrozensus stammen und dass der Vergleich auf der Ebene sog. regionaler Anpassungsschichten erfolgt. Als hochqualifiziert gelten Personen, wenn ihr Bildungsstand der ISCED-Stufe (International Standard Classification of Education 2011) 5 oder höher entspricht. Eine interaktive Karte (https://url.nrw/HochqualifizierteMZRDB) visualisiert die Ergebnisse für die regionalen Anpassungsschichten bundesweit.
Seit August 2022 sind diese und weitere Ergebnisse des Mikrozensus (z. B. Angaben zur Haushaltsgröße oder dem Migrationshintergrund) für bundesweite Vergleiche in der Regionaldatenbank Deutschland für die Jahre 2011 bis 2019 auf Ebene der sog. regionalen Anpassungsschichten abrufbar. Hierbei handelt es sich um räumliche Einheiten mit durchschnittlich 500 000 Einwohnern. Sie können aus einem oder mehreren (Land-)Kreisen und/oder einer oder mehreren kreisfreien Stadt/Städten bestehen. Für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Berlin (Bezirke), Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen zudem die Ergebnisse für alle (Land-)Kreise und kreisfreien Städte vor.
IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.
Antisemitisches Banner des Künstlerkollektivs Taring Padi auf dem Kasseler Friedrichsplatz am 20. Juni 2022 (foto: zoom)
Die Amadeu Antonio Stiftung kritisiert, dass Deutschland keinen guten Umgang mit Antisemitismus hat. Antisemitismus gewinnt in vielen gesellschaftlichen Bereichen neuen Aufschwung: etwa im Kontext der Pandemie, des Kriegs in der Ukraine und der Debatte um die documenta15. Der Umgang mit antisemitischen Werken auf der diesjährigen Kunstschau hat gezeigt, dass jüdische Perspektiven ignoriert und Antisemitismus-Vorwürfe pauschal abgewehrt werden. Zu diesem Schluss kommt die Amadeu Antonio Stiftung, die heute ihr Zivilgesellschaftliches Lagebild Antisemitismus vorgestellt hat. Die Beratungsstelle OFEK e.V. warnt auch in diesem Jahr, dass die gesellschaftspolitischen Spannungen und aktuellen Diskurse Antisemitismus normalisieren und das Bedrohungspotenzial für Jüdinnen und Juden erhöhen.
(Pressemitteilung Amadeu Antonio Stiftung)
Im Zuge der Diskussion um Antisemitismus bei der documenta wurden Sachverhalte zur Debatte gestellt, die nicht zur Debatte stehen dürften: Was Antisemitismus ist, wird grundsätzlich neu ausgehandelt. Die Sorgen und Warnungen von Jüdinnen und Juden werden nach wie vor systematisch ignoriert und israelbezogenem Antisemitismus öffentlichkeitswirksam die Bühne bereitet. Damit steht selbst ein Grundkonsens der Erinnerungskultur auf der Kippe: Antisemitismus bekommt einen öffentlichen Raum.
Auch jenseits der Debatte um die documenta beobachtet die Amadeu Antonio Stiftung: Der Terror gegen Israel wird glorifiziert und Rassismus und Antisemitismus werden in öffentlichkeitswirksamen Debatten gegeneinander ausgespielt, während Rechtsextreme nahtlos an die verschwörungsideologische Mobilisierung der Corona-Pandemie anschließen. Nach wie vor greifen sie auf antisemitische Verschwörungsmythen zurück, um die Energieversorgungskrise für ihren “heißen Herbst” und antidemokratische Umsturzfantasien zu nutzen.
Bereits Anfang 2022 wurde davor gewarnt, dass es auf der documenta zu antisemitischen Vorfällen kommen könne. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich Antisemitismus häufig hinter vermeintlicher “Israelkritik” versteckt. Mit der Eröffnung der Ausstellung hat sich die Warnung in jeder Hinsicht bestätigt: Auf der Kunstschau wurde eine Vielzahl antisemitischer Darstellungen gezeigt.
Aus dem Lagebild Antisemitismus ergeben sich fünf Kernbeobachtungen:
Antisemitismus verklärt die Welt: Antisemitische Verschwörungserzählungen prägen die Debatte um die Energieversorgungskrise stark. Mit antisemitischen Erklärungsversuchen werden komplexe Sachverhalte verkürzt und wird auf alte Feindbilder zurückgegriffen.
In aktuellen Antisemitismusdebatten wird oftmals so getan, als ob Israelhass und Judenhass nichts miteinander gemein hätten. Damit werden Antisemitismus-Vorwürfe pauschal abgewehrt.
Jüdinnen und Juden werden mit ihren Einschätzungen nicht ernst genommen. Betroffenenperspektiven werden ignoriert.
Die aktuellen Antisemitismusdebatten erschweren die Bekämpfung von Antisemitismus. Israelbezogener Antisemitismus wird kleingeredet mit der Behauptung, man habe in Deutschland einen voreingenommenen Blick auf Israel.
Antisemitismus bekommt wieder eine Bühne: Antisemitische und israelfeindliche Akteure üben einen steten, teils wachsenden Einfluss aus.
Tahera Ameer, Vorständin der Amadeu Antonio Stiftung, erklärt: “Der Zustand ist schon lange nicht mehr tragbar. Die Grenzen des Sagbaren haben sich längst verschoben, Antisemitismus ist in Deutschland ein Renner und Brückenschlag über alle Klassen und Milieus hinweg. Zudem erschweren die Debatten im Feuilleton die Antisemitismusbekämpfung der demokratischen Zivilgesellschaft und ignorieren den Judenhass, den Betroffene erleben.”
Für Jüdinnen und Juden bedeutet das konkret: Sie erleben Antisemitismus in allen sozialen Räumen. Marina Chernivsky, Gründerin und Geschäftsführerin von OFEK e.V., macht deutlich: “Die aktuellen Entwicklungen um Antisemitismus haben eine verheerende Wirkung auf die jüdische Community: Antisemitismus ist keine Einstellung ohne Folgen. Antisemitismus produziert Ausschluss und wirkt sich gewaltvoll aus.”
Auf diese Entwicklungen reagieren die Amadeu Antonio Stiftung und das Anne Frank Zentrum gemeinsam mit den Bildungs- und Aktionswochen —dem bundesweit größten Bündnis gegen Antisemitismus— die jetzt starten. Gemeinsam mit dutzenden Kooperationspartnern finden bundesweit mehr als 100 Veranstaltungen statt. Flankiert von einer bewusst mutigen Kampagne wird so jedes Jahr der Finger in die Wunde gelegt, in diesem Jahr unter dem Motto ‘Israelhass und Judenhass lassen sich nicht trennen – Gemeinsam Antisemitismus stoppen!’.
Das Programm der Bildungs- und Aktionswochen 2022 finden sie hier.
Mauergraffiti in Kassel: An Alien is looking at You (foto: zoom)
Portrait der unterschätzten Stadt Hannover: Eigentlich doch ganz okay hier … taz
„Ein antisemitischer Doppelmord“. Erinnerung an den früheren Rechtsterrorismus: Der Berliner Historiker Uffa Jensen legt mit „Ein antisemitischer Doppelmord. Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik“ eine Studie zur Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poeschke durch einen neonazistischen Täter 1980 vor … endstationrechts
Wut-Winter auch in Dortmund? Am heutigen Montag, den 10. Oktober, versammelten sich erneut Menschen aus dem Spektrum Querdenken auf dem Friedensplatz in Dortmund. Nach mehrfachem Umbenennen heißt die Gruppe auf Telegram aktuell „Dortmund für Frieden AKTIV“ und passt sich so dem Trend an, andere Themen neben Corona in ihre Proteste zu etablieren … gedankensplitter
Fachtag „Antisemitismus im Wandel? Zwischen Israelhass und Verschwörungsmythen“ … nordstadtblogger
The Mystery of Banksy – A Genius Mind: Derzeit findet in Mülheim a.d.R., gut versteckt im abgelegenen Technikum, eine Ausstellung statt, die sich dem vermutlich britischen Ausnahmekünstler „Banksy“ widmet … unkreativ
Dichten um die Wette: Hagen ist in diesem Jahr Gastgeber für den NRW-Slam. 36 Wortkünstler kämpfen bei den nordrhein-westfälischen Landesmeisterschaften im Poetry Slam um den Sieg … doppelwacholder
Vor zwei Wochen wurde die Parteizentrale der AfD von der Staatsanwaltschaft durchsucht. ZDF und CORRECTIV zeichnen in einer 45-minütigen Doku die Hintergründe zum Spendenskandal seit 2015 nach.
(Pressemitteilung CORRECTIV)
Nach den bundesweiten Durchsuchungen der Generalstaatsanwaltschaft in der AfD-Spendenaffäre drohen der AfD laut Fachleuten Strafzahlungen in Millionenhöhe, wie Recherchen vom gemeinnützigen Recherchezentrum CORRECTIV, Frontal und Spiegel zeigen. Hintergrund der Durchsuchungen ist die Spendenaffäre der AfD, die seit Jahren vor allem von Medien aufgedeckt wurde. „Der Anlass für die Aufnahme der Ermittlungen war in diesem Zusammenhang natürlich die Notwendigkeit, die Presse auszuwerten und damit natürlich auch die Recherche, die Sie gemacht haben“, sagt der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin zu CORRECTIV und Frontal.
Ab heute (11. Oktober 2022) ist in der ZDF-Mediathek die 45-minütige Doku von Frontal und CORRECTIV „Die Schattenspender der AfD – Verdeckte Wahlhilfe aus der Schweiz” zu sehen. Darin zeigen CORRECTIV und Frontal, wie vor allem Medien die größte Werbeunterstützung für eine rechtsradikale Partei aus dem Ausland aufdeckten. „Das Parteiengesetz will verhindern, dass Politik käuflich wird und dass aus dem Ausland heraus deutsche Politik mit Geld beeinflusst wird“, sagt Sophie Schönberger, Parteienrechtlerin an der Uni Düsseldorf. Gerade bei den aktuellen Entwicklungen, bei denen stark aus Russland heraus versucht werde, auf den politischen Prozess Einfluss zu nehmen, „ist das aktueller denn je.”
Seit 2015 gab es immer wieder Hinweise zu dubiosen Wahlkampfhilfen für die AfD. In mehreren Fällen, die von Frontal und CORRECTIV aufgedeckt wurden, musste die AfD hohe Geldbußen zahlen. 2021 deckte eine weitere Recherche von CORRECTIV, Frontal und dem Spiegel anhand von Belegen auf, dass Wahlplakate in Millionenhöhe von einer Firma aus der Schweiz gebucht wurden, die auch in vorherigen Fällen schon in dubiose Spenden eingebunden war.
Die Dokumentation zeichnet die verschiedenen Erkenntnisse zu den dubiosen Millionenspenden nach und zeigt, dass es sich bei den einzelnen Fällen um einen großen Spenden-Komplex handelt, der der AfD über Jahre Unterstützung in Millionenhöhe bescherte.
„Wir freuen uns, dass wir bei diesem Thema nicht nur inhaltlich mit ZDF Frontal eng zusammenarbeiten, sondern diesen Film auch gemeinsam produziert haben“, sagt CORRECTIV-Chefredakteur Justus von Daniels.
Kartenanwendung zeigt Verteilung von Windkraftanlagen in NRW: Die meisten Windkraftanlagen je 1 000 Einwohner gibt es im Münsterland, in Südwestfalen und in der Eifel.
Netzeinspeisung aus Windkraft in NRW in Gigawattstunden
Jahr
Windkraft in Gigawattstunden
2018
4 389
2019
5 390
2020
6 491
2021
5 082
2022 (vorläufig)
5 652
Daten der Grafik als Tabelle
Düsseldorf (IT.NRW). 5 652 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Windkraft wurden im ersten Halbjahr 2022 in das nordrhein-westfälische Stromnetz eingespeist. Der Anteil von Windkraft an der gesamten Stromeinspeisung lag damit bei 9,6 Prozent.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Daten mitteilt, lag der Anteil damit knapp über dem des ersten Halbjahres 2021 (damals: 9,3 Prozent). Windkraft ist damit in NRW für mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energieträgern (11 045 GWh) verantwortlich. Die Gesamteinspeisung von Strom belief sich in der ersten Jahreshälfte 2022 insgesamt auf 58 612 Gigawattstunden und war damit erstmals wieder höher als vor der Corona-Pandemie (2019: 56 474 GWh).
Nordrhein-westfälischer Strom aus Windkraft hatte im ersten Halbjahr 2022 einen Anteil von 8,3 Prozent am insgesamt bundesweit eingespeisten Strom aus Windkraft. Bei der gesamten Stromeinspeisung hatte Strom aus NRW dagegen einen Anteil von 22,2 Prozent am Bundeswert.
Anteile der Windkraft an der gesamten Netzeinspeisung in NRW
Jahr
Anteile in Prozent
2018
6,5 %
2019
9,5 %
2020
14,4 %
2021
9,3 %
2022 (vorläufig)
9,6 %
Daten der Grafik als Tabelle
Im Jahr 2021 verteilten sich die Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen räumlich ungleichmäßig innerhalb des Landes. Die höchste Zahl von Windkraftanlagen je 1 000 Einwohner gab es im Münsterland, in Südwestfalen und in der Eifel. Die Gemeinde Lichtenau im Kreis Paderborn hatte den höchsten Wert aller Gemeinden des Landes mit 17,2 Windkraftanlagen je 1 000 Einwohner. In 69 NRW-Gemeinden gibt es keine Windkraftanlagen. Die Windkraftanlagen je 1 000 Einwohner sind im Internet in einer interaktiven Karte visualisiert.
Windkraftanlagen je 1000 Einwohner*innen in NRW 2021
Die Entwicklung des Ausbaus der Windkraftanlagen veranschaulicht die ständig steigende Zahl von Windkraftanlagen in NRW – insbesondere ab dem Jahr 2000 – sowie die zunehmende Leistung der installierten Anlagen im Zeitverlauf. Auf der Internetseite werden diese Entwicklungen als Animation in einer Karte dargestellt.
Windkraftanlagen in NRW nach installierter Leistung
Weitere Informationen zum Thema Windkraft und Energiewende in Nordrhein-Westfalen stehen Ihnen im Energieatlas NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) zur Verfügung.
IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.
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