Grundwasser-Atlas: Wo in Deutschland die Wasserspiegel sinken

Erstmals liefert CORRECTIV mit einer interaktiven Karte einen Überblick, in welchen Landkreisen das Grundwasser seit 1990 sinkt, gleich bleibt oder steigt. Verantwortlich für die extremen Trends sind vor allem Industrie und Trinkwasserförderung. 
Stauseen sind besonders verletzlich. Blick auf das Möhnesee-Ufer im Dezember 2020 (archivfoto: zoom)

Essen, 25. Oktober 2022. Erstmals hat das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV Grundwasserdaten von rund 6.700 Messstellen aus den vergangenen drei Jahrzehnten analysiert. Die Auswertung liefert besorgniserregende Befunde: An knapp der Hälfte der ausgewerteten Messstellen ist das Grundwasser in den Dürrejahren zwischen 2018 und 2021 auf den tiefsten Stand seit 1990 gefallen. Insgesamt ist in den vergangenen 32 Jahren das Grundwasser mehr gesunken als gestiegen. 

(Pressemitteilung Correctiv)

Eine Entwicklung mit weitreichenden Folgen. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums (BMUV) unter Steffi Lemke (Grüne) sagt: „Wir müssen uns sicher auch in Deutschland von der Gewissheit verabschieden, dass Wasser immer und überall in scheinbar unbegrenzter Menge zur Verfügung steht.“
 

Erstmals bundesweiter Überblick über Grundwasser

Erstmals macht die CORRECTIV-Analyse sichtbar, was bisher im Untergrund verborgen war: Eine Übersicht in den Landkreisen von 13 Bundesländern, wie sich das Grundwasser verändert hat. Ein Überblick, der bisher in Deutschland fehlte. Die Daten aus dem Saarland, aus Bremen und Hamburg waren für die Analyse nicht ausreichend. 

Besonders in Norddeutschland sowie in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Bayern sinken die Grundwasserstände. In NRW, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein fallen sie an jeder dritten Messstelle, ein deutschlandweiter Spitzenwert. Hauptverursacher der Trends sind in vielen Regionen Bergbau, Industrieanlagen sowie die Trinkwasserförderung.

Drohender Wassermangel: Bisher handeln Bund und Länder kaum

Nicht nur die Klimakrise lässt die Wasserreserven sinken. Auch der tägliche Bedarf an Trinkwasser und die Industrie sind für die extremen Trends verantwortlich. CORRECTIV hat für über 50 Messstellen, an denen seit 1990 das Grundwasser am stärksten gestiegen oder gesunken ist, die Landkreise und Landesumweltämter nach den Gründen gefragt. Für rund die Hälfte der Fälle nennen die Behörden den Bergbau als Ursache. 

Claudia Pahl-Wostl, Professorin für Geografie an der Universität Osnabrück, kritisiert, dass bisher weder die Länder noch die Bundesregierung eine einheitliche Datenerhebung zur Lage des Grundwassers veröffentlicht und damit transparent gemacht haben: „Die Verwaltung muss sich mit dem Thema befassen, die Daten sammeln und auswerten, verstehen, was und warum es passiert, welche Unsicherheiten es gibt und dann handeln.“

Ein Sprecher des BMUV sagt gegenüber CORRECTIV: „Auf Bundesebene werden bisher keine Daten zum Grundwasserzustand erhoben“. Auch der Entwurf für die „Nationale Wasserstrategie“, den das BMUV unter der vorherigen schwarz-roten Bundesregierung veröffentlicht hat und der bis Ende des Jahres durch das Bundeskabinett verabschiedet werden soll, enthält keinen bundesweiten Datenüberblick. Dabei soll diese Strategie die Wasserversorgung für Jahrzehnte sichern. Das Bundesumweltministerium ist sich dieses Defizits bewusst: „In seinem Entwurf zur Nationalen Wasserstrategie hat das BMUV deutlich gemacht, dass es Verbesserungsbedarf bei der Prognosefähigkeit und der Datenbereitstellung sieht“, so der Sprecher zu CORRECTIV. 

Nach dem Dürresommer zieht die aktuelle Bundesregierung jedoch kaum konkrete Konsequenzen: Nach CORRECTIV-Recherchen nutzen bestimmte Industrien, wie etwa der Chemiekonzern BASF oder der Energieversorger RWE, viele Millionen Kubikmeter Wasser jährlich – ohne, dass sie wie private Haushalte bereits von der Politik zum Sparen angehalten würden. Das Umweltministerium schreibt CORRECTIV dazu auf Anfrage: „Auf Bundesebene werden aktuell keine Gespräche zu Einsparzielen mit der Industrie bzw. dem verarbeitenden Gewerbe geführt.“

„Trinkwasserversorgung in einigen Regionen gefährdet“

Laut der Wasserexpertin Claudia Pahl-Wostl sind die Grundwasser-Trends in einigen Regionen „besorgniserregend“. Bereits jetzt sei die Versorgung mit Trinkwasser teilweise gefährdet. Konflikte rund um Wasser nehmen zu. Laut dem Bundesumweltministerium sei in der Vergangenheit zu wenig auf Wasserressourcen geachtet worden, wenn lokale Behörden über Wasserentnahmen entscheiden. Zwar seien die Regionen unterschiedlich betroffen, doch „wir sollten alles tun, um künftige Wasserkrisen zu vermeiden“, sagt Pahl-Wostl gegenüber CORRECTIV. 

Woche der Zahngesundheit mit 400 Kindern ein voller Erfolg

Tag der Zahngesundheit 2022 // Foto: ZÄD HSK

Der „Tag der Zahngesundheit 2022“ fand im Blauen Haus in Arnsberg statt – und zwar eine Woche lang. Nach den Herbstferien vom 17. bis 21. Oktober waren die zwei Teams des Zahnärztlichen Dienstes des Hochsauerlandkreises (ZÄD HSK) vor Ort, um mit insgesamt rund 400 Vorschulkindern der Kindergärten und Kindern der Grundschulklassen einen Parcours zur Zahngesundheit zu durchlaufen.

(Pressemitteilung HSK)

56 Lehrkräfte und Erzieherinnen sowie zwei Praktikantinnen haben sich darüber hinaus am Zuckertisch über den Inhalt von Zucker in Lebensmitteln informiert und können nun ihr Wissen als Multiplikatoren weitergeben.

Die beiden Teams des ZÄD HSK, Maria Bomkamp und Susanne Miese sowie Dr. Andrea Rohe und Alexandra Brauckmann-Maier, färbten die Zahnbeläge der Kinder mit einer fluoreszierenden Lösung ein, die beim Betrachten mit Schwarzlicht im Kariestunnel die Mundhygiene aufzeigte. Anschließend wurden die Zähne am Zahnputzbrunnen geputzt und der Erfolg im Kariestunnel kontrolliert.

An einer weiteren Station haben die Kinder Buchstabensalat geordnet und Begriffe zu Gebrauchsartikeln rund um die Mundhygiene und das Zähneputzen herausgefunden. Die nächste Station war dem Gebrauch und Aussehen der Zahnbürste gewidmet: Brauche ich eine eigene Zahnbürste oder reicht eine Familienzahnbürste, was mache ich nach dem Gebrauch der Zahnbürste und wie oft sollte die Zahnbürste gewechselt werden?

Danach ging es um zahngesunde und zahnungesunde Nahrungsmittel. Die Kinder mussten Gesundes und Ungesundes angeln, erfühlen und dann sortieren. Unter dem Motto „Schluss mit den Zahnkillern“ wurden zum Abschluss des Besuchs an einer Wurfbude ungesunde, zuckerhaltige Lebensmittel abgeworfen. Zur Erinnerung an die Aktion durfte sich jedes Kind ein kleines Geschenk aus dem Geschenkekorb mitnehmen.

Pausen-Ausblick vom Hirzstein

Blick vom Aussichtspunkt am Hirzstein (foto: zoom)

Am Aussichtspunkt Hirzstein ist es laut, denn der Verkehrslärm der A 44 wird vom Wind den Habichtswald hinaufgetragen. Der Blick allerdings entschädigt für die Lärmbelästigung.

Die Windräder auf dem Bild rechts stehen rund um den 486 Meter hohen Lindenberg. In der linken Mitte liegt der Ort Hoof am Fuße des Burgbergs (500 m).

Trotz des bedeckten Himmels herrschte am vergangenen Sonntag angenehmes Herbstwetter, ein Hauch von Indian Summer in Hessen.

Der Hochsauerlandkreis, die RWE und die Klimakrise

Mittlerweile bestreitet kaum noch jemand, dass wir eine Klimakrise haben, und dass fossile Brennstoffe wie z.B. Braunkohle wesentlich zu dieser Krise beitragen. Ein besonders großer “Produzent” (durch Abbau) von Braunkohle ist die RWE. Dabei spielt der Tagebau “Garzweiler” eine große Rolle.

(Der Artikel ist gestern in ähnlicher Form auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftforschung (DIW) und der TU Berlin hat ergeben, dass für die Einhaltung der durch das Pariser Klimaabkommen festgelegten 1,5-Grad-Grenze nur noch 70 Mio t Braunkohle am Niederrhein abgebaut werden dürfen. Die RWE plant aber durch die Erweiterung von Garzweiler II den Abbau von weiteren 290 Mio t Braunkohle. Die Verkürzung der Abbauzeit bis 2030 ändert fast nichts an der Menge.

Näheres ist unter https://www.alle-doerfer-bleiben.de nachzulesen.

Gerade werden dort von der RWE übrigens acht funktionierende Windräder abgerissen, für den Abbau von Braunkohle:
https://www1.wdr.de/nachrichten/garzweiler-windrad-abriss-100.html

Was hat der HSK damit zu tun?

Einiges, denn der Kreis hält fast sechs Mio Euro RWE-Aktien. Und er ist an der Kommunalen Energie-Beteiligungsgesellschaft (KBE) beteiligt, deren einziger Zweck es ist, ihre Mitglieder bei der RWE zu vertreten, u.a. in der Hauptversammlung. Die KEB vertritt fast ein Zehntel der RWE-Aktien und hat damit erheblichen Einfluss auf die RWE. Als wichtigstes Gremium hat die KEB einen Aufsichtsrat, und dort kann der HSK vier von 12 Sitzen besetzen.

Am Freitag (21. Oktober) hatte der Kreistag darüber zu entscheiden, wer diese vier Sitze erhält. Da liegt es sehr nahe, dass die KandidatInnen sich vor der Wahl dazu äußern, wie sie zur Politik der RWE stehen. Dazu war aber keiner der KandidatInnen bereit – außer dem aus der SBL vorgeschlagenen Bewerber. Anscheinend soll alles so weiter gehen wie in der Vergangenheit.

Gewählt wurden dann der Landrat, zwei weitere Bewerber aus der CDU-Fraktion (mit den Stimmen von CDU und SPD) und aus der SPD-Fraktion ((mit den Stimmen von SPD und Grünen) ein gerade in Ruhestand gegangener Mitarbeiter von RWE und eon, der von dort noch Betriebsrente erhält. Im Aufsichtsrat der KEB vertreten den HSK nun ausschließlich Personen, die bisher keinerlei Distanz zur RWE erkennen ließen. RWE-Kritiker hatten keine Chance, weil es dafür nur von der SBL und der Linken Unterstützung gab. Dabei hätte zumindest ein Anfang gemacht werden können, dass auch kritische Positionen in diesem Gremium vertreten sind, das sich mit der Kontrolle der RWE befasst. So aber gibt es ein bloßes “Weiter so”.

Umleitung: Banken, Paulskirche, rechte Immobilien, Iran, Primärenergie, van Gogh, Steinwache, Online-Vortrag des Friedenspreisträgers Serhij Zhadan und zum Schluss ein wenig Schadenfreude.

Das Frankfurter Bankenviertel überwältigt die Paulskirche im Vordergrund (foto: zoom)

Als ich das Foto des Frankfurter Bankenviertels vom Turm des Doms aus aufgenommen habe, ist mir die Paulskirche nicht weiter aufgefallen. Die riesigen Bankentürme im Hintergrund und die verzwergte Paulskirche als Ort der verlorenen bürgerlichen 48er-Revolution im Vordergrund drängen mich fast zum Ausmalen von schwülstigen Bildern à la die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Demokratie, aber ich lasse es sein und schaue mich auf fremden Websites und Blogs um. Vielleicht ist ja etwas Interessantes dabei.

Extrem rechte Immobilie im Burgenlandkreis reaktiviert: In seiner Zeit als AfD-Politiker nutzte André Poggenburg das Gelände rund um sein Rittergut in Stößen in Sachsen-Anhalt für Feste seiner Partei. Nun dient es den Machern des extrem rechten Magazins „Compact“ als beliebter Veranstaltungsort … endstationrechts

Die Islamische Republik Iran in der Krise? Auch aufgrund der neuen, digitalen Medien fiebern Millionen Iraner:innen mit weiteren Heldinnen wie der Sportlerin Elnaz Rekabi, die in Seoul mutig ohne Kopftuch kletterte. Ein Protestsong des – mittlerweile verhafteten, derzeit wieder freien – Sängers Shervin Hajipour wurde zur Hymne des verzweifelten Aufstandes … scilogs

Deutsche Firma in Aufbau des abgeschotteten Internets im Iran verstrickt: Ein deutsches Unternehmen aus Meerbusch in Nordrhein-Westfalen ist zusammen mit dem iranischen Internetunternehmen ArvanCloud in den Aufbau eines abgeschotteten Internets im Iran verwickelt. Das zeigen gemeinsame Recherchen von Correctiv, taz und netzpolitik.org … netzpolitik

Die Märchenerzählung mit dem Primärenergieverbrauch: Erneuerbare Energien könnten nie den Primärenergieverbrauch in Deutschland decken, verbreiten Energiewendekritiker immer wieder. Sie halten damit die Erzählung am Leben, hundert Prozent Ökoenergie seien für das Industrieland Deutschland gar nicht möglich … klimareporter

Van Gogh – The Immersive Experience: Einer der Künstler, deren Namen wirklich jeder kennt, dürfte van Gogh sein. Der 1853 geborene Niederländer wird die Malerei beeinflusst haben, wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit … unkreativ

30 Jahre Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Dortmund: Diskussionsveranstaltung, Workshop und Ausstellungs-Präsentation … nordstadtblogger

Online-Lesung und Dialog mit dem Preisträger des Friedenspreises 2022: Eine kostenlose Online-Lesung mit Dialog zwischen Stephan Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandfunks und dem Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2022 Serhij Zhadan veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Montag, 24. Oktober, von 19 bis 20.30 Uhrdoppelwacholder

Nötigung im Straßenverkehr: ich kann meine Schadenfreude nicht verhehlen …. polizeihsk

Montag, 24. Oktober, 18 Uhr, Meschede: Hochsauerlandgespräch – Gas, Strom und Wärme als Luxus

Gemeinsam mit Vertretern von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbraucherschutz laden die Friedrich-Ebert-Stiftung und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, am Montag, 24. Oktober zum Podiumsgespräch unter dem Motto „GAS, STROM UND WÄRME ALS LUXUS? – Perspektiven auf die Entwicklung der Energiepreise“ ein. Die Veranstaltung wird um 18 Uhr im Kreishaus in Meschede stattfinden.

(Friedrich Ebert Stiftung / Dirk Wiese)

Der dramatische Anstieg der Energiepreise, angetrieben durch den Krieg in der Ukraine, entwickle sich, so die Veranstalter*innen, zu einem wachsenden sozialen Problem. Da der Preisauftrieb einkommensschwache Haushalte besonders stark belaste, stelle sich die Frage einer „Energieversorgung für alle“ als neue soziale Frage. Steigende Energie- und Rohstoffkosten würden auch zunehmend zur Belastung für Deutschlands Mittelständler. Vor allem die überaus stark gestiegenen Preise für viele Rohstoffe und Vorprodukte sowie die anhaltenden Lieferengpässe bereiten den mittelständischen Unternehmen, auch aus der Region, immer größere Sorgen und Risiken.

Die Bundesregierung hat wegen der hohen Energiepreise neue Maßnahmen beschlossen und hat sich auf ein drittes umfangreiches Entlastungspaket verständigt. Im Rahmen des Hochsauerlandgespräches soll mit Expert*innen u. a. über folgende Fragen diskutiert werden:

  • Welche Konsequenzen müssen wir als Gesellschaft und jeder Einzelne von uns nun ziehen?
  • Wie kann die Energiesicherheit in Deutschland und Europa gewährleistet werden?
  • Können erneuerbare Energien dazu beitragen, Kosten zu kontrollieren?
  • Und welche Auswirkungen hat diese Energiepreiskrise auf das gesellschaftliche Großprojekt der Energiewende?

Der Moderator des Gespräches, Dirk Wiese, wird folgende Gäste begrüßen:

Dr. Andreas Breuer, Leiter des Bereiches Wasserstoff bei der Westnetz GmbH, Siegfried Müller und Christoph Rosenau, Geschäftsführer der Hochsauerland Energie, Andreas Rimkus (MdB), Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Sascha Samadi, Senior Researcher am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, sowie Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale NRW.

Anmeldung auf der Website der Friedrich Ebert Stiftung

Und weiter geht’s bergab: Auflage der Westfalenpost

Das alte Lied: Erneut hat die Westfalenpost Meschede/Brilon Abonnenten verloren. (Screenshot: ivw)

Alle drei Monate lässt sich der Niedergang des Lokaljournalismus am Beispiel der Westfalenpost bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) in Zahlen ablesen.

Ok, diese Einleitung habe ich aus dem letzten Beitrag vom 24. Juli 2022 wortwörtlich übernommen. Mir fällt aber auch nichts Neues ein. Alles scheint gesagt.

Die letzte Aussage samt Frage steht immer noch im Raum:

Wir brauchen den Lokaljournalismus. Westfalenpost, gibt es einen Plan?

Zwei kleine Beobachtungen:

Es sind inzwischen teilweise jüngere, frischer schreibende Journalist*innen am Werk, aber das Online-Click-Baiting hat nicht nachgelassen, die Hofberichterstattung [1] prägt immer noch das Blatt.

[1] Damit ihr wisst, was ich meine, ein Beispiel: Wenn es um den Umwelteinfluss des Skitourismus geht, fragt die Westfalenpost natürlich einzig wen? Richtig, einen Skiliftbetreiber. Das, was dabei herauskommt, kann ich mir zwischen Frühstückskaffee und Zigarette (*) selbst zusammenklicken oder eigentlich nur ausdenken.

(*) gelogen: ich rauche nicht

Weihnachts-Musical-Konzert in Hallenberg

Der langjährige Freilichtbühnen-Regisseur Florian Hinxlage lädt am 10.12. erneut zum „etwas anderen Weihnachtskonzert“
Veranstaltungsplakat Kunst & Kump

Die besinnlichste Zeit des Jahres steht vor der Tür und damit auch leckere Kekse, der Tannenbaum, der Duft von weihnachtlichen Gewürzen und die wundervollen Weihnachtsmelodien.

All diese Dinge bringt der Verein „Kunst und Kump“, mit seinem Vorsitzenden Michael Kronauge und dem langjährigen Freilichtbühnen-Regisseur Florian Hinxlage wieder nach Hallenberg. Im Gepäck hat er sich selbst und zwei weitere international bekannte Musical-Stars und zwei Musiker, die den Abend abrunden und zu einem einmaligen Konzertabend werden lassen.

Florian Hinxlage: „Ohne das Publikum sind wir Nichts und ohne Kultur ist das Leben nur noch halb so viel wert.“ (Pressefoto)

Ganz besonders in diesen schwierigen Zeiten ist die Musik und die andächtige Gemeinschaft zu Weihnachten ein wichtiges und besonderes Anliegen der Künstler: „Wir alle machen gerade eine wahnsinnig schwierige Zeit durch, doch besondere Abende wie diese sind in der jetzigen Zeit ganz ganz wichtig!“, so Hinxlage zur Motivation der Künstler in der Pandemiezeit. „Ohne das Publikum sind wir Nichts und ohne Kultur ist das Leben nur noch halb so viel wert, daher appelliere ich an Jeden, uns und den Verein zu unterstützen und sich im Vorverkauf eine Karte für „FLO & Friends – das etwas andere Weihnachtskonzert zu kaufen.“

Los geht es am 10.12.2022 um 19.30 Uhr, bei einem Einlass eine halbe Stunde zuvor. Der Broadway kommt nach Hallenberg!

FEMKE SOETENGA war bereits im Sommer Gast bei der Hallenberger Musical Night. (Pressefoto)

Florian Hinxlage, der selbst seit vielen Jahren als Hauptdarsteller in bekannten Musicals wie „Jesus Christ Superstar“, „Mozart“ oder „Evita“ zu sehen ist, hat zwei fantastische Stimmen im Gepäck: Ein bereits in Hallenberg bekanntes Gesicht ist FEMKE SOETENGA, die im Sommer bereits Gast bei der Hallenberger Musical Night war. Nahezu alle großen Musical-Partien findet man in ihrem Repertoire wieder und auch an diesem Abend wird Sie auch mit internationalen Weihnachtssongs glänzen.

DARIUS MERSTEIN-MACLEOD, bekannt geworden durch die Titelpartie in „Jekyll & Hyde“ im Musical Theater Bremen (Pressefoto)

Als zweiter Gast wird DARIUS MERSTEIN-MACLEOD mit seiner einmaligen und unverwechselbaren Stimme die Stadthalle Hallenberg verzaubern. Bekannt geworden durch die Titelpartie in „Jekyll & Hyde“ im Musical Theater Bremen, eroberte Darius mit seinem kraftvollen und zugleich besinnlichen, vielfältigen Timbre nahezu jede Bühne im deutschsprachigen Raum und durfte viele der großen Charakter-Rollen der Musicalwelt verkörpern.

Bandleader MARIO STORK (Pressefoto)

Sein fulminantes Debüt auf der Freilichtbühne feierte MARIO STORK im vergangenen Sommer als Band-Leader und musikalischer Leiter der Hallenberger Musical Night. Im Gepäck hat er die Cellistin ASTRID NAEGELE, die ebenfalls sauerländische Freilichtbühnen Luft schnupperte.

Die Cellistin ASTRID NAEGELE wied ebenfalls sauerländische Freilichtbühnen Luft schnuppern. (pressefoto)

Man dürfe sich auf eine bunte Mischung aus den klassischen Musical-Melodien, frischen und neuen Songs, aber eben auch aus den Weihnachts-Evergreens freuen. „Es wird auf jeden Fall für jeden etwas dabei sein und wir versuchen dem Publikum ein wahrlich unvergessliches Erlebnis zu bieten. Viel wichtiger ist es aber, dass die Kultur und Live- Musik weiter lebt! Natürlich ist die derzeitige Situation für alle Menschen eine Herausforderung, aber wenn keiner mehr Karten kauft und zu den Konzerten kommt, wird es bald einfach keine Konzerte mehr geben!“ so Hinxlage zu der drastischen Situation rund um Kunst und Kultur.

Karten für „Flo & Friends – Das etwas andere Weihnachtskonzert“ gibt es bei der Sparkasse Hallenberg oder unter www.kump-hallenberg.de Bei freier Platzwahl sind die Tickets für 25€ im Vorverkauf erhältlich. An der Abendkasse kosten die Tickets 29€. Der Einlass ist um 19 Uhr, Dauer ca. 3 Stunden inkl. Pause.

PTA-Ausbildung wird 2023 aktualisiert – Tag der offenen Tür

PTA – Herstellung von Multivitamingel (Foto: PTA HSK)

Der Tag der offenen Tür 2022 der Lehranstalt für Pharmazeutisch-Technische Assistent*innen (PTA) in Olsberg informiert am Samstag, 29. Oktober, von 10 bis 15 Uhr Eltern und Schülerinnen und Schüler über die zukünftigen Inhalte der Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistenz in der Apotheke.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Patientenberatung und der Einsatz von digitalen Medien rücken mehr in den Vordergrund der Ausbildung. Auch die Kompetenz zur Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke erfordert eine ständige Aktualisierung.

Vor dem Hintergrund der neuen Ausbildungsregelungen wird individuell im Vorfeld der Berufswahl vom Team der Lehranstalt für PTA beraten. Im Labor freut sich die Oberstufe über die Mithilfe bei der Herstellung von Kapseln und Multivitamingel und ungezwungene Gespräche. Die Unterstufe wird ihr Projekt „Pharmazie und Umwelt“ präsentieren.

Unverändert sind die vielfältigen beruflichen Perspektiven für PTA überdurchschnittlich gut. Die erforderliche Vor-Anmeldung ist unter www.pta.hochsauerlandkreis.de möglich.

Pausen-Pilz: Giftpilz, Kultpilz, Glückspilz

Fliegenpilz mit Rotstich (foto: zoom)

Momentan sind zahlreiche Fruchtkörper des Fliegenpilzes an der Flanke des Olsbergs zu finden. Stehen lassen, nicht essen!

Die weißen Punkte auf dem Hut sind die Reste einer Hülle, die den jungen Pilz umgeben.

Der Fliegenpilz ist von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2022 ernannt worden. Auf der Website der Gesellschaft wird er als Giftpilz, Kultpilz und Glückspilz beschrieben:

https://www.dgfm-ev.de/pilz-des-jahres/2022-fliegenpilz