Geschichtsrevisionismus und Diskriminierung stoppen!
„Solidarität mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ [1]
(Pressemitteilung 26. August 2024, 15 Uhr [2])
Mit großer Sorge beobachten wir die Zunahme von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Stigmatisierung und Diffamierung von Minderheiten wie auch Gewalttaten haben längst erschreckende Ausmaße erreicht.
Dieses bedrohliche Anwachsen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit basiert häufig auf rechtsextremen, völkisch-nationalistischen Vorstellungen von Politik und Gesellschaft, die mit revisionistischen Geschichtsbildern verbunden sind. Solche verzerrten und verfälschenden Geschichtsbilder weisen zum Teil neonationalsozialistische Schattierungen auf. Der besorgniserregende Erfolg rechtsextremer Parteien und Gruppierungen gefährdet unsere vielfältige Kultur- und Erinnerungslandschaft; und nicht nur das: Sie gefährden die Grundfesten unserer auf Menschenwürde, Diversität und Gleichberechtigung basierenden freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Die Teilnehmer werden geschichtsträchtige Orte wie die Wewelsburg bei Paderborn und das Sauerland-Museum in Arnsberg besuchen und die Vergangenheit und die Gegenwart des jüdischen Lebens im Sauerland unter die Lupe nehmen.
In diesem Zusammenhang werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit den Themen Rechtsextremismus und Diskriminierung beschäftigen. Dabei wird der Spaßfaktor wird natürlich nicht zu kurz kommen. Bei Outdoorspielen, im Escaperoom oder bei einem geplanten Lagerfeuer können sich die Jugendlichen austauschen und anfreunden.
Übernachtet wird in der Jugendherberge direkt am Sorpesee. Die Teilnahme am Ferienprogramm kostet 220 Euro pro Person: Essen, Trinken und alle Aktionen inklusive. Anmeldung und weitere Informationen unter Jugendfoerderung@hochsauerlandkreis.de, Telefon: 0291/945949 oder www.young-hsk.de.
Heute Morgen: Der Kran baut die sechste (ganz rechts) von sieben Windenergieanlagen auf. (foto: zoom)
Auf dem Mannstein wird zur Zeit die sechste von insgesamt sieben Windenergieanlagen aufgebaut. Heute Morgen fehlte noch der obere Teil des Turms, sowie die Gondel mit den drei Rotorblättern. Bald ist der kleine Windpark komplett.
Ortswechsel. Am Mittag standen wir vor den zwei alten Fördertürmen der Zeche Zollern im Westen von Dortmund.
Blick vom rechten zum linken Förderturm (foto: zoom)
Den vom Eingang aus gesehen rechten Förderturm kann man hinauf steigen und zum linken Turm hinübersehen oder in die Ferne. Fußballfans entdecken auch sofort das Westfalenstadion.
Die Fossilindustrie ist in den alten Zechen zum musealen Ambiente erstarrt. Schwarze Staublungen der Kumpels? Das war einmal.
Sehr beliebt ist heute das Heiraten, also die Trauungszeremonie, in der Lohnhalle oder in der Alten Verwaltung der Jugendstil-Zeche. Ein Schnäppchen in Weiß: 240 Euro inklusive Blumenstrauß. Voll Instagram tauglich: https://zeche-zollern.lwl.org/de/besuch/heiraten/
Der Werkkreis Kultur Meschede e. V. (WKM) begeht in diesem Jahr sein 45-jähriges Jubiläum.
Auch die Bürgerstiftung Meschede unterstützt die Veranstaltung mit einer Spende. Bei der symbolischen Spendenübergabe: Holger Kliemannel (1. Vorsitzender WKM), Jürgen Dörner (Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung Meschede), Jörg Hohmann (Stiftungsratsvorsitzender Bürgerstiftung Meschede), Kai Kroggel (2. Vorsitzender WKM). (Foto: Werkkreis Kultur Meschede)
Seit 1979 ist der Werkkreis Kultur Meschede (WKM) ehrenamtlich im Rahmen der Kulturförderung in Meschede tätig. Damit ist der Kulturverein einer der ältesten noch existierenden Kleinkunst- und Konzertveranstalter im Sauerland. Auch für das Jubiläumsjahr hat sich der WKM wieder einiges ausgedacht und möchte vor allem mit einem Konzert in Meschede ein deutliches Zeichen setzen: Am 21. September 2024 findet das „Nie Wieder Ist Jetzt!“ – Konzert in der Innenstadt von Meschede statt.
Ein kostenloses Rock-Konzert gegen Hass und Rassismus mitten in der City von Meschede. In ganz Deutschland, so auch in Meschede, gehen die Menschen auf die Straße, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Mit diesem Open-Air-Festival schließen wir uns den Demonstranten an, setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Hass und Rassismus und zeigen, wie bunt Meschede ist.
Besonders freut sich der WKM über die Zusage der Bürgerstiftung Meschede, das Konzert zu unterstützen. Im Jahr 2023 plante der WKM bereits ein Open-Air Festival was leider kurzfristig abgesagt wurde – die Bürgerstiftung Meschede hat damals eine Spende für das Festival geleistet und diese trotz der Absage nicht zurückgefordert.
„Das Konzept, ein Konzert in der Innenstadt zu organisieren, welches neben der musikalischen Aussage durch die Bands für Demokratie und gegen Extremismus und Hass auszurichten, als auch Mescheder Bürger, Vereine, Schulen etc. mit ins Boot zu holen, hat uns überzeugt und wir sind uns sicher, dass die Unterstützung zum Erfolg dieses Konzerts beiträgt, so Jürgen Dörner, Vorstandsvorsitzender und Jörg Hohmann, Stiftungsratsvorsitzender der Bürgerstiftung Meschede.
Bei der symbolischen Spenden-Übergabe an den ersten Vorsitzenden des WKM, Holger Kliemannel und seinen Stellvertreter, Kai Kroggel, betonten alle Teilnehmer nochmal, wie wichtig es ist, immer wieder „Flagge zu zeigen“ und durch die federführende Organisation des WKM, können sich weitere Vereine und Institutionen sowie Bürger und Schulen mit einbringen und präsentieren und die Veranstaltung unterstützen, während der WKM das organisatorische übernimmt.
Aber solch eine Organisation ist nicht alleine durch den WKM möglich: Dank der sofortigen Zusagen durch die Sparkasse Mitten im Sauerland, dem Stadtmarketing Meschede, der Stadt Meschede, der Katholischen Kirche Meschede-Bestwig und vielen anderen Institutionen, Vereinen und Privatpersonen kann der WKM das Konzert organisieren und durchführen.
Neben finanziellen Zusagen durch Spenden bedarf es aber auch der Mitwirkung am Tag des Konzerts selber: so müssen Bierwagen mit Zapfteams bestückt werden, es werden Helfer gebraucht und im Vorfeld müssen Plakate aufgehangen werden.
Auch können Beiträge während der Umbauphasen zwischen den auftretenden Bands von Schulen oder Vereine & Institutionen dargebracht werden und es können Stände in der Innenstadt aufgestellt werden. Das Motto ist klar: FÜR DIE DEMOKRATIE und GEGEN HASS, EXTREMISMUS und RASSISMUS.
Alle Menschen, Vereine, Institutionen aus Meschede und Umgebung sind herzlich eingeladen, diesen Tag mit zu gestalten. Wer das Konzert unterstützen möchte, kann sich gerne beim WKM melden: wkmeschede@gmail.com
Vom 28. bis 30. Juni 2024 will die AfD in der Messe Essen – im Herzen des Ruhrgebiets – ihren Bundesparteitag abhalten. Das Bündnis Gemeinsam Laut & Widersetzen will verhindern, dass die AfD unwidersprochen ihren Rassismus verbreitet und ruft dazu auf, nach Essen zu kommen, um an drei Tagen die AfD mit vielen Aktionen rund um die Grugahalle zu stören.
Eine künstlerische Intervention zu Geschichte und Gegenwart von Erinnern und Handeln zu rechter Gewalt in Nordrhein-Westfalen am 23. Juni 2024 um 12.00 Uhr Mehmet-Kubasik[*]-Platz in Dortmund
Veranstaltungsplakat (FORENA)
Die Kunst-Ausstellung „STOPP. ZUHÖREN. BEGEGNEN.“ ist ein Moment der Intervention im öffentlichen Raum. Sie erzählt eine Geschichte von Widerstand und Resilienz im Kontext des Erinnerns an rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Nordrhein-Westfalen nach 1945.
Sie besteht aus einer temporären öffentlichen Skulptur der Künstlerin Cana Bilir-Meier (http://www.canabilirmeier.com), der Kunstkuratorin Chana Boekle und der Grafikerin Silvia Troian sowie einer Sound-Installation der Künstlerin Talya Feldman (https://www.talyafeldman.net) und des Sounddesigners Carlos Ángel Luppi mit Aufnahmen von Ozan Ata Canani, Berivan Kaya und Microphone Mafia.
Wandbild in der Hall of Fame unter dem Holländischen Platz in Kassel (foto: zoom)
In den letzten Tagen habe ich es nicht zu meinem Computer geschafft, um das Blog aktuell zu halten. In der nächsten Woche wird es wahrscheinlich weitergehen. Es sind keine dramatischen Gründe, die mich am Schreiben hindern, allerdings ist im „Real Life“ einfach zu viel los.
„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“, lautete 1874 der Spruch auf einem Schweizer Stimmzettel zur Wahl der Züricher Steuerkommission. In der politischen Arena hat sich diese Aussage bis zum beliebten Kuckuckszitat hochgearbeitet. In den letzten Jahrzehnten wird der Spruch irrtümlich oft Bertolt Brecht und manchmal auch Wilhelm Busch oder Heinrich Heine zugeschrieben. (siehe: https://falschzitate.blogspot.com/2018/04/nur-die-allerdummsten-kalber-wahlen.html)
Ich sage es lieber so: viele Wähler*innen der AfD schneiden sich ins eigene Fleisch. Damit meine ich diejenigen, die mit der Politik unzufrieden sind – einige Gründe siehe Plakate – und „denen da oben mal eins auswischen“ wollen und rechten Hetzparolen hinterherlaufen.
Es gibt imho auch einen Teil von AfD-Wähler*innen, die, wie diese Partei selbst, stramm rechts oder faschistisch sind. Diesen Teil werden die beiden Plakate wohl nicht mehr erreichen.
Mein Wunsch: geht wählen, macht euer Kreuz bei europäischen Parteien. Es soll nicht umsonst gewesen sein, dass wir in Winterberg gegen Rechts und die AfD demonstriert haben.
Hochsauerlandkreis. Auf Einladung des Arnsberger Sauerland-Museums und des „Arbeitskreis für Dorfgeschichte Niedereimer“ hält die Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler einen Vortrag im Blauen Haus des Sauerland-Museums, in dem es um die Ziele der „Neuen Rechten“ und ihre Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus geht.
Erklärtes Ziel der „Neuen Rechten“ ist es, die demokratische Gesellschaft im Kern zu verändern. Dafür nutzen sie u. a. die Stimmung der „Wutbürger“ und unterwanderten in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich die Proteste von „Querdenkern“ oder „Pegida“.
Eine sehr sehenswerte Doku: Songs of Gastarbeiter (Screenshot). Link zur Mediathek s.u.
Die WDR/ARTE-Dokumentation „Songs of Gastarbeiter – Liebe, D-Mark und Tod“ wurde am Montagabend (27.5.) in Berlin mit dem CIVIS VIDEO AWARD 2024 ausgezeichnet. Die Autoren Cem Kaya und Mehmet Akif Büyükatalay gewannen den Preis in der Kategorie „Information“.
(Pressemitteilung WDR)
„Cem Kaya und Mehmet Akif Büyükatalay zeigen uns eine eigene Welt, von der die damalige bundesrepublikanische Gesellschaft kaum etwas mitbekommen hat. Die Dokumentation erzählt von den Sehnsüchten der ‚Gastarbeiter‘, von den Schmerzen der Alten und den Freuden der Jungen, und die erzählt es unglaublich sinnlich, mitreißend und voller Energie“, begründete die Jury ihre Entscheidung.
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