Schlechtes Wetter, schlechte Nachrichten, schlechte Laune. Wenn alles mies scheint, ist die Namenlose zwischen Siedlinghausen und Silbach ein guter Ort, das Gemüt durchzulüften.
Flechten, Moose, Farne, Kräuter, Sträucher, Bäume und ab dem Frühjahr die Blütenpflanzen. Jetzt, Ende Oktober, ist es dort einfach nur grün und der kleine Fluss mit dem seltsamen Namen plätschert über die Steine.
Spätestens in Silbach hat sich meine Stimmung gebessert. Die Gänse haben schon lange den Teich hinter dem Fußballplatz verlassen. Ihre Gössel sind groß. Wie weit sie wohl gezogen sind? Das ungleiche Paar – Graugans (m) und Kanadagans (w). Im Frühjahr werde ich wissen, ob die beiden sich treu geblieben sind.
Es wird dunkel. Die Uhren sind umgestellt, die Zeit ist geblieben. Das nächste Buch ist von Rafik Schami und trägt den Titel Wenn Du erzählst, erblüht die Wüste.
Als erstes sah ich diesen Sticker am Laternenpfahl. (foto: zoom)
Unser Ford brauchte TÜV und Winterreifen. Manchmal, wenn wir zur Werkstatt in Niedersfeld fahren, um den Wagen abzugeben, schlendern wir um den Hillebachsee, so auch diese Woche; nicht mehr als ein kleiner Spaziergang auf einem asphaltierten Rundweg.
Obwohl dort dieser Sticker am Laternenpfahl hängt, bezweifele ich, dass die Männerpartei AfD keinen Alkohol mehr bekommt. Rechtsradikale Möchtegern-Maskulinisten ohne Bier? Unvorstellbar! Aber es ist nur ein Spucki, der kurz meine Aufmerksamkeit stiehlt.
An der gegenüber liegenden Uferseite hat sich seit unserem letzten Besuch etwas verändert. Ein großes Stück Wiese ist eingezäunt worden und steht nun für Hundebesitzer*innen und ihre Tiere frei zugänglich zu Verfügung.
Zwei Ansichten der Hundewiese (foto: zoom)
Auf einem mit „Platzregeln“ beschriebenen Schild am Zaun lese ich:
Die Niedersfelder Hundewiese – sie ist für Hunde ein Ort zum Toben, Spielen und den freien Auslauf sowie ein Ort für Hundebesitzer*innen, um soziale Kontakte zu knüpfen.
Die Platzregeln haben mich erfreut – sprachlich ganz weit vorn. Seht ihr es? (foto: zoom)
Ich kann es kaum glauben: „Hundebesitzer*innen“ – mit Sternchen gegendert, im tiefschwarzen Hochsauerland, der Heimat von Friedrich Merz und dem Hass auf Wärmepumpen und alles, was sich Grün nennt, mit Ausnahme der Jäger*innen-Kluft.
Maximal habe ich bislang den Doppelpunkt bei der Sauerländer Bürgerliste gesehen oder die Erwähnung zweier Geschlechter in den Pressemitteilungen des Hochsauerlandkreises. Der Schräger rechts oder das Binnen-I sind eher selten.
Ich selbst bevorzuge das Gendersternchen.
Auf der Website der Universität Bielefeld findet sich eine Einführung rund um das Gendern:
Wertschätzende, faire und diskriminierungsfreie Kommunikation – dafür ist eine gendersensible Schriftsprache unverzichtbar. Mit der Verwendung des Gendersternchens trägt die Universität Bielefeld zu einer Gleichberechtigung und Sichtbarkeit aller Geschlechtsidentitäten bei.
Das Gendersternchen drückt sprachlich die Gleichstellung aller Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Geschlechteridentität – aus
Das Gendersternchen bildet Vielfalt ab
Das Gendersternchen weicht traditionelle Vorstellungen von Geschlechterrollen auf
Das Gendersternchen trägt zu einer inklusiven Sprache bei
Symbolisch stünden die Strahlen des Sternchens, die in verschiedene Richtungen zeigen, für die unterschiedlichen Geschlechtsidentitäten. Das Gendersternchen gehe damit über die im Landesgleichstellungsgesetz NRW vorgeschriebene Paarformel, nach der die männliche und die weibliche Sprachform verwendet werden müssten, hinaus.
Die 12 Gebote der Hundewiese für haftende Hundehalter*innen (foto: zoom)
Die Dorfgemeinschaft Niedersfeld ist bei der Gleichberechtigung der Geschlechter ganz vorne mit dabei, zumindest sprachlich. Das ist keine Kleinigkeit, denn Sprache, so heißt es bei der Uni Bielefeld, sei der Schlüssel zur Gleichberechtigung.
In Niedersfeld sind allein die Hunde noch männlich, zumindest bei den Platzregeln.
Ich wünsche allen Hundebesitzer*innen einen schönen Sonntag, vielleicht auch mit ihren „Hünd*innen“. Nein, das geht wegen der unterschiedlichen Wortstämme (Hund/Hünd) nicht. Hier könnte man „Hunde und Hündinnen“ verwenden. Jetzt bin ich auf den Hund gekommen. Das geht zu weit. Ich bin raus.
Beim Berufserlebnistag erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Arbeit des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) an der Lehranstalt für PTA in Olsberg. (Pressefoto: HSK)
Olsberg/Hochsauerlandkreis. Am Samstag, 04. November 2023, öffnet die Lehranstalt für pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen (PTA) von 10 bis 15 Uhr ihre Türen zum diesjährigen Berufserlebnistag.
(Pressemitteilung)
Besucher sind herzlich eingeladen in den Laboren bei der Herstellung beispielsweise von Vitamingel oder Nasentropfen mitzuwirken. Des Weiteren werden chemische Untersuchungen vorgestellt und ein Blick durchs Mikroskop ermöglicht Einblicke in die Welt der Arzneipflanzen. Fragen zur neu geregelten PTA Ausbildung und den interessanten Tätigkeiten in einer Apotheke, werden dabei beantwortet.
Im Schulgebäude informiert die Firma Pflüger über die Arbeit von PTA in der pharmazeutischen Industrie. Steckbriefe von ehemaligen PTA zeigen weitere Tätigkeitsbereiche auch außerhalb der öffentlichen Apotheke. Der Besuch wird in gemütlicher Atmosphäre der Lehrapotheke bei Adventstee mit selbstgebackenen Keksen abgerundet.
Eine Anmeldung zum Berufserlebnistag ist nicht notwendig. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.pta.hochsauerlandkreis.de
Neu ist in diesem Quartal, dass die Westfalenpostausgaben Brilon und Meschede erstmals getrennt ausgewiesen werden. Wenn dies so bleibt, werden wir die Entwicklung beider Ausgaben in Zukunft ebenfalls gesondert darstellen können.
Brilon:
Hier sind die erstmaligen Zahlen für die Westfalenpost Brilon zu sehen. (Screenshot)
Meschede:
Die Zahlen für Meschede (Screenshot)
Wenn man die Zahlen III 23 von Brilon und Meschede III 23 addiert, müsste in der Summe Bri/Mes 23 herauskommen. Bei den Abos geht die Rechnung auf, bei anderen Positionen gibt es kleine Abweichungen. Das könnt ihr gerne selbst nachrechnen.
Warum sinkt die Druckauflage mit -10,82 Prozent stärker als die Abonnements? Das ist u. a. deswegen der Fall, weil in den Abo-Zahlen die e-Paper-Ausgaben enthalten sind, und e-Paper muss nicht auf Papier gedruckt werden. Andersherum: wenn Papier-Abos in e-Paper umgewandelt werden, ändert sich die Gesamtzahl der Abos nicht, aber die Druckauflage sinkt.
Nachdem ich die Zahlen vorgestellt habe, möchte ich ein paar Gedanken zum hiesigen Lokaljournalismus des Monopolisten Westfalenpost loswerden bzw. wiederholen.
Die Printausgabe der Westfalenpost ist fast vollständig aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Früher hingen die Lokalzeitungen in jedem Café, heute finde ich sie dort schon lange nicht mehr. Es gab die Tradition, die ich heute bspw. noch bei der HNA und den Ruhr Nachrichten sehe, die gedruckte Ausgabe täglich in Schaukästen an der Redaktion auszuhängen. Die Westfalenpost macht das nicht. Wie andere Zeitungen auch, versteckt sich die Website-Ausgabe der WP hinter einer Bezahlschranke. Bis vor kurzem war es noch möglich, zumindest die Schlagzeilen zu lesen. Jetzt ist die Zeitung komplett hinter einem riesigen Werbetrackingbanner verschwunden. Um die Schlagzeilen ist es nicht schade, da sie in weiten Teilen zu Click-Baits (Klick-Ködern) verkommen waren/sind.
Je mehr der Lokaljournalismus aus der Stadt verschwindet, desto mehr schwindet der demokratische Diskurs. Lügen, Fake-News, Verschwörungstheorien und anderer Info-Müll haben es leichter die Oberhand zu gewinnen.
Daher fände ich es trotz aller Kritik an der Westfalenpost schlecht, wenn sie den Anschluss an die öffentliche Diskussion verlöre.
Die Diskussionen auf der Erregungsmaschine „Facebook“ zähle ich nicht dazu.
Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn sich die Öffentlich Rechtlichen (noch) stärker lokalpolitisch als Informationsmedium engagierten. Beim WDR ist imho viel Platz nach oben oder in die Breite und in die Tiefe.
Seit mehr als einem Jahrzehnt wird er geplant: Der Radweg zwischen Arnsberg-Hüsten und Sundern. Derzeit müssen Radfahrende einen Teil der Strecke auf der Fahrbahn einer viel befahrenen Bundesstraße – mit reichlich Lkw-Verkehr zurücklegen. Jahrelang gab es Probleme mit dem Grundstückserwerb im Bereich Müschede- Reigern. Nun wurde das gelöst – aber dann meldete sich die Landesstraßenbauverwaltung (“Straßen.NRW”).
“Der Landesbetrieb hat … jetzt mitgeteilt, dass aufgrund ‘neuer und tiefgreifender Erkenntnisse derzeit kein Zeitpunkt einer Fertigstellung des Radweges benannt werden kann’. Warum nicht? ‘Die Entwurfsplanung des Radweges, die durch ein externes Ingenieur-Büro aufgestellt wird, wurde inzwischen um ein Baugrundgutachten vervollständigt’, heißt es dazu vom Landesbetrieb. Die Ergebnisse dieser Baugrunduntersuchungen zeigten unter anderem die Ermittlung der genauen Höhenlage der nach derzeitiger Planung vorgesehenen Überbauung der Gasleitung sowie die grundsätzliche Beschaffenheit des anstehenden Bodens und des Grundwassers auf. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit einer veränderten Planung des bahnnahen Abschnittes – dieser müsse mit Blick auf die Höhenlage angepasst werden.”
Zur Erinnerung: Es geht hier nicht um eine Straße für Schwerverkehr oder um Gleise für Güterzüge, sondern um einen Radweg! Diese Aussagen stießen bei vielen BürgerInnen und Gruppen auf große Verwunderung, auch bei der SBL.
Daher richtete das Arnsberger SBL-Ratsmitglied Gerd Stüttgen in Abstimmung mit der SBL-Kreistagfraktion jetzt den folgenden Antrag an den Arnsberger Bürgermeister:
“Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
mit Bestürzung musste zur Kenntnis genommen werden, dass laut Auffassung des Landesbetriebs Straßen der zwischen Arnsberg-Müschede und Sundern-Reigern geplante Radweg entlang der B 229 nach Mitteilung von Straßen NRW nun nicht wie geplant realisiert werden soll.
Damit kann ein für die Verkehrssicherheit und den Tourismus essentieller Radweg zeitnah vermutlich nicht realisiert werden, obwohl die Planungen dazu schon mind. 15 Jahre andauern.
Die SBL Arnsberg und ich als Ratsmitglied beantragen daher, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates zu setzen und dazu einen Vertreter/eine Vertreterin von Straßen.NRW einzuladen.
Dabei sollten folgende Fragen geklärt werden:
Warum konnte trotz rd. 15-jähriger Planungsgszeit noch immer keine Trasse für den Radweg gefunden werden?
Worin bestehen dezidiert die neuen Hindernisse einer zügigen Realisierung des in Rede stehenden Radweges?
Seit wann sind Straßen.NRW diese neuen Hindernisse bekannt?
Was unternimmt Straßen.NRW, um doch noch eine zeitnahe Realisierung des Radweges zu ermöglichen?
Wann kann nach Ansicht von Straßen.NRW mit einer Fertigstellung des Radweges gerechnet werden, und welche Voraussetzungen müssen dazu von wem erfüllt werden?
Was können der Bürgermeister und die Gremien der Stadt Arnsberg unternehmen, um die geplante Errichtung des Radweges zu beschleunigen?”
Die SBL hat deswegen auch bereits Gespräche mit anderen Fraktionen aufgenommen.
Kinofilm und Informationen von heimischen Anbietern zum Krankheitsbild Demenz
Benjamin Polte, Cineplex Brilon (links) und Jutta Hillebrand-Morgenroth, Leitung Seniorenwohngemeinschaften und Unterstützende Angebote Seniorenberatung und Quartiersentwicklung (rechts), präsentieren das Plakat zum diesjährigen Gesundheitstag Demenz im Briloner Kino. (Foto: Demenznetzwerk Hochsauerlandkreis)
Der international prämierte Kinofilm „Das Leuchten der Erinnerung“ mit Helen Mirren und Donald Sutherland wird im Rahmen des diesjährigenGesundheitstages des Demenznetzwerks HSK am 8. November 2023 im Cineplex-Kino Brilon gezeigt. Vor und nach der Filmvorführung haben interessierte Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an Infoständen verschiedener Akteurinnen und Akteure des Demenznetzwerks Hochsauerlandkreis zu informieren.
(Pressemitteilung HSK)
Um 15:00 Uhr öffnen im großräumigen Foyer des Cineplex-Kinos die Infostände. Die Anbieter informieren zu Themen rund um Demenz. Um 17:00 Uhr wird der 112-minütige Film gezeigt. Nach der Filmvorführung besteht auch noch die Möglichkeit, mit den Mitgliedern des Demenznetzwerks über die Eindrücke zum Film oder über Unterstützungsmöglichkeiten bei Demenzerkrankungen ins Gespräch zu kommen.
Voraussichtliches Ende des Gesundheitstages ist um 20:00 Uhr.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an das Fachpublikum aus der Altenhilfe, als auch an Angehörige und Interessierte zum Thema Demenz. Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Kinovorführung ist auf 100 Personen begrenzt. Eine Anmeldung für den Film ist bis zum 7. November 2023 über folgenden Link erforderlich:
Die Anmeldebestätigung muss an der Kinokasse vorgelegt werden. Das Kino ist für Gäste in Rollstuhl oder mit anderen Beeinträchtigungen barrierefrei erreichbar.
„Ella und John sind schon viele Jahre verheiratet. Sie sind alt geworden und ihr Leben wird mittlerweile von Arztbesuchen bestimmt. Um ein letztes richtiges Abenteuer zu erleben, machen die beiden ihr Wohnmobil namens „The Leisure Seeker“ flott und verlassen stillschweigend ihr Zuhause. Besorgt versuchen ihre Kinder, sie zu finden, aber John und Ella sind unterwegs: die US-Ostküste hinunter, bis zum Hemingway-Haus in Key West. Mit Furchtlosigkeit, Witz und einer unbeirrbaren Liebe zueinander liefern sich die beiden einem Roadtrip aus, bei dem zunehmend ungewiss wird, wohin er sie führt.“ Text: Leonine-Studios
Am Dienstag, dem 24. Oktober 2023 kam es gegen 15:30 Uhr auf der B7/Madfelder Str. zwischen Bredelar und dem Abzweig Richtung Madfeld zu einem schweren Verkehrsunfall.
(Pressemitteilung Polizei HSK)
Ein 63-jähriger Mann aus Olsberg befuhr mit seinem Pkw die B7 aus Richtung Brilon in Fahrtrichtung Marsberg. In entgegengesetzter Richtung fuhr zu diesem Zeitpunkt ein 46-jähriger Briloner mit einem Sattelzug. Im Bereich einer langen Geraden geriet der Pkw-Fahrer aus bislang unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Lkw.
Durch den Zusammenprall erlitt der Olsberger so starke Verletzungen, so dass er noch am Unfallort verstarb. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus Marsberg gebracht.
Beide Fahrzeuge waren erheblich beschädigt und wurden abgeschleppt. Für die Dauer der Unfallaufnahme, bei der auch ein Unfallaufnahmeteam der Polizei eingesetzt wurde, war die B7 bis Mitternacht gesperrt.
Die HSK-AIDS-Beauftragte Christel Blumenstein-Carrara mit ihrem Bauchladen, mit dem sie auch während der Mescheder Kneipennacht unterwegs war. (Foto: Pressestelle HSK)
Seit dem 1. September ist Christel Blumenstein-Carrara die neue AIDS-Beauftragte des Hochsauerlandkreises. Sie folgt auf Hubertus Martin, der im Kreisgesundheitsamt die Sachgebietsleitung „Sozialpsychiatrischer Dienst und Betreuungsstelle“ übernommen hat.
(Pressemitteilung HSK)
Ihren ersten Einsatz hatte die Olsbergerin bei der Mescheder Kneipennacht am Samstag, 21. Oktober. Von 20 bis 23.30 Uhr war Blumenstein-Carrara schon von weitem erkennbar mit einem Bauchladen unterwegs und verteilte Kondome, Flyer und Give-Aways in den teilnehmenden Kneipen und auf den Wegen dazwischen.
Christel Blumenstein-Carrara hat Germanistik und Geschichte studiert und bisher als Förderlehrerin beim Internationalen Bund gearbeitet. Die neue Aufgabe geht sie mit Elan an: „Mein Ziel ist es, die Übertragung von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten weiter einzuschränken.“ Auch die nächsten Termine stehen schon fest: Am 25. November wird die AIDS-Beauftragte die Kneipennacht in Winterberg-Siedlinghausen besuchen und am Welt-Aids-Tag (1. Dezember) im Bergkloster Bestwig zu Gast sein.
Erreichbar ist Blumenstein-Carrara im Kreisgesundheitsamt per Mail an christel.Blumenstein-Carrara(at)hochsauerlandkreis.de oder telefonisch unter 0291/94-4711. Beratungstermine für Betroffene, mögliche Betroffene und Angehörige können in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede vereinbart werden, die Beratungen – auch telefonisch – sind grundsätzlich anonym.
Wenn ein alter verbitterter AfD-Mann jemanden als „Kleingeist“ bezeichnet und eine junge SPD-Krankenpflegekraft-Frau behauptet, dass andere von ihrer Thematik keine Ahnung haben ……. ….. ja dann war wieder Kreistagssitzung im Hochsauerlandkreis!
(Bei diesem Artikel handelt es sich um eine auf der Website der Sauerländer Bürgerliste ergänzte Fassung des Berichts des Kreistagskollegen Dietmar Schwalm, den wir übernommen haben.)
Und dass der Landrat mal wieder alle demokratischen Anstandsregeln im Umgang mit den Fraktionen von SBL und Linke/FW missachtet hat, das sei diesmal nur am Rande erwähnt!
Es war eigentlich die Sitzung, in der es vorrangig um die Einbringung des Haushalts 2024 ging. Hierfür wird es ja erst in der Dezember-Sitzung die Antworten und die Diskussionen der Fraktionen geben.
Grund für die an einigen Stellen unfaire Diskussion war der Bericht zur Ausführung des diesjährigen Haushalts (Drucksache 10/808 und Anlage). Es ging dabei u.a. um die Renovierungskosten von Räumlichkeiten auf dem Flugplatz Meschede-Schüren für den zukünftig dort stationierten Intensivtransporthubschrauber (ITH). Eigentlich sollte die Bereitstellung dieses Hubschraubers von dem Arnsberger „Allround-Investors“ Marcel Kaiser auf dessen wirtschaftlichem Risiko finanziert werden, so hatte es die Kreisverwaltung im Gesundheits- und Sozialausschuss im März 2023 zugesagt. Jetzt sollen aus dem laufenden Haushalt mal soeben 85.000 € Kreismittel „locker“ gemacht werden, obwohl jeder im Saal schon wusste, wie eng die Finanzsituation im Jahr 2024 wird, und im nächsten Jahr weitere mindestens 25.000 €.
Und bei dieser Diskussion beteiligten sich nun der alte verbitterte AfD-Mann und die junge SPD-Krankenpflegekraft. Wenn man von der AfD als „Kleingeist“ bezeichnet wird, fühlt man sich als Demokrat fast geadelt. Aber wenn von jungen Menschen im Kreistag gesagt wird, dass die Fraktionsvorsitzenden von FW/LINKE sowie der SBL keine Ahnung haben, was ein Intensivtransporthubschrauber ist und welche Aufgaben er hat, und daneben auch behauptet wird, nur sie selbst wisse, worum es dabei gehe, dann ist das aus Sicht des Autors entweder jugendliche Arroganz oder einfach nur eine Unverschämtheit. Inhaltlich geht es dabei darum, welche Einsätze ein solcher ITH außer der Verlegung von PatientInnen von einer Klinik in eine andere übernehmen darf, ob er also irgendwie auch Rettungseinsätze unterstützen kann) Unsere Fraktionen haben zudem mehrere sehr erfahrene Akteure aus dem Gesundheitswesen in ihren Reihen… Hier ein Tipp: Ein persönliches Gespräch mit den Mitstreiter*innen im Kreistag kann schon im Vorfeld viele Vorurteile abbauen!
Und was gibt es noch Wichtiges aus der Sitzung zu berichten? Die Einwohner*innen-Fragestunde wurde diesmal von einer Frau aus Olsberg genutzt, die auf die Missstände bei der Vergabe der dortigen neuen Kindertageseinrichtung hinwies. Anstatt vor Ort gemeinsam dafür zu sorgen, dass ein von allen Eltern akzeptierter Träger gefunden wird, der in schimmelfreien Räumen die Kita betreibt, hat man lieber wochenlang nach der seit der Kreistagssitzung bekannten „Whistleblowerin“ gesucht. Gut ist es für die engagierte Erzieherin, dass auch im Sauerland es nicht mehr erlaubt ist „zu teeren und zu federn“.
Bei der Veränderung des kreisweiten Mobitickets (Sozialtickets) auf das ganze Bundesgebiet über das Deutschlandticket mit einer Preiserhöhung von 2 € pro Monat, wurde von der Verwaltung festgestellt, dass dieses von der SBL beantragte und von der damaligen Linksfraktion unterstützte Sozialticket seit 2016 sehr gut angenommen wurde (Drucksache 10/789).
Für die Firma Westfalenbus GmbH ist das ÖPNV-Angebot im Linienbündel HSK-West nicht mehr finanzierbar; sie fuhr bisher ohne öffentliche Zuschüsse. Deswegen soll die Vergabe an die vom Hochsauerlandkreis und vom Kreis Soest finanzierte RLG gehen. Diese wird dann höchstwahrscheinlich die Firma Westfalenbus weiter für sich auf deren alten Linien fahren lassen (Drucksache 10/787), und dafür sind im Kreishaushalt weitere 3,7 Mio Euro vorgesehen. Sinnvoll wäre es, wenn in dem Zusammenhang über eine Ausdehnung einiger Linien (z.B. zwischen Brilon und Marsberg und zwischen Meschede und Schmallenberg) in die Abendstunden nachgedacht würde. Dieser Wunsch wurde von der Sauerländer Bürgerliste geäußert und wird von der Fraktion FW/LINKE unterstützt.
Zur Finissage der Sonderausstellung WUNDER WALD veranstaltet das Sauerland-Museum Arnsberg einen Poetry Slam zum Thema „Wald“.
(Pressemitteilung HSK)
Ein Poetry Slam ist ein Wettbewerb, bei dem die Künstler selbstverfasste Texte innerhalb von sechs Minuten vortragen. Die Palette reicht dabei von ernsten Texten über Comedy, von Prosa bis Lyrik, alles ist möglich, solange die Zeit eingehalten wird. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger.
Auf die Einladung zum Poetry Slam haben sich fünf Slammerinnen und Slammer angemeldet und treten in zwei Runden gegeneinander an. Während die erste Runde der persönlichen Verbindung zum Wald gewidmet ist, dürfen die Teilnehmenden in der zweiten Runde mit einem eigenen Thema überzeugen.
Mit dabei sind:
Stephan Sandkühler aus Haltern am See, der in Haltern eigene Slams moderiert und im letzten Jahr bei den Deutschen Meisterschaften auf der Bühne stand
Julia Kluge aus Paderborn mit sauerländischen Wurzeln, die die Lesebühne Poesiehafen in Paderborn moderiert
Marcel Ifland aus Gelsenkirchen, der regelmäßig auf Slams in NRW und angrenzenden Bundesländern unterwegs ist
Jan Malz aus Essen, der als Newcomer bereits viele Veranstaltungen im Ruhrgebiet mit seinen Texten bereichert hat
Jay aus dem Ruhrgebiet, eine junge Poetry-Künstlerin mit sehr persönlichen Texten
Moderiert wird die Veranstaltung von der Olsberger Tanzpädagogin und Poetry Slammerin Davina Sauer-Wundling, die sich in der heimischen Szene in den letzten Jahren bereits einen Namen gemacht hat.
Termin: Sonntag, 29. Oktober 2023, 15-17 Uhr Veranstaltungsort: Raum „Sauerland“ Es gilt der übliche Eintrittspreis im Museum: Erwachsene 8 €, Kinder 4 €, Familienkarte 18 €.
Sofern Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern möchten z.B. Erteilung von Einwilligungen, Widerruf bereits erteilter Einwilligungen klicken Sie auf nachfolgenden Button.
Einstellungen