Kalter Asten

Zu frostig, um länger zu verweilen

Blick vom anderen Ende des kleinen Rundwegs (foto: zoom)

Für den heutigen 24. Dezember 2025 sei notiert, dass es am Nachmittag auf dem Kahlen Asten frostig kalt war. Der eisige Wind ließ uns trotz Wollmützen und Winterhandschuhen keine Chance zum gemütlichen Bummeln.

Das Thermometer zeigte zwar nur -6 °C, doch die gefühlte Temperatur war arktisch. Ich hätte gerne noch mehr Bilder gemacht, aber mit gefrorenem Zeigefinger konnte ich den Auslöser nicht mehr ertasten.

Bis auf den Kunstschnee und den Rauhreif an den Bäumen der allerhöchsten Lagen ist das Sauerland zur Zeit grün. Laut Wetterbericht bleibt es in der nächsten Zeit weiterhin kalt und trocken. Die Sonne wird täglich ca. fünf Stunden scheinen.

Entlang der Pisten arbeiten die Schneekanonen unermüdlich. Viele Lifte laufen. Ich rechne daher mit vielen Tourist*innen. Zieht euch warm an.

Blick in die Ferne mit frostigem Vordergrund (foto: zoom)

Frohe Fest- und Feiertage

Dazu ein paar spontane und eklektische Gedanken

Drei Weihnachtsmänner – drei Wünsche frei (archivfoto: zoom)

Ich wünsche allen Leser*innen geruhsame Fest- und Feiertage. Welches Fest ihr auch immer feiert oder auch nicht, bleibt bzw. werdet gesund und stabil.

Mögen eure drei Wünsche in Erfüllung gehen.

Unsere Gesellschaft ist multireligiös und in vielen Teilen auch agnostisch/atheistisch.

Hauptsache, wir schlagen uns die Köpfe nicht ein und bleiben friedlich. Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit wären eine gute Grundlage. Die Realität aus Rassimus, sozialer Ungleichheit, Fossilismus und Krieg in Europa sieht leider anders aus.

Nun denn – ob Weihnachten, Chanukka, Ida-Ezi, Zardusht-no Diso, oder was auch immer, genießt die Tage. Viele müssen arbeiten. Es gibt Welten außerhalb von uns selbst. Seid empathisch. Krokodilstränen machen die Hungernden nicht satt und die Armen nicht reich.

Als Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde, habe ich eine Wette mit mir selbst abgeschlossen: Wird Trump das Jahr 2025 überstehen?

Er hat noch acht Tage. Ein bösartiger Narziss mit psychopathischen Zügen – in einer funktionierenden Demokratie säße Trump schon lange hinter Gittern. An den Schalthebeln der Macht kann er allerdings noch viel Unheil anrichten. Möge er lautlos und schadstofffrei implodieren und die US-amerikanische Gesellschaft rechtzeitig zur Besinnung kommen.

BTW: wenn wir mit dem Finger auf die USA zeigen, zeigen drei Finger auf uns zurück.

Kleine Fluchten: Buch und Kaffee in Marburg

Vom Regen in noch mehr Regen, mit einem Blick auf das Stadtbild

Auf dem Weg zur Oberstadt (foto: zoom)

Heute haben wir uns ein wenig in Marburg umgesehen und ein paar Bücher gekauft. Das Wetter wurde von Stunde zu Stunde trüber und so war die Zeit in Buchläden, Teegeschäften und Cafés gut verbracht.

Für unseren Bundeskanzler habe ich ein paar Aspekte des Marburger Stadtbildes fotografiert. Ich glaube, dass ihm das Dampf-Riesenrad am meisten Freude bereiten würde. Was aber wäre ein Stadtbild ohne seine Bewohner*innen? Diese haben fleißig Plakate und Banner aufgehängt bzw. aufgestellt. Wäre Feuer & Flamme dem Patriarchat eine Redewendung, die Friedrich Merz gefallen würde? Vielleicht eher Kein Kaffee für Nazis oder ein Gebet in der Antifaschistischen Kirche.

Weihnachtsmarkt (foto: zoom)

Eigentlich wollte ich nur ein paar Bücher kaufen. Nach zähem Ringen hatte ich gestern die Buchdeckel von Mohamed Mbougar Sarr, Die geheimste Erinnerung der Menschen, zugeklappt. Mir ist es sehr schwer gefallen, bei den Personen, Perspektiven, Geschichten, Briefen und Erzählstücken über drei Kontinente den Überblick zu bewahren. Immerhin habe ich verstanden, dass es dem jungen senegalesischen Autor um (auch) eine Auseinandersetzung mit den Erwartungen an afrikanisches Schreiben geht.

Das Buch war ein hartes Stück Arbeit, und so war mir nach sehr langer Zeit nach einem entspannenden Krimi zumute.

Gut, dass ich im Deutschlandradio aufmerksam einen Beitrag über die diesjährige Krimi-Bestenliste gehört hatte. Empfohlen wurden Lavie Tidhar: Adama sowie Liz Moore: Der Gott des Waldes.

Vor dem Weltladen am Markt (foto: zoom)

Den Einkauf habe ich gerecht zwischen der Buchhandlung „Roter Stern“ und der Lehmanns-Filiale (vormals Elwert) aufgeteilt.

Quiche, Zwiebelkuchen und Cappuccino, gab es in der Nähe von ehemals Elwert im Café Vetter. Schön am Fenster sitzen und durch riesige Fensterscheiben die häßlichen Häuser am anderen Lahnufer betrachten.

Auf dem Weg hinunter zum Fluß kamen wir noch an der Universitätskirche aka Anitifaschistische Kirche vorbei. Gibt es solch eine Kirche auch im Hochsauerland oder gar in Arnsberg?

An der Universitätskirche (foto: zoom)

Hamburg mit dem Rollenkoffer

Alles muss raus

Mein Rollenkoffer (foto: zoom)

Auf unserem Familienbesuch in Hamburg begleitete mich – oh wie spießig – ein Rollenkoffer, statt eines Rucksacks. Das hing damit zusammen, dass ich als Teilnehmer eines Online-Kurses viel Zeug mitschleppen musste.

Wir hatten ein Quartier in Hamburg-Altona und unsere Rückfahrt von ebendort gebucht. In einem Rutsch von Altona nach Kassel – dachten wir, aber die Deutsche Bahn setzte unsere Bahn kurzfristig erst ab Dammtor/Hauptbahnhof ein.

Dort waren zwei von drei Gepäckaufbewahrungen außer Betrieb und sämtliche Fächer belegt, weil alle die gleiche Idee wie wir hatten: Koffer einschließen und noch ein paar Stunden durch Hamburg bummeln.

Am Alsterfleet, Blick zurück Richtung Jungfernstieg (foto: zoom)

Die zweitbeste Idee war es, die Innenstadt schleunigst zu verlassen und den klackernd rumpelnden Rollenkoffer am Alsterfleet entlang bis zu den Landungsbrücken zu ziehen.

„Hamburg mit dem Rollenkoffer“ weiterlesen

Pausenbild: ich schäme mich für mein Land

Spiegelbild, einfach nur so, ohne Bezug zum Text (foto: zoom)

Heute fehlen mir angesichts der schamlosen Abweisung der afghanischen Ortskräfte die Worte. Es sind Menschen, die der Bundeswehr im Krieg geholfen hatten. Menschen, denen versprochen wurde, dass sie bei uns aufgenommen werden.

Jetzt werden sie gedemütigt und in eine ungewisse Zukunft entlassen, eventuell in den Tod getrieben. Siehe:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afghanistan-ortskraefte-dobrindt-100.html

Anders als es die Artikelüberschrift suggeriert, trägt nicht allein Dobrindt die Verantwortung. Das deutsche Schurkenstück wird von der Regierungskoalition gemeinsam mit der AfD aufgeführt.

Siehe die Abstimmung von SPD, CDU/CSU und AfD über einen Antrag der Grünen im Bundestag:
https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=981

Und was macht der Kanzler aus dem schönen Sauerland? Er leckt dem greisen Autokraten im Weißen Haus die Stiefel:
Bundeskanzler Merz hat nach der Kritik von US-Präsident Trump an der Migrationspolitik in Europa auf eine „Kurskorrektur“ in Deutschland verwiesen.

Ich gehe jetzt ins Bett, lese ein gutes Buch und ziehe später die Decke über den Kopf.

Gute Nacht!



Zu früh zur Feier

Bummeln am Goldbekkanal

Kleingarten, Kanu und Wohnblöcke spiegeln sich im Goldbekkanal (foto:zoom)

Wer zu früh kommt, der muss noch ein wenig Zeit totschlagen. Bummeln am Goldbekkanal, ab und zu ans Ufer hinunter.

Kein Fotowetter, aber ein paar Spiegelbilder mit dem Smartphone geknipst.

Seit vielen Jahren sehe ich das Goldbekhaus nur noch von außen. (foto: zoom)

Der Standpunkt und die Perspektive auf das Goldbekhaus sind nicht sehr originell. Auf der Website des Winterhudes Stadtteilkulturzentrum am Goldbekkanal ist das gleiche Motiv bei schönem Wetter zu sehen.

Vielleicht fällt mir beim nächsten Besuch etwas anderes ein.

Mit dem Rad zum Kahlen Asten

Nach acht Kilometern am Großen Bildchen (foto: zoom)

Wenn die Temperatur Ende November am Morgen bei +8 °C liegt, werde ich schon einmal nervös. Soll ich mich warm anziehen und das Rad aus dem Keller holen?

Bis auf den Nebel gab es heute keinen Niederschlag, und da ich sowieso etwas in Winterberg zu erledigen hatte, habe ich schließlich in die Pedalen getreten.

„Mit dem Rad zum Kahlen Asten“ weiterlesen

Siedlinghausen – Spaziergang – heute

Blick über den Allenberg (foto: zoom)

Stimmung trübe, Wetter trübe. aber so ist halt die Lage. Trotzdem habe ich eine kleine Runde zu Fuß absolviert.

Der Schnee hält sich nur noch an Stellen, wo er zusammengeschoben wurde. Typisches Novemberwetter.

„Siedlinghausen – Spaziergang – heute“ weiterlesen

Kassel – Siedlinghausen

Test, Test, Test: neues gebrauchtes Objektiv

Das Café im Fridericianum – eine Art Hundertwasser-Höhle (foto: zoom)

Nun fahre ich schon sehr viele Jahre nach Kassel, kenne die Freibäder, Graffiti und Parks; habe einige Museen besucht, aber im Fridericianum bin ich bislang noch nicht gewesen.

Am Sonnabend haben wir uns dem Museum vorsichtig genähert, wir haben uns ins Museumscafé gesetzt, und dort war es sehr bunt. Das Ambiente ließ mich an eine Art Hundertwasser-Höhle denken, aber es handelt sich um die Installation Mimikry von Kerstin Brätsch: „Die komplexe, raumgreifende Installation wurde von der in Hamburg geborenen Künstlerin eigens für die Rotunde im Zentrum der Kunsthalle entwickelt und bildet den neuen Rahmen des dort befindlichen Cafés.“

Den Rest lest ihr bitte auf der Seite des Museums: https://fridericianum.org/de/interventionx/kerstin-braetsch-mimikry/

Leider blieb uns keine Zeit, die weiteren Ausstellungen von Portia Zvavahera und Robert Grosvenor anzuschauen. Das wird hoffentlich sobald als möglich nachgeholt.

Zurück im Hochsauerland ist es weniger spannend. Auf dem Spaziergang warten die üblichen religiösen Wegmarken. Woran merke ich, dass ich zwischen Hillershausen und Medebach die Grenze von Hessen nach NRW passiere? Der Straßenbelag ändert sich und ein großes hölzernes Kreuz ist links am Wegrand aufgepflanzt.

Die Kreuze wird man dann auch nicht mehr los. Zurück in Winterberg recken sie sich allerorten in die Höhe.

Dieses Kreuz habe ich schon häufiger fotografiert. Links geht es zum Bergsee, rechts hinunter nach Silbach (foto: zoom)

Wie dem auch sei, das Ersatzobjektiv aus Kassel funktioniert anscheinend. Die Kapelle „Oh Maria Hilf“ auf dem Weg hinunter nach Silbach habe ich als heute als letztes Test-Motiv fotografiert. Wackelt nicht, steht fest und leuchtet in der Sonne.

Licht und Schatten auf der Wand der Marienkapelle (foto: zoom)

Der Ausflug nach Kassel hat sich gelohnt.

Pausenbild: Abenddämmerung in Kassel

Die Sonne geht unter. Blick über einen Teil von Kassel. Die Windräder drehen sich, die Müllverbrennung qualmt. (foto: zoom)

Heute herrscht Blogpause.

In der Wolfsschlucht habe ich beim Nikon-Fotogeschäft ein gebrauchtes 18-105 mm Zoomobjektiv für meine Nikon D 7200 erworben. Das alte Objektiv hatte eine Macke, das neue scheint (siehe Stadtbild oben) zu funktionieren.

Bis denn.