Umleitung: Homeschooling, AfD, Carl Schmitt, Palantir, Mythen, Photovoltaik, Kohle, CDU/CSU und mehr

Die Schnittstelle am Stamm eines liegenden gefällten Baums mit verschiedenen Mustern von Hell bis Dunkel
Musterbildung an der der Schnittstelle eines gefällten Baums (foto: zoom)

Homeschooling und die AfD: Mit der Forderung nach Homeschooling stellt die AfD nicht nur die Schulpflicht in Frage. Sie bedient einen internationalen Kulturkampf, in dem Bildung, Familie und Demokratie neu verhandelt werden … belltower

Selbstversorger AfD (enthält Satire): Das Familienmodell der Rechtsextremisten ist ja traditionell versorgerorientiert, denn für die Jünger des Bettnässers aus Braunau ist die Familie nun mal die Keimzelle des Staates … zynaesthesie

Warum ist die Neue Rechte von Carl Schmitt so fasziniert? Der bedeutendste politische „Klassiker“ für die Neue Rechte dürfte Carl Schmitt sein. Dessen Auffassungen waren bereits vor 1933 gegen eine liberale Demokratie und zugunsten einer identitären Diktatur orientiert. Von diesem Denken ist auch die Neue Rechte geprägt … endstationrechts

Totalitäre Tendenzen: Palantir-Ersatz aus der EU ist ein gefährlicher Wunsch … netzpolitik

Was haben Mythen mit Metapolitik zu tun? „Home-Stories“ in großen Zeitungen, Einzelinterviews im TV, YouTube-Gespräche vor riesigem Publikum: Zentrale Akteur:innen der rechtsextremen Szene sind mittlerweile im medialen Mainstream verankert. Ihre Begriffe sind fester Bestandteil der politischen Debatte. Diese Normalisierung ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer Strategie, die im rechten Milieu seit langem offen als solche benannt wird: Metapolitik. Ihr wichtiges Werkzeug: Mythen … geschichtestattmythen

Die MemoryLanes-App: Jugendliche entdecken jüdische Geschichte neu … geschichtsunterricht

Quaschning erklärt: Photovoltaik schlägt Kohle … klimareporter

CDU und CSU: Es hört einfach nicht auf… unkreativ

Gegen die Idiotie der Teilung: „Berliner Sachen“ von Uwe Johnson in einer ausführlich kommentierten Neuausgabe … revierpassagen

Thema Rechtsextremismus: neue Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung

Ein gelborangenes Pappplakat auf einer Demo. Oben ein schwarzer Springerstiefel der kleine Strichmenschen zertritt. Darunter der Text:
NAZI-MACHTHABER
LASSEN SICH
NICHT MEHR
ABWÄHLEN

Rechtsextremismus setze so die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) liberale Demokratien weltweit unter Druck. Das Dossier Rechtsextremismus der bpb geht den ökonomischen, kulturellen und politischen Ursachen dieses Phänomens auf den Grund.

Im InfoPool Rechtsextremismus befassen sich die Autoren eines Essays mit dem wachsenden Antisemitismus, der Jüdinnen und Juden in Deutschland bedroht. Die Werkstatt zeigt auf, wie rechtsextreme Akteure auf Social Media Geschichte umdeuten und wie digitale Quellenkritik im Unterricht dem begegnen kann.

WERKSTATT
Geschichtsrevisionismus digital: Wie rechtsextreme Akteure auf Social Media Geschichte umdeuten

Geschichtsrevisionismus verharmlost NS-Verbrechen durch Verfälschung historischer Fakten. In den sozialen Medien erreichen diese Narrative Millionen – und gefährden Erinnerungskultur und Demokratie.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/574498/geschichtsrevisionismus-digital-wie-rechtsextreme-akteure-auf-social-media-geschichte-umdeuten/

INFOPOOL RECHTSEXTREMISMUS
Antisemitismus als zunehmende Gefahr für jüdische Communities

Ein Essay über die angespannte Situation, unter der jüdische Menschen in Deutschland leben und den Erhalt des demokratischen Systems in Zeiten eines wiedererstarkenden Antisemitismus.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/infopool-rechtsextremismus/575145/nicht-nur-von-rechtsextremen-antisemitismus-als-zunehmende-gefahr-fuer-juedische-communities/

RECHTSEXTREMISMUS
Ursachen des Rechtsextremismus

Rechtsextremismus setzt Demokratien weltweit unter Druck. Für den Aufschwung gibt es nicht die eine Ursache: Welche Erklärungsansätze eine Rolle spielen, fasst die Professorin Susanne Rippl zusammen.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/575346/ursachen-des-rechtsextremismus/

100 Jahre Hans Frankenthal

Stiftung Auschwitz-Komitee schreibt Hans-Frankenthal-Preis 2026 aus

Zum Interview siehe auch: https://www.schiebener.net/wordpress/27-januar-1945-jahrestag-der-befreiung-des-kz-auschwitz/ Am Anfang ist der Ton etwas durcheinander. Das ändert sich nach ca. 50 Sekunden.

Am 15. Juni 1926 wurde Hans Frankenthal in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Schmallenberg im Sauerland geboren. Dieses Jahr würde er hundert Jahre alt werden.

Für die diesjährige Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten nach Hans Frankenthal benannten Preises können Vorschläge und Bewerbungen bis zum 8. Mai 2026 eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an Gruppen, Initiativen und Institutionen, die im Sinne der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung Aufklärungs-, politische und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.

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Ab morgen ist der NRW-Appell zum AfD-Verbot online

Auftaktveranstaltung am Sonntag in der KoFabrik Bochum

Logo der Kampagne

Die Petition „NRW-Appell AfD-Verbot“ wird ab morgen, Freitag, dem 6. Februar, 12 Uhr online gehen. Die Initiator*innen bitten darum, schnell zu unterschreiben und die Petition zu unterstützen, um Druck auf die NRW-Landesregierung auszuüben.

(AfD Verbot NRW)

Deren Entscheidung, für den Antrag auf ein Verbotsverfahren im Bundesrat zu stimmen, kann der Debatte um das Verbot die entscheidenden Wende geben.

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Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz

Impulse für die digitale Bildungsarbeit

Die geöffnete weiß-graue Schublade eines Archivschranks. Darin sind hintereinander viele  braunorangene Karteikarten mit getippten Angaben. Eine weißliche Karteikarte liegt zur Veranschaulichung vornan horizontal über den senkrechten anderen Karten. Man kann noch einzelne Wörter wie "kommunistischer" lesen.
Die Zentrale Namenkartei (ZNK) ist ein wichtiges Archivsystem der Arolsen Archives. Sie umfasst rund 50 Millionen Hinweiskarten, die Informationen zu etwa 17,5 Millionen Menschen enthalten. Die ZNK war über viele Jahrzehnte das wichtigste Arbeitsmittel bei der Suche nach Informationen über NS-Opfer und deren Schicksale. (Bild: ArolsenArchives)

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Mit dem Gedenktag wird an die Verbrechen des Holocaust erinnert. Zugleich stellt sich die Frage, wie Erinnerung heute gestaltet und historisches Lernen gelingen kann.

(Der Artikel beruht auf einem Newsletter der Arolsen Archives)

Junge Menschen eignen sich Wissen zunehmend über digitale Formate und soziale Medien an. Daher ist es wichtig, Erinnerungskultur auch in diesen digitalen Lebenswelten zu verankern und pädagogisch zu begleiten.

Die Arolsen Archives stellen Bildungsangebote vor, die Pädagog*innen konkrete Möglichkeiten bieten, digitale Inhalte zum Thema Shoah im Unterricht einzusetzen – als zeitgemäßen Einstieg und Anlass für vertiefende, kritische Reflexion.

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#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Grafik: Arolsen Archives

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf.

Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

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Umleitung: USA, Trump, Halemba, Lübeck, Hanau, Haskala, Blut und Spiele, die Abonnementsfalle, Oral History, Tolkien und mehr

Spaziergang am späten Nachmittag im Hochsauerland (foto: zoom)

Ökonom über die USA unter Trump: „Das System ist gekippt“ … taz

AfD-Abgeordneter Halemba vor Gericht: Neonazi-Song, Drohkulisse, NS-Funde … Belltower

Ein ungeklärter Mord und der Kampf um Erinnerung: 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Lübeck … AmadeuAntonioStiftung

Hanau-Überlebender Ibrahim Akku? stirbt an Spätfolgen des Terroranschlags: Ibrahim Akku? ist mit 70 Jahren an den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau vor sechs Jahren gestorben. Er kämpfte gegen Einsamkeit und das Vergessenwerden und sagte: „Ich wünsche mir, dass Menschen einander nicht töten“ … RobertsBlog

Haskala: Die jüdische Aufklärung und ihre Bedeutung … JCOM

US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd … Netzpolitik

Die Abonnementsfalle (Satire): Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten … zynaesthesie

Blut und Spiele: Mixed Martial Arts als reaktionärer Code … GeschichteDerGegenwart

Oral History als „deutsches Gedächtnis“: FernUni-Archiv als Forschungsdatenzentrum akkreditiert … Doppelwacholder

J.R.R. Tolkien – the Bovadium Fragments: Es gibt Bücher, die sollte es nicht geben und die neuste Veröffentlichung von J.R.R. Tolkien gehört dazu … Schmalenstroer

Digitale Souveränität in Zeiten unzuverlässiger Partner: Es wird Zeit, dass wir eines meiner wichtigsten Themen noch mal aufgreifen: Digitale Souveränität.  Anlass dafür ist, dass die USA gerade mal eben ein Staatsoberhaupt entführt haben, unter Einsatz des Militärs, um Öl zu bekommen. Und neben Canada steht ja noch das zu Dänemark gehörende Grönland auf der „will haben“-Liste des US-Präsidenten … UnkreativerWeblog

Stichworte oder: Was man so mithört „Was kann ich gegen Sie tun?“revierpassagen

Künstler Gunter Demnig verlegt weitere Stolpersteine in Arnsberg

Diese beiden Stolpersteine findet man in Meschede. Mit Hilfe der WDR-Website https://stolpersteine.wdr.de/web/de/ oder der zugehörigen App lässt sich ganz NRW und damit auch Arnsberg erkunden. (archivfoto: zoom)

An zahlreichen Orten in der Stadt Arnsberg wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Eine besondere Form der Erinnerung ist die Verlegung von so genannten Stolpersteinen durch den Künstler Gunter Demnig.

(Pressemitteilung Stadt Arnsberg)

Am Montag, 26. Januar, ist der in Berlin geborene Künstler jetzt erneut in Arnsberg zu Gast, um weitere Stolpersteine zur Erinnerung an getötete Jüdinnen und Juden aus der Stadt Arnsberg persönlich zu verlegen. In den Stadtteilen Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim sollen dabei zunächst insgesamt 19 Stolpersteine gesetzt werden.

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„Gott für uns alle“

Ein Zweiter Band der Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden – Spurensuche und Forschungen in dreieinhalb Jahrzehnten

Stammhaus der ersten niedergelassenen Juden im Sauerlanddorf Eslohe (Foto:Peter Bürger)

Über dem Eingang des Stammhauses der ersten niedergelassenen Juden im Sauerlanddorf Eslohe kann man heute die Balken-Inschrift „Gott für uns alle“ lesen. Diese Botschaft ist titelgebend für den Zweiten Band der „Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden“ (unter Einschluss von Cobbenrode, Reiste, Salwey und Wenholthausen). Herausgegeben haben das Werk Peter Bürger und Hans Jürgen Rade – in Kooperation mit dem Dampf-Land-Leute-Museum Eslohe.

(Pressemitteilung Redaktion der „edition leutekirche sauerland“)

Dargeboten werden in sechs Abteilungen neue Forschungsbeiträge und umfangreiche Quellendokumentationen: 1. Aus Kirchenbüchern – 2. Sozialgeschichtliches, Erwerbsleben – 3. Judenbilder und Judenfeindschaft – 4. Nachfahrinnen der Esloher Juden schreiben für die Chronik – 5. Aus dem Esselboten – 6. Museumsarchiv: Akten & Aufzeichnungen.

Umschlagabbildungen der beiden Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden (Pressebild)

Das jetzt vollständige Werk vermittelt in einzigartiger Weise den gesamten Weg der „Spurenlese zur jüdischen Geschichte“ einer Kommune von den 1980er Jahren bis hin zur Gegenwart – auch die Umwege, Irrtümer und Revisionen. Leuteüberlieferungen und Dokumente, populäre und wissenschaftliche Texte sind gleichermaßen vertreten. Der Themenkreis übersteigt bei weitem den üblichen Kanon von Ortschroniken. Immer wieder tauchen Überraschungen auf und setzen die Beteiligten in Erstaunen:

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Wahnsinn & Widerstand: Michel Friedman und Mithu Sanyal im Hirschlandsaal

Was heißt „Wahnsinn“, in Zeiten, in denen politische (Rechts-)Extreme immer lauter werden?

Veranstaltungsplakat / Bühne (foto: zoom)

Am Sonntag unterhielten sich Mithu Sanyal und Michel Friedman (Moderation Stephan Muschick) im ausverkauften Hirschlandsaal des Folkwang-Museums (Essen) zwei Stunden lang über das Thema „Wahnsinn & Widerstand“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 21. Literaturdistrikt-Festivals statt. Das Festival wird seit ebenfalls 21 Jahren von Semra Uzun und ihrer Schwester Fatma Uzun organisiert und kuratiert.

An diesem Nachmittag in Essen sollte danach gefragt werden, was „Wahnsinn“ heiße, in Zeiten, in denen politische Extreme immer lauter werden, Grenzen des Sagbaren verschoben werden und demokratische Grundwerte ins Wanken geraten. Wie solle die Gesellschaft auf den globalen Rechtsruck, die neuen Brüche zwischen Demokratie und autoritären Versuchungen, reagieren?

Michel Friedman, Mithu Sanyal und Stephan Muschick (Moderation) (foto: zoom)

„Wahnsinn“ bedeute auch, nach den Gegenkräften zu suchen und zu zeigen, dass Widerstand gegen den Wahnsinn möglich bleibe.

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