Sechseinhalb auf dem Mannstein

Links wird der Turm der letzten Windenergieanlage auf dem Mannstein errichtet. Dannach ist der Windpark komplett. (foto: zoom)

Bald ist der Windpark auf dem Olsberger Mannstein komplett. Heute wird an der siebten und damit letzten Windenergieanlage (Windrad) gebaut.

Ich bin gespannt, ob Gondel und Rotorblätter vor den erwarteten Gewittern (Di, Mi) aufgesetzt werden und der Kran danach zusammengeklappt wird.

Jugendliche entdecken jüdisches Leben im Sauerland

HSK bietet 5-tägiges Herbstferien-Freizeitprogramm an

Auch das Sauerlandmuseum werden die Jugendlichen besuchen. (archivfoto: zoom)

Unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft – Auf den Spuren jüdischen Lebens im Sauerland Früher & Heute“ bietet der HSK vom 21. bis zum 25. Oktober Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren eine fünftägige Herbstferienfreizeit an.

(Pressemitteilung HSK)

Die Teilnehmer werden geschichtsträchtige Orte wie die Wewelsburg bei Paderborn und das Sauerland-Museum in Arnsberg besuchen und die Vergangenheit und die Gegenwart des jüdischen Lebens im Sauerland unter die Lupe nehmen.

In diesem Zusammenhang werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit den Themen Rechtsextremismus und Diskriminierung beschäftigen. Dabei wird der Spaßfaktor wird natürlich nicht zu kurz kommen. Bei Outdoorspielen, im Escaperoom oder bei einem geplanten Lagerfeuer können sich die Jugendlichen austauschen und anfreunden.

Übernachtet wird in der Jugendherberge direkt am Sorpesee. Die Teilnahme am Ferienprogramm kostet 220 Euro pro Person: Essen, Trinken und alle Aktionen inklusive. Anmeldung und weitere Informationen unter Jugendfoerderung@hochsauerlandkreis.de, Telefon: 0291/945949 oder www.young-hsk.de.

Waschbär vor der Linse

Lässt sich beim Futtern nicht stören (foto: zoom)

Nachdem ich im Februar eine Fotoausstellung zur Hauptstadt der Waschbären besucht hatte, ist mir gestern ziemlich unkompliziert eines dieser gefräßigen Tiere vor die Kamera gelaufen.

Man muss ihnen doch nicht wochenlang auflauern, sondern einfach in der Dämmerung durch die Karlsaue spazieren. Dort plündern sie die Abfallbehälter und lassen sich von den Menschen um sie herum nicht aus der Ruhe bringen.

Erst kommt das Fressen und dann die Scheu.

Der Waschbär hat sich ein Brot geschnappt. Rechts der Abfallbehälter. (foto: zoom)

Die gesamte „Fotosession“ hat nur wenige Minuten gedauert. Im Vorübergehen – en passant.

Hochsauerlandkreis: Erneut über 40 neue Auszubildende

Rekord beim HSK: Erneut über 40 neue Nachwuchskräfte starten ihre Ausbildung in der Kreisverwaltung (foto: hsk)

Dieses Jahr beginnen 46 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung beim Hochsauerlandkreis. Davon begrüßte Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen 41 Auszubildende am 1. August im Kreishaus Meschede.

„Erneut konnte der Hochsauerlandkreis mehr als 40 Ausbildungsplätze anbieten. Es ist uns ein zentrales Anliegen, die Nachwuchskräfte langfristig an die Kreisverwaltung zu binden. Wir brauchen gute Fachkräfte, daher freue ich mich über so viele neue Gesichter, die die Kreisverwaltung mit ihren Ideen und ihrem Einsatz bereichern werden. Die Aufgaben beim Hochsauerlandkreis sind vielseitig und verantwortungsvoll und wir brauchen kluge, junge Köpfe wie Sie – gleichzeitig werden Sie sehen, wie viel die Kreisverwaltung als Arbeitgeber Ihnen zu bieten hat“, hieß Kreisdirektor Dr. Klaus Drathen die Nachwuchskräfte zu ihrem Ausbildungsstart willkommen.

Den guten Wünschen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben schlossen sich Fachdienstleiterin Personal, Regine Clement, Ausbildungsleiter Diethard Nolte, Ramona Wilmes (Fachdienst Personal), Personalratsvorsitzende Marcus Radmacher und Ina Tenk sowie Niklas Klein von der Jugend- und Auszubildendenvertretung zusammen mit Gleichstellungsbeauftragter Cornelia Reuber-Lankveld und Schwerbehindertenbeauftragtem Karl-Josef Dicke an.

Die neuen Auszubildenden bei der Kreisverwaltung ab dem 01.08., 01.09. bzw. 01.10.2024 sind: Nico Bittern, Charlotte Brusis, Anna-Lena Fingerhut, Alina Gebler, Julie Geismar, Sophie Hein, Jonah Himmelreich, Johanna Hogrebe, Maike Carolina Müthing, Madita Sophie Sorak (Kreisinspektoranwärter), Amelie Teipel (Soziale Arbeit), Mika Siefert, Greta Biermann (Kreisvermessungsoberinspektoranwärter), Anna Elisabeth Grewe, Jasmine Maaß, Sebastian Padberg, Kim Lukas Pauli, Tobias Witte (Kreissekreträanwärter), Luisa Altbrod, Artjom Kuvaldin, Lena Rapacki, Juliane Rettler, Luca Schleifstein, Alina Wichmann (Verwaltungsfachangestellte), Finja Patzke (Vermessungstechnikerin), Noah Wegener (Straßenwärter), Patrick Neuhäuser, Pia Trulsen (Brandmeisteranwärter), Annalena Dohle, Laura Elsner, Marvin Franke, Viktor Kovalyk, Laurin Krick, Hannah Kukic, Lena Marie Meyer, Lara-Sophie Müller, Jan Luca Nieweg, Judith Pohle, Leon Rölleke, Bjarne Rüthing, Emily Sander, Celin Schieber, Elias Soukri, Anna Wenzel und Eike Felix Witiska (Notfallsanitäter). 

Für einen Ausbildungsplatz 2025 beim Hochsauerlandkreis in den unterschiedlichen Ausbildungsberufen können sich Interessierte noch bis zum 15. August 2024 online bewerben (www.hochsauerlandkreis.de/karriere). Nach der Bewerbung ist ein Onlinetest bis spätestens 18.08.2024 zu bestehen. Vorstellungsgespräch sind ab dem 23.09.2024 geplant.

Nicht nur immer Windräder, auch mal ein Kohlekraftwerk

Am Stapp in Eppinghoven (foto: zoom)

Irgendwann schließen sich die Kreise der Erinnerung oder sie verblassen und werden immer unwichtiger.

Die Mündung der Emscher am Stapp und das Kohlekraftwerk bei Möllen/Voerde am Rhein waren lange Jahre fest in meinem Bild vom Niederrhein verankert.

Im November 2022 wurde die Renaturierung der Emscher von der Quelle in Holzwickede bis zur Mündung in Grundzügen abgeschlossen: Am Mittwoch (!) live: Flutung der neuen Emschermündung

Der intensiv nach Klärwerk riechende Zufluss in den Rhein war in jahrelangen Arbeiten rheinabwärts verlegt worden. Das rechteckige Gewässerbecken auf dem Bild oben ist nicht mehr mit der Emscher, die dort früher schäumend in den Rhein stürzte, verbunden.

Das 1970/71 errichtete Kohlekraftwerk im Hintergrund des oberen Bildes wurde 2017 stillgelegt. Der Abriss begann Mitte 2023, im Dezember desselben Jahres wurde der Kühlturm gesprengt (siehe auch Wikipedia).

Kohlekraftwerk Möllen am Niederrhein 2011 mit Kühlturm (archivfoto: zoom)

Vor einigen Tagen bin ich mit dem Rad ein Stück die Frankfurter Straße entlang gefahren, um das untere Bild aufzunehmen.

Das Kohlekraftwerk in Möllen an der Frankfurter Straße (foto: zoom)

Wie man sieht, sind viele Teile der Anlage noch vorhanden. In Zukunft soll hier ein Werk zum Bau von Elektrolyseuren für die Produktion von Wasserstoff entstehen. Die Anlage soll ab 2026 in Betrieb gehen. Es ist geplant, neben Elektrolyseuren bis 2030 ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk zu bauen (Wikipedia).

Arbeiten im Klima-Garten

Im Klimagarten auf dem Kahlen Asten wird gebuddelt. (foto: zoom)

Am Klimagarten des Deutschen Wetterdienstes wird gearbeitet. Ein kleiner Bagger buddelt Löcher, dicke ummantelte Kabel sind zu sehen. Der Kahle Asten und die Wetterstation des DWD haben mich interessiert, seit ich ins Hochsauerland gezogen bin.

Früher war der Astenturm noch durch Mitarbeiter des Wetterdienstes besetzt und viele Messungen wurden händisch bzw. durch Augenschein erfasst und an die Zentrale des DWD gemeldet.

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Zentralisierung in einem Messfeld („Klimagarten“) unterhalb des Turms wurde der Faktor Mensch vor Ort überflüssig. Die Instrumente können inzwischen die erfassten Wetterdaten allein übermitteln.

Warum jetzt die Arbeiten im Messfeld? Um nicht spekulieren zu müssen, habe ich beim DWD nachgefragt.

Die Fragen:

Können Sie mir sagen a) warum die Arbeiten notwendig geworden sind, b)
welche Arbeiten dort im einzelnen durchgeführt werden und c) welche
Auswirkungen diese auf die Datenerhebung zum Klima auf dem Kahlen Asten haben werden?

Die Antwort:

„a) Bislang wurden die Messungen der Windrichtung- und Geschwindigkeit sowie der Sonnenscheindauer und Strahlungsmessungen auf dem Dach des Astenturmes durchgeführt.
Seit dem 01.06.2017 wurde unsere Wetterstation auf dem Kahlen Asten als automatische Wetterstation ohne manuelle Wetterbeobachtungen betrieben.
Durch die Automatisierung der Wetterstation wurde die Liegenschaft des Astenturmes nicht mehr genutzt und die Liegenschaft wurde geräumt.

b) Die aktuellen Baumaßnahmen dienen der Verlegung unserer Messungen vom Dach des Astenturmes in das Stationsmessfeld.
Unsere Messungen der Windrichtung- und Geschwindigkeit werden zukünftig auf einem 12 m hohen Mast erfolgen.
Strahlungsmessungen werden zukünftig auf einer 4 m hohen Empore erfolgen um Beeinflussungen der Messungen durch umgebende Hindernisse so gering wie möglich zu halten.
Zudem wird die Messung der Eisablagerung auf einem neuen Stahlmast in 10 m Höhe installiert.
Darüber hinaus wird der Luftdrucksensor in das angrenzende Gebäude zur Überwachung der Umweltradioaktivität verlegt.

c) Grundsätzlich werden die gleichen meteorologischen Messungen wie zuvor durchgeführt.
Es ändert sich nur der Ort und die Installationshöhe der jeweiligen Messgeräte.
Die kontinuierliche Erhebung der meterologischen Daten dienen der Erstellung aktueller Wettervorhersagen, dem amtlichen Warnmanagement, der Klimatologischen Reihung und dem Abgleich mit Fernerkundungsdaten wie z.B. den Daten des Niederschlagradars und der Daten unserer Wettersatelliten.

Durch die Beibehaltung der Messungen der gleichen meteorologischen Paramater bleibt die Kontinuität der Klimareihe am Standort des Kahlen Asten erhalten.
Als Beispiel für die große Bedeutung der Klimaüberwachung kann die langjährige Beobachtungsreihe am Kahlen Asten mit regelmäßigen Beobachtungen seit dem 01.12.1918 genannt werden.
Je länger eine Beobachtungsreihe am gleichen Standort stattgefunden hat, umso größer wird die Repräsentativität (Vergleichbarkeit) der Messungen mit der sie umgebenden Fläche.
Diese langfristigen Beobachtungsreihen ermöglichen einen besseren Überblick über die Klimaänderungen an dem jeweiligen Standort.“

Zwei Dinge werde ich jetzt tun:

Auf den Kahlen Asten fahren und das Messfeld noch einmal genau anschauen.

In den Datensätzen des DWD nach bspw. der Temperaturmessreihe suchen und sie verarbeiten. Ich wusste mal, wie das funktioniert, aber das ist schon ein paar Jahre her. Es war so in der Art, Rohdaten mit RStudio in eine hübsche Form bringen. Heute Abend schaffe ich das bestimmt nicht mehr, aber vielleicht als Blog-Hausaufgabe für die Monate August/September. Hier wäre meine Einstiegsseite beim DWD: https://www.dwd.de/DE/wetter/wetterundklima_vorort/nordrhein-westfalen/kahler_asten/_node.html

Moin! Wird es ein sonniger Tag?

Sonnenblume in Harleshausen (foto: zoom)

Das Bild zeigt eine Sonnenblume am Montagnachmittag. Ein einfaches Handy-Foto, aufgenommen während eines Spaziergangs durch den Kasseler Stadtteil Harleshausen.

Städte können furchtbar grau versiegelt sein und sich an einem Sommertag unerträglich aufheizen oder sie verfügen über genügend Parks, Bäume und Grünflächen, die die Hitze erträglich machen.

Kassel ist ein seltsamer Zwitter, wo Grau und Grün sich in den Stadtteilen gegenseitig durchdringen.

Die versiegelte Innenstadt und das Universitätsgelände am Holländischen Platz gehören zum unangenehmen Graubereich, während es sich beispielsweise rund um die Hessenschanze angenehm flanieren lässt.

In unserem Eingangskorb liegt eine Pressemitteilung:

Zu viel Grau, zu wenig Grün: Viele deutsche Städte fallen durch im ersten Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe

Soweit für’s Protokoll. Später eventuell mehr, denn die Tagesgeschäfte rufen.



WEA #6 ist fertig, der Kran zieht weiter

Ganz rechts ist das sechste Windrad komplett. Der Kran steht noch. (foto: zoom)

Vor fünf Tagen war von der sechsten WEA lediglich der untere Teil des Turms aufgebaut, seit gestern ist das Windrad fertiggestellt. Heute Morgen ragte der Kran noch neben dem Windrad in den Himmel; inzwischen ist er zusammengeklappt. Jetzt fehlt nur noch die siebte WEA und der kleine Windpark auf dem Mannstein ist komplett.

Dass der Mannstein ein langer Höhenrücken ist, kann man auf dem Bild oben nicht erkennen. Dort sieht es aus als stünden die Windräder dicht zusammengedrängt auf einem Hügel.

Aus anderen Perspektiven ist der Windpark von der Höhe zwischen Wiemeringhausen und Brunskappel zu sehen. Interessant ist auch der Blick von einer Wiese oberhalb von Heinrichsdorf Richtung Wasserfall.

Alles weitere zum Thema, sobald Nummer Sieben fertiggestellt wird.



Sorry Leute, ich muss eine halbe Stunde BILD verlinken

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=KPRSpFrW_OQ

Ich habe nicht gedacht, dass ich BILD, dieses Blatt so vieler Niedertrachten, noch einmal verlinken würde, aber Gunnar Herrmann, Aufsichtsrat der deutschen Ford-Tochter in Köln, erklärt in einem bemerkenswert klugen und verständlichen Interview die Zukunft der Elektromobilität, Klimapolitik und Verbrenner-Aus.

Der BILD-Redakteur gibt sich bei seinen Fragen recht naiv, ist aber auf diese Art und Weise ein perfekter Stichwortgeber. Dazu kommt, dass er Herrmann nicht unterbricht. Keine Selbstverständlichkeit in Zeiten von Lanz & Co.

Ich weiß nicht, ob es bei dem Gespräch noch einen Pferdefuß gibt, den ich übersehen habe. Guckt mal, und vergesst nicht, ab und zu die eingestreute Werbung zu überspringen.