Beschleunigter Klimawandel: 2024 nach 2023 wieder wärmstes Jahr seit Messbeginn

Abendstimmung an der DWD-Wetterstation auf dem Kahlen Asten (archivfoto: zoom)

Offenbach, 30. Dezember 2024 – In Deutschland war noch nie seit Messbeginn 1881 ein Jahr so warm wie 2024. Damit muss der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach 2023 erneut ein „Rekordjahr“ melden. Uwe Kirsche, Pressesprecher des DWD: „Erschreckend ist vor allem, dass 2024 das Vorjahr gleich um außergewöhnliche 0,3 Grad übertroffen hat. Das ist beschleunigter Klimawandel.“

(Pressemitteilung DWD)

Der sehr milde Winter 2023/2024 sowie das rekordwarme Frühjahr brachten zugleich ungewöhnlich hohe Niederschlagsmengen. 2024 war in Deutschland ein deutlich zu nasses Jahr. Die Sonnenscheindauer lag leicht über dem hierzulande typischen Mittel. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

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Back on my Hiking Ground

Eine Sonntagswanderung von Siedlinghausen nach Winterberg

Blick zurück auf das Wohngebiet auf dem Berg. Rechts am Rand ist der Rauch des Hallenbads (Pellet-Kraftwerk) zu sehen. (foto: zoom)

Mit einem Sprung bin ich aus den Dünenlandschaften Noord-Hollands in den Sauerländer Bergen gelandet und habe mich auf den Wanderweg von Siedlinghausen nach Winterberg begeben.

Streng genommen gibt es nicht eine einzige Strecke, sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die gröbste Unterteilung wäre rechts oder links der Namenlose. Gestern habe ich mich für die rechte (Flussrichtung!) Seite entschieden: Bergsee Steinbruch Iberg, Blasius, Nordhelle, Steinbruch Silbach, Kuhlenbergstern, Winterberg.

Infolge der Waldrodungen hat sich die Gegend teilweise stark verändert. Einige Wege scheinen verschwunden, andere sind dazu gekommen, ehemals schmale Pfade durch den dunklen Wald führen heute breit über gerodete lichte Flächen.

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Sauerländer Bürgerliste: „Koalition der Unsozialen“

In der “Haushaltssitzung” des Kreistags, so die Sauerländer Bürgerliste in ihrer Auswertung, sei es auch um die Verbesserung der Beratungsangebote im Hochsauerlandkreis gegangen.

(Der folgende Bericht ist in ähnlicher Form auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Die SBL-Kreistagsfraktion hatte beantragt:

  • Finanzierung einer zusätzlichen Stelle für die Schuldnerberatung von Diakonie und SkF
  • Finanzierung einer zusätzlichen Stelle für die Frauenberatung
  • Finanzierung einer Stelle für die Energiesparberatung.
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Fietsen in Noord-Holland

Slecht weer – goed humeur

Das Radwegenetz in den Niederlanden kann man nicht mit dem Sauerland vergleichen. (Das ist eine Redensart. Man kann natürlich alles vergleichen. Hier: sehr gut / mangelhaft) (foto: zoom)

Das Wetter war heute grau und kühl, aber nicht windig. Im Keller unserer Ferienwohnung habe ich ein Fahrrad aufgetrieben und den Sattel eingestellt[1]. Los ging es durch Dünen, Felder, Wiesen, kleine und große Orte.

Wenn man das mangelhafte Radwegenetz des Hochsauerlandes gewohnt ist, ist das Fietsen in den Niederlanden ein positiver Schock. Es gibt vernetzte und hervorragend ausgeschilderte Radwege ohne Ende, meist getrennt vom Autoverkehr. Aufsteigen und losrollen.

Kanal mit Windmühle (foto: zoom)

An diesem trüben Dezembertag hat mich eine regelrechte Radfahr-Euphorie ergriffen. Kein Vergleich zu den Angstgefühlen auf den Straßen Winterbergs.

Immer gut ausgeschildert (foto: zoom)

Wenn die Niederländer*innen in Scharen ihre Ferien im Hochsauerland verbringen, kann es nicht am Radfahren liegen, oder?

Wir fahren nach NL und NL fährt nach Winterberg – Ausgleich, 1:1.

Nun ja – ganz so schlimm ist es bei uns nicht. Wenn man die richtigen Straßen und Wege kennt, macht das Fietsen auch in und um Winterberg Spaß.

Nicht umsonst fahren im Sommer Horden von niederländischen Radfahrer*innen im Peloton, manchmal sogar mit Begleitfahrzeug, durch das Sauerland.

Nicht ganz so schön geparkt: mein Rad auf der Brücke über die Gracht. (foto: zoom)

Das geliehene Rad steht wieder im Keller und ich verlasse Noord-Holland mit einer Portion Sentimentalität.

Vaarwel Nederland. Tot ziens!

[1] Sollte jemand über das Fahrrad die Nase rümpfen, sei gesagt: das beste Rad ist immer dasjenige, welches zur Verfügung steht.

Wenn es dunkel wird, scheint das Unechte

Abends bei Licht besehen … (foto: zoom)

Veganer Weihnachtsbraten – ja , das ist möglich – Kartoffeln, Rotkohl, der Magen gut gefüllt. Ein Spaziergang in der Dunkelheit. Strand und Meer gehen tückisch ineinander über.

In der Einkaufsstraße sind die Schaufenster erleuchtet. Klamottenläden haben wir die Mode-Boutiquen früher genannt. Fashion und Fummel. Camp David ist überall. Steppjackenterror. Flippiges Modeparadies für Rentner.

Nur die Modepuppen juckt das nicht. Da bleib ich kühl, kein Gefühl.

Coolness (foto: zoom)

Faltenlose Gesichter. Forever young.

Ein irritierender Blick (foto: zoom)

Die Beleuchtung legt Schatten auf die Profile.

Eiskönigin (foto: zoom)

Die Brille sitzt schräg und schief.

Ich drehe mich um und verschwinde in der Dunkelheit.

„Demokratische Kulturen im Sauerland 1925-1975-2025“

Sammlungsaufruf des Sauerland-Museums – Bevölkerung wird um aktive Mithilfe gebeten

Im Herbst 2025 startet die neue Sonderausstellung im Sauerland-Museum „Demokratische Kulturen im Sauerland 1925-1975-2025“. Mit dieser Ausstellung werden gleich zwei Jubiläen gefeiert: der 100. Geburtstag des Sauerland-Museums in Arnsberg und das 50-jährige Bestehen des Hochsauerlandkreises.

(Pressemitteilung HSK)

In dieser Ausstellung soll unter anderem die Lebensrealität der Menschen im Sauerland in den letzten 100 Jahren dargestellt werden. Während dafür schon eine große Anzahl an Dokumenten vorliegt, sucht das Sauerland-Museum nun gezielt nach Gegenständen. Dabei geht es um Objekte aus den Bereichen Arbeit, Wohnen, Kleidung, Ernährung, Mobilität, Kirche und Verein, aber auch Medien, Katastrophenschutz und Politik. Zeitlich sollen besonders die 1920er und 1970er Jahre in den Blick genommen werden.

Das Sauerland-Museum möchte seine eigene Sammlung erweitern, um eine einzigartige Ausstellung präsentieren zu können. Daher bittet das Museumsteam alle, denen solche Gegenstände schon einmal im Keller oder auf dem Dachboden begegnet sind, diese dem Sauerland-Museum für die Ausstellung zu überlassen.

Wer ein interessantes Objekt für die Ausstellung zur Verfügung stellen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit Angaben zum Objekt und Fotos an Christin Oelker: christin.oelker@hochsauerlandkreis.de

Eine Abgabe von Objekten ist nur nach vorheriger Anmeldung mit Termin möglich. Es wird entweder ein Leihvertrag für die Dauer der Ausstellung oder ein Schenkungsvertrag geschlossen. Andere Objekte werden nicht angenommen.

Bevor ich’s vergesse: Frohe Festtage!

Vor den Dünen am 25. Dezember 2024 (foto: zoom)

Ich wünsche allen Leser*innen diesseits und jenseit der religiösen Grenzen Frohe Festtage.

Kurz bemerkt: „Am 25. Dezember leuchten Kerzen nicht nur am Tannenbaum: Wenn für Christinnen und Christen Weihnachten ist, beginnt in diesem Jahr auch das jüdische Lichterfest Chanukka.“ (https://www.juedische-allgemeine.de/religion/chanukka-und-weihnachten-am-selben-tag/)

Wie auch immer ihr die Weihnachtstage verbringt, ob entspannt zu Hause oder auf der Arbeit, wünsche ich euch wenigstens einen Moment der Ruhe und Besinnung. Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit, Bilderbuchweihnachten zu feiern. Ich vermute, dass es eine verschwindend kleine Minderheit ist.

Heute war es windstill, grau und trübe – Sonnenscheindauer 0 Minuten, Temperatur 10° Celsius, zeitweise Nieselregen.

Keine Farben, kein Licht und kein Schatten. Ein langer Spaziergang. Suche nach Motiven. Wenn alles verblasst, bleibt die Form.

Am Meer (foto: zoom)

Tage wie diese laden zum Lesen ein. Heute Morgen habe ich Anne Applebaum, Die Achse der Autokraten beendet. Raus aus der Blase. Eine kluge, ernstzunehmende antikommunistische Journalistin. Liest sich wie ein Groß-Essay flott weg. Nicht verwunderlich, denn das Buch stützt sich auf Applebaums zahlreiche Artikel im Atlantic.

Irgendwann werde ich meine gelesenen Bücher hier im Blog rezensieren, Versprechen und Vorsätze werden allerdings frühestens Silvester gemacht bzw. gefasst.

Das nächste Buch liegt bereit: Han Kang, Die Vegetarierin.

Das kleinste Weihnachtsgeschenk

Kühlschrankmagnet (foto: zoom)

Das kleinste Weihnachtsgeschenk 2024 ist ein Kühlschrankmagnet (siehe Bild) aus Holz. Ok – nicht das Holz ist magnetisch.

Ein paar kleine Magneten kleben auf der Rückseite. Wie auch immer – der Spruch geht ab heute ins Rennen um das Motto und die guten Vorsätze für das Jahr 2025.

Die Schüssel mit dem Marzipan aus Lübeck ist leer. Das erste Drittel wäre damit abgearbeitet.

Teil II wird gleich erledigt. Ob es morgen mit dem CYCLE klappt, weiß ich nicht. Das kleine Schild wird mich ab heute täglich mahnen, den Dreiklang Essen, Schlafen, Radeln zu leben.

Gute Nacht!

Blaue Stunde am Kanal zu Weihnachten. (foto: hannah)

„Frühkirchlicher Pazifismus“ als Advents- und Weihnachtsgabe

Die Neuausgabe darf ohne Geld frei verbreitet und verschenkt werden

Umschlagbild edition pace

Eine von Thomas Gerhards vorgelegte Quellensammlung „Pazifismus und Kriegsdienstverweigerung in der frühen Kirche“ galt ab 1984 als „Geheimtipp“ in der christlichen Friedensbewegung.

(Ein Gastbeitrag der Redaktion „edition pace“)

Die digitale Neuausgabe 2024 kann jetzt als Adventsgabe per Email von allen weitergeleitet oder verlinkt werden. Sie bietet sich auch an als elektronischer Weihnachtsgruß an Kirchengemeinden, Pfarrerinnen und Pfarrer, Militärseelsorger, Soldaten und junge Christenmenschen. Hier kann die Sammlung kostenfrei aufgerufen werden:

Thomas Gerhards: Pazifismus und Kriegsdienstverweigerung in der frühen Kirche. Eine Quellensammlung. – Neuedition der sechsten Auflage von 1991. (= edition pace ? Regal: Pazifismus der frühen Kirche 2). Online-Ausgabe, 04.12.2024.

Abrufbar bei folgenden Kooperationspartnern:

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