Am Phönix-See ist es schwer, Fotos zu knipsen. (foto: zoom)Ich weiß bis heute nicht, ob ich den Phönix-See in Dortmund schön oder angenehm oder … finden soll.
Vielleicht lag es daran, dass ich dort mit meinem Rad von den Ruhrfestspielen in Recklinghausen kommend in Dortmund Hörde aufgeschlagen bin.
Die Hitze, die Sonne, das Licht über dem Ruhrgebiet, die kleinen Boxen (=teure Häuser) um den See herum gereiht.
Ich werde das noch ein mindestens zweites Mal checken – dieses „Reichenparadies“.
Auf der Brücke über den Goldbekkanal in Winterhude mit Blick auf das Goldbekhaus (foto: zoom)
Ich spaziere zur Zeit durch meine alte zweite Heimat und wundere mich, welch große Strecken ich dabei zurücklege, ohne dass es mir langweilig wird.
Im Sauerland würde ich mir Wanderschuhe anziehen und Outdoor-Kleidung überstreifen sowie einen Rucksack mit Überlebensmitteln packen. In der Stadt drifte ich von Ort zu Ort, ohne dass klar ist, wo Weg und wo Ziel sind. Spannend.
Wenn ich ans andere Ende der Stadt fahren muss oder will, kann ich mit der Tageskarte Bus, Bahn und Schiff benutzen und den ganzen Tag lang kreuz und quer durch die Stadt juckeln.
Für 6,40 Euro (soviel kostet die Tageskarte) dürfte ich zusätzlich drei Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mitnehmen.
Für 6,40 komme ich im Sauerland noch nicht einmal von Siedlinghausen nach Winterberg und zurück.
Aber während ich hier in Hamburg durch die Straßen streife, fällt mir auf, wie sehr es selbst in den wohlhabenden Vierteln nach Auto-Abgasen stinkt. Die Stadt stinkt.
Ich weiß nicht, ob ich in eine stinkende Stadt zurück ziehen will, wenn es denn überhaupt möglich ist, denn die Mieten sind fast unbezahlbar geworden. Es sei denn, man zieht an den Rand, in die öden Vorortsiedlungen.
Dann kann ich auch gleich in Siedlinghausen wohnen bleiben, mir ab und zu die Wanderschuhe anziehen und den Überlebensrucksack packen.
Neujahrsmorgen auf der Schäl Sick i.e. Köln Kalk/Humboldt (foto: zoom)
Bei ordentlichen Silvesterfeiern weiß man ja nie, wo man aufwacht. Am Neujahrmorgen schaute ich aus dem Fenster im Kölner Stadtteil „Humboldt“. Das ist zwar die „Schäl Sick“, aber die Gegend hat mir gut gefallen.
Alle 20 Meter ein „Büdche“, so wie ich es von früher aus dem Ruhrgebiet kannte. Bei uns hieß das zwar „Bude“, aber es war das gleiche:
Grundversorgung mit Zeitschriften, Alkohol, Tabak und Süßigkeiten plus budenspezifische Waren.
In der „Grünen Bude“ in Dinslaken gab es nach Geschäftsschluss (Wochentags 18 Uhr, Samstag 12 Uhr) auch Hygieneartikel. Ich musste manchmal Binden einkaufen, Camelia. Die wurden dann in Zeitungspapier eingewickelt und ins Einkaufsnetz gepackt. Binden durften nicht öffentlich gezeigt werden. Meine Mutter und ich – wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft.
An der Augusta-Bude erstanden wir Knöteriche, 2 Stück für einen Pfennig, oder gemischte Bonbons für einen Groschen. Brausepulver haben wir an der Luisen-Bude gekauft.
Die meisten Buden in meiner Geburtsstadt sind heute verschwunden. Die Geschäfte haben bis 21/22 Uhr geöffnet. Das war früher die High-Time für die Kioske.
Aber in Köln, da stehen sie noch in großer Dichte, die „Büdche“.
Mein Traumprojekt: ein Büdche-Gang durchs Veedel, jedes mal ein kleines Kölsch und ein kurzes Interview; gucken, wie weit man kommt.
In der Gehirnwaschmaschine: Im Wienerischen gibt es das schöne Wort „restfett“, wenn von der Betrunkenheit („Fettn“) des Vortages auch nach dem Ausnüchterungsschlaf noch ein gewisser Pegel übrig geblieben ist … misik
Bundeskartellamt an Facebook: Wir können mehr als nur Briefe verschicken … netzpolitik
Die “Kumpel”-Zeit im Ruhrgebiet ist längst vorbei: Jetzt sind nur noch “Akteure” auf der Zeche … revierpassagen
Yvonne Hinz fragt den Intendanten des Hagener Theaters ab: Spätestens nach dieser Befragung dürfte Francis Hüsers wissen, mit wem er es in dieser Stadt (auch) zu tun hat … doppelwacholder
Leipzig ist eine dynamische Patchwork-Stadt. Das „Neue Rathaus“ (rechts) im Zuckerbäckerstil. (foto: zoom)
Heute habe ich Leipzig als Patchwork-Stadt mit großer Dynamik wahrgenommen. Erschöpft vom Flanieren bleibt mir das obige Bild am Innenstadtring im Bewusstsein.
Rechts ist das „Neue Rathaus“ zu sehen. So neu ist es allerdings nicht. Schon seit 1905 ist es der Sitz der Leipziger Stadtverwaltung.
Irgendwie erinnert mich das „Neue Rathaus“ an meine Reisen nach Bayern und die Schlösser Linderhof sowie Neuschwanstein.
Ich werde einen möglichen Zusammenhang später recherchieren, denn jetzt bin ich ermüdet – von der Leipziger Dynamik.
Coole Stadt – heiße Liebe: Leipzig, nah & frisch (foto: zoom)
Mein ganzes Leben lang hatte ich diese Stadt noch nicht gesehen, aber jetzt habe ich mich Hals über Kopf in Leipzig verliebt.
In den wenigen Stunden, die ich hier verbracht habe, stolperte ich durch die Karl-Liebknecht-Straße mit ihrem bunten Kneipen- und Gaststättengemisch, schwebte durch Museen und Parks, sah Straßenkunst und Installationen, lief entlang der Bücher- und Plattenläden, verzehrte ein Konzert im Gewandhaus, habe eine Currywurst mit einem großen Bier hinunter gespült und bin immer noch nicht satt.
Gleich bin ich weg, aber ich weiß, dass ich zurückkommen werde. Cambridge, Hamburg, Dortmund, Bonn, Dublin, Bochum, Duisburg, Kassel, Bamberg, Washington, New York, Budapest, Prag, Wien …
Ich habe eine Neue, und die heißt Leipzig. Die anderen liebe ich aber trotzdem noch. Ganz doll, ehrlich!
Düstere Wolken und Regen über Kassel – kein Fotowetter. (foto: zoom)
So mistig wie das Wetter in Kassel heute auch war, es war nicht so katastrophal wie der Sturm und Regen im Hochsauerland.
In Winterberg findet heute und morgen der „FIS Snowboard World Cup 2017“ statt – schade. Aus dem Wetter gefallen.
Ich werde nicht meckern, denn Winterberg lebt von seinem Image als Wintersportmetropole und irgendwie werden die Profis auch bei 10°C, Regen und Sturm die entsprechenden Bilder liefern.
Paradox.
Ich liebe die Konräder, bin heute im Regen aber lieber mit der Tram gefahren. (foto: zoom)
Kassel hingegen ist kein Wintersportort, sondern lebt auch von seiner Rüstungsindustrie. Trotzdem mag ich Kassel, denn es hat Straßenbahnen, das Grimmhaus, Konrad-Fahrräder, eine moderne Universität und viele hässliche Gebäude.
Die hässlichen Gebäude kann ich hoch klettern, um Kassel anzugucken. So ist das Bild oben entstanden, in einer zehnminütigen Regenpause in Kassel am 18. März 2017.
Als ich kürzlich in Hamburg flanierte, sah ich die Krippe der guten FotografInnen. (foto: zoom)
Kurz vor dem Jahresende 2016 bin ich abends mit lieben Menschen durch Hamburg geschlendert und habe ein Schaufenster entdeckt, welches mir alles versprach.
Leica, Erfolg, das Sehen, das Auge, das Bild.
Leider war es schon spät und die Läden hatten geschlossen.
Kürzlich im Kölner Hafen. Der Kapitän will einen Ausflug machen. (foto: zoom)
Warum wir alle Public Historians werden sollen: Public-History-Studiengänge sind für die Anerkennung der Arbeit, die HistorikerInnen außerhalb der Universitäten leisten, notwendig … publicHistory
Denunziant Dr. Dahlgrün: Wie der Phoenix-Justiziar und spätere Bundesfinanzminister eine junge Büroangestellte der Gestapo auslieferte … harbuch
Fünf auf einen Streich gefunden: Geschäftsaufgaben in der Neustraße. (collage: zoom)
Bei trübem Wetter bin ich heute durch die Neustraße in Dinslaken geschlendert.
Die Einkaufsstraße sieht mit ihren Leerständen angeschlagen aus. Liegt das an der Konkurrenz des Centro in Oberhausen oder an der nahegelegenen Neutor-Galerie?
Ein paar Geschäfte, für die es sich lohnt in die Neustraße zu kommen, sind noch da. Drogerie, Schuhgeschäfte, Buchhandlung, ein alteingesessenes Bekleidungsgeschäft und die Metzgerei mit Imbiss am Ende der Straße.
Der Ein-Prozent-Fremde: Schildbürger in Panik … jurga
„Wir schaffen das“: zur Bedeutung eines simplen Satzes … misik
Flooding of Coast, Caused by Global Warming, Has Already Begun: Scientists’ warnings that the rise of the sea would eventually imperil the United States’ coastline are no longer theoretical … nyt
Rekordwärme auf der Erde trotz kalter Sonne: Die globale Temperatur eilt seit Jahren von Rekord zu Rekord – dabei schwächelt die Sonnenleuchtkraft … scilogs
Wenn die Eschen und Kastanien sterben: Obacht, hier kommt ein Text, der im naiv-grünen Sinne von „Mein Freund, der Baum“ rezipiert werden könnte … revierpassagen
Im Hochsauerland tauchten die Stoffe erstmals in Deutschland auf: Die PFCs sind wahrscheinlich krebserregend … faz
Traditionspflege für Bürgerkrieg und Massenmord? Der „Finnentag“ in Hohenlockstedt … harbuch
Post-ismus. Die Geisteswissenschaften, ver-rückt durch ihre Trends … publicHistory
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Dortmunder Wohnungsmarktbericht 2016: Die Mieten ziehen an und preiswerte Wohnungen werden immer knapper … nordstadtblogger
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