Das AKW-Gösgen (CH) und die Bar in Crans-Montana

Eine Zeichnung auf weißem Hintergrund: aus einer Schweizer Fahne (rot mit weißem Kreuz) steigt eine Wolke aus einem AKW auf, welches sich in der Mitte des Kreuzes befindet. Rechts daneben in Schwarz die Frage: Was ist los im AKW Gösgen?

Am linken Rand senkrecht in schwarz: www.mitwelt.org.
Was haben eine AKW und eine Bar gemein? (Grafik: Mitwelt)

Vor 15 Jahren schaute die Welt auf die Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima. Zu Jahresbeginn schaute die Welt auf den Brand in der Bar von Crans-Montana. Mit einem gewissen zeitlichen Abstand lässt das veröffentlichte Interesse an brennbaren Bar-Decken und an alten AKW deutlich nach …

(Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Das Risiko-AKW Gösgen (CH) liegt 21 km von der deutschen Grenze entfernt. Es ist seit dem 24. Mai 2025 (Jahresrevision) wegen der Reparatur der technischen Sicherheitsprobleme abgeschaltet und soll nach massiven Verzögerungen am 21. März 2026 wieder ans Netz.

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Vortrag im Rathaus Winterberg: „Erfordernisse an Waldbau und Jagd im Klimawandel“

Dr. Ralf Petercord, Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW am 12. März ab 18 Uhr im Betriebsausschuss Forst und Umwelt

Dem Winterberger Wald, hier 2024, geht es nicht gut (foto: zoom)

Am kommenden Donnerstag hält Dr. Ralf Petercord im öffentlichen Teil des Betriebsausschusses Forst und Umwelt einen Vortrag zum Thema „Erfordernisse an Waldbau und Jagd im Klimawandel“.

Angesichts der teilweise erschreckenden Meldungen über die Zukunft unserer Wälder ist es vielleicht ganz gut, zu hören, was ein Fachmann zum Thema zu sagen hat.

Zur Erinnerung: Waldschäden in Europa durch Brände, Stürme und Borkenkäfer werden im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten unter allen analysierten Klimaszenarien zunehmen. Das ist das Ergebnis einer neuen internationalen Studie mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde.

Selbst wenn die Erderwärmung auf etwa 2°C begrenzt werde, könnte die jährlich geschädigte Waldfläche bis zum Ende des Jahrhunderts von rund 180.000 Hektar auf etwa 216.000 Hektar pro Jahr steigen – und damit höher liegen als in den ohnehin schon stark betroffenen Jahren 1986 bis 2020. In einem Szenario, in dem die Nutzung fossiler Energieträger weiter zunehme, könnten sich die Waldschäden mehr als verdoppeln und bis zum Ende des Jahrhunderts nahezu 370.000 Hektar pro Jahr erreichen.

Quelle: https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/waldschaeden-in-europa-koennten-bis-2100-um-rund-20-steigen-selbst-wenn-erwaermung-auf-2degc-begrenzt-wird

Guten Morgen, genießt den Tag so gut es geht

Eine Tour über den Kahlen Asten (foto: zoom)

Das Wetter ist seit vielen Tagen ungewöhnlich warm und trocken. Heute Morgen hat mich zum ersten Mal die Amsel mit ihrem Gesang geweckt. Sie beginnt ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang zu trällern. Singdrossel und Rotkehlchen stimmten ebenfalls mit ein.

Apropos Temperaturen: der Niedergang des Skitourismus hat an der Peripherie Winterbergs begonnen: Züschen, Küstelberg, Gellinghausen …

Seit einiger Zeit steht auch der sogenannte Sahnehang am Kahlen Asten zum Verkauf. Wenn ich das Geld hätte, ich würde es anders anlegen.

Nun ja, ich bin kein Unternehmer. Wer weiß, was man aus dem Sahnehang noch machen kann …

Skihang zu verkaufen (foto: zoom)

Signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung seit 2015

Globale Erwärmungsrate (in °C pro Jahrzehnt) laut den globalen Temperaturdaten von Berkeley Earth: Die blaue Linie zeigt die linearen Trends für die Zeit vor und nach 2015 (hellblau der Unsicherheitsbereich). Die rote Linie zeigt den linearen Trend für 10-Jahres-Fenster der Daten, in jährlichen Abständen. (Abbildung: PIK)

Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt, zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.

(Pressemitteilung PIK)

Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen 10 Jahren je nach Datensatz um rund 0,35 Grad Celsius pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.

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BODIUM4Farmers als Entscheidungshilfe für die Landwirtschaft

Bodenmodell ermöglicht Vorhersage von Erträgen und Bodengesundheit in Abhängigkeit von Klimaszenario und Bewirtschaftung

Schematische Darstellung des BODIUM-Modells mit Komponenten (farbige Kästchen), Prozessen und Wechselwirkungen (Pfeile) sowie externen Faktoren (graue Kreise) innerhalb jedes Bodens. (Grafik: UFZ)

Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen: Klimawandel, neue Anforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und steigende Erwartungen an Umwelt- und Ressourcenschutz treffen auf den Anspruch, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) aus dem am UFZ entwickelten Bodenmodell BODIUM die Webanwendung BODIUM4Farmers erstellt und jetzt zur Nutzung freigeschaltet. Das Praxistool will Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützen, langfristige Bodennutzung, gesunde Böden und stabile Erträge miteinander in Einklang zu bringen.

(Pressemitteilung UFZ)

Der Boden ist ein wichtiger Teil des Ökosystems und erfüllt viele Funktionen. Er produziert beispielsweise Biomasse, speichert und filtert Wasser, bindet Kohlenstoff und bildet den Lebensraum für Bodenorganismen. „Die Böden sind komplexe Systeme, in denen eine Vielzahl physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen ablaufen“, sagt die UFZ-Bodenforscherin Dr. Ute Wollschläger. Wie sich Böden bei veränderter Bewirtschaftung oder unter dem Einfluss des Klimawandels entwickeln, lässt sich mit wissenschaftlichen Experimenten jedoch nur eingeschränkt untersuchen, da Böden nur langsam auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.

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Kommunale Wärmeplanung in Winterberg und seinen Ortsteilen

Ein Kurzbericht von der Info-Veranstaltung am Montag im Rathaus

Joel Porten (Projektbearbeitung Zukunft Quartier / Klima / Energie) erläutert den Stand der kommunalen Wärmeplanung (KWP) für die Stadt Winterberg. (foto: zoom)

Am vergangenen Montagabend fand im bis zum letzten Platz gefüllten Rathaussaal die zweite Informationsveranstaltung über den Stand der kommunalen Wärmeplanung (KWP) für die Stadt Winterberg statt.

Nach einer kurzen Einführung durch Bürgermeister Michael Beckmann stellte Volker Broekmans, Leiter des externen Dienstleisters DSK Stadtentwicklung (Düsseldorf), zusammen mit seinem Mitarbeiter Joel Porten die bisherigen Untersuchungen und vorläufigen Schlussfolgerungen seines Büros vor.

Auf dem Podium saßen ebenfalls die Fachfrauen für die Winterberger Klimapolitik Kim Peis (Klimamanagerin) und Rabea Kappen (Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste, Bildung und Digitalisierung).

Eingeladen waren die Bürger*innen derjenigen Ortsteile, die das Potential für den Aufbau und Betrieb eines Nahwärmenetzes haben, und das sind lediglich Teile Siedlinghausens sowie der Kernstadt Winterbergs (Fokusgebiete s.u.).

In allen anderen Ortsteilen und außerhalb der Fokusgebiete müssen sich die Hausbesitzer*innen selbst bzw. gemeinsam mit dem Fachbetrieb ihres Vertrauens darum kümmern, wie ihre Immobilie bis 2045 CO2-frei beheizt wird.

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Lesehinweis: „Ministerin Reiche will die Gewinne der fossilen Konzerne sichern“

Bei einem verschleppten Ausbau der Erneuerbaren bis 2045 müssen Bürger und Unternehmen mit insgesamt 320 Milliarden Euro an Mehrkosten rechnen

Windräder in einer Reihe auf einem teilweise bewaldeten Bergrücken. Dahinter grau-dunkle Wolken am bedeckten Himmel.
Windräder auf dem Mannstein, von der Anhöhe zwischen Brunskappel und Wiemeringhausen gesehen (archivfoto: zoom)

Heimische erneuerbare Energien seien die Lösung gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen, sagt Hans-Josef Fell in einem Interview mit der Online-Zeitschrift Klimareporter°. Fell, Miterfinder des EEG, kritisiert die aktuellen Pläne der schwarz-roten Koalition für Solardächer, Netzausbau, Bioenergie und Heizungen.

Erneuerbare Energien seien selbst mit Speichern heute die kostengünstigste Art der Stromerzeugung.

Fossile und atomare Energien würden immer wieder als Erpressung und Kriegswaffe eingesetzt, wie man aktuell im Iran-Krieg an der Sperrung der Straße von Hormus sehen könne.

Ausschnitt Interview:

„Klimareporter°: Herr Fell, im Jahr 2000 waren Sie als Grünen-Bundestagsabgeordneter einer der Miterfinder des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das der Solar- und der Windenergie zum Durchbruch verholfen hat. Nun arbeitet Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) an einem neuen EEG, das – Zitat – „konsequent auf Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit“ ausgerichtet sein soll. Klingt gut. Was halten Sie von den Plänen?“

„Hans-Josef Fell: Wenn es Katherina Reiche damit ernst meinen würde, müsste sie sofort das Ziel 100 Prozent erneuerbare Energien bis spätestens 2035 ausgeben. Bei einem verschleppten Ausbau der Erneuerbaren bis 2045 müssen Bürger und Unternehmen mit insgesamt 320 Milliarden Euro an Mehrkosten rechnen, weil viel zu lange auf die teuren fossilen Energien gesetzt würde.“

Wie kommt diese Zahl zustande?

[…]

Alles lesen bei Klimareporter: https://klimareporter.de/finanzen-wirtschaft/ministerin-reiche-will-die-gewinne-der-fossilen-konzerne-sichern

1. März: Beginn des meteorologischen Frühlings

Noch ist die Pflanzen- und Tierwelt übersichtlich

Der Huflattich (Tussilago farfara) ist einer der ersten Frühlingsboten. (archivfoto: zoom)

Nachdem wir laut phänologischem Kalender den Vorfrühling (Beginn mit Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen) eingeläutet haben geht es heute mit dem meteorologischen Frühling weiter.

Der meteorologische Frühling ist nicht abhängig von den Launen der Natur. Er beginnt jedes Jahr am 1. März. Dieser feste Zeitpunkt ist u. a. deshalb wichtig, um die Daten aus der Wetterbeobachtung wie Statistiken – z.B. Monatsmittelwerte – leichter zu erstellen und zu vergleichen. Die Länge des meteorologischen Frühlings beträgt exakt drei Monate (März, April, Mai).

Die Tier- und Pflanzenwelt ist im Hochsauerland zur Zeit recht übersichtlich. Am Morgen tschirpen die Spatzen, nachmittags singt die Amsel. Sporadisch mischen sich Blau- und Kohlmeisen ein. Die früh aus der Winterstarre erwachten Feuerwanzen hatte ich vorgestern beobachtet.

Sperling in der Hamburger Hafencity (archivfoto: zoom)

Auch bei den Pflanzen ist noch kein Bestimmungsbuch nötig: Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge und gestern ein Huflattich.

Heute Morgen haben wir plus 4 °Celsius und Bodenfrost. Die Sonne scheint, die Spatzen lärmen und die Amsel schweigt.

Habt einen schönen Sonntag!

Unter dem Lavendel und auf dem Kahlen Asten

Feuerwanzen unter dem Lavendel (foto: zoom)

Noch nie habe ich es geschafft, rechtzeitig im Jahr mit der sogenannten Gartenarbeit zu beginnen. Meist war mir die Natur voraus, mit dem Ergebnis, dass ich den Pflanzen stets hinterherhechelte.

Heute habe ich zumindest das Laub des letzten Jahres vom Rasen entfernt sowie den ein oder anderen Strauch gestutzt – hoffentlich diesmal nicht zu früh.

Unter dem Lavendel vor dem Haus hielten sich die sehr geselligen Feuerwanzen auf. Laut Kosmos Tierführer dauert ihre Saison von April bis Oktober. Aber es ist doch erst Februar! Nun ja, die frühe Wanze findet ein Weibchen. Diese sondern Sexuallockstoffe ab, die von den Männchen erkannt werden. Eine Feuerwanzenpaarung kann einen ganzen Tag dauern. Die ausgewachsenen Tiere überwintern.

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Gebäudemodernisierungsgesetz: Ein neuer Heizhammer

Größere Klimaschutzlücke und Kostenfalle

Joachim Wille schätzt in einem Beitrag auf der Website Klimareporter die Veränderungen am Gebäudeenergiegesetz ein. Mit Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes der Vorgängerregierung (Ampel) erfülle die Koalition einen Herzenswunsch der CDU. Die Folgen seien fatal – sowohl für das Klima als auch für viele Haushalte.

Das Beste, was man über das neue Heizungsgesetz sagen könne: „Die Regierung hat Wort gehalten. Im Koalitionsvertrag steht: Die Ampel-Regelungen werden abgeschafft. Und das passiert nun.“

Das geänderte Gebäudeenergiegesetz sei inhaltlich viel schlechter als das wahrscheinlich noch bis Mitte des Jahres geltende Habecksche Gesetz. Die ohnehin noch große Klimaschutzlücke im Gebäudesektor werde weiter wachsen, und den Menschen, die im Vertrauen auf die Bundesregierung nun weiter Gas- und Ölheizungen einbauen lassen, drohe eine Kostenfalle.

Den ganzen Artikel bei Klimareporter lesen: https://klimareporter.de/gebaeude/ein-neuer-heizhammer