Die Schranke an der Ennert ist verschwunden – geklaut? (foto: zoom)
Sprachpanscher und Sprachpinscher: „Warum Menschen, die keine Ahnung von Sprache haben, sich ausgerechnet zu einem Verein zusammenschließen, dem es um Sprache gehen soll, werde ich wohl nie verstehen“ … sprachlog
Bessere Schule: eine Beleidigung für Lehrer … erbloggtes
Vergewaltigungen in Indien: Eine bedenkliche Übersicht … endoplast
Merkel – Steinbrück: Ein Duell ohne Treffer. Sprechblasen platzten aufeinander … nachdenkseiten
„Das TV-Duell“: und wer war jetzt „besser“? … revierpassagen
„Angie“ hat Deutschland am Hals: nicht ungeschickt, aber falsche Farbenfolge … neheimsnetz
Warum eigentlich nicht Rot-Rot-Grün? „Nach einer echten oder provozierten Krise während der nächsten Legislaturperiode könnte es zum Koalitionsbruch kommen, und die SPD könnte dann ein Bündnis mit den Grünen und der Linkspartei verhandeln.“ … jurga
Krise vorbei? Wenn ihr nicht mit der blöden Sparpolitik aufhört, wird aus diesem Aufschwung nichts werden … misik
Leyendecker zum Fall Wulff: Medienkritik als Beitrag zur Hygiene … postvonhorn
SPD im HSK: Flattern vor der Energiewende? … sbl
Zu guter Letzt: Neulich, in der Grünen-Kneipe … charly&friends
Zum Wahl-O-Mat BTW 2013 bitte auf das Bild klicken. (screenshot: zoom)Der Wahl-O-Mat BTW 2013 der Bundeszentrale für politische Bildung ist seit heute online.
Wer die 38 Fragen beantwortet und im Anschluss gewichtet, „erfährt“ mit welcher Partei seine / ihre Positionen am ehesten übereinstimmen.
Streng wissenschaftlich ist das Ganze natürlich nicht, da man die Fragen als gewitzter Mensch derart beantworten kann, dass die Partei, die man gerne darstellen / wählen möchte, ziemlich genau herauskommt. Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Der Wahl-O-Mat soll allerdings nicht die Wahlentscheidung vorwegnehmen, sondern Anlass liefern sich vor den Wahlen am 22. September noch einmal gründlich mit den Positionen der Parteien sowie den eigenen politischen Überzeugungen auseinanderzusetzen.
In Winterberg entsteht viel Neues. Hier die Witty Knitters. Verleser von mir: Whicky Knickers. (foto: zoom)
Das beste Bier Deutschlands und das Rezept für ein perfektes Experiment: endlich erklärt mal jemand umfassend die wissenschaftliche Methode … astrodictum
Meine Wahlempfehlung #BTW2013: Ich habe nichts gegen Nichtwähler, einige meiner besten Freund/innen sind Nichtwähler, aber ich verstehe sie nicht und habe sie in den 25 Jahren, die ich jetzt an Wahlen teilnehmen darf, nie verstanden … Anatol Stefanowitsch
Klopfzeichen aus Düsseldorf: Hintergründiges zum Fall Schavan … causa schavan
Plagiats-Apologetik: Schavanismus oder Pyrrhonismus? … erbloggtes
Es gibt keine vierte Gewalt. Es gibt nur Medien: Öffentlichkeit und Transparenz erscheinen als letzte Flausen einer pubertierenden Postdemokratie. Alles soll immer öffentlicher und transparenter werden. Nur ändern tut sich nichts … carta
Tarifrunde Zeitungen: Früher Kaliber, heute Anzüge … charly&friends
Interview-Gate: Warum die „Wetzlarer Neue Zeitung“ ein Gespräch mit Renate Künast nicht ins Blatt hob … newsroom
Der Spiegel wirtschaftet sich ab: Zerstörerische Blockaden … postvonhorn
Wenn New York in den Fluten versinkt: Nathaniel Richs Roman “Schlechte Aussichten” … revierpassagen
Steuersätze im HSK: Arnsberg, Bestwig und Marsberg waren Spitze … sbl
HSK-Pirat im Wahlkampf genervt: Sorry Leute, aber ich bin raus. Raus aus diesem Wahlkampf. Zumindest erst einmal. Ich muss einfach die Reißleine ziehen … c2h5oh
“Bunte Kuh” wiederkäut im Bergheimer Hofstall: Der Wahnsinn geht weiter! Am Donnerstag, 12.09.2013, steht die Bunte Kuh auf der Weide vorm Bergheimer Hof in Neheim, Bachumer Weg 2. Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr … neheimsnetz
La revolución es enferma: Keine Kreativität bitte, wir sind Muttersprachler … sprachlog
Lammertplag: “Robert Schmidt” – eine spezielle Methode der Textarchäologie … erbloggtes
PRISM ist mehr als nur ein Wahlkampfthema: Während SPD und Grüne zu Recht der schwarz-gelben Koalition vorwerfen, sich nicht genügend um Aufklärung zu bemühen, kommt ganz oft der Vorwurf zurück, die Opposition mache nur Wahlkampf … lummaland
Überwachung und Medien: geht BILD über Leichen um die NSA-Affäre zu bagatellisieren? … nachdenkseiten
Ein Bundestagswahl-Ergebnis steht schon fest: Am Ende werden Köpfe rollen … postvonhorn
Worum geht es im Wahlkampf? Der unsinnigste Vorwurf an politische Parteien ist der, sie würden Wahlkampf machen … wiesaussieht
Angela Merkel im ZDF-Porträt: Fast perfekte Machtstrategie – mit einem Schwachpunkt … revierpassagen
Medien und Google: So groß ist der Verlust auf Rhein-Zeitung.de durch den Ausstieg bei Google News … rheinzeitung
Lokaljournalismus und Meinungsfreiheit: Greifen Sie auch schon zur Feder? Die Freude über Journalisten, die kreativ sind und Romane schreiben, wird dadurch getrübt, dass die Motivation für den Schaffensdrang im Fiktionalen der Abschied dieser Gesellschaft von der Meinungs- und Pressefreiheit ist … charly&friends
Regionalflughafen Kassel-Calden: Versuch’s mal mit Gemütlichkeit … sbl
Hillebachsee: fast glasklares Wasser in der Badebucht … derWesten
Plagiatssucher: Wer ist Robert Schmidt? Und wofür ist das relevant? … erbloggtes
Abgehört: Geschichte wiederholt sich als Tragödie und als Farce zugleich – Schon seit 1989 hätte die Bundesregierung über die Überwachung durch die NSA Bescheid wissen können … nachdenkseiten
SPD-Wahlkampf wird konfus: Jetzt schießt Steinbrück auf das eigene Tor … postvonhorn
Jetzt wird es dreist: Die Regierung Merkel schiebt die Schuld an der Datenaffäre Rot-Grün und Frank-Walter Steinmeier zu. Doch was sie einst taten, hat mit der eigentlichen Affäre nichts zu tun … fr
Intellektuelle kritisieren Lethargie im Land: Warum die Wechselstimmung fehlt … postvonhorn
Verstoß gegen das Gebot der parteipolitischen Neutralität? Wie die Bundeszentrale für politische Unbildung Jan Böhmermann sterilisierte … wiesaussieht
Die große Illusion: Deutschland steht wirtschaftlich prächtig da. Nur der DIW-Präsident meint: „Deutschlands ökonomische Stärke ist eine Illusion“. Die Straßen – mürbe. Internet auf dem Lande – ja langsam! Die „Energiewende“ – eine Peinlichkeit nach der anderen … jurga
Weitere PTA-Schulen vor dem Aus? Landrat Dr. Karl Schneider antwortet auf einen offenen Brief der Schülerinnen und -schüler der PTA-Schule in Olsberg … sbl
Was Grünes: Gesetzentwurf zur Verhinderung weiterer Weihnachtsbaumkulturen im Wald … gruenesundern
Anarchie und Alltag: Erich Mühsam Tagebücher online … neheimsnetz
Die Anmeldungen an den Berufskollegs im Hochsauerlandkreis konnten nur im Februar 2013 erfolgen. Und vom 1. Mai 2013 bis zum Beginn der Sommerferien hatten Nachrücker noch die Chance auf eine nachträgliche Anmeldung.
Kreistagsmitglied Reinhard Loos von der Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) stellte daher Mitte Juli beim Hochsauerlandkreis eine schriftliche Anfrage an die Kreisverwaltung. Zwischenzeitlich wurde sie beantwortet.
Die Situation an den Berufskollegs ist demnach erwartungsgemäß unterschiedlich:
„Berufskolleg Am Eichholz in Arnsberg:
In keinem Bildungsgang gibt es mehr Bewerber als freie Ausbildungsplätze, so dass kein
Bewerber abgelehnt oder zurückgestellt werden musste.
Berufskolleg Berliner Platz in Arnsberg:
In der Höheren Handelsschule ist bereits eine zusätzliche Klasse eingerichtet worden, so dass dieser Bildungsgang nun 7-zügig läuft. Die Kapazitäten sind jedoch erschöpft. Es befinden sich noch einige Schüler/innen auf der Warteliste.
In der Fachschule für Technik -Maschinenbau- wurde bereits im Schuljahr 2012/13 eine zusätzliche Klasse eingerichtet. Da die personellen Kapazitäten erschöpft sind, mussten sowohl in der Vollzeitform als auch in der Teilzeitform Schüler/innen auf die Warteliste genommen werden.
Berufskolleg Brilon:
Im Berufsgrundschuljahr stehen einige Schüler/innen auf der Warteliste, weil die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Obwohl die Erfahrung gezeigt hat, dass zum Schuljahresbeginn noch Schüler/innen abspringen, ist davon auszugehen, dass einige Schüler/innen abgelehnt werden müssen.
Bei den kaufmännischen Assistenten gab es nur 3 Anmeldungen, so dass der Bildungsgang nicht geöffnet worden ist. Die Schüler/innen wurden in der Höheren Handelsschule mit dem Schwerpunkt „Englisch“ aufgenommen.
In der Höheren Handelsschule für Abiturienten stehen einige Schüler/innen auf der Warteliste. Es wird damit gerechnet, dass mehrere Bewerber/innen noch absagen, weil sie Studienplätze erhalten.
Ablehnungen aus Kapazitätsgründen sind bisher nicht erfolgt.
Berufskolleg Meschede
In der Höheren Handelsschule, der Höheren Handelsschule für Abiturienten und der Wirtschaftsfachschule gibt es derzeit mehr Nachfragen als Plätze. Die Bewerber/innen sind in Wartelisten aufgenommen worden. Ablehnungen sind bisher nur ausgesprochen worden, wenn die Voraussetzungen für eine Aufnahme nicht erfüllt wurden.
Berufskolleg Olsberg
Die 2-jährige Höhere Berufsfachschule für Technische Assistenten Biologie verzeichnet mehr Bewerber/innen als Plätze. 5 Bewerber/innen sind abgelehnt bzw. zurückgestellt worden.
In der Fachschule für Heilerziehungspflege gibt es mehr Nachfragen als Plätze. In der integrierten Form wurden 8, in der schulischen Form 9 Bewerber/innen abgelehnt.
Die Fachschule für Sozialpädagogik verzeichnet mehr Nachfragen als Plätze. 35 Bewerber/innen sind abgelehnt bzw. zurückgestellt worden.“
Ergänzend dazu schreibt die Sachbearbeiterin der Organisationseinheit „Schulverwaltung“:
„Die Anmeldungen im Dualen System sind an allen Berufskollegs zum jetzigen Zeitpunkt nicht repräsentativ, da die Schüler/innen erst im August/September ein Ausbildungsverhältnis beginnen und sich dann erst anmelden.
Im Rahmen der Beratungen werden die Schüler/innen auf die Möglichkeiten affiner und/oder anderer Bildungsgänge und den Angeboten anderer Berufskollegs hingewiesen.
Es erfolgt ein wiederholtes Anschreiben von nicht zurückgemeldeten Bewerbern/innen, um ein Nachrücken zu ermöglichen. Es werden Einladungen zum 1. Schultag ausgesprochen, um bei unentschuldigtem Nichterscheinen von angemeldeten Bewerbern/innen ein Nachrücken zu ermöglichen.
Soweit möglich, werden zusätzliche Klassen eingerichtet.“
Barbara Ortwein und Pamela Phillips (foto: johanna)
Diesen Sommer bereist die texanische Deutschlehrerin Pamela Phillips das Hochsauerland.
Im Rahmen des GAPP Programms (German-American-Partnership Program) wird Frau Phillips im Sommer 2014 eine Gruppe amerikanischer Schülerinnen und Schüler der Boswell High School aus Texas nach Winterberg begleiten.
Zur Vorbereitung des rund dreiwöchigen Aufenthalts besucht Frau Phillips zur Zeit die Koordinatorin auf deutscher Seite, Frau Barbara Ortwein. Mit ihr gemeinsam erkundet die Lehrerin aus Texas Winterberg und Umgebung und bereist in den kommenden Wochen Bremen, Erfurt, Weimar und Dresden. Anschließend wollen die beiden Frauen das Rheinland erkunden, um eine möglichst interessante Tour für die jungen Texaner zusammenzustellen.
Die Austauschschüler werden 2014 rund zwei Wochen in Gastfamilien in Winterberg, Hallenberg und Medebach leben, sie werden den Unterricht am Geschwister Scholl Gymnasium in Winterberg besuchen und diesen durch eigene Vorträge bereichern. Im Rahmen ihres Besuchs können die jungen US-Amerikaner für eine weitere Woche durch Deutschland reisen.
Das Winterberger Geschwister Scholl Gymnasium führt diesen Austausch mit einer amerikanischen High School seit 2001 durch. Die zahlreichen Anmeldungen belegen die große Beliebtheit des Programms.
Blick vom Stintfang in Hamburg. Einer meiner Lieblingsplätze. (foto: zoom)
Lammert I: Dieses Blog dokumentiert wissenschaftliches Fehlverhalten in der im Oktober 1974 an der damaligen Abteilung für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum eingereichten Dissertation von Prof. Dr. Norbert Lammert, die 1976 in Buchform veröffentlicht wurde … lammertplag
Lammert II: Bundestagspräsident Lammert stellt seine Dissertation ins Netz … norbert-lammert
Lammert III: Stellungnahme der Ruhruniversität Bochum zu den Plagiatsvorwürfen gegen Doktorarbeit von Norbert Lammert … RUB
Wanka: “Schavan soll wieder in Führungsposition” … erbloggtes
Willkommen in der Pflanzendatenbank: Umfangreiche, kostenlos nutzbare Datenbank, über 45.000 kommentierte Bilder, 350 Familien, 1.750 Gattungen, über 3.500 Arten, zahlreiche Rassen, Variationen und Hybriden … ZUM
Lernen global: Das MIT publiziert sein GESAMTES Lehrmaterial online und kostenlos … MIT
Public Private Partnershit: Kay Sokolowsky über die Hamburger Elbphilharmonie und andere Geldverbrennungsanlagen … konkret
HSH-Nordbank-Prozess – nur die Spitze des Eisbergs: Erstmals steht der gesamte Vorstand einer Pleitebank vor Gericht. Es geht um Untreue und Bilanzfälschung … nachdenkseiten
Medienkorruption: Reporter im Bordell, aber nicht zum Recherchieren … cicero
Funke-Springer-Deal I: Viele offene Fragen und viele gute Links zum Weiterlesen … medienmoral
Funke-Springer-Deal II:Springer kappt seine Wurzeln, verkauft Traditionsmarken wie Hörzu und Hamburger Abendblatt an die Essener Funke-Gruppe von Petra Grotkamp. Die übernimmt auf Pump, auch Springer gibt Kredit … charly&friends
Das Oligopol als Springers Antwort auf die Digitalisierung: Die Mediennachricht der vergangenen Woche war der Vertrag des Springerverlags mit dem WAZ-Konzern über die Neuordnung der deutschen Printlandschaft … wiesaussieht
Newsroom.de-Leser fassungslos: „Schämen sollte sich Kollege Heiser“ … newsroom
Der SPD droht der Absturz: Sie hat ihre Fehler aus der Schröder-Ära, die Abspaltung der Linken und die Niederlage von 2009 nicht ehrlich und offen aufgearbeitet. Ihr rechter Flügel befürchtet, sie könnte die Agenda-Politik revidieren. Deren Fehler einzugestehen und zu bedauern, bringt die SPD nicht über sich. Sie redet Korrekturen als Nachjustierung schön … postvonhorn
30. Juli 1933: “Deutscher Tag” der SA-Standarte Sauerland in Arnsberg, Hüsten u. Neheim … neheimsnetz
PRISM und German Angst: Das Schöne an vermeintlichen oder tatsächlichen Enthüllungen über Geheimdienste ist, dass sich die Objekte der Berichterstattung kaum dazu verhalten … ruhrbarone
Aus dem prallen Leben der Pröllmanns: Ein furchtloser Sozialarbeiter gewährt tief- und hintersinnige Einblicke … revierpassagen
Vor jetzt schon sehr langer Zeit hatte ich mich mit einem Bekannten über Dissertationen, Plagiate und den Tanz um den Doktortitel in Deutschland unterhalten.
Er, Germanist und Lessing-Kenner, schilderte mir einen seiner Meinung nach ziemlich dreisten Fall von Abschreiberei in der Dissertation eines gewissen Rolf Specht über die Rhetorik in Lessings Anti-Goeze.
Viele Stellen dieser Arbeit seien aus „W. Barner: ‚Lessing: Epoche – Werk – Wirkung'“ ziemlich unverblümt ohne Quellennachweis abgeschrieben worden.
Eine Facharbeit der gymnasialen Oberstufe, die derart plump plagiierte, würde mit „ungenügend“ aus dem Rennen genommen.
Ich hatte mir nach dem Gespräch sowohl Barner als auch die plagiierende Dissertation in der Landesbibliothek in Dortmund ausgeliehen, verglichen und festgestellt, dass Dr. Specht einige Stellen abgeschrieben hatte.
Rolf Specht hatte seinen Doktor an der Universität Zürich erworben. Sehr weit weg von Winterberg. Ich wusste nicht, wie ich mit meinem kleinen Wissen umgehen sollte.
Meine Aktivitäten sind dann eingeschlafen, aus Zeitmangel, aber auch ein wenig geprägt von der Erfahrung mit der Fernuniversität Hagen und der Dissertation des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg.
Schade für die Wissenschaft – gut für die Betroffenen.
Die Heinzelmännchen
Während ich also nichts tat, scheinen sich irgendwelche Heinzelmännchen im Internet der Dissertation Dr. Spechts angenommen zu haben, denn gestern dokumentierte Erbloggtes den Fall Specht als einen Fall akademischen Whistleblowings.
Vor 14 Monaten informierte eine E-Mail die Universität Zürich über eine Reihe plagiatsverdächtiger Stellen in einer dortigen Dissertation. Passiert ist nichts.
Nichts, das heißt: Die unten dokumentierten E-Mails gingen hin und her. Darin zeigt die Uni Zürich, wie sie mit vertraulich geäußerten Hinweisen auf wissenschaftliches Fehlverhalten umgeht. Der letzte Satz ist entscheidend. Er bedeutet: Wenn wir etwas unternehmen würden, würde niemand jemals etwas darüber erfahren. Insbesondere die Öffentlichkeit nicht, die jene Dissertation für ein ordnungsgemäß erstelltes originäres Werk hält. Während also in Echtzeit überprüfbar ist, ob jemand seinen Doktorgrad weiterhin führt, ist unüberprüfbar, ob er dazu auch befugt ist.
Auch hier sieht es so aus, als wolle sich die Universität nicht um die Plagiatsvorwürfe kümmern.
Erbloggtes schreibt dazu:
Welches Vorbild gibt die Universität ihren Studierenden damit? Zweifellos ein gutes, denn solange Wissenschaftsbetrug folgenlos bleibt und auch niemand darüber redet, bietet er beste Karrierechancen. Dr. Specht empfiehlt, sich hinzustellen und zu rufen: „Leute, ich kann das!“
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