„Die CDU und SPD im HSK wollen die Winterberger Bobbahn nicht verkaufen! Es bleibt beim Zuschuss!“, so lautet ein Kommentar, den ich auf Facebook gefunden habe.
Die zwei Ausrufezeichen sollen, so meine Interpretation, nicht die Zustimmung, sondern das Unverständnis des Kommentators unterstreichen.
Da ich kein Wutbürger, sondern ein Ironiebürger bin, habe ich versucht, mich in die Stadt Winterberg hinein zu versetzen (was nicht immer sehr leicht ist) und einen Gegenkommentar geschrieben.
Ihr müsst das aus der Perspektive derer sehen, die den Kurs in Winterberg bestimmen: Die Stadt Winterberg ist eine Firma, die das Produkt „Tourismus“[1] herstellt. Der Bürgermeister ist der Geschäftsführer, der Tourismusdirektor ist der Abteilungsleiter „Marketing“.
Das Produkt wirft genügend Gewinn für die Gesellschafter ab. Zweifel am Produkt werden als schädlich für das Produkt angesehen.
Die Angestellten der Firma sind, wie in jeder Firma, der Firma und dem Produkt verantwortlich.
Ratsmitglieder werden „abgemahnt“[2], wenn sie Interna ausplaudern oder das Produkt schlecht reden.
Anders ausgedrückt: auch als der letzte Opel in Bochum vom Band gelaufen ist, haben noch einige am Produkt „Opel“ verdient.
Die Bobbahn ist Alufelge und Fuchsschwanz des Produkts „Tourismus“ der Firma Winterberg.
Ohne Bobbahn kein Opel, verbessere …. kein Opel Manta.
Winterberg MUSS so weitermachen wie bisher … weiter, weiter weiter …
<Polemik on> Ist das schon Zensur oder ist das in Winterberg üblich? <Polemik off>
Aus dem Mitteilungsblatt der Stadt Winterberg vom 12. Dezember 2014:
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion weist die Kritik, dass seine Partei das Projekt Oversum nicht mehr unterstütze, entschieden zurück. Er habe lediglich angemerkt, dass der Rat bei der Umsetzung der Pläne zu blauäugig reagiert habe und er nur Kritik an der Umsetzung des Projektes geübt habe.
Abschließend sensibilisiert [sic!] Bürgermeister Eickler noch einmal [sic!] die gewählten politischen Vertreter dahingehend, dass der Bürger Äußerungen im öffentlichen Raum eine besondere Bedeutung beimesse und er deshalb anrege, egal um welches Thema es sich handle, immer sorgfältig Äußerungen in der Öffentlichkeit abzuwägen. Das gelte auch zu Äußerungen zum Oversum.
Welche Methode wendet ein Bürgermeister bei einer derartigen „Sensibilisierung“ an? Leichtes Streicheln? Schläge auf den Hinterkopf? Folter im Rathauskeller? „Isch mach Disch Oversum“?
Wir wissen es nicht.
Was wir wohl annehmen dürfen: seit der Sensibilisierung durch den Bürgermeister wägen die Ratsmitglieder ihre Äußerungen im Gespräch mit dem Bürger sorgfältig ab.
Das war die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht ist, dass die Sensibilisierung anscheinend nur für die „Äußerungen in der Öffentlichkeit“ gilt. Am Stammtisch machen wir weiter wie bisher, und da hört man Sachen … oho!
Demnächst in diesem Blog …
*** „Neusprech“ bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich veränderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation des Volkes [hier: des Rates, zoom] in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech
Plakat der SPD nahe der U-Bahn Borgweg in Hamburg (foto: zoom)SPD: Adventszeit ist Märchenzeit … 🙂
Update: Zwei Stunden später gefunden. Nach Ramelow in Thüringen kommt jetzt auch Karl Marx nach Hamburg. (foto: zoom)Karl Marx, irrer Blick, die Revolution findet im Saale als Musical statt.
Ganz kurz: Die Schnelligkeit des Aufstehens nach dem tiefen Fall … endoplast
Arno Schmidt: ein Nachkriegsautor der besonderen Art … nachdenkseiten
Warum ISIS ein Hype ist: Im Oktober war Kobane, die Grenzstadt zwischen Syrien und der Türkei, noch in aller Munde gewesen. Man befürchtete fast stündlich deren Eroberung durch ISIS … wiesaussieht
Frieden im Nahen Osten – eine Utopie? DIG-Veranstaltung mit Dr. Gil Yaron … jurga
Die SPD – wie Schalke: Wer heute 20 ist, kennt die SPD nur als 25-Prozent-Partei … postvonhorn
Guter Markt, böser Markt: Erst kommt das Fressen, dann die Moral? Marktwirtschaft hat mit Moral nichts zu tun? Vergessen Sie’s! … misik
Ruhrgebiet: soll selbstständig werden, meint … ruhrnalist
Letzter Tag für Münstersche Zeitung: Weniger lokale Vielfalt … wdr
Verleger des Jahres: … and the winners are … charly&friends
Weihnachtsmärchen in Dortmund: Mit Sumsemann zu Darth Vader … revierpassagen
Schach WM Presse-Club: Zwei Patzer ohne Folgen … schach-ticker
Eben ausgelesen: “The Story of Pop” von Karl Bruckmaier … neheimsnetz
Wenn die Arbeitskollegen helfen: Die meisten von uns haben Schicksalsschläge erfahren müssen. So etwas reißt einem komplett aus dem Leben. Gut, wenn man sich auch auf seine Arbeitskollegen verlassen kann, so auch ein Busfahrer aus Frankreich … rebrob
Klamme Kommunen I: Hilfeschrei aus Städten und Gemeinden … doppelwacholder
Klamme Kommunen II: Neubau der Sporthalle in Winterberg wird teurer … derwesten
Neulich am Bahnhof Winterberg: das Alte geht … (foto: zoom)
Schleudertrauma: Scheu hatte ich ihr meine Träume entgegen geschleudert. Aber sie hatte sich rechtzeitig geduckt gehabt. So bin ich Realist geworden … endoplast
Sexualpädagogik der Vielfalt – kostenloser Volltext: Ermöglichte Sexualkunde es reaktionären Misanthropen, mit ihren Ideen einer “organischen Ordnung” unter Ausnutzung von Ängsten und Unsicherheiten breiter Schichten bis in die Mitte der Gesellschaft vorzustoßen, so macht ebendies die öffentliche Befassung mit Sexualität – und der Vielfalt ihrer tatsächlichen Praxis – dringend erforderlich … erbloggtes
Schwere Zeiten für Kabarettisten: Dieter Nuhr verlor vor einiger Zeit ein paar Worte über den Islam. Ein Moslem zeigte den Kleinkünstler an … postvonhorn
25. Mauerfall-Jubiläum: Wolf Biermann, Rosamunde Pilcher und die Rolle der KP … wiesaussieht
Unrechtsstaat DDR: Es gibt Überschriften in Medien, die man nach einer gewissen Zeit nicht mehr lesen mag. “War die DDR ein Unrechtsstaat?” ist eine solche Überschrift … nesselsetzer
Drei Jahre NSU-Skandal: Der Ausländer ist immer verdächtig, der Deutsche allenfalls ein Einzeltäter … misik
Tarif- und Streikrecht praktisch abgeschafft? Gefordert wird Einheitlichkeit vor allem von Managern, die tagtäglich jede Chance nutzen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Solidarität zu vermiesen, Keile zwischen sie zu treiben und ihnen die Tarife zu nehmen. Gefordert wird dies aber auch vom DGB, eingebracht wird das Gesetz von Arbeitgeber-Ministerin Andrea Nahles von der ehemaligen Arbeiterpartei SPD. Eine groteske Koalition … charly&friends
Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr: „Parteiloser“ Schulz Mitglied der CDU-Fraktion … doppelwacholder
Udo Jürgens in Oberhausen: Chapeau für einen der Großen im Musikgeschäft … revierpassagen
Meschede-Eversberg und „Kokolores“: Nachdem am letzten Donnerstag die Poetry Slammer die Kleinkunstbühne Kokolores stürmten und uns allen einen wirklich fantastischen Abend bereiteten, geht es am Samstag, 15.11.2014, schon wieder in die nächste Runde … neheimsnetz
Sexualkunde für Hassprediger II: Jan Fleischhauer: Moderne Sexualkunde: Oralsex für den Siebtklässler. In: Spiegel Online, 28. Oktober 2014 … erbloggtes
Dieter Nuhr, die Satire und die Religion: Diesem ganzen Schmierentheater könnte die Grundlage entzogen werden, wenn der sog. Blasphemie-Paragraph (§ 166 Strafgesetzbuch) ersatzlos gestrichen würde … hpd
Klassenkampf 2.0: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.” … nachdenkseiten
In their own words: Children’s experience of poverty in schools … guardian
NRW will Kunstwerke verkaufen: Schon wieder ein falsches Signal … postvonhorn
Tarifeinheit und Gewerkschaften: Andrea [Nahles], bis die Ärzte kommen … charly&friends
Bei Immobilien muss man halt richtig zulangen: ein kleines Lehrstück für Dortmund und NRW … revierpassagen
Da hilft nur starker Glaube: SPD Hagen will neuen Nahverkehrsplan – sagt sie … doppelwacholder
Falke kann mehr als unterschiedliche linke und rechte Sportsocken herstellen – Schaufensterdekoration bei Karstadt in Hamburg, Weihnachten 2013 (foto: chris)
Suchen Sie noch oder schon ein Geschenk für Ihren Mann, der sich immer alles selbst kauft, am liebsten direkt vorm Geburtstag oder am Tag vor Weihnachten?
Oder haben Sie noch keine Idee, was Sie Ihrem Vater, Schwiegervater oder vielleicht dem erwachsenen Sohn schenken können? Außerdem möchte sie ein Produkt aus der Region erwerben? Hier unser Tipp:
Die Herrensocken wirken zunächst sehr schlicht, allerdings sind sie werksseitig in einer Holzkiste verpackt, werden ausschließlich bei Selfridges in London verkauft und in limitierter Auflage angeboten. Es gibt lediglich zehn Paare. Limitierte Socken, das ist doch was. Verkaufspreis, das soll hier nicht verschwiegen werden: £495
Die Socken wurden der Londoner Presse vorgestellt. Der Luxussockenliebhaber des Guardian Dean Kissick war zu dieser PR-Veranstaltung Falkes im Warenhaus Selfridges eingeladen und berichtet in der heutigen Onlineausgabe der britischen Zeitung, wie er Falkes neue Luxussocken kennenlernen durfte.
Dean Kissick treibt die Frage um, ob die Ware den Preis von £495 rechtfertige. Zunächst riecht er an den Socken „und sie riechen erstaunlich, hölzern wie Zedernwald, wie eine Bergwiese in den Anden, wo sie vielleicht herkamen. Ich glaube, ich kann einen Anflug von Kamel oder Lama entdecken und wahrscheinlich habe ich mir das nur eingebildet. An superteuren Luxussocken zu riechen ist anmaßend und eigenartig, aber in dem ruhigen Ambiente einer PR-Veranstaltung mehr oder weniger akzeptabel.“
Die Socken fühlen sich weich an, sehr weich. Aber, so denkt sich Kissick, eigentlich könnten sie noch ein wenig weicher sein und noch etwas goldener aussehen – bei dem Preis.
Am besten gefällt Kissick, dass diese Socken Vicuña sind, das Nationaltier Perus, welches in den hochgelegenen Pässen der Anden lebe. Das Vicuña sei das Lama des Denkenden, es sei niemals domestiziert worden, immer würde es fliehen. Vicuñas durchstreifen die Berge und können nur alle paar Jahre geschoren werden. Ihre Schur sei somit sehr nachhaltig.
Gelegentlich sollen sie in einem archaischen Hochzeitsritual verehrt werden, bei dem zwei Tiere das Blut des jeweils anderen Tieres trinken müsse. Anschließend werden die Tiere, so Kissick, wieder in die Wildnis entlassen.
Bei dem Tier soll es sich um die Wiedergeburt eines jungen, wunderschönen Mädchens handeln, welches von einem alten, hässlichen König verführt wurde und dafür ein Goldenes Flies erhalten habe. Früher durften nur die Königliche Familie Vicuña tragen, aber nun sei die Wolle eben bei Selfridges erhältlich.
Der pragmatische Brite Dean Kissick hält diese Deutsch-Peruanische Frivolität für zu teuer. Aber der hohe Preis sei vermutlich der Punkt.
Sein Rat an die Leser: Sollte es jemand in Ihrem Leben verdienen, wie ein Inkakönig behandelt zu werden, dann sei ein Paar Socken sehr viel akzeptabler als beispielsweise ein Menschenopfer, denn:
“They are nice socks, and vicuña are very cool animals”.
Die Kamera gedreht, um Hertie, Sparkasse und WP auf ein Bild zu bekommen. (fotos: zoom)
Ich bin heute mit dem Fahrrad über Bödefeld nach Meschede gefahren. Im Zentrum von Meschede habe ich drei Bilder gemacht und bin dann wieder über Bestwig nach Siedlinghausen geradelt.
Da mich gerade eine Schreibblockade befallen hat -man muss auch mal Glück haben- schreibe ich nichts weiter.
Man kann mit bis zu drei Fahrrädern die SPD in Meschede besuchen.
Ohne weitere Worte … in das Bild muss man sich eindenken 😉
Dieses Foto ist schon schwieriger zu enschlüsseln. Tipp: unten rechts.
So ein Zufall! Natürlich wird niemand denken, dass die CDU zu mieten ist …
LSR als Zombiegesetz: Einfach mal bei der VG Media anfragen … schmalenstroer
Die Bilderfalle: Die gefilmten Hinrichtungen des »Islamischen Staats« dienen den Public Relations. Sie sind so grausam gegen die Opfer, dass sie eine Identifikation mit den Urhebern erzwingen … jungleworld
The Horror Before the Beheadings: ISIS Hostages Endured Torture and Dashed Hopes, Freed Cellmates Say … newyorktimes(via Heike Rost)
Was ist die amerikanische Linke? Europäer haben keine Anfangsschwierigkeiten, die Abstammungslinien der europäischen Linken zurückzuverfolgen, selbst wenn diese verwoben sind … nachdenkseiten
Die Flüchtlingspolitik: Parteien sind zum Handeln gezwungen … postvonhorn
Wie man Ebola besiegt: wenn man denn wirklich will … scilogs
Anzeige gegen Dieter Nuhr: Die Beleidigung der Muslime ist durch das Grundgesetz gedeckt … hogymag
Was darf Comedy? Islamist erstattet Anzeige gegen Dieter Nuhr … ruhrbarone
Update: Dieter Nuhr und der Hassprediger-Vorwurf „Ich wollte keine Werbung für Salafisten machen“ … faznet
Frage des Alters: Michael Gruner inszeniert “Die Gerechten” von Camus in Düsseldorf … revierpassagen
Steuerzahlerbund will manipulieren: Monika Willer zur Theater-Debatte … doppelwacholder
Innovation in, lycra out: what Copenhagen can teach us about cycling … bikeblog
Im Internet surfen während der Busfahrt: Arnsberger Stadtbusse der RLG bieten nun kostenloses WLAN … neheimsnetz
Zu guter Letzt: Keine Flügel durch RedBull?! … schwenke
Sofern Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern möchten z.B. Erteilung von Einwilligungen, Widerruf bereits erteilter Einwilligungen klicken Sie auf nachfolgenden Button.
Einstellungen