„Internationaler Frauentag (englisch International Women’s Day, kurz IWD), Weltfrauentag, (Internationaler) Frauenkampftag oder kurz Frauentag sind Namen eines Welttags, der jährlich am 8. März begangen wird.
Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. 1921 wurde sein Datum durch einen Beschluss der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau endgültig auf den 8. März gelegt.
Dieses Datum wählten auch die Vereinten Nationen (UN) im Internationalen Jahr der Frau 1975 zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ und richteten dazu erstmals am 8. März 1975 eine Feier aus. Mitte 1975 wurde dann in Mexiko-Stadt die erste UN-Weltfrauenkonferenz abgehalten und es folgte die „UN-Dekade der Frau“ (1976–1985).“
Die achtminütige Videodokumentation wurde von Chris Koester (Olsberg) erstellt. Chris dokumentiert die Friedenswache am gestrigen Donnerstag in Olsberg.
WDR Fernsehen KRIEG IN EUROPA – DAS UKRAINE-DRAMA , „Teil 1“, Ein Film von Claire Walding, am Mittwoch (02.03.22) um 22:15 Uhr. Die Gedenkmauer für die gefallenen Soldaten in Kyjiw/Kiew erinnert an die Opfer des seit 2014 anhaltenden Konflikts in der Ukraine. (Bild: WDR/LOOKSfilm)
Der WDR berichtet weiterhin täglich aktuell über den Krieg in der Ukraine und ändert dafür heute und in den kommenden Tagen erneut sein Programm.
(Pressemitteilung WDR)
Das Politmagazin Monitor berichtet am Donnerstag (03.März) ab 21.45 Uhr im Ersten in einer monothematischen Ausgabe ausschließlich über den Krieg in der Ukraine. Dabei geht es um aktuelle Entwicklungen in der Ukraine sowie um Hintergrundberichte etwa zu Putins Machtinteressen in Osteuropa, die russische Propaganda in Deutschland und die aktuelle Aufrüstungsdebatte.
Auch am Mittwochabend (02. März) ändert das WDR-Fernsehen sein Programm und sendet ab 22.15 Uhr die zweiteilige Dokumentation „Krieg in Europa – Das Ukraine Drama“. Die beiden Filme, die ihre Erstausstrahlung im Januar 2021 bei arte hatten, zeigen, wie der Krieg bereits vor mehr als einem Jahr vorbereitet wurde und dass viele Machthaber in Europa dies nicht wahrhaben wollten.
WDR 3 überträgt am Dienstag (01. März) von 20.04 Uhr bis 22 Uhr ein Benefizkonzert der Sängerin, Komponistin und WDR Jazzpreisträgerin Tamara Lukasheva zugunsten von Musikerinnen und Musikern in der Ukraine, die vom Krieg betroffen sind. Am Tag nach der Sendung steht das Konzert für 30 Tage zum Nachhören online bereit.
Und auch bei Westart am kommenden Samstag (05. März) geht es ab 18.15 Uhr um dieses und andere Benefizveranstaltungen, zu denen aktuell von ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern überall in Deutschland eingeladen wird. Westart spricht dazu mit Tamara Lukasheva und der aus Lviv stammenden Sängerin Mariana Sadovska über die Hilfe für die Menschen in der Ukraine.
Aktuelle Informationen gibt es weiterhin online unter: www.wdr.de
Kein Frühling für Putin, meint die Post von Horn (foto: zoom)
Putins Zeit läuft ab: Russlands Präsident kämpft gegen seinen Niedergang … postvonhorn
Dortmund: 8.000 Menschen solidarisieren sich auf dem Friedensplatz mit der Ukraine … nordstadtblogger
Hagen: SIHK zum Ukraine-Krieg – Business as usual … doppelwacholder
OSINT zur Ukraine: Puzzlestücke des Weltgeschehens … netzpolitik
Verhaftung nach Rückkehr aus Frankreich: Neue Wendungen im Prozess gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A. … endstationrechts
Wikipedia-Projekt: Orte der Hep-Hep-Krawalle … hypotheses
„Freundschaftsanfrage“: Künstlerische Stellungnahmen zur Wuppertaler Sammlung … revierpassagen
Grüne Landtagsfraktion benennt landesweite Probleme. Wie ist die Situation im Hochsauerlandkreis? Kein Antragsstau bei der HSK-Ausländerbehörde (und wenige Statistiken)? … sbl
Heute beginnt so richtig sch….. Russland hat die Ukraine mit Ansage massiv angegriffen. Ich mache keine Blitzumschulung zum Ostexperten, aber ein paar Gedanken gehen mir nicht erst seit gestern durch den Kopf.
Das Ende der Geschichte war schon Unfug, bevor die Druckerschwärze in Francis Fukuyamas Buch getrocknet war.
Die Demokratien in der multipolaren Welt haben nach 1989 vergessen ihr Gesellschaftssystem zu verbessern und stabilisieren, stattdessen schwächte der Neoliberalismus durch massive Umverteilung des Reichtums die Legitimationsbasis ihrer Regierungen.
Gleichzeitig vollzog sich ein weltweiter Aufstieg von Auto- und Kleptokraten, nicht nur im fernen Brasilien, sondern auch in den USA und in Europa selbst.
Putins Pudel im Weißen Haus und der Brexit waren ein Menetekel für eine düstere Zukunft.
Über das organisierte Verbrechen und russisches Kapital wurde ein erpressbarer Präsident installiert und ich frage mich, was wäre, wenn Trump sich die Wahl wirklich gestohlen hätte und/oder wenn der Putschversuch am 6. Januar 2021 gelungen wäre.
Madeleine Albright hat sich als ehemalige US-Außenministerin in Büchern und Aufsätzen, zuletzt in der New York Times, über Putin geäußert. Was sagt eigentlich Angela Merkel, die sehr häufig mit ihm gesprochen hat?
Warum sitzt Trump noch nicht im Gefängnis?
Ehrlich gesagt, habe ich keine Idee, wie es weitergeht. Im Radio heißt es gerade „Krieg in Europa“ und dass die jetzige Generation von Politiker:innen eine solche Situation nicht kenne.
Da war doch was auf dem Balkan?
Egal – heute ist ein Scheiß-Tag und ich fühle mich nicht wohl.
Der Briloner Franz Heinrich Reusch (1825-1900) und Graf Clemens August von Westphalen (1805-1885) in Meschede erprobten im 19. Jahrhundert die „katholische Freiheit“
Der Briloner Franz Heinrich Reusch (1825-1900) war ein akribisch arbeitender Gelehrter. Als Professor, zeitweilig sogar Rektor der Universität Bonn betreute er eine führende Zeitschrift der fortschrittlichen katholischen Theologen in Deutschland. Seine Weigerung, die neuen Papstdogmen von 1870 anzuerkennen, führte zur Exkommunikation. (Buchumschlag)
In der deutschen katholischen Kirche vollzieht sich nach den Erkenntnissen über sexuelle Kleriker-Gewalt gegenwärtig eine wahre Revolution. Frauen fordern Gleichberechtigung. Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben geht dem Ende zu. Die unselige Zweiklassengesellschaft von geweihten Oberhäuptern, die alles bestimmen, und dienenden Laien, die gehorsam sein sollen, wird von den meisten Kirchenmitgliedern nicht mehr geduldet.
(Ein Gastbeitrag von Peter Bürger)
Weil Franziskus, der Papst aus Argentinien, die Freiheit liebt, wird aber niemand exkommuniziert oder auf andere Weise kaltgestellt. Das war vor 150 Jahren ganz anders. In Rom wurde damals der Zentralismus auf die Spitze getrieben. Pius IX., ein Papst mit sehr bedenklichen Charakterzügen, begünstigte nur noch Bischöfe, die 1870 ein neues Dogma über eine päpstliche Unfehlbarkeit abnickten. Erstaunlich viele Sauerländer bzw. Südwestfalen waren im 19. Jahrhundert am Protest gegen den autoritären Kirchenkurs beteiligt. Zwei von ihnen werden jetzt in Buchbänden einer neuen Reihe „Geschichte und Kirchenreform“ vorgestellt:
Franz Heinrich Reusch (1825-1900) – Zeugnis einer katholischen Freiheit. Ein dokumentarischen Sammelband mit Texten von Franz Heinrich Reusch, Leopold Karl Goetz, Johann Friedrich von Schulte u.a. Ausgewählt und herausgegeben von Peter Bürger.Reihe Geschichte & Kirchenreform – Zweiter Band. Norderstedt: BoD 2022.ISBN: 978-3-7557-6774-9 ; 528 Seiten; Preis 18,90 Euro.(Verlagsangebot & Leseprobe oben links): https://www.bod.de/buchshop/franz-heinrich-reusch-1825-1900-franz-heinrich-reusch-9783755767749
Der Briloner Franz Heinrich Reusch (1825-1900) war kein besonders schöpferischer Theologe, sondern ein akribisch arbeitender Gelehrter. Als Professor, zeitweilig sogar Rektor der Universität Bonn betreute er eine führende Zeitschrift der fortschrittlichen katholischen Theologen in Deutschland. Seine Weigerung, die neuen Papstdogmen von 1870 anzuerkennen, führte zur Exkommunikation. Reusch wurde erster Generalvikar der Alt-Katholiken, konnte allerdings als skrupulöser Priester manche einschneidenden Reformen (Liturgie, Aufhebung des Zölibatzwangs) nicht mittragen. Nach 1870 wandte sich der Bibelexeget (AT) unter enger Zusammenarbeit mit Ignaz Döllinger ganz der Kirchengeschichte zu. Sein bahnbrechendes Werk über den Index der verbotenen Bücher (1883/85) hat die vatikanische Behörde förmlich zu einer Reform genötigt.
Der hier vorgelegte dokumentarische Band enthält die maßgebliche Monographie über Reusch (Leopold Karl Goetz, 1901), Texte zur Maßregelung der Bonner Professoren durch den Kölner Erzbischof und eine Auswahl der ab 1871 veröffentlichten Schriften von F.H. Reusch: Das Unfehlbarkeits-Dekret (1871); Theologische Fakultäten oder Seminare? (1873); Die deutschen Bischöfe und der Aberglaube (1879); Der Theologe und Dichter Fray Luis de Leon (1873); Anmerkungen zu „Kardinal Robert Bellarmin“ (1887); „Predigten“ (ediert 1876). Erschlossen wird das Schaffen eines gewissenhaften, überaus bibliophilen Forschers, der auf scharfe Polemik verzichtet und gerade so die größte Wirkung erzielt: wissenschaftliche Aufklärung als Beitrag zur Kirchenreform.
Der eigenwillige Adelige hat 1873 und erneut kurz vor seinem Tod anonym eine der schärfsten Broschüren wider das neue Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit veröffentlicht. (Buchcover)
Clemens August von Westphalen: Wider das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes Nachdruck der Schrift über Infallibilismus und Katholizismus von 1873/1885 (Geschichte und Kirchenreform – Band 1). Herausgegeben von Peter Bürger. Norderstedt: BoD 2022. 440 Seiten; Paperback; 16,90 Euro – ISBN: 978-3-7557-8444-9 Portofreie Bestellung hier (Leseprobe/Inhaltsverzeichnis oben links): https://www.bod.de/buchshop/wider-das-dogma-von-der-unfehlbarkeit-des-papstes-clemens-august-von-westphalen-9783755784449
Mit diesem anderen Band der Reihe „Geschichte & Kirchenreform“ wird ein weithin unbekanntes Kapitel der heftigen Auseinandersetzungen um das Erste Vatikanische Konzil erschlossen: Nach dem Tod des Grafen Clemens August von Westphalen zu Fürstenberg (1805-1885) auf Schloss Laer in Meschede ergeht sich die ultramontane Presse in Lobreden auf den berühmten „Anwalt der katholischen Sache“. Doch die Paderborner Bistumsleitung verbietet ein kirchliches Begräbnis. Mit Genugtuung enthüllt das „Organ für katholische Reformbewegung“ dann am 16. Oktober 1885, dass der eigenwillige Adelige 1873 und erneut kurz vor seinem Tod anonym eine der schärfsten Broschüren wider das neue Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit veröffentlicht hat. Die gräfliche Familie kauft die gesamte Auflage auf. Für fast 100 Jahre ist eine breitere, sachgerechte Rezeption des Textes verhindert.
Clemens August von Westphalen zählt wie Joseph Pape, Franz Heinrich Reusch oder Johann Friedrich von Schulte aus Winterberg zu den namhaften Kritikern des I. Vatikanischen Konzils aus dem Sauerland. Die vorliegende Edition enthält beide Auflagen seiner brisanten Broschüre (1873/1885) und dokumentiert im Anhang deren Hintergründe, insbesondere altkatholische Reaktionen und den Austausch des Grafen mit seinem Jugendfreund Wilhelm Emmanuel von Ketteler. Gegenüber dem Mainzer Bischof beanspruchte der Laie ein Recht zum theologischen Einspruch. Das hatte mit seinem Verständnis von Kirche zu tun. – Diese Edition erhält, dass der Graf sich nicht von Streitsucht, sondern durch seine persönliche Frömmigkeit leiten ließ. Aus der „Gesellschaft Jesu“ im weiten Sinn konnte ihn keine Kleriker-Behörde exkommunizieren.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts betätigten sich nämlich weitaus mehr Bewohner der Region im illegalen Jagd-Metier. (Bild: Buchtittel)
Die Filmproduktion „Jäger und Gejagter“ informierte 2018 über Hermann Klostermann. Der berühmteste Wildschütz in Waldrevieren der heutigen Kreise Paderborn, Höxter, Hochsauerlandkreis und Waldeck-Frankenberg war schon zu Lebzeiten eine „Heldengestalt“. Eine umfangreiche historische Materialsammlung zum Abschluss einer Buchreihe über das Wildern in westfälischen Landschaften zeigt jetzt: „Es gab nicht nur den Klostermann!“
Von Peter Bürger
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts betätigten sich nämlich weitaus mehr Bewohner der Region im illegalen Jagd-Metier. Die Förster betrachteten ganze Dörfer wie Willebadessen, Kleinenberg oder Oesdorf als „Wilddiebnester“ und verlangten den Einsatz des Militärs. Waldkonflikte eskalierten zur Jagd auf Menschen und kosteten auf allen Seiten Menschenleben. Traurige Mordfälle und der Tod armer Schlucker taugen allerdings wenig zur Förderung von Heimatromantik. Notwendig sind vielmehr sozialgeschichtliche Forschungen.
Schon seit einem Jahrzehnt tausche ich mich mit dem pensionierten Polizeibeamten Hans-Dieter Hibbeln (Detmold) über das Thema aus. Unser neues Buch war gerade fertig, als in diesem Jahr die Meldung über zwei brutale Polizistenmorde in die Medien kam. Erschlossen werden darin unbekannte Archivquellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die die zeitgenössischen Wilderer-Szenen im „Revier“ des Hermann Klostermann betreffen. Zwei Originalbeiträge haben Horst Braukmann (Soest) und der Historiker Werner Neuhaus (Sundern) für das Buch verfasst. Weitere Abteilungen enthalten exemplarische Fallberichte, zeitgenössische Wortmeldungen zum „Krieg im Wald“ sowie Nachträge mit neuen Funden für das Sauerland, waldeckische Orte und den Kreis Soest. Jenseits von Legenden-Kulten werden die Akten aufgeschlagen.
Folgender historischer Gerichtsfall aus dem Raum Marsberg wird im Buch dokumentiert: Am 22.05.1851 ist der mutmaßliche Forstfrevler (Holzdieb) Johann Schwander aus Oesdorf erschossen im Wald aufgefunden worden. Hernach bekennt (bzw. behauptet) ein sechszehnjähriger Forstlehrling aus Meerhof, er sei der Schütze gewesen. Der jüdische Handelsmann Gottschalk Eichwald (Oesdorf) beeidet aber als Zeuge eine Auseinandersetzung zwischen dem Getöteten und dem Förster Ernst aus Blankenrode, so auch Schwanders Ausruf: „Um eine lausige Tanne werdet Ihr mich wohl nicht totschießen.“ Angeklagt wird zunächst nicht etwa der Förster, sondern – wegen vermeintlichen Meineides – der wahrheitsgemäß aussagende jüdische Handelsmann!
Nachvollziehbar ist durch die Veröffentlichung ebenfalls eine alte Kontroverse über das Paderborner Land. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff hatte 1845 unter Decknamen die Gesetzlosigkeit der Bewohner und die verbreitete Missachtung der Jagdgesetze beklagt. Daraufhin verteidigte ein ebenfalls anonymer Verfasser die Landbewohner. Sie seien anständige Leute, keine Kriminellen, und hätten gute Gründe, sich ab und an ein Wildbret zu schießen.
Das neue Buch kann mit ISBN-Nummer auch im nahen Buchhandel bestellt werden:
Peter Bürger, Hans-Dieter Hibbeln (Hg.): Es gab nicht nur den Klostermann. Quellen und Berichte zur Wilderei in Westfalen. Norderstedt: 2022. (ISBN: 978-3-7557-9778-4 ; 468 Seiten; 19,80 €)
Gesamtübersicht über die jetzt abgeschlossene Buchreihe:
Peter Bürger (Hg.) Krieg im Wald Forstfrevel, Wilddiebe und tödliche Konflikte in Südwestfalen ISBN: 978-3-7460-1911-6
Peter Bürger Hermann Klostermann Der populärste Wilddieb Westfalens und sein Fortleben in literarischen Mythen ISBN: 978-3-7448-5055-1
Rudolf Gödde: Wildschütz Klostermann Ein westfälischer Wilddieb-Roman von 1935 aus dem Diemeltal ISBN: 978-3-7528-4262-3
D. Bald, P. Bürger, H. Haumann, K. Homrighausen u.a. Wo Wild ist, da wird auch gewildert Historische Waldkonflikte im Wittgensteiner Land und Siegerland ISBN 978-3-7528-8090-8
P. Bürger, O. Höffer, W. Scherer, M. Vormberg u.a. Heimliche Jagd Historische Waldkonflikte im Kreisgebiet Olpe ISBN 978-3-7504-0903-3
Peter Bürger, Hans-Dieter Hibbeln (Hg.): Es gab nicht nur den Klostermann Quellen und Berichte zur Wilderei in Westfalen ISBN 978-3-7557-9778-4
Der Abendhimmel heute in der Sturmpause. (foto: zoom)
Kutschaty, Klingbeil und der SPD-Wahlkampf: Wer sich nach Mitternacht ins ZDF-Programm verirrt, trifft dort gewöhnlich das Sandmännchen. Ganz anders in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag … postvonhorn
Kaum wahrgenommen: Russlands Langzeitstrategie … scilogs
Was wäre das Grundgesetz ohne Elisabeth Selbert? (foto: zoom)
Elisabeth Selbert, geborene Martha Elisabeth Rohde, (* 22. September 1896 in Kassel; † 9. Juni 1986 ebenda) war eine deutsche Politikerin und Juristin.
Als SPD-Abgeordnete im Parlamentarischen Rat 1948/1949 war sie eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“. Die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung ist zum großen Teil ihr Verdienst.
Ich will mich nicht zu sehr aus dem Fenster hängen, aber vielleicht schaffe ich es, mich bis zum 9. Juni oder 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, etwas mehr und über Wikipedia hinaus mit ihrer Lebensgeschichte zu beschäftigen.
Kassel – Frau – Grundgesetz – Weimarer Republik – Nationalsozialismus – Bundesrepublik – sollte interessant sein.
Vier Orte in der Innenstadt, an denen sich sechs Stolpersteine befinden. (Screenshot)
Gestern Nachmittag war das Wetter stabil und wir konnten die WDR-App „Stolpersteine NRW“ in Meschede ausprobieren. Schon zu Hause konnten wir auf der Desktop-Variante in Ruhe checken, wo die Steine zu finden sein würden.
Spoiler: die GPS-Daten waren nicht punktgenau, aber mit Hilfe der Adressangabe, etwas Phantasie und Adleraugen haben wir schließlich alle dunkel-bronzenen Steine entdeckt.
Insgesamt elf Stolpersteine verzeichnet die App in Meschede, davon fünf in Wennemen (ein Standort) und sechs in der Innenstadt (vier Standorte).
Die kleine Route, um die Innenstadt-Stolpersteine zu finden, haben wir am Parkplatz Schlotweg begonnen. Dieser ist Samstagnachmittag eigentlich immer leer.
Zuerst geht es stadteinwärts durch den Hennepark. Rechts von der Henne liegt auf einem steilen Abhang der alte Jüdische Friedhof.
Ruhestätte der Familie Calmon Rosenthal (foto: zoom)
Auch wenn der Friedhof nicht in der App verzeichnet ist, sollte man/frau ihn besichtigen. Der Haupteingang ist an der Beringhauser Straße. Wir sind in Schlangenlinien von unten zum Eingang und wieder zurück gegangen. Es ist steil. Rutschfeste Schuhe sind von Vorteil.
Am Friedhofseingang (foto: zoom)
Am Ende des Henneparks gelangt man am geruhsamsten über kleine Nebenwege zu den beiden Stolpersteinen von Johanna und Milton Kahn im Eingangsbereich von Foto Sonntag, Hennestraße 8.
Zusatzinformationen lassen sich sowohl auf dem Smartphone als auch dem Desktop-PC nachlesen. (foto: zoom)
Für die weiteren drei Standorte kann sich jede und jeder eine eigene Route überlegen. Links- oder rechtsherum spielt keine Rolle.
Von Klara Arens in der Kampstraße 1 sollte man noch an der alten Synagoge, heute ein Kultur- und Veranstaltungsort, vorbeigehen. Nach der Pandemie werde ich dort wieder zum ein oder anderen Event vorbeischauen.
Das Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede – Infotafel in der Kampstraße 8. (foto: zoom)
Im Anschluss an die Innenstadtrunde und die drei letzten von sechs Stolpersteinen (Caroline Ikenberg, Paula Rosenthal-Wallach & Leopold Wallach) , geht es entweder zurück durch den Hennepark zum Start oder was sonst beliebt. Einkaufen, Ruhr angucken, Kaffee trinken.
Wir sind zurück, weil Pandemie, und haben links (Fließrichtung!) von der Henne noch eine Skulptur „Niederbrechendes Pferd“ des Siedlinghäuser Künstlers Eugen Senge-Platten entdeckt. Keine Ahnung, warum ich das Pferd bislang nicht gesehen hatte.
Eugen Senge-Platten: „Niederbrechendes Pferd“ vor dem Kreishaus (foto: zoom)
Die Stolpersteine in Wennemen werde ich später besuchen. Wennemen liegt am Ruhrtalradweg und ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für den Bahntrassenradweg nach Eslohe bzw. Bremke.
Eine technische Frage bleibt für mich noch offen: Warum zeigt mir die Stolpersteine-App unter dem Punkt „Stein besucht“ lediglich „1“ an? Es waren doch derer sechs und ich hatte überall eine virtuelle Kerze angezündet. Was habe ich übersehen?
Nun gut, 99,99% der alltäglichen Probleme sind größer, aber wissen wollen tue ich es trotzdem.
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