Abendspaziergang am Eggenberg

Eine kleine Kapelle liegt zwischen Bäumen im Wald. Direkt vor der Kapelle rechts ist eine weiße Bank. Der Schnee zwischen den Bäumen ist löchrig; brauen Flecken mit Wiese. GAnz vorn rechts steht noch eine braune Holzbank, mit Flechten überzogen.
Die Kapelle Maria zur Gilgegaike in der Nähe des Parkplatzes Krämerhöhe (foto: zoom)

Wie schnell sich doch innerhalb einer halben Stunde vor Sonnenuntergang das Licht verändert.

Gerade noch lag die Kapelle Maria zur Gilgaike im grellen Sonnnenlicht, das Blau des Himmels bleich hinter den Bäumen, da erglühte der Holzpolter auf der Höhe.

Ein breiter Holzpolter im Abendlicht. Davor ein schmaler Streifen Schnee, Dahinter fünf große, schlanke, kahle Bäume. Dann folg der Wald und der blaue Abendhimmel.
Ein Holzpolter auf der Höhe „Am Eggenberg“ (foto: zoom)

Vor dem dunklen, satten Blau im Osten schienen die hoch aufragenden Bäume um ihre zersägten ehemaligen Mitbewohner des Waldes ihre Häupter zu neigen.

Ehe ich mich versah, ging die Sonne auf der anderen Seite des Tals hinter dem Bergkamm unter.

Die Jagdkanzel habe ich um 17:11 Uhr aufgenommen. Der offizieller Sonnenuntergang war heute 17:29 und das Tal lag schon länger im Schatten.

Eine Jagdkanzel ragt in den dunklen Abendhimmel. Am Fuß der Treppe ist noch ein Teil der untergehenden Sonne zu sehen.
Jagdkanzel im Gegenlicht der untergehenden Sonne (foto: zoom)

Wie man auf den Bildern erahnen kann, liegt zwar Schnee auf den Höhen, aber er ist alt und verharscht. In den Fahrspuren und Fußpfaden ist der Schnee geschmolzen und dann wieder vereist. Es ist nicht angenehm hier herzugehen.

Wandern kann man momentan am besten auf geräumten Wegen und in den meist grünen Tälern.

Den Jogger, der sich zur gleichen Zeit wie ich auf der Krämerhöhe herumtrieb, habe ich heute bedauert. Aber vielleicht hat er im Gegensatz zu mir seinen Weg gefunden.

Phänologischer Vorfrühling

Die Schneeglöckchen blühen in Siedlinghausen vor der Haustür. (foto: zoom)

Hiermit erkläre ich gemeinsam mit den Schneeglöckchen vor unserer Haustür den Beginn des phänologischen Vorfrühlings. Der heutige Tag hat auch von den Temperaturen her alles gegeben, um Lust auf den kommenden Erst- und Vollfrühling zu machen.

Meteorologischer (1. März) und kalendarischer (20. März) Frühling stehen noch aus, aber die Tage sind im Vergleich zu Mitte Januar schon fühlbar länger geworden.

Beim Einkaufen in Olsberg zeigte unser Thermometer nachmittags satte 10 °C. Rennradfahrer*innen kamen uns auf der L 742 entgegen. Auch die Alltagsradler*innen waren zum Einkaufen unterwegs.

Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, er endet mit Blüte der Salweide. Ob sich der Winter noch einmal meldet?

Nachlesen:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaeno_uhr/phaenouhr.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenwissen/jahreszeiten.html

Pausenbild: Goethe im Stadthallengarten

Ein Dichter-Büste von halb-rechts-hinten fotografiert. Der Blick ist in den unscharfen Hintergrund, eine Mischung aus Schnee und Sträuchern, gerichtet.
Goethe schaut in den verschneiten Stadthallengarten (foto: zoom)

Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ich sichte die Fotos des Kassel-Ausflugs. Für thematische Ausflüge reicht die Zeit heute nicht mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

In meinem alten Faust I/II plus Urfaust schlage ich zufällig die Seite 92 auf. Die Zeilen passen noch nicht, aber wartet nur ein paar Wochen. Ich freue mich schon.

Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zug sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;

Quelle: Johann Wolfgang Goethe, Faust, Berlin und Weimar, 4. Auflage 1977

Gute Nacht miteinander!

Bei +3 °C fällt feuchter, schwerer Schnee

Winterberg: „Man muss mit dem Chaos leben“

Eine verschneite Straße. Links im Vordergrund eine schwarze Straßenlaterne, dahinter eine Gabionen-Mauer, rechts ein hoher Strauch und Büsche über einer weißen, ca. 1 Meter hohen Grundstücksmauer. Die Straße ist eine Sackgasse und schließt mit Büschen und Bäumen rund um einen Wendehammer ab. Im Hintergrund ein bewaldeter Hügel, nur undeutlich zu erkennen, darüber grauer Schneehimmel.

Die Straße zieht sich von rechts unten in die Mitte des Bildes. Zwei Reifenspuren sind zu sehen.  Links von der Straße ist der von Schnee bedeckte Bürgersteig.
Alles halb so wild. Schnee im Wohngebiet (foto: zoom)

Heute Morgen zeigt das Außenthermometer plus 3 °Celsius. Es fällt feuchter Schnee, der sich nur schwer zur Seite schüppen lässt. Zum Glück ist die Menge überschaubar. Unseren Teil des Gehwegs habe ich geräumt. Alles halb so wild.

Meine DWD-Warnwetter-App zeigt für die Kernstadt Winterberg auch in den nächsten Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Das bedeutet erstens, dass der Schnee wahrscheinlich liegenbleibt und zweitens, dass die Tourist*innen am Wochenende in Winterberg einfallen werden.

Für mich heißt es: Meide die Kernstadt Winterberg und antizipiere die möglichen Staus. Wenn die Blechlawine über Olsberg, Assinghausen und Niedersfeld nach Winterberg rollt, ist es bspw. schwer von der L 742 auf die B 480 einzubiegen.

Das Chaos scheint vorprogrammiert, aber unsere Lokalzeitung hat gute Nachrichten, wie Winterberg den Übertourismus in den Griff bekommen will:

Schlagzeile aus der Westfalenpost von gestern oder vorgestern:

Oberzeile klein: Tourismus
Schlagzeile groß: Schneetouristen stürmen Winterberg:
"Man muss mit dem Chaos leben"
Unterzeile mittelgroß:
Winterberg. Staus, Falschparker, blockierte Rettungswege: Winterberg stößt an Schneetagen an seine Grenzen. Ein Ausschuss rät nun zur Gelassenheit
Screenshot: Schlagzeile aus der Westfalenpost von gestern oder vorgestern

„Man muss mit dem Chaos leben“ – das ist mal eine ehrliche Ansage, statt der vielen Versprechungen (Verkehrsleitsysteme, mehr Parkraum, Eigenverantwortung der Tourist*innen, usw.), die das Chaos der vergangenen Jahre nicht haben in den Griff bekommen können.

Die Hauptsache ist: diejenigen, die im Winterchaos Geld verdienen, tun das weiterhin und diejenigen, die das Chaos veranstalten, nämlich die Tourist*innen, geben weiterhin ihr Geld in Winterberg aus.

Einnahmen + Ausgaben = Chaos

Das Komplement zu Chaos ist übrigens Kosmos. Ich wünsche euch ein geruhsames Wochenende.

Nichts für Blindfische? Ab heute Alt-Texte für Grafiken, Bilder und Fotos

Leider weiß ich nicht, ob’s funktioniert

Eine hölzerne Fußgängerbrücke führt über einen Bach. Im Hintergrund ein Zaun; eine verschneite, hügelige Landschaft in der Ferne. Grauer Himmel. Rechts vor an der Brücke ein Holzpfahl mit einem kleinen Warnschild: Rutschgefahr!
Rutschgefahr! Verschneite Fußgängerbrücke über die Namenlose in Siedlinghausen (foto: zoom)

Ich habe mich nie um Alt-Texte für meine Bilder im Blog gekümmert. Das soll sich ab heute ändern.

Wikipedia: „Ein Alt-Text (kurz für Alternativtext) ist eine kurze Bildbeschreibung oder eine kurze sprachliche Übersetzung eines visuellen Inhalts im Internet, die blinden Benutzern von Hilfsmitteln wie Screenreadern anstelle des Bildes vorgelesen wird. Alt-Texte sind eine wichtige Bedingung für ein barrierefreies Internet. Sie können jedoch auch anstelle des Bildes im Browser angezeigt werden, wenn z. B. die Internetverbindung zu langsam ist, um das Bild zu laden, oder wenn Bildanzeige zum beschleunigten Laden oder Einsparen von Datenvolumen deaktiviert ist, sowie von textbasierten Browsern.“

Alt-Texte würden also die Blog-Barrieren für Menschen mit Sehbehinderungen zumindest senken.

Bei den beiden Schnee-Bildern von heute habe ich im Hintergrund in der WordPress-Mediathek fleißig Text eingegeben.

Mein Problem: Ich sehe keine Veränderung im Front-End, also im sichtbaren Blogartikel. Ob Screenreader diesen Text auslesen, kann ich nicht sagen, denn ich habe ein solches Hilfsmittel nicht.

Ich hatte gedacht, dass der Alt-Text eventuell beim Überfahren des Bildes mit der Maus sichtbar wird.

Vielleicht nutzt jemand der Blogleser*innen einen Screenreader und kann mir mitteilen, ob ein Alt-Text vorhanden ist.

Leise rieselt der Schnee

Blick auf eine verschneite Hügellandschaft mit Baumbeständen. Im Vordergrund das mit Schnee bedeckte Dach eines Hauses plus Schornstein.
Blick aus dem Fenster: Siedlinghausen im Schnee (foto: zoom)

Während der meteorologische Winter (1. Dezember – 28. Februar) seinen Zenit überschritten hat, befindet sich der kalendarische Winter (21. Dezember – 19. März) noch in der ersten Halbzeit.

BTW: Der phänologische Winter endet mit dem Vorfrühling und der beginnt, wenn die Kätzchen der Haselsträucher stäuben und die Schneeglöckchen blühen.

Heute Nacht hat es endlich(?) wieder geschneit. Bei -1 °C rieselt der Schnee. Vor dem Frühstück habe ich den Gehweg frei geschüppt.

Jetzt schmeckt der Kaffee. Die DWD-Warnwetter-App zeigt bis Donnerstag ein Auf und Ab von Schneefall mit leicht steigenden Temperaturen an.

Wie dem auch sei, das echte Wetter herrscht stets vor der Haustür und nicht hinter dem Smartphone-Screen.

Ich wünsche euch einen entspannten Tag. Seid vorsichtig, rutscht nicht aus!

Fundstücke: Alte Liebe rostet doch

„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)

Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“

Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.

Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.

Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.

Danke im Voraus und Gute Nacht!

Was blüht denn dort im Januar?

Diese Pflanzen wuchsen drinnen und blühten nicht: Kakteen im Schauhaus (Foto: zoom)

Als ich jüngst im Bekannt*innenkreis erzählte, dass ich Mitte Januar blühende Pflanze im Rombergpark gesehen hätte, erntete ich müdes Erstaunen: „Kenn‘ ich nicht! Wo ist denn der Rombergpark?“

Die Pflanze war anscheinend noch uninteressanter. Also der Reihe nach. Zuerst der Park, dann die Pflanze.

Der Rombergpark ist nicht weit entfernt vom Westfalenpark und liegt neben dem Zoo (siehe auch https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/). Der Eintritt ist frei. Das Gelände ist hügelig und darauf sind zu finden: Bäume & Arboretum, Blütenpflanzen & Botanischer Garten, kleine Bäche, Teiche, Cafés, Ausstellungspavillions, ein Pflanzenschauhaus …

Ich habe bestimmt noch etwas vergessen, aber ihr werdet eure eigenen Entdeckungen machen. Hier findet ihr den Rombergpark:

https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.47832&mlon=7.46729#map=15/51.47832/7.46729


Größere Karte anzeigen

Der Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist es dort naturgemäß etwas übersichtlicher als in den anderen Jahreszeiten.

Zumindest eine blühende Pflanzenart habe ich draußen in einem Beet vor dem Café Orchidee entdeckt. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine orientalische Nieswurz.

Sollte ich mich nicht täuschen, habe ich eine Lenzrose fotografiert (Foto: zoom)

Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.

Die restlichen Informationen findet ihr bei Wikipedia oder auch mit Hilfe eurer Suchmaschine auf den zahlreichen Websites von Gärtnereien und Baumschulen.

Sollte ich mich bei der Pflanzenbestimmung vertan haben, schreibt es mir in die Kommentare.

Die Genossin Sonne ist im Dortmunder U untergegangen

Rolltreppenschacht im Dortmunder U. An den Geländern Werbung für die Ausstellung „Genossin Sonne“ (foto: zoom)

Gestern ist die Ausstellung Genossin Sonne im Dortmunder U zu Ende gegangen. Siehe dazu auch hier im Blog: https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/

Zu sehen waren künstlerischen Arbeiten und Theorien, die versuchten, den Kosmos und insbesondere die Aktivität der Sonne, Energielieferant für Leben auf der Erde, mit sozialen und politischen Bewegungen in Verbindung zu bringen.

Jetzt müssen wir halt ohne Genossin Sonne und esoterische Revolutionstheorien weitermachen.

Es gibt genug zu tun: Klimakrise, Wirtschaftskrisen, Autoritarismus, Fossilismus, weltweiter Rechtsruck, Kriege …

Nicht resignieren! Die Sonne geht heute unter, aber morgen auch wieder auf.

Umleitung: USA, Trump, Halemba, Lübeck, Hanau, Haskala, Blut und Spiele, die Abonnementsfalle, Oral History, Tolkien und mehr

Spaziergang am späten Nachmittag im Hochsauerland (foto: zoom)

Ökonom über die USA unter Trump: „Das System ist gekippt“ … taz

AfD-Abgeordneter Halemba vor Gericht: Neonazi-Song, Drohkulisse, NS-Funde … Belltower

Ein ungeklärter Mord und der Kampf um Erinnerung: 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Lübeck … AmadeuAntonioStiftung

Hanau-Überlebender Ibrahim Akku? stirbt an Spätfolgen des Terroranschlags: Ibrahim Akku? ist mit 70 Jahren an den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau vor sechs Jahren gestorben. Er kämpfte gegen Einsamkeit und das Vergessenwerden und sagte: „Ich wünsche mir, dass Menschen einander nicht töten“ … RobertsBlog

Haskala: Die jüdische Aufklärung und ihre Bedeutung … JCOM

US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd … Netzpolitik

Die Abonnementsfalle (Satire): Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten … zynaesthesie

Blut und Spiele: Mixed Martial Arts als reaktionärer Code … GeschichteDerGegenwart

Oral History als „deutsches Gedächtnis“: FernUni-Archiv als Forschungsdatenzentrum akkreditiert … Doppelwacholder

J.R.R. Tolkien – the Bovadium Fragments: Es gibt Bücher, die sollte es nicht geben und die neuste Veröffentlichung von J.R.R. Tolkien gehört dazu … Schmalenstroer

Digitale Souveränität in Zeiten unzuverlässiger Partner: Es wird Zeit, dass wir eines meiner wichtigsten Themen noch mal aufgreifen: Digitale Souveränität.  Anlass dafür ist, dass die USA gerade mal eben ein Staatsoberhaupt entführt haben, unter Einsatz des Militärs, um Öl zu bekommen. Und neben Canada steht ja noch das zu Dänemark gehörende Grönland auf der „will haben“-Liste des US-Präsidenten … UnkreativerWeblog

Stichworte oder: Was man so mithört „Was kann ich gegen Sie tun?“revierpassagen