Umleitung: heimliches Filmen, Rechtsextreme, Funke-Reporter bedroht, Hass auf Israel, Geschichte Westfalens, Dialog über Rassismus, Facebook, BlueSky und mehr

Auf dem Weg von Silbach nach Siedlinghausen (foto: zoom)

Dein Bild als Beute: Das heimliche Filmen in der Öffentlichkeit hat sich zu einem eigenen Genre in den sozialen Medien entwickelt … netzpolitik

„Flak“: Rechtsextremer Musiker kann aus THW entlassen werden … endstationrechts

Staatlich subventionierte Hetze: Das meiste Geld für die rechtsradikale AfD kommt vom Staat. Mit Millionen Steuer-Euros bezahlt die Gesellschaft der Partei ihre Arbeit, die Demokratie abzuschaffen und Rassismus zu verbreiten … derrechterand

Funke-Reporter bei AfD-Parteitag in Thüringen erneut bedroht sagt: Beim Verlassen des Veranstaltungssaals wurde unser Reporter erst beschimpft, dann wurde er geschlagen und ihm die Kopfbedeckung abgezogen. Als der Reporter der Ostthüringer Zeitung kurze Zeit später in sein Auto stieg und losfahren wollte, bemerkte er in allen vier Reifen Schrauben, die bis zum Kopf versenkt worden waren … medienmoral

Im Landtag BW gegen Antisemitismus: Am Donnerstag dieser Woche hielt ich die wichtigste Rede meines bisherigen Lebens … scilogs

Hass auf Israel: Hass auf Juden und aktuell Israel ist nichts Neues. Es gibt ihn seit Jahrhunderten. Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte er im Nationalsozialismus der Nazis in Deutschland … gedankensplitter

Verpflichtende Selbsteinschätzung (Satire): „… fühle sich Waltraut S. (75) zunehmend von Radfahrern provoziert, die ihr den Parkplatz in der Einkaufsstraße wegnehmen würden. Auch eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung habe die ehemalige Berufsschullehrerin nicht zu der gewünschten Einsicht in die notwendigen…“ … zynaesthesie

LWL-Videoserie: „Eine kurze Geschichte Westfalens in der Frühen Neuzeit“ … siwiarchiv

Jacob Riis – How the other half lives (1890): „Was mich persönlich in dieser Reportage aus dem New York des Jahres 1890 sehr fasziniert hat, ist die Verachtung, die aus wirklich jeder Beschreibung und jedem Wort über die „Tramps“ trieft. Die Sozialreportage, das Eintauchen in die Welt der Armen, der Trinker, der Obdachlosen ist normalerweise von Haus aus einfühlsam“ … schmalenstroer

Ein Dialog über Rassismus in Dorstfeld: Die Autorin Dr. Natasha A. Kelly kommt nach Dortmund … nordstadtblogger

Facebook: Schlechtes noch schlechter machen – dafür aber Geld nehmen … unkreativ

Bei der nächsten Social-Media-Plattform wird alles anders: Warum ich mich nicht bei Bluesky anmelde … zeitgeschichte

Aus dem Leben gerissen: Klavier-Festival-Intendant Franz Xaver Ohnesorg ist tot … revierpassagen

Silbach – ein kalter, ruhiger Novembermorgen

Das frühere Teehaus (foto: zoom)

Nach Winterberg, Siedlinghausen, Elkeringhausen und Altenfeld, habe ich heute Morgen das kühle, aber trockene Novemberwetter für einen Streifzug durch den nächsten Winterberger Ortsteil ausgenutzt. Heute war Silbach an der Reihe, von Siedlinghausen fußläufig zu erreichen.

Für alle, auch die zukünftigen Fotoexkursionen in die Dörfer, habe ich mich jetzt mit mir nach einigen Diskussionen auf die Kategorie bzw. das Schlagwort 1235Winterberg geeinigt.

Die 12 steht für die Anzahl der Bilder, die 35 für die Festbrennweite des Objektivs.

Wenn man also in den Kategorien oder Schlagwörtern links auf 1235 Winterberg klickt, sollte man alle bis dahin erstellten Streifzüge angezeigt bekommen.

Vom Fußballplatz/Gänseteich aus gesehen (foto: zoom)
Flaschencontainer und Feuerwehrhaus (foto: zoom)
Kompressor (foto: zoom)
Durchgangsstraße (foto: zoom)
Geschäft (foto: zoom)
Der Bus schert aus (foto: zoom)
Geschäftshütte (foto: zoom)
Ein Fußweg (foto: zoom)
Gestaffelte Häuser (foto: zoom)
Stollenweg (foto: zoom)
Ferienwohnung (foto: zoom)

Knapp über Null auf dem Kahlen Asten

Vor dem Sonnenuntergang auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Als die Sonne heute unterging, lag die Temperatur auf dem Kahlen Asten bei 0,5° C. Die Kälte kroch mir unter die Jacke; zu dünn angezogen, eher für 10° plus.

Das Licht war allerdings sehr transparent und entschädigte mich für das Schlottern und Bibbern.

Gerade war es noch hell und der Sonnenuntergang schien sich elend lange hinzuziehen.

Schöne Aussichten vom sprichwörtlich Kahlen Asten (foto: zoom)

Doch dann ging es sehr schnell. Schwupps war die Sonne weg. Einige Menschen hatten ihr Smartphone mit Stativ auf eine Bank gestellt, andere positionierten sich für ein flottes Instagram-Shooting oder hielten en passant ihre Smartphones in den Sonnenuntergang.

Das war’s auch schon. (foto: zoom)

Zu Zeiten der Corona-Beschränkungen strömten zwar mehr, gerade jüngere Leute, zum Sonnenuntergang auf den Kahlen Asten, aber alles zu seiner Zeit. Auch mit wenigen Fotograf*innen ist der Abend auf dem zweithöchsten Berg NRWs ein kleines soziales Ereignis, wortlos zusammengehalten vom schwindenden Licht.

Alle Bilder mit der Nikon D 7200, 50 mm Festbrennweite, Blende 8 und 1/100 sec. Der Kaffee im Turm hat 3,40 gekostet.

Systemausfall SIT – Ab Montag, 20. November: Kfz-Zulassung und Führerscheinwesen starten wieder

Checkliste Zulassung (Foto: Pressestelle HSK)

Hochsauerlandkreis. Am Montag, 20. November, starten die Kfz-Zulassungs- und Führerscheinangelegenheiten wieder in eingeschränktem Umfang in Zusammenarbeit mit den Kreisen Paderborn und Waldeck-Frankenberg. Der Hochsauerlandkreis bittet, die folgenden Hinweise zu beachten.  

Kfz-Zulassung
Die Kunden können die Vorgänge montags bis freitags zwischen 7.30 und 10 Uhr und zusätzlich dienstags von 14 bis 16 Uhr in den Kfz-Zulassungsstellen in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede ohne vorherige Terminbuchung abgeben. Mit längeren Wartezeiten ist zu rechnen. In den Kreishäusern finden lediglich die Annahme und die Ausgabe statt, das Zulassungsgeschäft selbst in den Nachbarkreisen durch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hochsauerlandkreises.  

Für private Zulassungen sind mitzubringen:

  • Personalausweis oder Reisepass (am besten zusätzlich als Kopie)
  • Soweit vorhanden: Meldebescheinigung (Inhaber ausländischer Ausweisdokumente)
  • die erforderlichen Fahrzeugpapiere: Zulassungsbescheinigung Teil I und II
  • Bankkarte/EG-Karte
  • Nummer der Elektronischen Versicherungsbestätigung (EVB)
  • Handynummer und/oder Mailadresse
  • ausgefüllter Handzettel
  • ausgefülltes SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
  • Zulassungsvollmacht (wenn der Halter nicht persönlich vorspricht)

Der Handzettel, das SEPA-Lastschriftmandat und weitere Formulare sind auf der Notfall-Website https://hochsauerlandkreis.org/zulassung hinterlegt.  

Hinweis für gewerbliche Halter: Für Zulassungen wird ein aktueller vollständiger Auszug aus dem Handelsregister benötigt. Sofern kein Eintrag im Handelsregister besteht, ist eine Kopie der Gewerbeanmeldung erforderlich.  

Unvollständige Unterlagen können nicht entgegengenommen werden.  

Wenn die Vorgänge nach der Bearbeitung wieder zurück in den Kfz-Zulassungsstellen angekommen sind, werden die Kunden per SMS oder Mail informiert, gegebenenfalls auch telefonisch). Die Bearbeitungszeit wird mehrere Tage dauern auch wegen des Transportes der Unterlagen nach und von Paderborn und Korbach. Bereits geprägte Kennzeichenschilder können nicht verwendet werden, da die Kennzeichen nach festen Kontingenten erst während der Verarbeitung an den HSK vergeben werden.

Nicht möglich sind:

  • Wahlmöglichkeit zwischen den Kennzeichen PB oder KB
  • Vergabe von Wunschkennzeichen
  • Vergabe von bereits reservierten HSK-Kennzeichen
  • Reservierung bzw. das „Behalten“ des Kennzeichens bei einer Abmeldung
  • Adressänderungen
  • Ausstellung von Ersatz-Fahrzeugpapieren
  • Technische Änderungen

Hinweise für Händler und Zulassungsbetriebe: Die Vorgänge bitte vollständig und sortiert abgeben sowie zunächst nur die eiligsten Fälle.  

Wenn die normale Bearbeitung im HSK wieder beginnt, kann auf HSK umgekennzeichnet werden. Eine Pflicht hierzu besteht jedoch nicht. Es kann auch weiterhin das auswärtige Kennzeichen verwendet werden.

Fahrerlaubnisse/Führerscheine
Die Kunden können montags bis freitags zwischen 7.30 und 12 Uhr ohne Termin in den Führerscheinstellen in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede vorsprechen. Dort erfolgt eine individuelle Absprache des weiteren Vorgehens.  

Nicht möglich sind:

  • Umtausch Papierführerschein in Kartenführerschein
  • Erstellung oder Anforderung von Karteikartenabschriften
  • Ausstellung von Internationalen Führerscheinen
  • Umschreibung von ausländischen Fahrerlaubnissen  

An Ablauf halten
Die Kreisverwaltung bittet, den Ablauf einzuhalten, die Vorgänge ausschließlich über die HSK-Zulassungsstellen laufen zu lassen und sich nicht direkt an die Kreise Paderborn und Waldeck-Frankenberg zu wenden. Beide Kreise wurden in den vergangenen Tagen bereits erheblich durch Anrufe und Mails aus dem HSK in ihrer Arbeit eingeschränkt. Der Hochsauerlandkreis bleibt zuständig für die Kfz-Zulassungs- und Führerscheinangelegenheiten, auch wenn es rechtliche Ausnahmen gibt.

Fundstücke: Am Wasser – Gefühle

Fast wäre ich gedankenverloren darüber hinweg gegangen… (foto: zoom)

Nicht alles, was mir begegnet, verstehe ich, aber es bleibt doch irgendwo im Gedächtnis. Woher kommt dieser Satz, fast ein Ausruf?

„ICH KANN WIEDER FÜHLEN“

Ist er ehrlich gemeint? Ursprünglich? Irgendwo entlehnt? Eine Fernsehserie? Ein Meme?

Oder doch einfache Freude? Was war vorher geschehen?

Wenn ich es nicht verstehe, kann ich mir alles Mögliche ausdenken. Kopfkino. Phantasie. Eine Reise ins Unbewusste. Eintritt frei.

Gute Nacht. Träumt schön!

AfD muss „Monitor“-Team zum Parteitag zulassen

Einstweilige Verfügung gegen die AfD Thüringen

Logo der Sendung Monitor (Quelle: Wikimedia)

Das Landgericht Erfurt hat auf Antrag des WDR eine einstweilige Verfügung gegen die AfD Thüringen erlassen. Damit muss die Partei am Wochenende Journalist:innen des ARD-Magazins „Monitor“ Zugang zum Landesparteitag der AfD Thüringen (17. bis 19.11.) gewähren.

(Pressemitteilung WDR und Bericht rnd)

Der rechtsextremistische Landesverband der AfD hatte dem Team von „Monitor“ (WDR) die Akkreditierung für den Parteitag verweigert, weil die Partei die „Monitor“-Berichterstattung ablehnt. Dagegen wehrte sich der WDR nun mit Erfolg. Ellen Ehni, Chefredakteurin Politik und Zeitgeschehen des WDR: „Das ist ein Erfolg für die freie Berichterstattung in diesem Land – und für die Demokratie. Das Gericht bestärkt uns in unserem Auftrag. Dazu gehört auch die Berichterstattung über Landesparteitage, bei denen kritische Fragen selbstverständlich möglich sein müssen.“

Der AfD Landesverband habe allerdings, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd), eine mündliche Verhandlung in der Sache gefordert. Wie der Fall bei Gericht nun weitergehe und ob es zu einer Verhandlung komme, bleibe zunächst offen.

Gelesen: Nazi-Führer sehen dich an

Ausgeliehen, ausgelesen, empfohlen: Walter Mehrings Verbrecherbiographien, Buchvorderseite (foto: zoom)

Zugespitzt, informativ, ironisch – Die Neuauflage von Walter Mehrings 33 Biographien [1] aus dem sogenannten Dritten Reich haben mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich habe das Buch verschlungen und empfehle es zur Lektüre.

Zur Vorgeschichte: 1933 erschien die NS-Propagadaschrift Juden sehen dich an, des zeitlebens umtriebigen antisemitischen Nazi-Publizisten Johann von Leers.

1934 wurde in Paris (Editions du Carrefour) anonym das Werk Naziführer sehen Dich an – 33 Biographien aus dem Dritten Reich (Deutsches Exilarchiv 4034) veröffentlicht. Walter Mehring hatte es im französischen Exil geschrieben. Der Titel ist eine klare Anspielung auf das antisemitische Machwerk Johann von Leers.

Ich war erstaunt, wie genau auch 1934 schon die verbrecherischen Lebensläufe vieler Nazi-Protagonisten bekannt waren. Mehring, und das macht sein Buch so kurzweilig, benötigt oft nicht mehr als zwei Seiten, um den jeweiligen Nazi-Führer zu charakterisieren und dazu die notwendigen Informationen einfließen zu lassen.

Die Biographien sind in Abschnitten gegliedert, deren Titel ironisch die Funktion der Nazi-Funktionäre auf’s Korn nehmen: Die Götter (Hitler, Röhm, Göring, Göbbels); Die Halbgötter (Hess, Frick, Rosenberg, Darré, Frank II, Prinz August Wilhelm, Ley, Himmler); Die Provinzgötter (von Epp, Streicher, Esser, Heines, Helldorf, Hinkler, Scheppmann, Kube, von Killinger, Mutschmann, Kaufmann, Klagges, Feder); Die Heroen (Schlageter, Wessel); Betrogene Betrüger (beide Hindenburgs, von Papen, Hugenberg); Die Drahtzieher (Thyssen, Schacht, Schmitt)

Im Vorwort (S. 11) heißt es, dass nicht über die Gräuel in Deutschland berichte, sondern die „Männer am Ruder und ihre Antreiber“ zeige. Sie seien nach dokumentarischem Material geschildert. Und weiter:

„Es mag unglaubhaft scheinen, dass unter den Führern des Dritten Reiches so viele kriminelle Verbrecher, Psychopathen, Morphinisten zu finden sind. Wir belegen diese Erscheinung mit Dokumenten.“ (ebda.)

Walter Mehring (1964), schreibend und rauchend hinter seinem Schreibtisch (Quelle: wikimedia)

Walter Mehring zerriss schon 1934 den Schleier der Lügen, Verführungen und Verbrechen der Nazis und ihren Kollaborateuere von Hitler bis Schacht. Die Neuauflage 2023, ergänzt um ein Nachwort samt Kurzbiographie, ermöglicht es uns heute durch die Augen eines Zeitgenossen einen Blick in die Zeit um 1933 zurückzuwerfen.

An manchen Stellen hat sich mir ein Vergleich mit dem heutigen Aufstieg der braun-blauen Bewegung aufgedrängt. Aber lest selbst. In einigen öffentlichen Büchereien steht das Buch schon im Regal und kaufen kann man es ebenfalls.

[1] Walter Mehring, Nazi-Führer sehen dich an. 33 Biographien aus dem Dritten Reich, Darmstadt 2023, ISBN 978-3-8062-4574-5

Systemausfall SIT: Kfz-Zulassung und Führerscheinwesen starten in den Kreisen Paderborn und Waldeck-Frankenberg

Vergabe HSK-Kennzeichen nicht möglich. Es werden die Kennzeichen PB bzw. KB zugeteilt.

Hochsauerlandkreis. Ab der kommenden Woche werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kfz-Zulassungsstellen und der Führerscheinstellen in Nachbarkreisen arbeiten.

(Pressemitteilung HSK)

„Wir sind den Kreisen Paderborn und Waldeck-Frankenberg für die Amtshilfe und unkomplizierte Unterstützung sehr dankbar und freuen uns, den Betrieb wieder aufnehmen zu können“, ist Landrat Dr. Karl Schneider sichtlich erleichtert über die unbürokratisch gefundenen Lösungen.

In Paderborn stehen acht Arbeitsplätze für die Kfz-Zulassung zur Verfügung und drei für das Führerscheinwesen, in Korbach vier für die Kfz-Zulassung.

„Die Bürgerinnen und Bürger sowie Händler müssen sich nicht selbst auf den Weg nach Paderborn und Korbach machen, sondern sie können wie bisher ihre Unterlagen in den Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen in den Kreishäusern Arnsberg, Brilon und Meschede abgeben und dort auch einige Werktage später wieder abholen“, beschreibt Pressesprecher Martin Reuther grob die Planungen.

„Wir bitten noch ein paar Tage um Geduld, bis die letzten Einzelheiten geklärt sind”, so Reuther weiter, „Ende dieser Woche geben wir den Starttermin und die Abläufe genau bekannt.“ Derzeit werden Arbeitsplätze eingerichtet und die HSK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits vor Ort auf die dortige Software geschult.

Ein paar Hinweise schon vorab: Wenn der Vorgang wieder zurück in einer der Zulassungsstellen im HSK ist, werden die Kunden umgehend informiert und können die Unterlagen wieder abholen sowie am Kassenautomaten die Gebühr bezahlen.

„Also bitte eine Telefonnummer und wenn möglich eine Mailadresse auf einem extra erstellten Handzettel, der rechtzeitig auf der Notfall-Website www.hochsauerlandkreis.org eingestellt wird, mit den Unterlagen abgeben“, rät Reuther.

Bei der Kennzeichenvergabe ist es leider nicht möglich, das HSK-Kennzeichen zu vergeben, da es durch den IT-Ausfall keinen Zugriff auf die entsprechenden Daten gibt. Es werden also die Kennzeichen PB bzw. KB zugeteilt. Wenn die normale Bearbeitung im HSK wieder beginnt, kann auf HSK umgekennzeichnet werden, was aber keine Pflicht ist. „Diese Umschreibung würde ich gerne kostenlos anbieten und werde dies den politischen Gremien so vorschlagen“, möchte Landrat Dr. Schneider den Bürgerinnen und Bürgern entgegenkommen.

Wunschkennzeichen sind in den beiden Nachbarkreisen ebenfalls nicht reservierbar. In den Führerscheinstellen des Hochsauerlandkreises können die Kunden zunächst zu den gewohnten Öffnungszeiten in die Führerscheinstellen kommen, dort erfolgt dann eine individuelle Beratung zum weiteren Vorgehen. Die notwendigen Eingaben übernehmen dann die HSK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Paderborn.

„Ich bitte alle Kunden aus dem Hochsauerlandkreis, nicht direkt mit den Kreisen Paderborn und Waldeck-Frankenberg Kontakt aufzunehmen, da diese für ihre Bürgerinnen und Bürger zuständig sind und in den vergangenen Tagen bereits erheblich durch Anrufe und Mails aus dem HSK in ihrer Arbeit eingeschränkt worden sind“, hofft Pressesprecher Reuther weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen, die bei Fragen immer hilfreich zur Seite stehen.

Heute im Umweltausschuss des Kreistags: Fundamentalopposition gegen einen Nationalpark Arnsberger Wald?

Schmuckfoto: Hutebaum im Arnsberger „Thierpark“. (archivfoto: zoom)

Die NRW-Landesregierung hat dazu aufgerufen, dass in NRW ein zweiter Nationalpark eingerichtet werden soll. Eine der sechs Regionen, die dafür in Frage kommen, ist der Arnsberger Wald. Dieses Gebiet liegt teilweise im HSK, teilweise im Kreis Soest. Zuständig für einen möglichen Antrag sind die Kreistage.

(Der Artikel ist gestern in ähnlicher Form auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Am heutigen Mittwoch (15.11., 17 Uhr, im Kreishaus in Meschede) steht das Thema im Umweltausschuss auf der Tagesordnung, am 08.12. dann im Kreistag. Landrat und Kreisverwaltung empfehlen in ihrer Sitzungsdrucksache 10/821 den Gremien “nicht am Aufruf der Landesregierung NRW zur Nationalpark-Bewerbung teilzunehmen.” Dies würde eine endgültige Ablehnung bedeuten. Bemerkenswert: Irgendeine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen eines Nationalparks hat bisher nicht stattgefunden.

Daher hat die SBL-Kreistagsfraktion für die Sitzungen des Umweltausschusses und des Kreistags am 02.11.2023 folgenden Änderungsantrag gestellt:

“Sehr geehrter Herr Landrat,
zum Beschlussvorschlag von Landrat und Kreisverwaltung in der Drs. 10/821 stellt die SBL-Kreistagsfraktion folgenden Änderungsantrag:
„Landrat und Kreisverwaltung werden beauftragt, eine Exkursion in den Nationalpark Eifel zu organisieren, zu der die Mitglieder des Kreistags, des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten und des Naturschutzbeirats eingeladen werden. Im Rahmen dieser Exkursion soll es vor Ort Gespräche mit verschiedenen Gruppen von Beteiligten geben, um sich über deren Erfahrungen mit dem und Bewertungen des Nationalparks Eifel zu informieren. Nach Auswertung der Ergebnisse dieser Exkursion in den Gremien treffen die Gremien eine abschließende Entscheidung, ob der HSK am Aufruf der Landesregierung NRW zur Nationalpark-Bewerbung teilnimmt.“

Begründung und Erläuterung:

Die Landesregierung hat angekündigt, dass NRW neben dem Nationalpark Eifel einen weiteren Nationalpark erhalten soll. Dadurch erwartet die Landesregierung positive ökologische und wirtschaftliche Effekte.

Der Arnsberger Wald ist eine der etwa sechs Flächen in NRW, die für die Ausweisung als Nationalpark geeignet sein könnten. Bei der Bewerbung um einen Nationalpark handelt es sich um eine weitreichende Entscheidung. Sie sollte daher gründlich vorbereitet werden. Über die Bewerbung muss vom HSK erst bis zum 31.03.2024 entschieden werden. Es bleibt also ausreichend Zeit für eine umfassende Information. In diesem Fall ist dafür ein Austausch mit Befürwortern und Gegnern des bereits in NRW bestehenden Nationalparks Eifel sehr sinnvoll.

Pauschale Bewertungen, wie sie die Kreisverwaltung in der Drs. 10/821 vornimmt („würde durch die neue Schutzkategorie „Nationalpark“ Ablehnung in der Bevölkerung entstehen, weil auch bereits in den vergangenen Jahren vorgegebene naturschutzfachliche Einschränkungen der Landnutzung (z.B. Baumartenauswahl, Einschränkung von Pflanzenschutzmitteln) nicht die Zustimmung aller fand“), sind dagegen als alleinige Entscheidungsgrundlage nicht geeignet. Acht Umweltorganisationen (einschl. des SGV, Abt. Soest) schreiben dagegen in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung:

„Wir rufen die Politik des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises auf, dieses Angebot der Landesregierung anzunehmen – zum Wohle unserer Natur, zum Nutzen für die Bewohner im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest, als großartiges Angebot zur Naherholung und zur Umweltbildung an viele naturinteressierte Menschen im weiteren Umkreis. Der Nationalpark Eifel hat sich als großer Erfolg erwiesen, ein Nationalpark Arnsberger Wald hat das Potential es auch zu werden!“

Bereits für den 20.10.2023 hatte das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW die Kreise in den Nationalpark Eifel eingeladen, um sich vor Ort über die Vor- und Nachteile eines Nationalparks informieren zu können. Dieser Termin fand parallel zur letzten Kreistagssitzung statt, so dass nach unserer Kenntnis keine Beteiligung des HSK erfolgte.

Der Mannstein – Windrad mit Influenza

Auf dem Weg zum ersten Windrad i.e. WEA 07 (foto: zoom)

Gestern Morgen machte der Novemberregen eine Pause. Mit Handschuhen, Mütze und Thermo-Unterwäsche, Pullover und dicker Jacke bekleidet habe ich das Fahrrad aus dem Keller geschoben. Das Ziel waren die Windräder bei Einhaus und Meschede.

Aber schon beim Aufstieg zu Klaukes Hütte spürte ich eine Erkältung „in den Knochen“. Weiche Knie, Kratzen im Hals, die Nase lief.

Blick zurück Richtung Elpe (foto: zoom)

Die Tour nach Meschede habe ich gecancelt. Bei Altenfeld bin ich nach Elpe abgebogen und den kleinen St.-Bernhard-Pass hinauf gefahren. Mangels eigener Kräfte hat das Pedelec die meiste Arbeit verrichtet.

Der Info-Aushang an der Einfahrt zum „Windpark Olsberg-Mannstein“ ist nicht zu übersehen.

Blickrichtung Brunskappel (foto: zoom)

Überall stehen Kabeltrommeln herum. Der Strom muss von den WEA zur Umspannstation am Stausee in Olsberg geleitet werden. Wegen der Verlegung der Kabel ist der Ruhrtalradweg zwischen Steinhelle und Stausee gesperrt.

Noch einmal rechts herum und dann taucht irgendwann WEA 07 auf. (foto: zoom)

Der Fuß der WEA hat mich enttäuscht, aber dann habe ich gemerkt, dass der eigentliche Betonsockel unter dem rund aufgewölbten Schotter liegen muss. Wie sonst soll das riesige Windrad samt Turm stabilisiert werden?

Hier wird der Turm der WEA aufgesetzt. Das Beton-Fundament ist unter dem runden Schotterhügel. (foto: zoom)

Die erste WEA hat die Nummer 7, denn es wird von Olsberg aus gezählt, wie auf dem Übersichtsplan zu erkennen ist.

Übersichtskarte am Eingang zum Windpark (foto: zoom)

Mehr Bewegung war nicht drin. Mit Erkältungen sollte man nicht spaßen. Sportliche Bewegung kann zu bösen Überraschungen aka Herzmuskelentzündung führen.

Der Rest des Tages war dem Sofa und Loriot (dazu vielleicht später) gewidmet.

P.S. Ein Corona-Test blieb negativ. Gut! Ich möchte das nicht haben.