“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 7:
“Eine Schlüsselerzählung nennt die Autorin dieses Buch, dessen Entstehung sie eindrücklich beschrieben hat (Voraussetzung einer Erzählung: Kassandra, Frankfurter Poetik-Vorlesungen. Sammlung Luchterhand Band 456). Kassandra, die Prophetin des Untergangs, die man nicht hören wollte – jene aus der griechischen Mythologie durch Homer und Aischylos überlieferte Figur, wird in Christa Wolfs Erzählung zum Modell, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine unlösbare Verbindung eingehen.“ (Zitiert nach dem Buchumschlag)
Die Rückseite des Buches mit einem Zitat von Fritz J. Raddatz:
„Was Christa Wolf anbietet, ist eine Parabel, atemberaubend, weil so einfach, zwingend …“ (Bild: Umschlag Rückseite)
„Heinrich Mann schildert den König hier in seiner widerspruchsvollen Jugend … und in seiner Vollendung zum großen Humanisten.“ (Bild: Vorderseiten Einband)
“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 6:
„Mit diesem Epos umfaßt Heinrich Mann eine Episode französischer Geschichte, in der Mord und Gewalt, Lüge und Verrat herrschten: es war das Zeitalter der Glaubenskämpfe. Diese Zeit durchschritt und beendete jener Heinrich der Vierte, der jedem Franzosen sein Huhn in den Topf wünschte und dem Paris eine Messe wert war.“
Die Rückseiten der beiden Bände:
„Beide Bände zusammen sind eine Gipfelleistung des modernen historischen Romans.“ (Bild: Rückseiten Einband)
Raus hier! Beim „Hamsterrad Schule“ geht das jedoch nicht, denn es herrscht Schulpflicht. (Bild: Buchcover)
Recherchiert man den Begriff „Hamsterrad“ in einer Internet-Suchmaschine, findet man zahllose Fotos, Montagen und Cartoons mit der immer gleichen Botschaft: Raus hier! Beim „Hamsterrad Schule“ geht das jedoch nicht, denn es herrscht Schulpflicht. Also brauchen wir andere Lösungen, wenn Schulkinder in Problemen feststecken. Wie die aussehen könnten, beschreibt Schulpsychologe Benedikt Joos in „Hamsterrad Schule. Lösungen im Beratungsdreieck Eltern – Schüler – Lehrkraft“. *)
Der Untertitel benennt das Konzept, das Joos als Grundlage seiner schulpsychologischen Arbeit vorstellt. Immer noch werden nämlich allzu oft Lösungen für Lern- bzw. Schulprobleme nur beim „Symptomträger Schüler“ gesucht. Das führt viel zu häufig zu einer Verschärfung und Verfestigung von Problemen sowie zu unnötigen Brüchen in der Schullaufbahn.
Der von Joos dargestellte Ansatz hingegen ist kooperativ und profitiert von einer wertschätzenden Grundhaltung aller Beteiligten. Statt den Fokus auf Defizite und Mängel beim Schulkind zu richten, geht es dem Autor um die Inter-System-Perspektive: Ein Problem liegt nicht allein beim Kind, sondern immer zwischen Schüler*in, Eltern und Lehrkraft.
In diesem systemischen Konzept nehmen beratende Personen, ob Schulpsycholog*in, Beratungslehrer*in oder Schulsozialarbeiter*in, die vermittelnde Rolle zwischen den Problembeteiligten ein. In vielen Fällen muss dieses Konzept überdies mit zusätzlichen Kooperationspartner*innen erweitert werden, wenn etwa das Jugendamt, Ärzt*innen, Erziehungsberatung oder weitere Instanzen aufgrund der individuellen Problemstellung erforderlich sind.
„Hamsterrad Schule“ schafft es bei sehr übersichtlichem Umfang und wahrem Taschenbuchformat, die systemische Beratung in ihren Grundzügen klar und verständlich darzustellen. Anhand von konkreten Fallbeispielen verdeutlicht Joos die Arbeitsweise nach diesem Konzept auf der Basis von Empathie und Wertschätzung, Neugier und Allparteilichkeit des Beraters sowie Stärkung der Eigenverantwortung aller Beteiligten.
Darüber hinaus eröffnet der Autor im Schlusskapitel Perspektiven für eine Verbesserung von Beratung bei Schulproblemen durch die Vernetzung von Schulpsychologie, Beratungslehrkräften und Schulsozialarbeit, verbunden mit der Forderung nach dem dringend nötigen weiteren Ausbau der Beratungsstrukturen, also vor allem nach mehr Personal.
Das Buch ist wie gemacht für all jene mit stressigem Alltag, die in Schulen oder mit Schüler*innen arbeiten; auch engagierte Eltern werden von seinem Inhalt profitieren, zumal die Lektüre bei geringem Zeitaufwand äußerst anregend wirkt.
“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 5:
„Maus handelt vom Mord an Europas Juden. Dieses Buch nähert sich dem Unbeschreiblichen mit den Mitteln des Comicstrips und legt das Unaussprechliche Tieren in den Mund. (Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen.) Berichtet wird die authentische, ebenso furchtbare wie alltägliche Leidensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman, der Auschwitz überlebt. Sein Sohn Art hat sie aufgezeichnet.“
Die Rückseiten der beiden Bände:
„Maus ist ein Buch, das man nicht weglegen kann. Wenn man diese Mäuse über die Liebe sprechen hört, ist man gerührt, wenn sie leiden muss man weinen.“ (Umberto Eco, lt. Umschlag)
“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 4.
Laurie Garrett, The Coming Plague: Newly Emerging Diseases in a World Out of Balance, habe ich vor über 20 Jahren gelesen, nachdem ich eine Kritik auf NPR (National Public Radio) gehört hatte. Ich bin der Empfehlung gefolgt und habe die über 600 Seiten in einem Rutsch verschlungen.
Mit Corona aktueller denn je.
Statt einer Rezension
Update: Ich sehe gerade, dass ich das Buch von Laurie Garrett im April 2009 hier im Blog besprochen hatte:
Am Ende des Schmetterlingspfads bei Willebadessen (foto: zoom)
Aus Zeitmangel belasse ich es heute und eventuell in Zukunft bei fünf Lesehinweisen.
Das Bild oben zeigt Windräder am Ende des Schmetterlingspfads in Willebadessen. Hinweis für Botaniker und Lepidopterologen: Kalk-Halbtrockenrasen mit interessanten Pflanzen und Schmetterlingen. Lohnt sich.
Die Lesehinweise:
BlackLivesMatter & George Soros: Wie Verschwörungsverkünder Rassismus und Antisemitismus gegeneinander ausspielen … scilogs
Am rechten Rand: Kampf um die Macht erreicht AfD-Stiftung … bnr
Unsere Zwei-Klassen-Gesellschaft: Wir haben vor miesen Arbeitsbedingungen und moderner Sklaverei viel zu lange die Augen verschlossen … misik
Trübe Lauge: Donna Leons Kriminalroman „Geheime Quellen“ … revierpassagen
Corona und Katastrophenschutz: Wenn der Schnee schmilzt, siehst du wo die Scheiße liegt … ruhrbarone
“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 3.
Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen ist auch heute noch frische Literatur.
Die etwas mehr als 200 Seiten habe ich bislang zwei- oder dreimal gelesen – in den letzten Jahrzehnten. Keine verschwendete Zeit. Wer es ebenfalls gelesen hat, kann die Hand heben, für die anderen die Rückseite. Tucholsky ist etwas herablassend, oder?
“Moin Mario, ich mache solche “Challenges” grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?”
“Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.”
Hier mein Tag 2. George Orwells „Nineteen Eighty-Four“ und „Animal Farm“ waren die Pflichtlektüre meiner Schulzeit. Zu diesen Dystopien gesellte sich dann noch Aldous Huxleys „Brave New World“.
„Homage to Catalonia“ habe ich weit nach der Schulzeit gelesen. Orwell ist ein wunderbarer Stilist und scharfer Analytiker. Seine Erzählung über den Spanischen Bürgerkrieg hat mich mindestens genauso beeindruckt wie Hemingways „For Whom the Bell Tolls“.
Bevor ich ausschweife, statt einer Besprechung, die Buchrückseite:
Nur die Buchrücken und (fast) kein Kommentar. (foto: zoom)
Die „Challenges“ auf Facebook mache ich in der Regel nicht mit. Kettenbriefe mit potentiell exponentiellem Wachstum. Zwischen Brunskappel und Siedlinghausen entspann sich folgender kleiner Dialog:
„Tag 6 von 10 der Bücher-Challenge. Nur das Cover, kein Kommentar.
Heute nominiere ich Hans Schiebener.
Auf seine Bücher-Auswahl bin ich sehr gespannt.“
„Moin Mario, ich mache solche „Challenges“ grundsätzlich nicht, aber ein paar Bücher kann ich posten. Geht es um solche, die mich beeindruckt haben?“
„Hallo Hans, ja, ganz genau. Bin sehr gespannt.“
Hier mein Tag 1. Die wichtigsten Bücher meiner Schulzeit. Das soll jetzt aber kein Kommentar sein, höchstens ein Hinweis. Die kleine Geschichte mit der Stadtbücherei in Dinslaken habe ich irgendwo im Blog schon erzählt oder zumindest angedeutet.
Die paar blauen Bände zähle ich als ein Buch. Es sollten also noch neun weitere Werke folgen.
Sofern Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern möchten z.B. Erteilung von Einwilligungen, Widerruf bereits erteilter Einwilligungen klicken Sie auf nachfolgenden Button.
Einstellungen