Was vom gestrigen Abend blieb: Hafen und Mond

Die Sonne scheint hinter dem Horizont und die blaue Stunde beginnt (foto: zoom)

Gestern Abend bin ich während des Sonnenuntergangs die Strand-Promenade in Travemünde entlanggeschlendert. Meine Simmung melancholisch, die Fotos auf der dunklen Seite.

Die Mondphase bewegte sich auf Vollmond zu. Es fehlte lediglich ein halber Tag.

Nicht wackeln. ISO 1000 und kurz die Luft anhalten (foto: zoom)

Als sich Schiff und Mond am Leuchtturm trafen, habe ich ein letztes Foto geknipst.

Danach ging es zurück zur Ferienlektüre: Scott Alexander Howard, Das andere Tal. Ich bin zur Hälfte der über 400 Seiten durch, mein Urteil steht noch aus.

Ob ich heute den Vollmond zu sehen bekomme? Meine DWD-Wetter-App sagt: Wolken, keine Sonne, 3 mm Niederschlag. Meine Erfahrung: am Meer kann es immer anders kommen.

7.10.2023 und Gaza-Krieg

Heute vor zwei Jahren griff die Terrororganisation Hamas Israel an.

Logo der bpb

Am 7.10.2023 verübte die Terrororganisation Hamas einen groß angelegten Anschlag auf Israel, bei dem mehr als 1.200 Menschen getötet und über 250 Geiseln genommen wurden. Laut israelischen Angaben befinden sich noch 48 Geiseln in den Händen der Hamas, 20 sollen noch am Leben sein.

(Der Text beruht auf einem Threema-Newsletter der Bundeszentrale für politische Bildung.)

In der Folge begann Israel eine militärische Offensive im Gazastreifen, bei der über 65.000 Menschen getötet wurden. Weite Teile des Gazastreifens wurden zerstört und viele Menschen vertrieben.

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Guten Morgen! Steg und Mövenstein

Blick über den Steg nach Mecklenburg-Vorpommern (foto: zoom)

Keine Sonne, viele Wolken, Wind und sporadische Regenschauer. Ungemütliches Wetter, und doch macht es Spaß am Meer entlang zu laufen.

Den Mövenstein (auch Möwenstein), in dessen Nähe sich in Thomas Manns Roman Buddenbrooks Tony und Morten die Ehe versprachen, gibt es auch in der Wirklichkeit. Ein kleiner Spaziergang und schon sehe ich den Findling aus Hammergranit am Übergang der Travemünder Strandpromenade zum Brodtener Ufer.

Das Versprechen von Tony ist flüchtig wie die Gischt und sie wird nach der Reise nicht Morten, sondern den ungeliebten Herrn Grünlich heiraten.

Ein großer Teil des Mövensteins liegt bereits unter dem Strand. In 30 Jahren könnte der Koloss komplett versunken sein. (foto: zoom)

Der Charakter von Tony Buddenbrooks, später Grünlich und Permaneder, ändert sich im Verlaufe des Romans nicht. Sie stolziert durch die Seiten und bleibt stets von hochnäsiger Oberflächlichkeit geprägt.

Wenn ich mich recht erinnere, sind auch die zahlreichen anderen Figuren der Erzählung recht statisch. Sie bleiben sich im Guten wie im Schlechten treu. Die Dynamik erhält der Roman durch den wirtschaftlichen Niedergang der Familie vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts.

Nehmt meine Gedanken nicht für bare Münze, sie sind mir spontan beim Anblick des Möwensteins in den Sinn gekommen. Ein Buddenbrooks-Kenner bin ich nicht.

Ehemaligentreffen der Klasse Bollwerk/Heinrich-Knoche-Schule in Herdringen

Klasse Bollwerk: Erinnerungsfoto bei Treffen nach vielen Jahrzehnten

Heute sind die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der damaligen Klasse Bollwerk der Heinrich-Knoche-Schule in Herdringen rund 65 Jahre alt. Sie haben sich nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder getroffen. 

Einige der 21 ehemaligen Klassenkamerad*innen haben dafür auch weitere Wege in Kauf genommen.

Zum Aufwärmen gab es einen Sektempfang im Gasthof Schweineberg, danach tauchten die Senior*innen beeindruckt in den alten Klassenraum der Schule ein, gefolgt von einer Führung durch das Herdringer Schloss.

Nach einem leckeren Buffet im Gasthof Schweineberg klang der Abend bei vielen Erinnerungen und Anekdötchen feuchtfröhlich aus.

Freitag, 10. Oktober: Aktionstag zur Woche des Sehens

Eine Initiative des Seniorenbeirats Winterberg

Veranstaltungsplakat

Im Alter verändert sich nicht nur unser Blick auf die Welt, sondern auch das Sehen selbst. Mit der Lesebrille geht es los, und je älter wir werden, umso wahrscheinlicher wird es, dass weitere Einschränkungen hinzukommen. 

(Pressemitteilung Seniorenbeirat Winterberg)

Die Woche des Sehens findet jährlich vom 8. bis 15. Oktober statt und informiert in zahlreichen Veranstaltungen über Blindheit, Sehbehinderung und Augengesundheit.

Ziel der Bündnispartner*innen der Woche des Sehens ist es, Sehverlust zu vermeiden, Unterstützung zu bieten und Teilhabe zu ermöglichen. 

Die Medizin hat bei der Behandlung von Augenerkrankungen große Fortschritte gemacht, und Sehhilfen können vieles ausgleichen. Zudem gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die Rat und Unterstützung bieten.

Von daher ist es sinnvoll, sich beizeiten mit dem Thema „SEHEN – VERHÜTEN“ zu befassen. Aus diesem Grund lädt der Senior*innenbeirat zu einem Aktionstag, am 10. Oktober ein.

Es machen mit:

Infomobil „Blickpunkt Auge“- Blinden- und Sehbehindertenverein 
Westfalen Stand von 10-13 Uhr Parkplatz vor dem Fachgeschäft See you by V&K Optik Kuhnert

See you by V&K Optik Kuhnert – Am Waltenberg 6
Kostenlose Angebote: Sehtest – Augeninnendruckmessung – Brilleninspektion

LU Brillenschmiede – Hellenstraße 6
Kostenlose Angebote: Sehtest – Augeninnendruckmessung

Franziskus-Apotheke – im Optikgeschäft See you by V&K Optik Kuhnert
Kostenloses Angebot: Blutzuckermessung

Weitere Infos:

Sehr viele zusätzliche Informationen finden sich auf der Website der Woche des Sehens:
https://www.woche-des-sehens.de/

Umleitung: Erste Cannabis-Evaluation und mehr

Junge Cannabis-Pflanze (foto: zoom)

Erste Cannabis-Evaluation: Was die Daten zeigen und wie es jetzt weitergeht … scilogs

Greenpeace-Recherche zur Stiftung Familienunternehmen (SFU): Nach monatelanger Recherche und Auswertung interner Dokumente lüftet Greenpeace ein gut gehütetes Geheimnis: Wer steckt hinter der Stiftung Familienunternehmen? … greenpeace

Kampagne gegen Hamado Dipama: AfD-Abgeordnete wollen deutschen Rundfunkrat abschieben … endstationrechts

YouTube zahlt 25 Millionen US-Dollar an Trump: Erneut gibt ein milliardenschwerer Medienkonzern kampflos einen Rechtsstreit mit Donald Trump auf … netzpolitik

Kirchner. Picasso: heißt die Ausstellung im Münsteraner LWL-Museum für Kunst und Kultur, die am letzten Wochenende eröffnet wurde … robertsblog

Rückkopplungsmechanismen und Klimakrise (Satire): „… bereits jetzt Maßnahmen zu planen, die den Folgen der Klimakatastrophe begegnen. Die tiefer gelegenen Küstenregionen an Nord- und Ostsee würden unabwendbar zur Überflutung der Region um Hamburg führen und sämtliche…“ … zynaesthesie

Wie Isabel Allende die Vorgeschichte vom „Geisterhaus“ erzählt: Ihr neuer Roman, „Mein Name ist Emilia del Valle“, erscheint bei uns in einer Startauflage von 100.000 Exemplaren … revierpassagen

Noch Plätze frei: Kostenfreie Kinoveranstaltung „Expedition Depression“ am Freitag, 10. Oktober in Arnsberg

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=cnihFtm1TFA&t=17s
Trailer: „Expedition Depression“: Ein Filmprojekt der DDL.

Hochsauerlandkreis. In Kooperation mit der Deutschen Depressionsliga und der VHS Arnsberg/Sundern präsentiert das Gesundheitsamt Hochsauerlandkreis am Freitag, 10. Oktober, den Film „Expedition Depression“ im Peter Prinz Bildungshaus in der Ehmsenstrasse 7, 59821 Arnsberg.

In der „Expedition Depression“ werden fünf junge Menschen auf ihrer eindrucksvollen Reise durch Deutschland begleitet, auf welcher sie sich aktiv mit ihren eigenen Erfahrungen mit Depressionen auseinandersetzen. Innerhalb von zwei Wochen besuchen sie verschiedene Einrichtungen, darunter eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, und erleben sowohl atemberaubende Landschaften als auch persönliche Herausforderungen.

Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises und die VHS Arnsberg/Sundern lädt dazu Interessierte in das Peter Prinz Bildungshaus in Arnsberg ein. Der Eintritt ist frei. Ab 15:45 Uhr können die Gäste sich bei Kaffee und Kuchen über Angebote und Fakten rund um das Thema Despression informieren. Um 16:30 Uhr startet der Film, der die bewegenden Geschichten junger Menschen erzählt, die sich mit ihren Erfahrungen zu Depressionen auseinandersetzen. Im Anschluss an die Vorführung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, mit fachlichen und persönlichen Experten in den Austausch zu kommen.

Der Film kombiniert Naturaufnahmen mit ehrlichen Gesprächen über den Alltag mit Depressionen und vermittelt dem Zuschauer authentische Einblicke in den Umgang mit der Erkrankung. Das Roadmovie „Expedition Depression“ von Michaela Kirst und Axel Schmidt ist mithilfe der Deutschen DepressionsLiga e.V. (DDL) entstanden und wurde finanziell vom AOK-Bundesverband unterstützt.

Da noch einige Plätze frei sind, können sich Interessierte kurzfristig unter 02931 13464 oder online über die Kursnummer 303-000 bei der VHS Arnsberg (www.vhs-arnsberg-sundern.de) anmelden.

1. Oktober … es geht weiter

Der Mannstein mit seinen sieben WEA im Morgenlicht (foto: zoom)

Die Nacht war kalt, aber jetzt steigen die Temperaturen wieder an. Der Oktober zeigt sich heute Morgen von seiner sonnigen Seite. Die DWD-Warnwetter-App verspricht, dass das Thermometer von 4 °C auf 13 °C steigen wird.

Eine Woche lang habe ich das Blog nicht angerührt. Die schlechten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt haben mich schier überwältigt und ich habe mich gefragt, wie und ob ich eine Schneise durch das Dickicht der gefühlten Dystopien schlagen kann.

Die Antwort ist wahrscheinlich: Es geht nicht.

Gestern hat mir ein Bekannter gesagt, dass man sich auch einfach mal abkoppeln muss. Ich hatte gerade zuvor die furchtbaren Reden von Hegseth und Trump vor den zusammengerufenen Generälen (nur männlich?) in der Live-Kommentierung beim Guardian verfolgt.

Warum sich das alles antuen? Du kannst sowieso nichts ändern. Achte auf deine mentale Gesundheit!

Was hilft? Lesen. Bücher. Wenn ich die bedruckten Seiten umblättere, findet sich vielleicht das Maß zwischen Nähe und Distanz. Zeitliche und räumliche Perspektiven können sich verändern.

Michel Friedmans Schrift namens Mensch! zwischendurch in einem Rutsch gelesen. Vor ein paar Tagen habe ich die Autobiographie von Robert Reich, Coming Up Short, A Memoir of my America beendet. Nachdem ich schon vor einiger Zeit Christian Stöckers Männer, die die Welt verbrennen gelesen hatte, habe ich die Neuauflage überflogen. Für drei Euro gab es bei der Bundeszentrale für politische Bildung das gut 70-seitige Büchlein Machttechnik Populismus von Robert Müller versandkostenfrei zu erwerben. Sehr komprimiert, aber jeder Satz sitzt.

Thomas Manns Buddenbrooks habe ich gern zum wiederholten Mal gelesen. Gerade die ironischen Stellen funktionieren immer noch sehr gut. Dazu hat es unter dem Beitrag Die Buddenbrooks als Endgegner? ein paar Kommentare gehagelt. Diesen ist zu entnehmen, dass ich darüber hinaus – um den politischen Thomas Mann zu verstehen – Kai Sina, Was gut ist und was böse, sowie die Neuauflage von Thomas Manns Deutsche Hörer! mit Gewinn gelesen habe. Erwähnen möchte ich noch den Besuch der Ausstellung „Meine Zeit. Thomas Mann und die Demokratie“ im Lübecker St. Annen-Museum. Bis Mitte Januar 2026 hat sie noch geöffnet. Lohnt sich.

Momentan wandern noch drei unvollendete Werke vom Sofa- auf den Nachtisch und zurück: Marcel Lewandowsky, Was Populisten wollen, Otto Waalkes, Ganz große Kunst und Marcus Weidner, Die Toten von Meschede.

Während ich die Bücher aufzähle, vermisse ich die Belletristik. Ein guter Roman täte gut, um noch mehr Abstand vom aktuellen politischen Elend zu gewinnen.

Welche Autor*in könnte helfen?

P.S. Die oben aufgeführten Autoren(!) – nur Männer! Ich gehe dann mal in mich.