Pausenbild: Frühling

Heller Krokus auf dunklem Boden (foto: zoom)

Der Schnee schmilzt, die Sonne scheint. Ich erkläre den Frühling für eröffnet. Klar, die Vögel könnten noch ein bisschen lauter singen, die Pflanzen zahlreicher blühen, aber es liegt was in der Luft.

Ich treffe zwar immer mehr Bekannte, die gerade ein Corona-Infektion durchgemacht haben, aber die Zahlen gehen anscheinend herunter, auch wenn Omikron noch den Subtyp BA.2 in der Hinterhand hat. Hoffentlich fallen uns die niedrigen Impfquoten nach einem zu erwartenden Sommer der Euphorie nicht im Herbst/Winter 2022/23 auf die Füße.

Ich glaube es zwar nicht, hoffe aber dennoch (magisches Denken), dass dem Putin-Regime die Luft ausgeht. Vielleicht hat die Geschichte einen unerwarteten Hackentrick drauf.

Meinen Online-Medienkonsum habe ich stark reduziert. NYT, Guardian und Tagesschau reichen mir im Wesentlichen. Ist auch alles bezahlt.

Radio hat schon immer eine große Rolle gespielt, Fernsehen weniger, eigentlich gar nicht. Ausnahme: Extra 3 oder Böhmermann gehen immer.

Und vergesst die Bücher nicht. Sarah Kendzior hat mich zuletzt sehr begeistert oder die dystopische Margaret Atwood.

Die Sonne scheint. Vielleicht wartet irgendwo da draußen eine wunderschöne Blütenpflanze.

Raus hier.

Pausenbild: die Tage werden merklich länger

Sonnenuntergang über dem Negertal (foto: zoom)

Die Tage sind merklich länger geworden – heute 8:23 Minuten in Siedlinghausen, der Fortschritt von 7:58 am 1. Januar diesen Jahres beträgt satte 25 Minuten.

Es geht bergauf.

Auch wenn heute milde Temperaturen von 11°C herrschen, und ich schon von Schneeglöckchen und Narzissen zu träumen begonnen habe, ist der Winter noch lange nicht gegessen.

Es kann noch kalt werden. Es kann noch schneien. Es kann noch stürmen. Es kann noch sehr sehr ungemütlich, aber auch sehr schön winterlich werden.

Abgerechnet wird im Mai.

Bis dahin: genießt die Wetterlagen.

Gute Nacht! Der Sommer dauert an …

Der Sommer dauert an; die Abende auf dem Balkon genießen (foto: zoom)

Dieses Jahr war bislang eines der besten. Schon im Frühjahr konnten wir bei vorsommerlichen Temperaturen eine Radtour von Kassel bis Köln genießen.

Für das Siedlinghäuser Freibad hatte ich mir eine Saison-Karte gekauft. Jeden Tag, den ich nicht auf dem Rad verbrachte, habe ich dort 1000 bis 1200 Meter das Wasser durchpflügt, Eis gegessen und mit den Menschen aus dem Ort und Umgebung geplaudert.

Dieser Sommer wäre fast perfekt gewesen, hätten wir nicht diese höllische Hitze in der Mitte der Sommerferien entlang des Mains radelnd erleiden müssen.

Ein heißer Sommer.

BTW: Habt ihr den Roman von Uwe Timm über die 68er-Jahre gelesen? Uwe Timm ist ein großartiger Erzähler.

Jetzt der meteorologische Herbst, kalendarischer Spätsommer, immer noch fantastisch. Die Abende auf dem Balkon, an denen ich in den Sonnenuntergang schaue, habe ich nicht gezählt. Diese Jahr ist eines der besten.

Die Sonne geht unter. Ich vergesse alles Schlechte in der Welt.

Gute Nacht!

Frühling in Olsberg-Bigge

Frühling in Olsberg-Bigge. (foto: zoom)

Die Sonne knallt ziemlich hart im hohen Hochsauerland. Ich habe mich heute Mittag im Schatten versteckt.

18° Celsius im März sind vielleicht im Rheinland oder am Kaiserstuhl ein Schulterzucken wert, aber in Winterberg findet morgen und übermorgen der Snowboard Weltcup statt.

Sonne, Frühling, Wärme und die Reste des Kunstschnees.

Eine merkwürdige Dissonanz.

Umleitung: keine Zeit – ganz kurz, aber wichtig ist der Artikel zum WK I.

Abendrot ohne Schnee in Altastenberg
Abendrot ohne Schnee in Altastenberg (foto: zoom)

Der Frühling: gekommen, um zu bleiben? … spektrum

Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Wie Deutschland 1914 den Krieg plante … sueddeutsche

Fachtag: Frauen im Rechtsextremismus … bnr

Privatsphäre: zum Luxusgut geworden? … nyt

Abendzeitung in München: das absehbare Aus … jakblog

Die Rutsche: Getty Images erlaubt neuerdings das Einbetten von Bildern … blogrz

Zwischen Regen und Schnee: ein Hauch von Frühling

Jens vom Pottblog hat pünktlich am Sonntag mit einem Strauß bunter Olfener Krokusse den meteorologischen Frühlingsbeginn erblühen lassen. Ob meteorologisch oder kalendarisch, der Frühling beginnt bei mir erst an dem Tag, an dem ich das Auto stehen lasse und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre.

15 Kilometer zum großen Teil das Negertal bergab zur Ruhr hin, ein „bisschen Raboti“ und dann 15 km erst leicht, dann steil bergauf zurück geradelt.

Und das war heute am 3. März. Mein persönlicher Frühlingsbeginn.

Hinten zwischen den Bergrücken liegt das Negertal
3. März: hinten zwischen den Bergrücken verläuft das Negertal

Der Bauernhof geradeaus liegt auf einem kleinen Bergrücken hoch über dem dahinterliegenden Negertal. Der Blick geht gen Norden Richtung Olsberg. Links vor dem Bauernhof ist eine Fichtenplantage zu sehen. Dort wachsen zukünftige Weihnachtsbäume. Die Bahnlinie von Winterberg nach Dortmund kann man als dünnen Strich am unteren Bildrand erahnen.

Irgendwo weit hinten im Bild ist der Zusammenfluß von Neger und Ruhr. Wenn man sich an Mündung der Ruhr in den Rhein noch ein wenig rheinabwärts wendet, landet man irgendwann zwischen Eppinghoven und Götterwickerhamm. Dort sah es am Sonntag, pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn, so aus:

Der Niederrhein bei Götterswickerhamm, unterhalb des Strandhaus Ahr
Der Niederrhein bei Götterswickerhamm, unterhalb des Strandhaus Ahr am 1. März 2009

Der 1. März am Niederrhein war warm, aber bis auf den gestrandeten Stuhl noch reichlich grau und ohne Frühlingsfarben.

Übermorgen soll es laut Wettervorhersage im Hochsauerland wieder schneien. Ist es eine dieser „politischen“ Wettervorhersagen, die das touristisch interessante Wort „Schnee“ enthalten?

Dann kommen am Wochenende viele Niederländer und Ruhrpöttler ins Hochsauerland und mildern die Finanzkrise.

Was wollte ich nun eigentlich gesagt haben?

Vielleicht: Schaut her, ich arbeite und wohne da, wo andere Urlaub machen und so eine Art Frühling haben wir auch.