Meschede: Freunde der Völkerbegegnung mit neuem Vorstand

Der neue Vorstand der Freunde der Völkerbegegnung, vorn von links nach rechts: Hans Endreß, Mechthild Westerbarkey,Ulrike Mann, Huberta Eickhoff, Alfons Dünnebacke, Werner Steinberg; hinten von links nach rechts: Angelika Thurn, Christiane Gröning, Antonia Henke, Elmar Hehemann. Es fehlt: Angelika Schäfer (Foto: FdV)

Nach zwölf überaus ereignisreichen Jahren, in denen das 40- und das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden konnten und in denen viele Begegnungen mit französischen, englischen und amerikanischen Freunden stattfanden, trat Maria Hüser bei der Jahreshauptversammlung am 26.3.2019 als Vorsitzende des Vereins „Freunde der Völkerbegegnung e.V.“ zurück.

(Pressemitteilung der FdV)

Gleichzeitig schieden auch die Beisitzenden Maria Walters und Ulrich Henke aus. Am Ende der Versammlung wurde das Jahresheft 2019, das von den Mitgliedern wieder mit Spannung erwartet wurde, ausgeteilt. Es lässt die Ereignisse des Jubiläumjahres 2018 Revue passieren und gibt eine Vorschau auf die Begegnungen im laufenden Jahr.

Zunächst eröffnete Maria Hüser noch in ihrer bisherigen Funktion die Sitzung. Antonia Henke verlas das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2018, Maria Hüser berichtete über die Tätigkeiten des Vorjahres und Elmar Hehemann trug den Kassenbericht vor. Die beiden ausscheidenden Beisitzenden wurden durch Maria Hüser verabschiedet.

Bei den folgenden Wahlen für die frei werdenden Positionen war es relativ einfach, neue BeisitzerInnen zu finden. Angelika Thurn, Ulrike Mann, Hans Endreß und Angelika Schäfer (in Abwesenheit, aber mit vorheriger Einverständniserklärung) wurden einstimmig gewählt.

Schwierig gestaltete sich die Suche nach einer Person, die bereit wäre, den Posten der/ des Vorsitzenden zu übernehmen. Nachdem mehrere vorgeschlagene Mitglieder eine Kandidatur abgelehnt hatten, erklärte sich schließlich Mechthild Westerbarkey bereit, die Funktion für ein Jahr als Interimsvorsitzende zu übernehmen. Andernfalls wäre die Handlungsfähigkeit des Vereins gefährdet gewesen. Mit großer Erleichterung wurde auch sie einstimmig gewählt.

Nun ist es die Aufgabe des neuen Vorstandes, eine Lösung für die Organisation und das Fortbestehen des Vereins zu finden.

Die stellvertretende Vorsitzende Huberta Eickhoff verabschiedete die scheidende 1. Vorsitzende mit einem langen Gedicht, in dem sie mit treffendem Humor deren Tätigkeit würdigte. Das Abschiedsgeschenk an Maria Hüser ist ein gemeinsamer Ausflug mit Führung auf dem Diamantenpfad in Suttrop, einer anschließenden Wanderung rund um Kallenhardt und einem gemeinsamen Abendessen, woran der Vereinsvorstand mit seinen ehemaligen und neuen Mitgliedern teilnimmt. Vielleicht können dabei schon erste Weichen in die Zukunft gestellt werden.

Umleitung: von rechter Gewalt über den Klimawandel zu RWE-Aktien und mehr …

Wo du im Hochsauerland stehst, gehst oder fährst, das nächste Kreuz ist nicht fern, hier auf dem Kahlen Asten. (foto zoom)

Rechte Gewalt im Osten steigt an: Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Opferberatungsstellen hervor. Sie warnen vor einer weiteren Zunahme der Gewalt vor den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen in diesem Jahr … bnr

Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht: Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen … postvonhorn

Weitere Kürzungen beim Zeitungskonzern Funke: Der Funke springt über – der Essener Zeitungskonzern Funke wird offenbar weit mehr Stellen kürzen als angenommen. Allein in NRW sind 300 Personen betroffen … taz

Klimawandel: Wie viel CO2 kann Deutschland noch ausstoßen? … scilogs

„Der Mann war ein Hochstapler“: Mein Urgroßonkel Max Lücke … harbuch

Klassenfahrt an den Main #dhd2019: Da ich keinen eigenen Beitrag hatte, dem ich bang entgegenfiebern musste, konnte ich mich voll auf den Besuch von Sessions, Panels und AGs konzentrieren sowie nach Belieben alte Kontakte pflegen und neue aufnehmen … texperimentales

Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Kultur: eine Diskussion in Dortmund … revierpassagen

Billie Eilish: Popmusik als Bergsteigen über Seelenabgründen … endoplast

Herrenreiter mit Dyskalkulie in Hagen: FDP beantragt im Rat Dreizügigkeit des Albrecht-Dürer-Gymnasiums … doppelwacholder

LWL erwägt Verkauf von fast 5 Mio RWE-Aktien: Einige wenige Kommunen und ein Verband besitzen etwa 1% der RWE-Aktien oder mehr: Neben dem Hochsauerlandkreis sind dies die Städte Essen und Dortmund sowie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster … sbl

Pausenbild aus Dortmund: der Florianturm

Die ersten Bäume blühten gestern am grauen und kühlen Sonntag im Westfalenpark.. (foto: zoom)

Noch ist es im Dortmunder Westfalenpark entspannt.

Klar, die Narzissen, Hyazinthen und Magnolienbäume blühen, aber die rauschende Frühlingsfarbenpracht lässt noch auf sich warten. Die Rosenstöcke stehen kahl und stachelig auf den Beeten.

Der gestrige grau-kühle Sonntag hatte einige Vorteile. Es gab genügend freie und kostenlose Parkplätze, kein Gedrängel auf den Wegen und nur kurze Wartezeiten am Aufzug des Florianturms.

Der Eintritt in den Park ist mit 3,50 Euro moderat, die Fahrt hoch auf den Turm mit 2,50 Euro fast ein Schnäppchen.

— Pause — Pause — Pause —

Immer noch ein historisches Desiderat: die Negerkirche bei Siedlinghausen


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Die Negerkirche bei Siedlinghausen scheint eine Schimäre, obwohl sie 1982(?) mit Holzkreuz und Stein neben die Sorpestraße Richtung Bildchen in die Geschichte gewuchtet wurde.

Die Quellenlage nach Wikipedia überzeugt mich nicht.

Im Oktober 2018 hatte ich meinen letzten Beitrag zum Thema „Neger“ und „Negerkirche“ gebloggt:

https://www.schiebener.net/wordpress/nur-wegen-euch-zwei-bilder-von-der-negerbruecke/

Heute bin ich auf meiner Abendrunde zum Kahlen Asten an Kreuz und Stein vorbeigeradelt.

Am Wegesrand: Hier stand angeblich die Negerkirche (foto: zoom)

Bei Wikipedia lese ich unter anderem:

„Zum Kirchspiel Negerkirchen gehörten die untergegangenen Dörfer Renninghausen, Remlinghausen, Rollinghausen und Welfferinghausen.[4] Aus dem Jahr 1300 wird die Kirche in Negere dokumentiert. Der ehemalige Pfarrort fiel im 15. Jahrhundert wüst. Der Ort gehörte zum Dekanat Wormbach. In einer Karte von 1577 ist eine Kirchenruine Negerkirch verzeichnet. Er lag südöstlich und nordwestlich der Landstraße, ein wenig oberhalb der Schafsbrücke. Aus dem Zustand der noch vorhandenen Trümmerreste lässt sich der ehemalige Grundriss der Kirche nicht mehr erkennen. Der Oberförster Padberg aus Astenberg ließ 1852 eine archäologische Ausgrabung vornehmen, in dieser Zeit müssen noch bis zu drei Meter hohe Wände gestanden haben.

Johann Suibert Seibertz beschreibt den damaligen Befund in den Blättern zur näheren Kunde Westfalens 1866, Seiten 97 bis 104:

Die Negerkirche und die dazugehörigen Marken. Die Kirche war im Schiff 40 Fuß lang und 24 Fuß breit. Der nach Osten abgerundete Chor hat eine Länge von 24 Fuß, macht im ganzen 24 Fuß Länge. Der Turm an der Westseite der Kirche hat einen Umfang von 12 Fuß in der Länge und Breite. Das Kirchenschiff hatte an jeder Seite drei unförmlich dicke, nach innen durch Streifen besetzte verjüngte Wandpfeiler von 6 Fuß Breite zur Tragung des Gewölbes. In den 5 1/2 Fuß breiten Räumen zwischen den Pfeilern waren, 8 Fuß von der Erde, sehr kleine Fenster angebracht. Die Pfeiler, worauf die Gewölbe ruhten, waren bis zu den Kapitälen 9 Fuß hoch. Der gemauerte Altarfuß stand mit dem Rücken nur 3 Fuß von der östlichen Chorrundung. Die Haupttür lag an der Nordseite. Anscheinend war auch noch im Turm ein Eingang. Die Mauerstärke des Chors war 2 1/2 Fuß, die des Schiffes ungleich stärker. Die Türgewände aus Sandstein waren außergewöhnlich hart. Einer dieser Steine ist in die neue Negerkirche in Brunskappel vermauert, um die Jahreszahl einzubauen.

Ein nach dieser Beschreibung gefertigter Grundriss ergibt eine ungewöhnliche Form. Die schmalen Gewölbefelder zwischen den sehr breiten Gurtbögen können nur Tonnengewölbe gewesen sein, in die die schmalen Schildbögen der Längswände mit Schildkappen einschnitten.[1] 1984 fanden erneute Ausgrabungen statt.[5]“

Die beiden unter Anmerkung 1 und 5 genannten Quellen möchte ich noch einmal mit eigenen Augen sehen. Bis dahin zweifele ich an der Existenz einer „Negerkirche“.

Mal eben mit dem Rad nach Winterberg und zurück

Am Ende unserer kleinen Radtour (foto: zoom)

Gestern Abend sind wir „mal eben“ mit dem Rad nach Winterberg und zurück gefahren.

Den Weg kennen die Einheimischen: Ennert, Silbach, Golfplatz, Rauher Busch, Winterberg, Edeka und zurück. Asphalt und unbefestigte Forstwege.

Die drei Bilder sind mit drei verschiedenen Kameras aufgenommen worden: Smartphone, Kompaktkamera, Spiegelreflex. Tja, was wir so alles auf dem Rad herumschleppen.

Der ultimative Fitnesstest ist der Anstieg vom Golfplatz zum Rauhen Busch. Bestanden.

Am Rauhen Busch. Rad abstellen. Bild knipsen. (foto: zoom)

Oberhalb der Remmeswiese haben wir uns die Ausläufer des Skikarussels angeschaut. Trotz Regen und Tauwetter liegt noch eine Menge Kunstschnee auf der Piste.

Kunstschnee am Rauhen Busch (foto: hannah)

Frage zum Schluss: Welches Bild ist mit welcher Kamera aufgenommen worden?

Ein Experiment mit der Weidelsburg

Die Weidelsburg bei Ippinghausen, oben die Fahne, an der ich gleich stehen werde. (foto: zoom)

Die Weidelsburg auf dem Weidelsberg bei Wolfhagen-Ippinghausen habe ich auf dem Weg von Korbach nach Kassel jahrelang nicht bemerkt, in den letzten Monaten schließlich aus den Augenwinkeln wahrgenommen und zuletzt zu meinem Projekt gemacht.

Am Sonntag bin ich in Ippinghausen abgebogen und habe es nicht bereut. Eine wuchtige Ruine, von deren Turm man bei entsprechendem Wetter einen freien Blick in alle Himmelsrichtungen hat.

Ich habe gestanden und gestaunt.

Verzeiht die Bildkomposition. Der Fahnenmast und Fahnenmann gehören eigentlich nach links. (foto: zoom)

Ich hätte jetzt noch ein paar Bilder und Geschichten auf der Platte, aber in der Überschrift steht das Wort „Experiment“. In einem weiteren Blogbeitrag werde ich über die Geschichte und Gegenwart der Burg berichten.

„Gegenwart“ bedeutet beispielsweise, dass es auf der Burg eine Bewirtung gibt, nämlich genau dann, wenn der Fahnenmann auf dem Bild rechts seine Fahne gehisst hat.

Ihr seht auf dem Bild, dass am vergangenen Sonntag kein Bier auf der Burg floss. Vor dem 15. April soll dort auch nichts fließen.

Wie kommt man an diesen interessanten Ort?

Experiment! Open Street Map, statt Google. Kommt das bei euch an?


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Wer mit dem Auto anreist, muss vom Parkplatz aus den letzten Kilometer zu Fuß gehen. Am Schluss wird es steil. Keineswegs barrierefrei.

Ersatz-Kreistagsticker (in Ermangelung des Originals)

Freitag, den 22.03.2019, im Kreistag des HSK im Kreishaus in Meschede

(Disclaimer: Unsere Autorin ist Geschäftführerin der Sauerländer Bürgerliste/FW. Der Originalticker ist vor längerer Zeit von einem damaligen Mitglied der Piraten „erfunden“ worden, was wiederum eine andere Geschichte wäre.)

Zuerst das Ende
Der nicht öffentliche Teil war ruckzuck zu Ende.
Auf der Tagesordnung im n.ö. Teil standen 3 Punkte:

    1. Die Vergabe für den Deckenausbau einer Kreisstraße

 

    1. Die Beteiligung des Hochsauerlandkreises am Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH

 

    Anzeige nach § 17 Korruptionsbekämpfungsgesetz. Was das auf sich hat, dazu steht hier etwas:

http://sbl-fraktion.de/?p=8924

Und jetzt ordnungsgemäß von vorne:
Öffentlichkeit = annähernd 0
Einwohnerfragestunde: 0 Fragen

Die Wahl der ehrenamtlichen Richter/innen beim Verwaltungsgericht Arnsberg und beim Oberverwaltungsgericht für das Land NRW für die Jahre 2020 bis 2025 erfolgte einstimmig gemäß der interfraktionell vorbereiteten Liste.

Gleichstellungsplan und Personalentwicklungskonzept
Der Gleichstellungsplan des HSK wurde von einer Mitarbeiterin der Verwaltung vorgestellt … und beschlossen, das Personalentwicklungskonzept zur Kenntnis genommen.

Stichworte: Weibliche Führungskräfte fehlen – Bei Neueinstellungen wird auf Parität geachtet – Der HSK bietet 78 Telearbeitsplätze – Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat der HSK als Arbeitgeber viel getan – Es ist schon viel erreicht – Es gibt noch viel zu tun!

In der anschließenden Diskussion äußert ein weibliches CDU-Kreistagsmitglied Zweifel, ob die Frauenquote, so wie sie im Bundesland Brandenburg beschlossen worden ist, der Weisheit letzter Schluss ist. Ob sie damit den außer ihr noch anwesenden 3 Frauen und 23 Männern ihrer CDU-Fraktion aus dem Herzen gesprochen hat, wissen wir nicht. Aus ihren Reihen ergab sich jedenfalls kein Widerspruch.
Wortmeldungen erfolgten noch von der Fraktion DIE LINKE und der SBL/FW.

Reinhard Loos von der SBL kritisierte u.a. die Besetzung einer einflussreichen und wichtigen Amtsleiterstelle ohne Ausschreibung und das mangelnde Bemühen, Gründe für nicht altersbedingte Personalfluktuation festzustellen.

Strombelieferung der kreiseigenen Liegenschaften …
hier: Vorbereitung der EU-Ausschreibung für den Lieferzeitraum 01.01.2020 bis 31.12.2022 mit Verlängerungsoption (Verwaltungsvorlage 9/1170)
Stichworte: Landrat Dr. Schneider bekundete, die Verwaltung sei für das günstigste Angebot.

Ein CDU-Kreistagsmitglied äußerte, Ökostrom würde noch lange nicht aus „Erneuerbaren“ sein – Wir seien alle an der gleichen Leitung – Die Standards der Öko-Strom-Anbieter seien nicht alle gleich – Die EEG-Umlage koste und würde subventioniert – Ökonomen würden sagen, die Energiewende sei außer Kontrolle.

Ein Mitglied der Fraktion der Grünen entgegnete, die Verwaltungsvorlage behandele Ökostrom stiefmütterlich – „In Zeiten, wo Jugendliche europaweit auf die Straße gehen, … – Die Grüne Fraktion stellte an Ort und Stelle den Antrag „Ausschreibung nur für Öko-Strom“
Der Sprecher der SBL-Fraktion gab zu Bedenken, dass die Rede von einem Auftragsvolumen von 22 Mio Euro sei – Ein kleiner Beitrag davon sollte Richtung Ökostrom verschoben werden.

Änderungsantrag der SBL:
http://sbl-fraktion.de/?p=8932

Der SBL-Sprecher kritisierte u.a., dass der Kreiskulturausschuss sich vor wenigen Tagen mehrheitlich für eine Multimediawand am Neubau des Sauerland-Museums ausgesprochen hat, die allein schon (laut Angaben der Kreisverwaltung) 400 Euro zusätzliche Stromkosten im Monat produzieren würde – Die Gewichte würden nicht stimmen – Der Beschlussvorschlag des HSK gehe in die völlig falsche Richtung
Landrat Dr. Schneider hatte zwischenzeitlich gekontert, er ließe sich nicht erzählen, wir (Verwaltung und CDU?) seien gegen Klimaschutz.
Der Sprecher der Fraktion DIE LINKE erinnerte ebenfalls an die Jugendlichen, die auf die Straße gehen – Es könne nicht sein, dass jeder sagt, andere sollten anfangen.

Ein Kreistagsmitglied der Grünen stellte unverschnörkelt fest, der Klimawandel sei eindeutig – Am letzten Freitag seien 300.000 Kids auf die Straße gegangen – In solchen Zeiten sei die Politik gefordert, mit guten Beispielen voran zu gehen – Das Denken müsste die Richtung wechseln.

Alle Appelle nützten nichts. Zuerst wurde an diesem sonnigen Freitag der weitergehende Antrag der Grünen von den „etablierten Fraktionen“ abgelehnt, dann der Antrag der SBL. Das zum Thema „Fridays for Future“.

Weiter im Takt
zur
Beschlussfassung zum Nahverkehrsplan Hochsauerlandkreis

Die SBL-Fraktion stellte einen Antrag auf Vertagung und Durchführung eines Workshops mit allen Verbänden, die sich am Anhörungsverfahren beteiligt hätten.

Warum?

Nach Meinung des SBL-Sprechers Reinhard Loos, seines Zeichens auch aktives Mitglied des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), enthält der Plan gute Ansätze zur Barrierefreiheit, doch es würden Ziele verfehlt, die er konkretisierte wie beispielsweise Maßnahmen zur Verbesserung der Verknüpfung zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln und Veränderungen bei den im Vergleich zu anderen Kreisen viel zu hohen Fahrpreisen. Hinzu käme eine viel zu lange Planungsdauer von mittlerweile 4 Jahren. Ein sehr großer Teil der Vorschläge aus dem Anhörungsverfahren werde einfach ignoriert.

Landrat und Kreisdirektor machten daraufhin klar, sie würden das anders sehen und sparten nicht an Kritik an Kreistagsmitglied Loos, z.B. dass der im Fachausschuss zu viele Fragen zum Nahverkehrsplan gestellt hätte – Der HSK ginge planerisch vor und mache keinen Quicky.
Reinhard Loos kritisierte, dass die Endfassung des NVP immer noch nicht vorliegt – „Nicht alles was lange währt, wird automatisch gut“
Die Beschlussfassung fiel erwartungsgemäß aus: Die “GaGaGroKo” stimmte für den Beschlussvorschlag des Landrats, obwohl noch nicht einmal ein konkreter Text vorlag.

Antrag der SBL wird vertagt …
… und zwar der „Bericht über Zugausfälle und -verspätungen im Kreisgebiet im Jahr 2018“

Zu viele Abbrecher beim Medizinstipendium Hochsauerlandkreis?
SBL-Sprecher Loos sprach von 1/3 Studenten, die aus dem Medizinstipendium des Hochsauerlandkreises aussteigen – Er fragte, welche Möglichkeiten der Landrat sieht, die Anzahl der Aussteiger zu reduzieren.
Der Landrat antwortet, dass es Abbrecher geben würde, sei ihnen klar gewesen.
Der Leiter des Gesundheitsamts erklärte, das Medizinstipendium wäre ein großer Erfolg.

Aktuelle Rechtssprechung (die den HSK nicht nur peripher tangiert)
Im Behördendeutsch „Unterkunftskosten in den Rechtskreisen SGB II und SGB XII; hier: Antrag der SBL/FW-Kreistagsfraktion vom 31.01.2019
Hier ist er:
http://sbl-fraktion.de/?p=8882

Eingeläutet wurde der TOP mit der Feststellung, der Gesundheits- und Sozialausschuss habe sich mehrheitlich gegen den SBL-Antrag ausgesprochen.

Dazu der SBL-Sprecher: „Fakt ist, dass das Konzept des HSK gescheitert ist“ – Er forderte den Landrat auf, einen Beschluss zu treffen, das Recht umzusetzen. Der Sinn des SBL-Antrags sei es, den betroffenen Menschen zu helfen, denen derzeit die Grundsicherung (z.B. Hartz IV oder Sozialhilfe) wegen angeblich zu hoher Mieten gekürzt wird.

Der Landrat sprach daraufhin an, Loos spekuliere, was irgendwann an Sozialgerichten geurteilt werde.
Der Kreisdirektor kritisierte, Loos spräche den entscheidenden Punkt nicht an – Die These sei nicht die, dass wir ein gescheitertes Konzept anwenden, sondern dass wir ein geändertes Konzept anwenden – Es gebe nur eine Hinweisverfügung des Bundessozialgerichts, die besage, ihr müsst erst eure Konzepte überarbeiten – Sobald die Urteilsbegründung vorliege, würde der HSK das Konzept überarbeiten.

Stefan Rabe, Kreistagsmitglied der SBL/FW, erkundigte sich nach der Anzahl der Klageverfahren und der Leistungskürzungen in Sachen Unterkunftskosten.

Der Landrat entgegnete daraufhin, er wisse nicht, ob so eine Statistik vorliegt.
Ein Kreistagsmitglied der SPD wollte wissen, von welchem Zeitpunkt die Verwaltung bei der Überarbeitung spreche – Die betreffende Rentnerin sei 82 Jahre alt und klage schon seit 3 Jahren.

Der Kreisdirektor schlug der SBL/FW vor, den Antrag auf die nächste Sitzung zu vertagen. Dann soll dem Kreistags ein neues Konzept vorgestellt werden. Die SBL erklärte sich mit der Vertagung einverstanden.

Now or never? Brexit
Auch interessant: „Bericht über den Stand der Vorbereitungen auf den Brexit; hier: Antrag der SBL/FW-Kreistagsfraktion vom 27.02.2019
Für die, die den Antrag lesen wollen,
hier:
http://sbl-fraktion.de/?p=8886
und die Antwort aus dem Kreishaus:
http://sbl-fraktion.de/?p=8898

SPD Winterberg: Terminanpassung Werkstattgespräch „Mobilität“

Das Werkstattgespräch "Mobilität" am Freitag, den 5. April 2019, zu dem
alle Bürgerinnen und Bürger aus Winterberg eingeladen sind, beginnt aus
organisatorischen Gründen eine Stunde früher als angekündigt um 17:00 Uhr
im "Gasthof Lumme" in Züschen.

Zum Inhalt siehe die Ankündigung hier im Blog:

https://www.schiebener.net/wordpress/im-briefkasten-winterberger-sozialdemokraten-wollen-zukunft-gestalten-werkstattgespraeche-geplant/

Zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Ist Deutschland rollstuhlgerechter geworden?

Barrierefreiheit im Friedrichstadt-Palast++ November 2017 in Berlin (Berlin). (c) Friedrichstadt-Palast, Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Vor zehn Jahren trat in Deutschland am 26. März 2009 die Behindertenrechtskonvention, die die Rechte von Menschen mit Behinderung verankert, in Kraft. Barrierefreie Zugänglichkeit zu schaffen ist darin eine wichtige Verpflichtung der unterzeichnenden Vertragsstaaten.

Die Berliner Sozialhelden, Betreiber der Online-Karte Wheelmap.org, haben verglichen, ob und wie sich die Rollstuhlgerechtigkeit der Orte auf Wheelmap.org in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie wollten untersuchen, ob tatsächlich Verbesserungen eingetreten sind. Die Datenbasis dazu stellten die ca. 490.000 Bewertungen dar, die in Deutschland auf Wheelmap.org mithilfe der Community über die letzten Jahre zusammengekommen und stetig mehr geworden sind.

 

Wie schneiden die einzelnen Bundesländer ab? (Grafik: Sozialhelden)

Auch die Stadt Olsberg-Bigge ist in der Online-Karte von Wheelmap.org mit einigen mehr oder weniger behindertengerechten Geschäften, Gebäuden, öffentlichen Einrichtungen usw. verzeichnet. Das Josefsheim Bigge beherbergt eine große Zahl von behinderten Menschen, die hier zum Stadtbild gehören.

„Willst du dich für mehr Barrierefreiheit engagieren? Dann werde Wheelmap Botschafter oder Botschafterin! Hier findest du einige Vorschläge, was du als Botschafter*in tun kannst. Wir freuen uns aber natürlich auch, wenn du andere Ideen hast, wie du dich engagieren kannst. Melde dich einfach bei uns!“

Hier anmelden: https://news.wheelmap.org/wheelmap-botschafter/

Die Sozialhelden haben sich den aktuellen Stand in den Bundesländern und in den Landeshauptstädten angeschaut und verglichen, was es in den letzten fünf Jahren für eine Entwicklung auf Landesebene gab.

Der Anteil der rollstuhlgerechten Orte ist dabei nur leicht gestiegen.

Raul Krauthausen, Aktivist und Wheelmap.org-Gründer:

“Es ist schön, dass wir in den meisten Bundesländern einen positiven Trend sehen, aber Verbesserungen von durchschnittlich 6 Prozent innerhalb von 5 Jahren ist noch ausbaufähig. Hier müssen öffentliche Hand und Privatwirtschaft mehr Verantwortung übernehmen, um auch der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden.”

Den vollen Beitrag, der Analyse samt Infografiken findet man unter https://news.wheelmap.org/10-jahre-un-brk-ist-deutschland-rollstuhlgerechter-geworden/

Darüber hinaus werden morgen auf dem Twitter- und Facebook-Kanal von Wheelmap.org Zahlen und Infografiken veröffentlichen.