R.I.P. Wolfgang Dauner (* 30. Dezember 1935 in Stuttgart; † 10. Januar 2020)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dz0mWn00XW4

 
Wolfgang Dauner hatte bereits als Kind Klavierunterricht und erlernte auch früh das Trompetenspiel. Als Jazzmusiker war er weitgehend Autodidakt.

Er absolvierte eine Lehre als Maschinenschlosser. Seine ersten musikalischen Engagements hatte er als Trompeter bei Bädertourneen von Marika Rökk, Zarah Leander und Lale Andersen.

1958 studierte er kurzzeitig Trompete und Komposition an der Musikhochschule Stuttgart. In den 1960ern war Dauner, inzwischen am Klavier, Begleiter wichtiger nordamerikanischer Jazzmusiker (z. B. Benny Bailey, Leo Wright oder Robin Kenyatta).

Höre gerade diese Jamsession von K. Wecker & W. Dauner:
 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=kegQywJFCYk

 

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Text-Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Dauner

We Salute You: One Tape eröffnet AC/DC Rockspektakel – Tickets im Alme Grill

Bereits die Premiere von WE SALUTE YOU im Dezember 2017 war ausverkauft und inzwischen gastierte die Band bereits in der legendären Frankfurter Jahrhunderthalle, in der AC/DC früher selbst auftrat. (Pressefoto: Stefan Rebscher(c))

Brilon-Alme. (Pressemitteilung) Der Countdown läuft: In einem Monat – am 08.02.2020 – wird es die Band WE SALUTE YOU in der Gemeindehalle in Brilon-Alme krachen lassen: Die AC/DC Tribute-Band setzt mit bis zu 21 Kanonen für die Salutschüsse, einer überdimensionalen und originalgetreuen Hells Bell, einer beeindruckenden Marshall-Verstärker-Wand und einer gigantischen Licht- und Tonanlage weltweit neue Maßstäbe.

Die Veranstalter haben nun die Vorband für das Rockspektakel ausgewählt. Das Rennen haben ONE TAPE aus Brilon gemacht. Die vierköpfige Band bietet Alternative Rock. 2019 erschien das Debütalbum „raus“ bei Langstrumpf/Cargo Records. Die junge Band hat bereits über 120 Konzerte gespielt. Im letzten Jahr konnte sie sich auch beim Nachwuchsbandfestival „SchoolJam“ gegen 1200 andere Bands durchsetzen und fuhr zum Finale des Wettbewerbs bei der Musikmesse Frankfurt.

In Alme wurde für das Konzert eine Vorverkaufsstelle eingerichtet: Die günstigsten Tickets für das Rockspektakel sind beim Alme-Grill in Brilon-Alme erhältlich.

Reguläre Tickets kosten hier 25 Euro. Außerdem gibt es vergünstigte Gruppentickets: Das Highway-to-Hell-Ticket gilt für 5 Personen und kostet 100 Euro. Gruppentickets gibt es auch über die Websites der lokalen Veranstalter: www.lautstrom.de und www.kemmerling-konzerte.de/.

Bundesweit sind Tickets bei allen EVENTIM-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Über WE SALUTE YOU:
Vier der fünf Musiker von WE SALUTE YOU waren bis 2017 Mitglieder der AC/DC Show BAROCK. Darunter der Leadsänger Grant Foster aus London und junge Gitarrenvirtuose Nick Young.

Nach einigen Jahren in denen man mit BAROCK kreuz und quer durch Europa reiste, wurde man sich einig: Ein Show Format mit angestellten Musikern passt nicht zur Charakteristik einer echten Rockband. Daher verwirklichten die Freunde ihre eigenen Vorstellungen von einem beeindruckenden AC/DC Konzerterlebnis.

Bereits die Premiere von WE SALUTE YOU im Dezember 2017 war ausverkauft und inzwischen gastierte die Band bereits in der legendären Frankfurter Jahrhunderthalle, in der AC/DC früher selbst auftrat. Der Erfolg der Band blieb nicht unbemerkt und so bekundeten viele Konzertveranstalter ihr Interesse an einer Zusammenarbeit, aber auch hier geht WE SALUTE YOU eigene Wege.

Neben wenigen ausgesuchten namhaften Konzerthallen, spielt die Band am liebsten in großen Hallen in ländlichen Gebieten, denn dort fühlen sich Konzerte noch nach Rock’n’Roll an!

Aber auch unter musikalischen Aspekten lassen die fünf Jungs keine Zweifel offen, denn Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem Sound und der Performance ihrer Idole. Somit wird jeder Aufritt der Band zu einem unvergesslichen Konzert Highlight, insbesondere für eingeschworene AC/DC Fans!

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Mehr Infos unter www.wesaluteyou.rocks

Bedrohung durch Nazis – Grüne Voerde: Aufruf zur Demo „Demokratie verbindet“ am 11.01. in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort: Unterstützt die Demokratie gegen die Bedrohung von Rechts!

Ein Twitter-Freund schrieb vor wenigen Minuten:

„Ähm, ich bitte Euch selten um was. Aber heute bitte ich Euch um etwas Zeit morgen. Und den Mut, gegen die rechten Hohlkörper auf die Straße zu gehen. Es kann nicht sein, dass zunehmend Politiker mit dem Leben bedroht werden!“

Auch weil mich ein Teil der persönlichen Geschichte mit dem Niederrhein verbindet, komme ich dem Aufruf von Stefan gerne nach. Wenn Bürgermeister*innen in Deutschland wegen Bedrohungen durch Nazis zurücktreten oder das Gefühl haben, einen Waffenschein nötig zu haben, ist etwas sehr faul im Staate.

Hier der Aufruf der Grünen Voerde:

Über die Presse ist bekannt geworden, dass der Bürgermeister von Kamp-Lintfort massiv von Rechten bedroht wird und als letzten Ausweg zum Selbstschutz jetzt einen Waffenschein beantragt hat.

Besonders die Rechten, die sich so stark bewaffnen, dass es sogar Horst Seehofer beunruhigt, planen jetzt für Samstag, 11.01. eine Demo , so bekloppt sich das auch anhört, zum „Schutz von Nationalisten und Patrioten vor dem Bürgermeister“. Angemeldet sind 20-30 rechte Teilnehmer.

Auslöser für den rechten Hass auf den Bürgermeister von Kamp-Lintfort ist übrigens, dass dieser im Europawahlkampf volksverhetzende Plakate abhängen ließ. Und seit dem mit dem Tode bedroht wird.

Die Grünen in Kamp-Lintfort werden natürlich dagegen auf die Straße gehen und sich den Rechten in den Weg stellen. Mit dabei sind alle anderen Fraktionen und Parteien der Stadt unter dem Motto „Demokratie verbindet“.

Und da Kamp-Lintfort zum Kreis Wesel gehört, ist es gar keine Frage, dass wir unsere Grünen Freunde unterstützen. Und wir würden uns sehr freuen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus unserer schönen Stadt Seite an Seite gegen Rassisten stehen zu sehen.

Die Gegendemo ist geplant ab 13 Uhr auf dem Prinzenplatz.

Pausenbilder IV: Tschüss Hamburg

Schluss mit den Hamburg-Bildern. Ein letzter Blick zurück. (foto: zoom)

Hamburg ist meine alte zweite Heimat, und es fällt mir immer wieder schwer, ins Sauerland zurückzukehren.

Obwohl ich inzwischen länger in Winterberg wohne als ich in Hamburg gelebt habe, zählen die Jahre in der Hansestadt doppelt und dreifach. Warum? Weil ich damals jünger war. Wenn man 25 Jahre alt ist, zählt ein Jahr 1/25 der Lebensspanne, später 1/40, 1/50, 1/60 und so weiter.

Mehr ist mir zum Geheimnis der verschwindenden Zeit bislang nicht eingefallen. Wenn du also fünf Jahre alt bist, ist ein Jahr zwölf Mal länger als für einen 60-jährigen, weitere Faktoren außen vor gelassen.

Meine Hamburger Jahre waren lang und irgendwo in meinem Inneren schlummert die Hoffnung, zurückkehren zu können. Aber die Stadt hat sich verändert. Die Mieten sind explodiert. Die Schiffszimmerer-Genossenschaft nimmt mich nicht mehr auf.

Hamburg – ein unerwiderter Schrei nach Liebe. Der Kapitalismus hat mich aussortiert, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Weltmusik im Sauer- und Siegerland: Klangkosmos NRW hat Geburtstag – Rückschau und das Programm 2020

Die okzitanischen Revolutionäre des polyphonen Gesangs aus Südfrankreich, LO CÒR DE LA PLANA, sind mit einem extra für NRW zugeschnittenen „Carnaval-Programm“ am 08.02. in Meschede. Am 17.02. tritt das Quintett in Siegen auf. (Pressefoto)

Südwestfalen. Im Jahr 2000 fand das erste Konzert unter dem Label „Klangkosmos“ in Südwestfalen statt. Niemand der damaligen Paten dieser Konzerte hätte gedacht, dass aus der Idee eine echte Erfolgsgeschichte würde.

(Pressemitteilung des Werkkreis Kultur Meschede)

Seitdem entstand eine offene Plattform von Kulturorganisationen in mehreren Städten Südwestfalens, die herausragende Musikensembles aus allen fünf Kontinenten präsentiert, um die weltweite musikalische Vielfalt zeitgenössischer Heimatklänge und Klangkunst live erlebbar zu machen.

Jedes Jahr waren mindestens sechs Ensembles mit Meistermusikern und jungen Talenten nach Südwestfalen eingeladen, um sich in Konzerten zu präsentieren, in Musikworkshops an Schulen und in Einrichtungen der kulturellen Bildung die Geheimnisse ihrer Musik zu teilen, sich mit lokalen Communities und musikalischen local heroes auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen, aber auch in wissenschaftlichen Lectures und kulturpolitischen Rahmenveranstaltungen tiefe Einblicke in ihre Klangkunst und Kulturen zu ermöglichen.

Die Städte Brilon, Meschede und Siegen haben berührende, intensive Konzerte erlebt, magisch schöne Klänge auf wenig bekannten Instrumenten gehört; kämpferische Lieder, Hymnen für den Frieden sowie überschäumende fröhliche Grooves, die das Leben feiern. Vielen Dank an alle, die in den letzten Jahren das Projekt begleitet und unterstützt haben, vor allem an das fantastische Publikum!

Das Programm des ersten Halbjahres 2020

In der 1. Jahreshälfte 2020 der Jubiläumsspielzeit wurden ganz besondere musikalische Perlen nach Südwestfalen eingeladen.

Im Mai (17. Brilon / 18. Siegen) steht mit NIYIRETH ALARCÒN eine starke Frau aus Kolumbien im Mittelpunkt der Konzerte, die schon lange vor „Fridays for Future“ sich für den Schutz der Natur eingesetzt hat. (Foto: Adelia Agzamova)

Zum ersten Mal im Klangkosmos ist am 20.01. das Quartett LEE NARAE aus Korea in Siegen, dass einen berührenden Liederzyklus im volkmusikalischen Pansori-Stil über eine legendäre Frauengestalt präsentiert.

Auch erstmals am 20.04. in Siegen wird der berühmte Epensänger Turkmenistans, PALVAN HAMIDOV, im Trio kraftvoll-rhythmische Stücke im Gepäck haben.

Die afghanischen Großmeister klassischer Musik aus Kabul kommen mit dem Ensemble SAFAR am 15.03. nach Brilon, und die okzitanischen Revolutionäre des polyphonen Gesangs aus Südfrankreich, LO CÒR DE LA PLANA, sind mit einem extra für NRW zugeschnittenen „Carnaval-Programm“ am 08.02. in Meschede. Am 17.02. tritt das Quintett in Siegen auf.

Im Mai (17. Brilon / 18. Siegen) steht mit NIYIRETH ALARCÒN eine starke Frau aus Kolumbien im Mittelpunkt der Konzerte, die schon lange vor „Fridays for Future“ sich für den Schutz der Natur eingesetzt hat.

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Die Koordinationsstelle der Reihe „Klangkosmos Weltmusik in NRW“ liegt in der Hand von alba KULTUR Köln mit ihrer Kuratorin Birgit Ellinghaus.

Weitere Infos und Downloads unter www.klangkosmos-nrw.de

 

Sauerländer Bürgerliste: Grundsätzliches zu Energie und Klima – Klimaschutz fängt auf kommunaler Ebene an.

Windräder
Richtung Krämerhöhe, Blick nach links: Windräder (archiv: zoom)

Auch im Sauerland wird in den letzten Wochen intensiv darüber diskutiert, welche Ursachen es für den Klimawandel gibt und was die richtigen Schritte zum besseren Klimaschutz sind, insbesondere aus kommunaler Sicht.

(Dieser Artikel der SBL ist heute in ähnlicher Form zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Daher hier der Versuch, die seit 2006 bestehende Position der SBL in 22 Thesen darzustellen:

  1. Der Klimawandel ist deutlich spürbar, und zeigt sich u.a. an der permanenten und progressiven Erderwärmung.
  2. Die Wärme auf der Erde resultiert vor allem aus der Sonneneinstrahlung, aber durch den Zustand unserer Atmosphäre entscheidet sich, in welchem Umfang auf der Erde ein Treibhauseffekt entsteht.
  3. Die Treibhausgase in unserer Atmosphäre haben deutlich zugenommen.
  4. Dafür sind vor allem wir Menschen verantwortlich.
  5. Eine große Rolle bei den Treibhausgasen spielt CO2.
  6. Daher ist eine Reduzierung der Treibhausgase und insbesondere von CO2 für den Klimaschutz unbedingt erforderlich.
  7.  Ohne marktregulierende Maßnahmen (wie z.B. CO2-Steuer) wird diese Reduzierung nicht gelingen.
  8.  Für einkommensschwache Haushalte ist ein pauschaler Ausgleich der aus der CO2-Abgabe entstehenden Mehrbelastungen durch ein Energiegeld o.ä. sinnvoll.
  9.  Drei wichtige Bereiche für die CO2-Einsparung und damit für den Klimaschutz sind Verkehr, Heizung und die Erzeugung von elektrischer Energie.
  10.  Die Verwendung von Kohle in jeder Form als Energieträger ist weder nachhaltig noch emissionsarm.
  11.  Atomkraft wäre ein geeigneter Energieträger (da sie relativ “sauber” ist), wenn nicht der Betrieb von AKW hohe Risiken enthielte und wenn abgebrannte Brennstäbe endgültig und sicher gelagert werden könnten. Beides wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. Daher scheiden AKWs aus.
  12.  Neue Energieträger wie z.B. Wasserstoff werden mindestens bis 2050 keinen wesentlichen Beitrag zur Energieerzeugung leisten können.
  13.  Regenerative Energien wie Wasserkraft und Windkraft sind für eine Energiewende unverzichtbar.
  14.  Gerade im Sauerland bestehen aufgrund der topographischen Verhältnisse und der geringen Siedlungsdichte sehr gute Voraussetzungen für die Nutzung von Wind- und Wasserkraft.
  15.  Kein Verfahren zur Energieerzeugung ist ohne Nachteile.
  16.  Gerade für Windenergieanlagen (WEA) ist es daher richtig, in jedem Einzelfall auf die jeweiligen Standortbedingungen zu achten, diese sorgfältig zu prüfen und WEA nicht überall zu errichten.
  17.  Für das Ergebnis der Abwägung bei jeder einzelnen WEA gibt es Spielraum, je nach Setzung der Schwerpunkte. Dies darf aber nicht zu einer fast generellen Ablehnung des Baus von WEA führen.
  18.  Außer der AfD unterstützen in Deutschland mittlerweile alle Parteien die Nutzung von Windkraft für die Stromerzeugung.
  19.  Auch der Anteil der “Klimawandelleugner” ist außerhalb der AfD sehr gering.
  20.  Für die Verkehrswende ist eine stärkere Nutzung des ÖPV unabdingbar; dafür müssen a) eine Ausweitung der Angebote, b) eine Verbesserung der Qualität und c) Fahrpreissenkungen erfolgen.
  21.  E-Mobilität bietet sich vor allem für Kurzstrecken und innerhalb der Städte an.
  22.  Klimaschutz fängt auf kommunaler Ebene an. Wir müssen alle unseren Beitrag leisten, ohne dass jede(r) in allen Bereichen perfekt sein kann.

Pausenbilder III: St. Pauli am Morgen – St. Pauli am Abend

Am Anfang des ersten Tages trottete ich unter dem Bismarck-Denkmal her. (foto: zoom)

Aus den letzten Beiträgen im Blog lässt sich leicht schließen, dass wir die ersten Tage des neuen Jahres in Hamburg verbracht haben.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten, also schlechten Hamburger Seite: trüb, nebelig, Regen, mal kalt, mal warm und als Belohnung dann doch ein paar sonnige, geschätzt drei bis vier Stunden.

Den ollen Bismarck in St. Pauli habe ich auf meinem Weg zum Holthusenbad aufgenommen. Dort, an der Kellinghusenstraße, kann man auch im Winter in einem 25-Meter-Becken draußen schwimmen, also Freibad. An einem der Tage, dem Samstag, herrschte Sturm. Ein Baum fiel auf die Gleise der Linie U1 und der Hagel prasselte mir in Eppendorf während der Hin-Bahn auf den Rücken, zurück ins Gesicht. Trotzdem habe ich die 1000 Meter geschafft. Bekloppt.

Auf dem Rückweg vom Kino – in der Großstadt geht es hin und her – habe ich im Nieselregen die tanzenden Türme am Beginn der Reeperbahn geknipst.

Die beiden Türme, Mann und Frau, tanzen Tango. (foto: zoom)

Im Abaton-Kino gab es übrigens „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl„. Empfehlenswert, aber das wäre ein weiteres Thema.

Pausenbilder II: Godot kommt nicht, Kernenergie und das Beste für die Zähne in Altona

Spoiler: Graffiti an der Elbe (foto: zoom)

Ein paar Pausenbilder aus der Großstadt.

Mit „Warten auf Godot“ hat Samuel Beckett nicht nur absurdes Theater, sondern auch eine erfolgreiche Metapher geschaffen. Er käme nicht, behauptet das Graffito am Elbufer. Sind wir sicher?

Kernenergie kann nicht nur gefährlich, sondern auch in Maßen unschädlich sein. Das beweist dieses Geschäft in Hamburg Altona:

Nichts ist vor dem „Missbrauch“ sicher. (foto: zoom)

Gefährlicher als die „Kernenergie“, zumindest für die Zähne, erscheinen mir die kandierten Mandeln an einem türkischen Spezialitätenstand.

Türkische Spezialität – die Zahnärztin freut sich. (foto: zoom)

Später mehr …

Pausenbild: Sonnenuntergang am Stadtparksee in Hamburg

Sonnenuntergang am Stadtparksee. Nach einem regnerischen Tag klart es abends auf. (foto: zoom)

Hamburg hatte sich in den letzten Tagen von der fiesen Seite gezeigt: Regen, Hagel und Sturm.

Gestern Nachmittag klarte der Himmel auf. Spaziergang am Stadtparksee in Winterhude. Sonnenuntergang.

Mehr später …

Anfrage der Sauerländer Bürgerliste zum Thema „Krankenhaus in Winterberg“ und die Antwort des Landrats.

Wie sieht die Zukunft des St. Franziskus-Hospitals Winterberg aus? (foto: zoom)

Die Sauerländer Bürgerliste hatte am 17. 12. 2019 eine Anfrage gemäß § 11 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Kreistags Thema: Krankenhaus in Winterberg, gestellt. Der Landrat antwortete (s. u.) am 19. 12. 2019 unter anderem:

„Die aktuelle Situation des Krankenhauses Winterberg wird Gegenstand der nächsten Sitzung des Ältestenrates am 07.01.2020 sein.“

Die Anfrage und weiter unten die ganze Antwort im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Landrat,

laut eines Berichts der lokalen Tagespresse vom 05.12.2019 unter der Überschrift „Die Waage im Gesundheitssystem – Zukunft des Krankenhauses Winterberg war das beherrschende Thema beim Besuch von NRW-Gesundheitsminister Laumann zum KolpingGedenktag in Medebach“ soll Landesgesundheitsminister Laumann erklärt haben: “ ‚Das Krankenhaus Winterberg ist unverzichtbar, dabei bleibt es‘, versprach der Minister. … Die Suche nach einem neuen Träger für das St. Franziskus werde sehr spannend … Wenn sich keiner finde und die Stadt nicht das nötige Geld habe, müsse in letzter Konsequenz der Hochsauerlandkreis einspringen und die Trägerschaft übernehmen. ‚Dazu kann ich den zwingen.‘ “

Dazu stelle ich folgende Fragen:

  1. Ist dem Landrat bekannt, ob der NRW-Gesundheitsminister diese Aussagen in Bezug auf den Hochsauerlandkreis tatsächlich so gemacht hat?
  2. Falls der Landesminister dies nicht so gesagt hat, was hat er tatsächlich gesagt?
  3. Welche rechtlichen Grundlagen sieht der Landrat, dass der Landesminister die Übernahme der Trägerschaft für das Winterberger Krankenhaus durch den Hochsauerlandkreis erzwingen kann?
  4. Welche inhaltlichen Möglichkeiten sieht der Landrat für die Übernahme der Trägerschaft für das Winterberger Krankenhaus durch den Hochsauerlandkreis?
  5. Welche weiteren Schritte plant der Landrat in dieser Angelegenheit?

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Loos SBL/FW-Fraktionssprecher

Die Antwort:

Sehr geehrter Herr Loos. Ihre o. g.. Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Ist dem Landrat bekannt, ob der NRW-Gesundheitsminister diese Aussagen in Bezug auf den Hochsauerlandkreis tatsächlich so gemacht hat? und 2. Falls der Landesminister dies nicht so gesagt hat, was hat er tatsächlich gesagt?

Da ich an der angesprochenen Veranstaltung nicht teilgenommen habe, kann ich dazu keine Angaben machen.

3. Welche rechtlichen Grundlagen sieht der Landrat, dass der Landesminister die Übernahme der Trägerschaft für das Winterberger Krankenhaus durch den Hochsauerlandkreis erzwingen kann?

Die betreffenden Aussagen beziehen sich offensichtlich auf die Vorschrift des 5 1 Absatz 3 Krankenhausgestaltungsgesetz NRW. Diese lautet: „Krankenhausträger sind in der Regel freie, gemeinnützige, kommunale, private Träger und das Land. Falls sich kein anderer geeigneter Träger ?ndet, sind Gemeinden und Gemeindeverbände verp?ichtet, Krankenhäuser zu errichten und zu betreiben, kreisangehörige Gemeinden jedoch nur, wenn sie die erforderliche Finanzkraft besitzen. “.

Wie diese Vorschrift in der Praxis formaljuristisch vollzogen werden kann, ist offen. Das Krankenhausgestaltungsgesetz NRW gibt selbst keine Instrumente vor. Nach Mitteilung der Bezirksregierung Arnsberg hat es in Nordrhein-Westfalen den Fall einer Verpflichtung zur Übernahme einer Krankenhausträgerschaft bisher noch nicht gegeben.

4. Welche inhaltlichen Möglichkeiten sieht der Landrat für die Übernahme der Trägerschaft für das Winterberger Krankenhaus durch den Hochsauerlandkreis? und 5. Welche weiteren Schritte plant der Landrat in dieser Angelegenheit?

Die aktuelle Situation des Krankenhauses Winterberg wird Gegenstand der nächsten Sitzung des Ältestenrates am 07.01.2020 sein. Insofern verweise ich auf diesen Termin.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider