Umleitung: Blume gegen Twitter, ChatGPT, Twitter vs. Mastodon, Fakten zum Klima und Gedenken an Fritz Weller

Fenster an der Hamburger Kunsthalle (foto: zoom)

Den Prozess Blume gegen Twitter international unterstützen? So geht es: Wie erwartet hat Twitter international seine Niederlage vor dem Landgericht Frankfurt nicht anerkannt, sondern Berufung eingelegt. US-Konzerne setzen häufig auf Zeitgewinn und darauf, dass Klägerinnen und Klägern schlicht die Puste und das Geld ausgehen, wenn der Rechtsstreit in immer neue Instanzen geht … scilogs

ChatGPT – ein Meilenstein der KI-Entwicklung: Im November wurde der Chatbot ChatGPT veröffentlicht. Die Sprach-KI verändert die Arbeit von Lehrenden und Lernenden. Eine Zeitenwende in der Bildung? … forschungundlehre

Irgendwas mit Internet: Twitter vs. Mastodon – ein Rück- und Ausblick … netzpolitik

Was wir heute übers Klima wissen: Ein Faktenpapier zum Stand der Klimaforschung jetzt aktualisiert … klimafakten

Öffentliches Gedenken an Fritz Weller: Sportikone und Widerstandskämpfer gegen die Nazis … nordstadtblogger

Der Traum der Erde – Arbeiten von Pitt Moog ab dem 10. Januar 2023 im Rathaus Hallenberg

Bildrechte – Fotos: Carlo Sintermann

Von Anbeginn der Zeiten. Mit der Schöpfung vereint. Grausame Rituale. Aber die Sehnsucht nach Liebe und Frieden. Der Traum der Erde. Ferne Mythen einer vergangenen Zeit und doch so aktuell.

(Pressemitteilung Stadt Hallenberg)


Mit dem Thema Mythos und archaische Kulturen hatte sich Pitt Moog mehr als 60 Jahre beschäftigt und bis zu seinem Tod im Jahre 2017 ein Werk geschaffen, das durch Variantenreichtum und Intensität zwischen Ratio und Naivität zu finden ist.

Die Retrospektive zeigt mit rund 30 Arbeiten, die teilweise noch nicht ausgestellt wurden, einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens. Die Werke werden an außergewöhnlichen Orten gezeigt, in den Gängen und dem Treppenhaus des Rathauses, in den Büros der Mitarbeiter/innen und beim Bürgermeister.

Unterstützt wird die Ausstellung durch den Förderverein Hallenberg, die Sparkasse Hochsauerland, die Firma ante-holz in Bromskirchen und den Kurator Carlo Sintermann, einem langjährigen Freund und Weggefährten von Pitt Moog. Die Kunstwerke sind ein Teil der Sammlung, die die Tochter des Künstlers Frau Eva-Maria Moog der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat.

Die Ausstellung wird am 10.01.2023 um 19.00 Uhr durch Herrn Bürgermeister Enrico Eppner und Herrn Sparkassendirektor Jürgen Hillebrand eröffnet. Die Laudatio hält Herr Michael Kronauge. Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung durch Herrn Dirk Mündelein begleitet. Der Eintritt ist frei.

Eröffnung: Dienstag, 10.01.2023, Beginn: 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 10.01.23 – 05.01.2024
Öffnungszeiten: Mo – Fr 8.30 – 12.00 Uhr
Mo 14.00 – 17.30 Uhr
Di – Do 14.00 – 15.30 Uhr

Season’s greetings

Fundstück (foto: zoom)

Genießt die Festtage. Geratet nicht in Stress. Streitet euch nicht. Wenn die Luft zu dick wird, geht an die frische Luft.

Lest ein gutes Buch. Spielt Karten oder Brettspiele. Bleibt gesund. Essen und Trinken? Die Dosis macht das Gift. Nutzt die Zeit für gute Unterhaltung. Hört, macht Musik und alles Schöne, das ich hier aus Vergesslichkeit nicht aufgezählt habe.

Das Fest der Liebe, nicht der Hiebe. Keine Gewalt. Denkt an die Menschen, die das alles nicht haben: Frieden, soziale Sicherheit, Gesundheit. Seid solidarisch. Lasst euch nicht gegeneinander ausspielen.

Kulturprojekt „Das Brotbaumregime“ – Ihre Erinnerungen sind gefragt! Was verbinden Sie mit Wald?

Fotosammlung ehemaliger Naturpark Homert, undatiert (1960er/1970er Jahre). // Bild: Kreisarchiv des Hochsauerlandkreises

Das Projekt „Das Brotbaumregime“ findet ab Juli 2023 im Sauerland-Museum in Arnsberg, im Museum Haus Hövener in Brilon und in der Südwestfälischen Galerie im Schieferbergbau- und Heimatmuseum Holthausen statt.

(Pressemitteilung HSK)

Mit Unterstützung der Bevölkerung soll es in der Ausstellung eine Wand der lebendigen Erinnerung geben. Gesucht werden Bilder, Zeichnungen, Lieder, Gedichte, Postkarten und selbst erlebte Geschichten, die für die Menschen vom Wald sprechen. „Die Zeit zwischen den Jahren bietet sich toll zum Stöbern in alten Fotoalben an – und dann denken Sie einfach auch an uns“, lädt Initiatorin Theresa Kampmeier ein.

„Um zu verstehen, in was für langen Zeiträumen sich Ökosysteme entwickeln, lohnt es sich, dass wir uns die eigene Lebensspanne vor Augen führen. Auch die aktuellen Veränderungen lassen sich damit besser herauszeichnen. Wir wollen uns zusammen und vielstimmig an den Wald erinnern, der unser Leben im Sauerland geprägt hat,“ beschreibt Kampmeier den Grund für die Erinnerungssammlung und hofft auf rege Beteiligung.

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Digitale Bilder und Textmaterial können per Email eingeschickt werden. Negative, Dias und Bilder aller Art werden vom Projektteam vorsichtig gescannt oder abfotografiert. Rückmeldung bitte bis zum 31. Januar 2023 direkt beim Projektteam unter hallo@brotbaumregime.info / 01577 9333 011 oder direkt in den beteiligten Kulturbüros: Kulturbüro Arnsberg, Alter Markt 19, 59821 Arnsberg (Kathrin Brandt), BWT Brilon Kultour, Derkere Straße 10a, 59929 Brilon (Dr. Frauke Brauer), Kulturbüro Schmallenberg, Unterm Werth 1, 57392 Schmallenberg (Saskia Holsträter).

Taubenvergiften für Fortgeschrittene

Ein Georg Kreisler Abend mit Leonhard Völlm am Freitag, 30.12.2022, 20 Uhr, KulturSchmiede Arnsberg

Illustration und Grafikdesign: Daniel Almagor

Die Programme mit Chansons des Liedermachers Georg Kreisler in der Interpretation von Leonhard Völlm erfreuten sich im Süddeutschen Raum und in der Schweiz großer Beliebtheit. Nach einer mehrjährigen Bühnenpause präsentiert er anlässlich des einhundertjährigen Geburtsjubiläums Georg Kreislers ein neu zusammengestelltes Programm.

(Pressemitteilung Kulturschmiede Arnsberg)

Völlm interpretiert die schwarzhumorigen Werke Kreislers mit sicherem Gespür für ihren abgründigen Wortwitz – bissig, makaber, erschütternd ehrlich und oftmals brandaktuell. Es werden neben den berühmten „Everblacks“ des Meisters auch einige unbekanntere Lieder Kreislers zu hören sein.

Die Kulturschmiede ist zu dieser Veranstaltung als Theater-Café gestaltet und beschränkt ihre Kapazität auch weiterhin auf nur 50 Sitzplätze.

Leonard Völlm (Foto: Thomas Susanka)

Leonhard Völlm ist Kantor und Organist an der Martinskirche in Stuttgart-Möhringen. Nach dem Studium der evangelischen Kirchenmusik weiterführende Studien bei Michel Chapuis (Paris), Peter Planyawsky (Wien) und Almuth Rössler (Düsseldorf) sowie Gaststudien in Göteborg und Stockholm. 2016 Uraufführung der eigenen Komposition „Wandel der Zeit“; Gründer und Leiter des „Morello Consort Stuttgart“;  Chanson-Programme des Wiener Autors und Komponisten Georg Kreisler sowie internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusikpartner.

Ticketlink: https://www.reservix.de/tickets-teatron-netto-taubenvergiften-fuer-fortgeschrittene-ein-georg-kreisler-abend-mit-leonhard-voellm-in-arnsberg-kulturschmiede-arnsberg-am-30-12-2022/e2004586

Karten sind außerdem erhältlich ab sofort in der Buchhandlung Sonja Vieth und allen reservix-Vorverkaufsstellen https://teatron-theater.de/hauptseite/vorverkauf/ oder an der Abendkasse in der Kulturschmiede Arnsberg, Apostelstraße 5, 59821 Arnsberg

Kfz-Zulassungsstelle Meschede ist zwischen Weihnachten und Neujahr geöffnet. E-Auto-Förderung kann voll erhalten werden.

Zum Beginn des neuen Jahres sinkt die Förderung für E-Autos um 1.500 bis 2.000 Euro. Dabei ist nicht der Tag des Erwerbs entscheidend, sondern das Datum der Zulassung beim Straßenverkehrsamt. Viele Kundinnen und Kunden warten teilweise schon seit vielen Monaten auf ihr Auto, das nun zum Jahresende ausgeliefert wird. Dann ist es besonders ärgerlich, wenn es mit der Zulassung im alten Jahr nicht mehr klappt.

(Der Artikel ist heute auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Die Kreisverwaltung hatte angekündigt, ihre Büros zwischen Weihnachten und Neujahr komplett zu schließen. Am 9. Dezember gab es im Kreistag jedoch eine direkte positive Rückmeldung zur Haushaltsrede des SBL, als wir darin ansprachen, dass E-Autos bis zum Jahresende angemeldet sein müssen, damit keine Kürzung der Prämie eintritt. In anderen Kreisen hätten Straßenverkehrsämter bereits zugesagt, deswegen zwischen Weihnachten und Neujahr zu öffnen, aus dem HSK sei bisher nur die Schließung der gesamten Kreisverwaltung für diese Woche bekannt.

Der Landrat sagte dann gleich im Anschluss an die Rede zu, dass die Zulassungsstelle Meschede zwischen Weihnachten und Neujahr geöffnet bleibt.

Seit gestern wird dies auch auf der Internetseite des HSK bekannt gegeben:
https://www.hochsauerlandkreis.de/aktuelle-themen/details/kreisverwaltung-von-heiligabend-bis-neujahr-geschlossen-kfz-zulassungsstelle-meschede-zwischen-den-jahren-geoeffnet

Friedenskapelle auf dem Borberg: nach einem Vierteljahrhundert den Weg gefunden

Die Friedenskapelle, auch Marienkapelle genannt, ist eine Kapelle auf dem Borberg zwischen Brilon und Olsberg. (foto: zoom)

Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich erst in diesem Jahr ernsthaft versucht, den Wanderweg hoch zum Borberg zu finden. Nachdem ich mir vor nun fast drei Jahren zu Beginn der Pandemie das Spazierengehen als seuchenadäquate Beschäftigung ausgesucht hatte, wurden neue Wander-Ziele in der nahen und mitleren Entfernung rar.

Kürzlich habe ich mir einige Broschüren aus der Tourist-Information in Winterberg zusammengeklaubt, bei Kaffee und Kuchen durchgeblättert und auf Seite 14 der Sauerland-Wanderdörfer den Rundweg zum Borberg gefunden. Die Wandertour beginnt dort allerdings an der Hiebammen-Hütte bei Brilon. Da ich von Olsberg aus starten wollte, habe ich mir mit Hilfe einer alten Olsberger Wanderkarte den Parkplatz an der Roten Brücke ausgesucht. Keine schlechte Wahl, vielleicht sogar die beste, die ich treffen konnte.

Blick zurück: Die Straße unten führt links zum Schinkenwirt und rechts zur „Roten Brücke“ über die Bahn. (foto: zoom)

Der Weg ist ein wenig tricky. Wenn ich nicht andere Spaziergänger*innen gefragt hätte, hätte ich mich an ein paar Stellen verlaufen können.

„Da hinten bei den Tannen geht es rechts hoch und dann noch einmal rechts und dann links auf dem Kreuzweg weiter“. Fast übersehen.

Diesen Hohlweg hätte ich glatt verpasst. (foto: zoom)

Das Zauberwort war schließlich Kreuzweg. Im Zweifel konnte ich mich an den Stationen orientieren. Außerdem lese ich neugierig die Sprüche auf den Steinen, diesen religiös verdichteten Wünschen, Hoffnungen und Ängsten unserer Gesellschaft. Als Atheist sehe ich den Glauben als eine sehr weltliche Angelegenheit und habe insofern keine Berührungsscheu.

Wird gemacht! (foto: zoom)

Ich kürze ab und nehme denn gefährlichen Weg hoch. Hinunter geht es dann den leichten Weg. Auf schneebedecktem Untergrund ist es weniger problematisch steil hoch als steil bergab zu gehen. Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich ängstlich.

Die Wahl zwischen Tugend und Laster (foto: zoom)

Der gefährliche Aufstieg war leichter zu bewältigen als ich gedacht hatte. Ziemlich schnell kam ich dem Ziel näher.

Das Ziel ist nah. (foto: zoom)

Den Borberg werde ich auf jeden Fall noch einmal besuchen, vielleicht von der Hiebammen-Hütte aus, vielleicht aber auch einfach wieder den gleichen Weg vom Parkplatz an der Roten Brücke, denn es gibt nicht nur dunkle Hohlwege und Kreuzwegstationen, sondern auch jede Menge schöne Aussichten.

Schöne Aussichten (foto: zoom)

Außerdem sind noch viele religiöse, esoterische, archäologische und historische Details rund um die Kapelle zu erkunden. Ich belasse es für heute dabei und schließe den Kreis.

Nur noch wenige Meter zur Kapelle hinauf (foto: zoom)

Schulabschluss und was dann? – Digitaler Bildungsnavigator soll den Weg weisen

Digitale Option für die Orientierung bei der beruflichen Orientierung: der Bildungswegenavigator Hochsauerlandkreis.

„Ich interessiere mich für Handwerk, Sprachen, Wirtschaft. Welche Wege stehen mir da offen? Kann ich mir ein Studium überhaupt leisten oder würde eine Ausbildung viel besser zu mir passen?“

(Pressemitteilung HSK)

Der Schulabschluss steht bevor oder ist bereits geschafft und dann kommen sie: Fragen über Fragen, die Schülerinnen und Schüler danach beschäftigen – weiter zur Schule, in einen der vielen Bildungsgänge der Berufskollegs? – oder doch in einen Ausbildungsberuf in dualer Ausbildung starten oder ein (duales) Studium beginnen? – Vielleicht doch erst einmal ein Freiwilligenjahr oder ins Ausland?

Da Entscheidungen für den passenden Anschluss nach dem Abschluss nicht leicht sind, hält die Kommunale Koordinierungsstelle des Hochsauerlandkreises mit dem digitalen Bildungswegenavigator (BIWENAV) ein neues Angebot vor:  

Unter www.biwenav-hsk.de finden sich gebündelt Antworten zur Beruflichen Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene.

Ausgehend vom aktuellen Schulabschluss können die Schülerinnen und Schüler direkt die Bildungswege erkennen und auswählen, die ihnen mit ihrem Abschluss im Hochsauerlandkreis als nächsten Schritt offenstehen. Nach Interessen sortiert, navigiert der BIWENAV zu konkreten Ausbildungszielen. Besonders hilfreich ist der BIWENAV mit seiner Navigierung auch, wenn Schülerinnen und Schüler noch nicht wissen, welchen Bildungsweg sie einschlagen möchten („Beratung“, „Entscheidungshilfen“, „Berufliche Inspirationen“).

Der BIWENAV bietet auch Videos, die erklären und damit die Entscheidung unterstützen. „Wie finanziere ich mein Studium?“ – „Duale oder schulische Ausbildung?“ „Auslandsaufenthalt – was muss ich wissen?“ lauten hier die Themen.

Und der BIWENAV kann noch mehr: Mit seinen kompakten Features, einer „Plus-Funktion“ und Infokästen erläutert er kompakt die Fachbegriffe des Bildungssystems.

Und was die duale Ausbildung angeht, so zeigt der BIWENAV deren große Stärke auf – die vielen Karrieremöglichkeiten, die es in der dualen Ausbildung gibt, beispielsweise mit dem Erwerb höherer Schulabschlüsse, BerufsAbitur oder Meistertitel. Der BIWENEAV kann gleichermaßen am PC, Tablet und Smartphone genutzt werden.

Rückfragen an: Kommunale Koordinierungsstelle Hochsauerlandkreis, Philipp Kunle, Tel: 02931/94-4127, kaoa(at)hochsauerlandkreis.de

Hintergrund: Der Bildungswegenavigator ist ein langjährig erprobtes und prämiertes Projekt der Stadt Düsseldorf. Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen von Schulen, Berufsberatung und Schülerinnen und Schülern hat die Kommunale Koordinierung im Hochsauerlandkreis kurzerhand dieses Erfolgs-Online-Tool auch für die Jugendlichen unserer Region übernommen, um mehr Transparenz in die Bildungswege im Hochsauerlandkreis zu bringen. Dazu Schulamtsdirektor Jochen Müller: „Der BIWENAV-HSK ist das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit, bei der eine breit angelegte, großartige Vernetzung im Bereich der Beruflichen Orientierung gelungen ist.“