Kipepeo hilft in der Ukraine. Tatkräftige Mitarbeit sowie Geld- und Sachspenden werden auch weiterhin benötigt.

Die Helferinnen und Helfer beim Beladen des 40-Tonnen-LKW in Siedlinghausen (Foto: Kipepeo)

Am 5. November ist zum elften Mal ein LKW voller Hilfsgüter aus Winterberg in die Ukraine gefahren. Der soziale und integrative Verein Kipepeo hatte gesammelt und viele Unterstützer*innen leisteten tatkräftige Hilfe.

(Pressemitteilung Kipepeo e.V. Winterberg)

„Besonders gefreut haben wir uns über den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Siedlinghausen, die uns nicht nur das benötigte Licht brachte, sondern auch beim Beladen kräftig mit anpackte“, so Vereinsvorstand Jan van Egmond. Mit vereinten Kräften wurden ca. 700 Kartons und viele Säcke voller Spenden in den 40-Tonner LKW gewuchtet.

Verteilaktion am Straßenrand in der Ukraine. (Foto: Kipepeo)

Inzwischen hat Kipepeo aus der Ukraine Bilder von dankbaren Menschen erreicht. Sie haben die dringend benötigten Sachspenden des LKW-Transports erhalten.

Vor allem die Kinder freuen sich aus vollem Herzen. (Foto. Kipepeo)

Darüber hinaus hat Kipepeo ein Projekt des Vereins Humanitäre Hilfe Korbach mit einer Geldspende unterstützt. Ein Tanklöschfahrzeug, das lange Zeit im Waldecker Land eingesetzt war, wurde in die Region Poltawa überführt. Poltawa liegt südöstlich der Hauptstadt Kiew, 70 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und wird häufig durch russische Drohnen angegriffen.

In einem sehr großen Gebiet von fast 400 Quadratkilometern mit 20 Dörfern waren bislang lediglich zwei ältere Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. Das neue Fahrzeug ist eine große Unterstützung und bedeutet zusätzliche Sicherheit für die Menschen in der Ukraine.

Die Zusammenarbeit mit dem Korbacher Verein, auch bei diesem Transport in die Ukraine, verlaufe, so Jan van Egmond, problemlos und solidarisch.

Die Aktionen zur Unterstützung der Ukraine gehen weiter. Sachspenden können jeden Montag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr bei Kipepeo in Winterberg abgegeben werden. Besonders die alten und kranken Menschen bedürfen unserer Unterstützung.

Für die Projekte und die Transportfahrten der LKW werden darüber hinaus Geldspenden benötigt.

Folgende Konten stehen zur Verfügung:
IBAN DE94 4606 2817 5191 0311 00 Volksbank Sauerland eG oder
IBAN DE44 4665 0005 0000 0042 75 Sparkasse Mitten im Sauerland

Kontoinhaber: Kipepeo – fair und sozial e.V.
Verwendungszweck: Spende Ukraine Aktion

Weitere Infos: Jan van Egmond

E-Mail: verein@kipepeo-fair-sozial.de

oder

www.kipepeo-fair-sozial.de

Marktstraße 4, 59955 Winterberg

SBL und FWG Hochsauerland bilden gemeinsame Fraktion im Kreistag des Hochsauerlandkreises

Mit dieser neuen Fraktion „SBL / FWG“ wollen beide Partner die kommenden fünf Jahre sozial, demokratisch und transparent gestalten

Als Fraktion im Kreistag (v.l.): Gerd Stüttgen (SBL). Annette Loos (SBL) und Sebastian Vielhaber (FWG) (Pressefoto: SBL/FWG)

Im Kreistag des Hochsauerlandkreises haben die Sauerländer Bürgerliste (SBL) und die Freie Wählergemeinschaft (FWG) eine gemeinsame Fraktion unter dem Namen „SBL / FWG“ gegründet.

(Pressemitteilung)

Mit dieser neuen Fraktion wollen beide Partner die kommenden fünf Jahre sozial, demokratisch und transparent gestalten – unabhängig, bürgernah und sachorientiert.

Die Fraktion SBL / FWG setzt sich aus erfahrenen Politiker*innen verschiedener Fachrichtungen zusammen:

Sauerländer Bürgerliste (SBL):

  • Gerd Stüttgen, Arnsberg – Dipl.-Verwaltungswirt, Fraktionsvorsitzender
  • Annette Loos, Brilon – Allgemeinmedizinerin, Fraktionsmitglied

Freie Wählergemeinschaft (FWG):

  • Sebastian Vielhaber, Winterberg – Architekt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Gerd Stüttgen, Annette Loos und Sebastian Vielhaber wollen ihre unterschiedlichen fachlichen und gesellschaftlichen Kompetenzen in die Fraktion einbringen. Diese sollen sinnbildlich für die Vielfalt der Interessen und Lebensrealitäten im Hochsauerlandkreis stehen.

Die neue Fraktion SBL / FWG wird sich in der kommenden Wahlperiode insbesondere folgenden Themen widmen:

„SBL und FWG Hochsauerland bilden gemeinsame Fraktion im Kreistag des Hochsauerlandkreises“ weiterlesen

Personalia aus dem Hochsauerland: Wirtschaftsförderung bekommt neue Geschäftsführung

Oliver Dülme (3.v.l.) und Manuel Sellmann (2.v.l.) bilden die neue Spitze der Wirtschaftsförderung des Hochsauerlandkreises und folgen auf Frank Linnekugel (links) und Peter Brandenburg (rechts). (Foto: HSK)

Oliver Dülme folgt als Geschäftsführer auf Frank Linnekugel und Kreiskämmerer Manuel Sellmann übernimmt die Aufgaben als Geschäftsführer von Peter Brandenburg bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis (WFG). Diese Personalentscheidungen traf die Gesellschafterversammlung der WFG am 17. Oktober einstimmig.

(Pressemitteilung HSK)

Der Wechsel an der Spitze der WFG wurde erforderlich, da Frank Linnekugel am 1. November 2025 das Bürgermeisteramt der Stadt Medebach angetreten hat.
Der 42-jährige Oliver Dülme wurde im Oktober 2024 als Prokurist bei der WFG eingestellt und folgt nun mit seiner vorherigen Erfahrung als Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer bei der Briloner Wirtschaft und Tourismus GmbH auf Linnekugel.

„Personalia aus dem Hochsauerland: Wirtschaftsförderung bekommt neue Geschäftsführung“ weiterlesen

Erstmals Fotografien von NS-Deportation aus Hamburg entdeckt

Die Aufnahmen waren bislang fehlerhaft als Evakuierungsfotos interpretiert worden

Das Foto zeigt die Ankunft der Deportierten am 24. Oktober 1941 am Logenhaus. Auf dem Gehweg vor dem Logenhaus in der Hamburger Moorweidenstraße 36 stehen Menschen zwischen beschriftetem Gepäck in kleinen Gruppen, sie begrüßen sich, unterhalten sich und warten. Das Foto wurde aus erhöhter Position vermutlich aus dem Gebäude aufgenommen. (Mit freundlicher Genehmigung des United States Holocaust Memorial Museum, Link zur Quelle)

Am 25. Oktober 1941 wurden mehr als 1.000 jüdische Hamburgerinnen und Hamburger ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Bekannte fotografische Dokumente darüber gab es bislang nicht. Nun ist es Forschenden der Freien Universität Berlin und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte gelungen, drei Fotografien dieser Deportation zu identifizieren.

(Pressemitteilung Arolsen Archives)

Die Aufnahmen zeigen die Ankunft der verfolgten Menschen an der Sammelstelle und den Abtransport mit Mannschaftswagen zum Hannoverschen Bahnhof – dem Aus­gangs­punkt für Deportationen während der NS-Zeit. Die Forschenden hoffen nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die abgebildeten Personen identifizieren zu können.

„Erstmals Fotografien von NS-Deportation aus Hamburg entdeckt“ weiterlesen

COP30: Von Klimagipfeln des Öls zum Klimagipfel der Natur

UFZ-Klimaökonom Reimund Schwarze analysiert die Ausgangslage

Tropische Vegetation in Brasilien. Zeichnung von 1878 (Quelle: wikimedia)

Die Vorbereitung des Weltklimagipfels in Belém fiel in eine geopolitisch schwierige Zeit. Deshalb konzentriert sich die COP30 offenbar auf zwei Themen: auf die Finanzierung der Klimaanpassung und den Tropenwaldschutz. Hier scheinen noch Erfolge möglich, sagt Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

(Pressemitteilung UFZ)

Symbolträchtig ist der Austragungsort der 30. Vertragsstaatenkonferenz (COP30) der UN-Klimarahmenkonvention gewählt. Belém, die Hafenstadt im Nordosten Brasiliens, ist das Eingangstor zum größten zusammenhängenden Tropenwald der Erde, dem Amazonasbecken. Diese „grüne Lunge“ unseres Planeten beherbergt noch immer 6 Millionen Quadratkilometer dichten Regenwalds – eine Fläche, mehr als halb so groß wie Europa. Die Amazonaswälder, der einzigartige Hort biologischer Vielfalt, sind akut von Abholzung bedroht. Früher wirkte der Regenwald als Gegenspieler zu den weltweit immerzu steigenden CO2-Emissionen. Heute nimmt das Amazonas-Becken aber nur noch rund 13,9 Milliarden Tonnen CO2 jährlich auf, gibt aber 16,6 Milliarden Tonnen CO2 in die Umwelt ab. Von einer Senke wurden die Gebiete zu einer Quelle von CO2. Manche Klimaforscher sehen die Amazonaswälder bereits an einem Kipppunkt.

„COP30: Von Klimagipfeln des Öls zum Klimagipfel der Natur“ weiterlesen

Hochsauerland: Verdacht auf Geflügelpest bei einem Kranich

Kreisveterinäramt bittet Geflügelhalter um konsequente Einhaltung der Schutzmaßnahmen – verendete Wildvögel melden

Junger und erwachsener Kranich in Wintersaat: Jungvogel mit braunem Kopf, Altvogel mit Schmuckfedern hinten und schwarz-weiß-roter Kopfzeichnung (Bild: Wikimedia)

Das Kreisveterinäramt teilt mit, dass bei einem am vergangenen Wochenende in der Gemeinde Bestwig, im Bereich Ostwig, verendet aufgefundenen Kranich der Verdacht auf Geflügelpest (Aviäre Influenza) besteht.

(Pressemitteilung HSK)

Dies bestätigten die ersten Tests des vom Kreisveterinäramt beauftragten Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen in Arnsberg von Dienstag (28.10.). Zur Bestätigung eines endgültigen Befundes wurden Proben an das nationale Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) geschickt.

„Hochsauerland: Verdacht auf Geflügelpest bei einem Kranich“ weiterlesen

Zukunftsperspektiven für Frieden im Nahen Osten – Dr. Aref Hajjaj zu Gast bei der Volkshochschule Hochsauerlandkreis

Dienstag, 11. November, 19 Uhr, im Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede

Vor drei Jahren, am 1. Oktober 2022, war Dr. Aref Hajjaj schon einmal, damals zur Vorstellung seines Buchs „Heimatlos mit drei Heimaten. Prosatexte über das Anderssein“, im Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede zu Gast. (foto: zoom)

Mit den neueren Entwicklungen im Nahen Osten ist ein vorsichtiger Optimismus entstanden, die verfahrene Lage zwischen Israel und den Palästinensern schrittweise verbessern und möglicherweise Aussicht auf Frieden erarbeiten zu können. Wie lässt sich für die Menschen im Nahen Osten eine nachhaltige Friedensregelung finden? Und wie können die Voraussetzungen für Frieden geschaffen werden?

(Pressemitteilung HSK)

Geographisch gesehen ist das Gebiet, um das es geht, sehr klein. Die Bevölkerung ist ethnisch gemischt. Den kulturellen und sicherheitspolitischen Interessen beider Seiten muss Rechnung getragen werden, und es braucht neutrale Vermittler für den Friedensprozess. Wie könnte beispielsweise die Vision zweier friedlich koexistierender Staaten, die eine konföderative oder gar föderative Einheit bilden, verwirklicht werden

„Zukunftsperspektiven für Frieden im Nahen Osten – Dr. Aref Hajjaj zu Gast bei der Volkshochschule Hochsauerlandkreis“ weiterlesen

„Einführung in die Antisemitismuskritik: Das Werk Jean Amérys“

„Demokratie im Dialog“ im Sauerland-Museum am Dienstag, 4. November um 18 Uhr mit Tina Sanders aus Leipzig

Das Sauerlandmuseum (archivfoto: zoom)

Das Sauerland-Museum in Arnsberg lädt unter der Vortragsreihe „Demokratie im Dialog“ zu einem Vortrag der Politikwissenschaftlerein Tina Sanders aus Leipzig ein. Sie führt in die Antisemitismuskritik ein und beschäftigt sich mit dem Werk des Schriftstellers Jean Améry. 

(Pressemitteilung HSK)

Jean Améry, säkularer Jude, Schriftsteller, Widerstandskämpfer und Überlebender mehrerer KZs, nahm sich 1978 das Leben. Bereits 1966, in seiner Essaysammlung ‚Jenseits von Schuld und Sühne – Bewältigungsversuche eines Überwältigten‘, stellte er dar, dass ihn die Entmenschlichung und Folter, der Verlust seiner Heimat und das Einbüßen von „Weltvertrauen“, die ihm im Zuge des Nationalsozialismus aufgrund seines „Judeseins“ widerfuhren, für immer fundamental erschüttert hatten. Er wies außerdem schon früh darauf hin, dass „unter dem Banner des Anti-Zionismus der alte miserable Antisemitismus sich wieder hervorwagt“, indem Israel „als faschistisch, imperialistisch und kolonialistisch“ betrachtet wird. Dies betraf nicht nur seines Erachtens bereits in den 1960er Jahren auch „Deutschlands junge linke Demokraten“.

„„Einführung in die Antisemitismuskritik: Das Werk Jean Amérys““ weiterlesen

Demo „Wir sind das Stadtbild“ in Arnsberg-Neheim

Veranstaltungsplakat

Die rassistischen Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zum sogenannten „Stadtbild“ werden auch im Sauerland nicht kritiklos hingenommen. Am Wochende wird in seiner Heimatstaft Arnsberg im Ortsteil Neheim protestiert.

Der Kreisverband der Linken im Hochsauerlandkreis , die Arnsberger SPD, die Grünen und die Sauerländer Bürgerliste rufen für Samstag um 15 Uhr zur Demo auf dem Marktplatz in Neheim auf.

Die Demonstration findet unter dem Motto „Wir sind das Stadtbild!“statt. Sie richtet sich gegen die den diffusen und raunenden („Fragen Sie ihre Töchter“) Aussagen von Bundeskanzler Merz u.a. zu Menschen mit Migrationshintergrund, die angeblich „ein Problem im Stadtbild“ darstellen. Die Initiator*innen: „Wir wollen damit parteiübergreifend ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen und zeigen, dass diese Äußerungen nicht das Sauerland widerspiegeln.“ Das Sauerland stehe nicht für Rassismus und sei eine weltoffene Region.

Vortrag „Jenseits des Nutzens“ im Sauerland-Museum

Mittwoch, den 29. Oktober 2025 um 18 Uhr im Blauen Haus des Sauerland-Museums

Im ersten Ausstellungsraum des Sauerlandmuseums werden die Säulen der Demokratie erklärt (Foto: Alexandra Zander)

Das Sauerland-Museum in Arnsberg und der Lions-Club Arnsberg-Sundern laden im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Mit Herz, Hand und Verstand. Demokratisches Leben im Sauerland“ zu einem kostenfreien Vortrag von Dr. Carsten Lotz ein.

(Pressemitteilung HSK)  

Die Demokratie sehen zurzeit viele Menschen in Gefahr. Es gibt viele Aufrufe, für die Demokratie zu kämpfen, sich um sie zu bemühen oder sie zu stärken. Es ist dabei aber immer nur abstrakt vom Begriff der „Demokratie“ die Rede. Kaum jemand redet darüber, was Demokratie eigentlich ist, was sie ausmacht oder was genau an ihr geschützt werden muss. 

Im Zentrum dieses Abends wird der Einfluss einer fast alles beherrschenden Wirtschaftswelt auf unseren alltäglichen Sprachgebrauch und unseren Alltag stehen. In der Wirtschaft wird das Handeln grundsätzlich danach ausgerichtet, wie ein kurz- oder langfristiger Gewinn erzielt werden kann. Gewinne zu machen, ist selbstverständliches Ziel der Wirtschaftsbetriebe, nicht nur um Betriebe und Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Übertragung dieses dominierenden Strebens nach Gewinnen infiltriert zunehmend unsere Gesellschaft und führt in unserem Lebensalltag beispielsweise zu häufig gestellten Fragen: „Was habe ich davon?“ – „Was kriege ich dafür?“ oder „Lohnt sich das?“

„Vortrag „Jenseits des Nutzens“ im Sauerland-Museum“ weiterlesen