Umleitung: Heute kurz, aber vielleicht ist ja etwas dabei.

umleitungGewohnt abgedreht: als ich einmal ins Krankenhaus ging … endoplast

Debatte um Peter Singer: alles ein Missverständnis? … hpd

Umschuldung und Gläubigerbeteiligung: die Fortsetzung eines Irrwegs … nachdenkseiten

DGB: Ausstieg aus Atompolitik – Auf nach Essen … doppelwacholder

50 Jahre PANORAMA: BRD-Geschichte im Zeitraffer … neheimsnetz

Lüdenscheid, Fußball und Rechtsextremismus: der NPD-Schiedsrichter aus der Kreisliga … zeitonline via nrwrechtsaussen

Bochum I: Frauen WM ohne Fans? … ruhrbarone

Bochum II: VfL – Totgesagte leben länger … pottblog

Umleitung: gescheiterter Kirchenaustritt, Super-Gau, Happy Birthday Richard Dawkins, linke Sprache, Reichtumsuhr, empörte Neonazis in Unna und mehr.

Moospflanzen auf dem Kahlenberg. (foto: zoom)
Moospflanzen auf dem Kahlenberg. (foto: zoom)

Herford: Kirchenaustritt scheitert an 30 Euro … nw-news

Super-GAU: in der Endlosschleife … ruhrbarone

Happy Birthday, Richard Dawkins: Today is the man’s 70th birthday — I didn’t see a thread of well-wishers on the RDF site … pharyngula

Drei Gründe, warum die Linken eine neue Sprache brauchen: „Möglichst in drei kurzen Absätzen solle ich erklären, warum die Linken heutzutage eine Kommunikationsproblem haben – das wünschten sich die Zeitungsmacher von der Linken Medienakademie in Berlin von mir. Here it is!“ … misik

Dortmund: Die Nordstadt und die Null-Toleranz-Strategie … ruhrbarone

Reichtumsuhr: Wachsende Schulden nur eine Seite der Medaille. Der DGB in Hagen und andere Institutionen haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es dringend nötig wäre, der Schuldenuhr durch eine Reichtumsuhr die andere Seite der Medaille entgegen zu stellen. Jetzt hat der DGB in Hessen eine Reichtumsuhr ins Netz gestellt … doppelwacholder

Unna: Neonazis schwer empört – Der Föhrer soll herabgewürdigt werden … nrwrechtsaußen

Baden-Württemberg: Spitz auf Kopf … WirInNRW

Exhibitionist in Winterberg: Am Donnerstagnachmittag wurden zwei junge Frauen beim Joggen durch ein Waldstück am Hesborner Weg von einem Exhibitionisten belästigt. Die männliche Person zeigte sich den Damen mit heruntergelassener Hose. Er kann wie folgt beschrieben werden: Ca. 18-20 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlanke Figur, bekleidet mit einer dunklen Jacke, einer Fellkapuze und einer dunklen Jogginghose mit grünen Streifen. Hinweise zu dem Exhibitionisten nimmt die Polizei in Winterberg, Tel.: 02981/90200 entgegen … polizeibericht

Why teach Evolution?

At the recent NSTA conference, Steve Newton talked about the central role evolution must play in science education, why biology teachers are hesitant to teach evolution, and how teachers can more fully integrate evolution into their curriculum. When: 3/10/2011. Where: NSTA conference, San Francisco.

Denkt nicht, dass die Probleme, die Steve Newton in seinem Vortrag aufwirft, nur in den USA existieren. Der Kreationismus hat auch in Deutschland seine Anhängerschaft.

Wer Englisch versteht, sich Sorgen um das naturwissenschaftliche Verständnis macht und 50 Minuten Zeit hat, sollte sich die gut 50 Minuten anschauen.

Es soll ja beispielsweise Biologie-Lehrer geben, die aus Zeitmangel nie zum Thema „Evolution“ kommen, welches auch oft am Ende der Schulbücher platziert ist und nicht als fundamentales Konzept vermittelt wird.

Umleitung: Gerüchte um Rundschau und WP, Gespenst des Kommunismus, Schwarz-Gelbe Furcht vor dem Bürger und Kommunalfinanzen.

umleitungIrre Gerüchte oder Rauch mit Feuer? „Rundschau und Westfalenpost werden Südwestfalen künftig gemeinsam von einem zentralen Newsdesk in Bathey aus beackern. Der ND in Lüdenscheid wird aufgegeben“ … medienmoral

Paradise lost: Aus dem Gespenst des Kommunismus, das einstmals in Europa umging, ist das Gespött des Kommunismus geworden … Misik

Schwarz-Gelb fürchtet zu viel Demokratie: Internet-Enquete des Bundestages muss Projekt zur elektronischen Bürgerbeteiligung stoppen … nd

Bundestag: Schlagabtausch um Kommunalfinanzen … doppelwacholder

Unter der Leselampe: Der große Entwurf. Eine neue Erklärung des Universums oder wie ich mich einmal selbst beschenkte.

Könnte sein, dass es 10^500 Universen gibt - meint Stephen Hawking. (foto: zoom)
Es könnte sein, dass es 10^500 Universen gibt - meint Stephen Hawking. (foto: zoom)

Kurz vor Weihnachten hatte ich von Stephen Hawkings neuem Buch erfahren. Das Werk, in dem er mit Hilfe seines Co-Autors Leonard Mlodinow, die „letztgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ stellt, stand am Weihnachtsgeschenke-Torschlusseinkaufstag im Regal der Buchhandlung „Dommes-Leber“ in Winterberg.

Das passte ganz gut, da sich mir meist in der dunklen Zeit am Jahresende ebenfalls die letztgültigen Fragen stellen.

So beschloss ich spontan-egozentrisch, mir das Buch selbst zum Weihnachtsgeschenk zu machen, habe es mir schön einpacken lassen und eigenhändig unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Das Buch habe ich vor ein paar Tagen zu Ende gelesen.  Ich hätte es auch leicht am 24. Dezember 23:59:59 Uhr mit dem Seufzer des um die letzten Welträtsel Wissenden zuschlagen können, aber ihr da draußen in der Welt, die ihr Familie und Kinder habt, wisst, wie die Muße über die Festtage und zwischen den Jahren in einen dunklen Malstrom gerissen wird.

Dafür existieren bis zu 10^500 Paralleluniversen, also 10 hoch 500 mal irgendsoetwas wie unser Dingens, was sich vor 13,7 Milliarden Jahren aus solch einem Mini-Dingens von wenigen Millimetern heraus aufgebläht hat. Also: die mögliche Zahl der Universen könnte in der Größenordnung einer 1 mit 500 Nullen liegen.

Ich hatte schon immer geahnt, dass Gott bei unserem Universum nur geübt hatte, aber 10^500 ist doch auch für einen lieben Gott ziemlich viel Arbeit. Das kann er eigentlich gar nicht schaffen.

Stephen Hawking in Wachs bei Madame Tussauds. (foto: chris)
Stephen Hawking in Wachs bei Madame Tussauds. (foto: chris)

Stephen Hawking ist der Meinung, dass man diesen überforderten Gott auch gar nicht benötigt, um eine „Theorie von Allem“, die „M-Theorie“, zu rechtfertigen und herzuleiten.

Was erwartet den Leser im Bestseller des britischen Physikers: keine Formeln, keine Mathematik. Sonst wäre es ja auch kein Bestseller 😉

„Der große Entwurf“ ist ein süffig geschriebenes Buch von gut 170 Seiten, dass sich in einem Rutsch oder an wenigen Abenden Stück für Stück unter der Nachttischlampe  lesen lässt.

Keine Leserin, kein Leser wird nach der Lektüre zur Physikerin, wenn sie oder er es nicht vorher schon war. Aber das Buch ist ein Schnelleinstieg für Nicht-Physiker in die Geschichte der Physik, ihrer großen Ideen, Methoden und Protagonisten, Menschen wie Du und ich, von Unbedarften, die knapp über den Dreisatz herausgekommen sind bis hin zu Feinschmeckern der Infinitesimalrechnung.

Mit 10^500 Universen, der String-Theorie und der Feynmann-Summe über alle Geschichten lässt sich auch mal ein Party-Gespräch bestreiten.

Das ist für mich sowieso der coolste Denkansatz: Die Geschichte ist nicht linear auf uns zugelaufen, sondern unser Heute ist die Summe aller möglichen Geschichten, die auf uns hätten zulaufen können.

Wem knapp 20 Euro für das auch materiell hochwertige Buch zuviel sind, dem leihe ich es gerne aus, wenn er oder sie denn um die Ecke wohnt.

Zwo hoch Fünfhundert Universen sind schließlich kein Pappenstiel.

Umleitung: Die Sprache der Macht, BVB, Euro, Precht, Giffords im Fadenkreuz von Palin, Niedriglöhne in Hagen und der braune Rand von NRW.

Schlaglöcher auf der L740 Richtung Altenfeld. (foto: zoom)
Schlaglöcher auf der L740 Richtung Altenfeld. (foto: zoom)

Die Sprache der Macht: Ein hübscher Name ist schon mal viel wert. Selbst Kriege werden heute werbeträchtig etikettiert. Früher benannte man eine Schlacht meist schlicht nach dem Austragungsort: Issos, Amselfeld, Verdun, Stalingrad. Heute steckt die PR bereits im Etikett: „Operation Desert Storm“, „Operation Iraqi Freedom“, „Operation Enduring Freedom“. Public Relations ist überall. Tom Schimmeck bei … gegenblende

Für Fußballverrückte: BVB total! – der TV-Sender für alle Borussia Dortmund-Fans startet zur Rückrunde bei Entertain (Telekom) … pottblog

Euro unter Beschuss: 2010 war ein Annus horribilis für die Europäische Währungsunion. Die Staatsfinanzierung von Griechenland, Irland und Portugal hat de facto die EZB übernommen, während die solventen EU-Staaten schon jetzt für Forderungen in Billionenhöhe bürgen … spiegelfechter

Richard David Precht: Wer bin ich, und warum weiß ich nicht, was ich rede? … WissensLogs

Gabrielle Giffords, Arizona: Im Fadenkreuz von Sarah Palin … huffingtonpost

sarahpac_0

Niedriglöhne: belasten Haushalt der Stadt Hagen … doppelwacholder

Am braunen Rand: Pro NRW will FDP beerben … NRWrechtsaußen

Umleitung: Gift am Arbeitsplatz, Egoismus, Wert des Journalismus, Dioxin, Hagen, Dachlawinen und mehr

Am Großen Bildchen (foto: zoom)
Am Großen Bildchen (foto: zoom)

Wenn Arbeit krank macht: Weil sie Menschen und Umwelt mit PCB vergiftet hat, sorgt die Dortmunder Recyclingfirma Envio seit Monaten für Schlagzeilen. Der Skandal hat schlagartig verdeutlicht: Die ganze Arbeitswelt ist immer noch voller Stoffe, an denen Menschen erkranken – und sterben. Oft schlummern sie im Verborgenen und die Arbeitnehmer ahnen nicht, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind … IGMetall

Alles nur für mich: Ein Zyniker würde fragen: „Wenn das Boot voll ist, warum schwimmt das Volk nicht?“ Nicht nur in der Zuwanderungsdebatte wird das Bild vom überbuchten Schiff genutzt. Blöder Weise vergessen die Bootsbesitzer, dass man für eine längere Reise tunlichst auch eine Mannschaft an Bord haben sollte … vorwärts

Die Linke ist programmatisch festgefahren: eine (Selbst-)analyse von Klaus Lederer in … blaetter

Vom Wert des Journalismus: der DJV startet eine Filmreihe … meedia

Richard Precht: „Wir erleben einen Aufbruch wie 1968“ … tsp

Dioxin und: nasenrümpfende Puten bei … weissgarnix

Schlaglochrepublik Deutschland: Jetzt werden schon Autobahnen gesperrt: Die Straßen sind zerlöchert, und es wird immer schlimmer. Das reiche Deutschland schafft es nicht mehr, seine Infrastruktur in Schuss zu halten … stern

Schlaglochstadt Hagen: Schlaglöcher wohin das Auge reicht. Ein Umstand, der Michael Haneke und seine Kollegen vom Fachbereich Grünanlagen- und Straßenbetrieb an den Rand der Verzweiflung treibt … DerWesten

Abiturquote: Hagen vorn … doppelwacholder

Theater-Szene Bochum: Weiter Wahnsinn wagen … ruhrbarone

Dachlawinen: Tauwetter wird die frostigen Temperaturen in den kommenden Tagen ablösen. Nun droht ein erhöhtes Aufkommen von Dachlawinen. Sie können Dachschäden hervorrufen und für manchen Rechtsstreit sorgen …  wpMeschede

Ich fand das Alte Testament oft grausam und unerbittlich. Wie weit sind wir heute von jener Zeit entfernt?

Alles hat seine Stunde (foto: zoom)
Alles hat seine Stunde (foto: zoom)

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein erfolgreiches Jahr 2011 – und zwar auf der Sonnenseite des Lebens 🙂

Take it easy baby …

Manchmal macht das Internet richtig Spaß: endlich coole Mathe-Videos von einem coolen Prof.


Heute habe ich einen richtig guten Channel auf Youtube gefunden. Wie ich darauf kam, weiß ich selbst nicht mehr genau.

Das aber ist das Schöne am Internet. Wenn man will, kann man sich in den Verzweigungen und Verbindungen des WWW und anderer Dienste verirren und treiben lassen.

Man sieht viel Mist und uninteressantes Zeugs und dann kommt plötzlich so einer wie Jörn Loviscach daher und stellt seine am White-Board mit einem antiken Tablet-PC gehaltenen Fachhochschul-Vorlesungen ins Netz. Man sieht ihn nicht, man hört nur seine sympathische Stimme, seinen trockenen Humor; und das White-Board Tablet lebt.

Ich hatte als Gymnasiast einige Jahre einen Mathematiklehrer, der sein Fach als Poesie betrieb und nicht als Rechenknecht. Latein, Philosophie und Französisch waren seine anderen Fächer. In meiner Erinnerung sieht er aus, wie Ulrich Wickert. Er war ebenfalls frankophil und hatte ein französische Frau.

Wenn ich mir heute die Videos von Jörn Loviscach anschaue und die Artikel in seinem Blog lese , springt wieder dieser Funke über und ich denke:

Für so einen wie Loviscach kannst du Dir zehn oder zwanzig Sloterdijks sparen.

Falls hier zufällig ein(e) Mathematik- oder Informatiklehrer(in) mitliest: Check it out!