Löcher im Licht – Silvester in der Melanchthonkirche Bochum

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

es würde mich freuen, mit Ihnen und Euch einen kurzen Weg zusammen zurückzulegen, der uns aus einem ereignisreichen alten Jahr 2015 in ein hoffentlich doch ebensolches neues Jahr 2016 führen wird.

Es empfiehlt sich, schnell Karten zu reservieren.

Mit herzlichen Grüßen,
Maik Hester

31. Dezember 2015, 22:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum

Löcher im Licht
Klang und TextPASSAGEN in der Silvesternacht

  • Texte von Pascal Mercier, Marlen Haushofer, Michael Glawoger und Hans Erich Nossack
  • Musik von Astor Piazzolla, Mauricio Kagel und Erik Satie u.a.
  • sowie kulinarische Kleinigkeitenzur Mitternacht
  • Rezitation: Heiner Stadelmann Akkordeon: Dr. Maik Hester Orgel und Klavier: Ludwig Kaiser
  • Eintritt: 20 / 12 EUR, Einlass ab 21:00 Uhr, Reservierungen bitte unter 0234 / 93 53 88 04 oder unter www.kulturraum-melanchthonkirche.de

Im Mittelpunkt der ‘Löcher im Licht – der Klang- und TextPASSAGEN in der Silvesternacht’ stehen in diesem Jahr Texte von Texte von Pascal Mercier, Marken Haushofer, Michael Glawoger und Hans Erich Nossack sowie Musik von Astor Piazzolla, Mauricio Kagel und Erik Satie.

Die Begegnung mit dem Fremden ist das thematische Band das alle Texte zusammenhält und den Dialog zwischen Text und Musik charakterisiert.

Erzählt wird, wie fremde Ereignisse in vertraute Situationen und Beziehungen einbrechen und dadurch neue, befreiende Lebensräume und Nähe möglich werden. Der Dialog zwischen Text und Musik animiert dazu, das Leben noch einmal ganz neu in die eigenen Hände zu nehmen.

Dabei scheint manches sinnlos, aber unvermeidlich, einmalig, grundlos beglückend oder ängstigend, nicht zur Gänze mitteilbar und doch immer mit Momenten großer, manchmal charmanter, manchmal burlesker, manchmal spielerischer Leichtigkeit.

Im zweiten Teil unseres Silvesterabends haben die Besucher dann die Gelegenheit, sich an kulinarischen Kleinigkeiten zu laben, die Sie an verschiedenen Orten im Raum finden. Ab viertel vor zwölf wird ein Glas Sekt gereicht, mit dem die Besucher gerne auch außerhalb der Kirche das mitternächtliche Glockengeläut und das Silvester-Feuerwerk entspannt genießen können.

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Dr. Maik Hester
Konzertakkordeonist, Akkordeon-Restaurator, Musikwissenschaftler
www.maikhester.net

Braunshausen: Dirk Wiese (MdB) kommt zum offenen Dialog ins Scheunenatelier

Meschede/Braunshausen. (spd_pm) Zum Abschluss der Ausstellung „Kultur trifft Kultur – Wir schmieden gemeinsam“ kommt der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (MdB) am 3. Januar ab 15 Uhr ins Scheunenatelier nach Braunshausen.

Der gelernte Goldschmied Albe Schmidt hatte in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Flüchtlingen einen Goldschmiedekurs gemacht. Die Werke werden bis zum 3. Januar im Scheunenatelier zu sehen sein.

Wiese möchte sich vor Ort einen Eindruck von der Ausstellung machen und im Anschluss zu einem offenen Dialog einladen, um mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Hallenberg und Umgebung bei einer guten Tasse Kaffee über die aktuellen Herausforderungen ins Gespräch zu kommen.

Insbesondere möchte er mit den Flüchtlingen vor Ort sprechen, ihnen zuhören und sie willkommen heißen.

Weitere Informationen gibt es unter www.dirkwiese.de und auf www.scheunenatelier-braunshausen.de.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein Frohes Fest!

Was Profis können, können nur Profis.

Happy Holidays. Ein Clip des Joscho Stephan Quartetts mit dem Stück „Winter Wonderland“.

Vielen Dank auch nochmal an Joscho für das wunderbare Konzert in der Arnsberger Kulturschmiede – neulich.

Umleitung: Das geheime Leben der Smartphones, Hitlers Hoden, Flüchtlinge, Drogenpolitik, das Klima und mehr …

When I was young, it was more important Pain more painful, laughter much louder, yeah ... (foto: zoom)
Steinhelle, 22. Dezember 2015:
„When I was young, it was more important
Pain more painful, laughter much louder, yeah …“ (foto: zoom)

Das geheime Leben der Smartphones: Gratis-Apps werden mit persönlichen Daten bezahlt – das ist hinlänglich bekannt. Neue Studien zeigen nun allerdings, wie weit die Sammelwut mancher Programme geht … tagesanzeiger

Flüchtlinge in Deutschland: Medien an der Grenze zur Hetze … tagesspiegel

„Flüchtlinge“ – Das Wort des Jahres? Wir blicken kritisch auf die Entscheidung. Podcast bei … freie-radios

Ausweitung des Abgas-Skandals: Konzerne drohen, Politik schweigt … taz

Atomausstieg, Fracking, Klimaabgabe: Mit diesen Energielobbyisten traf sich die Bundesregierung … abgeordnetenwatch

Klimakonferenz Paris: die große Illusion … scilogs

Fischer im Recht / Drogenpolitik: Legalize it! Alkohol ist eine psychogene Droge mit hohem Suchtpotenzial. Es ist nicht so groß wie bei Nikotin oder Opiaten, aber immerhin bringt es – je nach Kultur – zwischen zwei und zehn Prozent der Konsumenten in die bedrückende Lage eines Abhängigkeitssyndroms oder dauerhaft grenzwertigen Missbrauchs mit psychosozialer Auffälligkeit. In Deutschland sind das etwa 2,5 Millionen Menschen … zeitonline

Arne R. kann es nicht lassen: Ihre Einsendung zu unserem Literaturwettbewerb V … erbloggtes

Allein im psychologischen Kern: Festschrift für A.S. (aber sagen Sie es nicht weiter) … causaschavan

Hitlers Hoden: Es ist selten, dass sich überhaupt jemand für Hoden interessiert. Sie sind da. Und erledigen ihren Job. Im Gegensatz zu Brüsten oder der Penislänge lösen sie selten wilde Debatten und Streitgespräche hervor … schmalenstroer

Vier Teufel aus dem Luftschacht: Faust I am Düsseldorfer Schauspielhaus … revierpassagen

Wir sind weltoffen: Appell für einen Gütersloher Flüchtlingsgipfel … mehr

Dortmund – Refugees Welcome: Benefiz-Konzert im Dietrich-Keuning-Haus – Haluk Levent singt am Samstag für Flüchtlinge … nordstadtblogger

Unfassbar! Zimmer sollen Türen haben: Ministerium benennt Mindeststandards für Flüchtlings-Wohnungen … doppelwacholder

Weihnachtsgrüße aus dem Ruhrgebiet: Wahlheimat.Ruhr wünscht Euch allen ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest! … wahlheimatruhr

Hallo liebe Musikfreunde! Benefizsingle der Tommy Schneller Band … neheimsnetz

Pressemitteilung: Weihnachtsfeier bei der AWO in Brilon

Von links: Volker Knappe, 1. Vorsitzender der AWO Brilon, David Schwanke, Erzieher im AWO - Waldkinderkarten Brilon und der Nikolaus (foto: awo)
Von links: Volker Knappe, 1. Vorsitzender der AWO Brilon, David Schwanke, Erzieher im AWO – Waldkinderkarten Brilon und der Nikolaus (foto: awo)

Brilon. (awo_pm) Volker Knappe, Vorsitzender des AWO Ortsvereins in Brilon,  begrüßte bei der diesjährigen Weihnachtsfeier in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt rund 60 Gäste.

Neben den Hausbewohnern und Mitgliedern, waren auch in diesem Jahr wieder viele Freunde und Unterstützer der Arbeiterwohlfahrt zur gemütlichen Feierstunde gekommen.

Besonders bedankte sich Volker Knappe beim Team rund um Petra Blome, welches den Veranstaltungssaal liebevoll und mit weihnachtlichen Akzenten vorbereitet hatte.

Einer harmonischen Feier, in entspannter Atmosphäre und anregenden Gesprächen stand bei dieser einladenden Kaffeetafel nichts mehr im Wege.

Für die musikalische Untermalung und weiteren Darbietungen sorgte der AWO Waldkindergarten „Hollenkinder“ aus Brilon.

Nach dem Kaffeetrinken begrüßte der 2. Vorsitzende Ralf Wiegelmann den von allen lang ersehnten Sankt Nikolaus.

Aus seinem roten Buch las Sankt Nikolaus, bis auf das ein oder andere mahnende Wort, nur Gutes  vor.

Im Anschluss verteilte Sankt Nikolaus seine Gaben an die kleinen und großen Gäste der Weihnachtsfeier und wünschte allen friedliche und gesegnete Festtage im Kreise der jeweiligen Familien.

Abgerundet wurde die Weihnachtsfeier mit amüsanten Darbietungen und Gedichten von Monika Gründer und Walburga Prange.

Zum bevorstehenden Weihnachtsfest wünschte Volker Knappe allen Teilnehmern stellvertretend für den gesamten Ortsvereinsvorstand des AWO–Brilon frohe und gesegnete harmonische Festtage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016.

Weiter Informationen zum AWO Ortsverein Brilon erhalten Sie stets aktuell unter www.awo-brilon.de und auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/AwBrilon oder auch telefonisch unter 02961-6042.

Umleitung: Krise, Flucht, Geschichte, Funke-Medien, Möchtegern-Ökos und das Erwachen der Macht …

Cappuccino in der Mayerschen Buchhandlung Dortmund. (foto: zoom)
Cappuccino in der Mayerschen Buchhandlung Dortmund. (foto: zoom)

Grenzen und Wohlstand: Drei Themen haben den Menschen in Deutschland 2015 bewusst gemacht, dass Europa kein Ort der Beschaulichkeit ist: die Griechenland-Krise, der Terror und die Zuwanderung. Sie sind Teil eines größeren Problems … postvonhorn

Was ist ein „angemessener“ Geschichtstest? Am 24. Oktober 2015 veröffentlichte das Weiße Haus (auf Facebook!) eine kurze Rede Präsident Obamas,[1] in der er die in der USA wachsenden Bedenken bezüglich der Zunahme an standardisierten Prüfungen ansprach. Er rief nach “pfiffigen, strategischen Testverfahren”, die Kindern beim Lernen helfen und ihnen nicht die Freude am Lernen nehmen würden … publicHistory

Was für ein Jahr! 2015: Historisch? … jurga

Flüchtlinginnen und Flüchtlinge: Kein Femininum zu Flüchtling … sprachlog

Einfach helfen – ohne Wenn und Aber: „Flüchtlinge sind MENSCHEN … keine Heiligen, keine Monster – einfach Menschen! Und wie sind Menschen? Menschen sind nicht gleich, Menschen sind Individuen, sie sind: gut, schlecht, groß, klein, dick, dünn, glücklich, traurig, frustriert, deprimiert, wütend, aggressiv, intelligent, kreativ, empathisch, hilfsbereit, herzensgut, ängstlich, egoistisch, dumm …!“, starke, emotionale und vor allem treffende Worte – ein Gänsehautmoment, der sich durch den gesamten Saal zieht. Standing Ovations für Dilek Stadtler, die das Zeitgeschehen mit diesen Worten auf den Punkt bringt … neheimsnetz

Funke-Mediengruppe: stellt „Arbeitsverhältnisse” ihrer Freien auf den Prüfstand … mmmverdi

Das Erwachen der Macht: Zum Einschlafen, oder? … scilogs

Gernulf Olzheimer kommentiert Möchtegernökos: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Großen Vorsitzenden der richtigen Partei ausging, dass alle Welt sich schnellstens einen Distinktionsgewinn suchte, und jedermann ging, so er nicht gerade SUV fuhr oder in die Karibik flog, auf dass er sich ein Renommiergewissen um den Hals hinge, und siehe, es war gut so … zynaesthesie

Dinslakens Menschen bewegte in der 51. Woche 2015: Bauprojekt Schatzkammer, Sanierung Bahnstrasse, Neutorgalerie, Aktionsbündnis und Rückblick … andreashaab

Dortmund wird immer jünger: Dutzende neue Einrichtungen und Kita-Gruppen sind in Planung und Bau … nordstadtblogger

Rückkauf für Dortmund – ein lange verschollenes Gemälde und viele Geschichten: „Wir sind jetzt heiß geworden“, sagt Klaus Fehlemann mit leicht ironischem Beiklang. Wenn ein distinguierter Mensch wie Dortmunds ehemaliger Stadtdirektor sich so kräftig ausdrückt, dann … revierpassagen

Die strahlende Altlast der Enervie: Eingekapselt und vergessen. Könnte noch teuer werden … doppelwacholder

Arnsberg: Museum in der Krise … sbl

Umleitung: Hasspropaganda, Gender-Gaga, Xavier Naidoo, Flüchtlinge, IS, Klimakonferenz, Geschichte, Keyless GOne und mehr.

Das war im Sommer. Grafitti in Dortmund. (foto: zoom)
Das war im Sommer. Graffiti in Dortmund: keine verbotene Fütterung (s.u.) (foto: zoom)

Lektionen in Hasspropaganda: Der Wir-Die-Subtext der meisten Nachrichten ist billig, spricht aber das Publikum an. Deshalb ist dieses zu Hasspropaganda tendierende Element das hauptsächliche Produkt der meisten Massenmedien … erbloggtes

Gender-Gaga: Revolutionär*innen, die auf Sternchen starren … sprachlog

Das Gehirn hat kein Geschlecht: Typische Frauen- und Männerhirne gibt es nicht, sagt eine aktuelle Studie. Unser Denkorgan ist ein Mosaik aus beiden Anteilen … zeitonline

Xavier Naidoo: Der Sänger, der Bullshit und die Kultur … psiram

Für die NRW-CDU wird es eng: Die Zuwanderung macht Laschet zu schaffen … postvonhorn

Syrien, Paris und die Flüchtlinge: Über Syrien hat sich während des arabischen Frühlings keiner Sorgen gemacht. Das Land sei so stabil, waren sich 2010 nahezu alle Experten sicher, dass Syrien einigermaßen immun gegenüber den Umwälzungen anderswo sei … fischblog

Der Islamische Staat (IS): Sogenannt, selbsternannt, allerhand … jurga

Realpolitik und andere Übersetzungsfehler: Es ist eine der seltsamen Eigenarten des Sprachtransfers, dass das Wort „Realpolitik“ gerne von jenen Politikern oder Kommentatoren hochgehalten wird, die von der Realität recht wenig Ahnung haben … misik

Ich hab Polizei: Ein schwerer Fall von Wehrkraftzersetzung: während die verwahrloste Unterschicht auf dem Mainzer Gutenbergplatz unter dem Banner der AfD ihre rassistischen Hetzparolen hochkotzte, sangen Mitglieder des Staatstheaters im Foyer den Schlusschor aus Beethovens IX. Symphonie. Alle Menschen werden Brüder … zynæsthesie

Wroclaw re-read: In the history of various cities, one can observe many examples of turning points that remind us of these cities’ political, cultural, or economic situation. They represent borderline situations that can still be seen today, even after many decades … publicHistory

Mail aus Göteborg: Neue Nachrichten über Gustav „Scheini“ Martens … harbuch

Klimakonferenz in Paris: „Mammutaufgabe für die Wirtschaft“ … dradio

Keyless GOne – wie die Autoindustrie uns beklaut: offenbar bieten diese Schlüssel mit ihrem eingebauten Nahfeldfunk auch für Diebe viel Komfort. Sie können Autos ohne jede Gewalt stehlen. Zudem innerhalb von Sekunden. Am Tatort bleiben keine Hinweise auf den Diebstahl … ruhrnalist

Angehörige von NSU-Opfern zu Gast in Dortmund: Lob für die Stadt und scharfe Kritik an den Ermittlungsbehörden … nordstadtblogger

Hagen: Politik plündert Reservetopf für die Kunstrasenplätze … doppelwacholder

Arnsberg: Große Abschlussveranstaltung der Arnsberger Jugendzentren … neheimsnetz

Jagd und Wild im HSK: Mindestens 11 verbotswidrige Fütterungen in einem Jahr … sbl

Was vom Monat übrig blieb: Das war der November … revierpassagen

Sauerlandmuseum in Arnsberg: Betriebslose Kosten

Das Sauerlandmuseum: Probleme mit dem Baugrund am Steilhang schon im Jahr 2013(archivfoto: loos)
Das Sauerlandmuseum ist bis voraussichtlich 2019 geschlossen. Die Kosten laufen weiter. (archivfoto: loos)

Wie teuer darf ein geschlossenes Museum sein? Nach dem Entwurf der Kreisverwaltung für den Kreishaushalt 2016 kostet ein geschlossenes Museum etwa genau so viel Geld wie ein offenes Museum.

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Es geht – mal wieder – um das Sauerlandmuseum in der Arnsberg Altstadt. Im August 2014 gab es ein Museumsfest, um ab dann war das Museum geschlossen, wegen der geplanten Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen. Seitdem steht nur ein einziger kleiner Raum in einem Nebengebäude noch zur Verfügung. An einem geregelten Museumsbetrieb ist also nicht zu denken.

Zuletzt im Jahr 2013 war dieses Museum also während des ganzen Kalenderjahres geöffnet. Damals ergab sich nach der Ergebnisrechung ein Zuschussbedarf aus dem Kreishaushalt in Höhe von 608.559 Euro.

Seit über einem Jahr ist das Museum nun nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, wird es noch etwa ein Jahr dauern, bis tatsächlich mit den Bauarbeiten für den Erweiterungsbau begonnen wird. Für das Frühjahr 2019 ist dessen Eröffnung geplant, fast 5 Jahre nach dem “Abschiedsfest”.

Nun könnte man annehmen, dass in der Zwischenzeit erhebliche Betriebskosten eingespart werden, für Personal- und Sachkosten. Doch aus der Drucksache 9/369 für die Sitzung des Kulturausschusses am 1. Dezember ergibt sich etwas völlig anderes: 573.649 Euro werden für das Jahr 2016 an Zuschuss für das Sauerlandmuseum eingeplant. Darin sind keine Bau- und Sanierungskosten enthalten; die werden an anderer Stelle geplant. Die “Einsparung” gegenüber dem Betriebskostenzuschuss während der letzten ganzjährigen Öffnung beträgt also nur etwa 6%. Im Wirtschaftsplan des Museums sind u.a. 4,649 Personalstellen vorgesehen, für die etwa 414 TEuro an Personalaufwendungen anfallen. Weitere 72 TEuro fließen als “Verwaltungskostenerstattung” an die Kreisverwaltung und bestehen überwiegend ebenfalls aus Personalkosten.

Ein teurer Betrieb ohne Betrieb.

Burghofbühne Dinslaken vor dem Aus? Ich habe dann mal die Petition unterzeichnet.

Als Schüler hatte ich einen Theaterpass für die Burghofbühne Dinslaken. Ich habe dort als Gymnasiast aus „bildungsfernen Schichten“ das „ins Theater gehen“ gelernt.

Da ich kaum Stücke kannte, bin ich eine Saison lang in alle Vorstellungen gegangen. Komödie, Drama, absurdes Theater – egal. Staunen, lernen, Kultur aneignen.

Später gehörte einer der jungen Schauspieler zu unserem Freundeskreis. Ein Lette, glühender Antikommunist (habe ich später verstanden) und Besitzer einer Werner Lämmerhirt-Langspielplatte … aber das ist insgesamt eine andere Geschichte.

Die Burghofbühne und, das soll erwähnt werden, die Stadtbücherei Dinslaken waren neben der Zwangsveranstaltung Schule mein Einstieg in die bürgerliche Kultur.

Nachdem ich den Niederrhein verlassen hatte, verlor ich auch die Burghofbühne aus den Augen. Die Stadthalle, in der das Theater spielte, wurde später nach der langjährigen Intendantin Kathrin-Türks-Halle genannt und ist heute eine „Problemgebäude“.

In der Stadthalle, später Kathrin Türks Halle, spielte die Burghofbühne. (foto: 23.7.15: zoom)
In der Stadthalle, später Kathrin Türks Halle, spielte die Burghofbühne. (foto: 23.7.15: zoom)

Vor ein paar Jahren habe ich dann das Ensemble als Gasttheater in Bad Berleburg erlebt: Die Jungfrau von Orleans wahrscheinlich. Meine Erinnerung an das Stück selbst mag trügen, aber es war eine ausgezeichnete Vorstellung.

Jetzt droht der Bühne in Dinslaken das Aus. Die Jamaika-Mehrheit im Kreis will sparen und stellt anscheinend das Theater in Frage. Ein ausführlicher Bericht dazu ist hier erschienen.

Aus Sentimentalität, alter Verbundenheit und Überzeugung habe ich vorhin die Online-Petition „Rettet die Burghofbühne Dinslaken“ unterschrieben. Dort heißt es unter anderem:

Die „Burghofbühne Dinslaken – Landestheater im Kreis Wesel e.V.“ finanziert sich durch das Land NRW, den Kreis Wesel, die Stadt Dinslaken und eigene Verkaufserlöse. Der Kreis Wesel wird in naher Zukunft – voraussichtlich bereits im Dezember – über einen Vorschlag abstimmen, die Kreiszuschüsse ab 2017 über einen Zeitraum von fünf Jahren unter jährlicher Abschmelzung von 20% komplett zu streichen. Eine Umsetzung dieser Pläne würde zweifelsohne das Aus des Landestheaters bedeuten, da die entstehende Finanzierungslücke nicht anderweitig kompensiert werden kann.

Daher fordern wir den Kreistag auf, die „Burghofbühne Dinslaken – Landestheater im Kreis Wesel e.V.“ zu erhalten und gegen den Vorschlag einer Kündigung der Mitgliedschaft des Kreis Wesel zu stimmen.
Begründung:

Die Burghofbühne Dinslaken garantiert dem kulturpolitischen Auftrag eines Landestheaters gemäß die kulturelle Grundversorgung der Städte und Gemeinden ohne eigenes stehendes Theater des Kreis Wesel und darüber hinaus. Ohne diese Versorgung der „Fläche“ droht gerade in ländlichen Gebieten eine fortschreitende Verödung des örtlichen kulturellen Angebots. Theater als Ort des gesellschaftlichen Diskurses, als Marktplatz der Meinungen und Sichtweisen, als integrative und Gemeinsinn stiftende Kraft ist gerade in den aktuell bewegten Zeiten unverzichtbar.

Darüber hinaus ginge mit der Abwicklung des Theaters auch der Verlust des großen sozialpolitischen Engagements und der starken Kinder- und Jugendarbeit einher. Die Bürgerbühne Dinslaken, die jedem interessierten Amateur des Kreis Wesel die kostenlose Möglichkeit gibt, unter professioneller Regie eigene Theaterprojekte zu entwickeln wäre ebenso verloren wie das erfolgreiche Projekt „Jedem Kind einen Theaterbesuch“, das allen Kindergartenkindern aus Dinslaken, Wesel und Kamp-Lintfort einen jährlichen kostenlosen Theaterbesuch ermöglicht. Zahlreiche Schulkooperationen, Workshopangebote, gemeinsame Projekte mit der Dinslakener Tafel, der Flüchtlingsunterkunft „Fliehburg“, den örtlichen Kirchengemeinden sowie der renommierte Kathrin-Türks-Preis für Autorinnen des Kinder- und Jugendtheaters würden ersazlos wegfallen.
Die Kosten für alternative Projekte der Kinder- und Jugendarbeit, partizipativer Bürgerprojekte etc. würden das Einsparpotential wegfallender Kreiszuschüsse voraussichtlich übersteigen.

Quelle: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-burghofbuehne-dinslaken

Konzertprogramm „Die Eifel ist bunt!“ – Christian Jost mit seinem Programm „Be In Side“ in der Galerie Eifel Kunst

ChristianJostSehr geehrter Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Galerie Eifel Kunst,

wir freuen uns, am 21. November 2015 ein weiteres Konzert im Rahmen des Konzertprogrammes „Die Eifel ist bunt!“ anbieten zu können. Ab 20 Uhr gastiert Christian Jost mit seinem Programm „Be In Side“ im Gewölbekeller der Galerie Eifel Kunst in der Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd.

„Das Herz berühren, sich sein lassen und dem hingeben was da ist“, beschreibt Christian Jost die Lieder, die auch auf seiner neuen CD „Be In Side“ zu hören sind.

Die Lieder auf diesem Album widme er dem Sein und allen Menschen, die sie hören mögen. Mit selbstkomponierten Songs für Gitarre und Gesang begeistert der Musiker seine Fans bereits seit vielen Jahren. Er selbst bezeichnet seine Werke als handgemachte spirituelle Lieder.

Durch ein perfektes Zusammenspiel zwischen Gitarrensounds und seiner ausdrucksvollen Stimme, klingen die musikalischen Geschichten für die Zuhörer sehr bodenständig und ehrlich. Mit „Be In Side“, stellt der Musiker ein Werk vor, das magische Momente mit Gefühlen und Erlebnissen im echten Leben verbindet.

Ich darf Sie und Euch herzlich zu diesem Konzert einladen.

Eintritt frei! Spenden erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Marita Rauchberger
Galerie Eifel Kunst/Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt
www.eifel-kunst.de