Angesichts der kahlen Bäume, des leeren Beckens und den heutigen kühlen Temperaturen, konnte ich die Nachricht kaum glauben und habe an der Kasse zwei Mal nachgefragt. Ja – ab 1. Mai könne ich in Olsberg wieder im Hallenbad und im Freien schwimmen.
Information für Pfennigfuchser: mit dem 20er-Chip zu 45 Euro kostet mich der einfache Eintritt in Olsberg mit doppeltem Schwimmvergnügen (drinnen und draußen) 2,25 €. Im Oversum zahle ich zur Zeit mit der 10er-Karte zu 35 Euro 3,50 € je Eintritt.
Weltwirtschaft – Handelt jetzt! Der Titel eines von Heiner Flassbeck initiierten Manifestes von fünf Ökonomen aus aller Welt trifft den Nagel auf den Kopf … nachdenkseiten
Mafia-Kontakte in den Bundestag? Bushido und Christian von Stetten – Wenn Politiker vor kritischen Fragen davonlaufen … abgeordnetenwatch
Studie zur Medienselbstkontrolle: Deutsche Journalisten sind wenig selbstkritisch … sz
Rauchen oder Homöopathie? Voll am Tresen: „Das Nichtraucherschutz-Gesetz in NRW tritt also in Kraft und Steffens. Ich muss sagen: Ich rauche gerne draußen vor der Tür“ … charly&friends
Kristina Schröder und das Gott der Germanen: „Zunächst ist zu erfahren, dass Unionspolitiker*innen die Herkunft von Unnormalem immer links vermuten: “Das Gott? – Das haben sich doch Kommunisten ausgedacht, die unsere guða alten deutschen Bräuche zerstören wollen!”“ … erbloggtes
Merkel und die Bild-Zeitung: Auf dem Weg zur Kanzlerin-Dämmerung … postvonhorn
Zeit für eine neue Sozialdemokratie: Europas Tragödie besteht nicht darin, dass Konservative und Neoliberale eine konservative und neoliberale Politik betreiben. Europas Tragödie besteht darin, dass das weitgehend oppositionslos passiert … misik
Quote Quote: Man muss dieses Wort nur oft genug wiederholen, bis hinter dem Sinn, den wir ihm zuschreiben, der Abgrund hörbar wird … wiesaussieht
Zeitgeist auf der Bühne: “Kinder der Revolution” in Bochum … revierpassagen
Monolog eines alten Schauspielers: „Ich war immer ein Schauspieler, der Angst hatte den Einsatz zu verpassen. Und oft tastete ich mich geradezu an die Sätze heran, als müsste ich jedes Wort überprüfen“ … neheimsnetz
Fracking und kein Ende? Die Pressemeldungen überschlagen sich regelrecht. Und die Energie-Multis machen anscheinend vor Nichts und Niemandem halt. Jetzt „untergraben“ sie auch Tunesien … sbl
Wald in Sundern: Die Historische Kommision Westfalen hatte zu ihrer Jahresversammlung die *Senioren* der Sauerländer Politik Dieter Julius Cronenberg , Franz Münterfering und Ferdi Tillmann eingeladen … gruenesundern
Radfahren: Verwirrt zwischen Bochum und Dortmund … ruhrbarone
Autofahren: der neue Oktavia-Kombi – ein Erfahrungsbericht … schwenke
Buntes Sauerland. Neubürgerin Luana aus Rio de Janeiro. (foto: wendland)
Anno 1866 erschien das Werk von Friedrich Wilhelm Grimme, dem vielleicht bekanntesten Sauerländer Heimatdichter, mit dem eher nüchtern klingenden Titel „Das Sauerland und seine Bewohner“.
Ein Nachdruck aus dem Jahr 1980 steht auch in meinem Bücherregal. Ich sollte es nicht nur zum Durchblättern in die Hand nehmen, sondern es auch mal wieder lesen. Schließlich hat Friedrich Wilhelm diese Sauerlandbetrachtungen ja in Hochdeutsch und nicht in dem mir nur mühselig verständlichen, fast ausgestorbenen Asker Platt geschrieben.
Das Büchlein beinhaltet neben den heimatkundlichen Texten des alten Herrn Grimme auch einige Zeichnungen und viele alte Fotos von anno dazumal. Da ist auch ein Stich der Burg Hachen bei Sundern (mit der Bemerkung: gezeichnet von Grueber, gestochen von Feltz). Auf dem Abdruck reckt sich die Ruine des Turms noch deutlich himmelwärts. Wann war das wohl? Im Hier und Jetzt soll der Anblick ein anderer sein, las ich heute zufällig bei den Grünen Sundern. Die Burgruine sei fast ganz verschwunden und vom Orte her nicht mehr sichtbar. Das, was dann errichtet wurde, sei ein Kriegerdenkmal und nachträglich wieder errichtete Mauerreste. Falls sich jemand für einen Abstecher ins Jetzt nach und von Hachen interessiert, bitte hier klicken:
Sauerland, wie hast du dich verändert! Nicht nur alte Dorf-Ansichten verschwinden. Auch die Bewohner des Sauerlands sind nicht mehr ausnahmslos die, die sie mal waren. Zur Zeit werden sie nicht mehr mehr, sondern weniger. Zum Glück wird der Bewohner-Schwund durch „Neuzugänge“ aus anderen Himmelsrichtungen etwas abgefedert. Das Ergebnis: Die Sauerländer werden peu a peu multikulti.
Und da sind wir wieder bei dem alten Herrn Grimme. Ob sich der Heimatdichter, Jahrgang 1827, hat vorstellen können, dass (sehr weit) entfernte 185 ½ Jahre nach seiner Geburt im Dörfchen Assinghausen, einer seiner (sehr weit) entfernten Verwandten, eine in der (sehr weit) entfernten Millionenstadt Rio de Janeiro geborene Frau heiratet? Mal gucken, vielleicht schmunzelt er da oben auf seinem Sockel in seinem Heimatdorf Assinghausen und staunt …
… und wünscht Luana, der neuen Bewohnerin des Sauerlands, viel Glück!
Der Regen und schließlich der warme Wind haben auch in den Höhenlagen des Hochsauerlandes den Schnee bis auf ein paar Reste in den üblichen verdächtigen Lagen -Skipisten, schattige Berghänge- weitgehend abgeschmolzen.
Während auf der schmalen, kurvenreichen Straße von Siedlinghausen hoch zum Großen Bildchen Schwärme von MotorradfahrerInnen mit Lust und Laune ihr Leben im Frühlingswind riskierten, bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr auf der Hunau gelaufen.
Stadt- und Flachlandjogger, die in der vorteilhaften Position sind, ihre Laufstrecken selbst im Winter unendlich zu variieren, können sich nicht vorstellen, wie unendlich öde und monoton die Lauferei im Hochsauerland zum Ende des Winters wird. Jedes Training findet auf den wenigen schneefreien Strecken, die man noch betreten kann ohne tief einzusinken, statt. Die Monotonie macht müde.
Abzweig zur Hunau: ein bisschen Schnee ist immer, aber man kann durchlaufen …
Jetzt also ist die Hunau frei, zumindest soweit, dass man wie die Städter und Flächländer erneut sein Netz von Laufwegen zur Verfügung hat.
Auf der Hunauspur Richtung Fredeburg
Kurz innehalten, die alte Schweißhündin Isolde von der Hunau besuchen und dann zurück zum Großen Bildchen.
Das Hundegrab auf der Hunau. Zeit um ein paar Sekunden innezuhalten.
Vielleicht hole ich nächstes Wochenende das Mountainbike aus dem Keller. Im Hochsauerland man muss sich sputen. Der nächste Winter kommt früher als du denkst. Erschreckend: Bis zur Sommersonnenwende haben wir nur noch einen Komplett-Monat, nämlich den Mai.
Dann geht es schon wieder bergab, bevor es so richtig bergauf gegangen ist 😉
Haben Sie schon einmal versucht, jemandem aus Barcelona, Rom, Stockholm oder Warschau zu erklären, wie Sie im Sauerland wohnen?
Großstädter haben damit kein Problem, sie gehen auf google street view und präsentieren stolz ihre Wohnung oder ihr Haus samt Schule der Kinder, den nächsten Supermarkt und das nahegelegene Erholungsgebiet. Andere zeigen eine verpixelte Fläche, meist gepaart mit längeren Erklärungen, warum sie ihre Bleibe nicht ins Internet stellen lassen.
Ich muss Nicht-Sauerländern mühsam erklären, wie mein kleines Dorf so aussieht. Und selbst die Kernstadt Winterberg blieb von Googles Kameras ungefilmt. Keine Fahrt am Hotel Claassen vorbei, keine Möglichkeit, andere bauliche Schönheiten vorzuführen.
Ich habe das bisher als gleichsam gottgegeben hingenommen. Klar, Winterberg ist nicht Barcelona und seine Bewohner haben somit kein Recht, auf google street view vertreten zu sein. Doch das ist nun vorbei.
Kennen Sie Mandø? Mandø ist eine kleine dänische Insel in der Nordsee, nördlich von Rømø und südlich von Fanø. Mandø ist 7,63km2 groß und hat 41 Einwohner. Es gibt keine Straße, die nach Mandø führt, sondern lediglich einen befahrbaren Damm, der allerdings bei Flut unpassierbar ist. Und Mandø ist bei google street view abgebildet. Das ist echt ungerecht. Wieso Mandø und warum nicht Winterberg?
Bayern München hat wie erwartet die stinknormale Meisterschaft der Fußballbundesliga gewonnen. Hat das überhaupt, außer den eingefleischten Bayern Fans, irgend jemand bemerkt? Ich auch nicht.
Dass die Münchner die Schale holen, stand also schon lange fest. Vorbei, gegessen, Drops gelutscht. Viel wichtiger als diese „Meisterschaft praecox“ ist allerdings die „Bundesliga-Restmeisterschaft 2013“.
Sechs Spieltage dauert diese scheinbar vorzeitig erschlaffte Bundesliga-Saison noch – sechs verschenkte Spieltage? Mitnichten. Während dieser sechs Spieltage entscheidet sich die wahre Meisterschaft, die „Bundesliga-Restmeisterschaft 2013“.
Welcher Verein hat die wahre Größe, schafft es, sich nach dem Saison-Höhepunkt noch einmal aufzurichten und sich nach weiteren sechs Spieltagen an die Spitze der Restmeisterschafts-Tabelle zu kämpfen?
Wer ist Favorit, wer der Geheimtipp? Alles auf Null. Es wird noch einmal spannend in der 1. Bundesliga:
Die Tabelle der Bundesliga-Restmeisterschaft 2013 vor dem 1. Spieltag.
Verschneite und vereiste Wanderwege oberhalb von Silbach (foto: zoom)Der Winter wehrt sich noch auf den Höhen des Sauerlandes: verschneite und vereiste Wanderwege oberhalb von Silbach. Nächste Woche wird Schluss sein mit dem eiskalten Spuk. Dann werden wir sehen, ob das Wetter „besser“ wird oder doch nur ungemütlich windig, kühl und regnerisch.
Eines ist gewiss: Das Thema „Wetter“ wird uns im Alltag, am Arbeitsplatz und in der Freizeit erhalten bleiben, denn der Sommer wird entweder verregnet oder zu heiß oder nur mieser Durchschnitt 😉 Garantiert!