Leider gibt es keine kommunalen Untersuchungsausschüsse…

Mit diesem Artikel enden 19 Jahre, in denen der bisherige Fraktionsvorsitzende der SBL-Kreistagsfraktion Reinhard Loos den Internetauftritt seiner Fraktion verantwortet hat

Symbolbild „Rettungswachen“ (Bildarchiv: zoom)

Den unten dargestellten Vorgang kann man als einen von sechs Skandalen betrachten, die der Autor in seiner 21jährigen Mitgliedschaft im Kreistag des HSK erlebt hat. Sinnvoll wäre hier die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses, um die Abläufe besser aufklären zu können – aber dieses meist wirkungsvolle Instrument gibt es auf kommunaler Ebene nicht, nur im Bundestag und Landtag.

(Übernahme – mit kleinen Änderungen – eines Artikels auf der Website der Sauerländer Bürgerliste)

Daher hier nur die Dokumentation der aktuellen Antwort des Landrats auf eine Anfrage der SBL-Kreistagsfraktion. Die Anfrage war noch vor der Konstituierung des neuen Kreistags eingebracht worden, wurde allerdings erst im Dezember beantwortet. Unterschrieben wurde die Antwort vom „neuen“ Landrat; aber die inhaltliche Zuständigkeit fällt nur in die Amtszeit des früheren Landrats.

„Leider gibt es keine kommunalen Untersuchungsausschüsse…“ weiterlesen

Deutschlandwetter im Jahr 2025

Ein Sonnenjahr mit ungewöhnlicher Wärme und deutlichem Niederschlagsdefizit

Goldener November: Die Sonne geht in warmen Farben hinter den Bergen des Thüringer Waldes unter. (Bild: Rüdiger Manig/DWD)

Auf seiner zwölfmonatigen Reise durch das Wetterjahr 2025 präsentierte sich Deutschland sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm, mit einer historischen Frühjahrstrockenheit im Osten. Anfang Juli geriet das Land unter extremer Hitze ins Schwitzen, während der September vor allem im Westen mit intensiven Regenfällen aufwartete. Im Oktober wurde der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch ungewöhnlich trübe Verhältnisse unterbrochen, ehe sich auf der Zielgeraden die Sonne erneut großzügig zeigte, so der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen.

(Pressemitteilung DWD)

Im Gesamtbild ein ungewöhnlich warmes Jahr mit extremer Hitze Anfang Juli
Das Temperaturmittel lag im Jahr 2025 mit 10,1 °C um 1,9 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (8,2 °C) sowie 0,8 Grad über der Vergleichsperiode 1991-2020 (9,3 °C). Damit zählte 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Die thermische Talsohle wurde am 18.2. an der Station Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -19,7 °C registriert. Frühjahr und Juni fielen anschließend deutlich zu mild bis warm aus; im Süden zählte der erste meteorologische Sommermonat zur Spitzengruppe der wärmsten Junimonate. Dieser frühe Wärmeschub gipfelte Anfang Juli in extremer Hitze: Der bundesweite Höchstwert wurde am 2.7. in Andernach, 15 km nordwestlich von Koblenz, mit 39,3 °C gemessen. Eine ausführliche Einordnung des Hitzeereignisses Anfang Juli liefert eine Attributionsstudie des DWD.

Ein sonniger Novemberabend in Kassel (archivfoto: zoom)
„Deutschlandwetter im Jahr 2025“ weiterlesen

Neues Angebot im Hochsauerlandkreis: „(Warte-)Zeit für mich“

Kostenloses Gruppenangebot für Menschen, die auf einen Therapieplatz warten

Symbolbild: Schutzschirm für Menschen, die auf einen Therapieplatz warten (Grafikerstellung mit wortwolken.com)

Gemeinsam mit allen sechs Kontakt- und Beratungsstellen im Kreis startet der Hochsauerlandkreis ein neues, kostenloses Gruppenangebot für Menschen, über 18 Jahre, die auf einen Therapieplatz warten.

(Pressemitteilung HSK)

Das Angebot heißt „(Warte-)Zeit für mich“ und soll dazu beitragen, in der Wartezeit Ressourcen zu stärken und das psychische Wohlbefinden zu fördern.

Warum dieses Angebot?

Wer psychisch belastet ist, wartet oft viele Wochen oder Monate auf einen freien Therapieplatz. Diese Wartezeit kann sehr belastend sein. Genau hier setzt „(Warte-)Zeit für mich“ an: Die Gruppen sollen helfen, das Wohlbefinden zu verbessern, neue Kraft zu sammeln und nicht allein zu bleiben.

„Neues Angebot im Hochsauerlandkreis: „(Warte-)Zeit für mich““ weiterlesen

Punk’N‘ Roll To Christmas in der TRÖTE

Der lautere, härtere und rockigere Einstieg in die Weihnachtszeit. Nicht verpassen!

Veranstaltungsplakat Werkkreis Kultur Meschede

Die Rockkneipe TRÖTE in Meschede lädt ein zu einem Weihnachtsauftakt der ganz besonderen Art: Punk’N‘ Roll To Christmas – das Konzert, das nicht nur die Feiertage einläutet, sondern sie einrockt.

(Pressemitteilung WKM)

Am Freitag, 19.12.2025 startet ab 20:00 Uhr die große Weihnachts-Rock-Sause und verspricht einen Abend voller Energie, Lautstärke und Festtagsstimmung der etwas härteren Sorte.

„Punk’N‘ Roll To Christmas in der TRÖTE“ weiterlesen

Jahreshauptversammlung der Sauerländer Bürgerliste

„Unsere Anstrengungen wurden belohnt“

Trafen sich am Adventssonntaf zur Jahreshauptversammlung (v.l.): Dr. Ahmet Arslan, Lutz Wendland, G. Joch-Eren, Reinhard Loos, Matthias Schulte-Huermann, Annette Loos, Georg Knieb, Petra Stüttgen und Gerd Stüttgen. Die zehnte Teilnehmerin ist die Fotografin selbst. (Foto: SBL/Jessica Malzahn)

Vorgestern fand in Meschede die Jahreshauptversammlung der Sauerländer Bürgerliste (SBL) statt. Zehn Vereinsmitglieder hatten sich am Adventssonntag Zeit für eine lange, nachmittägliche Sitzung genommen. Es gab Kaffee & Kuchen sowie viele spannende Infos und Gespräche mit lokalpolitischem Hintergrund.

(Pressemitteilung SBL)

Im Vereinsvorstand bleibt alles wie bisher. Matthias Schulte-Huermann ist weiterhin Vorsitzender, Lutz Wendland Kassierer und Gabriele Joch-Eren die Geschäftsführerin.

„Nach dem ereignisreichen Wahljahr 2025 blicken wir als Verein positiv in die Zukunft. Unsere Anstrengungen wurden ja belohnt“, so Gabriele Joch-Eren. Bei der Kreistagswahl habe die Sauerländer Bürgerliste (SBL) ihren Stimmanteil annähernd halten können. Die SBL sei jetzt mit Gerd Stüttgen und Annette Loos im Kreistag vertreten.

In der Stadt Arnsberg gelang Gerd Stüttgen erneut der Einzug in den Rat. In Brilon hat sich die Briloner Bürgerliste (BBL) von bisher zwei auf drei Mandaten auf drei Mandate steigern können.

Joch-Eren: „Die SBL bedankt sich bei allen UnterstützerInnen und ihren WählerInnen und wünscht Frohe Weihnachten und ein gutes und friedliches Jahr 2026!“

An den Frieden glauben

Überlegungen des niederländischen Bischofs Joris Vercammen zu Glaube, Gewalt und Frieden

Umschlagbild Joris Vercammen

Das privilegierte deutsche Kirchentum dieser Tage tritt öffentlich vor allem mit staatstragenden und militärfreundlichen Voten in Erscheinung. Derweil vermeldet die Redaktion der Reihe „edition pace“ mit Dankbarkeit, dass soeben die Übersetzung des niederländischen Werkes „Geloof in vrede“ erschienen ist. Sie erschließt einen bemerkenswerten Beitrag zu kirchlichen Friedensdiskursen auch für die deutschsprachige Leserschaft. „In diesem Buch entfaltet der alt-katholische Erzbischof em. Joris Vercammen von Utrecht einen Ansatz, der an die Wurzel von Unfrieden und Gewalt geht.“ (Franz Segbers)

(Pressemitteilung Redaktion „edition pace“)

Wie bewahren wir die Perspektive des Friedens in Zeiten des Krieges? Der Traum vom Frieden darf nicht im Meer der Gewaltnachrichten untergehen. Kirchen und Christen müssen sich Gehör verschaffen. Doch wie ist das möglich? Sie müssen ihre Friedensmission aktiv aufnehmen. Umso mehr, als gerade die Religion – wenn auch nicht nur die christliche – in manchen Konflikten eine fragwürdige Rolle zu spielen scheint. Sollte nicht die Religion selbst entwaffnet werden? Aber wie funktioniert das? Und welche Rolle spielen die Gläubigen und ihre Gemeinden?

„An den Frieden glauben“ weiterlesen

Meschede: Weihnachtssession in der TRÖTE

Der Werkkreis lädt wieder zum Jammen ein. (Fotoarchiv: wkm)

Der Werkkreis Kultur Meschede (WKM) präsentiert die nächste Ausgabe seines beliebten Newcomer Forums in 2025.

(Pressemitteilung WKM)

Am Donnerstag, 18.12. 25 ab 19:30 Uhr wird die Bühne in der Rockkneipe Tröte (Winziger Platz 3, Meschede) für Live – Musik geöffnet.

Hier können Musiker & Bands auftreten und sich präsentieren, es soll aber auch eine Plattform für Musiker entstehen, um sich untereinander auszutauschen, zusammen zu spielen und frei miteinander zu „jammen“.

„Meschede: Weihnachtssession in der TRÖTE“ weiterlesen

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: Sozialhelden e.V. kritisiert Defizite und fordert echten Fortschritt bei Barrierefreiheit

Kritik am Inhalt des Referentenentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGGÄndG)

Logo der Sozialheld*innen

Die Organisation Sozialhelden e.V. übt scharfe Kritik am Inhalt des Referentenentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGGÄndG). „Der Entwurf bleibt weit hinter den Anforderungen einer modernen, inklusiven Gesellschaft zurück“, sagt der Verein und warnt vor einem „Gesetz der vertanen Chancen“.


Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2025 lädt die Sozialheld*innen Akademie darüber hinaus zu einem besonderen Aktionstag ein: 5 Stunden – 5 Workshops – 5 Perspektiven auf Inklusion (siehe dazu auch am Ende dieses Artikels).

Jetzt dabei sein

(Pressemitteilung Sozialhelden)

Unfaire Beteiligung – wirtschaftliche Lobby früh informiert, Betroffene spät

Das Gesetzgebungsverfahren wird stark kritisiert: Der Entwurf erreichte die Behindertenverbände erst am 19. November – mit einer Frist von weniger als drei Wochen für Stellungnahmen. Gleichzeitig erfuhr der Verein, dass wirtschaftliche Akteur*innen bereits im Juli 2025 Zugang zu Vorentwürfen hatten.
„Diese Schieflage zeigt deutlich, dass eine ernsthafte Beteiligung der Zivilgesellschaft nicht vorgesehen war“, so Raúl Krauthausen, Gründer der Sozialheld*innen. „Ein Gesetz, das Barrierefreiheit stärken soll, darf nicht unter Ausschluss derjenigen entstehen, die täglich von Barrieren betroffen sind.“

„Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen: Sozialhelden e.V. kritisiert Defizite und fordert echten Fortschritt bei Barrierefreiheit“ weiterlesen

Mescheder Friedensforum: Wider die Wehrpflicht!

Banner des Mescheder Friedensforums (MFF)

Am 5.12.2025 ist die abschließende Abstimmung über die Wiedereinführung der Wehrpflicht, zunächst vorgesehen als Bedarfswehrpflicht, im Bundestag geplant. In bisher über 100 Städten werden zu diesem Anlass Schüler*innen gegen die Wehrpflicht streiken. Täglich werden Aktionen in weiteren Kommunen geplant.

(Pressemitteilung MFF)

Die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland wurde 2011 ausgesetzt, aber nicht vollständig abgeschafft. Das bedeutet, dass sie rechtlich weiterhin besteht, aber praktisch nicht mehr angewendet wird. Seitdem basiert der Dienst in der Bundeswehr auf Freiwilligkeit. Männer und Frauen können sich freiwillig zum Wehrdienst oder als Berufssoldat*innen bzw. Zeitsoldat*innen verpflichten.

„Mescheder Friedensforum: Wider die Wehrpflicht!“ weiterlesen

„Gott für uns alle“

Ein Zweiter Band der Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden – Spurensuche und Forschungen in dreieinhalb Jahrzehnten

Stammhaus der ersten niedergelassenen Juden im Sauerlanddorf Eslohe (Foto:Peter Bürger)

Über dem Eingang des Stammhauses der ersten niedergelassenen Juden im Sauerlanddorf Eslohe kann man heute die Balken-Inschrift „Gott für uns alle“ lesen. Diese Botschaft ist titelgebend für den Zweiten Band der „Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden“ (unter Einschluss von Cobbenrode, Reiste, Salwey und Wenholthausen). Herausgegeben haben das Werk Peter Bürger und Hans Jürgen Rade – in Kooperation mit dem Dampf-Land-Leute-Museum Eslohe.

(Pressemitteilung Redaktion der „edition leutekirche sauerland“)

Dargeboten werden in sechs Abteilungen neue Forschungsbeiträge und umfangreiche Quellendokumentationen: 1. Aus Kirchenbüchern – 2. Sozialgeschichtliches, Erwerbsleben – 3. Judenbilder und Judenfeindschaft – 4. Nachfahrinnen der Esloher Juden schreiben für die Chronik – 5. Aus dem Esselboten – 6. Museumsarchiv: Akten & Aufzeichnungen.

Umschlagabbildungen der beiden Beiträge zur Geschichte der Esloher Juden (Pressebild)

Das jetzt vollständige Werk vermittelt in einzigartiger Weise den gesamten Weg der „Spurenlese zur jüdischen Geschichte“ einer Kommune von den 1980er Jahren bis hin zur Gegenwart – auch die Umwege, Irrtümer und Revisionen. Leuteüberlieferungen und Dokumente, populäre und wissenschaftliche Texte sind gleichermaßen vertreten. Der Themenkreis übersteigt bei weitem den üblichen Kanon von Ortschroniken. Immer wieder tauchen Überraschungen auf und setzen die Beteiligten in Erstaunen:

„„Gott für uns alle““ weiterlesen