UFZ-Klimaökonom Reimund Schwarze analysiert die Ausgangslage im Vorfeld
Beim Klimagipfel im Baku geht es vor allem um eine Vervielfachung der internationalen Klimafinanzierung. Gelingt dies nicht, wird auch die nötige schnelle Absenkung der Treibhausgas-Emissionen scheitern und das 1,5-Grad-Ziel endgültig außer Reichweite geraten, sagt Prof. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). So wie in den vergangenen Jahren ist der Klimaökonom auch 2024 als Beobachter vor Ort. Im folgenden Statement analysiert er die Ausgangslage.
Für die COP29, die am Montag beginnende 29. UN-Klimakonferenz in Baku, kursiert eine neue Abkürzung: NCQG, ausgeschrieben New Collective Quantified Goal. Bei diesem „neuen gemeinsamen quantifizierbaren Ziel“ geht um ein langfristiges Regelwerk für die internationale Klimafinanzierung bis in die 2030er Jahre hinein.
Am Ende des Tages schaute mich das Schaf auf der Ennert an. (foto: zoom)
Die Weltlage ist unübersichtlich. Krieg. Klimakrise. Energiewende stockt. Vermögen wandern nach oben, statt nach unten. Braune Schatten der Vergangenheit blau übertüncht. SS-Enkel*innen. Verkehrswende auf Eis. Bahn kaputt. Bildungssystem. Grauen vor den US-Wahlen.
Im Hochsauerland gibt es immer noch kein Alltagsradwegenetz. Dafür läuft die Maschinenschneeproduktion an.
Bald stehen bis zu acht Kilometer stinkenden Blechs (oder mehr?) im Stau vor Winterberg. Skitourismus. Verkehrschaos.
Mir wird das alles zuviel. Wer bekommt den ganzen Mist sortiert und bleibt dabei handlungsfähig?
Ich bin am Sonntag spazieren gegangen.
Es sind 85 Stufen. (foto: zoom)
Diese Treppe führt auf die kleine Straße zum Silbacher Friedhof. Dort liegen mehr und mehr alte Bekannte, manche jünger, andere älter als ich.
Pfaffenhütchen
Der Gewöhnliche Spindelstrauch (Euonymus europaeus), auch Europäisches oder Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenkapperl, Pfarrerkapperl, Spillbaum oder Spindelbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Das Pfaffenhütchen wurde 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Holzlager in der Schlade, hinten links Bienenstöcke (foto: zoom)
Eine bekannte Hochsauerländer Firma hat in der Schlade ein riesiges Holzlager.
Weggeduckt (foto: zoom)
Das Feld vor der Scheune bitte nicht mehr betreten. Früher führte ein Trampelpfad mitten hindurch. Statt der Wiesendiagonale ist der Weg laut Pythagoras über die Katheten heute ein kleines bisschen länger.
Mahlzeit! (foto: zoom)
Habe ich schon erwähnt, dass trotz der gemeldeten trüben Wetteraussichten den ganzen Tag über die Sonne schien? Auf dem Bild oben beleuchtet sie ein Stillleben ohne Vieh.
Wasserkraftwerk am Stausee (foto: zoom)
Wenn man dem Schild an der Seite des Gebäudes trauen kann, wird die Anlage, ein kleines Wasserkraftwerk, von den Mainzer Stadtwerken betrieben. Aus welchen Gründen nicht von Olsberg oder Winterberg, weiß ich nicht.
Brücke über die N-Wort-Furt (foto: zoom)
Die einen regen sich darüber auf, dass das Flüsschen N-Wort heißt, die anderen regen sich darüber auf, dass sich Leute darüber aufregen. Der Name hätte doch gar nichts mit dem rassistischen N-Wort zu tun, aber so richtig ist die Herkunft meines Wissens nicht geklärt. Umbenennen?
Als Motiv Dauergast im Blog (foto: zoom)
Meine Lieblingsscheune, schon x-Mal geknipst und längst, in einer vorigen Version, als eines der Header-Bilder für das Blog verwendet.
An der Ausplünderung der so genannten 3. Welt ist auch die Autonation Deutschland maßgeblich beteiligt.
W. A. Rogers, “One Reason for the Child Labor Problems,” New York Herald, 28 Feb. 1903, rep. in David MacLeod, The Age of the Child: Children in America, 1890–1920 (New York, 1998), 115. (Quelle: wikimedia)
Beispiel Kongo: Dort schuften 3 Mio. Menschen als Tagelöhner im Kobaltbergbau. 70 % des geförderten Kobalts stammen aus diesem afrikanischen Land. Es sind die „Sklaven“ des 21. Jahrhunderts. Kobaltgräber schlagen 3 kg Kobaltgestein täglich; und das für 20 Dollar. Die Tagebaustätten gleichen Mondlandschaften.
Ein Krater reiht sich an den anderen. Der Staub der Minen vergiftet alles. Metallische Rohstoffe wie dieser und andere werden für unsere immer leistungsstärkeren Limousinen benötigt. Eineinhalb Tonnen bringen größere Autos auf die Waage. Die Arbeiter tragen schwere Krankheiten davon oder sterben später daran. U. a. treten Mißbildungen und Nervenschäden auf. Frei vom Kleinbergbau sind die wenigsten Landstriche. Anforderungen an Umweltstandards und Menschenrechte sind – wie sollte es anders sein – äußerst niedrig. Es fehlt bisher jede Transparenz in den Lieferketten. Es gibt keine Sorgfaltswahrung im Sinne des Lieferkettengesetzes. (Quelle: ZDF)
Zur Erinnerung: Kurz nach Mitte Oktober hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den eingeladenen Kanzler Olaf Scholz ultimativ aufgefordert, für das ohnehin durch Intervention der FDP bereits zur Unkenntlichkeit verwässerte Lieferkettengesetz das endgültige AUS zu beschließen. Der Einwand des BDI: Das betreffende Gesetz sei viel zu „bürokratisch“ und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft erheblich. Eine dreiste und zynische Forderung! Unter Bürokratieabbau verstand die Wirtschaftslobby und deren Handlanger auf der politischen Bühne nie etwas anderes als den Abbau von Umwelt- und Sozialstandards. Und wie es sich für einen deutschen Bundeskanzler gehört – beugte sich Scholz erwartungsgemäß ohne jeden Widerspruch bedingungslos dem Druck der Industrielobby. Noch vor den anwesenden Gästen erklärte der SPD-Kanzler das Gesetz kurzerhand für „tot“ und ließ jenes, besser gesagt, was davon noch übrig geblieben war, endgültig zur Makulatur werden.
Hochkarätige Veranstaltung am 14. November um 18 Uhr im Winterberger Rathaus
Prof. Dr. Gabriele Hoppe (Foto: vhs HSK)
Die Volkshochschule Hochsauerlandkreis bietet in Winterberg eine hochkarätige Veranstaltung mit Prof. Dr. Gabriele Hoppe, wissenschaftliche Studienortleitung der Internationalen Berufsakademie Bochum (iba), an. Die Referentin, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt, hält einen Vortrag zum Thema „Das Geheimnis vom gesunden Älterwerden“- Potentiale und Herausforderungen für Wissenschaft, Politik und Soziale Arbeit.
Vor dem Hintergrund des medizinischen Fortschritts, den modernisierten Änderungen des Lebensstils sowie immer besserer Technologien steigt unsere Lebenserwartung, bis 2050 wird es sogar einen regelrechten Altersboom geben.
Die Referentin erläutert zunächst die historischen Hintergründe von Alter und Altern. Des Weiteren diskutiert sie die einzelnen Dimensionen von Alter(n) und stellt unter anderem Faktoren wie Gesundheit, Partnerschaft, Sexualität, Erinnerungen, Selbstfindung, Verlust u.v.m. vor.
Darüber hinaus zeigt die Referentin die Potentiale und Herausforderungen des Alterns in der heutigen Zeit auf. Wie kann man „erfolgreich“ und „gesund“ altern? Was sagt die Wissenschaft dazu? Welche Vorbilder haben wir? Für diese und weitere Fragen steht Ihnen Prof. Dr. Gabriele Hoppe im Anschluss zur Verfügung.
Der Vortrag findet am 14. November um 18:00 Uhr im großen Sitzungssaal des Winterberger Rathauses statt, der Eintritt kostet 8,00 €.
Um eine Anmeldung bei der Volkshochschule wird gebeten (Fon: 0291 94-5135 oder auf www.vhs-hsk.de). Für Kurzentschlossene gibt es eine Abendkasse.
Am Samstag, 9. November, von 10 bis 15 Uhr können sich alle interessierten Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über das Berufsbild von pharmazeutisch technischen Assistenten und Assistentinnen informieren und die Räumlichkeiten in der Paul-Oventrop-Straße 6a am Berufskolleg Olsberg anschauen.
(Pressemitteilung HSK)
In den Klassenräumen und Laboren werden „Pflanzliche Arzneimittel“ von den Auszubildenden der Gesundheitsfachschule hergestellt und geprüft. Interessante Mitmachaktionen laden ein, in lockerer Atmosphäre Fragen zu einer abwechslungsreichen Ausbildung, dem Bewerbungsverfahren und zu unterschiedlichen Berufsbildern aus dem Bereich Apotheke, Gesundheit und MINT zu stellen.
Wer an diesem Tag keine Zeit hat, kann einen persönlichen Termin zur Beratung oder zu einem Schnuppernachmittag vereinbaren. Weitere Informationen können telefonisch unter 0291/945390 oder per Mail an pta@hochsauerlandkreis.de angefordert werden.
Ich sprüh’s an jede Häuserwand, leckere Kalorien braucht das Land! (foto: zoom)
Stadtbesuche sind anstrengend, zumal wir am Ende des Tages über 15 Kilometer auf Asphalt und Parkwegen abgelaufen hatten.
Der Tag begann mit einer dichten Wolkendecke. Gigantisch, aber als wir vom Herkules in die Stadt hinunter kamen, hatte die Sonne den Nebel aufgelöst und es wurde sehr warm.
Kassel schläft unter einer weißen Decke. (foto: zoom)
Bei 20° Celsius am letzten Oktoberwochenende ist ein Leben ohne Outdoor-Aktivitäten zwar möglich, aber sinnlos.
Schon tausendfach fotografiert; hier zum 1001. Mal der Tempel auf der Schwaneninsel am Rand der Karlsaue (foto: zoom)
Wenn man die Seele baumeln lassen will, ist die Karlsaue eine angemessen entspannte Umgebung.
Es wird Abend in der Kassel. Die letzten Sonnenstrahlen streifen die Alleebäume. (foto: zoom)
Café des Tages war das alte Kurbad, eine nette alternative Location an der Fulda gegenüber dem Rondell. Den Rest der Kalorien haben wir in einem vietnamesischen Restaurant am Kirchweg aufgefüllt.
Ein Teil der 15 Kilometer ist auf dem Screenshot zu sehen. Die Planung erfolgte fortlaufend spontan während des Gehens.
A ist der Start bei Schwälmers Brotladen in Kirchditmold, B das (Zwischen-)Ende im Ha Noi Pho am Kirchweg.
Weißer Raps auf den Feldern zwischen Altenbüren und Brilon (foto: zoom)
Wundert ihr euch auch über die gelb blühenden Felder im Oktober? Sieht aus wie Raps, ist aber Weißer Senf (Sinapis alba L.) oder allerhöchstens Ackersenf.
Der Weiße Senf wird von den Landwirt*innen als Zwischenfrucht zur Bodenverbesserung ausgesät.
Abgesehen vom landwirtschaftlichen Nutzen gefällt es mir, dass der Herbst mit Frühlingsfarben aufwartet.
Heute wird es noch einmal warm und sonnig. Raus in die Natur! Genießt den Anblick der Senffelder.
Jörg Doppelreiter – ehemaliger Regisseur der Freilichtbühne Hallenberg kommt mit einer „Szenischen Lesung mit Musik“ nach Hallenberg in den Kump.
Veranstaltungsplakat Förderverein Hallenberg
Provozierend und humorvoll korrespondieren die biografische Beschreibung des liederlichen Villon´schen Lebens und seinen „lasterhaften“ Balladen mit musikalisch abgestimmten Konzepten.
(Pressemitteilung Förderverein Hallenberg)
Die inspirierende Spontanität der instrumentalen Interpretation und der pointierte Vortrag garantieren einen spannenden Abend über das frivole und lasterhafte Leben des François de Montcorbier, genannt VILLON. Die szenische Lesung mit Musik gespickt mit den bekanntesten Balladen („Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“), mit denen Villon als erster „moderner“ Lyriker und bedeutendster Dichter Frankreichs im Spätmittelalter gilt.
Die szenische Lesung orientiert sich an der Biografie Villons und den Übersetzungen der Balladen von Paul Zech, erschienen im deutschen Taschenbuch-Verlag (dtv 43).
Dauer der Lesung: etwa 75 min.
Der Autor und Erzähler:
Mag. Jörg Doppelreiter schrieb die biografischen Texte anhand der überlieferten Lebensgeschichte Villons. Doppelreiter interpretiert die Texte mit dem ihm eigenen Charme.
Der Musiker:
Heinz Murnig setzte den Inhalt der Lesung kongenial in Musik um.
Herzliche Einladung zu dieser besonderen Veranstaltung am Donnerstag, 7. November 2024 um 19.00 Uhr im Infozentrum Kump in Hallenberg, Petrusstr. 2.
Eintritt 8,– €. Karten an der Abendkasse. Kartenreservierungen unter 02984-303-0