#LOVE auf dem Asphalt am Hillebachsee (foto: zoom)Langsam bewegt sich mein „Corona-ABC“ auf die zweite Hälfte des Alphabets zu.
Auf meinem heutigen Spaziergang um den Hillebachsee hatte ich gerade darüber nachgedacht, ob ich lieber einen Eintrag zu „Lemma“ oder zu „Lambda“ machen sollte, als ich über #LOVE gestolpert bin.
Eine kurze Assoziationskette hat mich zu Schneewittchen gebracht. Irgendwie so: Auf dem Asphalt #LOVE, unter dem Asphalt der Strand. Vom Asphalt zum Pflaster war es dann nicht mehr weit.
Seit Tagen entwickeln sich Knospen, aber geöffnet hat sich noch keine. (foto: zoom)
Seit Jahren hat unser Zitronenbäumchen uns die kalte Schulter gezeigt. Keine Knospen, keine Früchte und nur selten ein neuer Trieb. Immerhin blieben die Blätter grün, und das Pflänzchen verdorrte nicht völlig.
Als mir kürzlich der Schwager aus dem Norden Bilder seines opulent blühenden Zitronenbaums schickte, packte mich der Ehrgeiz. Was tun? Klar, die Suchmaschine mit „Pflege Zitronenbaum“ anwerfen. Irre, wie viele Ergebnisse selbst DuckDuckGo auswirft. Ruhe bewahren, wenigstens einen Artikel gründlich lesen und eine Idee bekommen.
Umtopfen, sonniger Standort, regelmäßiges Gießen und ein wenig Dünger; erledigt und gewartet. Nach ein paar Tagen begannen sich plötzlich Blatttriebe zu entwickeln, hier und da tauchten vereinzelt die ersten Knospen auf.
Bis hierhin ist es einfach gewesen. Jetzt sitze ich auf der Terrasse und blicke abwechselnd auf mein Buch, den Himmel oder den Zitronenbaum.
Eigentlich noch öfter checke ich die Nachrichten auf dem Smartphone. Es könnte ja sein, dass der Schwager schon die ersten Zitronen erntet, während ich noch auf die Knospen starre. Ich erwarte täglich, nein stündlich, Bilder von gelben Früchten.
Was soll man auch sonst machen, in diesen sich zäh dehnenden Corona-Zeiten?
Endlich blüht der Jasmin. (foto: zoom)Seit April habe ich nichts mehr zum Corona-ABC beigetragen. Das „J“ hat geklemmt. Ich solle doch „Jasmin“ nehmen, hatte die Nachbarin gesagt, aber der Jasmin blühte noch nicht.
Jetzt blüht der Jasmin vor unserer Tür, und ich habe etwas gelernt. Der Jasminstrauch im Garten ist kein echter Jasmin, sondern ein Europäischer Pfeifenstrauch, auch Bauernjasmin oder Falscher Jasmin genannt.
Es ist schon ein Unterschied, ob man zur Familie der Ölbaumgewächse (Echter Jasmin) oder der Hortensiengewächse (Pfeifenstrauch) gehört.
Wie dem auch sei, summt und brummt es in den weißen Blüten unseres Pfeifenstrauchs, und spätestens beim Abendbrot, wenn wir zusammen sitzen, werde ich ein wenig klugscheißern.
Aber wahrscheinlich werden alle abwinken. Lass mal, Hauptsache das Ding duftet.
Könnte es sich nicht auch um einen Oregon-Pfeifenstrauch handeln? Tja, was weiß ich schon … noch nicht viel.
An der Quelle der Durmecke, unterhalb des Dassebergs (foto: zoom)
Auf der Anhöhe zwischen Medelon und Hesborn hat man unterhalb des Dassebergs einen schönen Ausblick Richtung Dreislar(?).
Bewaldete Berge und weite offene Flächen wechseln einander ab. Am Wochenende donnern die Motorräder über die kurvige Landstraße Nr. 617.
Unter der Woche herrscht hier viel Berufsverkehr. In Hesborn liegt eines der Werke von Borbet, dem bekannten Aluminiumfelgenhersteller. Das andere Werk befindet sich in Medebach. Die L 617 bildet eine Verkehrsachse.
Westlich des Dassebergs (537 m) liegt der 220 m höhere Bollerberg, optisch der letzte Ausläufer des Rothaargebirges Richtung Hessen.
Der Hesborner Weg von Winterberg in Richtung Bollerberg/Hesborn ist eine beliebte Touren- und Mountainbikestrecke, die man über Liesen mit dem Bahntrassenweg von Hallenberg zurück nach Winterberg kombinieren kann.
Links geht es zur Schnickemühle, rechts hinauf zum Allenberg. Das Reh hat mich lange angesehen. (foto: zoom)
In manchen Situationen wünschte ich mir ein Teleobjektiv, aber dann hätte es bei der Begegnung mit dem Reh bestimmt zu Hause im Schrank gelegen.
Ich schwöre, dass das Tier live viel, viel größer aussah als hier auf dem Bild. Oder war es nur Einbildung? Das Gras am linken Wegrand ist an dieser Stelle sehr hoch und saftig, eine gute Stelle zum Äsen.
Blick vom Röbbecken auf unser Wohngebiet (foto: zoom)
Als Mitglied der „Elite der Corona-Risikogruppe“ habe ich Zeit, mir unseren Ort von vielen Seiten, von oben und manchmal auch unten anzusehen.
Ohne die vielen Spaziergänge wäre ich bestimmt schon x-mal mit dem Kopf gegen die Zimmerwand gerannt, aber so dehnt sich Zeit und Raum im Wald. Wenn ich Muße finde oder sie mich, werde ich aufschreiben, was man beim Spazierengehen noch anstellen kann, außer einen Fuß vor den anderen zu setzen.
Vielleicht interessiert euch einer der unten verlinkten Artikel aus Blogs und Zeitungen.
Zeichenkunst auf YouTube: Die skurilen Zeichenwelten von Peter Deligdisch, dem Stiftetester … endoplast
Verschwörungsfragen: Semiten, Sklaven und Chasaren – Die Wurzeln des Rassismus im 16. Jahrhundert … scilogs
Coronavirus Whistleblower to Warn of “Darkest Winter in Modern History”: Dr. Rick Bright says he was abruptly ousted for protesting Trump’s hydroxychloroquine push … motherjones
Elites have failed us: It is time to create a European republic … theguardian
Die kleinen Leute: Die arbeitenden Klassen halten all das aufrecht, was die Bedingungen unserer Existenz ausmacht, die Urbedingungen unseres Seins. Wo steht das Denkmal für die Krankenpflegerin, wo ist eine Straße benannt nach Ibrahim, den Briefträger? … misik
Der Klickschinder-Hannes: „Besonders eklig wird es“, verzog Katrin ihr Gesicht, „wenn nach Tragödien Reißer-Überschriften nach Lesern lechzen“. Solche wie „Es machte plopp, plopp, plopp – immer wenn das Auto…“ Menschenverachtend … charly&friends
Erster Spielplan-Ausblick der neuen Dortmunder Schauspielchefin: Julia Wissert übernimmt ab der kommenden Spielzeit 2020/21 die Intendanz des Schauspiels Dortmund. Heute wurde ihr erster Spielplan auf der Webseite des Theaters veröffentlicht … revierpassagen
Journalismus, Technik, Audiotipp: Den richtigen Ton treffen – Ton-Störung filtern … ruhrnalist
Gestern und heute habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band gehört, und vielleicht passt Lucy in the Sky with Diamonds zu den beiden Bildern, aber richtig überzeugt bin ich nicht.
Die Assoziationen sind dünn und dürftig. Was mache ich mit dem Himmel im Brunnen?
Ein Spiegel im Park. (foto: zoom)
Sacken lassen, einfach alles sacken lassen. Wenn sich keine Geschichte einstellt, löschen; einfach alles löschen und Musik hören.
Nicht die Beatles, sondern die Grateful Dead kurz vor dem Tod von Jerry Garcia. So many Roads. Ich mag das Lied, den Text, den zerbrechlichen Gesang, trotz oder gerade wegen aller musikalischen Unvollkommenheit.
Ein Abendspaziergang oberhalb der Hambkebecke (foto: zoom)
Ich bin noch nie so viel zu Fuß unterwegs gewesen wie in diesen Corona-Zeiten. Spaziergänge, kleine Wanderungen – raus aus dem Haus und die Gedanken schweifen lassen.
Wenn ich aufblicke, entdecke ich Strukturen und Elemente der Landschaft des Hochsauerlandes; schaue ich grübelnd nach links und rechts, stolpere ich über die Details am Wegrand.
Das Tagpfauenauge auf der Blüte des Scharbockskrautes hätte ich gerne noch einen Tick schärfer eingefangen.
Das Tagpfauenauge ist einer der häufigsten heimischen Tagfalter. (foto: zoom)
Normalerweise ruhen die Falter mit zusammengelegten Flügeln und präsentieren die Augenflecken nur bei Störungen.
Das Scharbockskraut ist ein Frühblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Aus einem Wurzelstock treibt im zeitigen Frühjahr der Spross mit nieren- bis herzförmigen Blättern. Die Blüten sind hellgelb, mit acht bis zwölf Blütenblättern.
Zwischen Kriegerdenkmal und Schnickemühle ragen die Kätzchen der Salweide (Salix spec.) in den Weg. Obwohl: ist das wirklich eine Salweide? Guckt mal!
Weidenkätzchen am Wegesrand. (foto: zoom)
Die Salweide (Bienenweide) blüht vor dem Laubausbruch. Sie ist zweihäusig. Auf dem Bild müssten männliche Blüten zu sehen sein.
Am Waldweg um die Himmelskrone wächst die Rote Pestwurz (Petasites officinalis). Aus den knollenförmig verdickten Ausläufern treibt im zeitigen Frühjahr der zunächst 20 cm hohe Spross.
Der Blütenstand der Pestwurz (foto: zoom)
Der Blütenstand ist eine keulenförmig gedrängte Bütentraube, die sich bei fortschreitender Reife bis auf 60 cm streckt. Die Pestwurz gehört zur Familie der Korbblütler.
Griechen und Römer schätzten die Pestwurz im 1. Jahrhundert gegen bösartige Geschwüre ebenso wie die Menschen im Mittelalter, die sie gegen die Pest einsetzten. Vor Zubereitungen als Tee aus Pestwurzblättern oder -wurzeln wird gewarnt, denn im Naturzustand enthält die Pflanze Substanzen (Pyrrolizidinalkaloide) mit mutagener, krebserregender und möglicherweise toxischer Wirkung auf die Leber (Wikipedia).
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