Verkehrssicherungspflicht. Wird das Sauerland abgeholzt?

Meschede. (sbl) Der Landschaftsbeirat des Hochsauerlandkreises beschäftigte sich im Februar 2010 mit „Abholzungsmaßnahmen im westlichen Hochsauerlandkreis“. Vorwiegend im Stadtgebiet Arnsberg wurden in letzter Zeit, wie es in der Verwaltungsvorlage 8/107 heißt, „umsturzgefährdete Einzelbäume entnommnen“ und „Sichtschneisen freigehalten“. Der Verkehrssicherungspflicht müsse Genüge getan werden!

Im Landschaftsbeirat wurde der Verdacht laut, dass in den letzten Jahren die Verkehrssicherungspflicht mehrfach missbraucht worden sei. Als Beispiel führte ein Ausschussmitglied folgendes an (Zitat aus dem Sitzungsprotokoll):

„Z.B. hat der SGV für den Freischlag des Ehmsendenkmals votiert. Kurz danach wurde festgestellt, das einige Bäume einsturzgefährdet sind und abgeholzt werden müssen. Nunmehr ist der gesamte Hang unter dem Denkmal abgeholzt. Als weiteres Beispiel nennt er den Segelflugplatz Altes Feld in Arnsberg. Dort wurden in einer Nacht- und Nebelaktion Pappeln gefällt. Es wurde systematisch vorgegangen, so dass die Pappeln nicht wieder ausschlagen konnten. Am Schlossberg in Arnsberg wurden auf Wunsch einiger Interessenten Sichtschneisen geschlagen, um eine bessere Sicht auf das restaurierte Schloß zu haben. …. Nach Auffassung des Landschaftsbeiratsmitglieds drängt sich der Verdacht auf, dass ein gewisses System hinter den Abholzungsmaßnahmen steht.“

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Umleitung: Päpstliche Geheimhaltung, Schicklers Liste, Uhlenberg in Siedlinghausen und mehr.

Kohlekraftwerk MöllenWolfgang Lieb: Am Mittwoch, dem 21. April halte ich an der Johannes Guttenberg-Universität Mainz ein Referat zum Thema „Das Bertelsmann Centrum für Hochschulentwicklung und die Ökonomisierung der Hochschule“. Beginn um 14.30 Uhr. Ab 16.00 findet eine Diskussion mit dem Universitätspräsidenten Professor Dr. Georg Krausch statt. Veranstaltungsort Alte Mensa, Becherweg 5, Mainz … nachdenkseiten

Die Päpstliche Geheimhaltung: Seit einiger Zeit wird im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche kontrovers über das „päpstliche Geheimnis“ diskutiert. Insbesondere in der Behinderung und Vereitelung der Strafverfolgung entsteht der Gegensatz zwischen staatlichem und kirchlichem Recht … hpd

Blasphemie: Those naughty Germans. Katholischer Sex sells. Titanic, Spiegel  … pharyngula

Bistum Regensburg: einstweilige Verfügung gegen Blogger … internet-law

Haut dem Springer auf die Finger: Springer geht gegen BildBlog vor. Solidarität! Nebenan beim Bildblog haben sie Ärger mit der Rechtsabteilung von Springer. Über 2400 Euro sollen Stefan Niggemeier und Lukas Heinser zahlen und bitten um Spenden … ruhrbarone

Schicklers Liste: Märkische Allgemeine im Visier … mazblog

CDU-NRW I: die Spur des Geldes … WirInNRW

CDU-NRW II: „Kompetenz“ – meinen die das ernst? … sbl

Kibiz: Mumpitz ist nix für Männer … gruenesundern

Siedlinghausen: „Kultur und Panoramen“ – unter diesem Motto kann der Wanderer den neuen Siedlinghauser Themenweg erkunden. Am 1. Mai wird er nach langer Vorbereitungszeit eröffnet. Die Hinweisschilder und Wegmarkierungen wurden jetzt, nach der Winterpause, vom Heimat- und Verkehrsverein und dem SGV Siedlinghausen angebracht … NRW Umwelt- und Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg kommt zur Einweihung des Themenweges. Für 14 Uhr ist eine Besichtigung der Heimatstuben, am Startpunkt des Themenweges geplant. Anschließend erradeln Minister Uhlenberg, Bürgermeister Eickler und Tourismusdirektor Beckmann den Weg bis zur SGV-Hütte mit dem E-Bike … wpWinterberg

Am Wegesrand: Bufo bufo (Erdkröte) wandert zum Olsberger Stausee. Männchen lässt sich tragen.

Weibliche Erdkröte mit Männchen huckepack auf dem Weg zum Olsberger Stausee (foto: zoom)
Am Wegesrand: Weibliche Erdkröte mit Männchen huckepack auf dem Weg zum Olsberger Stausee (foto: zoom)

Zur Zeit verlassen die Erdkröten ihre Winterverstecke. Sie kehren zum Ort ihrer Geburt zurück um zu laichen. Bei dem Pärchen auf der Abbildung handelt es sich um eine weibliche Kröte und ein Männchen huckepack. Die beiden sind nur noch wenige Meter vom Olsberger Stausee entfernt.

Erdkröten überwintern bis zu vier Kilometer von ihren Laichgebieten entfernt in Erdhöhlen, unter Baumwurzeln und auch in tiefem Laub. Die Männchen sind mit 8 cm Körperlänge kleiner als die Weibchen (14 cm). Weil es vier- bis sechs mal mehr Männchen als Weibchen gibt, versuchen diese schon vor dem Gewässer ein Weibchen zu erwischen. Sie umklammern das Weibchen und lassen sich zum Laichgewässer tragen. Aus den meterlangen Laichschnüren, die mehrere Tausend Eier enthalten,  schlüpfen schwarze Kaulquappen. Die 1 cm langen Jungkröten verlassen im Juni/Juli die Laichgewässer.

Bufo (die „Echte Kröte“) unterscheidet sich von den Fröschen durch die warzenförmigen Erhebungen auf der Haut. Die querliegende spaltenförmige Pupille grenzt sie von den Scheibenzünglern ab.

Das Foto habe ich zufällig geschossen, als die beiden Kröten über den Radweg Richtung Stausee-Ufer zum Wasser wanderten. Während ich das Rad abstellte und die Casio Exilim aus der Lenkertasche zerrte, erreichten sie den Wegesrand. Netterweise blieb das Weibchen während der Aufnahme ruhig und setzte sich erst nach dem fünften Schnappschuss wieder in Bewegung.

Umleitung: Lord Byron, Rot-Grüner Geist, Gabriels Versprecher, Bürgerbus in Meschede, CDU-Spendenaffäre und Laschet bei Kolpingsfamilie in Siedlinghausen

Mulchberge auf den MinenplätzenTodestag von George Gordon Byron: »Nur Mut! Folgt meinem Beispiel. Ich bin ein Weltbürger. Alle Länder sind mir gleich lieb.« … hpd

SPD und Grüne: Rot-Grüner Geist beschworen … ruhrbarone

SPD und Linke: Gabriels Versprecher … pottblog

CDU-Wahlkampfspenden: Neue Affäre … WirInNRW

Bürgerbus in Meschede: SPD und MbZ stellen gemeinsamen Antrag … spdMeschede

Familienminister Armin Laschet in Siedlinghausen: „Wir müssen Fremden hier ein Zuhause geben, das war schon die wegweisende Idee Adolph Kolpings.” … wpWinterberg

„Schwule Sau“ – Der neue Hass auf Homosexuelle jetzt als podcast.

Aller LeserInnen, die die Sendung „Schwule Sau“ im Fernsehen nicht sehen konnten und lediglich die Gespräche, Gerüchte und Urteile aus zweiter Hand kennen, haben die Möglichkeit, sich die gesamte Sendung als podcast auf der Website des WDR herunterzuladen. Wie war das noch in  Niedersfeld, Winterberg und Siedlinghausen. Was hatte der Schulleiter gesagt? Was der Schützenvorstand? Wie hat der Pfarrer reagiert?

Hier gibt es den podcast. (137 MB)

Die Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis sind pleite. Ein Bericht.

Vorbemerkung: Auf der Website der Sauerländer Bürgerliste habe ich den nachfolgenden Bericht über eine Gewerkschaftsveranstaltung im Kreishaus Meschede gelesen. Ich hatte diesen Bericht zwar schon in einer „Umleitung“ verlinkt, aber er wurde kaum angeklickt. Das ist schade, denn die Beschreibung der kommenden kommunalen Krise ist sehr anschaulich. Die Lektüre lohnt, da sie Denkanstöße liefern kann. Daher übernehme ich den kompletten Text mit leichten Veränderungen  in dieses Blog. Vielleicht finden sich auf diese Weise noch weitere LeserInnen.

Meschede. (sbl) „Finanzierung der Kommunen“ unter diesem Titel stand eine gemeinsame Veranstaltung von Ver.di und dem DGB, die am 13. April 2010 im Kreishaus in Meschede stattfand. Der Geschäftsführer des Ver.di Bezirks Hellweg-Hochsauerland Gerd Stodollick und der Vorsitzende der DGB Region Südwestfalen Willi Brase MdB begrüßten die ZuhörerInnen.

Kernaussage: Die Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis sind pleite; die einen mehr, die anderen etwas weniger. Daraus resultiert unter anderem eine fortschreitende Handlungsunfähigkeit der Kommunen.

Leider hatten sich nur wenige LokalpolitikerInnen zu der Infoveranstaltung eingefunden. Unter den anwesenden 20 Frauen und Männer (einschließlich der Veranstalter und Gewerkschaftler) waren nicht einmal zehn PolitikerInnen (und die eher von der roten Couleur). Schade, das Thema wäre doch ihr Ureigenstes gewesen, quer durch alle Parteien und Fraktionen!

Gerd Stodollick stellte den bisher noch unvollständigen Gemeindefinanzierungsbericht 2009 vor und erläuterte wie dramatisch die Einnahmen der Kommunen im letzten Jahr einbrachen. Die Ausgaben hingegen explodierten. Diese Tendenz würde sich 2010 rasant fortsetzen.Das Wegbrechen der Einnahmen, die größtenteils aus Gewerbe- und Einkommensteuer sowie aus Zuweisungen von Land und Bund bestehen, seien das Hauptübel.

Das Finanzdesaster der Öffentlichen Hand hätte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Wirtschaft, beispielsweise auf das Baugewerbe. Diese Branche sei auf öffentliche Investitionen angewiesen. Wenn geplante Investitionen zurück gefahren würden, könne das Konjunkturpaket nicht wirken.

Bundesweit sei ein Einbruch der Gewerbesteuer um 17% zu registrieren. In Lippstadt betrüge er sogar 50%. Die Stadt Arnsberg habe Kassenkredite in Höhe von 110 Mio Euro. Selbst wenn der Bürgermeister das gesamte städtische Personal fristlos entließe und alle freiwilligen Leistungen sofort streichen würde, seien nicht einmal die Hälfte der Kassenkredite abgedeckt.

Auf der einen Seite stünden dramatisch sinkende Einnahmen, auf der anderen stark ansteigende Sozialausgaben z.B. bei der Jugendhilfe und der Grundsicherung.

Gerd Stodollick kritisierte Land und Bund. Die hätten die hoffnungslose Situation der Kommunen (mit) zu verantworten. Der Anteil der Kommunen an der Grunderwerbssteuer sei gestrichen worden, und die Krankenhausinvestitionen hätten die Kommunen per Umlage übernehmen müssen. Der Fonds Deutsche Einheit belaste genau wie das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Sozialleistungen seien auf die Kommunen abgewälzt worden, und es gebe hausgemachte Defizittreiber, die auf die vorangegangenen Privatisierungsmaßnahmen zurück zu führen seien. Es fehle eine nachhaltige Konsolidierungsstrategie.

Ver.di-Geschäftsführer Stodollik und MdB Willi Brase setzten die Auflistung von Zahlen, Daten, Fakten, Gründen, Hintergründen und düsteren Zukunftsaussichten noch lange fort. Das reinste Horrorszenario, könnte man meinen. Nur leider handelt es sich nicht um Science Fiction sondern um unser aller Lebenswirklichkeit.

Und uns in NRW trifft es nach Meinung des Ver.di-Geschäftsführers besonders hart; denn Städte und Gemeinden in unserem Bundesland seien seit Jahren schlechter gestellt als Kommunen in anderen Bundesländern. NRW habe im Gegensatz zu Bayern immer in den Länderfinanzausgleich gezahlt. Bayern habe bis 1992 nur genommen. Jede zweite Kommune würde bis 2012 weder über Vermögen noch über Rücklagen verfügen, sondern nur Verbindlichkeiten haben. Von einer aufgabengerechten Finanzverteilung könne keine Rede sein. Daher würden sich viele NRW-Kommunen den Ausbau der U3-Plätze gar nicht leisten können. 88 % der Städte und Gemeinden in unserem Bundesland hätten keinen ausgeglichenen Haushalt.

Die voraussichtlichen Folgen: Weiterer Abbau von Arbeitsplätzen, Erhöhung von Eintrittspreisen bei den Bädern, Gebührenerhöhungen und so weiter und so fort. Schöne Aussichten!

Wer hat die Ausplünderung der Kommunen zu verantworten? Wie kann man umsteuern?

MdB Willi Brase meinte dazu: „Die Kommunen haben auf Bundesebene keinen Anker“. Eine Förderalismusreform müsse her. Der Einfluss der Kommunen auf den Bund müsse gestärkt werden. Es wäre bisher von keiner Koalition eine sinnvolle Verwaltungsreform auf den Weg gebracht worden. Das Solidarprinzip sei Zug um Zug aufgelöst worden.

Ein Blick in andere Länder, z.B. nach Skandinavien, könne helfen. Solidarität sei ein Gütezeichen. Das Übel müsse an der Wurzel gepackt werden. Der DGB-Vorsitzende der Region Südwestfalen argumentierte, in England hätte der Mindestlohn keine Massen von Arbeitslosen produziert. Zuvor war bereits über den Zusammenhang von Niedriglohnsektor, Altersarmut und der Grundsicherung, die eine immer größer werdende finanzielle Belastung für die Kommunen darstellt, gesprochen worden. Frankreich kritisiere, so MdB Brase, dass Deutschland nichts für seine Binnennachfrage tut. Bei der Einkommensentwicklung belege Deutschland den letzten Platz; jedoch die Steuerbelastung von Vermögenden wäre gesunken.

Brase machte deutlich, dass der DGB für eine Finanztransaktionssteuer sei sowie für eine Steigerung der öffentlichen Investitionen. „Die Sozialstaatsquote muss wieder hoch geschraubt werden. Sie muss wesentlich höher werden. Man denke beispielsweise an die Pflege im Alter. Auch da spielen die Kommunalfinanzen eine Rolle!“ Haushaltskonsolidierung gelinge nur mit Beteiligung der Bürger. Die Politiker sollten sich überlegen wie sie das erreichen. Willi Brase äußerte die Befürchtung, wenn es so weiter gehe wie bisher, gebe es in Zukunft einige wenige reiche Städte und ganz viele arme.

Als weitere Gründe für die Haushaltslöcher bei den Kommunen wurden auch die Privatisierungen genannt, die großen Steuerentlastungen, der Verzicht auf Vermögens- und Börsenumsatzsteuer sowie die Änderung des § 107 der NRW-Gemeindeordnung (Die Schwarz-Gelbe Regierungskoalition hatte vor 3 Jahren durch die Änderung dieses Paragraphen die Möglichkeiten für die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen weitgehend eingeschränkt.).

Den Steuerplänen der FDP konnten die Gewerkschafter nichts Positives abgewinnen – im Gegenteil. „Neue Steuern sind der falsche Weg. Es muss ein anderes System her“, meinte ein Zuhörer. Mit welchen Überraschungen wartet die FDP bald wohl wieder auf, fragt sich nun gerade das „Bericht erstattende“ Mitglied der Sauerländer Bürgerliste (SBL).

Wie könnte ein neues Gelbes Heilmittel lauten? Vielleicht: “Arme Kommunen entweder abschaffen oder privatisieren”!?

Schließlich können wir Sauerländer ja alle in die reichen Städte gen Süden ziehen! Wer weiter mit maroden Schulen und weit weg von jeglichen kulturellen Angeboten es mit den erfrischend kühlen Wassertemperaturen öffentlicher Schwimmbäder aufnehmen und daheim in seiner (unveräußerbaren) Immobilie leben will (oder muss), kann sich ja überlegen, ob er seiner Kommune eine ordentliche Kopfpauschale zukommen lassen will.

Vielleicht findet sich, je nach Höhe der Kommunen-Kopf-Pauschale (KoKoPau), ein solventer Investor?!

Briloner Rat: Anfrage von Reinhard Los zu PFT und Presseberichten

Reinhard Loos, SBL-Kreistagsmitglied
Reinhard Loos, SBL-Kreistagsmitglied

Anfrage gemäß § 17 Abs. 1 der Geschäftsordnung für den Rat
zur Beantwortung in der Ratssitzung am 29.04.2010

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
für die nächste Ratssitzung stelle ich folgende Anfrage:
in einem heute erschienenen Beitrag des Internetblogs „Ruhrbarone“ wird u.a. berichtet:

„Der angeblich den PFT-Skandal verursachende Acker in Brilon-Scharfenberg wurde mit viel Getöse vor allem auf Steuerzahlerkosten angeblich saniert. Aber die PFT werden nach wie vor in das Grundwasser der Gegend ausgewaschen. Mir liegt ein Schreiben der Stadtwerke Brilon vor, nach dem mittlerweile die Wohnhäuser in der Scharfenberger-Straße “Im Siepen” im PFT-Wasser stehen. Das Gift wird dann weiter in den Bach Bermeke ausgewaschen, der im weiteren Verlauf an der Kläranlage Brilon-Scharfenberg vorbeigeführt wird. Am Ende läuft das Gebräu ungefiltert in die Möhne und weiter in den Trinkwasserfluss Ruhr und von da in die eine oder andere Tasse Kaffee im Revier.“
[http://www.ruhrbarone.de/pft-status/]

Dazu stelle ich folgende Fragen:
1. Gibt es ein solches Schreiben der Stadtwerke Brilon?
Falls Ja, von wann stammt es und wie lautet der vollständige Inhalt?
2. Wie hoch ist die derzeitige Belastung der in dem Beitrag genannten Gegend in Scharfenberg mit PFT?
3. Gibt es aus Sicht des Bürgermeisters oder der Stadtwerke weiteren Handlungsbedarf zur PFT-Sanierung in Scharfenberg oder an anderen Stellen im Briloner Stadtgebiet?

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Loos

Umleitung: E=mc², Twitter, Krafts Eiertanz, Pleitestädte und der Mistkäfer …

Die Buchen haben ihre Blattknospen noch nicht entfaltet.E=mc² : vor 55 Jahren starb Albert Einstein … hpd

Twitter: erhöht das Tempo … fazblogs

Kraft und die Linke: Eiertanz … postvonhorn

Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis: pleite; die einen mehr, die anderen etwas weniger … sbl

Ortszeitung I : Gedanken zum „Mistkäfer“ … Wiemeringhauser

Ortszeitung II: Link zur PDF-Fassung des „Mistkäfer“ … mistkäfer

Aktuell: Umweltminister Uhlenberg schützt die wahren Verursacher der PFT-Verschmutzung und überträgt die Sanierungskosten auf die Menschen in Nordrhein-Westfalen

David Schraven, Journalist und Blogger bei den Ruhrbaronen, berichtet heute aktuell von seinen Recherchen über den PFT-Skandal im Hochsauerland.

Die Schlussfolgerung von Schraven lautet:

„Tatsächlich aber schützt Uhlenberg die wahren Verursacher der PFT-Verschmutzung und überträgt die Sanierungskosten von den Verursachern weitgehend auf die Menschen in Nordrhein-Westfalen“.

Richtigerweise, so der Autor, müssten die Verursacher der PFT-Belastung verfolgt werden:

Nur ein Beispiel: Der angeblich den PFT-Skandal verursachende Acker in Brilon-Scharfenberg wurde mit viel Getöse vor allem auf Steuerzahlerkosten angeblich saniert. Aber die PFT werden nach wie vor in das Grundwasser der Gegend ausgewaschen. Mir liegt ein Schreiben der Stadtwerke Brilon vor, nach dem mittlerweile die Wohnhäuser in der Scharfenberger-Straße “Im Siepen” im PFT-Wasser stehen. Das Gift wird dann weiter in den Bach Bermeke ausgewaschen, der im weiteren Verlauf an der Kläranlage Brilon-Scharfenberg vorbeigeführt wird. Am Ende läuft das Gebräu ungefiltert in die Möhne und weiter in den Trinkwasserfluss Ruhr und von da in die eine oder andere Tasse Kaffee im Revier …  alles lesen bei den Ruhrbaronen

Kurparkprojekt: Ei und Universum. Die LOHAS werden nach Winterberg gelockt.

Ich hatte schon einige Male kritisch über das neue Kurparkprojekt der Stadt Winterberg berichtet. Nachdem ich gerade in unserer  Umleitung einen Artikel der Westfalenpost verlinkt hatte, habe ich ich noch zwei der zugrunde liegenden Pressemitteilungen(PMs) des Investors durchgelesen.

Der Zyniker in mir würde gerne äußern: Wenn sie so bauen wie sie schreiben, dann …; aber da Zynismus keine Lösung ist, drucke ich beide PMs hier einfach ab. Leserinnen und Leser dieses Blogs haben nach meiner Erfahrung die eigenartige Fähigkeit zum selbstständigen Denken.

Am Nettesten fand ich die Herleitung des neuen Projektnamens in der ersten PM und die Beschreibung der Zielgruppe in der zweiten PM.

Ich habe beide Stellen fett formatiert, damit die Scanner unter den Lesern nicht allzu viele Mühen haben 😉

Pressemitteilung vom 15. April Nr. 1:

35-Millionen-Euro-Projekt stellt die Weichen im Gesundheitstourismus

Oversum bündelt Gesund-, Aktiv- und Tourismusangebote unter einem Dach

Ein Sport- und Familienbad, Fitnesszentrum, Sauna- und Wellnessbereich, ein Vier- Sterne-plus-Hotel inklusive Gastronomie, sowie Stadthalle, Tourist-Information, Arztpraxis – alles unter einem Dach – das ist das neue Oversum. Auf 13.500 Quadratmetern Gebäudefläche und 17.500 Quadratmetern Außenfläche bildet das künftige Vital Resort der Ferienwelt Winterberg ein Zentrum für Gesundheit, Aktivität und Genuss, dessen Bedeutung weit über die Grenzen der Region hinaus reicht. Kostenpunkt: 35 Millionen Euro brutto.

Mit dem Abriss der ehemaligen Tourist-Information mit Eishalle und Kurmittelhaus beginnt die Bauphase. Gleichzeitig startet der Countdown bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2012. Gemeinsam mit der s. a. b. GmbH stemmt die Ferienwelt Winterberg das Mega-Projekt, setzt damit gerade in Krisenzeiten ein Zeichen und stellt auf Jahre hinaus die Weichen in Richtung Gesundheits- mit Ganzjahrestourismus. Hallenbad mit Außenbecken, Beauty- und Vitalbereich, Kultur- und Kongresshalle, sowie ein großer Parkplatz mit Festzeltplatz – die Macher haben an alles gedacht.

Das Oversum soll Winterberg in den Fokus der künftigen Gesundheitstouristen rücken und der Ferienwelt Winterberg einen Vorsprung verschaffen im zukunftsträchtigen Gesundheitsmarkt. Dies geschieht, indem gezielt neue, bislang fehlende Offerten geschaffen und somit Lücken in der Angebotspalette geschlossen werden. Das Oversum zentralisiert und bündelt damit die Haupt- Gesundheitsangebote der Ferienwelt Winterberg an einem Ort.

Genau dafür steht der Name Oversum. Er setzt sich zusammen aus Ovum für Ei und dem Begriff Universum. Ein Blick auf das Projektmodell macht es deutlich: Ein riesiger eiförmiger Hotel- und Gastronomiekomplex überragt die Anlage. Entsprechend gestaltet sich das neue Logo. Ein schwungvoller grüner Bogen umgibt den Anfangsbuchstaben, während der Name in braunen, klaren Lettern zu lesen ist. So schließen die Verantwortlichen den Kreis zwischen den Aktivangeboten in der Natur und denen im Oversum, denn der mit einer braunen Außenhaut überzogene Hotelzapfen ist das weithin sichtbare Merkmal der Anlage.

Rahmenterminplan Baubeginn (= Beginn Abrissarbeiten) Mitte April 2010

Pressemitteilung vom 15. April Nr. 2:

Bewegung, Wellness und Genuss im architektonisch einzigartigen Design Oversum lockt Gesundheitsbewusste und Businessgäste in die Region

Das Oversum Vital Resort Winterberg versteht sich als ein in architektonisch und konzeptionell im Sauerland herausragendes Freizeit-, Urlaubs- und auch Businessresort für den anspruchsvollen, vornehmlich aktiven, genussorientierten Gast.

Das Objekt befindet sich an einem landschaftlich attraktiven und gut erreichbaren Standort im Kern der Ferienwelt Winterberg. Die einzigartige Architektur des Gesamtprojektes mit dem eiförmigen Hotelkomplex als prägendem Element sowie der nahezu vollständigen landschaftlichen Integration in den Kurpark, vereint die Komponenten Natur, Technik und Innovation in einer für das Sauerland neuen Dimension.

Als prägender Teil des touristischen Gesamtangebotes der Ferienwelt Winterberg sowie des Sauerland Tourismus, ist das Oversum mit Schwerpunkt im Wachstumsmarkt Gesundheits- und Aktivtourismus, gleichermaßen für Individualund Businessgäste. Damit passt es sich nicht nur nahtlos in das vorhandene Active- Health-Konzept ein, das die Ferienwelt Winterberg gemeinsam mit der Sporthochschule Köln entwickelt hat. Es setzt sich an die Spitze des gesamten Gesundheitstourismus im Sauerland.

Das Oversum Vital Resort Winterberg zeichnet sich durch eine wohltuende Mischung von Angeboten zur aktiven Vitalitätssteigerung für Körper, Geist und Seele sowie genussorientierter, angenehmer Entspannung aus. Diese stehen in Verbindung mit zuvorkommendem Service, Gastlichkeit und Komfort.

Dabei liegt der Fokus auf folgenden Gästegruppen:

– erwachsene Singles und Paare (zwischen 30 und 59 Jahre alt, meist ohne Kinder)

– aktive Best Ager – (über 60 Jahre alt)

– bodenständige Best Ager – (über 60 Jahre alt)

– übergreifend: sog. LOHAS („Lifestyles of Health and Sustainability = ca.15% der Bevölkerung in Deutschland).

– Businessgäste – (lebenszyklusübergreifend, MICE)

Dabei setzen die Initiatoren nicht nur auf den deutschen Markt. Die Bekanntheit und der Markenwert des Oversum steigen weit über die Region hinaus und werden sich mit Hilfe einer professionellen Strategie über Deutschland hinaus stark positionieren, insbesondere in den Niederlanden und in Belgien mit jeweils passender Zielgruppenansprache.

Die Partner: Das Oversum ist ein Public-Private-Partnership-Projekt der s.a.b. GmbH und der Stadt Winterberg, konzipiert und realisiert mit erfahrenen Planungs- und Betriebspartnern. Die Dachmarke bündelt und vermarktet die unterschiedlichen Elemente, wobei die Einzelmarken gleichermaßen zielgruppenbewusst, strukturiert und abgestimmt agieren können. Die einzelnen Anbieter arbeiten professionell, kooperativ und vertrauensvoll zum Wohle des Gesamterfolges eng und abgestimmt zusammen