03.08.1969: „Green River“-LP von Creedence Clearwater Revival erscheint

Green River ist das dritte Album der US-amerikanischen Rockband Creedence Clearwater Revival. Es erschien am 3. August 1969 bei Fantasy Records.

https://www.youtube.com/watch?v=ZstZXLvgS34

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2003 wurde das Album auf Platz 95 der Liste „Die 500 besten Alben aller Zeiten (Rolling Stone)“ gewählt.

Zitat aus Album-Rezension | 19.10.1973 | Rolling Stone

„Creedence Clearwater Revival have come a long way since “Suzy Q”; they are now creating the most vivid American rock since Music from Big Pink.“

Anekdote:

Der Song Bad Moon Rising erreichte Position 2 der Billboard Hot 100. Der Refrain des Stücks lautet “there’s a bad moon on the rise” und wurde insbesondere bei Live-Konzerten vom Publikum oft als “there’s a bathroom on the right” verstanden. Manchmal singt John Fogerty auch absichtlich den falschen Text, gut zu hören z.B. auf seinem Solo-Album Premonition. (ab Minute 1:50)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Qrq0NGC5qnA

Heute vor 51 Jahren starb Fritz Bauer: Nazi-Jäger, Kämpfer gegen das Vergessen

„Eichmann? Adolf Eichmann? Den Namen dieses Massenmörders habe er zuvor nie gehört, erklärte der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer im Juni 1960 seinem Gesprächspartner, dem israelischen Diplomaten Felix Shinnar. Dessen Landsleute, Agenten des Geheimdienstes Mossad, hatten den NS-Verbrecher gerade in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires festgenommen – um ihm in Jerusalem den Prozess machen zu können.“

Quelle: https://www.spiegel.de/einestages/nazi-jaeger-fritz-bauer-a-948218.html

Eichmann, so Georg Bönisch im Spiegel, habe ein Mann im Nacken gesessen, der wie kein zweiter in den Anfangsjahren der Bonner Republik die seltsam brach liegende Strafverfolgung von NS-Verbrechern gegen viele Widerstände energisch voranzutreiben suchte – Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt in Hessen.

Es lohnt sich immer wieder auf den lange vergessenen Fritz Bauer zurückzugreifen.

Schriften, Filme – alles ist auch heute (wieder) von gespenstischer Aktualität.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Bauer

Hier im Blog:

https://www.schiebener.net/wordpress/?s=%22Fritz+Bauer%22

In Memoriam Lowell George – *13.04.1945 · †29.06.1979

Lowell George war ein amerikanischer Musiker (Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Flöte), Songwriter, Produzent und Initiator der stilprägenden Band Little Feat.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=eXsFZjfNCDY

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Ab 1966 spielte Lowell George kurzzeitig in diversen Formationen (The Factory, The Fraternity of Man, The Standells, Frank Zappa & Mothers). Im Jahr 1969 gründete er Little Feat – eine der bis auf den heutigen Tag wichtigsten und besten Bands der Rockgeschichte. 1979 kehrte er Little Feat den Rücken, um sich einer Solo-Karriere zu widmen. Noch im gleichen Jahr (02.03.1979) erschien sein einziges Solo-Werk Thanks, I’ll Eat It Here, mit dem er noch auf Tournee ging.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=0qs1RflvmGo&list=PLz6cAheObZcgKWzI64ygeq7G4PaHNIELK

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Am 29. Juni 1979 starb der (durch langjährigen Drogenkonsum) an Hepatitis und starkem Übergewicht leidende Lowell George in Arlington, Virginia an einem Herzinfarkt.
Fünf Tage vor seinem Tod wurde der nachfolgende Audio-Clip im The Bottom Line (New York City) mitgeschnitten.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=mOk08bZn26A

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Lowell George fixierte im Bereich Gesang, Slide-Gitarre und Songwriting die „Messlatte“ in einer auch aktuell nur schwer zu toppenden Höhe.

Nicht nur sein bekanntester Song Willin‘ spielt in einer Liga mit z.B. Madame George (Van Morrison), Starless (King Crimson) oder Imagine (John Lennon).

Blick aus dem Fenster: Der längste Tag des Jahres in Siedlinghausen um 22:24 Uhr – wie traurig :-(

Der längste Tag ist beendet, die kürzeste Nacht des Jahres 2019 hat begonnen. (foto: zoom)

Die Kamera hatte ich heute schon weggepackt („Das Licht reicht nicht mehr…“), wurde aber nach Sonnenuntergang von der Familie noch einmal auf den Balkon gepeitscht („Selbst das Smartphone macht noch Bilder …“).

Der Stein des Anstoßes / der Aufregung / der Diskussion war um 22:15 „die Wolke“ über dem Käppelchen.

Mit einer Verschlusszeit von 1/5 Sekunde aus der Hand, Blende 3,2, Brennweite 35 mm und 3200 ISO ist das Abschiedsbild vom längsten Tag des Jahres 2019 entstanden.

Jetzt geht es wieder bergab. Merkwürdig schnell. Gerade eben noch die Tag-Nacht-Gleiche und urplötzlich dieser Kipppunkt in die aufsteigende Dunkelheit.

Dann der Herbst, dann der Winter, dann 2020; und wieder ist die Zeit zwischen den Tagen verronnen.

Oder hat sie jemand gestohlen?

Nun ja, wenn du 10 Jahre alt bist, zählt ein Jahr 1/10 deines Lebens, bist du 20 ist es 1/20, … usw.

Für ein Kind verrinnt die Zeit allein rechnerisch fünfmal langsamer als für bspw. einen 50-jährigen, sechsmal langsamer als für einen 60-jährigen.

Subjektive Relativität oder relative Subjektivität?

Egal – ab morgen wird getrauert.

 

Juni 1969: Procol Harum veröffentlicht „A Salty Dog“-LP

A Salty Dog ist das dritte Studioalbum der britischen ProgRock-Band Procol Harum. Es wurde im März 1969 in den EMI-Studios (London) aufgenommen und im Juni des Jahres veröffentlicht.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=taCv1a8AUJo

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Bevor ich mich jetzt weiter über die Scheibe auslasse, zitiere ich den letzten Satz der Rezension bei rocktimes.de:

Klare Ansage also: Wer diesen Klassiker bisher noch nicht besitzt, muss jetzt umgehend zuschlagen!

btw:
Procol Harum Drummer B.J. Wilson (†1990) – nach P.H. viele Jahre mit Joe Cocker unterwegs – ist/war für mich einer besten Trommler der internationalen Rockszene.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=htyVq1yCgyE

23.05.1969: The Who veröffentlichen „Tommy“-Album

Tommy ist zunächst der Titel des 1969 erschienenen Konzeptalbums der britischen Rockgruppe The Who. Das Album ist die erste Rockoper der Gruppe und beschreibt die Geschichte des Deaf, Dumb and Blind Kid (tauben, stummen und blinden) Tommy Walker.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dyNGQ2wUSVM

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Dem Musikalbum folgten die Umsetzung als Film (1975), dessen Soundtrack gesondert veröffentlicht wurde, sowie als Musical und Ballett. Tommy gilt als einer der Höhepunkte im künstlerischen Schaffen von The Who und insbesondere Pete Townshends, der fast alle Titel des Albums komponierte.
Quelle: Wikipedia

» The Who beginnen mit Aufnahmen zu „Tommy“
Karl Lippegaus | DLF | 19.09.2018

» Am 14.06.2019 wird eine neue Orchesterversion veröffentlicht

„Ich bin auf vielen Listen meistens schwarz“, Tomi Ungerer, 28. November 1931 – 9. Februar 2019

Ein Nachruf auf Tomi Ungerer (Zeichnung: Nil Auslaender)

„Das FBI stellt Tomi Ungerer unter Beobachtung, aus politischen und moralischen Gründen. Seine erotomanischen Zeichnungen, die klinische Darstellung des Sexismus schockieren. »Damals war es ein Skandal, das Buch ist noch in Amerika und in England verboten. Aber ich bin auf vielen Listen meistens schwarz.«“

zitiert aus https://www.tagesschau.de/kultur/ungerer-gestorben-101.html

Wir wünschen geruhsame Festtage und drei Wünsche sind frei …

Drei Weihnachtsmänner – drei Wünsche frei (foto: zoom)
Je älter ich werde, desto mehr rückt ein Wunsch in den Vordergrund: Gesundheit.

Seit die Eltern nicht mehr leben, ist der mentale Puffer zum Tod weg. Niemand mehr, der vor einem steht.

Der zweite Wunsch ist zwangsläufig: Zeit. Zeit, um all die schönen Dinge zu tun, die man sich vorgenommen hat und um darüber hinaus das Unangenehme, das Aufgeschobene aus dem Weg zu räumen.

Gelassenheit könnte der dritte Wunsch werden.

Allerdings fällt mir jetzt auf, dass zumindest „Gelassenheit“ und „Zeit“ Wünsche sind, die ich mir selbst erfüllen kann. Niemand wird durch den Schornstein heruntergefahren kommen und mir einen Sack Gelassenheit hinstellen sowie eine Socke voller Jahre an den Sims hängen.

Das Blog hat im August das elfte Lebensjahr erreicht. Es hat sich einiges Material angehäuft. Geschichten, die noch nicht geschrieben sind, unfertige Projekte …

Aber Halt und Stopp!

Hier komme ich jetzt in den Bereich der Vorsätze für das Neue Jahr. Nichts durcheinander bringen, so wie die Lichterkette, die ich gestern beim Prüfen der Birnen völlig verknuddelt habe.

Ich bin schon gespannt, welche Wünsche mir heute bei der Bescherung erfüllt werde. Jetzt heißt es warten. Drei Stunden noch. Ich bleibe gelassen.

Bevor sich hier alles verknotet und in Schlingen legt, wünsche ich allen LeserInnen, KommentatorInnen und AutorInnen geruhsame Festtage!

„Programmierter Unterricht“: So schilderte die Westfälische Rundschau im Dezember 1968 die Zukunft der Bildung.

Vor 50 Jahren schien gewiss: Die Zukunft liegt im programmierten Unterricht. (screenshot: WR vom 1.12.1968)

 „Wenn alles pennt und einer spricht, so nennt man dieses Unterricht!“ Mit dem sogenannten „programmierten Unterricht“ sollte sich das Lernen revolutionär verändern.

Die Wissenschaft hatte festgestellt: Der Schulunterricht status quo ließe den Lerneifer innerhalb von zwei Jahren völlig erlahmen.

Schule und Universität, so der angesehene Professor Dr. Johannes Zielinski (TH Aachen), unterrichteten trotz dieses alarmierenden Tatbestandes noch weitgehend nach den Methoden von vorgestern.

Das Zaubermittel der Erziehungswissenschaftler gegen diesen Zustand lautete vor 50 Jahren: „Programmierter Unterricht“!

Was ist im Jahre 2018 von dieser angeblich so revolutionären Methode geblieben? Die Geschichte hat sie hinweggefegt. Nur wenige Sprachlabore -kennt sie überhaupt noch jemand- existieren verstaubt und eingemottet in den Rumpelkammern der Schulen, wie hier am Gymnasium Petershagen.

Preisfrage: Welche revolutionäre pädagogische Idee wird in den nächsten 50 Jahren von der Geschichte ad absurdum geführt werden?

 

Да здравствует 9 мая!

Ehrenmal für die ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter (foto: falken)

Meschede. (falken_pm) Die Falken HSK haben den 9. Mai als Jahrestag des Sieges über den Faschismus begangen. Eine Abordnung besuchte den Friedhof für Kriegsgefangene im Mescheder Norden und legte am Ehrenmal einen Strauß roter Nelken nieder.

Die Erstteilnehmenden hörten die Geschichte des Massenmordes an wehrlosen sowjetischen Zwangsarbeitern in den letzten Kriegstagen auf einer Wiese zwischen Meschede und Eversberg.

Im Anschluss an die Exkursion gab es in unserem Jugendzentrum Pelmeni, und wir haben gelernt, was „Es lebe der 9. Mai!“ auf Russisch heißt.

„Die Menschen in der damaligen Sowjetunion haben mit bis zu 27 Millionen Toten den allerhöchsten Preis bezahlt, um Europa vom Faschismus zu befreien“, erklärte der Gruppenleiter der Falken. „Kaum eine Familie dort, die keine Opfer des deutschen Raub- und Vernichtungskrieges zu beklagen hat. Ihr Schicksal mahnt uns zum Frieden bis heute.“

Dass vor diesem geschichtlichen Hintergrund jetzt zum dritten Mal innerhalb 100 Jahren deutsche Panzer an der Grenze zur Russischen Föderation auffahren und erneut die Menschen mit Krieg bedrohen, sei für die Falken nicht hinnehmbar: „Wir wollen versuchen, freundschaftliche Kontakte zu jungen Leuten in der Russischen Föderation aufzubauen. Jeder kann etwas für den Frieden tun.“