23.05.1969: The Who veröffentlichen „Tommy“-Album

Tommy ist zunächst der Titel des 1969 erschienenen Konzeptalbums der britischen Rockgruppe The Who. Das Album ist die erste Rockoper der Gruppe und beschreibt die Geschichte des Deaf, Dumb and Blind Kid (tauben, stummen und blinden) Tommy Walker.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dyNGQ2wUSVM

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Dem Musikalbum folgten die Umsetzung als Film (1975), dessen Soundtrack gesondert veröffentlicht wurde, sowie als Musical und Ballett. Tommy gilt als einer der Höhepunkte im künstlerischen Schaffen von The Who und insbesondere Pete Townshends, der fast alle Titel des Albums komponierte.
Quelle: Wikipedia

» The Who beginnen mit Aufnahmen zu „Tommy“
Karl Lippegaus | DLF | 19.09.2018

» Am 14.06.2019 wird eine neue Orchesterversion veröffentlicht

„Ich bin auf vielen Listen meistens schwarz“, Tomi Ungerer, 28. November 1931 – 9. Februar 2019

Ein Nachruf auf Tomi Ungerer (Zeichnung: Nil Auslaender)

„Das FBI stellt Tomi Ungerer unter Beobachtung, aus politischen und moralischen Gründen. Seine erotomanischen Zeichnungen, die klinische Darstellung des Sexismus schockieren. »Damals war es ein Skandal, das Buch ist noch in Amerika und in England verboten. Aber ich bin auf vielen Listen meistens schwarz.«“

zitiert aus https://www.tagesschau.de/kultur/ungerer-gestorben-101.html

Wir wünschen geruhsame Festtage und drei Wünsche sind frei …

Drei Weihnachtsmänner – drei Wünsche frei (foto: zoom)
Je älter ich werde, desto mehr rückt ein Wunsch in den Vordergrund: Gesundheit.

Seit die Eltern nicht mehr leben, ist der mentale Puffer zum Tod weg. Niemand mehr, der vor einem steht.

Der zweite Wunsch ist zwangsläufig: Zeit. Zeit, um all die schönen Dinge zu tun, die man sich vorgenommen hat und um darüber hinaus das Unangenehme, das Aufgeschobene aus dem Weg zu räumen.

Gelassenheit könnte der dritte Wunsch werden.

Allerdings fällt mir jetzt auf, dass zumindest „Gelassenheit“ und „Zeit“ Wünsche sind, die ich mir selbst erfüllen kann. Niemand wird durch den Schornstein heruntergefahren kommen und mir einen Sack Gelassenheit hinstellen sowie eine Socke voller Jahre an den Sims hängen.

Das Blog hat im August das elfte Lebensjahr erreicht. Es hat sich einiges Material angehäuft. Geschichten, die noch nicht geschrieben sind, unfertige Projekte …

Aber Halt und Stopp!

Hier komme ich jetzt in den Bereich der Vorsätze für das Neue Jahr. Nichts durcheinander bringen, so wie die Lichterkette, die ich gestern beim Prüfen der Birnen völlig verknuddelt habe.

Ich bin schon gespannt, welche Wünsche mir heute bei der Bescherung erfüllt werde. Jetzt heißt es warten. Drei Stunden noch. Ich bleibe gelassen.

Bevor sich hier alles verknotet und in Schlingen legt, wünsche ich allen LeserInnen, KommentatorInnen und AutorInnen geruhsame Festtage!

„Programmierter Unterricht“: So schilderte die Westfälische Rundschau im Dezember 1968 die Zukunft der Bildung.

Vor 50 Jahren schien gewiss: Die Zukunft liegt im programmierten Unterricht. (screenshot: WR vom 1.12.1968)

 „Wenn alles pennt und einer spricht, so nennt man dieses Unterricht!“ Mit dem sogenannten „programmierten Unterricht“ sollte sich das Lernen revolutionär verändern.

Die Wissenschaft hatte festgestellt: Der Schulunterricht status quo ließe den Lerneifer innerhalb von zwei Jahren völlig erlahmen.

Schule und Universität, so der angesehene Professor Dr. Johannes Zielinski (TH Aachen), unterrichteten trotz dieses alarmierenden Tatbestandes noch weitgehend nach den Methoden von vorgestern.

Das Zaubermittel der Erziehungswissenschaftler gegen diesen Zustand lautete vor 50 Jahren: „Programmierter Unterricht“!

Was ist im Jahre 2018 von dieser angeblich so revolutionären Methode geblieben? Die Geschichte hat sie hinweggefegt. Nur wenige Sprachlabore -kennt sie überhaupt noch jemand- existieren verstaubt und eingemottet in den Rumpelkammern der Schulen, wie hier am Gymnasium Petershagen.

Preisfrage: Welche revolutionäre pädagogische Idee wird in den nächsten 50 Jahren von der Geschichte ad absurdum geführt werden?

 

Да здравствует 9 мая!

Ehrenmal für die ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter (foto: falken)

Meschede. (falken_pm) Die Falken HSK haben den 9. Mai als Jahrestag des Sieges über den Faschismus begangen. Eine Abordnung besuchte den Friedhof für Kriegsgefangene im Mescheder Norden und legte am Ehrenmal einen Strauß roter Nelken nieder.

Die Erstteilnehmenden hörten die Geschichte des Massenmordes an wehrlosen sowjetischen Zwangsarbeitern in den letzten Kriegstagen auf einer Wiese zwischen Meschede und Eversberg.

Im Anschluss an die Exkursion gab es in unserem Jugendzentrum Pelmeni, und wir haben gelernt, was „Es lebe der 9. Mai!“ auf Russisch heißt.

„Die Menschen in der damaligen Sowjetunion haben mit bis zu 27 Millionen Toten den allerhöchsten Preis bezahlt, um Europa vom Faschismus zu befreien“, erklärte der Gruppenleiter der Falken. „Kaum eine Familie dort, die keine Opfer des deutschen Raub- und Vernichtungskrieges zu beklagen hat. Ihr Schicksal mahnt uns zum Frieden bis heute.“

Dass vor diesem geschichtlichen Hintergrund jetzt zum dritten Mal innerhalb 100 Jahren deutsche Panzer an der Grenze zur Russischen Föderation auffahren und erneut die Menschen mit Krieg bedrohen, sei für die Falken nicht hinnehmbar: „Wir wollen versuchen, freundschaftliche Kontakte zu jungen Leuten in der Russischen Föderation aufzubauen. Jeder kann etwas für den Frieden tun.“

Umleitung: von G20 über Rechtsaußen bis zum Angriff auf das Regierungsnetz und wie ein Tweet zum Politikum wurde …

Am Ende des Tages
Am Ende des Tages (foto: zoom)

G20: Polizei agierte wie ein Medienakteur … mmmVerdi

Rechtsaußen: AfD auf Kurs in Richtung Pegida … bnr

Debattierclubs als Methode historischen Lernens: Vieles spricht dafür, dass unsere Geschichtskultur immer auch eine Debattenkultur sein sollte. ‘Debattieren lernen’ ist somit eine Aufgabe von Geschichtsdidaktik und Public History – in der Theorie und vor allem auch in der Praxis … publicHistory

100 Jahre Frauenwahlrecht – wir haben viel erreicht! Aufruf des DGB Hagen zum Internationalen Frauentag … doppelwacholder

Angriff auf Regierungsnetz: Bundesregierung bestätigt, dass sicheres Regierungsnetz unsicher ist … netzpolitik

Ein Tweet wurde zum Politikum: Die Wellen, die mein Tweet zur Tafel in Essen geschlagen hat, sind immer noch nicht abgeebbt … gedankensplitter

Fragen an den Landrat: Wie ist das mit der Beitragsfreiheit im letzten Kita-Jahr? … sbl

Der Haifisch hat immer noch Zähne: Andreas Kriegenburg inszeniert Brechts “Dreigroschenoper” in Düsseldorf … revierpassagen

Vor 65 Jahren: Die Entdeckung der Doppelhelix … scilogs

Die Falken HSK erinnern an 100 Jahre Novemberrevolution!

Heraus mit dem Frauenwahlrecht! (bild: wikimedia[1])
Meschede. (falken_hsk) Heute vor 99 Jahren, am 19. Januar 1919, fand mit der Wahl der Deutschen Nationalversammlung die erste reichsweite deutsche Wahl statt, bei der Frauen das aktive und passive Wahlrecht hatten. Außerdem wurde das Wahlalter von 25 auf 20 Jahre gesenkt.

Die rechtliche Grundlage wurde vom Rat der Volksbeauftragten geschaffen. Die durch die Novemberrevolution in Deutschland ins Amt gekommene und aus SPD- und USPD-Mitgliedern bestehende Regierung bestimmte darin:

„Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystem für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen.“

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[1] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frauentag_1914_Heraus_mit_dem_Frauenwahlrecht.jpg

Unser jüngster wird 60: Billy Bragg – Sexuality and Politics

Billy Bragg (* 20. Dezember 1957 in Barking (Essex), heute zu London, England; eigentlich Stephen William Bragg) ist ein britischer Singer-Songwriter.

Seine Themen reichen von Liebesballaden über traditionelle Arbeiterlieder bis zu Protestliedern zu aktuellen politischen Ereignissen. In seiner Musik verbindet er Elemente von Pop, Folk, Rock und Punk.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Billy_Bragg

Habe ich vergessen zu sagen, dass ich Vinyl von Billy im Plattenschrank habe?

Billy Bragg als „Retter aus der Vorhölle der Popmusik“ gibt es hier in der Tonart von Deutschlandradio Kultur:

„Punk und Soul prägten Billy Bragg in jungen Jahren – heute zählt der Brite zu den bedeutendsten politischen Songwritern unserer Gegenwart. Jetzt wird er 60 Jahre alt – ein willkommener Anlass für unseren Kritiker, sich vor dem Musiker in einem persönlichen Brief zu verbeugen.“

In Memoriam Heinrich Böll

Heinrich Böll – *21.12.1917 · †16.07.1985

Heinrich Theodor Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jahr 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, mit welchem seine literarische Arbeit gewürdigt wurde, „die durch ihren zeitgeschichtlichen Weitblick in Verbindung mit ihrer von sensiblem Einfühlungsvermögen geprägten Darstellungskunst erneuernd im Bereich der deutschen Literatur gewirkt hat“.

In seinen Romanen, Kurzgeschichten, Hörspielen und zahlreichen politischen Essays setzte er sich kritisch mit der jungen Bundesrepublik auseinander. Darüber hinaus arbeitete er als Übersetzer englischsprachiger Werke ins Deutsche und als Herausgeber.
Quelle: Wikipedia

https://www.youtube.com/watch?v=fPRwBUYP-xo

» Versuch, ein Image zu zerstören – Der Spiegel, 21.07.1975
Besprechung eines als Taschenbuch (Titel: Drei Tage im März) erschienenen Interviews.
Heinrich Böll / Christian Linder(**) – Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1975

Ein Hauptstück des Gesprächs beschäftigt sich mit dem, was Böll die „Philosophie der Abfälligkeit“, die „terroristische Hygienekultur“ und den „neudeutschen Wilhelminismus“ nennt, mit seiner Kritik an einer Gesellschaft der Adretten und Schneidigen, der emotionsarmen und moralisch unsensiblen „Fertigen“.

» Spiegel-Artikel inkl. Interview-Auszug als PDF-Datei

» Dossier 100 Jahre Heinrich Böll – Deutschlandfunk

» WDR5 | ZeitZeichen | 21.12.2017, 9.45 Uhr
Geburtstag von Heinrich Böll

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=_SzFKdz1ASs

(**) Man beachte das fehlende „n“: also Christian Linder, nicht Christian Lindner 😉