18.09.1970: Black Sabbath veröffentlicht „Paranoid“-LP

Paranoid ist das zweite Studioalbum der britischen Rockband Black Sabbath. Es gilt als „Heavy Metal“-Meilenstein … PUNKT.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=fWvKvOViM3g

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» Black Sabbath’s Paranoid at 50: potent anthems of working-class strife
The Guardian, 16.09.2020

btw:
Im deutschen Schlageruniversum der beginnenden 1970er wurde aus dem Titelsong der Black Sabbath Platte „Der Hund von Baskerville“ …

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ReiAGVoJFkc

12.09.1975: Pink Floyd veröffentlicht „Wish You Were Here“-LP

Nur mal kurz angemerkt:

Wish You Were Here ist das neunte Album der britischen Rockband Pink Floyd. Es wurde zwischen Januar und July 1975 in den Abbey Road Studios eingespielt.

https://www.youtube.com/watch?v=FRTc71ZhPhM

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btw:

Der geniale Singer/Songwriter Roy Harper agiert als Leadsinger im Song „Have A Cigar“.

Anspieltipp bzgl. Roy Harper:
„One of those days in England“ vom Bullinamingvase-Album (Wortspiel „Bull in a Ming vase“)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=vNMWEkuTLBc

Umleitung: Sechs nach Fünf

Blick auf die rechte Lahnseite in Marburg (Foto: Erwin Francke)

Geschichte als politisches Kampffeld der Neuen Rechten: Rechtspopulisten und Neurechte greifen aus ideologischen Gründen den entstandenen Geschichtsdeutungskonsens an. Sie wollen die Geschichte umdeuten und damit instrumentalisieren … bnr

Die erste technologische Anwendung der Quantenphysik: Als vor 75 Jahren die Atombombe zum Einsatz kam … scilogs

Hitlers Hunde, Görings Löwen und die Kartoffelkäfer: aufschlussreiches Buch „Tiere im Nationalsozialimus“ … revierpassagen

Aus Anlass des 150. Geburtstages der Postkarte im deutschen Postangebot: Das Harburger Jugendheim 1925 bis 1933 … harbuch

Lindner: Posieren statt regieren … postvonhorn

SBL stellt Anfrage zu den hohen Nitratwerten im Raum Marsberg: Immer wieder machen Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Marsberg darauf aufmerksam, dass auf Marsberger Stadtgebiet viele und sehr große Schweinemastanlagen betrieben werden. Die Nitratwerte sind hier sehr hoch … sbl

Am Ende angekommen: Besuch bei Harry Rowohlt

Der Grabstein ist ein Findling, auf dem neben einer Wiedergabe von Rowohlts Autogramm sein Geburts- und Sterbejahr eingemeißelt wurden. (foto: zoom)

Im Mai 2013 hatte ich Harry Rowohlt bei seiner Joachim-Ringelnatz-Lesung auf den Ruhrfestspielen gesehen. Im Juni 2015 ist er gestorben.

Heute habe ich sein Grab auf dem Friedhof Ohlsdorf besucht. Der Stein passt zu Harry Rowohlt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=2FHWG16IZEA

 

„Moon in June“ – Am 06.06.1970 erschien „Third“ von Soft Machine

Third ist das dritte Studioalbum der britischen Band Soft Machine.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=SL7mq30nmF0

R.I.P. Klaus Selmke *21.4.1950 †22.5.2020

https://www.youtube.com/watch?v=2vzafGHkdmM

City wurde 1972 von Fritz Puppel (Gitarre) und Klaus Selmke (Schlagzeug) in Berlin-Prenzlauer Berg als City Band Berlin gegründet. Sie erweiterten die Band um

Ingo Döring (Bass),
Frank Pfeiffer (Gesang) und
Andreas Pieper (Flöte).

1974 erfolgte eine Umbesetzung der Band, da Puppel, der als Dozent an der Musikschule Friedrichshain lehrte, mit der Besetzung der Band unzufrieden war.

1974 ersetzte Georgi Gogow (später NO 55), der in einigen Liedern auch die Violine spielte, Döring; Emil Bogdanow kam für Pfeiffer.
1975 übernahm Toni Krahl den Posten des Sängers Bogdanow.

Die erste Singleveröffentlichung der Band beim DDR-Plattenlabel Amiga erfolgte ebenfalls 1975. Ihren Durchbruch in der Musikszene hatten sie 1977 mit dem Titel Am Fenster. 1978 erschien die gleichnamige LP. In der Bundesrepublik Deutschland und in Griechenland erhielten sie dafür Goldene Schallplatten. City gehörte zu den wenigen Musikgruppen der DDR, die auch in der Bundesrepublik Deutschland auftreten durften.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/City_(Band)

16.05.1970: „Live at Leeds“-LP von The Who erscheint

Live at Leeds ist ein Album der britischen Rockband The Who, das am 14. Februar 1970 live an der University of Leeds aufgenommen und im Mai 1970 (16.05.70 USA | 23.05.70 GB/Europa) veröffentlicht wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=KiWG11Ldk4Q

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Okay, erspare mir weitere lobende Worte bzgl. The Who. Bin da durchaus „Fan-technisch“ befangen unterwegs.

Und ja, The Who spielten beim Leeds-Gig auch einen der größten Rock-Songs aller Zeiten: „Magic Bus“.

Der Leeds-Gig wurde leider nicht visuell dokumentiert.

Auf YouTube findet sich ein „Magic Bus“-Clip der audiotechnisch dem Leeds-Gig recht nahe kommt, aber nicht in Leeds aufgenommen wurde.
Wie auch immer: Der undatierte Clip dokumentiert die große Kunst des „Trommlers“ Keith Moon sowie des immer unterschätzten Bassisten John Entwistle.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=TmfQQC1bsf4

75 Jahre Kriegsende: NS-Gedenkstätte für einen Tag

Der Gießer wurde für einen Tag zur Gedenkstätte. (Foto: Falken Meschede)

Die Mescheder Falken haben den 75. Jahrestag des Sieges über den Faschismus (wegen Corona mit etwas Verspätung) in ihrem Schülercafé in Meschede begangen. Das Denkmal im Kreisverkehr bei der größten Mescheder Fabrik wurde Gedenkstätte für einen Tag.

(Pressemitteilung der Falken Meschede)

Der Gießer trug das „Ost“-Abzeichen, mit dem die Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion (heute Russland und Nachbarländer) gekennzeichnet waren. Ihrer und aller anderen Arbeiterinnen und Arbeiter, die im deutschen Faschismus Zwangsarbeit leisten mussten, wurde mit einem Strauß roter Nelken gedacht, einem Symbol der internationalen Arbeiterbewegung.

Mehrere Tausend Zwangsarbeiter, so berichtete der Jugendgruppenleiter der Falken, mussten bis 1945 in der Mescheder Rüstungsindustrie schuften. Sie mussten Waffen und Waffenteile herstellen, die Zerstörung, Leid und Tod in die Welt getragen haben. Auch in der Landwirtschaft und in Privathaushalten wurden Zwangsarbeiter eingesetzt: kriegsgefangene Soldaten oder junge Menschen, die in den von deutschen Soldaten besetzten Gebieten teilweise einfach auf der Straße festgenommen und nach Deutschland entführt worden waren.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter mit dem „Ost“-Abzeichen bildeten in der rassistischen und politischen Rangordnung der Nazis die unterste Stufe, sie hatten in Deutschland die schlechtesten Lebensbedingungen und waren am stärksten von Rechtlosigkeit und Gewalt betroffen.

Auch gegen die Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter in Meschede gab es gewalttätige Übergriffe, etwa durch einen Hilfspolizisten, der sie auf dem Weg zur Arbeit unter den Augen der Öffentlichkeit schikaniert hat. Darüber berichtet der Aufsatz „Die Stunde Null“ des Mescheder Stadtarchivs. Es gibt allerdings auch Berichte von vorsichtigen Freundschaften zwischen Mescheder Jugendlichen und jungen Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern. Vorsichtig, weil zuviel Freundschaft zwischen ihnen damals mit krassen Strafen bedroht war.

Nicht gut erforscht ist anscheinend bis jetzt, was mit den tausenden Mescheder Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern war, als die Stadt im Februar und März 1945 bombardiert worden ist, um endlich die Rüstungsindustrie zu zerstören. Konnten sie sich in Sicherheit bringen, oder wurden sie wie in manchen anderen Städten fast schutzlos den Bomben ausgesetzt? Die städtische Chronik berichtet (wörtlich): Fast 50 Menschenleben gingen in diesem Hexenkessel zugrunde, eine Anzahl Ausländer nicht eingerechnet.

Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gedenkveranstaltung erfuhren, dass Meschede am 8. April 1945 durch die Amerikaner von den Nazis befreit worden ist. Dabei sind – so berichtete jetzt ein Zeitzeuge im Interview mit einer Mescheder Zeitung – noch fünf amerikanische Soldaten getötet worden. Auch dieser jungen Männer, die nicht mehr nach Hause gekommen sind, die noch kurz vor Schluss ihren Beitrag zur Niederschlagung des Naziregimes mit dem Leben bezahlt haben, wurde auf der Veranstaltung gedacht.

Und auch hier hat die Mescheder Stadtchronik offenbar noch einen blinden Fleck. Darin heißt es nur: Am Abend desselben Tages (8.4.1945) von 21.00 Uhr an nahmen die Amerikaner Meschede in Besitz, nachdem sie die Kreisstadt vom 7.8. ab beschossen hatten (Fehler im Original, richtig ist natürlich 7.4.). Sie drangen gleichzeitig von Norden und Osten her in die Stadt ein. Der Widerstand war beendet und die Amerikaner besetzten die Stadt.

Unser Fazit: Die Mescheder Stadtchronik, die schon einige Jahre alt ist, sollte aktualisiert werden. Am besten setzt sich mal jemand dran und erforscht die Ereignisse der Kriegsendphase in Meschede nochmal etwas genauer. Wir werden geschichtsinteressierte Mescheder Schülerinnen und Schüler darauf aufmerksam machen, und auch die Historiker vom LWL.

Fazit 2: Auf dem Stiftsplatz gibt es eine „Heldengedenkstätte“ im Stil der 1920er Jahre. Man sagt, diese Denkmäler dienten weniger wirklich der Trauer als vielmehr schon der geistigen Vorbereitung des nächsten Krieges, der Revanche. Glücklicherweise wurde sie irgendwann durch einen Gedenkstein ergänzt, der den Opfern von Krieg und Gewalt gewidmet ist. Dem allein ist  zu vedanken, dass man nicht vollkommen geschichtsvergessen und kein Nazi sein muss, um an einem zentralen Ort in der Mescheder Innenstadt der Opfer des Militarismus und Faschismus zu gedenken. Aber der Stein ist beschädigt. Wir wollen uns für die Reparatur einsetzen.

Beschädigter Gedenkstein in Meschede (Foto: Falken Meschede)

Fazit 3: Das Schicksal der nach Meschede verschleppten Zwangsarbeiter „Ost“ und aus anderen Ländern mahnt zu Frieden und Kooperation, die gegenwärtige Aufrüstung mit atomaren Massenvernichtungswaffen sehen wir mit Sorge. Wir wollen der Regierung der russischen Föderation von unserer Gedenkveranstaltung berichten und den dort lebenden Menschen die Hand reichen. Wir könnten so gut in Frieden miteinander leben!

04.05.1970: Kent-State-Massaker in Ohio

Beim Kent-State-Massaker wurden am 4. Mai 1970 an der Kent State University in den USA vier Studenten erschossen und neun teils schwer verletzt, als die Nationalgarde des Staates Ohio während einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg das Feuer auf die Menge unbewaffneter Demonstranten eröffnete. Bis heute wurde niemand dafür zur Verantwortung gezogen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=TRE9vMBBe10

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» Vor 50 Jahren – Das Kent-State-Massaker in Ohio
DLF | Kalenderblatt | 04.05.2020

Heureka: kurz vor knapp tagesaktuell noch geschafft …

1. Mai 2020: Gegen den Stillstand!

Der 1. Mai steht vor der Tür, der Tag, an dem die Arbeiterklasse, also alle Menschen, die von ihrer täglichen Lohnarbeit leben müssen, für ihre Interessen auf die Straße geht: für gute Ausbildung und Weiterbildung, vernünftige Arbeitszeiten, anständige Bezahlung, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Öffentliche Versammlungen und Kundgebungen wird es in diesem Jahr wegen der durch Corona bedingten Kontaktbeschränkungen leider kaum geben.

(Pressemitteilung der Falken Meschede)

Die Mescheder Falken haben aber im März eine Denkschrift „Gegen den Stillstand“, beschlossen, mit der wir arbeiten und uns für die Interessen der lernenden und arbeitenden Jugend einsetzen wollen.

Sie setzt bei dem an, was wir in unserem regelmäßigen Schülercafé festgestellt haben: Dass viele junge Menschen in Meschede aufwachsen, lernen und arbeiten in weitgehender Unkenntnis ihrer Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten als Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Arbeiterinnen und Arbeiter. Wir haben schwerwiegende Mängel bei der demokratischen Bildung ausgemacht, die schlimme Folgen für den Einzelnen, für die Betriebe wie auch für unsere Stadt haben: Schulverzweiflung, Ausbildungsabbrüche, Fachkräftemangel, Abwanderung junger Menschen.

Diesen Erscheinungen ist man nicht hilflos ausgeliefert, man kann eine ganze Menge unternehmen, damit es besser läuft. Wir Falken werden unsere Vorschläge machen. Stufe 1: Sofort im Mai beginnen wir mit einer Umfrage unter Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden in Meschede, Arnsberg, Brilon und Olpe zum Thema Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten in Schule, Ausbildung und Betrieb.

Die Umfrage in drei Städten des HSK und im Kreis Olpe soll vom ersten Tag an informieren und Bewusstsein schaffen, aber sie soll auch Vergleichsdaten liefern, damit man – falls es irgendwo gut läuft – voneinander lernen kann. Und sie soll, wenn es sich als notwendig erweist, über mehrere Jahre stattfinden, damit auch Entwicklungen sichtbar werden.