Globaler Klimastreik am 3.3.23 – Brilon wieder dabei

Im September 2019 war es bunt und politisch in Brilon (archivfoto: zoom)

In unserem Briefkasten liegt der folgende Aufruf des FFF-Teams Brilon. In den letzten Jahren hatte ich nichts mehr von ihnen gehört. Nach dem Auftakt im Jahr 2019 war es in Brilon plötzlich still geworden und ich musste nach Kassel fahren, um mich dort an Aktionen der FFF-Bewegung zu beteiligen. In diesem Jahr scheint es in Brilon allerdings weiter zu gehen.

Im Wortlaut:

Globaler Klimastreik am 3.3.23 – Brilon wieder dabei

„Der Ausbau erneuerbarer Energien stoppt immer noch“, „Klimaziele werden von Ministerien gebrochen“ und „Die aktuelle Politik handelt nicht ausreichend“ – Mit diesen Worten wirbt die FridaysForFuture-Bewegung für den nächsten globalen Klimastreik am 3.3.23 (internationaler Tag des Artenschutzes). Unser Veranstaltungsteam steht hinter den Aussagen der FFF-Bewegung und sieht auch in Brilon deutlichen Handlungsbedarf.

Was Wir Wollen

Zum einen wollen wir das „Loch“ im Sauerland füllen, wo sonst kaum Demonstrationen der FFF-Bewegung stattfinden. Auch hier gibt es Klimaaktivist:innen, die nicht erst in die nächst größeren Städte fahren müssen, um auf örtliche Probleme aufmerksam zu machen.

Zum anderen wollen wir zeigen, dass auch in unserer Region Potenzial vorhanden ist, einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten. Dabei geht es unter anderem um den sinnvollen Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch um Kritik am Hochsauerlandkreis wegen seiner Aktienbeteiligung an der RWE AG sowie Planungen der Stadt Brilon, ein Gaskraftwerk zu bauen. Außerdem ist Lützerath für uns noch nicht verloren, denn das Dorf ist zwar geräumt, aber die darunter liegende Braunkohle befindet sich noch unter der Erde und soll dort auch bleiben.

Als zweiten großen Themenbereich wollen wir den internationalen Tag des Artenschutzes nutzen, um das anstehende Vogelschutzgebiet „Diemel- und Hoppecketal“ in den Fokus zu nehmen.

Weitere Verzögerungstaktiken der Politik bei klimarelevanten Themen oder ein „Weiter wie bisher“ darf es nicht geben und deshalb rufen wir am 3.3.23 zum Streik auf.

FridaysForFuture-Team

Unser Team besteht sowohl aus Personen, die schon die letzten Klimastreiks in Brilon organisiert haben, als auch aus neuen Leuten, die sich nun aktiv bei uns beteiligen. Hinzu kommen regionale Musiker, die uns live begleiten.

Wir alle kämpfen für eine lebenswerte Zukunft!

Dein Engagement.

Du willst etwas bewegen? Du willst dich nicht länger von politischen Entscheidungen ignoriert fühlen?

Dann komm am Freitag, den 3.3.23 von 15:00 bis 17:00 Uhr zum Briloner Marktplatz und lass uns gemeinsam die Stimme gegen eine verfehlte Klimapolitik erheben.

Wir freuen uns auf dich!

Alkoholfrei durch die Fastenzeit

BZgA-Fastenaktion unterstützt beim Alkoholverzicht

Die BZgA meint: trennt euch zumindest in der Fastenzeit von jedwedem Alkohol (archivfoto: zoom)

Köln, 16. Februar 2023. Zur Fastenzeit motiviert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), von Aschermittwoch bis Ostern alkoholfrei zu bleiben. Der Verzicht auf Alkohol wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus.

(Pressemitteilung BZgA)

Damit der Alkoholverzicht für sechs Wochen leichter fällt, unterstützt die Fastenaktion der BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ auf www.kenn-dein-limit.de mit Informationen und praktischen Empfehlungen, wie das Alkoholfasten gelingt.

Michaela Goecke, Leiterin der Abteilung für themenspezifische gesundheitliche Aufklärung der BZgA, sagt: „Alkoholkonsum ist grundsätzlich ungesund, denn Alkohol ist ein Zellgift und kann jedes Organ im Körper schädigen. Auch moderater Alkoholkonsum ist schon mit gesundheitlichen Risiken verbunden, denn es gibt keine völlig unbedenkliche Menge beim Alkoholkonsum. Wer regelmäßig, vielleicht sogar täglich Alkohol trinkt, profitiert am meisten vom Alkoholfasten: Körper und Seele können sich erholen, und man spürt unmittelbar, ob einem der Alkoholverzicht eher leicht- oder doch sehr schwerfällt. Wer in der Fastenzeit komplett auf Alkohol verzichtet, reduziert das Risiko, dass sich aus gewohnheitsmäßigem Konsum schleichend eine Alkoholabhängigkeit entwickelt.“

So wirkt Alkoholfasten im Körper:

  • Die Schlafqualität verbessert sich.
  • Alkoholverzicht wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus.
  • Die Leber kann sich regenerieren.
  • Eine Gewichtsabnahme ist möglich.

BZgA-Tipps zum Alkoholfasten

Der Verzicht auf Alkohol fällt denen leichter, die gut vorbereitet sind. Hilfreich ist es, sich die Vorteile der Alkoholpause klar zu machen und konkrete Ziele zu setzen: zum Beispiel, ob der Konsum reduziert oder vollständig auf Alkohol verzichtet werden soll. In der alkoholfreien Zeit hilft es auch, Situationen zu meiden, die zum Alkoholkonsum verleiten. Besser sind Aktivitäten in der Freizeit, die mit Alkoholkonsum nicht vereinbar sind. Und in geselliger Runde „Nein“ zu sagen, lässt sich trainieren. Je häufiger es ausgesprochen wird, umso leichter und selbstverständlicher wird es.

© Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln

Wer die Alkoholpause zusammen mit anderen macht und Erfahrungen austauscht, hat es leichter, durchzuhalten. Mit dem Online-Newsletter der Fastenaktion motiviert die BZgA vom 22. Februar bis zum 6. April 2023 zum Durchhalten. In der stetig wachsenden „Alkohol? Kenn dein Limit.“-Facebook-Gruppe der Aktion tauschen Teilnehmende ihre Erfahrungen aus.

Informationen und Anmeldung zur Online-Fastenaktion der BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ unter:

Die BZgA-Kampagnen der Alkoholprävention im Überblick

Unbedingt vormerken: Folkwang Studierende des Marina Abramovic(*) Free Interdisciplinary Performance Lab gastieren im Juli im Museum Folkwang

Marina Abramovic (Photograph by MARCO ANELLI © 2022 INSTAGRAM: @marco_anelli_studio)

Essen, 10.2.2023 – Die international renommierte Performance-Künstlerin Marina Abramovic arbeitet im Rahmen der Pina Bausch Professur an der Folkwang Universität der Künste mit Studierenden aller künstlerischen Disziplinen. Das gemeinsam entwickelte Performance-Projekt wird vom 30. Juni bis 9. Juli 2023 im Museum Folkwang gezeigt.

(Pressemitteilung Museum Folkwang)

In vier Workshop-Phasen des Free Interdisciplinary Performance Laboratory erarbeitet Marina Abramovic seit Wintersemester 22/23 mit internationalen Studierenden aller Folk-wang Disziplinen individuelle und gemeinsame Performances. Zum Abschluss der zweiten Arbeitsphase entschied die Künstlerin, dass die Abschlusspräsentation im Rahmen einer auf neun Tage angelegten „Long Durational Performance“ im Museum Folkwang gezeigt wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Fokussierung, Ausdauer und Konzentration der 26 be-teiligten jungen Künstler:innen – darunter Sänger:innen, Tänzer:innen, Fotograf:innen, Schauspieler:innen, Regisseur:innen und Komponist:innen im Alter zwischen 17 und 39 Jahren.

Free Interdisciplinary Performance Lab – Probeneindruck Abschlussperformance
(Foto: Gustav Glas)

Die Studierenden des Free Interdisciplinary Performance Labs sind: Eleonora Arnold, Gloria Carobini, Leon Maximilian Focker, Camilla Gerstner, Klara Günther, Camillo Guthmann, Anna Veronika Hargitai, Paulina Holtkamp, Smila Vita Hoppe, Jakob Jentgens, Moonjoo Kim, Sophie Kockler, Goa-Louisa Kollewijn, Florian Kreßer, Frederico Mendes Teixeira, Francesco Marzano, Julian Mattlinger, Anais-Manon Mazic, Gaia Pellegrini, Konstantin Pütz, Marija Radovanovic, Janina Schweitzer, Aleksandar Timotic, Luke Venatier, Anton Vichrov und Theo Voerste.

„Ich freue mich sehr bekanntgeben zu können, dass das Museum Folkwang uns Ausstellungsräume zur Verfügung stellt. Dort können wir in der letzten Workshop-Phase die „long durational performances“ zeigen“, so Marina Abramovic. „Die Performances werden 9 Tage lang durchgehend stattfinden, 6 Stunden pro Tag. Für mich ist das ein sehr großer Erfolg, denn es ist das erste Mal, dass die Universität und das Museum in diesem Umfang zusammenarbeiten. Was meine Lehre betrifft, so ist es von großer Bedeutung, die Studierenden schon in einem sehr frühen Stadium mit einer professionellen Arbeitsumgebung und einem echten Publikum in Berührung zu bringen.“

Die 1946 in Belgrad, Serbien, geborene Performance-Künstlerin Marina Abramovic ist international bekannt für einige der bedeutendsten frühen Werke dieser Kunstform und hat in ihrer fünfzigjährigen Karriere die Grenzen des heutigen Kunstschaffens grundlegend erweitert. Seit den 1970er Jahren kreiert sie weltweit Performance-Arbeiten, die in der Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie körperliche und geistige Grenzerfahrungen darstellen und einige der universellsten und dringendsten Themen der Welt aufgreifen. 2010 präsentierte Marina Abramovic ihre erste große Retrospektive in den USA und per-formte gleichzeitig mehr als 700 Stunden mit The Artist is Present im MoMA in New York. Ihre erste europäische Retrospektive wurde in sieben Museen gezeigt, darunter 2018 die Bundeskunsthalle Bonn. In 2023 wird Marina Abramovic als erste Künstlerin eine große Einzelausstellung in den Main Galleries der Royal Academy of Arts in London zeigen. Im Jahr 2012 gründete sie das Marina Abramovic Institute (MAI), das Performance-Kunst mit dem Schwerpunkt „long durational works“ auf globaler Ebene präsentiert und unterstützt. Marina Abramovic ist weltweit geehrt und beachtet für ihre aufsehenerregende Arbeit und vielfach ausgezeichnet: So erhielt sie den Goldenen Löwen der Biennale Venedig (1997), das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2008), den französischen Ordre des Arts et des Lettres (2014), den Princess of Asturias Award for the Arts in Spanien (2022); in diesem Jahr wird ihr der Sonning-Preis (2023) in Dänemark verliehen werden. 

Prof. Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang: „Mit Marina Abramovic und ihrer Klasse der Folkwang Universität der Künste setzen wir ein deutliches Zeichen für die Interdisziplinarität des Museum Folkwang und führen unsere Programmatik im Bereich Performance und Tanz weiter, die wir in den vergangenen Jahren u. a. mit den Ausstellungen 12 Rooms, Global Groove und William Forsythe verfolgt haben. Wir freuen uns, damit auch die Zusammenarbeit zwischen der Folkwang Universität der Künste und dem Museum Folkwang zu intensivieren.“

Marina Abramovic ist die erste Inhaberin der Pina Bausch Professur. Zum Wintersemester 2022/23 hat die Folkwang Universität der Künste mit Mitteln der Landesregierung NRW die neue Pina Bausch Professur eingerichtet – benannt nach der weltberühmten Folkwang Alumna Pina Bausch und in Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation. 

Die Pina Bausch Professur schafft die Möglichkeit, international herausragende Künstler:innen aus allen Disziplinen als Gastprofessor:innen für jeweils ein Jahr an die Folkwang Universität der Künste zu berufen. Hier können sie gemeinsam mit den Studierenden neue Arbeitsweisen entwickeln sowie ein alle Grenzen überschreitendes Denken und Forschen umsetzen. 

Prof. Dr. Andreas Jacob, Rektor der Folkwang Universität der Künste: „Die neue Pina Bausch Professur ist ein riesiges Geschenk an unsere Studierenden und unterstreicht die einmaligen Möglichkeiten, die ein Studium in unserem Haus bietet. Wir erleben eindrücklich, welche unvergleichbare Erfahrung die Arbeit mit Marina Abramovic für alle Beteiligten darstellt. Dass die Abschluss-Performance im Museum Folkwang zur Aufführung kommt, bietet den 26 jungen Folkwang Künstler:innen ein großes internationales Forum.“

Die Pina Bausch Professur wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die erste Professur erhält eine Sonderförderung von der Kunststiftung NRW. Der Folkwang-Museumsverein e. V. unterstützt die Realisierung der Performance im Museum Folkwang.

Information
Abschlussperformance des Free Interdisciplinary Performance Lab
30. Juni bis 9. Juli 2023
Täglich außer montags, 12 – 18 Uhr
Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45138 Essen

(*) Auf das „c“ von Abramovic gehört eigentlich ein Akzent, aber leider zickt mein WordPress-Editor und verwandelt das Zeichen stets in ein „?“. Daher belasse ich es beim einfachen „c“. Sorry.

Nachts im Museum: Kinderführung mit Taschenlampe

Die Kinder entdecken in der dunklen Steinzeithöhle die täuschend echten Neandertaler (Foto: Oliver Steller)

Weil es abends wieder heller wird, finden am kommenden Wochenende die letzten Taschenlampenführungen der Saison im Sauerland-Museum statt.

(Pressemitteilung HSK)

Wer wollte nicht immer schon einmal abends im Museum sein, wenn alle Lichter erloschen sind und jeder Schatten unheimlich und groß wirkt? Zum Glück bekommen die kleinen Besucher eine Taschenlampe, mit der jede Ecke ausgeleuchtet werden kann.

Zunächst startet die Führung aber auf dem Außengelände des Museums, wo die alte Stadtmauer von Arnsberg erkundet wird. Anschließend geht es in das Untergeschoss im Landsberger Hof, in dem die Kinder in der Höhle einem 80.000 Jahre alten Höhlenbären begegnen. Im Kellergewölbe treffen sie einen für den Kampf ausgestatteten Ritter samt seinem Steitross. Zum Schluss steigen die kleinen Nachtwächter über eine knarzende Treppe hinauf in einen alten, dunklen Wachturm, um die Schlossbewohner vor etwaigen Angreifern zu warnen.

Die Führung für unerschrockene Kinder und eine erwachsene Begleitperson dauert ca. 60 Minuten.  

Der letzte Termin in diesem Winter ist der 18. Februar. Die Führungen sind um 18:30 Uhr und um 19:30 Uhr. Zum Abschluss der Saison gibt es eine kleine Überraschung für jeden Teilnehmer.

Der Eintritt inklusive Führung kostet 6 € für Kinder, 9 € für eine erwachsene Begleitperson. Die Taschenlampen werden vom Museum gestellt.

Weitere Informationen und Anmeldungen telefonisch unter 02931/94-4444, per E-Mail an sauerlandmuseum@hochsauerlandkreis.de oder auf der Homepage www.sauerland-museum.de

Ausstellungseröffnung: Joachim Schulz … der Beton in Falten legt

Joachim Schulz bei der Arbeit (alle Fotos: Förderverein Hallenberg)

Am Donnerstag, 2. März 2022 um 19.00 Uhr wird im Infozentrum Kump in Hallenberg die nächste Kunstausstellung eröffnet.

(Pressemitteilung Förderverein Hallenberg e.V.)

„Der Mann, der Beton in Falten legt“, so wird Joachim Schulz genannt. Er lebt und arbeitet in Olsberg und macht Kunst aus Beton. Seine Figuren entstehen durch das Aufspachteln des Betons auf verschiedenen Trägermaterialien. Joachim Schulz arbeitet nicht mit Gussformen. Somit ist jedes Kunstwerk ein Unikat.

Das Werk … und der Künstler: „Pause“

Der Künstler kommt persönlich in den Kump um die Ausstellung zu eröffnen. Lernen Sie Joachim Schulz kennen und lassen Sie sich von der Vielfalt seiner Kunst überraschen.

Die Ausstellung wird von Ulrike Tiedemann musikalisch begleitet.

Unter https://josch-betonkunst.de/ finden Sie weitere Einblicke in die künstlerische Arbeit von Joachim Schulz.


Veranstalter: Förderverein Hallenberg e.V.

AUSSTELLUNGSORT

Infozentrum Kump, 59969 Hallenberg, Petrusstr. 2

Weitere Informationen: www.kump-hallenberg.de

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag, Mittwoch, Samstag 10 bis 13 Uhr

Donnerstag und Freitag 10 bis 16 Uhr und

Sonntag 14 bis 16 Uhr

Gesucht: Ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler im Hochsauerlandkreis – Schulungen im März und April

„Sprechen Sie auch eine andere Sprache als Deutsch? Haben Sie Zeit und Lust, sich ehrenamtlich zu engagieren, indem Sie bei Gesprächen in Schulen, KiTas, den Beratungsdiensten der freien Träger übersetzen?“

(Pressemitteilung HSK)

Wer diese Fragen mit einem „Ja“ beantworten kann, ist beim ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen- und mittler-Pool des Kommunalen Integrationszentrums des Hochsauerlandkreises bestens aufgehoben. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz in bislang 35 Sprachen leisten inzwischen über 100 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler einen Beitrag, dass Menschen mit geringen Deutschkenntnissen wichtige Informationen verstehen. Damit unterstützen sie deren gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig stärkt das Engagement der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler auch die die Fachkräfte in den Organisationen vor Ort.

Paschtu, Persisch, Dari

Gerade für die Bereiche Winterberg, Hallenberg, Medebach, Marsberg und Brilon wird noch mehr Unterstützung von ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen- und mittler benötigt.

Darüber hinaus fehlen noch SprachmittlerIinnen- und mittler im gesamten Hochsauerlandkreis, welche die Sprachen Paschtu, Persisch und Dari beherrschen. Das Team des Kommunalen Integrationszentrums beantwortet gern offene Fragen und nimmt direkt Anmeldungen für eine der geplanten Grundlagenschulungen an.

Die nächste Schulung findet ganztägig am Donnerstag, 09. März 2023, von 8:30-16:30 Uhr, in Präsenz in Meschede statt. Am Mittwoch und Donnerstag, 26. und 27. April 2023 findet eine weitere Grundlagenschulung 2-tägig, jeweils von 08:00-13:00 Uhr, digital per Zoom statt. Die Teilnahme an der Schulung ist kostenlos.

Anmeldungen zu den Grundlagenschulungen jeweils bis 14 Tage vor Schulungs-Beginn.

Kontakt:

Ehrenamtlicher Sprachmittlerinnen- und mittler-Pool HSK
Tel: 02931 94-4151
Email: sprachmittlerpool@hochsauerlandkreis.de

NRW: Projekte einreichen für Landesprogramm „Kultur und Schule“ 2023/2024

Künstlerische und kulturelle Bildung verleihen junge Menschen mit ihrer Kreativität und individueller Gestaltungsfähigkeit im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule Ausdruck. Das Landesprogramm „Kultur und Schule“ wird auch im kommenden Schuljahr 2023/2024 weitergeführt.

(Pressemitteilung HSK)

Erneut stärkt das Land NRW die künstlerisch-kulturelle Bildung in allgemeinbildenden Schulen und stellt Fördergelder für entsprechende Projekte zur Verfügung.

Kulturinstitute und Künstler, die in Kooperation mit einer Schule Projekte anbieten möchten, können Anträge über das Schulamt der zuständigen Stadt bzw. Gemeinde bis zum 31. März beim Hochsauerlandkreis, Fachdienst Schulaufsicht, Medienzentrum, Bildung und Integration, Eichholzstraße 9, 59821 Arnsberg, einreichen. Nähere Infos und Projektanträge sind zu finden unter www.kultur-und-schule.de.

Weitere Informationen sind erhältlich beim Schulamt des Hochsauerlandkreises unter der Rufnummer 02931/94-4110 (vormittags).

NRW: 13 Prozent weniger allgemeinmedizinische Arztpraxen als vor zehn Jahren

Die Zahl der Facharztpraxen war 2021 in Nordrhein-Westfalen mit 12 106 um vier Prozent niedriger als 2011

Grafik Wortwolken (zoom)

Düsseldorf (IT.NRW). Die Zahl der Arztpraxen für Allgemeinmedizin ist in Nordrhein-Westfalen von 2011 bis 2021 um 13 Prozent gesunken. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war ihre Zahl im Jahr 2021 mit 5 804 um 840 niedriger als zehn Jahre zuvor (2011: 6 644). Die Zahl der Facharztpraxen verringerte sich in NRW im gleichen Zeitraum um vier Prozent: 2021 gab es mit 12 106 Facharztpraxen 463 Praxen weniger als 2011 (damals: 12 569).

Nach Angaben der Bundesärztekammer ist die Zahl der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte in NRW binnen zehn Jahren um 15,1 Prozent gestiegen: Im Jahr 2021 waren rund 34 500 Ärztinnen und Ärzte ambulant tätig. Im Jahr 2011 waren es rund 30 000 gewesen. Auch im Verhältnis zur Bevölkerung ist die Zahl der ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte gestiegen, und zwar um 12,7 Prozent: 2021 gab es rein rechnerisch 1,9 ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte je 1 000 Einwohner, während es zehn Jahre zuvor noch 1,7 gewesen waren.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass aus den hier verwendeten Daten des Unternehmensregister Systems (URS) lediglich die Zahl der Praxen ermittelbar ist, aus denen keine Rückschlüsse auf die Zahl der darin praktizierenden Ärzte möglich sind. Internistische Praxen, die auch eine hausärztliche Versorgung anbieten, sind hier den Facharztpraxen zugeordnet.

Weitere Landesergebnisse zu Niederlassungen und deren Beschäftigten nach Wirtschaftsgruppen stehen in der Landesdatenbank NRW zum Abruf bereit.

Hinweis: Die Landesdatenbank NRW ist in der Zeit vom 10.02.2023, 12 Uhr bis voraussichtlich zum 13.02.2023, 13 Uhr aufgrund von Wartungsarbeiten nicht zu erreichen.

Vor-Ort Unterstützungsangebot für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Casemanagerin Ina Pfau berät individuell in Hallenberg und Medebach

Ina Pfau, KIM Casemanagerin aus dem Programm „Kommunales Integrationsmanagement (KIM)“, berät individuell in Hallenberg und Medebach. (Foto: HSK)

Ina Pfau ist viel unterwegs. Sie sucht den Kontakt zu Ehrenamtlichen, zu Integrationsfachkräften, zu Vereinsvorständen und zu Helferinnen und Helfern, die Geflüchtete begleiten. Neulich war sie bei der Tafel. Als KIM Casemanagerin des Kommunalen Integrationszentrums Hochsauerlandkreis (KI) vernetzt sie sich, möchte noch bekannter werden.

(Pressemitteilung HSK)

Dies ist nötig, da sie im Rahmen ihrer Arbeit während der Vor-Ort-Sprechstunde im Hallenberger Kump jeweils donnerstags von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr zugewanderten Menschen und auch allen anderen Menschen mit Migrationshintergrund hilft, ihren Alltag selbstständig zu bestreiten und aufkommende Probleme zu lösen: individuell und bedarfsorientiert, auch mit dem Ziel, sich im neuen Lebensumfeld angekommen zu fühlen.

„Die Integrationsarbeit von uns KIM Casemanagern ist lösungs- und praxisorientiert“, sagt sie. Die individuellen Integrationsprozesse effizienter und transparenter zu gestalten, darauf komme es an und dazu dienten die vertraulichen Beratungsgespräche mit den Menschen, bei denen ausgelotet werde, welche Möglichkeiten der Unterstützung und Förderung infrage kommen. Neben den Integrationsangeboten in den Bereichen Beruf, Weiterbildung und Qualifizierung setze sie den Fokus auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen sowie auf ehrenamtliche Anlaufstellen. „Je größer das Netzwerk bereits bestehender Angebote ist, auf das zurückgegriffen werden kann, desto erfolgreicher gelingt es, dass sich ankommende Menschen in der Lebenswelt zurechtfinden und auf Dauer unabhängiger von staatlicher Unterstützung werden“, sagt Ina Pfau.

Barrieren und Hemmschwellen auf beiden Seiten spornten sie und ihre Kolleginnen zusätzlich an: „KIM Case-Management ist ein aktiver Prozess. Wir wollen Einwanderung gestalten. Manchmal gehört es auch dazu, fehlende Angebote in einem Ort zu identifizieren.“

Alle Menschen aus dem Stadtgebiet, die einen Migrationshintergrund haben, können die KIM-Beratung nutzen:

Erreichbarkeit:

In Hallenberg; Kump, immer donnerstags von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr,
Telefon:02932 94-4147 und email:
ina.pfau(at)hochsauerlandkreis.de

In Medebach: Rathaus, immer montags und dienstags von 09:00 Uhr -16:00 Uhr
sowie freitags von 09:00 Uhr – 12:30 Uhr (Terminabsprache empfohlen)
Telefon:02932 94-4147 oder 02982 400-114und email: ina.pfau(at)hochsauerlandkreis.de

Internationale Jugendbegegnung 2023: Teilnehmer für Austausch mit Israel gesucht

Jugendliche eines früheren Austauschs vor der St. Peter Kirche in Jaffa. (Foto: HSK)

Bereits seit 1969 besuchen junge Menschen aus dem Hochsauerlandkreis Israel bzw. die Stadt Jerusalem und auch umgekehrt. Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren aus dem Kreisgebiet haben die einzigartige Möglichkeit, Land, Leute und Kultur bei einem zwölftägigen Besuch vor Ort kennenzulernen. Im Gegenzug wird eine israelische Jugendgruppe hier im Sauerland begrüßt.

(Pressemitteilung HSK)

In diesem Jahr ist der Besuch der israelischen Gruppe im HSK vom 17. bis zum 28. Juli vorgesehen und die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen am 27. Dezember 2023 für zwölf Tage in den Nahen Osten, nach Jerusalem.

Unter der Leitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendamtes werden bei dem Jugendaustausch nicht nur neue Freundschaften geknüpft, sondern auch kulturelle und historische Höhepunkte in beiden Ländern besucht. In Deutschland steht u.a. ein Besuch der Hauptstadt mit auf dem Programm. Insbesondere aufgrund der schwierigen Geschichte der beiden Länder sind diese Begegnungen ein wichtiger Baustein des Kreises zur Völkerverständigung und auch politischen Bildung junger Menschen.

Vor dem Felsendom in Jerusalem (Foto: HSK)

Kreisjugendreferent Christian Schulte-Backhaus weiß aus den letzten Jahren zu berichten, wie eindrucksvoll die Begegnungen sind: „Wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer bisherigen Reisen beispielsweise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen, ist die bedrückte Stimmung immer sehr deutlich zu spüren. Ich denke, dass die Erinnerung und auch das Erleben vor Ort sowie der Austausch mit unseren israelischen Freunden sehr wichtig für die Entwicklung der Jugendlichen sind.“ Allerdings stehen auch der Spaß und das Besichtigen von eher touristisch geprägten Orten auf der Agenda der Reisen, berichtet Schulte-Backhaus.

Bei Vor- und Nachbereitungstreffen mit den Verantwortlichen des Kreisjugendamtes werden die teilnehmenden Jugendlichen intensiv auf die Begegnungen vorbereitet. Und auch das Thema Sicherheit, aufgrund der angespannten politischen Lage in Israel, wird ausführlich mit den Eltern besprochen.

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Weitere Informationen zu den Abläufen und dem Programm und auch die Möglichkeiten zur Anmeldung sind auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises und auf der speziell eingerichteten Seite des Kreisjugendamtes nachzulesen: www.young-hsk.de/israel2023.