Falls jemand eine regelmäßige sportliche und die Gelenke schonende Bewegung sucht, kann ich ihr oder ihm das neu renovierte Freibad in Siedlinghausen empfehlen.
Gerade wenn kein Postkartenwetter herrscht, lässt es sich im 24° warmen Wassser auf 25-m-Bahnen entspannt schwimmen, denn bei Regen kommen nicht so viele Besucher:innen und als Schwimmer:in wird man so oder so nass.
Ich habe mir, sobald es möglich war, eine Saisonkarte gekauft. Runter vom Berg, ins Wasser springen, bis mindestens 20 (Doppelbahnen) zählen, 1000 m fertig und wieder rauf auf den Berg.
Schwimmen kann zur Angewohnheit werden. Eine der wenigen Süchte, die ich vorbehaltlos unterstütze.
Alles zu Öffnungszeiten, Preisen und mehr findet ihr auf der Website des Bädervereins Siedlinghausen:
https://www.baederverein-siedlinghausen.de/oeffnungszeiten-preise/
Kategorie: Freizeit
Hummeln, Bienen und Co melden: Aufruf für den Bioblitz 2022 – pflanzenbestäubende Insekten
Die Biologische Station HSK und Observation.org rufen zum Bioblitz2022 auf. Alle Interessierten werden gebeten über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb des Hochsauerlandkreises zu erforschen und sie online über Observation.org zu melden.
(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)
Siehe auch hier im Blog:
https://www.schiebener.net/wordpress/fuer-naturbegeisterte-deutschlandweiter-wettbewerb-zur-artenvielfalt-im-jahr-2022/
https://www.schiebener.net/wordpress/die-kleine-welt/
Im Juni sollen vor allem die pflanzenbestäubenden Insekten wie Hummeln, Bienen, Schwebflieger oder Tagfalter näher betrachtet werden, da sie gerade in dieser Jahreszeit besonders aktiv sind. Die Bestäuber sind von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt und auch von großem Nutzen für uns Menschen. In Europa werden 85 Prozent der über 260 angebauten Feldfrüchte durch Insekten bestäubt. Bedeutend sind dabei Wild- und Honigbienen, aber auch Schmetterlinge, Schwebfliegen, Wespen oder Käfer.
Rückgang der Biodiversität
Da rund 50 Prozent der Fläche in Deutschland landwirtschaftlich genutzt werden, kommt der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu, von der sie selbst enorm profitiert. Man weiß jedoch, dass der hohe Pestizid- und Düngereinsatz und das Verschwinden von wertvollen Strukturen wie Hecken, Graswegen, Feldrändern und Baumreihen in der intensiven Agrarlandschaft für einen Rückgang der biologischen Vielfalt verantwortlich sind. In Europa sind bereits neun Prozent aller Schmetterlinge und Wildbienen bedroht, ihre Populationen weisen Bestandsrückgänge von über 30 Prozent auf, in Deutschland sind sogar über 50 Prozent dieser Arten im Bestand gefährdet.
Dr. Petra Dieker vom Thünen-Institut erklärt: „Der weltweit zunehmende Druck auf Agrarökosysteme, Lebens- und Futtermittel zu produzieren, hat zu einem Rückgang der Biodiversität in Agrarlandschaften geführt. Es ist wichtig, zielorientierte und effiziente Managementmaßnahmen zu entwickeln, um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken.“
Jetzt mithelfen und Artenvielfalt erhalten
Das zeigt, wie wichtig die Erforschung der Bestäuber ist. Durch die Beteiligung an dem Bioblitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App, kann jeder teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis.
Weitere Informationen unter: www.bioblitze.lwl.org oder observation.org
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022
Ein deutscher Urlaub endet

Solange Antidemokraten wie Hindenburg in Deutschland mit Ehrenbürgerschaften, Straßennamen und Bäumen wie der sogenannten Hindenburglinde geehrt werden, stimmt etwas nicht in unserem Land.
In den 1930er Jahren wurde die Deutsche Alpenstraße direkt an der Linde vorbeigeführt. Im Rahmen der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Ramsau an den damaligen Reichspräsidenten Feldmarschall Paul von Hindenburg am 26. März 1933 erhielt der bis dahin unter dem Namen Große Linde bekannte Baum seinen heutigen Namen; der benachbarte Gasthof Lindenhäusl wurde 1950 zu einem Berggasthof und Hotel erweitert und in Hindenburglinde umbenannt.
https://www.wikiwand.com/de/Hindenburglinde
Große Linde erschiene mir als Name passend.

Fort von dem großen Baum. Sehen wir uns die aktuellen Auswirkungen der Klimakatastrophe an. Auf zum Blaueisgletscher.

Im letzten Jahr wurde die Situation beim Bayerischen Rundfunk folgendermaßen beschrieben:
Noch gibt es fünf Gletscher in den bayerischen Alpen: Den Nördlichen und Südlichen Schneeferner auf der Zugspitze, den Höllentalferner im Wettersteingebirge, den Watzmanngletscher und den Blaueisgletscher in den Berchtesgadener Alpen. Doch wo einst die Eiszungen bis hinunter ins Tal reichten, ist nicht mehr viel geblieben. Bayerns Gletscher, von Hause aus eher kleine Gletscher, sind inzwischen auf Reste zusammengeschmolzen. Und an diesen Resten nagt jeder Temperaturrekord vergangener Jahre.
https://www.br.de/klimawandel/gletscher-bayern-alpen-schmelzen-klimawandel-100.html
Vom Blaueisgletscher waren 2015 nur noch 15 Prozent des Eisvolumens von 1950 geblieben und die Schmelze geht munter weiter.
In der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft werden die Ergebnisse einer aktuellen Studie beschrieben:
„Der Klimawandel macht die Alpen grüner – eine Veränderung, die sogar aus dem Weltraum zu sehen ist. Das berichten Forscherinnen und Forscher um Sabine Rumpf von der Universität Basel. Sie haben nachgewiesen, dass in den zurückliegenden vier Jahrzehnten die Schneedecke in den Alpen geschrumpft ist und dort stattdessen mehr Pflanzen wachsen. Das habe weit reichende Folgen für Mensch und Natur.“
https://www.spektrum.de/news/klimawandel-weniger-schnee-und-mehr-gruen-in-den-alpen/2026810
Gletschersterben und falsche Heldenverehrung. Ist das noch Urlaub? Klar, ihr fahrt schließlich auch mit dem 9-Euro-Ticket über den Hindenburgdamm nach Sylt.
Die Escape-Route aus dem Elend war zum Abschluss eine Wanderung vom Jenner ins Umland. Noch einmal auf den Watzmann gucken und vorbehaltlos den Rundumblick genießen.

Die nächsten Berge werden wieder etwas kleiner sein. Ich denke da zum Beispiel an die Halde an der Beckstraße in Bottrop. Aber das wird wiederum ein anderes Kapitel.

Ein deutscher Urlaub Teil IV
Gestern war grausames Sonnenbrandwetter für Menschen mit empfindlicher Haut. Ich habe mir angewöhnt, bei schönem Wetter lange Hosen und langärmelige Hemden zu tragen. Auf den Kopf kommt eine Schirmmütze.
Heute merke ich, dass der Nacken ein Schwachpunkt ist. Der Kragen muss höher oder die Sonnencremeschicht dicker werden. Inklusives Oder.
Das frühe Aufstehen hat uns eine fast menschenleere Wimbachklamm beschert. Zeit, um ein wenig mit den Kameraeinstellungen zu experimentieren. Keine Raketenwissenschaft, aber immerhin habe ich es ohne Graufilter geschafft, dass das rauschende Wasser ein milchig fließendes Aussehen bekam.
Hinter der Klamm wurde das Wimbachtal zu einem Geröll- bzw. Griesfeld.
Wir haben uns noch bis hinter die Wimbachgriesalm hochgeschlagen und dort ein alkoholfreies Weizenbier gezischt. Als wir am frühen Nachmittag die Bushaltestelle ereichten, waren gut 20 Kilometer „auf dem Zähler“.
Was sonst noch passiert? Nicht viel. Lesen und eine Investigativ-Doku beim MDR gucken:
Vergifteter Boden, verseuchtes Wasser – Wie Chemie-Altlasten Generationen belasten
„Die bittere Erkenntnis der investigativen Recherche: Viele Umweltschäden durch Altlasten werden bis heute vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.“
https://www.mdr.de/investigativ/video-608010_zc-f80c8d3a_zs-0fdb427d.html
Schwerpunkt der Recherche sind Bitterfeld und der Kölner Raum. Nach der Sendung hat man das unbestimmte Gefühl, dass es noch weitere „vergiftete Orte“ in Deutschland geben könnte. Ein Erbe unserer 140-jährigen Industriegeschichte, wie es ein Experte im Film ausdrückt.
Kann man die Umweltvergiftung im Berchtesgadener Land wandernd vergessen? Kann man, aber man sollte sich im echten Leben, jenseits der touristischen Märchenwelten, öfter in den Arm zwicken und sich daran erinnern.
Ein weiteres fortgesetztes Erbe des Industriezeitalters sind die Klimagase Kohlenstoffdioxid und Methan. Und da muss man in der Perspektive sagen:
Bitterfeld und Köln überleben wir, die Klimakatastrophe unter Umständen nicht.
Gibt es auch gute Nachrichten? Die Wettervorhersage war heute tiptop. Das Unwetter war für 17:48 angekündigt, um 12 Minuten vor Sechs fielen die ersten Regentropfen und der Donner grollte. Ein Hoch auf die Wetter-Wissenschaft.
Ein deutscher Urlaub Teil III
Wie kann man im Berchtesgadener Land die üblichen Klischee-Bilder vermeiden? Nur sehr schwer und schon gar nicht, wenn man sich durch die Urlaubslandschaft treiben lässt.
Die Nachrichten erreichen uns auch in Bayern, meist über das Radio. Die Sendungen des Bayerischen Rundfunks sind recht informativ, aber ich setze die unangenehmen Dinge auf Wiedervorlage im letzten Winkel der Hirnrinde ab.
Beim Wandern verlaufen sich viele Probleme, zumindest für den Tag oder die Urlaubswoche.
Derweil:
„Virologin mahnt zur Vorbereitung auf neue Corona-Welle“
Die Corona-Infektionen werden im Herbst wieder ansteigen, warnt die Münchner Virologin Protzer im BR24-Interview. Notwendig sei es, rechtzeitig Auffrischimpfungen anzubieten. Das Virus ohne weitere Maßnahmen durchlaufen zu lassen, sieht sie kritisch.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/virologin-mahnt-zur-vorbereitung-auf-neue-corona-welle,T79Z8Dp
Vielleicht sind die Informationen aus der Sendung auch außerhalb Bayerns interessant. Diejenigen, die die Pandemie noch nicht abgehakt haben, können einfach mal reinhören.
Mit dem Wetter haben wir weiterhin Glück. Die vorherrschenden Farben sind Grün, Blau, Grau und Weiß, und ja ich weiß, dass Weiß eigentlich keine Farbe ist und über das Grau müsste man auch diskutieren.
Die Fischunkelalm spiegelt sich im grünen Wasser des Obersees, bevor es zum Röthbachwasserfall geht.
Turnschuhe waren übrigens (m)eine schlecht Idee. Die großen flachen Steine auf den Steigen des Seeuferwegs waren glatter als ich angenommen hatte.
Noch eines: wir sind früh genug aufgestanden, um die allererste Fähre am Königssee zu erreichen. Das erspart das Ertrinken – in den Menschenmassen, und die werden im Verlaufe des Tages immer größer, die Schlangen zu den Booten immer länger.
Ein deutscher Urlaub Teil II
Am Tag II unseres deutschen Urlaubs, auf dem wir auch Chinesen und US-Amerikaner:innen sowie Italiener:innen identifizieren konnten, hat es geregnet, aber das hat nichts gemacht, es war sogar angenehm kühlend.
Durch das Klausbachtal sind wir über die Hängebrücke bis zur österreichischen Grenze gelaufen, zwischendurch ein Kaffee auf der Ragert Alm, ansonsten ab und zu hinabgebeugt und die Blütenpflanzen des bayerischen Nationalparks angeschaut:

Frauenschuh, Langblättriges Waldvöglein, Enzian, Mehlprimel, Ährige Teufelskralle, Esels-Wolfsmilch und noch viel mehr. Das Bücken lohnt sich. Nur gucken, nicht pflücken!
Das Berchtesgadener Land ähnelt immer noch sehr stark dem Bild, welches ich als Kind aus den Büchern meiner Eltern vermittelt bekommen hatte. Später kamen dann noch ein paar Reisen dazu, die die Ur-Bilder nicht erschüttern konnten. Heute finde ich sie allesamt noch intakt.
Warum soll es mir anders ergehen als den amerikanischen, spanischen, italienischen und chinesischen(*) Reisenden in das Herz Deutschlands?
Morgen ein weiteres Bild.
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(*) bei Bedarf zu ergänzen
Das war der „Vatertag“ – ein Foto und zwei Gedanken zu Uvalde.

Was hat der „Vatertag“ mit zwei Pferden zu tun? Genau so viel wie ich den „Vatertag“ zelebriere, nämlich gar nicht(s).
Als ich heute mit dem Rad von Remblinghausen die Runde über Löllinghausen, Beringhausen und Heggen nach Meschede fuhr, standen die Pferde am Wegrand und wollten fotografiert werden.
Mit der kleinen Display-Kamera – ich hättte lieber einen Sucher – ist mir seltsamerweise doch noch eine Aufnahme geglückt.
Weil ich gerade den Artikel zu den Depressionswochen im Hochsauerland veröffentlicht habe, will ich mit einem optimistischen Bild in den Schlaf finden, zumal die Nachrichtenlage mich nicht begeistert.
Mitte der 90er Jahre sind wir auf dem Weg von Dallas zum Big Bend National Park auch durch Uvalde gefahren, immer dem Highway 90 nach Westen über Del Rio folgend.
In Uvalde haben wir meines Wissens nicht angehalten oder übernachtet. Die Landschaft hatte mir gefallen. Ich war ein Fan der west-texanischen Leere und Aufgeräumtheit.
Zur Zeit bin ich unendlich traurig. Wieder ein Massaker und wieder soll nichts passieren. Was für ein Land, in dem die Abtreibung von befruchteten Eizellen als Mord gilt, während Kinder schulklassenweise ermordet werden.
In den USA herrscht ein stiller Bürgerkrieg. Warum?
Kleiner Dörnberg und Kassel: mein Tag in Bildern
Wieder einmal ein Durcheinander-Tag mit Streifzügen durch ein Naturschutzgebiet und eine Stadt. Kleiner Dörnberg und Kassel. Halbtrockenrasen und Asphalt.
Im Nordwesten von Kassel liegt der kleine Dörnberg mit einem geschützen Halbtrockenrasenbestand. An einem solchen Standort gibt es viele unterschiedliche Pflanzengesellschaften, mehr als auf den überdüngten Fettwiesen des Hochsauerlandes – und vor allen Dingen Orchideen.
Schon vom Wanderparkplatz aus konnte man die rosa-rötlichen Teppiche des „Männlichen Knabenkrauts“ (Orchidee) sehen, dazwischen die verblühende Wiesen-Schüsselblume (keine Orchidee).
Für den drei Kilometer langen Alpenpfad um den kleinen Dörnberg habe ich drei geschlagene Stunden benötigt. Am Ende hatte ich fast dreißig verschiedene Blütenpflanzen beobachtet, bestimmt und fotografiert.
Leider blieb mir bei der ganzen Blüteneuphorie nicht mehr genügend Zeit, um auf den Großen Dörnberg und die Helfensteine zu klettern. Merkzettel: unbedingt nachholen!
Manche Angaben der Bestimmungsbücher und Apps konnte ich nicht immer 100% nachvollziehen, deshalb sind die Artnamen bei den Bildern mit Vorsicht zu genießen. Solltet ihr es besser wissen, immer her mit der Antwort.
Die Dichter-Narzisse ist eigentlich seit dem Altertum eine Zierpflanze, auf dem Dörnberg schient sie ausgewildert und eingebürgert zu sein, ein Neophyt.
Als ich bei der Pimpinelle angekommen war, merkte ich doch, dass ich zuwenig zu essen und zu trinken dabei hatte. Der große Dörnberg rückte in immer weitere Ferne. Merken: ein Objektiv weniger, dafür ein Butterbrot mehr. Wasser nicht vergessen.
Zu den Blüten gesellten sich in der Mittagshitze die Insekten, aber der Smaragd-Fallkäfer wuselte eher zufällig auf dem Blütenstand des Löwenzahns herum. Wisst ihr, dass acht Blüten (eigentlich Blütenstände aus Zungenblüten) des Löwenzahns den Tagesbedarf an Nektar einer Hummel decken?

Am frühen Nachmittag war ich endgültig dehydriert und unterzuckert. Also ab in die Stadt nach Kassel. Wasser, Kaffee, ein belegtes Brötchen und die Energie kehrte für einen Stadtspaziergang zurück.
Unterhalb des Kasseler Klinikums befindet sich eine „Hall of Fame“ mit viel Graffiti.
Der heimliche Herrscher Kassels ist der Waschbär. Er hat inzwischen die ganze Stadt erobert und fühlt sich dort pudelwohl – das finden nicht alle Bewohner:innen gut. Die kleinen Raubtiere fressen alles, was ihnen zwischen die Tatzen kommt, selbst Wärmedämmungen von Häusern sind vor ihnen nicht sicher.
Wenn sich der Dörnberg für botanische Exkursionen eignet, so findet man in Kassel jede Menge Graffiti. Bei jedem Besuch sehe ich neue Motive und Bilder. Es macht Spass. Outdoor-Kunst für umsonst. Woanders gilt das als Schmiererei.
Schluss jetzt. Ich kann nicht mehr. An einer Garage wird mir der Abschiedsgruß geblasen. Ich komme wieder.
Verpennt: Das Freibad Meschede hat seit dem 2. Mai geöffnet.

Erst heute habe ich mitbekommen, dass das Freibad Meschede schon seit dem 5. Mai geöffnet hat. Rein zufällig habe ich heute auf die Website der Stadt Meschede geschaut und zack die Badesachen eingepackt.
Traumhafte Wassertemperatur (24°C) und eine schonend bräunende Sonne. Platz ohne Ende, um ein paar Bahnen zu ziehen. Am Ende musste ich mich zwingen, das Becken zu verlassen. Es soll schon noch ein bisschen Schwimmkraft für den Rest des Sommers (*) übrig bleiben.
Eine Saisonkarte kann man im Freibad Meschede nicht kaufen, aber alternativ 12 Tickets für insgesamt 35 Euro. Der Einzeleintritt kostet 3,50 Euro.
Für Bahnenschwimmer:innen ist das Bad ein Traum. Versucht es mal. 50-Meter-Bahnen gibt es im Hochsauerland nicht an jeder Ecke.
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(*) Sommeranfang ist, wenn die Freibäder öffnen
Großstadtstress oder Ruhe
Der Besuch einer Großstadt kann sehr entspannend, aber auch sehr stressig sein. Das habe ich jetzt wieder in Hamburg gemerkt.
Mit vielen Termine und starren Plänen muss ich gegen den Rhythmus der Stadt ankämpfen. Ruhe finde ich, wenn ich mich treiben lasse, ein Luxus, den sich nur Vorübergehende, Gäste und Besucher:innen leisten können.
Zu Fuß, in Bus oder Bahn, mit dem Boot, aber auf keinen Fall mit dem eigenen Auto. Meist habe ich mein Schwimmzeug für den „Stress-Notfall“ dabei. Tausend Meter in einen beliebigen Schwimmbad wirken wie ein Katapult aus den Häuserschluchten und Menschenmassen. Rückkehr mit Fallschirm garantiert.
Nicht vergessen: Flanieren, zielvergessen umherschweifen. Menschen beobachten, Parkluft einatmen, sich nicht über den Autoverkehr aufregen. Noch ein Tipp: Friedhöfe haben häufig einen vielfältigen Baumbestand. Gerade im Frühjahr zwitschern die Vögel wie verrückt über den Gräbern. Morbide? Nein, Kultur. Wie aufwändig die Grabsteine geworden sind!
Herrschte nicht noch die Pandemie, würde ich Theater und Kinos vorschlagen. So bleiben Straßencafés. Die Schauspieler:innen gibt es gratis dazu.
Das Smartphone ermöglicht es, schamlos die privatesten Telefongespräche in aller Öffentlichkeit zu führen. Will ich das alles hören? Satzfetzen werden zu einer Collage. So geht es.
Noch ein letztes Mal umschauen und in den Zug steigen, den Kopf voller Eindrücke.
Wieder auf dem Weg. Wohin?
















