
Kategorie: Dit und dat
Eisstockschießen als Bereicherung des Winterberger Wintermarktes? „Tageskarte Skipass ist mit 30€ sogar noch deutlich günstiger als eine Stunde Eisstockbahn.“

„Eisstockschießen bereichert Winterberger Wintermarkt„, titelte vor drei Tagen die Westfalenpost. Als ich gestern und heute über den Platz an der Unteren Pforte schlenderte, habe ich mir verwundert die Augen gerieben, denn von sportlichen oder spielerischen Aktivitäten war nichts zu bemerken.
Gestern kratzten ein paar Kinder den spärlichen Schnee zusammen und warfen die Schneebälle auf die graue Oberfläche der sogenannten Eisstockschießanlage. Die größte Schneekugel haben sie dann mit kleineren Schneebällen zu treffen versucht , bis sie recht schnell die Lust daran verloren und weiter zogen.

Von Eis war darüber hinaus sowohl gestern wie heute nichts zu sehen. Die graue Oberfläche des kleinen Rechtecks besteht aus rechtwinklig verknüpften Fasern, die in einem rohen Holzrahmen eingespannt sind.
Ich hätte ja gern gesehen, wie auf dieser Oberfläche die Eisstöcke rutschen. Im Fernsehen gucke ich mir nämlich ab und zu ganz gerne Curling an. Das ist so beruhigend.
Aber dieser zusammen gekloppte Holzrahmen? Zu dem Preis?
„Die Gäste werden bestimmt das Geld in eine Stunde Eisstockschießen investieren, anstatt sich eine Ski-Tageskarte zu kaufen“, so ein Leser ironisch zwinkernd auf Facebook, und eine weitere Leserin: „Tageskarte Skipass ist mit 30€ sogar noch deutlich günstiger.“
Update: Ein auswärtiger Leser hat mich gerade nach einer Gesamtansicht der Bahn gefragt. Ich habe gestern das untere Übersichtsbild aufgenommen. Darauf sind die Größenordnungen besser einzuschätzen.

50 Jahre „A Love Supreme“ – eine gewaltige Inbrunst.
Heute vor 50 Jahren nahm der Jazzmusiker und Saxophonist John Coltrane innerhalb von nur vier Stunden im Van Gelder Studio, Englewood Cliffs, New Jersey, sein berühmtestes und erfolgreichstes Album „A Love Supreme“ auf.
Seine Mitspieler waren:
McCoy Tyner, Klavier
Jimmy Garrison, Bass
Elvin Jones, Schlagzeug
Deutschlandradio Kultur:
Mit „A Love Supreme“ wollte Jazzmusiker John Coltrane ein Loblied auf Gott schaffen, nachdem er seine Alkohol- und Drogensucht überwunden hatte. Das nur 33 Minuten lange Album stellte den vorläufigen Schlusspunkt von Johns langer Forschungsreise in die Welten der Töne und des Geistes dar.
Alles lesen und hören.

… danach die Scheibe aus dem Plattenschrank kramen, ein Glas Rotwein eingießen, Zimmer abdunkeln und 33 Minuten feine Musik hören.
Mir ist es schon passiert, dass „A Love Supreme“ => vier Mal hintereinander lief: warm hören, sich hinein hören, sich verlieren, runter kommen.
Update: Die CD läuft jetzt zum dritten Mal hintereinander; es könnten heute Abend fünf Runden werden. 🙂
Winterberger Winterlandschaft




Warnung vor Tabak, Schwulitäten, modischer Kleidung, Hasch und Hurerei …
Hey now, all you sinners
Put your lights on, put your lights on
Hey now, all you lovers
Put your lights on, put your lights onHey now, all you killers
Put your lights on, put your lights on
Hey now, all you children
Leave your lights on, you better leave your lights onCause there’s a monster living under my bed
Whispering in my ear
There’s an angel, with a hand on my head
She say I’ve got nothing to fear …
Warnung vor Tabak, Schwulitäten, modischer Kleidung, Hasch und Hurerei …

Nicht „bad“, sondern „sad“: It’s a sad and beautiful world …
… mit allen Wassern gewaschen

Als BloggerIn musst Du mit allen Wassern gewaschen sein. Quatsch! Als BloggerIn müsstest Du mit allen Wassern gewaschen sein.
Der Konjunktiv ist der Indikativ, denn Du bist nicht mit allen Wassern gewaschen, weil jeder Tag ein neuer, ein anderer Tag ist, und Dir nichts bleibt, als Deine eigene Ethik zu entwickeln.
Woher soll diese Ethik des Bloggens kommen?
Intuition, Kant, Platon, Tucholsky oder die Vorschläge des Presserats: Egal, Hauptsache Moral.
Was ich gerade vergessen habe zu sagen: das Ganze gilt für bloggende Journalisten und für journalistisch arbeitende Blogger, und für Journalisten, die überhaupt nichts mit Bloggen am Hut haben sowieso.
Juliane Wiedemeier hat sich ein paar Gedanken über den bloggenden Lokaljournalismus gemacht: http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=2870
Bitte lesen.
Es gibt dann noch Bürgermeister, wie den BM von Winterberg, die meinen, dass sie bestimmen könnten, was Journalismus ist:
Die finde ich auch lustig, weil sie zwar keine Ahnung vom Journalismus haben, dafür aber sehr viel Gespür für Macht.
Wenn bloggende Journalisten oder journalistische Blogger oder einfach auch Journalisten dieser Macht etwas entgegen setzen, dann haben wir, die Blogger und Journalisten, unsere Aufgabe schon fast erfüllt.
Gut zu wissen: Sportbecken im Oversum für eine Woche geschlossen.

Das Winterberger Schwimmbad (Sportbecken) wird in Kürze der regelmäßigen Wartung unterzogen. Von Mittwoch, 10. Dezember ab 13:00 Uhr bis einschließlich Sonntag, 14. Dezember ist daher das große Becken geschlossen. Das Bewegungsbecken wird in dieser Zeit geöffnet sein und auch die Saunalandschaft mit Wellnessbereich ist von der vorübergehenden Schließung nicht betroffen. Wir hoffen auf Euer Verständnis und freuen uns mit Euch, ab dem übernächsten Wochenende wieder alles tip top zu haben.
Als Ausweichbad mit einem 25-Meter-Becken steht das Aqua-Olsberg zur Verfügung. Das Bad hat täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet.
Magisch-mystische Lesung mit Musik mit Barbara Ortwein in Medebach
Medebach. (pm) Am Sonntag, dem 7. Dezember 2014, findet um 15.30 Uhr eine magisch-mystische Lesung mit Musik im Café Pöllmann in Medebach statt.Die Autorin Barbara Ortwein stellt ihren zweiten Roman, den Fantasy- und Reiseroman „Im Banne der Zauberin Morgan – Spurensuche an magischen Orten in Cornwall und Somerset“, vor.
Die Hauptperson des Buches ist Morgan, die Priesterin von Avalon und die Halbschwester von König Artus, die als Zauberin mit ihren magischen Kräften zur Vernichtung ihres Bruders und seines Reiches in Camelot beiträgt. In einer fantasievollen Geschichte wird der Weg der Morgan und ihres Bruders zu dieser Entwicklung geschildert.
Im angrenzenden zweiten Teil geht die Autorin in einem modernen Reiseroman auf die Suche nach den Schauplätzen dieser Geschichte, die an den schönsten Orten im Südwesten Großbritanniens zu finden sind, und untersucht, inwiefern die Landschaft und ihre Geschichte Einfluss auf die Morgan-Erzählungen genommen haben könnten.
Barbara Ortwein ergänzt ihre Lesung mit keltisch inspirierter Live-Musik aus England, Wales, Irland und der Bretagne. Auch kulinarisch geht es an diesem Nachmittag „Very British“ zu: Passend zum Thema der Lesung werden kulinarische Spezialitäten aus Cornwall gereicht wie z.B. die aus den Rosamunde-Pilcher-Filmen bekannten süßen Brötchen mit Sahne und Erdbeermarmelade.
Wegen des begrenzten Platzangebotes wird um Anmeldung unter der Nummer 02982/8540 gebeten.
Teatron Theater zeigt „Kinder von Damals“ in der Kulturschmiede Arnsberg
Das Teatron Theater Arnsberg ist ein Juwel in der Kulturlandschaft des Sauerlandes.
Im Blog haben wir über die gelungenen Reise in die 20er und 30er Jahre mit Kurt Tucholsky sowie die eigenwillige Inszenierung von Schillers Kabale und Liebe berichtet.
Kinder von Damals heißt das neueste Theaterprojekt über Kindheitserinnerungen an den Krieg und die Nachkriegszeit des Teatron Theaters Arnsberg. In der Vorankündigung heißt es:
Zertretet die Gänseblümchen nicht! … die schönen Gänseblümchen, die nichts dafür konnten, dass wir um unser Leben liefen und dass Krieg war und dass die Front immer näher kam…
(aus: Kinder von Damals)
Es ist die Perspektive des Kindes, das den Krieg und die Nachkriegszeit zwar erlebt hat, aber das Erlebte oft nicht in seine kindliche Erfahrungswelt einordnen konnte, die das Theaterprojekt „Kinder von Damals“ in den Mittelpunkt stellt. Sätze tauchen auf wie „An Angst kann ich mich eigentlich nicht erinnern…schon an Bombennächte, die Sirenen, den Bunker… aber Angst?“, oder Fragen, die von den Erwachsenen oft nicht beantwortet wurden, wie „Meine Mutter sagt: Das sind Invaliden. Wo kommen sie nur her, was ist ihnen passiert, warum so viele?“
Zehn Teilnehmer/innen im Alter von 60 bis 74 Jahren haben ihre Erinnerungen an den Krieg und die Nachkriegszeit wieder zum Leben erweckt. Oft brauchte das Mut und brachte Schmerzvolles hervor, aber auch Erstaunen über das Vermögen der Kinder, trotz Bedrohung und Krieg die Geborgenheit in der Familie zu erleben, kindliche Freiräume zu schaffen, in denen auch Spiel und Freude möglich war. Über allem aber stand immer die Frage „Was hat das alles nur mit uns gemacht?“
Zum vollständigen Text geht es auf der Website des Teatron Theaters.
Termine:
28.11.2014 (Premiere) ausverkauft
29.11.2014
30.11.2014
Jeweils 20 Uhr
01.12.2014 um 16:00 Uhr
in der KulturSchmiede Arnsberg
Karten (10 €/ erm. 7 €):
Stadtbüros Arnsberg 02931 893 1143
und Abendkasse KulturSchmiede
Umleitung: Heute von Südafrikas kulturellem Erbe über die Moschee des Kolumbus zu den Medien Apps bis zum „Hirn-Angiom“.

Südafrikas kulturelles Erbe: Am 24. September ist jährlich der “Kulturerbe-Tag” in Südafrika. Ein Cartoonist aus Kapstadt gestaltete anlässlich dieses Tages eine Grußkarte unter dem Motto “Wenn die Regenbogennation zur Würstchennation wird”. Dies lenkt den Fokus deutlich auf die Debatte, die daher rührt, dass eine Nation mit vielfachem kulturellen Erbe einen “Kulturerbe-Tag” feiert … PublicHistory
Die Moschee des Kolumbus: Haben muslimische Seefahrer Amerika entdeckt, wie es der türkische Ministerpräsident Erdo?an behauptet? … sprachlog
Jugendrichter zum ARD-Film “Das Ende der Geduld“: “Ich bezweifle, dass dieser Film etwas für die Toleranz tut” … migazin
“Ich bezweifle, dass dieser Film etwas für die Toleranz tut” – Jugendrichter über “Das Ende der Geduld“. http://t.co/P28OSkXB1d via @MiGAZIN
— René Martens (@renemartens) 18. November 2014
Piraten-Partei Deutschland: „Wir sind pleite, können es aber nur nicht so sagen. Außerdem haben wir keine Ahnung, was wir nun machen sollen“ … piraten
„Wir sind pleite, können es aber nur nicht so sagen. Außerdem haben wir keine Ahnung, was wir nun machen sollen“ – http://t.co/hzC4MWTe7M
— Klaus Peukert (@klauspeukert) 17. November 2014
WDR – Der Kunstsender: Kürzlich wurde bekannt, dass der WDR Umfragen manipulierte. Nun kommt heraus, dass der Sender, der sich zum großen Teil über Gebühren finanziert, die Gebührenzahler auch auf andere Weise hinters Licht führte … postvonhorn
Arbeitsrecht und katholische Kirche: Catholic Church Argues It Doesn’t Have to Show Up in Court Because Religious Freedom … motherjones
Werte und Normen im Journalismus: Westliche Werte und Normen muss man tatsächlich verteidigen. Allerdings auch vor denen, die daraus Tapeten für westliche Wohnzimmer machen wollen … wiesaussieht
Die deutschen Medien und ihre Apps: Im Zug, auf der Couch, in der Supermarktschlange oder auf der Arbeit. Smartphones sind klein, handlich, leicht und heutzutage auch mit hervorragenden Bildschirmen ausgestattet – also das ideale Gerät zum Nachrichtenkonsum … threepastnine
Die BILD, die Davidwache und “umgekippte” Zeugen: Der angebliche Überfall eines vermeintlichen linksautonomen Schlägerkommandos auf die Hamburger Davidwache beschäftigt bis heute die Hamburger Politik und Justiz … publikative
Neuer Schwung beim Klimaschutz: Die überraschende Übereinkunft zwischen den USA und China über ihre Klimaschutzziele bringt neuen Schwung in die internationale Klimadiplomatie, die im kommenden Jahr beim Klimagipfel in Paris endlich einen Klimaschutzvertrag erreichen möchte, der diesen Namen auch verdient … scilogs
Europoly, Luxemburg-Leaks: Hier auch einmal ein Lob für gute journalistische Arbeit … nachdenkseiten
Präsidentschaftswahl in Rumänien: Herzlichen Glückwunsch, Klaus Johannis! … jurga
Höchstmieten für die Empfänger von Grundsicherungsleistungen: “Reduzierung der Unterkunftskosten … ist rechtwidrig” … sbl
Was Architekten gut finden: “Ausgezeichnete” Bauten im Raum Dortmund – Hamm – Unna … revierpassagen
Gamma Knife Bestrahlung des Hirn Angioms: „Ein Hirntumor ist eine absolute Horrornachricht. Gut, dass es sich bei uns zumindest um ein Angiom (AVM) handelte und wir es mit einer Gamma Knife Bestrahlung behandeln konnten. Hier ist unsere Erfahrung, welche wir mit euch teilen wollen“ … rebrob