NRW: Verdienste im öffentlichen Dienst niedriger als in der Privatwirtschaft

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen lagen die durchschnittlichen Bruttojahresverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes („öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“) im Jahr 2013 bei 43.537 Euro.

Die Durchschnittsverdienste in öffentlichem Dienst und im Privatsektor. (Quelle: IT.NRW)
Die Durchschnittsverdienste in öffentlichem Dienst und im Privatsektor. (Quelle: IT.NRW)

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, lagen die durchschnittlichen Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten (Tarifbeschäftigte und Beamte) damit unter denen der Privatwirtschaft (47.897 Euro).

Bürgermeisters Traumhotel: das Oversum heute in der Immobilienzeitung

Oversum
Teletubby-Land Winterberg. Eine großartig-morbide Atmosphäre. (archiv: zoom)

„So mancher Provinzbürgermeister hätte gerne ein nobles Hotel für seine Stadt“, stellt Peter Maurer in der heutigen Ausgabe der Immobilienzeitung fest. Wenn allerdings seriöse Investoren abwinkten, seien schnell abenteuerliche Konstruktionen und dubiose Investoren im Spiel – und wenn es ganz schlimm käme, werde trotzdem gebaut.

Wenn ein dubioser Investor auf eine unfähige Kommune treffe, seien Chaos am Bau, explodierende Kosten und letztlich eine am Bedarf vorbei gebaute Investitionsruine fast schon programmiert.

Ob Hemer, Bonn, Obersalzberg oder Schweinfurt – die Liste dubioser und gescheiterter Projekte sei lang. Peter Maurer schlägt einen großen Bogen und nimmt sich schließlich auch die Stadt Winterberg vor.

Titelseite der Immobilien Zeitung vom 18. Juni 2014 (foto: zoom)
Titelseite der Immobilien Zeitung vom 18. Juni 2014 (foto: zoom)

An Absurditäten reich sei das Projekt Oversum in Winterberg. Allein der Name zeige hier, dass man sich mit Kleinem nicht zufrieden geben wollte: Er sei eine Verbindung aus dem lateinischen Wort für Ei, Ovum, und Universum. Die Stadt hätte diverse marode städtische Einrichtungen im Rahmen eines PPP-Projekts an einem zentralen Ort zusammenfassen wollen.

Die Idee, das Projekt mit einem „architektonisch markanten Vier-Sterne-plus-Hotel zu verbinden“, soll zwar vom Investor gekommen sein, dieser hätte aber beim Bürgermeister offene Türen eingerannt.

So hätte sich die Stadt gefreut, dass mit dem Projekt der Sommertourismus befördert werden könnte. Dass der Investor nicht den besten Ruf gehabt hätte  und schon andere seiner Projekte gescheitert wären, hätte folglich nicht gestört.

„35 Mio. Euro sollten in das Gesamtprojekt mit 13.500 m² Gebäude- und 17.500 m² Außenfläche investiert werden“, heißt es in dem Artikel und weiter:  “ 4,5 Mio. Euro steuerte die Stadt als Baukostenzuschuss bei, dazu verkaufte sie die Grundstücke für Hotel und Stadthalle für 1 Euro und stellte die übrigen Flächen in Erbpacht für 1 Euro jährlich zur Verfügung.“

Und schließlich, so Maurer,  musste die Stadt offenbar als PPP-Rate einen jährlichen Betrag zwischen 600.000 und 700.000 Euro bezahlen, da gingen die Quellen auseinander.

Im Gegensatz zum WCCB in Bonn, so der Autor, konnte das Projekt in Winterberg fertiggestellt werden, auch wenn es zahlreiche konzeptionelle Mängel aufgewiesen hätte.

Allerdings hätte nur zehn Monate nach der Eröffnung im Mai 2012 erst die Betriebsgesellschaft des in das Projekt integrierten Bades und wenige Wochen später auch die Immobiliengesellschaft Insolvenz beantragen müssen.

Zum April dieses Jahres wäre zwar eine Lösung gefunden worden, bei der die Stadt im Rahmen des Heimfalls die Erbpachtgrundstücke mit den Gebäuden sowie einen 7-Mio.-Euro-Kredit und die Hotelbetriebsgesellschaft, das Hotel und die Stadthalle übernommen hätten.

Es bleibe jedoch offen, wie stark der Betrieb des Bades in Eigenregie die Stadt zusätzlich belasten werde.

Auch hinter der Zukunft des Hotels stünden Fragezeichen. Denn anders als verlautbart, laufe das Hotel, nach Meinung des Autors wenig verwunderlich, offenbar schlecht.

In der Bilanz für 2012 weise die Betriebsgesellschaft einen Fehlbetrag von knapp 670.000 Euro aus. Dies sei, trotz Anlaufphase, viel für ein 77-Zimmer-Haus.

Der Autor konzentriert sich in seinem Artikel bewusst auf das Hotelgeschäft des Oversum-Komplexes. Die Immobilienzeitung ist ein Schwergewicht der Medienbranche und zeichnet sich durch solide Recherche, Faktenkenntnisse und Hintergrundwissen aus.

Die im Artikel genannten Zahlen überraschen uns nicht, die 700.000 Euro PPP-Rate ist eher konservativ geschätzt.

Überrascht sind wir allerdings über die  Aussage zu Wirtschaftlichkeit des Hotels. Wir hatten zwar auch schon in eine ähnliche Richtung spekuliert, aber unsere Überlegungen bislang in keinem anderen Medium wiedergefunden.

Alles deutet darauf hin, dass das Oversum für die Winterberger weiterhin ein Überraschungs-Ei bleiben wird.

Wiedervorlage August 2013: ein Artikel zu Wasserskianlagen in Niedersfeld und anderswo …

Am 2. August 2013 hatte ich hier im Blog den Artikel „Eine Wasserski-Anlage am Hillebachsee. Bereicherung für Tourismus und Freizeitsport?“ veröffentlicht.

Seitdem war die Diskussion in der Öffentlichkeit etwas verebbt, um nun kurz vor Eröffnung der Anlage wieder etwas an Fahrt aufzunehmen.

Sind seit dem letzten Jahr neue Argumente aufgetaucht? Hat mal jemand die im Artikel angesprochenen Anlagen besucht?

Am Alfsee hatte ich im letzten Sommer mit meiner Pocket-Kamera einen kleinen Clip gedreht***. Vielleicht ermöglichen die drei Minuten einen ersten Eindruck.

*** Den Film hatte ich unbearbeitet, wie gefilmt, hochgeladen.

„Toleranz? – Kannste vergessen“ oder: Wenn der Sauerländer zum Lachen aus dem Keller kommt.

Dem Sauerländer wird gemeinhin nachgesagt, er gehe zum Lachen in den Keller.

Die Zeitschrift „Südwestfalen-Manager“ führt momentan eine „Imagefilm Award 2014“ durch. Unternehmen senden „spannende“ Filme ein, der Leser darf diese bewerten. Humor lässt bekanntlich tief blicken. Hier ein humorvolles Werbefilmchen gegen Toleranz – natürlich ganz doppeldeutig und lustig.

http://www.suedwestfalen-manager.de/imagefilm/swm/AE%20Keller%20Toleranzen%20Spot%20.mp4

Vielleicht sollten die Sauerländer auch weiterhin zum Lachen in den Keller gehen…

Bahnhof Brilon-Wald – Nein Danke? Ein Erfahrungsbericht …

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den eindrucksvollen Bericht unserer Kommentatorin „Nofretete“ über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit und auf dem “Bahnhof” Brilon-Wald.

Eigentlich wollte ich ganz woanders hin, aber durch eine Verkettung unglücklicher Umstände musste ich dort aussteigen – bis Brilon Innenstadt wäre allerdings besser gewesen, aber dahin fuhr der Regionalexpress nicht.

Ich steige dort bei strömenden Regen aus, bin mitten im Wald und nicht auf einem Bahnhof.

Zwischen den Gleisen wächst Unkraut, jede Scheibe des möglichen Wartehäuschens ist zerschlagen, was man woanders “Fußgänger-Unterführung” nennen würde, ist völlig versifft, nass und ekelerregend, das ehemalige “Bahnhofsgebäude” mit den berühmten Press-Spanplatten vernagelt, teilweise zugewachsen. Auskunft bekommt man nirgendwo. Kein Taxi steht am Parkplatz vor dem “Bahnhof”, von einem WC oder einer Telefonzelle ganz zu schweigen.

Man läuft also dort so hin und her, um zu erkunden, wie man weiterkommt. Ich stehe wieder auf dem “Bahnsteig” ein Uppland-Express soll 15.45 Uhr fahren. Hoffnung keimt auf … Ein älteres Paar kommt fragend auf mich zu. Es sind niederländische Urlauber und eigentlich haben sie ein Auto aber aufgrund einer Touristenkarte, die ihnen Ermäßigung oder gar Freifahrt verspricht, wollen sie mit dem Zug nach Willingen. Ich kann ihnen wenig Auskunft geben, da ich selbst zum ersten Mal auf diesem “Bahnhof” stehe. Aber wir unterhalten uns nett. (Der Zug, der 15.45 Uhr abfahren soll kommt nicht zu dieser Zeit.)

Ich erfahre einiges über ihren Urlaub hier, ihre Buben und ihr Rentner-Dasein in den Niederlanden. Der Zug kommt immer noch nicht.

Ein anscheinend Vielfahrer auf dieser Strecke (wie soll das möglich sein, frage ich mich) mischt sich in unser Gespräch und unser ratloses Umschauen ein und meint: Das ist hier immer so. Der ältere niederländische Urlauber schaut sich noch einmal um, sieht mich dann durch seine Brille eindringlich an und fragt mich mit diesem niedlichen Dialekt: “Wieso gibt es so etwas in Deutschland?” Und hier meine Antwort: “Das gibt es wieder, weil es bergab geht.”

Man könnte natürlich viel mehr dazu sagen. Ich muss mich verabschieden (der Zug immer noch nicht da), um mein Glück auf eine andere Art und Weise zu versuchen. Zur Not zu Fuß. Das erste Hotel in Richtung Brilon hatte geschlossen – bei der Fleischerei Menke rief man mir ein Taxi. Der Taxifahrer bestätigte mir, dass es seit Jahren am “Bahnhof” so ist und wünschte mir einen besseren Eindruck von Brilon in der Innenstadt.

Ich weiß, dass der “Bahnhof” demnächst hergerichtet werden soll. Trotzdem meine Frage: Warum lässt man an einem solchen Ort Menschen aus-und umsteigen ? Sollte ein Jung-Regisseur für einen besonders traurigen und trostlosen Film noch eine “Location” suchen, ich würde diesen “Bahnhof” empfehlen. Ansonsten war ich sehr froh, nicht nachts dort gestrandet zu sein.

Fünf Euro für alle: die Landesbank Hessen-Thüringen entschuldigt sich bei den Angestellten aus NRW.

Fünf Euro für alle Tarifbeschäftigten des Landes Nordrhein-Westfalen gibt es pauschal von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Die Helaba hatte die Gehälter für die Angestellen des Landes NRW statt am letzten Freitag im Mai, erst heute am ersten Montag im Juni überwiesen (siehe hier im Blog). Angestellte, die aufgrund von Dauerüberweisungen am Ende/zu Beginn des Monats tiefer in den Dispo rutschten, müssen dann natürlich erst einmal die Überziehungszinsen zahlen.

Wer höhere finanzielle Schäden als 5 € erlitten hat, soll diese gegenüber der Helaba nachweisen, um eventuell entschädigt zu werden.

Das Schreiben der Sparkasse ist hier nachzulesen:  http://www.lbv.nrw.de/aktuelles/schreiben_helaba.pdf

Umleitung: Mediendämmerung bei Funke und Krieg und Europa und der HSK und mehr.

Am Wochenende war viel los bei uns. An solchen Radgruppen kommst du mit dem Auto nicht vorbei. (foto: zoom)
Am Wochenende war viel los bei uns. An solchen Radgruppen kommst du mit dem Auto nicht vorbei. (foto: zoom)

Das Dilemma des besseren Menschen: Die entwaffnende Simplizität des Gut/Böse-Weltbildes … endoplast

Ihre Einsendung zu unserem Literaturwettbewerb: setzt dies voraus, dass die jeweilige Erfahrung überhaupt als Literatur Anerkennung findet … erbloggtes

Schreckensklänge in der Idylle: Beatrice Rana debütiert beim Klavier-Festival Ruhr … revierpassagen

Die unbeachteten Medien-Imperien: Der Niedergang der traditionellen Medien ist heute jedem Journalisten bewusst, und auch der Öffentlichkeit dämmert, dass dort etwas aus den Fugen gerät … charly&friends

Bollmann-Aus bei Funke in Essen: Jetzt wackelt Aufsichtsrat Martin Kall … newsroom

Zustandsbeschreibung der Funke-Mediengruppe: „Bei WAZ, Morgenpost und Abendblatt fragen sich die Redakteure, wie denn die journalistische Zukunft aussehen könnte. Aber darum geht es den Eigentümern womöglich gar nicht. Es muss Geld verdient werden, um jeden Preis.“ … evangelisch

Interne Austeritätspolitik – Die Kürzung öffentlicher Ausgaben führt zu Mehrausgaben in der Zukunft: Die Tatsache, dass eines der wirtschaftlich leistungsfähigsten Länder der Welt in immer mehr Bereichen und Regionen die öffentliche Infrastruktur verkommen lässt, ist bei nüchterner Betrachtung ein kaum erklärbares Phänomen … nachdenkseiten

Krieg in der Ostukraine: im Grunde seien sich die pro-russischen Separatisten und der am Sonntag neu gewählte ukrainische Präsident Poroschenko einig. Es herrscht Krieg … jurga

Ringelpiez bei der Europawahl: Die Europa-Wahl 2014 offenbart nicht nur den Wählerwillen, sondern an unerwarteter Stelle auch Einfalt … postvonhorn

Rolf-Dieter Krause: “Merkels Spiel ist ungewöhnlich dumm” … neheimsnetz

Wie geht es weiter im HSK? Die Kommunalwahl ist vorbei, und die vorläufigen Ergebnisse liegen vor.
Wie geht es nun weiter bis der neue Kreistag seine inhaltliche Arbeit aufnimmt? … sbl

Plötzlich Mandatsträger – Erste Erfahrungen: Vom Wahlkampf direkt in die Arbeit vom Kreistag und Stadtrat. Ich habe selbst nicht damit gerechnet, dass es wirklich mit der Arbeit am Tag nach der Wahl losgeht … DanielWagner

Buchungsfehler: Angestellte im öffentlichen Dienst in NRW erhalten Mai-Gehalt erst im Juni

Angestellte des Landes NRW warten heute mehr oder weniger sehnsüchtig auf ihre Gehaltsauszahlung. Vergebens. Auf dem Konto tut sich den ganzen Tag über fast nichts, obwohl am Monatsletzten Zahltag ist.

Eigentlich müsste das Gehalt für Mai, für das der/die Angestellte seit dem 02. Mai gearbeitet hat, nun eingehen.

Rechtzeitig bedienen sich heute der Vermieter, der Stromanbieter und die Versicherung vom Konto – aber das Gehalt blieb aus. Da wird vielleicht bei einigen Landesangestellten der Dispo nicht mehr gereicht haben. Die Dispo-Zinsen zahlen sie so oder so.

Was ist los? Keine Ahnung. Also nachschauen bei der LBV (Landesamt für Besoldung und Versorgung). Dort steht auf der Startseite folgende Auskunft:

Wertstellung der Bezüge für Tarifbeschäftigte 2.06.2014

Aufgrund eines Buchungsfehlers der auszahlenden Landesbank – HELABA- wurden Ihre Bezüge für den Monat Mai 2014 mit Wertstellung 2.6.2014 statt 30.05.2014 gebucht.
Als Wertstellung (Valuta oder Valutadatum) bezeichnet man im Bankwesen die Festsetzung des Datums, an dem eine Gutschrift oder Belastung auf einem Konto zinswirksam wird.
Bezüglich etwaiger finanzieller Auswirkungen der verspäteten Wertstellung und deren Korrektur werden wir Sie in den nächsten Tagen informieren.

Somit wird das Gehalt aller Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst in NRW am kommenden Montag ausgezahlt werden. Keine schöne Nachricht. „Buchungsfehler“ klingt wie „Bauarbeiten“ bei der Deutschen Bahn oder wie faule Ausrede.

Und wieso will die LBV die Beschäftigten über finanzielle Auswirkungen informieren? Die Beschäftigten in NRW werden wohl selber am besten wissen, wie sich die verspätete „Wertstellung“  bzw. Auszahlung ihres Gehalts auf ihre finanzielle Situation auswirkt.

Wie ich es sehe: Die Formulierung ist flappsig und lapidar, die LBV erklärt nichts und die wahren Hintergründe müssen noch erklärt werden.

Kommunen waren Ende 2013 mit 59, 8 Milliarden Euro verschuldet. Winterberg ist Spitzenreiter bei der Pro-Kopf-Verschuldung im HSK.

NRW-Kommunen waren Ende 2013 mit 59,8 Milliarden Euro verschuldet

Düsseldorf (IT.NRW). Bei einer Gesamtverschuldung von 49.467.000 Euro entsprechend 3.855,57 Euro je Einwohner ist die Stadt Winterberg im Hochsauerlandkres einsame Spitze im Schuldenmachen. Zum Vergleich: die Durchschnittsverschuldung je Einwohner beträgt im HSK 2.796,48 Euro.

Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände Nordrhein-Westfalens erreichten Ende 2013 mit 59,8 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, ergibt sich damit für jeden Einwohner rein rechnerisch eine Verschuldung von 3 408 Euro. Bei dieser Betrachtung sind neben den Schulden der Kernhaushalte auch die Schulden der kommunalen Eigenbetriebe, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und der kommunalen Anstalten öffentlichen Rechts enthalten.

Infotabelle (siehe Anhang)

Ende 2003 hatte der Schuldenstand noch bei 40,3 Milliarden Euro gelegen. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war 2013 um 52,7 Prozent höher als im Jahr 2003 (damals 2 232 Euro).

Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte beliefen sich Ende 2013 auf 47,8 Milliarden Euro; sie setzten sich aus Kassenkrediten in Höhe von 25,3 Milliarden Euro und langfristigen Verbindlichkeiten (Investitionskredite) in Höhe von 22,3 Milliarden Euro zusammen. Während sich die Kredite für Investitionen gegenüber 2003 um 10,7 Prozent verringerten, erhöhten sich die zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe aufgenommenen Kassenkredite um 267,9 Prozent.

ALDI in Olsberg-Bigge: Parkplatz wird abgerissen, neuer ALDI-Supermarkt soll im Herbst öffnen.

Während der Geschäftsbetrieb im alten ALDI weiterläuft, wird der Parkplatz abgerissen. (foto: zoom)
Olsberg-Bigge: Während der Geschäftsbetrieb im alten ALDI-Markt weiterläuft, wird bereits der Parkplatz abgerissen. (foto: zoom)

Ruckzuck scheint es nun in Olsberg-Bigge mit dem Neubau des ALDI-Marktes voranzugehen. Während im alten Flachbau das Geschäft weiterläuft, wird zur Zeit der alte Parkplatz abgerissen. Der neue ALDI-Markt soll im Herbst diesen Jahres eröffnet werden.

Helmut Schmücker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Olsberg, äußerte sich im März gegenüber der Westfalenpost optimistisch. Wenn sich nun auch noch ein Drogeriemarkt ansiedele und der Umbau des Aldimarktes abgeschlossen sei, könne „das Käuferherz im Vollen schwelgen“. Die Besucher könnten alle Geschäfte fußläufig erreichen und nicht nur ihre Grundbedürfnisse decken. Der Branchenmix im Ortsteil Olsberg sei noch einigermaßen gut erhalten.