Vortrag im Rathaus Winterberg: „Erfordernisse an Waldbau und Jagd im Klimawandel“

Dr. Ralf Petercord, Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW am 12. März ab 18 Uhr im Betriebsausschuss Forst und Umwelt

Dem Winterberger Wald, hier 2024, geht es nicht gut (foto: zoom)

Am kommenden Donnerstag hält Dr. Ralf Petercord im öffentlichen Teil des Betriebsausschusses Forst und Umwelt einen Vortrag zum Thema „Erfordernisse an Waldbau und Jagd im Klimawandel“.

Angesichts der teilweise erschreckenden Meldungen über die Zukunft unserer Wälder ist es vielleicht ganz gut, zu hören, was ein Fachmann zum Thema zu sagen hat.

Zur Erinnerung: Waldschäden in Europa durch Brände, Stürme und Borkenkäfer werden im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten unter allen analysierten Klimaszenarien zunehmen. Das ist das Ergebnis einer neuen internationalen Studie mit Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde.

Selbst wenn die Erderwärmung auf etwa 2°C begrenzt werde, könnte die jährlich geschädigte Waldfläche bis zum Ende des Jahrhunderts von rund 180.000 Hektar auf etwa 216.000 Hektar pro Jahr steigen – und damit höher liegen als in den ohnehin schon stark betroffenen Jahren 1986 bis 2020. In einem Szenario, in dem die Nutzung fossiler Energieträger weiter zunehme, könnten sich die Waldschäden mehr als verdoppeln und bis zum Ende des Jahrhunderts nahezu 370.000 Hektar pro Jahr erreichen.

Quelle: https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/waldschaeden-in-europa-koennten-bis-2100-um-rund-20-steigen-selbst-wenn-erwaermung-auf-2degc-begrenzt-wird

Frauen- & Queerdemo in Kassel

Zum Überblick eine Bildcollage (fotos: hannah)

Am gestrigen Sonntag hat in Kassel zum Weltfrauentag eine Frauen & Queerdemo stattgefunden. Nach Angaben der Veranstalter*innen nahmen daran etwa 2500 Menschen teil.

Die Demonstration führte vom Platz der 11 Frauen an der Friedrich-Ebert-Straße zum Rathaus und Königsplatz. Finanziell unterstützt wurde sie von: AStA Universität Kassel, Betriebsgruppe GEW Universität Kassel, Die Linke Stadtverband Kassel, Die Grünen Kassel, DGB Nordhessen.

Ich habe ein paar Bilder zugeschickt bekommen, von denen ich einige gerne im Blog veröffentliche.

Weitere Informationen: https://www.frauenundqueersstreik.de/aufruf-zum-08-maerz-2026-call-to-the-streets-2026/

Vor dem Rathaus (foto: hannah)
Gisèle Pelicot: „Die Scham muss die Seite wechseln!“ (foto: hannah)
Die Demo bewegt sich durch die Königstraße (foto: hannah)
„Gegen den sexistischen Normalzustand, Frauen & Queers Hand in Hand, Organisiert den Widerstand „(foto: hannah
Autonome Frauenhäuser (foto: hannah)

Signifikante Beschleunigung der globalen Erwärmung seit 2015

Globale Erwärmungsrate (in °C pro Jahrzehnt) laut den globalen Temperaturdaten von Berkeley Earth: Die blaue Linie zeigt die linearen Trends für die Zeit vor und nach 2015 (hellblau der Unsicherheitsbereich). Die rote Linie zeigt den linearen Trend für 10-Jahres-Fenster der Daten, in jährlichen Abständen. (Abbildung: PIK)

Die globale Erwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt, zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Das Forschungsteam berücksichtigt in der Untersuchung bekannte natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur und weist die Beschleunigung des Erwärmungstrends erstmals statistisch signifikant nach.

(Pressemitteilung PIK)

Die ermittelte Erwärmungsrate lag in den vergangenen 10 Jahren je nach Datensatz um rund 0,35 Grad Celsius pro Jahrzehnt, verglichen mit knapp 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt im Durchschnitt der Jahre 1970 bis 2015. Damit ist das jüngste Erwärmungstempo höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.

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BODIUM4Farmers als Entscheidungshilfe für die Landwirtschaft

Bodenmodell ermöglicht Vorhersage von Erträgen und Bodengesundheit in Abhängigkeit von Klimaszenario und Bewirtschaftung

Schematische Darstellung des BODIUM-Modells mit Komponenten (farbige Kästchen), Prozessen und Wechselwirkungen (Pfeile) sowie externen Faktoren (graue Kreise) innerhalb jedes Bodens. (Grafik: UFZ)

Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen: Klimawandel, neue Anforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und steigende Erwartungen an Umwelt- und Ressourcenschutz treffen auf den Anspruch, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler:innen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) aus dem am UFZ entwickelten Bodenmodell BODIUM die Webanwendung BODIUM4Farmers erstellt und jetzt zur Nutzung freigeschaltet. Das Praxistool will Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützen, langfristige Bodennutzung, gesunde Böden und stabile Erträge miteinander in Einklang zu bringen.

(Pressemitteilung UFZ)

Der Boden ist ein wichtiger Teil des Ökosystems und erfüllt viele Funktionen. Er produziert beispielsweise Biomasse, speichert und filtert Wasser, bindet Kohlenstoff und bildet den Lebensraum für Bodenorganismen. „Die Böden sind komplexe Systeme, in denen eine Vielzahl physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen ablaufen“, sagt die UFZ-Bodenforscherin Dr. Ute Wollschläger. Wie sich Böden bei veränderter Bewirtschaftung oder unter dem Einfluss des Klimawandels entwickeln, lässt sich mit wissenschaftlichen Experimenten jedoch nur eingeschränkt untersuchen, da Böden nur langsam auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.

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Trotz Allem Tanzen! Die etwas andere Stadtführung

Wiederaufnahme am 21.3.2026 um 20 Uhr und am 22.3.2026 um 18 Uhr in der KulturSchmiede Arnsberg

Auf einer Theaterbühne befinden sich sieben Personen. In der ersten Reihe der Gruppe sitzt mittig eine junge Frau im Rollstuhl, rechts sind eine weitere Frau mit Cello. In der zweiten und dritten Reihe sind weitere Personen zu sehen. Bis auf die Cello-Spielerin haben alle die Fäuste wie zum Kampf gereckt. Links hängt ein grüner rechts ein rot-orangener Vorhang auf die Bühne hinunter. Die Menschen wirken sehr entschlossen und strahlen trotzdem, auch wegen ihrer farbenfrohen Kleidung, Optimismus aus.
Sie teilen ihre Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche an die Stadtgesellschaft und an eine Stadt der Zukunft (Foto: Teatron)

Durch das Leben tanzen – trotz besonderer Herausforderungen, trotz Schicksalsschlägen und Einschränkungen, mit Mut und Offenheit darüber berichten, und trotz allem lachen und kreativ sein…

(Mitteilung Teatron Theater)

Das zeichnet die Theatergruppe aus, die sich im Jahr 2025 im Rahmen des dreijährigen Projektes „TheaDiPOLIS“ mit dem Thema „Stadt der Zukunft“ beschäftigt hat und dafür mit dem Inklusionsplatz der Stadt Arnsberg (3. Platz) ausgezeichnet wurde.

Nun wird diese etwas andere Stadtführung nochmals in der KulturSchmiede Arnsberg präsentiert.

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IT.NRW: Frauen in den kommunalen Vertretungen und in der Verwaltungsspitze weiter in der Minderheit

  • Jedes dritte Mitglied in den Kreistagen und den Räten der kreisfreien Städte ist eine Frau (33,3 %).
  • Frauenanteil in den Vertretungen der kreisangehörigen Gemeinden fällt mit 28,4 % noch geringer aus.
  • In den kreisangehörigen Gemeinden gibt es derzeit 43 Bürgermeisterinnen, dies entspricht einem Frauenanteil von 11,5 %.
  • In Hallenberg gibt nur ein weibliches Ratsmitglied und der Frauenanteil liegt hier bei 5% (Winterberg 15,6%, Olsberg 31,3%, Brilon 28,9%, Marsberg 8,8%, Schmallenberg 15,8%, Arnsberg 30,4%, Bestwig 32,1%, Meschede 34,2%, Medebach 21,4%, Eslohe 25%, Sundern 27,3%) .
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Kommunale Wärmeplanung in Winterberg und seinen Ortsteilen

Ein Kurzbericht von der Info-Veranstaltung am Montag im Rathaus

Joel Porten (Projektbearbeitung Zukunft Quartier / Klima / Energie) erläutert den Stand der kommunalen Wärmeplanung (KWP) für die Stadt Winterberg. (foto: zoom)

Am vergangenen Montagabend fand im bis zum letzten Platz gefüllten Rathaussaal die zweite Informationsveranstaltung über den Stand der kommunalen Wärmeplanung (KWP) für die Stadt Winterberg statt.

Nach einer kurzen Einführung durch Bürgermeister Michael Beckmann stellte Volker Broekmans, Leiter des externen Dienstleisters DSK Stadtentwicklung (Düsseldorf), zusammen mit seinem Mitarbeiter Joel Porten die bisherigen Untersuchungen und vorläufigen Schlussfolgerungen seines Büros vor.

Auf dem Podium saßen ebenfalls die Fachfrauen für die Winterberger Klimapolitik Kim Peis (Klimamanagerin) und Rabea Kappen (Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste, Bildung und Digitalisierung).

Eingeladen waren die Bürger*innen derjenigen Ortsteile, die das Potential für den Aufbau und Betrieb eines Nahwärmenetzes haben, und das sind lediglich Teile Siedlinghausens sowie der Kernstadt Winterbergs (Fokusgebiete s.u.).

In allen anderen Ortsteilen und außerhalb der Fokusgebiete müssen sich die Hausbesitzer*innen selbst bzw. gemeinsam mit dem Fachbetrieb ihres Vertrauens darum kümmern, wie ihre Immobilie bis 2045 CO2-frei beheizt wird.

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Störung bei der Regio-IT: Verschiedene Fachverfahren laufen nicht

Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen ebenfalls betroffen

Hochsauerlandkreis. Wegen einer Störung bei der Regio IT laufen auch beim Hochsauerlandkreis verschiedene Fachverfahren nicht. Betroffen sind auch die Kfz-Zulassungsstellen und Führerscheinstellen.

(Pressemitteilung HSK)

Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, nicht zu ihren gebuchten Terminen zu kommen. Das Straßenverkehrsamt ist bemüht, zeitnah Ersatztermine zur Verfügung stellen.

Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt (Dienstag, 3. März, 8 Uhr) nicht absehbar, wie lange die Störung anhalten wird. Auch das Serviceportal HSK funktioniert nicht. Es soll sich nach Angabe der Regio IT nicht um einen Cyberangriff handeln.

Evangelische Bekenntnisfrage: Gott oder die Bombe?

Ein zweiter Band ergänzt die Sammlung kritischer Stellungnahmen zur neuen EKD-Denkschrift

Ein Buchtitel. Auf der oberen Hälfte ein Bild: Ein Waran auf Pflasterpöatten. Auf ihm sitzt eine Taube, davor noch eine Taube.

Die Untere Hälfte belegen Titelangaben:

Umdenkschrift II
zum Evangelischen Diskurs
über Krieg und Frieden

Weitere kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse - Zweite Sammlung

Herausgegeben von Peter Bürger
im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und
des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie

Umdenkschrift II zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden. Weitere kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. – Zweite Sammlung. Herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie (= edition pace Bd. 44). Hamburg: BoD 2026. (ISBN 978-3-6957-4733-7; Paperback; 152 Seiten; Ladenpreis 7,99 Euro) https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-ii-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695747337


Beiträge von: Ralf Becker, Günter Brakelmann, Peter Bürger, Nicolai Franz, Internationale Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Arno Lohmann, Burkhard Paetzold, Wilfried Preuß-Hardow, Klaus Straßburg – sowie ein Medienspiegel zum „EKD-Diskurs Krieg und Frieden“.

Leseprobe:
Vorwort des Herausgebers


Wohl keine Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten zu so viel Widerspruch und Entsetzen geführt wie die EKD-Kundgebung „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ vom November 2025.

Die hier von der Solidarischen Kirche im Rheinland und dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie vorgelegte „Umdenkschrift II“ enthält Nachträge zu unserer im Januar 2026 erschienenen Dokumentation (https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015537.html) mit kritischen Wortmeldungen aus der aktuellen EKD-Kontroverse um Krieg und Frieden. Abzubilden ist – bezogen auf Tonart und Inhalte – ein breites Spektrum des Widerspruchs. So wird der vorliegende Band eröffnet mit zwei Texten, die sich durch eine ausgesprochen freundliche Diktion auszeichnen, während er mit einem sehr streitbaren Debattenbeitrag des Herausgebers schließt. Aus der Mitte des Protestantismus – nicht etwa aus den linken oder gar ‚radikalpazifistischen‘ Kreisen – kommt ein Aufsatz, den Günter Brakelmann und Arno Lohmann unabhängig von der Denkschrift schon im August 2025 veröffentlicht haben (Umdenkschrift II, S. 13-23):

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Klimaschutz zahlt sich aus: Jede eingesparte Tonne Treibhausgase reduziert reale Schäden – an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit

Neues UBA-Handbuch Umweltkosten beziffert globale Schäden durch jährliche deutsche Treibhausgasemissionen auf über 640 Milliarden Euro, die durch ambitionierten Klimaschutz vermieden werden können

Rauchende Schornsteine in einer Industrielandschaft
Treibhausgasemissionen führen weltweit zu Schäden in Milliardenhöhe. (Quelle: ClaudiaOtte / Fotolia)

Treibhausgas– und Schadstoffemissionen schaden nicht nur der Umwelt und dem Klima, sie verursachen auch hohe ökonomische und gesundheitliche Schäden. Durch entsprechende Maßnahmen können diese Schäden vermieden werden. Um diese Effekte sicht- und vergleichbar zu machen, veröffentlicht das Umweltbundesamt seit 2007 wissenschaftlich fundierte Umweltkostensätze, die sie in Geldwerte umrechnen. Das neue „Handbuch Umweltkosten – Methodenkonvention 4.0“ aktualisiert und erweitert die bisherigen Kostensätze und bietet damit eine Entscheidungshilfe für Politik und Wirtschaft.

(Pressemitteilung Umweltbundesamt)

Ob Ernteausfälle infolge von Dürren, zerstörte Gebäude nach Überschwemmungen oder Atemwegserkrankungen durch Feinstaub: Umweltbelastungen wie Treibhausgas– oder Luftschadstoffemissionen erzeugen eine Vielzahl von Schäden für die Gesellschaft – mit immensen Kosten.

„Klimaschutz zahlt sich aus: Jede eingesparte Tonne Treibhausgase reduziert reale Schäden – an Gesundheit, Wohlstand, Infrastruktur und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ weiterlesen
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