Nachts im Hochsauerland: Kaninchendieb in Wenholthausen überführt. „Fuck u.A:C:S:B“: Graffiti an Polizeidienststelle in Medebach..

In flagranti crimine: Meister Reineke (foto: polizei hsk)
In flagranti crimine: Meister Reineke (foto: polizei hsk)

Eslohe (ots) – In der letzten Woche waren plötzlich über Nacht zwei Zwergkaninchen aus dem Freilaufgehege in einem Garten am Darreweg in Wenholthausen verschwunden.

Eine Schublade vom Stall war leicht geöffnet. Als dann kurze Zeit später in der Nachbarschaft ebenfalls zwei Kaninchen fehlten, wurde zunächst die Polizei eingeschaltet.

Jetzt ist der Dieb überführt und namentlich bekannt. Es ist „Meister Reineke“.

Dank einer Infrarot-Kamera konnte ihn ein Anwohner aufnehmen. Das Foto liefert den eindeutigen Beweis.

Medebach (ots) – Am vergangenen Wochenende beschmierten unbekannte Täter ein Bürogebäude am Marktplatz, in dem sich unter anderem auch die Polizeidienststelle des Bezirksdienstes befindet, mit Farbe. Sie schmierten „Fuck u.A:C:S:B“ auf eine Wand. Hinweise bitte an die Polizei in Winterberg, Tel. 02981-90200.

Inverness in Schottland 1982

stadtweb1Inverness mit Blick flussabwärts 1982 (archiv: chris)

Inverness ist die nördlichste Stadt des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und die Hauptstadt der schottischen Highlands.

Nördlich und westlich von Inverness lockt die Einsamkeit: Berge, Fjorde, Lochs, kleine Dörfer und das Meer.

castleinvernessweb
Im Hintergrund das im 19. Jahrhundert entstandene Burgschloss 1982. (archiv: chris)

„This Castle hath a pleasant seat,
The air nimbly and sweetly recommends itself
Unto our gentle senses.“

So spricht der begeisterte King Duncan in Shakespears Drama, als er sich dem Schloss seines Gefolgsmannes Macbeth in Inverness nähert.

Doch der Schein trügt: für Duncan hat dieser Besuch bekanntlich einen höchst unerfreulichen Ausgang.

Das mittelalterliche Schloss aus dem 11. Jahrhundert konnte 1745 dem Angriff mit Sprengstoff nicht standhalten. Heute dominiert am Ufer der Ness eine Rekonstruktion aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Catastroika mit deutschen Untertiteln – ein Lehrfilm.


CATASTROIKA – Multilingual von infowar
„Die Krise in Griechenland wird eingeordnet in eine Skizze des Wirkens der neoliberalen Strategen von Chile über Russland und die DDR bis nach Griechenland. Auf der Linie des Grundgedankens von Naomi Kleins Schock-Strategie, dass solche Umbrüche genutzt oder sogar inszeniert werden, um billig an Schnäppchen aus öffentlichem Eigentum zu kommen – bis zu „Griechenlands komplettem Ausverkauf“, wie es zu Beginn des Films in einem Untertitel heißt.

Manches wird auf Widerspruch stoßen. Zum Beispiel die filmische Assoziation von Nazi-Deutschland und Bundesfinanzministerium. Das ändert nichts daran, dass der Film interessante Informationen bietet und Anstöße zum Nachdenken gibt …“ http://www.nachdenkseiten.de/?p=13584

Umleitung: Heute sehr persönlich und doch politisch. Von Otto Kasuppke bis zu Vera Bunse.

Matsch und Modder. Laufstrecke vom Großen Bildchen Richtung Hunau. (foto: zoom)
Matsch und Modder. Laufstrecke vom Großen Bildchen Richtung Hunau. (foto: zoom)

Otto Kasuppke regt sich wieder: und zieht auf seinem Blog ein lokalpolitisches Resümee, welches wir unbedingt zu lesen empfehlen … sauerlandblog

Axel Schwenke macht sich in Meschede Gedanken über: Die Deutsche Sprache im Netz und urteilt mit „Oh je!“ … schwenke

Die Fotografin Heike Rost: hat eine Linksammlung Leistungsschutzrecht zusammengestellt … heikerost

Ulrich Horn schreibt: über „die Koalition des Eigenlobs“ in NRW … postvonhorn

Hans Huett: sieht die Zeit aus den Fugen geraten … wiesaussieht

Lars Fischer argumentiert: Betrug schade der Wissenschaft, nicht seine Aufdeckung … spektrum

Leonhard Dobusch bespricht: „Kein Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel … netzpolitik

Vera Bunse führt: ein Interview mit Markus Kompa und Thomas Stadler zur Aktion #Klehranlage … carta

Und dann ist da noch keine Querungshilfe in Seidfeld : Straßen NRW verweigert Bau einer Mittelinsel … gruenesundern

Dänemark : Deutschland. Wir haben den Sand des Siegers/Verlierers.

Sand, Steine und das Fähnchen - alles original aus Sjælland/DK (foto: zoom)
Sand, Steine und das Fähnchen - alles original aus Sjælland/DK (foto: zoom)

Sand, Steine und das Fähnchen extra zur Fußball-EM aus Sjælland/DK in den HSK importiert.

Heute Abend nach dem Spiel haben wir entweder den Verlierersand oder den Siegerstrand im Glas auf dem Kamin. Ein Unentschieden reicht nur der deutschen Mannschaft, um einem Duell mit den Griechen auszuweichen.

Update: Der Sand des Verlierers. Die Medien werden ab jetzt das nächste Spiel gegen Griechenland mit vielen unsportlichen Bedeutungen aufladen.

Gefunden: ein Prost auf die Demokratie beim „CDU-Haussender“

Ein neuerliches Beispiel seiner unübertreffbaren Pluralität liefert mal wieder Radio Sauerland:

Für den 20. Juni lädt der “CDU-Haussender” zu einem Diskussionsstammtisch nach Hallenberg ein. Es geht um die Wiedereinführung alter Kfz-Kennzeichen. Eingeladen wurden vier Politiker, und alle vier gehören zu ein und derselben Partei.

Außerdem dürfen noch der Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur und ein nicht benannter Vertreter einer einheimischen Bauerei mitmachen…

Die Ankündigung steht hier: http://www.radiosauerland.de/Veltins.1655.0.html

Über das Fehlen von Flaggen und Fahnen zu Fronleichnam

nickolayweb
Ausschnitt des Leserbriefs von Wolfgang Nickolay in Winterberg-Totallokal v. 13. Juni 2012, S. 24

Lieber Herr Nickolay, so haben Sie sich das also gedacht: Zu Fronleichnam wird entlang der Prozessionsstrecke „mit Fahnen geschmückt“.

Was  aber stellen Sie fest? Es wurde nicht überall geflaggt. Also kommen Sie daher und machen ihrem Frust Luft. In Form eines Leserbriefs weisen Sie diejenigen Briloner Mitbürger zurecht, die keine Flagge gezeigt haben:

Söhne, Töchter und Nachbarn, die den „Leuten im hohen Alter“ beim Hissen der Fahne nicht geholfen haben. Bewohner des „Mietshauses“, bzw. dessen Hausmeister. Nicht zu Ihrer Zufriedenheit waren weiterhin geflaggt: Königstraße, Derkere Straße, Schulstraße und selbst am Kolpinghaus und am Museum hingen keine Flaggen.

Ja, den Bewohnern der „christlichen Stadt“ Brilon haben Sie es aber gegeben. Wer nicht flaggt am Fronleichnam, der wird anschließend zurechtgewiesen – und irgendein Anzeigenblatt findet sich schon und druckt diese Klage.

Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte: Wir leben in einem freien Land. Glücklicherweise kann uns niemand mehr vorschreiben, zu welchen Anlässen wir welche Fahne vor unserem Haus aufziehen. Das gilt für unsere gesamte Republik und somit auch für das schöne Städtchen Brilon.

Zehn Aphorismen zur Fußball- Europameisterschaft 2012

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt;
die Hauptsache ist das Geschäft damit.

***

Die Europameisterschaft 2012 ist nicht nur Werbung für den Fußball,
sondern auch Fußball für die Werbung.

*** 

Polen zelebriert ein Fußballfest,
doch die Ukraine hat sich im Abseits festgerannt.

***
  
Janukowitsch möchte die Welt glauben machen,
in der Ukraine würden allein Bälle mit Füßen getreten.

***
  
Auch wenn das Spielsystem mit Libero noch zeitgemäß wäre,
gälte der freie Mann vor der Abwehr in der Ukraine als Provokateur.

***
  
Tore machen den Fußball für die Leute attraktiv.
Unattraktiv ist es, wenn der Fußball
Leute zu Toren macht.

***
  
Favoritenstürze sind das Salz in der Suppe eines Fußballturniers,
doch wenn der eigene Favorit stürzt,
ist uns die Suppe versalzen.

***
  
Wenn das Runde ins Eckige trifft,
steigt die Begeisterung im Quadrat.

***
  
Ein Offensiv-Feuerwerk auf dem Platz begeistert uns,
aber nicht das entgeisternde Feuerwerk auf den Rängen.

***
  
Patriotismus zeigt sich weniger
im kollektiven Torjubel beim Länderspiel
als in der kollektiven Teilnahme an politischen Wahlen.

© 11.06.2012 by Detlef Träbert, Pädagoge und Aphoristiker
Veröffentlichung: DenkMalAn! Aphoristische Andenken, Bochum (Universitätsverlag Brockmeyer) 2011
Rathausplatz 8, 53859 Niederkassel, Tel.: 02208/901989, www.aphorismen.schubs.info
E-Mail: traebert@schubs.info

Von wegen Gentrifizierung: Hamburger Stadtwohnung für lumpige 135,80 EURO. Ideal für japanische Pendler.

Hier gibt es nichts für 138,50 Euro. Noch nicht mal eine Türklinke: am Leinpfad in Hamburg
Hier gibt es nichts für 138,50 Euro. Noch nicht mal eine Türklinke: am Leinpfad in Hamburg (fotoarchiv: zoom)

Wer sagt es denn. Es gibt trotz Gentrifizierung und steigender Mieten doch noch echte Schnäppchen auf dem Hamburger Wohnungsmarkt.

„Einkaufsmöglichkeiten sind gut zu erreichen. Der nahegelegene Stadtpark sowie die Alster laden zum Spazierengehen, Radfahren, Wandern oder einfach nur zum Erholen ein“, und das Schätzchen ist für lumpige 135,80 € zu mieten.

Kleiner Pferdefuß: 17.62m² Wohnfläche, dafür aber „keine Dusch-/Bademöglichkeit“.

Weitere Add-Ons: … ausgestattet mit elektischer(sic!) Warmwasserversorgung, Zentralheizung, Kabelanschluss, Wohnungswasserzählern und Rauchwarnmeldern.“

Der Vermieter meint: „Preislich unschlagbar günstige Wohnung, besonders für Pendler geeignet.“

Wir meinen: Reicht doch zum Schlafen, und immer aus Tokio einpendeln macht doch auch keinen Spaß.

Meschede entspannt II: erst laufen sie und dann spielt die Windband.

Sommerfest der Mescheder Windband in der Stadthalle (foto: zoom)
Sommerfest der Mescheder Windband in der Stadthalle (foto: zoom)

Das Sommerfest 2012 der Mescheder Windband unter der Leitung von Graham Ellis fand heute von 14 bis 17 Uhr in der Mescheder Stadthalle statt.

Außer „was auf die Ohren“ gab es selbstgebackenen Kuchen, Kaffee, Bier und Grillwürste.

Vier Dinge machen die Konzerte des geborenen Engländers Ellis interessant:

Der Musikschulsommer 2012
Der Musikschulsommer 2012

Seine Band ist dreigeteilt. Vom Anfängerorchester über die Mittelstufe bis zum Ersten Orchester sind bei den Konzerten immer alle dabei und spielen hintereinander ihr Repertoire.

In den drei Stufen spielen Erwachsene, Jugendliche und Kinder gemäß ihren Fähigkeiten gemeinsam.

Ellis ist ein unverkrampfter Leiter, der auch mal loslassen kann und NachwuchdirigentInnen gerne das Feld überlässt.

Seine Moderation und Überleitungen als Dirigent sind sehr humorvoll und absolut hörenswert.

Zwei Sprüche habe ich mir gemerkt:

„Wer ein Instrument lernt und spielt, sollte auch mit anderen Musikern gemeinsam in einem Orchester spielen. Alleine ist Mist.“

„Es ist erwiesen, dass Erwachsene, die ein Musikinstrument erlernen, länger leben.“

Das nächste Sommerfest ist dann im Jahre 2013. Es lohnt sich.