Zwischen Wissenschaft, Querdenkern und Lobbyisten

Prof. Stefan Rahmstorf: Die Klimakrise in der öffentlichen Debatte

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=oR4nOP9qWBQ

Ein wichtiger Vortrag von Prof. Stefan Rahmstorf

Der Klimawandel bzw. die Klimakrise scheint inzwischen aus der öffentlichen Debatte verdrängt worden zu sein.

Ich habe bewusst „scheint“ geschrieben, denn die sogenannten „Klimaleugner*innen“ stellen durchaus nicht die Mehrheit unserer Gesellschaft dar. Sie schreien einfach nur lauter ihren Unfug in die Welt hinaus.

Gleichzeitig hat es sich die jetzige Regierung anscheinend zur Aufgabe gemacht, die Klimakrise kleinzureden und die Fossilwirtschaft zu befeuern. Die Medien machen zu großen Teilen mit.

Zeit also, sich dem Thema erneut inhaltlich zuzuwenden und die altbekannten Kenntnisse aufzufrischen.

Unter dem Vortragsvideo von Stefan Rahmstorf bei Youtube heißt es:

„Am Donnerstag, dem 27. November 2025, lud die Grüne Fraktion im Bayerischen Landtag zum Bayerischen Klimaempfang 2025. Unter dem Leitmotiv „Zehn Jahre Paris – Zukunft braucht jetzt Mut!“ versammelten sich rund 300 engagierte Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Senatsaal des Maximilianeums. In seinem Vortrag zeigte PIK-Wissenschaftler Dr. Stefan Rahmstorf eindrücklich, mit welchen unwissenschaftlichen Behauptungen wir zunehmend konfrontiert sind und wie gefährlich die wachsende Klimaleugnung ist. Seine Botschaft war unmissverständlich: Wir kennen die Fakten, wir kennen die Lösungen – jetzt braucht es entschlossenes Handeln.“ (Hervorhebung zoom)

Bei +3 °C fällt feuchter, schwerer Schnee

Winterberg: „Man muss mit dem Chaos leben“

Eine verschneite Straße. Links im Vordergrund eine schwarze Straßenlaterne, dahinter eine Gabionen-Mauer, rechts ein hoher Strauch und Büsche über einer weißen, ca. 1 Meter hohen Grundstücksmauer. Die Straße ist eine Sackgasse und schließt mit Büschen und Bäumen rund um einen Wendehammer ab. Im Hintergrund ein bewaldeter Hügel, nur undeutlich zu erkennen, darüber grauer Schneehimmel.

Die Straße zieht sich von rechts unten in die Mitte des Bildes. Zwei Reifenspuren sind zu sehen.  Links von der Straße ist der von Schnee bedeckte Bürgersteig.
Alles halb so wild. Schnee im Wohngebiet (foto: zoom)

Heute Morgen zeigt das Außenthermometer plus 3 °Celsius. Es fällt feuchter Schnee, der sich nur schwer zur Seite schüppen lässt. Zum Glück ist die Menge überschaubar. Unseren Teil des Gehwegs habe ich geräumt. Alles halb so wild.

Meine DWD-Warnwetter-App zeigt für die Kernstadt Winterberg auch in den nächsten Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Das bedeutet erstens, dass der Schnee wahrscheinlich liegenbleibt und zweitens, dass die Tourist*innen am Wochenende in Winterberg einfallen werden.

Für mich heißt es: Meide die Kernstadt Winterberg und antizipiere die möglichen Staus. Wenn die Blechlawine über Olsberg, Assinghausen und Niedersfeld nach Winterberg rollt, ist es bspw. schwer von der L 742 auf die B 480 einzubiegen.

Das Chaos scheint vorprogrammiert, aber unsere Lokalzeitung hat gute Nachrichten, wie Winterberg den Übertourismus in den Griff bekommen will:

Schlagzeile aus der Westfalenpost von gestern oder vorgestern:

Oberzeile klein: Tourismus
Schlagzeile groß: Schneetouristen stürmen Winterberg:
"Man muss mit dem Chaos leben"
Unterzeile mittelgroß:
Winterberg. Staus, Falschparker, blockierte Rettungswege: Winterberg stößt an Schneetagen an seine Grenzen. Ein Ausschuss rät nun zur Gelassenheit
Screenshot: Schlagzeile aus der Westfalenpost von gestern oder vorgestern

„Man muss mit dem Chaos leben“ – das ist mal eine ehrliche Ansage, statt der vielen Versprechungen (Verkehrsleitsysteme, mehr Parkraum, Eigenverantwortung der Tourist*innen, usw.), die das Chaos der vergangenen Jahre nicht haben in den Griff bekommen können.

Die Hauptsache ist: diejenigen, die im Winterchaos Geld verdienen, tun das weiterhin und diejenigen, die das Chaos veranstalten, nämlich die Tourist*innen, geben weiterhin ihr Geld in Winterberg aus.

Einnahmen + Ausgaben = Chaos

Das Komplement zu Chaos ist übrigens Kosmos. Ich wünsche euch ein geruhsames Wochenende.

Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz

Impulse für die digitale Bildungsarbeit

Die geöffnete weiß-graue Schublade eines Archivschranks. Darin sind hintereinander viele  braunorangene Karteikarten mit getippten Angaben. Eine weißliche Karteikarte liegt zur Veranschaulichung vornan horizontal über den senkrechten anderen Karten. Man kann noch einzelne Wörter wie "kommunistischer" lesen.
Die Zentrale Namenkartei (ZNK) ist ein wichtiges Archivsystem der Arolsen Archives. Sie umfasst rund 50 Millionen Hinweiskarten, die Informationen zu etwa 17,5 Millionen Menschen enthalten. Die ZNK war über viele Jahrzehnte das wichtigste Arbeitsmittel bei der Suche nach Informationen über NS-Opfer und deren Schicksale. (Bild: ArolsenArchives)

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Mit dem Gedenktag wird an die Verbrechen des Holocaust erinnert. Zugleich stellt sich die Frage, wie Erinnerung heute gestaltet und historisches Lernen gelingen kann.

(Der Artikel beruht auf einem Newsletter der Arolsen Archives)

Junge Menschen eignen sich Wissen zunehmend über digitale Formate und soziale Medien an. Daher ist es wichtig, Erinnerungskultur auch in diesen digitalen Lebenswelten zu verankern und pädagogisch zu begleiten.

Die Arolsen Archives stellen Bildungsangebote vor, die Pädagog*innen konkrete Möglichkeiten bieten, digitale Inhalte zum Thema Shoah im Unterricht einzusetzen – als zeitgemäßen Einstieg und Anlass für vertiefende, kritische Reflexion.

„Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz“ weiterlesen

Nichts für Blindfische? Ab heute Alt-Texte für Grafiken, Bilder und Fotos

Leider weiß ich nicht, ob’s funktioniert

Eine hölzerne Fußgängerbrücke führt über einen Bach. Im Hintergrund ein Zaun; eine verschneite, hügelige Landschaft in der Ferne. Grauer Himmel. Rechts vor an der Brücke ein Holzpfahl mit einem kleinen Warnschild: Rutschgefahr!
Rutschgefahr! Verschneite Fußgängerbrücke über die Namenlose in Siedlinghausen (foto: zoom)

Ich habe mich nie um Alt-Texte für meine Bilder im Blog gekümmert. Das soll sich ab heute ändern.

Wikipedia: „Ein Alt-Text (kurz für Alternativtext) ist eine kurze Bildbeschreibung oder eine kurze sprachliche Übersetzung eines visuellen Inhalts im Internet, die blinden Benutzern von Hilfsmitteln wie Screenreadern anstelle des Bildes vorgelesen wird. Alt-Texte sind eine wichtige Bedingung für ein barrierefreies Internet. Sie können jedoch auch anstelle des Bildes im Browser angezeigt werden, wenn z. B. die Internetverbindung zu langsam ist, um das Bild zu laden, oder wenn Bildanzeige zum beschleunigten Laden oder Einsparen von Datenvolumen deaktiviert ist, sowie von textbasierten Browsern.“

Alt-Texte würden also die Blog-Barrieren für Menschen mit Sehbehinderungen zumindest senken.

Bei den beiden Schnee-Bildern von heute habe ich im Hintergrund in der WordPress-Mediathek fleißig Text eingegeben.

Mein Problem: Ich sehe keine Veränderung im Front-End, also im sichtbaren Blogartikel. Ob Screenreader diesen Text auslesen, kann ich nicht sagen, denn ich habe ein solches Hilfsmittel nicht.

Ich hatte gedacht, dass der Alt-Text eventuell beim Überfahren des Bildes mit der Maus sichtbar wird.

Vielleicht nutzt jemand der Blogleser*innen einen Screenreader und kann mir mitteilen, ob ein Alt-Text vorhanden ist.

Polizeibericht: 25-jähriger Algerier aus Winterberg von mindestens sechs bislang unbekannten Tätern angegriffen und geschlagen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag um 01:25 Uhr kam es in einer Diskothek in der Marktstraße in Winterberg zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein 25-jähriger Algerier aus Winterberg befand sich nach eigenen Angaben auf der Tanzfläche, als er unvermittelt von mindestens sechs bislang unbekannten Tätern angegriffen und geschlagen wurde.

(Polizei HSK)

Alle Beteiligten verließen daraufhin die Diskothek. Im Eingangsbereich wurde der 25-jährige Mann erneut von den unbekannten Tätern geschlagen. Ein 26-jähriger Deutscher aus Winterberg versuchte, dazwischenzugehen und dem Geschädigten zu helfen. Hierbei wurde er ebenfalls geschlagen. Die bislang unbekannten Täter entfernten sich anschließend vom Tatort. Die beiden angegriffenen Männer wurden jeweils leicht verletzt. Fahndungsmaßnahmen der Polizei verliefen bislang ohne Ergebnis.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich telefonisch mit der Polizeiwache Winterberg unter der Telefonnummer 02981- 90200 in Verbindung zu setzen.

Leise rieselt der Schnee

Blick auf eine verschneite Hügellandschaft mit Baumbeständen. Im Vordergrund das mit Schnee bedeckte Dach eines Hauses plus Schornstein.
Blick aus dem Fenster: Siedlinghausen im Schnee (foto: zoom)

Während der meteorologische Winter (1. Dezember – 28. Februar) seinen Zenit überschritten hat, befindet sich der kalendarische Winter (21. Dezember – 19. März) noch in der ersten Halbzeit.

BTW: Der phänologische Winter endet mit dem Vorfrühling und der beginnt, wenn die Kätzchen der Haselsträucher stäuben und die Schneeglöckchen blühen.

Heute Nacht hat es endlich(?) wieder geschneit. Bei -1 °C rieselt der Schnee. Vor dem Frühstück habe ich den Gehweg frei geschüppt.

Jetzt schmeckt der Kaffee. Die DWD-Warnwetter-App zeigt bis Donnerstag ein Auf und Ab von Schneefall mit leicht steigenden Temperaturen an.

Wie dem auch sei, das echte Wetter herrscht stets vor der Haustür und nicht hinter dem Smartphone-Screen.

Ich wünsche euch einen entspannten Tag. Seid vorsichtig, rutscht nicht aus!

Fundstücke: Alte Liebe rostet doch

„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)

Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“

Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.

Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.

Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.

Danke im Voraus und Gute Nacht!

Was blüht denn dort im Januar?

Diese Pflanzen wuchsen drinnen und blühten nicht: Kakteen im Schauhaus (Foto: zoom)

Als ich jüngst im Bekannt*innenkreis erzählte, dass ich Mitte Januar blühende Pflanze im Rombergpark gesehen hätte, erntete ich müdes Erstaunen: „Kenn‘ ich nicht! Wo ist denn der Rombergpark?“

Die Pflanze war anscheinend noch uninteressanter. Also der Reihe nach. Zuerst der Park, dann die Pflanze.

Der Rombergpark ist nicht weit entfernt vom Westfalenpark und liegt neben dem Zoo (siehe auch https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/). Der Eintritt ist frei. Das Gelände ist hügelig und darauf sind zu finden: Bäume & Arboretum, Blütenpflanzen & Botanischer Garten, kleine Bäche, Teiche, Cafés, Ausstellungspavillions, ein Pflanzenschauhaus …

Ich habe bestimmt noch etwas vergessen, aber ihr werdet eure eigenen Entdeckungen machen. Hier findet ihr den Rombergpark:

https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.47832&mlon=7.46729#map=15/51.47832/7.46729


Größere Karte anzeigen

Der Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist es dort naturgemäß etwas übersichtlicher als in den anderen Jahreszeiten.

Zumindest eine blühende Pflanzenart habe ich draußen in einem Beet vor dem Café Orchidee entdeckt. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine orientalische Nieswurz.

Sollte ich mich nicht täuschen, habe ich eine Lenzrose fotografiert (Foto: zoom)

Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.

Die restlichen Informationen findet ihr bei Wikipedia oder auch mit Hilfe eurer Suchmaschine auf den zahlreichen Websites von Gärtnereien und Baumschulen.

Sollte ich mich bei der Pflanzenbestimmung vertan haben, schreibt es mir in die Kommentare.

Die Genossin Sonne ist im Dortmunder U untergegangen

Rolltreppenschacht im Dortmunder U. An den Geländern Werbung für die Ausstellung „Genossin Sonne“ (foto: zoom)

Gestern ist die Ausstellung Genossin Sonne im Dortmunder U zu Ende gegangen. Siehe dazu auch hier im Blog: https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/

Zu sehen waren künstlerischen Arbeiten und Theorien, die versuchten, den Kosmos und insbesondere die Aktivität der Sonne, Energielieferant für Leben auf der Erde, mit sozialen und politischen Bewegungen in Verbindung zu bringen.

Jetzt müssen wir halt ohne Genossin Sonne und esoterische Revolutionstheorien weitermachen.

Es gibt genug zu tun: Klimakrise, Wirtschaftskrisen, Autoritarismus, Fossilismus, weltweiter Rechtsruck, Kriege …

Nicht resignieren! Die Sonne geht heute unter, aber morgen auch wieder auf.

Umleitung: USA, Trump, Halemba, Lübeck, Hanau, Haskala, Blut und Spiele, die Abonnementsfalle, Oral History, Tolkien und mehr

Spaziergang am späten Nachmittag im Hochsauerland (foto: zoom)

Ökonom über die USA unter Trump: „Das System ist gekippt“ … taz

AfD-Abgeordneter Halemba vor Gericht: Neonazi-Song, Drohkulisse, NS-Funde … Belltower

Ein ungeklärter Mord und der Kampf um Erinnerung: 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Lübeck … AmadeuAntonioStiftung

Hanau-Überlebender Ibrahim Akku? stirbt an Spätfolgen des Terroranschlags: Ibrahim Akku? ist mit 70 Jahren an den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau vor sechs Jahren gestorben. Er kämpfte gegen Einsamkeit und das Vergessenwerden und sagte: „Ich wünsche mir, dass Menschen einander nicht töten“ … RobertsBlog

Haskala: Die jüdische Aufklärung und ihre Bedeutung … JCOM

US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd … Netzpolitik

Die Abonnementsfalle (Satire): Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten … zynaesthesie

Blut und Spiele: Mixed Martial Arts als reaktionärer Code … GeschichteDerGegenwart

Oral History als „deutsches Gedächtnis“: FernUni-Archiv als Forschungsdatenzentrum akkreditiert … Doppelwacholder

J.R.R. Tolkien – the Bovadium Fragments: Es gibt Bücher, die sollte es nicht geben und die neuste Veröffentlichung von J.R.R. Tolkien gehört dazu … Schmalenstroer

Digitale Souveränität in Zeiten unzuverlässiger Partner: Es wird Zeit, dass wir eines meiner wichtigsten Themen noch mal aufgreifen: Digitale Souveränität.  Anlass dafür ist, dass die USA gerade mal eben ein Staatsoberhaupt entführt haben, unter Einsatz des Militärs, um Öl zu bekommen. Und neben Canada steht ja noch das zu Dänemark gehörende Grönland auf der „will haben“-Liste des US-Präsidenten … UnkreativerWeblog

Stichworte oder: Was man so mithört „Was kann ich gegen Sie tun?“ … revierpassagen