Kreispolitik im HSK: Handlungsbedarf bei den Kosten der Unterkunft ?

Nach fast 4 Monaten steht am Mittwoch (15.06.) ein Antrag der SBL/FW-Fraktion zu den Unterkunftskosten für Grundsicherungsempfänger auf der Tagesordnung des Gesundheits- und Sozialausschusses (GSA).

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Bekanntlich hatte das Sozialgericht Dortmund das Unterkunftskostenkonzept, das im Auftrag der Kreisverwaltung von einer Hamburger Firma erstellt worden war, für rechtswidrig erklärt. Geklagt hatte eine 80jährige schwerbehinderte Rentnerin aus Brilon.

Die Kreisverwaltung erklärt in ihrer Vorlage für die Ausschusssitzung, dass sie nicht bereit ist, das Urteil in anderen Fällen zu berücksichtigen: “Solange das Urteil vom 19.02.2016 keine Rechtskraft erlangt, ergibt sich keine Veranlassung, die bisherige Verwaltungspraxis abzuändern. Insoweit bemisst sich die Angemessenheit der zu gewährenden Unterkunftskosten weiterhin anhand der von Analyse & Konzepte ermittelten Richtwerte.” Die Kreisverwaltung hatte einen Rechtsanwalt aus Delmenhorst(!) beauftragt, Berufung beim Landessozialgericht einzulegen. Bisher kennt die Klägerin allerdings keine Begründung für die Berufung.

Die SBL/FW-Fraktion hat für die Ausschusssitzung einen Änderungsantrag zum Beschlussvorschlag der Verwaltung eingebracht:

“Der GSA nimmt zur Kenntnis,
– dass das Sozialgericht Dortmund in seinem Urteil vom 19.02.2016 zum Unterkunfts¬kostenkonzept der HSK für Grundsicherungsempfänger festgestellt hat: ‘Die Ermittlung der Angemessenheitsgrenze entspricht nicht den Vorgaben des BSG‘;
– dass das Sozialgericht Dortmund in seinem Urteil vom 19.02.2016 auf viele weitere, von der Klägerin vorgetragene Bedenken nicht mehr eingegangen ist, so dass die Aussage der Kreisverwaltung in der Drucksache 9/499, das Konzept sei ‘hinsichtlich der grundsätzlichen Vorgehensweise nicht beanstandet’ worden, einen falschen Eindruck erweckt;
– dass der Sachverhalt in dem von der Kreisverwaltung zitierten Urteil des LSG NRW vom 27.01.2016 (L 12 AS 1180/12) inhaltlich nicht auf den HSK anwendbar ist.

Das gilt z.B. deswegen, weil in diesem vom LSG entschiedenen Fall:

o das Gebiet, für die Höhe der Unterkunftskosten ermittelt wurde, nur aus einer einzigen Stadt besteht, während es im HSK um eine Ermittlung einer Einheitsmiethöhe anhand der Daten aus 7 räumlich nicht eng verbundenen Gemeinden geht;
o die Klägerin nicht zum Verhandlungstermin beim LSG erschien und schon etwa ein Jahr vorher in ein anderes Bundesland verzogen ist;
o die Klägerin trotz einer fast 3 Monate vor dem Verhandlungstermin ergangenen Aufforderung nicht die vom LSG geforderten weiteren Angaben lieferte;
o die Klägerin bereits Leistungen für ihre Unterkunftskosten erhielt, die erheblich über dem Wohngeldniveau lagen, während in der Stadt Brilon durch das angegriffene Konzept das Niveau der Wohngeldtabelle plus 10% vom Sozialgericht festgelegtem Sicherheitszuschlag deutlich unterschritten wurde.
o von der Beklagten konkret die Verfügbarkeit anderer geeigneter und preisgünstigerer Wohnungen nachgewiesen werden konnte;

– dass erst vor wenigen Tagen die Begründung eines aktuellen Urteils des SG Magdeburg (S 14 AS 1766/13) zum von der Firma A&K für den LK Harz erstellten Unterkunftskosten¬konzept veröffentlicht wurde. In dieser Entscheidung wird das Konzept für rechtswidrig erklärt, da die in die Vergleichsräume einbezogenen Gemeinden nicht die nach der Rechtsprechung des BSG notwendige verkehrstechnische Verbundenheit aufweisen. Der LK Harz ist wegen der gebildeten Wohnungsmarkttypen, seiner Größe (ca. 2.100 km2) und Einwohnerzahl (ca. 220 T) gut mit dem HSK vergleichbar;
– dass er mittlerweile zahlreiche Entscheidungen von Sozialgerichten gibt (z.B. von den Sozialgerichten Bayreuth, Dessau-Roßlau, Dresden, Gießen und Magdeburg sowie vom Landessozialgericht Niedersachsen), die – bei ähnlichen räumlichen Gegebenheiten wie im HSK – die Konzepte der vom HSK beauftragten Firma A&K für rechtswidrig erklären.

Der GSA fordert daher die Kreisverwaltung auf,

– das Urteil des SG Dortmund vom 19.02.2016 bis zur endgültigen sozialgerichtlichen Klärung für alle Grundsicherungsempfänger im HSK anzuwenden,
– alle Grundsicherungsempfänger darauf hinzuweisen, dass die Kreisverwaltung im Falle einer rechtskräftigen Entscheidung, mit der das bisher verwendete Unterkunftskosten¬konzept endgültig für rechtswidrig erklärt wird, auf die Einrede der Verjährung bzw. der Nichteinlegung von Rechtsmitteln verzichten wird; dadurch können jetzt unnötige Widerspruchs- und Klageverfahren vermieden werden;
– eine Ausschreibung für die Neuerstellung des Konzepts durchzuführen und ein anderes Unternehmen als bisher mit der Erstellung des Konzepts zu beauftragen.”

Wir sind gespannt, wie die anderen Kreistagsfraktionen, die sich sonst als sozial orientieren, mit diesem Antrag umgehen

Im Briefkasten: HSK-SPD lädt zu Wahlkreisdelegiertenkonferenzen ein.

Meschede. (spd_pm) Am Samstag, den 18. Juni 2016 lädt die SPD im Hochsauerlandkreis ab 9:30 Uhr zu ihren Wahlkreisdelegiertenkonferenzen in die Schützenhalle nach Meschede-Olpe ein.

Dabei stehen die Wahlen der Kandidaten für die Wahlkreise 124 (Arnsberg, Eslohe, Schmallenberg, Sundern, Wenholthausen) und 125 (Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Meschede, Olsberg, Winterberg) im Mittelpunkt. Als Kandidaten für den Wahlkreis 124 sind bisher Margit Hieronymus (Arnsberg), Gerd Stüttgen (Arnsberg), Nathalie Evers-Stumpf (Eslohe) und Felix E. Werker(Arnsberg) vorgeschlagen, für den Wahlkreis 125 ist bisher Peter Newiger (Olsberg) vorgeschlagen.

„Als älteste Partei des Sauerlandes wollen wir am Samstag den offiziellen Startschuss für den Landtagswahlkampf geben. Wir wollen ein starkes Sauerland. Weltoffen und heimatverbunden. Wir wollen Fortschritt und Gerechtigkeit vor Ort verbinden, die Zuversicht ausstrahlt, die Probleme pragmatisch anpackt und nicht wie Landrat Karl Schneider resigniert sagt: Wir schaffen das nicht.“, so der heimische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Sauerländer SPD Dirk Wiese (MdB).

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Aktuelle Informationen stets unter www.hsk-spd.dewww.dirkwiese.de, bei Facebook unter „SPD im Sauerland“ sowie in den heimischen Medien.

Kahler Asten: Neue Pächter auf dem „König der Berge“

Gästebetrieb am Astenturm (Foto: WLV)
Gästebetrieb am Astenturm (Foto: WLV)
Winterberg (lwl). „842 – Restaurants & Hotel“, so heißt – nach gerundeten Höhenmetern im Eingangsbereich – ab dem 1. Juli der Berg- und Wandergasthof auf dem Kahlen Asten.

(Pressemitteilung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL))

Zusammen mit einer Brauerei wollen die Winterberger André Stielicke und Jörg Honekamp dem „Astenturm“ neues Gästeleben einhauchen und sich als moderne „Türmer“ mit Qualität und Zuverlässigkeit neben ihrem Betrieb in Winterberg auch auf dem Kahlen Asten als Gastgeber betätigen. Sie sind die neuen Pächter der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV, Münster), einem Tochterunternehmen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Die facettenreiche Geschichte rund um den Astenturm währt mittlerweile zwar schon mehr als 170 Jahre. Aber vor gerade mal zehn Jahren gab’s buchstäblich ein Highlight: Damals baute die LWL-Tochter WLV den Astenturm zu einem Berggasthof mit 17 Doppelzimmern und zwei Gastronomien mit Tagungsbereich um. Nach den Ideen der neuen Pächter soll der Kahle Asten nun wieder als „das Ausflugsziel Nordrhein-Westfalens“ erwachen. Bereits der neue Name mit Hinweis auf die Höhe der prominenten Bergkuppe deutet an, dass hier zukünftig auf vier Stockwerken neben einer ‚herausragenden‘ Gastronomie auch die höchst gelegenen Betten in Nordrhein-Westfalen auf die Besucher warten

Seit Beendigung des vorherigen Pachtverhältnisses mit dem Ehepaar Mienert nach der vergangenen Wintersaison hatten sich im Zuge einer Ausschreibung zahlreiche Interessenten für die Gastronomie auf dem „König der Berge“ gemeldet. Nach einer kurzen Schließung versorgt nun zur Wandersaison ab Anfang Juli ein Wanderlokal im Erdgeschoss hungrige Spaziergänger; das typische Bergrestaurant eine Etage höher bietet neben Regionalem ein Spezialitätenrestaurant. Im zweiten Stock und im Dachgeschoss werden derzeit noch die familienfreundlichen Hotelzimmer des Drei-Sterne-Wanderhotels frisch renoviert.

In das neue WLV-Nutzungskonzept integriert sind eine Dauerausstellung des münsterischen LWL-Naturkundemuseums mit vielfältigen Informationen über den „Wetterberg“ sowie die einzigartige Hochheidelandschaft „Kahler Asten“ und der historische Kern des von 1884 bis 1895 errichteten Astenturms.

Apropos Wetter: Der Astenturm beherbergt weiterhin den Deutschen Wetterdienst (DWD), dessen Mitarbeiter schon seit 1918 das Wetter von dort aus beobachten. Und apropos Höhe: Die Spitze des Turms markiert den höchsten Punkt in Nordrhein-Westfalen (863 Meter über NN), während der Kahle Asten abzüglich Turm mit 841,9 Metern rd. 1,5 Höhenmeter unter dem Langenberg (843,2 Meter) liegt.

DAS LEBEN ZUM GUTEN WENDEN: Biographie der sauerländischen Friedensarbeiterin Irmgard Rode (1911-1989) – jetzt als Taschenbuch

Die katholische Pazifistin IRMGARD RODE. (bild: Peter Bürger)
Die katholische Pazifistin IRMGARD RODE. (bild: peter bürger)

Die katholische Pazifistin Irmgard Rode (1911-1989) war nach dem 2. Weltkrieg Kommunalpolitikerin in der sauerländischen Kreisstadt Meschede und später wohl die bekannteste Frau am Ort. Ihre Leidenschaft: „Das Leben zum Guten wenden.“

(Eine Pressemitteilung des Buchautors Peter Bürger)

Seit dieser Woche liegt die biographische Dokumentation über Irmgard Rode auch als preiswertes Taschenbuch vor. Diese Veröffentlichung lenkt den Blick auf ihr Lebenszeugnis für die eine Menschenfamilie: Hilfe für Flüchtlinge; Aufnahme von sozialbenachteiligten Kindern in die eigene Familie; Initiativen der internationalen Versöhnungsarbeit und des Jugendaustausches unter dem Dach der „Freunde der Völkerbegegnung“ und in der pax christi-Bewegung; Einsatz gegen Rassismus und das Verschweigen der nationalsozialistischen Massenmorde in nächster Nähe; Gründung eines Internationalen Kinderhauses; Aufklärung über die menschenfeindliche Religion des Militär- und Kriegsglaubens; Widerstand gegen die atomare Aufrüstung der 1980er Jahre …

Die streitbare Friedensarbeiterin fand viel Zuspruch bei jungen Leuten. Sie arbeitete mit Menschen aus allen demokratischen Lagern zusammen, die sich um mehr Menschlichkeit bemühten.

Fortgesetzt wird mit der im Buchhandel erhältlichen Biographie eine Reihe, in der jüngst bereits der Band „Friedenslandschaft Sauerland“
erschienen ist.

DAS BUCH:
P. Bürger (Hrsg.): Irmgard Rode (1911-1989) – Dokumentation über eine Linkskatholikin und Pazifistin des Sauerlandes. Norderstedt: BoD 2016. (Paperback, 232 Seiten, € 9,90). ISBN 978-3-7386-5576-6

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Informationen zum ersten Band der Reihe („Friedenslandschaft Sauerland“) hier:
https://www.bod.de/buch/peter-buerger/friedenslandschaft-sauerland/9783739238487.html

Soll nicht jeder alles lesen dürfen? Die Verzögerungen bei Planung und Bau der B7n und das Schicksal eines Leserbriefs.

Demonstrationszug in Altenbüren bei Brilon, der von CDU-Funktionären aus Olsberg, Schmallenberg und Brilon angeführt wurde. (foto: sbl)
Altenbüren bei Brilon: Demonstrationszug, angeführt von CDU-Funktionären aus Olsberg, Schmallenberg und Brilon. (foto: sbl)

Seit Wochen wird in der Tagespresse fast täglich über die Verzögerungen bei Planung und Bau der B7n berichtet, insbesondere über die Auswirkungen auf Altenbüren.

(Der Artikel ist in ähnlicher Form gestern auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Der Landrat nahm mit anderen CDU-Kreispolitikern und etwa 100 weiteren Personen unter großem Medienecho an einer Demonstration teil.

Die Landesstraßenbauverwaltung berichtete im Rat der Stadt Brilon über die notwendigen Umplanungen für die Trasse der Straße.

Wer nur auf die Tagespresse angewiesen ist, konnte den Eindruck gewinnen, dass die Belange des Umweltschutzes willkürlich viel höher als die Belange der in Altenbüren wohnenden Menschen bewertet würden, z.B. in diesem Bericht über die Ratssitzung:

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-brilon-marsberg-und-olsberg/ernuechternde-fakten-fuer-b7n-bau-von-nuttlar-bis-brilon-id11821652.html.

Dass es auch eine andere wesentliche Ursache für die Umplanungen gibt, über die sogar schon mehrfach im Briloner Rat berichtet wurde, wird den Zeitungslesern vorenthalten. Ein Leserbrief zu den Zeitungsartikeln “Ernüchternde Fakten für den B7n-Bau” und “Der Mensch ist der Verlierer” vom 13.05.2016, der dieses Thema ansprach, erreichte die Zeitungsredaktion am 15.05., wurde aber nie veröffentlicht. [1]

Daher hier der Inhalt:

Am Donnerstag nahmen zwei Vertreter der Landesstraßenbauverwaltung an der Sitzung des Briloner Rates teil und berichteten über den aktuellen Planungsstand für die B7n. Die selben Vertreter der Landesstraßenbauverwaltung waren bereits im Januar 2011 im Briloner Rat gewesen. Schon damals hatten die beiden Herren darauf hingewiesen, dass die Verzögerungen für die B7n mit einer großen Umplanung im Jahr 2010 begannen. Die war nötig geworden, weil der Tiefbrunnen Burhagen für die regelmäßige Trinkwasserversorgung ausgefallen war. Deswegen wurde der Altenbürener Trinkwasserbrunnen unverzichtbar und – wie am Donnerstag im Rat erneut bestätigt – die Trasse für die B7n musste um 8 Meter höher gelegt werden. Im damaligen Ratssitzungsprotokoll heisst es: ‘Er betont ausdrücklich, dass Wasser ein hohes Gut sei, welches nicht im Rahmen der Abwägungsmöglichkeiten weggewogen werden könne… Nunmehr sei der (Trinkwasserbrunnen) im betroffenen Gebiet existenziell notwendig und müsse erhalten werden. Aus diesem Grund müsse die Trasse höher gelegt werden.’

Vor dem Ausfall des Tiefbrunnen Burhagen hatten die damals im Rathaus Verantwortlichen – mit Unterstützung der Mehrheit des Rates – einem Nebenerwerbslandwirt genehmigt, in unmittelbarer Nähe dieses Tiefbrunnens im Briloner Süden ein Wohnhaus mit Stallungen zu errichten und Rinder zu halten. Bedenken der BBL wurden ignoriert. Anschließend kam es zu Verunreinigungen des vorher einwandfreien Wassers aus dem Tiefbrunnen Burhagen.

Wer jetzt beklagt, dass Menschen in den Dörfern wegen Umweltbelangen benachteiligt werden, sollte nicht die Vorgeschichte vergessen!

Reinhard Loos, Brilon
BBL-Ratsmitglied

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[1] Eine Anfrage an die Redaktion der WP Brilon nach den Gründen der Nichtveröffentlichung ist gestellt. Die Antwort wird selbstverständlich nachgereicht.

Infoabend der SPD AGS-HSK: „Betriebliche Altersversorgung für Selbstständige“

Meschede. (spd_pm) Die SPD Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger im HSK lädt am 15.06.2016 um 19:30 Uhr zum Thema „Betriebliche Altersversorgung für Selbstständige“ in das Hotel Hennedamm, Am Stadtpark 6, Meschede ein.

Als Gast wird Uwe Hölscher vom IPZ Institut für Pensions-Management und Zusatzversorgung zu folgenden Themen referieren:

  • Welche Rentenabsicherung ist für Selbstständige die Richtige?
  • Monatlicher Aufwand
  • Lohnnebenkostenersparnis
  • Rente bei Berufsunfähigkeit

Im Anschluss an die Veranstaltung (ca. 1 Std.) besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären.

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Website der AGS: http://ags-hsk.de/

Kulturtipp für Kurzentschlossene von Dr. Maik Hester: Bochumer Tage für Neue Musik

MaikHesterWordle20160602Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

wie immer kurzentschlossen, darf ich Sie und Euch herzlich zu einem Konzert im Rahmen des 10. Festivals „Bochumer Tage für Neue Musik“ einladen.

Angelika Meyer, Stimme, Instrumente
Maik Hester, Stimme, Instrumente

Freitag, 03.06.2016
Melanchthonkirche Bochum
Beginn: 19.30 Uhr

mit (und ohne)

Musik ohne Text – Text ohne Sinn – Sinn mit Text – Text mit Musik.

Komponisten und Autoren des 20. Jahrhunderts bewegen sich an diesen Schnittstellen, experimentieren an Übergängen, brechen Grenzen auf: Wann wird Sprache zu Musik? Wie spricht Musik? Wann macht Unsinn Sinn?

In ihrem Programm mit (und ohne) haben Angelika Meyer (Sprech- und Stimmkünstlerin) und Maik Hester (Musiker) eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Auswahl an Kompositionen und Texten zusammengestellt, die um dieses Thema kreisen.

Da darf Dada als eine Kunst der Grenzüberschreitung natürlich nicht fehlen, aber auch die Wiener Gruppe wird mit ihren berühmten Poeten vertreten sein, ebenso John Cage mit eher selten gehörten Songs und Dieter Schnebels Redeübungen für Hand und Mund.

Als Besonderheit wird eine Uraufführung von Tom Johnson (Paris) zu hören sein: With or Without, das er eigens für diesen Anlass komponierte.

Angelika Meyer und Maik Hester arbeiten schon lange mit dem Komponisten zusammen und gaben Konzerte mit seiner Musik u.a. in Dortmund, Ulm und Paris.

Mit besten Grüßen,
Maik Hester


Dr. Maik Hester
Konzertakkordeonist, Akkordeon-Restaurator, Musikwissenschaftler

www.maikhester.net

In der Pressemappe: „Zukunft Sauerland, Zukunft Europa – Fragen und Perspektiven“ / Bauen mit Holz wird gestärkt – Gut für’s Sauerland!

„Zukunft Sauerland, Zukunft Europa – Fragen und Perspektiven“

Die SPD Europaabgeordnete Birgit Sippel und die Jusos im HSK laden gemeinsam am Samstag, 11.06.2016 um 9:00 Uhr zum politischen Frühstück in das Hennedamm Hotel in Meschede ein.

Willkommen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die über Perspektiven des Sauerlands und die Zukunft Europas diskutieren wollen. Was sind die großen und kleinen Herausforderungen, wie können wir diese Gestalten, was ist aus Sicht der Menschen bei uns in der Region wichtig?

Diese und andere Fragen sollen diskutiert und Meinungen ausgetauscht werden.

Um  Anmeldung  zwecks besserer Planung wird gebeten unter eMail europa@birgit-sippel.de oder telefonisch 02921-364738.

Bauen mit Holz wird gestärkt – Gut für’s Sauerland!

Im Düsseldorfer Landtag setzten sich die SPD und die Grünen jetzt in einem gemeinsamen Antrag dafür ein, beim Wohnungsbau mehr Holz einzusetzen.

„Nordrhein-Westfalen ist nach Baden-Württemberg und Bayern das drittgrößte Holzbauland“, stellt der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen fest. Dennoch sind in NRW in den Jahren 2010 bis 2012 nur 11,6 Prozent der Baugenehmigungen für Mehr- und Einfamilienhäuser mit Holz als überwiegendem Baustoff erteilt

„Der Bundesdurchschnitt hat bei über 12 Prozent gelegen. Holz ist ein nachwachsender und somit auch nachhaltiger Baustoff“, resümiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese aus dem Hochsauerlandkreis. Besonders freut Wiese, dass das Thema jetzt endlich aufgegriffen wurde. Im Nachgang einer Veranstaltung im Jahr 2013 in Brilon hatten Wiese und Brilons damaliger Bürgermeister Franz Schrewe sich für eine entsprechende Stärkung stark gemacht. Gebäude in Holzständerbauweise können in relativ kurzer Zeit errichtet und somit genutzt werden.

Die Fraktionen im Landtag regen u. a. an, bei städtebaulichen Wettbewerben und Auszeichnungen das Bauen mit Holz aufzugreifen. Der Antrag Drs 16/11891 wurde mit Mehrheit im Plenum angenommen.

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Aktuelle Informationen stets unter www.hsk-spd.dewww.dirkwiese.de, bei Facebook unter „SPD im Sauerland“ sowie in den heimischen Medien.

Dirk Wiese MdB: Integration muss gelingen – mehr Geld für Deutsch- und Integrationslehrer

Der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (foto: SPD)
Der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (foto: SPD)

Die SPD hat eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte in den Sprach- und Integrationskursen durchsetzen können. Ein Schritt der längst überfällig war, erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese.

(Pressemitteilung der SPD im Hochsauerlandkreis)

Die Lehrkräfte in den Sprach- und Integrationskursen leisten einen elementaren Beitrag zum Gelingen der Integration von Flüchtlingen. Nur wenn diese angemessen bezahlen werden, wird es ausreichend qualifiziertes und interessiertes Personal geben. Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion jetzt mit einem Beschluss im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Mindestvergütung von 35 Euro pro Stunde sicherstellen können.

In diesem Jahr werden wir mehr als doppelt so viele Sprach- und Integrationskurse bereitstellen. Dazu brauchen wir ausreichend Lehrer, die einen fairen, gerechten und auch motivierenden Lohn für ihre Arbeit erhalten. Mit einer Verbesserung der Lehrkräftevergütung haben wir einem potenziellen Lehrkräftemangel frühzeitig entgegengewirkt, erklärt Dirk Wiese, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Hochsauerlandkreis. Die bislang in dem Bereich gezahlten Gehälter reichen bei Weitem nicht aus, um genügend qualifiziertes Personal anzuwerben. Bereits seit Langem weist die SPD auf diesen Umstand hin. Endlich haben wir jetzt eine deutliche Verbesserung stark machen können, freut sich der Abgeordnete Wiese.

Der Einsatz der SPD zahlt sich jetzt aus. Die SPD konnte mit dem Koalitionspartner einen Beschluss im Haushaltsauschuss herbeiführen, der das Bundesinnenministerium ermächtigt, den Kostenerstattungssatz für die Integrationskurse auf bis zu 4,00 Euro pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit zu erhöhen. Mit diesem erhöhtem Kostenerstattungssatz soll eine Mindestvergütung der Lehrer von 35 Euro pro Unterrichtseinheit garantiert werden.

Der heimische SPD-Abgeordnete, Dirk Wiese, erklärt dazu: „Das Innenministerium muss in Zukunft sicherstellen, dass die entsprechenden Anbieter der Kurse diese Mindestvergütung auch an die Lehrkräfte auszahlen. Um eine effiziente und effektive Aufgabenerledigung in diesem wichtigen Teilbereich der Integration zu erreichen, fordern wir die Bundesregierung auf, eine wirkungsvolle Gesamtstrategie für die verschiedenen Maßnahmen der Sprachförderung zu entwickeln und fortlaufend deren Wirksamkeit zu überprüfen“. Und er fügt hinzu: „Integration fängt beim Erlernen der Sprache an und kann nur gelingen, wenn dafür gute Lehrerinnen und Lehrer bereitstehen“.

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Aktuelle Informationen vom Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sowie über die SPD im Hochsauerland befinden sich im Internet unter www.dirkwiese.de und unter www.hsk-spd.de

Mülheimer Erklärung der Lehrerverbände und der Gewerkschaft GEW: Aktuelle Rahmenbedingungen gefährden den Erfolg der Inklusion

Mülheim. (gew_pm) Die Kritik an der Umsetzung der Inklusion an den Schulen in NRW reißt nicht ab. Mit der „Mülheimer Erklärung“ wenden sich jetzt die Bildungsgewerkschaft GEW und die Lehrerverbände VBE, Philologenverband und der Verband Sonderpädagogik NRW e.V. an die Öffentlichkeit und fordern zu „einer modifizierten Umsetzung des begonnenen Weges“ auf.

Stein des Anstoßes sind die unzureichenden aktuellen Rahmenbedingungen: „Die Unzufriedenheit bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften aller Schulformen nimmt zu“, heißt es in der Erklärung.

„Es bleibt dabei. Die Schulen brauchen mehr Lehrerstellen für die sonderpädagogische Förderung, kleinere Klassen, ein erweitertes Angebot für Fortbildungen und Supervision und mehr und bessere Räumlichkeiten für ein differenziertes pädagogisches Arbeiten. Nur so können die Qualität des gemeinsamen Lernens und die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte verbessert werden“, forderte Dorothea Schäfer, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, und verweist auf die zentrale Botschaft der „Mülheimer Erklärung“: „Qualitätssicherung und notwendige Ressourcenausstattung sind unverzichtbar für eine gelingende inklusive Schulentwicklung.“

Die GEW fordert seit Beginn des Inklusionsprozesses eine verlässliche Doppelbesetzung aus Regelschul- und Förderschullehrkraft für die Klassen des gemeinsamen Lernens. Keine Klasse solle mehr als 20 Schüler umfassen, davon maximal fünf mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.

GEW-Onlineumfrage zur Inklusion

In einer von der GEW in Auftrag gegebenen repräsentativen Onlineumfrage unter Schulleitungen aller Schulen in NRW forderten 75 Prozent der befragten Schulleitungen der allgemeinen Schulen mehr Stellen für sonderpädagogische Unterstützung. 53 Prozent dieser Schulleitungen halten eine zusätzliche Stelle und weitere 28 Prozent zwei zusätzliche Stellen für notwendig, um gute Arbeit im Gemeinsamen Lernen leisten zu können.

80 Prozent der Schulleitungen hatten sich für eine zentrale Anlaufstelle für Inklusionsfragen vor Ort ausgesprochen, immerhin 64 Prozent der Befragten vermissten praxisorientierte Fortbildungen.

Ergebnisse der Onlinebefragung und weitere Informationen finden Sie hier: www.inklusion.gew-nrw.de