Hier am Ortsausgang gilt immer noch Tempo 50 bis zur Aufhebung hinter dem Viadukt. (foto: zoom)
Ich nehme einfach an, dass einige Autofahrer*innen auf dem rechten Auge blind sind. Sie sehen das Ortsausgangsschild links und beschleunigen ihr Auto schnell, teils mit aufheulendem Motor, in Richtung 100 km/h.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich in dem Tempo-50-Bereich vor und hinter dem Viadukt häufig mit hoher Geschwindigkeit überholt werde.
Die reduzierte Geschwindigkeit wird erst hinter dem Viadukt, nach der Bushaltestelle, aufgehoben. Das weiße Schild mit den schwarzen Streifen kann man mit zusammengekniffenen Augen auf dem Bild oben erkennen.
Eine Drechslerei plus Wohnhaus rechts vor dem Viadukt, Bushaltestellen sowie Wohnhaus und Entsorgungsbetrieb links dahinter, sind wahrscheinlich Gründe für die Geschwindigkeitsbeschränkung.
Ich weiß, dass es das 50er-Schild in beide Richtungen erst seit einigen Wochen oder wenigen Monaten gibt, aber so langsam müsste es sich herumgesprochen haben.
Solltet ihr demnächst latzen oder euren Lappen abgeben müssen, denkt an mich. Ich habe euch gewarnt. Gebt lieber mir das Geld und fahrt vorsichtig.
Bußgeldkatalog 50er-Zone: Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit außerorts
Verstoß
Strafe
Punkte
Fahrverbot
… bis 10 km/h
48,50 €
… 11 – 15 km/h
68,50 €
… 16 – 20 km/h
88,50 €
… 21 – 25 km/h
128,50 €
1
… 26 – 30 km/h
178,50 €
1
(1 Monat)*
… 31 – 40 km/h
228,50 €
1
(1 Monat)*
… 41 – 50 km/h
348,50 €
2
1 Monat
… 51 – 60 km/h
508,50 €
2
1 Monat
… 61 – 70 km/h
633,50 €
2
2 Monate
über 70 km/h
738,50 €
2
3 Monate
* Ein Fahrverbot gibt es in der Regel nur, wenn es zweimal innerhalb eines Jahres zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h oder mehr kommt.
Mit Linda Hergarten (Gesang) und Jori Schulze-Reimpell (Klavier) am 30.12.2023, 20 Uhr, in der KulturSchmiede Arnsberg, Karten: 23 € / 12 €
Veranstaltungsplakat Teatron-Theater
Kurt Weill wird am 2. März 1900 in Dessau geboren. Er komponiert Welthits wie die Moritat von Mackie Messer aus der „Dreigroschenoper“ und den Alabama Song aus „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. In Deutschland wird er besonders durch seine Arbeit mit Bertolt Brecht bekannt. In den USA wird Weill wegen seiner Musicals am Broadway gefeiert.
„Kurt Weill – Von Dessau zum Broadway“ führt jedoch nicht nur durch die Musik Kurt Weills, sondern lässt auch den Komponisten selbst und seine Frau Lotte Lenya anhand erhaltener Briefwechsel von seinem Leben und Schaffen erzählen. (Es lesen Ulla und Yehuda Almagor).
Linda Hergarten sang in Opernproduktionen der Deutschen Oper am Rhein, der Oper Köln, dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und mit verschiedenen Philharmonischen Orchestern in Deutschland. Obwohl klassisch ausgebildet, fühlt sich die Sopranistin in vielen verschiedenen Stilen Zuhause. So stand sie u.a. mit der Punk-Band „Die Toten Hosen“ und der „Queen of Metal“ Doro Pesch auf der Bühne. Ihr Interesse an Pop- und Folk-Musik führte sie zudem bis in die Country-Szene der USA.
Der Pianist Jori Schulze-Reimpell studierte Liedbegleitung bei Hartmut Höll in Köln und Dirigieren bei Wolfgang Trommer in Düsseldorf. Noch während seines Studiums komponierte er regelmäßig Bühnenmusiken für verschiedene Theater in Westdeutschland, wie Köln, Bonn und Wiesbaden. Er übernahm 1993 einen Lehrauftrag Gesangskorrepetition zunächst an der Hochschule für Musik Köln und ab 2004 an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Inzwischen ist er Dozent für Korrepetition an der Hochschule für Musik Köln.
Seit vielen Jahren spielt er regelmäßig Vorsingen für Opernagenturen und verschiedene Theater. Außerdem begleitete er zahlreiche Meisterkurse u. a. von Edda Moser und Jeanne Piland in Salzburg und Montepulciano und gab Konzerte als Liedbegleiter.
Karten sind außerdem erhältlich in der Buchhandlung Sonja Vieth und allen reservix-Vorverkaufsstellen https://teatron-theater.de/hauptseite/vorverkauf/ oder an der Abendkasse in der Kulturschmiede Arnsberg, Apostelstraße 5, 59821 Arnsberg, Tel.: 0163-4776899 (ab 1 Stunde vor der Vorstellung).
Die letzten drei Tage waren kurz, aber radfahrtauglich. Gestern Morgen wurde es morgens sehr glatt und ich war erleichtert, als mir auf dem Weg zum Großen Bildchen ein Streufahrzeug entgegenkam und mich mit Salz bewarf.
Auf dem Weg zum Kahlen Asten habe ich am Sahnehang gestoppt und den Schnee auf der Piste fotografiert.
Sahnehang I (foto: zoom)
Sahnehang II (foto: zoom)
Oben auf dem Kahlen Asten sah es überhaupt nicht nach Winter aus.
Im Jahr 2023 wahrscheinlich zum letzten Mal mit dem Rad auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)
Vom Kahlen Asten ging es hinunter nach Winterberg. Von der Bundesstraße 236 aus habe ich einen Blick auf das Skigebiet Kappe geworfen.
Skigebiet Kappe: Klimakrise? Hier doch nicht… (foto: zoom)
Die weißen Kunstschneebänder, auf denen tatsächlich Skifahrer*innen den Hang inmitten des zerstörten Waldgebiets hinunter wedelten, machten einen unwirklichen Eindruck.
Heute Morgen ist das Wetter wieder trüb und grau. Ab 16 Uhr soll es regnen. Für Freitag sehe ich sogar Schneeflocken auf der Niederschlagsgrafik.
Die Spekulationen, ob es eine weiße Weihnacht geben wird, können angesichts der instabilen Wetterlage ins Kraut schießen.
Wie es auch kommt, die Schneeschieber stehen schon lange vor der Tür. Soll er kommen, der Schnee. Wir sind vorbereitet. Die Regenschirme warten ebenfalls im Hausflur. Sicher ist sicher.
Ein Statement von UFZ-Klimaökonom Reimund Schwarze zu den Ergebnissen der COP28
Prof. Reimund Schwarze (Foto: Sebastian Wiedling / UFZ)
Ob der Weltklimagipfel in Dubai ein Erfolg oder ein Misserfolg war, bemisst sich an seiner wichtigsten Aufgabe: Ob die Staaten der Welt beim Klimaschutz real vorangekommen sind. Für die COP28 ist das nicht einfach zu beantworten. Der Gipfel hat versagt, weil er nicht schonungslos an den Ursachen des Implementationsdefizits bei den Nationalen Beiträgen (NDCs) angesetzt hat. Mit der Operationalisierung des Loss-und-Damage Fonds sowie mit der deutlichen Steigerung der Finanzzusagen für Mitigation und Adaptation gibt er aber dringend benötigte Handlungsimpulse.
(Pressemitteilung Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ))
Nach jedem Weltklimagipfel stellt sich die Frage, ob dieser ein Erfolg oder Misserfolg war. Das ist nicht anders bei der gerade beendeten COP28 in Dubai. Um eine sinnvolle Antwort geben zu können, müssen wir uns auf die Kernaufgabe des diesjährigen Gipfels konzentrieren.
Und das war die globale Bestandsaufnahme, der „Global Stocktake“. Acht Jahre nach der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens sollte der „Stocktake“ die Staaten darüber informieren, wie ihre nationalen Klimaziele und Aktivitäten verbessert und erweitert werden können. Der Artikel 14 des Pariser Vertrags verpflichtet die Staaten auch, die internationale Zusammenarbeit auszubauen und zwar in allen drei Säulen der Klimapolitik – dem Klimaschutz im engeren Sinne, der Klimaanpassung und der Klimafinanzierung. Was hat der „Global Stocktake“ nun diesbezüglich geleistet?
Der Rückblick auf die letzten acht Jahre zeigt: Zwar hat das Pariser Abkommen seit seiner Annahme durch die gewählten Ziele und das Signal der Dringlichkeit des Handelns in der Klimakrise eine nahezu universelle Bewegung für Klimaaktivitäten hervorgebracht, aber es sind eindeutig mehr Anstrengungen nötig.
Dazu braucht es nicht nur einzelne Projekte und Maßnahmen, sondern erforderlich sind eine Systemtransformation, Resilienz gegenüber dem Klimawandel sowie eine unablässige Minderung der Emission aller Treibhausgase.
„Die globalen Emissionen liegen nicht auf einem Pfad, der mit dem 1.5°C-Ziel kompatibel ist“, stellt der Stocktake (Synthesis report S. 5) unmissverständlich klar. Die noch bestehende Lücke zu einem Paris-konformen Emissionspfad liegt bei etwa 20 bis 23 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent. Das ist knapp die Hälfte der derzeitigen jährlichen Treibhausgasemissionen der Welt.
Handeln ist also mehr als nötig. Das betrifft sowohl eine Erhöhung der nationalen Klimaziele, der Ambitionen, als auch die schwache Umsetzung des Versprochenen, die Implementation. Beides wird in der globalen Bestandsaufnahme (Synthesis report S. 16) klar angesprochen.
Ambitions- und Implementationslücke
Schauen wir auf den Gipfel zurück, so ist augenscheinlich, dass viel über die Ambitionserhöhung gestritten wurde, aber wenig über das Defizit gesprochen wurde, das Zugesagte auch umzusetzen. Was aber nützt mehr Ehrgeiz bei den Klimazielen, wenn es beim Vollzugsdefizit bleibt.
Der Synthese-Bericht zur globalen Bestandsaufnahme veranschlagt beide Lücken – die aus der Ambition und die aus der Implementierung – in etwa gleich groß.
Danach haben die gesteigerten Klimaziele der Länder über die vergangenen Jahre hinweg die Emissionslücke um 15 bis 33 Prozent (Synthesis report S. 17) verringert. Aber der Fehlbetrag zwischen den angekündigten und den umgesetzten nationalen Klimazielen (den National Determined Contributions – NDC) liegt überschlägig bei 10 bis 20 Prozent, ist also nahezu ebenso groß wie die Ambitionslücke.
Von Anfang an wurde der Global Stocktake auf der COP28 auf die Aufgabe verkürzt, die Ambition zu erhöhen. Die Frage, die über Top oder Flop des Gipfels entscheiden sollte, war der Entscheid darüber, ob sich die Länder auf einen Ausstieg („Phase out“) oder ein Ausschleichen („Phase down“) fossiler Brennstoffe festlegen. Das Ergebnis nach zähem Ringen ist ein bunter Wünsch-dir-was-Katalog: „Die Abkehr von sämtlichen fossilen Brennstoffen im Energiesystem“, einschließlich Erdöl und Erdgas, „in einer gerechten und ordnungsgemäßen Weise, die in diesem Jahrzehnt beschleunigt erfolgen und bis 2050 zur Netto-Nullemission führen soll. Die Wahl des Pfades soll in Abstimmung mit der Wissenschaft passieren. Das Zauberwort „Ausstieg“ ist damit nicht im Abschlusstext enthalten. Alle Nullemissions- und Geringemissionstechnologien („zero- and low emission technologies“) sind dafür unter Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten möglich, wie z.B. Erneuerbare Energien, die Kernenergie, aber auch traditionelle Energieträger, wenn sie mit der Kohlenstoffverbringung (CCS) oder Kohlenstoffentnahme (CDR) gekoppelt sind, besonders in Sektoren wie der Stahlproduktion, wo die Zielerreichung schwierig und teuer werden wird.
Unstrittig war, dass die Erzeugungskapazität erneuerbarer Energien bis 2030 verdreifacht werden soll und die Energieeffizienz doppelt so schnell zu verbessern ist wie bisher. Dieses Energiepaket allein wird aber aus Sicht der Wissenschaft nicht reichen. Die Staaten werden daher aufgefordert, nach Möglichkeit den Methanausstoß schon bis 2030 zu verringern. Ein konkretes Methanreduktionsziel ist aber im Abschlussdokument nicht enthalten. Der Übergang zu Null- oder Geringemissions-Fahrzeugen im Verkehr soll im Einklang mit der Erneuerung der Infrastrukturen, z.B. dem Aufbau von Schienen- und Ladesäulennetzen, von den Ländern vorangetrieben werden. Subventionen von fossilen Brennstoffen soll es nicht mehr geben, allerdings nur wenn diese „ineffizient“ sind. Brückentechnologien, sprich Erdgas, können aus Gründen der Energiesicherheit weiter eine Rolle in den nationalen Energiesystemen haben. Also für jeden was dabei! Es hängt alles vom guten Willen der Länder ab, ob und was damit erreicht wird.
Wirksame Mittel gegen das Nichtstun
Mir scheint diese Debatte um weitere hehre klimapolitische Ziele allerdings ohnehin zu kurz gesprungen. Nur eine schonungslose Analyse des Nichtstuns, also des Vollzugsdefizits, kann uns nach der schwachen Leistung der letzten acht Jahre weiterhelfen. Dazu aber wurde auf den Gängen und in den Sälen von Dubai praktisch gar nicht diskutiert.
Deshalb spreche auch ich am Ende einen Wunsch aus: Wir brauchen eine wirksame globale Bepreisung von CO2 und anderen Treibhausgasen. Nur das schafft wirksame Vollzugs- und Handlungsanreize. Leider steht diese Aufgabe nicht im Pariser Abkommen. Auch die entsprechenden Initiativen – sie heißen hier „Climate clubs“ – haben dies nicht zum Ziel.
Damit bleibt der Weltgemeinschaft nur ein weiteres Mittel: Die Klimafinanzierung als Treiber und großer „Ermöglicher“ von Klimaaktivitäten. Diese Forderung findet sich auch im Stocktake-Bericht. Dieser beschreibt die Klimafinanzierung als „entscheidendes Mittel zum Vollzug“ (Synthesis report S. 32-39) auf vielen Seiten, nicht nur in einem eigenen Kapitel, sondern an vielen anderen Stellen, insbesondere, wenn es um die fehlende Anpassungsfinanzierung geht (Synthesis report, u.a. Paragraph 169).
Viel ist dort auch die Rede von privater Ko-finanzierung und innovativen Instrumenten, wie beispielsweise Klimaversicherungen. Aber als Ökonom muss ich feststellen: Privates Kapitel wird nur dann in die Klimafinanzierung, vor allem von Klimaanpassung und die Vermeidung von Klimaschäden gelenkt werden, wenn neben den Risiken wie zunehmenden Unwettern auch regulatorische Risiken z.B. die Haftung für Klimaschäden und die Wirkung von Preissprüngen am Emissionshandelsmarkt (wie z.B. 2021/2022 im EU-Emissionshandel auf über 100 US-Dollar pro Tonne CO2eq) bei der privaten Investitionsentscheidung einfließen. Das aber erfordert eine wirksame CO2-Bepreisung, die sich an den Schäden und den Kosten der Risikobewältigung bemisst. Sonst funktioniert diese Verbindung von öffentlichen und privaten Aufgaben nicht.
Hat die COP28 also versagt? Ich komme zu einem klaren „Jein“. Ja, der Gipfel hat versagt, weil er nicht schonungslos an den Ursachen der im Stocktake identifizierten Ambitions- und Implementationslücke angesetzt hat. Nein, denn die COP hat mit dem funktionierenden Start des Loss-und-Damage Fonds sowie mit der deutlichen Steigerung der Finanzzusagen für Mitigation und – im geringeren Umfang – auch Adaptation zur Ermöglichung eines dringend nötigen Handlungsimpulses beigetragen.
Der Sonntagmorgen war wie verhext. Überall schien die Sonne. Aber hinter Neuastenberg legte sich Nebel über das Höhendorf Langewiese.
Am Ende hatte ich die Wahl zwischen trüben, dunstigen und verschwommenen Bildern. Immerhin fehlen für das kleine Projekt 1235Winterberg nur noch Niedersfeld und Neuastenberg.
Der Spaßfaktor wäre gering geblieben, hätte ich nicht ein paar kleine Details am Wegrand entdeckt.
Eine dem schlechten Wetter angemessene Haltung (foto: zoom)
Es waren nicht viele Spaziergänger*innen unterwegs.
Sonntagsidyll (foto: zoom)
Straßenkreuzung ohne Verkehr und Fußgänger*innen.
Denkmal für die Löffelmacher (foto: zoom)
Über die Büste des Löffelmachers mit dem strengen Blick habe ich mich gefreut, weil der Dunst in den Hintergrund trat.
Bäckerei und Konditorei Gerke. (foto: zoom)
Ein Kaffee hätte mir geschmeckt, aber das Geschäft in Langewiese hatte geschlossen.
Die Sonne blieb verborgen (foto:zoom)
Weiter ging’s.
Blick in einen Vorgarten (foto: zoom)
Ein Gnom oder großer Zwerg? Diese Art von Holzschnitzerei habe ich schon häufiger gesehen.
Hellblaue „Paprika“ mit Scheune (foto: zoom)
Fremdenverkehr und Landwirtschaft prägen den Ort.
Lage: Ortsausgang Richtung Neuastenberg, rechts an der Hauptstraße (foto: zoom)
Die Tankstelle: Diesel, Super, Super plus.
Grau in grau – das Laternentrio. (foto: zoom)
Es hätte sich gut gemacht, wären die Laternen beleuchtet gewesen. So ging es ohne Licht und Schatten weiter.
Sind das schottische Hochlandrinder? (foto: zoom)
Am Ende des Spaziergangs entdeckte ich noch Leben im Ort: neugierige Rinder.
In Langewiese ist die evangelische Kirche größer als die katholische Kapelle. Eine Besonderheit. Langewiese liegt auf der Grenze des ehemaligen katholischen Erzbistums Köln und des protestantischen Wittgenstein.
Martin-Luther-Kirche (foto: zoom)
Bis zum 1. Januar 1975 gehörte der Ort zum Kreis Wittgenstein und wurde dann in die Stadt Winterberg eingegliedert. Daher ist Langewiese einer der wenigen evangelisch geprägten Orte im Hochsauerlandkreis.
Aus dem Radcomputer herauskopiert. Das A ist unter dem B verborgen. (screenshot: zoom)
Eigentlich wollte ich den heutigen Tag ganz gemütlich angehen, aber als morgens die Sonne schien und die Temperaturen auf 7°C kletterten, habe ich das Fahrrad aus dem Keller geschoben, die Kette geölt und den Reifen vier Bar gegönnt.
Die Touren im Hochsauerland entwickeln sich meist von Abzweigung zu Abzweigung. Das Ergebnis ist die blaue Linie auf dem Screenshot oben.
Auf der Höhe kurz hinter Einhaus. Hinten geht es nach Remblinghausen hinunter. (foto: zoom)
Der Start ‚A‘ ist identisch mit dem Ende ‚B‘ und wird von diesem verdeckt. In Bestwig habe ich mich in den Zug nach Siedlinghausen gesetzt, denn wofür habe ich das Deutschlandticket? Während ich sonst nie Probleme hatte mit dem DB-Navigator eine Fahrradtageskarte zu buchen, bin ich heute gescheitert. Der Lokführer hat es auch nicht hinbekommen, der Schaffner abgewunken. Keine Ahnung, was seit den letzten Updates passsiert ist. Die Navigation in der App erscheint mir reichlich wirr. Ende Oktober war es mir noch gelungen, ein „FahrradT24“-Tagesticket auszuwählen, jetzt finde ich es nicht mehr. Genug gejammert.
Kurz angehalten und den Blick über Remblinghausen festgehalten. (foto: zoom)
Von Remblinghausen kann man eine kleine Schleife über Beringhausen fahren. Dort herrscht kaum Verkehr und es ist idyllischer als der kurze Weg neben der Hauptstraße nach Meschede.
Schon seit Jahren (!) hatte ich vor, in Beringhausen zur alten Veramed-Klinik hoch zu radeln. Wenn nicht heute, wann dann? Noch ein paar Jahre warten?
Diese Laube stammt wahrscheinlich noch aus den Zeiten der alten „Heilklinik“. (foto: zoom)
Vor mehr als zwei Jahrzehnten war ich zum ersten und bislang einzigen Mal an der Klinik gewesen. Damals war es eine Krebsklinik hoch oben im Wald, heute ist es eine Ruine – Betreten verboten. Nach der Insolvenz flatterten die Patient*innenakten ungeschützt im Klinikgebäude herum, während Urbexe das faszinierende Innenleben des Klinikgebäudes fotografierten. Wenn man in die Suchleiste des Blogs „Veramed“ eingibt, müssten noch einige Artikel aus der damaligen Zeit zu finden sein.
Die alte Veramed-Klinik – heute eine Ruine (foto: zoom)
Den Klinik-Besuch konnte ich heute endlich abhaken und ein Foto (s.o.) aufnehmen. Auf dem Rückweg ist mir die Bushaltestelle aufgefallen. Station: Heilstätte. Wenn ich diesen Begriff lese, muss ich unmittelbar an den Tod denken.
Beim Begriff „Heilstätte“ habe ich stets ein unwohles Gefühl. (foto: zoom)
Der Rest der Tour war die übliche Routine: Herhagen, Meschede, Velmede, Bestwig. Mit dem Zug bis Siedlinghausen. Vom Bahnhof die letzten zwei Kilometer nach Haus und zack waren 48 Kilometer zusammen. Trotz Pedelec fühle ich mich erschöpft und müde und freue mich auf das Buch von Patti Smith.
Die Rolläden sind nun auch in Siedlinghausen geschlossen. Schrödingers Katze habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Vom Tag gibt es nichts zu berichten. Same procedure as every day. Bei HIT in Olsberg war ich der einzige mit Maske. Auch schon Routine. In der warmen Luft beschlägt die Brille. Also stecke ich sie weg und studiere den Einkaufszettel mit bloßem Auge. Von Einkauf zu Einkauf wächst meine Sehstärke und die Buchstaben werden klarer: Äpfel, Kartoffeln, Champignons, Clementinen, Lebkuchenherzen … Ein Wunder, so kurz vor Weihnachten. Wenn das meine Augenärztin wüsste.
Heute Abend freue ich auf das Buch von Patti Smith. M Train liegt schon seit ein paar Tagen auf meinem Nachttisch. Gleich wird durchgestartet – mit Brille im trüben Licht der Stehlampe.
Zitat Henning Mankell (R.I.P.):
„This book is brilliant. A poetic, energetic search for the secret links between life and art – and coffee“
Rolläden runter. Niemand guckt raus, keiner guckt rein. Wie geht es Schrödingers Katze? (foto: zoom)
Heute Morgen habe ich eine Menge Pläne, hoffe allerdings, dass meine eigene Cancel-Culture den Großteil verbietet, verliert, abschafft oder einfach vergisst.
Während ich diesen Beitrag tippe, sind mir die zwei wichtigsten Vorhaben entfallen.
Noch dieser eine Absatz, und der Tag kann beginnen. Falls es etwas zu berichten gibt, heute Abend hier im Blog.
Abschiedsfoto: Kreiskämmerer Peter Brandenburg (li.) und Landrat Dr. Karl Schneider (Foto: Pressestelle HSK)
Kämmerer Peter Brandenburg war zufrieden, als am Freitag, dem 8. Dezember, der Kreishaushalt 2024 durch den Kreistag verabschiedet wurde. Es war der letzte von Brandenburg aufgestellte Kreishaushalt und sein letzter Arbeitstag, da er mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand gehen wird.
(Pressemitteilung HSK)
Landrat Dr. Karl Schneider bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Kreiskämmerer Peter Brandenburg genoss hohes Ansehen nicht nur in der Kreisverwaltung und im Kreistag, sondern auch bei den zwölf Städten und Gemeinden und darüber hinaus. Er hat immer die Weiterentwicklung des Kreises im Fokus gehabt.“
Der berufliche Werdegang von Brandenburg begann am 1. Mai 1980 beim Hochsauerlandkreis. Fast 40 Jahre war der Briloner nach seiner Ausbildung in der Kämmerei tätig und über 21 Jahre davon als Kämmerer. Für eine mögliche Gründung einer Energiegesellschaft steht der 64-Jährige der Kreisverwaltung zeitweise noch zur Verfügung. Seine freie Zeit wird er künftig mit seinen Enkelkindern sowie mit Wandern, Radfahren und Reisen verbringen.
Als Nachfolger wurde bereits in der Junisitzung des Kreistages Manuel Sellmann bestellt, der sein Amt als Kämmerer am 1. Januar 2024 antritt.
Nur noch ein paar Meter durch den Kahlschlag bis zum Ortseingangsschild (foto: zoom)
Das Wetter in Siedlinghausen war gestern sonnig und so bin ich für mein kleines Projekt 1235Winterberg voller Vorfreude auf Licht und Schatten in den Ortsteil Lenneplätze gefahren. Oben angekommen empfing mich ein unfotogener trüber Dunst.
Trotzdem, der Plan wird – rain or shine – durchgezogen. Übrig sind jetzt noch Niedersfeld, Neuastenberg, Langewiese. Mit etwas Zeit und Glück schaffe ich die drei restlichen Orte bis Ende Dezember.
Der Schnee der vergangenen Tage (foto: zoom)
Lenneplätze hat mit Stand 30. Juni 2022 ganze 50 Einwohner*innen.
Überall stehen Ferienhäuser und Hütten im Wald oder in dem, was vom Wald übrig ist. (foto: zoom)
Von den 50 Bildern, die ich auf meinem kleinen Spaziergang entstanden sind, habe ich 28 entwickelt, und von diesen wiederum zwölf ausgewählt. Zählt nach. Es müsste stimmen.
Damit ihr wisst, wo ihr ungefähr seid (foto:zoom)
Durch Lenneplätze komme ich normalerweise husch, husch mit dem Fahrrad vom Kahlen Asten hinunter Richtung Neuastenberg/Mollseifen oder Girkhausen.
Eine Villa auf der Höhe (foto: zoom)
Auf der Höhe hinter der oben abgebildeten Villa verläuft der Rothaarsteig.
Hier ist noch einmal der Winter zu bestaunen. (foto: zoom)
In anderer Stimmung hätte ich vielleicht andere Fotos ausgewählt, aber was soll’s. Das Kriterium lautet 12 Bilder mit 35 mm Festbrennweite. Kein Schönheitswettbewerb. Der Zufall regiert. Abgerechnet wird am Schluss.
Die Ernte (foto: zoom)
Typische Pflanzenwelt des Hochsauerlandes (foto: zoom)
Ich schreibe besser Ironie dazu, sonst denkt ihr noch, ich hätte von Botanik überhaupt keine Ahnung. Wozu? Zum oberen Bild.
Durch die kleine Allee zum Eigenheim (foto: zoom)
Wie es ein Bekannter bemerkte: Hier kann man noch für kleines Geld groß bauen. Und für großes Geld ganz prächtig.
Blick hinunter in die Ortsmitte auf den Gasthof Zur Glocke (foto: zoom)
Die Stäbe zeigen bei hoher Schneedecke den Verlauf der Straße an. Ohne sie würde der Schneepflug frühmorgens im Vorgarten landen.
Ein verspieltes Ecktürmchen (foto: zoom)
Ob in dem Türmchen wirklich mal jemand sitzt? Genießer*innen des Ausblicks oder des Augenblicks? Turteltäubchen?
Bis zum nächsten Mal, wenn die Sonne scheint (foto: zoom)
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