Heute nur ein Bild

oder auch ein zweites

Bank am Waldweg Richtung Kriegerdenkmal (foto: zoom)

Heute habe ich mich nicht weit von zu Hause entfernt. Selbst in den Nebenstraßen unseres Winterberger Ortsteils stauten sich zeitweise die Autos der Skitourist*innen. Es genügte mir, ein bisschen Schnee zu schippen, spazieren zu gehen und im Physio-Fit auf dem Ergometer zu pedalieren.

Während ich auf dem Liegerad in der Mucki-Bude saß, habe ich mir die neue Podcast-Folge The Coffee Klatch von Robert Reich angehört[1]. Es war zwar die brandaktuelle Sendung von heute, aber die Invasion Venezuelas durch die USA samt Entführung von Maduro, die zu diesem Zeitpunkt gerade bekannt wurde, ist noch nicht eingearbeitet. Das politische Gespräch zwischen Robert Reich und Heather Lofthouse habe ich trotzdem, wie eigentlich stets, mit Interesse verfolgt. Ich bin gespannt, wie die beiden die Ereignisse im nächsten Podcast aufarbeiten werden.

Auf halbem Weg zum Physio-Fit: Blick über Siedlinghausen, links die katholische Kirche (foto: zoom)

Der Rest des Tages war dem Nachrichten-Konsum gewidmet. Wie wird auf Mastodon getrötet? Was schreibt der Guardian? Wie präsentiert sich Trump in seiner Pressekonferenz um 17 Uhr?

Auffällig war, dass Trump seine Worte vom Blatt ablas, den Kopf oft halb gesenkt, die Worte monoton lallend (nuschelnd?), vom Kernthema abschweifend, altbekannte Topoi wiederholend, müde. Kein Ausbund von Vitalität. Hegseth hingegen giftig aggressiv. An dieser Stelle der PK angekommen, habe ich mich aus der CNN-Übertragung heraus geklickt.

Verstanden habe ich: es geht um die Ölvorräte Venezuelas, Drogen sind ein Vorwand. Ich bin gespannt, ob Maduro so relativ geräuschlos von der politischen Bildfläche verschwinden wird wie bspw. Manuel Noriega, Betonung auf relativ.


[1] Im verlinkten Coffee Klatch ist ein Video zu sehen. Ich habe mir den Podcast mit der Smartphone-App AntennaPod abonniert. Da gibt es nichts zu gucken, nur zuzuhören.

Keine gute Idee: mal eben nach Winterberg

Stau auf der Nebenstrecke L 740 vor dem ersten Kreisverkehr in Winterberg (foto: zoom)

„Kannst du mich mal eben bei Edeka in Winterberg abholen?“
„Kein Problem. Mache ich.“

Ein Satz mit „x“: das war wohl nix.

Ich hatte völlig verdrängt, dass heute alle Welt nach Winterberg ins Skigebiet fährt. Stau vor dem ersten Kreisverkehr in Winterberg. Geduld. Warten.

Zum Glück musste ich geradeaus Richtung Bahnhof und nicht mehr weiter zum zweiten Kreisverkehr und zur Remmeswiese fahren.

K2 abgeholt. Bin wieder zu Hause.

Das Schwimmen in Winterberg wird gestrichen. Die Tourist*innen kommen auch ohne mich klar.


Umleitung: AfD, Faschismus, Volkstrauertag, WhatsApp, Naturschutz, Stadtbild, Microsoft und mehr

Wandbild in der Hall of Fame am HoPla in Kassel (foto: zoom)

AfD-Parteijugend: Zwischen konformistischer Rebellion und SS-Treueschwur … belltower

Partei ohne Mäßigung: In der »Alternative für Deutschland« (AfD) toben bereits die innerparteilichen Machtkämpfe um die Gunst der noch zu gründenden neuen Jugendorganisation. Weder bei ihr noch in der Partei ist eine vermeintliche Mäßigung in Sicht – noch nicht einmal taktischer Art … derrechterand

Der neue Faschismus und seine Zerstörungslust: Kevin Roberts, Vordenker der Agenda zum Umbau der US-Gesellschaft in einen autoritär-faschistischen Staat, hat kurz vor der Wahl von Donald Trump unmissverständlich formuliert, dass es nicht darum geht, die Institutionen der liberalen Demokratie zu reformieren, sondern sie zu zerstören … revierpassagen

Volkstrauertag 2025: Thüringer AfD mit Geschichtsverzerrung und Friedensrhetorik … geschichtestattmythen

Von Emojis zum Mega-Datenleck: Forscher*innen aus Österreich entdeckten die freie Verfügbarkeit von 3,5 Milliarden WhatsApp-Profilen. Wie es zu dem spektakulären Fund kam und wie Meta auf ihre Warnung reagierte, erzählt Aljosha Judmayer, Co-Autor der Studie zum Datenleck … netzpolitik

Anleitungswahn (Satire): Das gesamte Interwebnetz, also die ganze Welt ist mittlerweile voll mit Tutorials, Handreichungen und eindringlichen Erklärungen, wie man Bleistifte spitzt, Blumen umtopft oder Kartoffeln schält. Gut, Parkett verlegen im Alleingang ist schon nicht ganz einfach, aber … zynaesthesie

Zurück zur Natur? Wie Naturschutz mit Vergangenheit Politik macht … geschichtedergegenwart

Stillstand, aber technologieoffen: Die schwarz-rote Koalition will das EU-weit beschlossene Enddatum für Neuwagen mit Verbrennungsmotor kippen. Statt klare Signale an Kaufwillige und die Autoindustrie zu geben, fährt sie weiter einen fatalen Kurs des Zögerns … klimareporter

Stadtbild-Debatte: Die Stadt hat ein kaltes Herz / Die autogerechte Innenstadt, verschwindender Einzelhandel, einfallslose Architektur … mitwelt

Wie Microsoft Euch verrät: Seit einiger Zeit schon versucht Microsoft mit Nachdruck, Euch in die Cloud zu zwingen. Jetzt legt Microsoft aber noch einen nach … unkreativ

Nachhaltige Tannen: Das ÖkoNetzwerk in Dortmund startet wieder Bio-Baumverkauf … nordstadtblogger

Mit dem Rad zum Kahlen Asten

Nach acht Kilometern am Großen Bildchen (foto: zoom)

Wenn die Temperatur Ende November am Morgen bei +8 °C liegt, werde ich schon einmal nervös. Soll ich mich warm anziehen und das Rad aus dem Keller holen?

Bis auf den Nebel gab es heute keinen Niederschlag, und da ich sowieso etwas in Winterberg zu erledigen hatte, habe ich schließlich in die Pedalen getreten.

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Schwächere CO2-Vorgaben – VCD kritisiert Rolle rückwärts beim Klimaschutz

Union und SPD haben sich heute Nacht auf eine Schwächung des Klimaschutzes im Verkehr geeinigt: Die Bundesregierung will sich in Brüssel dafür einsetzen, die CO2-Vorgaben ab 2035 abzuschwächen. Damit legt die Bundesregierung die Axt an den Klimaschutz im Verkehr und bremst die E-Mobilität aus, kritisiert der ökologische Verkehrsclub VCD.

(Pressemitteilung VCD)

„Die Bundesregierung müsste alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Elektromobilität volle Fahrt aufnimmt“, sagte die VCD-Bundesvorsitzende Christiane Rohleder. „Stattdessen macht sie eine Rolle rückwärts. Das schadet dem Klimaschutz und unserer Industrie gleichzeitig.“ China habe längst verstanden, dass die Zukunft elektrisch ist. „Es untergräbt auch die Planungssicherheit, wenn beschlossene EU-Regelungen gleich wieder in Frage gestellt werden. Den Schaden haben die Unternehmen, die im Vertrauen auf diese Regelungen investiert haben.“

Rohleder sieht in den angestrebten Änderungen eine Mogelpackung, da Plug-In-Hybride im Realbetrieb dreimal mehr CO2 ausstoßen, als die Werbung verspricht: „Auch nach 2035 sollen sogenannte ‚hocheffiziente Verbrenner‘ zulässig sein, wenn sie mit E-Fuels oder Biosprit betrieben werden. Doch E-Fuels werden auch künftig rar und teuer bleiben, und sie werden dort benötigt, wo andere Lösungen schwierig sind – etwa bei Flugzeugen.“ Besonders fatal sei der stärkere Einsatz von Agrokraftstoffen: „Getreide gehört auf den Teller und nicht in den Tank“, so Rohleder. „Zumal der Klimanutzen zweifelhaft ist.“

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Tempo 30 leicht gemacht – VCD präsentiert Soforthilfe-Ratgeber für mehr Verkehrssicherheit

Soforthilfepapier des VCD (Screenshot)

Der 16. November ist Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer – Anlass für den ökologischen Verkehrsclub (VCD), einen neuen Tempo 30-Soforthilfe-Ratgeber(PDF) zu veröffentlichen. Denn die Einführung von Tempo 30 ist eine der wirksamsten Maßnahmen für einen sicheren Verkehr. Das Papier baut auf dem aktuellen Straßenverkehrsrecht auf und soll Kommunen wie engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort praktische Wege zur Einführung von Tempo 30 an die Hand geben. 

Die Unfallzahlen bleiben hoch, jedes Jahr sterben Tausende auf deutschen Straßen. Viele von Ihnen sind zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs – und hätten ein dreifach geringeres Sterberisiko, wenn Tempo 30 gelten würde. Untragbare Zustände, kritisiert Anika Meenken, Fachbereichsleiterin Mobilität beim VCD: „Das große Leid der Opfer und Hinterbliebenen mahnen jedes Jahr aufs Neue: Es muss endlich schneller gehen mit der allgemeinen Einführung von Tempo 30 innerorts!“

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Gefährliches Gehwegparken: VCD ruft dazu auf, Engstellen durch parkende Autos zu melden

Vielerorts behindern zugeparkte Gehwege Fußgängerinnen und Fußgänger beim Durchkommen und sind vor allem für Rollstühle und Kinderwagen ein Problem. Deshalb ruft der ökologische Verkehrsclub VCD Bürgerinnen und Bürger dazu auf, enge und gefährliche Gehwegabschnitte über ein Online-Tool zu melden. Die Mitmach-Aktion startet am Montag, den 20. Oktober. Die gesammelten Meldungen werden nach Abschluss der Aktion in einer Online-Karte veröffentlicht, um Risiken sichtbar zu machen, kommunale Verantwortliche zu informieren und den Druck auf Politik und Verwaltung zu erhöhen. 

(Pressemitteilung VCD)

Gehwege sind für Menschen da – nicht für Autos. Dennoch werden sie vielerorts von parkenden Fahrzeugen blockiert, sodass kaum noch Platz für Zufußgehende, Menschen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen bleibt. Der VCD will das ändern und ruft mit seiner Mitmach-Aktion „Freie Gehwege“ dazu auf, gefährlich enge Gehwegabschnitte zu melden.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, erläutert: „Wenn Gehwege zugeparkt sind, wird das zur echten Gefahr – besonders, wenn man auf die Straße ausweichen muss, weil man mit dem Rollstuhl, dem Rollator oder dem Kinderwagen unterwegs ist. Auch Kinder mit Fahrrad, die bis acht Jahren auf dem Gehweg fahren müssen, sind gefährdet. Jede Meldung hilft, Druck auf die Kommunen aufzubauen und sichere Wege für alle zu schaffen.“

Über ein Online-Formular können Bürgerinnen und Bürger Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren. Die gemeldeten Stellen werden auf einer Online-Karte sichtbar gemacht und vom VCD an die zuständigen Kommunen weitergegeben – mit der Aufforderung, Maßnahmen zu prüfen und das Gehwegparken dort zu unterbinden. Ziel ist es, Gehwege wieder sicher und barrierefrei nutzbar zu machen.

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Was wird aus den Bahnhaltepunkten Oeventrop und Freienohl?

In den letzten beiden Jahren sind mehrere Millionen in die Haltepunkte Oeventrop und Freienohl investiert worden. U.a. wurden die Bahnsteige auf 76 cm erhöht, so dass nun barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich ist. Doch nun soll diese Haltepunkte erheblich an Bedeutung verlieren. Denn der für den Schienenpersonenverkehr zuständige Zweckverband NWL und die Deutsche Bahn haben angekündigt, dass die Züge der Linie RE 57 (Dortmund – Warburg/Winterberg) bis auf weiteres dort nicht mehr halten sollen.

(Der Beitrag ist heute auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Grund sind vier Langsamfahrstellen, die durch marode Bahnbrücken ausgelöst werden (z.B. die Röhrbrücke in Arnsberg-Hüsten). Diese führen zu regelmäßigen Verzögerungen im Fahrplan von 6 bis 8 Minuten, die durch den Ausfall der beiden Halte (teilweise) kompensiert werden sollen.

Der HSK ist in den Gremien des NWL vertreten; leider nicht durch Mitglieder der SBL-Fraktion.

Die SBL hat zu diesem Thema eine schriftliche Anfrage an den Landrat eingereicht, die wir hier auszugsweise samt der Antworten vom 29.08.2025 dokumentieren.

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Alternativen zum “Abschalten” der benachbarten Bahnhöfe Oeventrop und Freienohl

Zu den Planungen für die Bahnhöfe Oeventrop und Freienohl hat die SBL-Kreistagsfraktion die folgende Anfrage an den Landrat gestellt:

(Der Beitrag ist am 24. August auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

“Sehr geehrter Herr Landrat,

nach aktuellen Berichten der Lokalpresse sollen bald die Züge, die von und nach Dortmund durch den HSK fahren, nicht mehr in den Bahnhöfen Oeventrop und Freienohl halten, also in zwei benachbarten Bahnhöfen im Kreisgebiet. Beide Bahnhöfe wurde vor kurzem aufwendig modernisiert. Gründe für die angekündigte Einschränkung sind mehrere marode Bahnbrücken auf der Strecke, die zu Langsamfahrstellen und damit zu Verzögerungen im Fahrplan führen. Im Ergebnis wird sich dadurch die Qualität des SPNV-Angebots im HSK weiter verschlechtern. Dazu trägt auch die völlig mißglückte Planung für die Sanierung des Elleringhauser Tunnels bei, die für mindestens 8 Jahre zu drastischen Einschränkungen des Bahnverkehrs führen wird.

Die Situation der ÖPNV im Kreisgebiet wird bereits dadurch verschlechtert, dass gerade erst vom Kreistag – auf Vorschlag des Landrats und der Kreisverwaltung – der größte Kahlschlag im Linienbusangebot in der Geschichte des HSK beschlossen wurde (z.B. Linien 382, 391, 335, S50, R74, R21).

Der VCD Hochsauerland hat sich auf seinem letzten Treffen mit der Situation an den beiden Bahnhöfen befasst und folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Brücken schneller sanieren.
  • Einzelne Sanierungsmaßnahmen vorziehen.
  • Parallelstrecke als Umleitung für Röhrbrücke in Hüsten einrichten (Nutzung der vorhandenen WLE-Strecke).
  • Fahrplan von und nach Dortmund anpassen (Wendezeit verkürzen durch spätere Ankunft und frühere Abfahrt).
  • Auch Halte im Bahnhof Wickede ausfallen lassen, als Alternative zum Ausfall der Halte nur in Oeventrop UND Freienohl.

Dazu stelle ich folgende Fragen:

  1. Wie waren Landrat und Kreisverwaltung in diese Maßnahme eingebunden?
  2. Wie hat sich der Landrat gegenüber NWL und Deutscher Bahn dazu geäußert?
  3. Unterstützt der Landrat den Vorschlag des VCD, die Haltausfälle auf Bahnhöfe in den Kreisen Soest und HSK gleichmäßig zu verteilen statt nur im HSK, und was unternimmt er deswegen?
  4. Wie steht der Landrat zu den anderen Vorschlägen des VCD Hochsauerland?”

BBL-Radtour zum Lörmecketurm

Der Lörmecketurm an der höchsten Stelle des Naturparks Arnsberger Wald. (archivfoto: zoom)

Auch in diesem Jahr bietet die Briloner Bürger-Liste (BBL) wieder eine Radtour an. Treffpunkt ist am Sonntag, 17. August, um 14:00 Uhr am Markt in Brilon.

(Pressemitteilung BBL)

Von dort aus geht es zum Lörmecketurm, nördlich von Eversberg. Der Lörmecketurm ist 35 Meter hoch und steht an der höchsten Stelle des Naturparks Arnsberger Wald, nahe der Kreisgrenze zwischen Hochsauerlandkreis und Kreis Soest. Die Streckenlänge der Tour beträgt (mit Rückweg) ca. 36 km.

Wie immer, sind alle Interessenten zum Mitfahren eingeladen. Pausen gehören auch zum Programm.

Weitere Auskünfte zur Radtour per Mail unter info@briloner-buergerliste.de oder telefonisch unter 0157-73888051.