22.07.1968: Mike Bloomfield, Al Kooper & Stephen Stills veröffentlichen „Super Session“-LP

Super Session ist ein Bluesrock-Album des US-amerikanischen Musikers Al Kooper, das er unabhängig voneinander mit den beiden Gitarristen Mike Bloomfield (auf der LP-Version 1. Seite) und Stephen Stills (2. Seite) im Jahr 1968 aufgenommen hatte.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=QaS_MTHqyqc

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Im Frühjahr 1968 hatte Al Kooper die Band Blood, Sweat & Tears nach der Aufnahme des ersten Albums verlassen. Kooper hatte ein Studio in Los Angeles reserviert, und rief Mike Bloomfield an, der sich gerade von seiner Band The Electric Flag trennte und den er von den Aufnahmen zu Bob Dylans Highway 61 Revisited kannte, ob er an einer Jamsession mit Bassist Harvey Brooks, Schlagzeuger Eddie Hoh, und dem Keyboarder Barry Goldberg teilnehmen wolle. Bloomfield sagte zu und sie nahmen in sechs Stunden fünf Stücke auf. Als Mike Bloomfield am nächsten Tag nicht erschien, ersetzte Stephen Stills ihn an der Gitarre. Einige der Stücke wurden von Al Kooper nachträglich mit Bläsern abgemischt.

Die mit Super Session begonnene Zusammenarbeit von Kooper und Bloomfield führte im Anschluss daran zu einer Reihe von Konzerten und zu zwei weiteren Alben: The Live Adventures of Mike Bloomfield and Al Kooper (1969) und dem erst 2003 veröffentlichten Fillmore East: The Lost Concert Tapes.

Links zu YouTube-Clips:

In 1970 erschien das Album Kooper Session: Super Session, Vol. II. Auf dieser LP stellt Kooper den damals 15 Jahre jungen Gitarristen Shuggie Otis vor.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=9OwZWiARbtI

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Okay, bin bekennender „Al Kooper Junkie“. Daher an dieser Stelle noch ein Hinweis auf das in 1995 erschienene Album Soul Of A Man: Al Kooper Live … – das ist quasi ne „Werkschau“ des grandiosen Musikers.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=u79fAGuEKEk

In Memoriam Christa Päffgen aka „Nico“ – *16.10.1938 · †18.07.1988

Ihr Name ist unlösbar mit der Band „The Velvet Underground“ verbunden. Dabei sang sie lediglich drei Songs auf der berühmten Platte mit dem Bananen-Cover. Die Sängerin Nico, geboren als Christa Päffgen in Köln, war einer der ersten Popstars aus Deutschland: Sie modelte in Paris, spielte bei Fellini und gehörte zu Andy Warhols Factory.

https://www.youtube.com/watch?v=9pMuAgsZ2oo
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Nach ihrer kurzen Zeit bei „The Velvet Underground“ wollte Nico sich als eigenständige Musikerin etablieren. Der kommerzielle Erfolg der von ihr initiierten Projekte blieb allerdings aus.

Die Künstlerin war seit frühester Jugend Drogen jeglicher Art nicht abgeneigt. Der exzessive Lebenswandel forderte seinen Tribut; so war der daraus resultierende schlechte körperliche und gesundheitliche Zustand ein Grund für den frühen Tod der Sängerin. Am 18. Juli 1988 stürzte sie bei einer Fahrradfahrt auf Ibiza und starb in Folge eines zu spät erkannten geplatzten Aneurysmas am selben Tag im Krankenhaus.

2017 drehte die italienische Regisseurin Susanna Nicchiarelli den Spielfilm Nico, 1988 mit Trine Dyrholm in der Titelrolle. Das Roadmovie spielt in Paris, Prag, Nürnberg, Manchester, in der polnischen Provinz und an der rumänischen Küste. Es widmet sich den letzten Lebensjahren von Nico.

Der Film erscheint am 18.07.2018 – Nicos Todestag – in den deutschen Kinos.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=38RBdHtWkWo

Filmrezension DLF, 14.07.2018 (Hartwig Tegeler)

30. Todestag der Pop-Ikone Nico – Falten, Verfall, Erinnerungen

Sie war erstes deutsches Supermodel, Schauspielerin, Muse von Andy Warhol und Sängerin der Gruppe „The Velvet Underground“: die Kölnerin Christa Päffgen. Als Nico beflügelte sie die Popkultur, doch ihr Ende war tragisch. Das Roadmovie „Nico, 1988“ gibt Einblick in ihre letzten Lebensjahre.

(…)

„Nico, 1988“, diese filmische Dekonstruktion dieser Ikone der Pop-Kultur, also das Hintersichlassen einer falschen Vorstellung, ist grandios. Und Trine Dyrholm als Nico – wow!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=CZsufFLwMmY

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Und ja, weil qua TagesDatum ins Dekadenraster passend:
(The) Grateful Dead veröffentlichten am 18.07.1968 die ziemlich abgefahrene LP Anthem of the Sun

https://www.youtube.com/watch?v=BkKJnDnAFkE
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… schätze die Scheibe sehr. Stammplatzgarantie für nen Transfer auf ne einsame Insel 🙂

13.07.1973: Bob Dylan veröffentlicht „Pat Garrett & Billy the Kid“-Soundtrack

Pat Garrett & Billy the Kid ist das 12. Studioalbum von Bob Dylan und zugleich der Soundtrack zum Western Pat Garrett jagt Billy the Kid von Sam Peckinpah, dem Dylan das Album widmete.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ZaTCYNOVmnI

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Das Album besteht zum größten Teil aus Instrumentalmusik, mit Ausnahme der Songs Billy, der auf dem Album in vier Varianten vorhanden ist, und Knockin’ On Heaven’s Door, der als Single weltweit erfolgreich war und unabhängig vom Film und dem Soundtrack zu einem der bekanntesten Songs von Dylan wurde.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=cJpB_AEZf6U

 

05.07.1968: Debüt-LP von Creedence Clearwater Revival erscheint

Creedence Clearwater Revival ist das erste Studioalbum der gleichnamigen – später fast durchgängig unter dem Akronym „CCR“ gehandelten – BluesRock-Band aus El Cerrito / Berkeley (San Francisco Bay Area, Californien).

Die LP enthält acht Songs. Die fünf von John Fogerty verfassten Titel lassen dessen überragendes Talent als Songschreiber erkennen. Highlights der Platte (und mittlerweile Klassiker des Rock) sind allerdings die Cover-Versionen von Suzie Q (Original: Dale Hawkins) …

https://www.youtube.com/watch?v=-S1_cEuImL0
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I Put a Spell on You (Original: Screamin’ Jay Hawkins) und Ninety-Nine And a Half (Original: Wilson Pickett).

Links zu YouTube-Clips der Originalversionen:
» Suzie Q – Dale Hawkins (1957)
» I Put a Spell on You – Screamin’ Jay Hawkins (1956)
» Ninety-Nine And a Half – Wilson Pickett (1966)

In Memoriam Alan „Blind Owl“ Wilson – *04.07.1943 · †03.09.1970

Alan „Blind Owl“ Christie Wilson war ein US-amerikanischer Sänger, Harmonikaspieler, Gitarrist und Komponist, der als Gründungsmitglied der Band Canned Heat bekannt war.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=5j16RlNtyBE

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Alan Wilson, Bob „The Bear“ Hite, Henry „The Sunflower“ Vestine etc. = Canned Heat. Das ist für mich seit Dekaden Mucke für alle Lebenslagen …

Umleitung: vom rechtspopulistischen Stil über Söder zu seltenen Fresken in der gräflichen Gruft und mehr …

Da wird Söder blass vor Neid: Blick vom Kreuzberg in Winterberg am Sonntag Abend (foto: zoom)

Über rechtspopulistischen Stil: In den USA ist – mit zumeist schreckgeweiteten Augen – zu besichtigen, dass es für einen gewissen rechtspopulistischen Politikstil nicht auf Ergebnisse und Problemlösungen ankommt, sondern allein darauf, die Wutschreie ihrer Gegner aufzupeitschen … erbloggtes

Die Datenschutzgrundverordnung und das schwarze Loch: „Seit der Datenschutzgrundverordnung dürfen wir keine Auskünfte über Halter von Kraftfahrzeugen mehr herausgeben“, meinte die nicht sehr motiviert wirkende Mitarbeiterin der Stadt Stuttgart … welchering

Die Definition von Rassismus – inklusive Kulturalismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – von Achim Bühl: „Am Dienstag hatte ich die Freude einer Lesung aus “Islam in der Krise” in der evangelischen Lukasgemeinde Stuttgart, zu der neben der Kirchengemeinde auch der CCT (CDU Cultur Treff) Stuttgart eingeladen hatte. Auch eine Gruppe von Studierenden der islamischen Religionspädagogik an der PH Ludwigsburg war gekommen und es wurde ein intensiver, wissenschaftlicher und auch “dialogischer” Abend“ … scilogs

Geschichtssorten” und Public History: Geschichte wird gemacht. Eine forschungsorientierte Public History muss sich deshalb grundsätzlich mit den produktorientierten Praktiken des Geschichte-Machens beschäftigen. Dabei sollte sie sich nicht auf die Gegenwart oder die Zeitgeschichte beschränken … publicHistory

Der Jüdische Nationalfonds JNF-KKL: Eine wichtige Säule des Zionismus … prinzessinnenreporter

Folgenschwere Abstimmung: EU-Parlament entscheidet über Zukunft des Urheberrechts … netzpolitik

Söder: Ein Scheiternder schlägt um sich … postvonhorn

„Die SPD muss weiter denken“: Aufrechte Sozialdemokraten werden in Hagen nicht mehr fündig, wenn es um eine kritische Bewertung der GroKo geht. Während sich der hiesige Bundestagsabgeordnete René Röspel weitgehend bedeckt hält, bevorzugt sein Dortmunder Kollege Marco Bülow die klare Sprache. Seine Erklärung zu 100 Tagen GroKo im Wortlaut … doppelwacholder

Einfach nur 14 Tweets, in denen die SPD gegen „Transitzonen“ wettert: Liebe SPD, wir wissen, was ihr im Herbst 2015 getan habt: Ihr Sozialdemokraten hattet sogenannte „Transitzentren“ an deutschen Grenzen abgelehnt. Vehement und immer wieder. Ihr konntet euch damals sogar gegen CSU und CDU durchsetzen … bento

AfD – Tiefe Gräben: strukturell wird die AfD den verhassten „Altparteien“ immer ähnlicher. Inhaltlich setzt die Partei auf Nationalismus. Geht es nach dem Rechtsaußen-Flügel der Partei, soll dieser Nationalismus durch „soziale“ Töne angereichert werden … bnr

„Herausforderungen“ eines Großaktionärs: Kreistagsfraktionen von SBL/FW und DIE LINKE bringen die RWE wieder auf die Tagesordnung … sbl

Kleine Hauptamtler-Mannschaft und ganz viele Ehrenamtler – DJV: Ehrenamt vom Feinsten … und ehrlich, macht Spaß … charly&friends

Seltene Fresken in der gräflichen Gruft: ein überraschender Fund im Arnsberger Kloster … revierpassagen

03.07.1968: The Doors veröffentlichen „Waiting for the Sun“-LP

Waiting for the Sun ist das dritte Album der US-amerikanischen Rockband The Doors. Es war das erste und einzige Nummer-eins-Album der Band in den USA. Die gleichnamige Single (YouTube-Link) wurde erst im Jahr 1970 auf dem Studioalbum Morrison Hotel veröffentlicht.

Playlist der Originalpressung bei YouTube …

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=7NNA184MYOg&list=PLocsK7n3qFrHihq-B_Sgcqnf5yS-_AqY3

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PM Warner Music, 29.06.2018:

Das erste #1-Album „Waiting For The Sun“ erscheint zum 50. Geburtstag als neue Edition

Im Juli 1968 veröffentlichten The Doors „Waiting For The Sun“. Es war ihr drittes Studioalbum innerhalb von nur zwei Jahren, zugleich der dritte Platin-Erfolg – und das erste Mal, dass die Band Platz 1 der amerikanischen Album-Charts eroberte. Zum 50. Jubiläum des Albums, das sich mit Songs wie „The Unknown Soldier“, „Five To One“ und dem Nummer-1-Hit „Hello, I Love You“ nahtlos in den legendären Doors-Katalog einfügt, erscheint am 14. September eine 50th Anniversary Deluxe Edition von „Waiting For The Sun“.
Ganzer Artikel …

btw:
Auf den Tag genau drei Jahre nach Erscheinen der „Waiting for the Sun“-LP – am 03.07.1971 – starb Doors-Sänger Jim Morrison in Paris.

01.07.1968: The Band veröffentlicht „Music from Big Pink“-LP

Music from Big Pink ist das Debütalbum der US-amerikanischen/kanadischen Folk- und Country-Rock-Gruppe The Band.

Trotz des geringen kommerziellen Erfolg zur Zeit seiner Veröffentlichung gilt Music from Big Pink nicht nur als bestes Album der Gruppe, sondern auch als eines der besten und einflussreichsten Rockmusik-Alben überhaupt.

Auf YouTube ist leider keine Full-Album Version am Start. Nachfolgend hier der Song „Chest Fever“ sowie Links auf „The Weight“ und „This Wheel’s on Fire“.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=h_7q9_EJYvE

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Music from Big Pink sollte in keiner gut sortierten Sammlung fehlen.
Und überhaupt: The Band und Solo-Scheiben der Mitglieder … – das ist einfach nur tolle Mucke.

» The Band’s ‚Music From Big Pink‘ Gets 50th Anniversary Reissue
npr, 29.06.2018

In Memoriam Wes Montgomery – *06.03.1923 · †15.06.1968

John Leslie „Wes“ Montgomery war ein US-amerikanischer Jazz-Gitarrist, der mit seinen mit dem Daumen angeschlagenen Oktavketten und melodiösen Läufen bis heute einer der einflussreichsten Jazz-Gitarristen ist.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nU3OwXyL5R8

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Am 15.06.2018 (09.05 Uhr) erinnert Karl Lippegaus im DLF-Kalenderblatt unter dem Titel „Komet am Firmament des Jazz“ an den großen Musiker.

btw:
Lippegaus hat wirklich Ahnung von der Materie … 😉

In Memoriam Prince Rogers Nelson – *07.06.1958 · †21.04.2016

Prince Rogers Nelson aka Prince war ein US-amerikanischer Sänger, Komponist, Songwriter, Musikproduzent und Multiinstrumentalist.

Prince war seit Mitte der 1970er Jahre mit zunehmend stilprägendem Einfluss im Musikgeschäft tätig. Er starb am 21.04.2016 an den Folgen eines langjährigen Medikamentenmissbrauchs.

Was soll man über Prince schreiben, was noch nicht geschrieben wurde …?

2013 gastierte der Ausnahmemusiker an drei Abenden beim Montreux Jazz Festival. Nachfolgend die Mitschnitte der Konzerte als YouTube-Clips.

Montreux 13.07.2013
https://www.youtube.com/watch?v=N869EhfXbzg

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» Montreux 14.07.2013

» Montreux 15.07.2013

» Prince: So waren seine drei Konzerte beim Montreux Jazz Festival 2013
RollingStone, 19.07.2013