Sozialhelden starten neues Portal für barrierefreie Veranstaltungen

Wer blockiert hier wen? Die Sozialhelden wollen Barrierefreiheit auf kleinen und großen Events. (foto: sozialhelden)
Wer blockiert hier wen? Die Sozialhelden wollen Barrierefreiheit für kleine und große Events ermöglichen. (foto: sozialhelden)

Berlin. (sozialhelden) Der Berliner Verein Sozialhelden veröffentlicht eine neue Webseite mit Informationen für Veranstalter zur Planung von barrierefreien Events. Die Webseite www.ramp-up.me soll Planern dabei helfen, ihre Tagungen und Kongresse für mehr Menschen zugänglich zu machen.

Ob neues Design, hochkarätige Referenten oder außergewöhnliche Orte – Jedes Jahr übertreffen sich Events an neuen Methoden, um mehr Besucherinnen und Besucher anzulocken. Leider sind diese Veranstaltungen oft nicht für alle Menschen zugänglich, weil es an einer Treppe am Eingang oder den fehlenden Gebärdensprachdolmetschern scheitert. Es sind oft schon kleine Maßnahmen, die Barrieren abbauen und Events inklusiver gestalten.

Das neue Projekt “Ramp-Up.me” gibt Eventmanagern Tipps, wie ihr Veranstaltungsort barrierefreier wird, mehr Vielfalt in das Programm gelangt und die Kommunikation rund um das Event mehr Menschen erreicht. “Uns war es wichtig, Projektleitern nicht zu unterstellen, Menschen bewusst auszuschließen. Oft fehlen einfach die Informationen und diese haben wir auf Ramp-Up.me zusammengetragen”, erklärt Sozialheldin Lilian Masuhr, die die Webseite miterarbeitet hat.

Screenshot der neuen Website ramp-up.me (sozialhelden)
Screenshot der neuen Website ramp-up.me. Klick und hin. (sozialhelden)

Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion ist zum Beispiel das Team der größten deutschen Digitalkonferenz re:publica, die zuletzt mehr als 8.000 Besucher hatte, darunter auch viele mit Behinderung und Migrationsgeschichte. So erklärt re:publica-Gründer Johnny Haeusler auf der Webseite: „Seit zehn Jahren bemüht sich die re:publica darum, eine möglichst inklusive und barrierefreie Veranstaltung zu sein, und obwohl wir schon sehr viel erreicht haben, lernen wir jedes Jahr Neues hinzu. Ohne die wertvollen Tipps und die Unterstützung der Sozialhelden hätten wir viel zu vieles übersehen, das neue Projekt Ramp-Up.me kann ich daher allen ans Herz legen, die ihre Events so vielfältig gestalten wollen, wie es sich für eine moderne Gesellschaft gehört.“

Auch kleinere Camps, wie das “Open Transfer Camp”, bemühen sich bereits, Barrieren abzubauen. Dazu Open Transfer Camp-Gründerin Katarina Peranic: “Wir haben uns beim Open Transfer Camp nicht nur thematisch mit Inklusion beschäftigt, sondern auch auf die Zugänglichkeit geachtet, und nach rollstuhlgerechten Veranstaltungsorten gesucht. Außerdem sind unsere Camps kostenfrei. Denn wir möchten Veranstaltungen organisieren, an denen alle teilnehmen können. Und bei jedem OTC lernen wir auch wieder etwas dazu.“

Auf der Webseite www.ramp-up.me finden sich Informationen zur Planung des Veranstaltungsortes, zur Kommunikation wie der Einladung und zum Finden von beispielsweise Frauen, die weiterhin auf vielen Veranstaltungen als Referentinnen unterrepräsentiert sind. “Wir wollen möglichst viele Veranstalter erreichen, daher ist die Seite auch schon auf Englisch verfügbar. Gerne können Veranstalter uns auch direkt anfragen, wenn sie eine Beratung für ihr Event benötigen”, erklärt Masuhr die weitere Planung.

Die gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe auf der Bühne und den Zuschauerrängen zu fördern, ist das Ziel des Projekts. Die SOZIALHELDEN wollen Veranstalterinnen und Veranstalter von Events dazu motivieren, freiwillig auf Inklusion und Barrierefreiheit zu setzen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch gesetzliche Grundlagen, die Veranstalter zum Umdenken verpflichten. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, schreibt vor, dass Menschen mit Behinderung ein Recht darauf haben, an der Gesellschaft teilzuhaben. Und im besten Fall auch an Veranstaltungen, Tagungen und Kongressen.

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Ramp-Up.me” ist ein Projekt der SOZIALHELDEN, zusammen mit Ruby Berlin e.V., und mit freundlicher Unterstützung von Microsoft. Die Sozialhelden sind eine Gruppe von engagierten Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Unter anderem haben sie die Projekte “Wheelmap.org – Die Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte”, “Leidmedien.de – Über Menschen mit Behinderungen berichten” und “Pfandtastisch helfen – Einfach spenden” entwickelt. Mehr Informationen unter www.sozialhelden.de

Pressemitteilung: REGIONALE 2022/2025 – SPD-Fraktion im Regionalrat begrüßt Bewerbung

Grupppenbild mit Dame. Die SPD-Fraktion bei der Regionalratssitzung Ende September in Lüdenscheid. (foto: spd)
Grupppenbild mit Dame. Die SPD-Fraktion bei der Regionalratssitzung Ende September in Lüdenscheid. (foto: spd)

Hochsauerlandkreis. (spd_pm) Die SPD-Fraktion im Regionalrat begrüßt die erneute Bewerbung der Region für die REGIONALEN 2022 oder 2025.

„Die Erfahrungen mit der REGIONALE 2013 waren durchweg positiv. Durch die gemeinsamen Anstrengungen in der Region konnten über 140 Mio. € Fördermittel nach Südwestfalen gelenkt werden. Das hat unsere noch junge Region zusammengeschweißt und in vielen Städten und Gemeinden beeindruckende Projekte wie z.B. die Erweiterung des Sauerlandmuseums in Arnsberg, das Musikbildungszentrum in Bad Fredeburg, die touristische Aufwertung der Sauerlandseen Sorpe-, Henne- und Diemelsee oder die Öffnung der Henne in Meschede ermöglicht“, so Hans Walter Schneider aus dem Hochsauerlandkreis, Fraktionsvorsitzender der SPD im Regionalrat. „Wir begrüßen es sehr, dass sich Südwestfalen mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der Südwestfalen-Agentur erneut auf den Weg macht, sich für eines der nächsten REGIONALE-Programme zu bewerben.“

Die Regionale ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das im Turnus von drei Jahren einer ausgewählten Region die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren.

Die erst in 2007 gegründete Region Südwestfalen konnte auf Anhieb mit ihrer gemeinsamen Bewerbung überzeugen und war Ausrichter für das Jahr 2013. Regionen in Nordrhein-Westfalen haben bis zum 9. Dezember die Möglichkeit, sich um die Durchführung einer REGIONALE (2022 oder 2025) zu bewerben, bei der sich eine Region mit ihren Stärken und Qualitäten, aber auch mit ihren Herausforderungen auseinandersetzt.

Ziel ist es, weitere Entwicklungspotenziale sowie Lösungen für die Probleme der Zukunft zu finden und zu präsentieren. Die Stärkung einer der leistungsfähigsten Industrieregionen in NRW, mit ihrer mittelständischen Wirtschaftsstruktur, steht in Südwestfalen dabei ebenso wie der Erhalt der Naturlandschaft im Fokus.

Die im Rahmen des REGIONALE-Wettbewerbes zertifizierten Projekte werden innerhalb der bestehenden Fördertöpfe der nordrhein-westfälischen Landesministerien gegenüber anderen Regionen bevorzugt finanziert.

Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese: „Hochsauerlandkreis mit seinen 12 Städten und Gemeinden erhält vom Land rund 25 Millionen als Unterstützung zur Sanierung, Modernisierung und Ausbau der Schulen“

Die HSK-Tabelle enthält jeweils die Summe bis 2020 insgesamt. (Quelle: spd)
Die HSK-Tabelle enthält jeweils die Summe bis 2020 insgesamt. (Quelle: spd)

Düsseldorf/Meschede. (spd_pm) Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat im Juli das Milliarden-Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“ angekündigt, heute hat die Landesregierung die Eckpunkte vorgestellt.

In den kommenden vier Jahren werden insgesamt zwei Milliarden Euro bereitgestellt, um Schulen zu sanieren und optimal auszustatten. Projektpartner ist die NRW. Bank; sie wickelt das Programm ab. Bei der NRW. Bank können die Kommunen ihren Investitionsantrag stellen.

„Das Besondere an dem neuen Programm: Die Tilgung des Kredits wird vom Land übernommen; die Kommunen müssen also hierfür kein eigenes Geld aufwenden“, erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese.

„Die Kreisverwaltung im Hochsauerlandkreis erhält durch ‚Gute Schule 2020‘ bis zum Jahr 2020 ein Kreditkontingent in Höhe mehr als 8 Millionen Euro. Pro Jahr sind das über 2 Millionen Euro. Die Städte und Gemeinden erhalten zusätzlich bis 2020 insgesamt mehr als 17 Millionen. Unter anderem erhalten zum Beispiel Arnsberg mehr als 6 Millionen Euro, Sundern und Meschede rund 1.5 Millionen, Brilon etwas mehr als 1 Million Euro“, erläutert Wiese und ergänzt: „Damit gibt die nordrhein-westfälische Landesregierung einen deutlichen Anschub für kommunale Investitionen in einem Bereich, in dem in den vergangenen Jahren erheblicher Handlungsbedarf sichtbar geworden ist.

Neben Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sollen deshalb insbesondere auch Digitalisierungsvorhaben gefördert werden, wie zum Beispiel die Anbindung von Schulen an das Breitbandnetz oder Schulsportanlagen. Welcher Schwerpunkt gesetzt wird, entscheiden die Kommunen.

Mit dem neuen Programm verbindet die Landespolitik zwei ihrer großen Handlungsschwerpunkte: einerseits die Unterstützung und Stärkung der Kommunen und andererseits die systematische Verbesserung des Schul- und Bildungssystems zugunsten unserer Kinder und Jugendlichen. Beide Ziele gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft unseres Landes.“

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Aktuelle Informationen vom Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sowie über die SPD im Hochsauerland befinden sich im Internet unter www.dirkwiese.de und unter www.hsk-spd.de

Auf ein Neues: jetzt Plätze für das histocamp in Mainz sichern!

screenshot von hsozkult
(screenshot hsozkult: zoom)

Mainz/Berlin. (hsozkult) Am 4. und 5. November 2016 veranstalten das Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed), das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz (IGL), das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD) und Open History e. V. im Mainzer Rathaus das zweite histocamp.

(Der Artikel von Wenzel Seibold ist zuerst auf der Website von H-Soz-Kult erschienen.)

Das histocamp ist ein BarCamp für alle, die an und mit Geschichte arbeiten. Ein BarCamp ist eine offene Veranstaltung, bei der die Teilnehmenden das Programm gemeinsam gestalten.

Alle Mitwirkenden können vor Ort Vorschläge für Beiträge (Sessions) einreichen. Die endgültige Entscheidung über das Programm wird gemeinsam am Morgen des jeweiligen Konferenztags getroffen. Die Themen sollen aus den Arbeitsbereichen der Geschichtswissenschaften, beziehungsweise der Vermittlung von Geschichte stammen, sind aber epochal, regional oder thematisch nicht begrenzt.

Auch die Form des Beitrags ist frei wählbar. So können beispielsweise Workshops, Vorträge oder Diskussionen gleichermaßen angeboten werden.

Eine Session dauert jeweils 45 Minuten.

Das histocamp soll Menschen unterschiedlichster Bereiche ansprechen und auf Augenhöhe zusammenbringen. Bachelor- und Masterstudierende sind genauso willkommen wie Doktorandinnen und Professorinnen. Wir freuen uns auch über viele Teilnehmer*innen aus Schulen, Museen, Gedenkstätten, Geschichtsvereinen, Archiven und Bibliotheken – also auf alle, die analog oder digital an und mit Geschichte arbeiten. Das histocamp bietet nicht nur interessante Themen und innovative Ideen, sondern auch die Möglichkeit, durch Vernetzung neue Impulse zu gewinnen.

Weitere Informationen über die Idee des histocamps, das Team dahinter und zur ersten Veranstaltung 2015 sind auf dem Begleitblog zu finden:

http://www.histocamp.de

Der Kostenbeitrag für das histocamp beträgt 25 Euro und ist über tickets.histocamp.de zu entrichten:
https://pretix.eu/openhistory/histocamp/

Programm
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Freitag, 4.11.2016

12:00 Check-in
13:00 Begrüßung & Erklärung
13:30 Hashtag Vorstellungsrunde
14:30 NetzKaffee
15:00 Sessionplanung
15:45 Session-Slot 1
16:30 Lightningtalks 1
17:00 Session-Slot 2
ab 18:00 Abendveranstaltung im Museum für Antike Schiffahrt des RGZM

Samstag, 5.11.2016

09:00 offener Beginn
09:45 Sessionplanung
10:30 Session-Slot 3
11:15 Lightningtalks 2
11:45 Session-Slot 4
12:30 Mittagessen
14:00 Session-Slot 5
14:45 Lightningtalks 3
15:15 Session-Slot 6
16:00 Feedback-Session

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Quelle: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-32004

Pressemitteilung: Vier Dortmunder Piraten auf der Landesliste für die Landtagswahl

Das waren die Hochzeiten der Piraten: Herbe Verluste für CDU und Linke, Gewinne für die Piraten und die FDP im Mai 2012.
Das waren die Hochzeiten der Piraten: Herbe Verluste für CDU und Linke, Gewinne für die Piraten und die FDP im Mai 2012.

Gelsenkirchen. (piraten_pm) Am Wochenende haben die Piraten in Gelsenkirchen ihre Landesliste für die Landtagswahl aufgestellt. Drei Kandidaten stehen auf den vorderen Listenplätzen.

Torsten Sommer auf Platz 3, David Grade auf Platz 9 und Hanns-Jörg Rohwedder würden bei einem Wahlerfolg in den nächsten Landtag einziehen, während Dieter McDevitt auf Platz 21 auf ein gutes Wahlergebnis hoffen muss.

„Wir wollen unsere gute Arbeit im Landtag fortführen und wollen den Menschen aus Dortmund weiterhin eine gewichtige Stimme geben“, so Torsten Sommer. „Es wird sehr schwer werden unseren Erfolg der letzten Wahl zu wiederholen, aber die Arbeit, die wir geleistet haben, spricht für uns.“

Bei der letzten Landtagswahl erreichten die Piraten 7,8 % und zogen mit 20 Abgeordneten in den Landtag ein.

Die Dortmunder Abgeordneten Torsten Sommer und Hanns Jörg Rohwedder konzentrierten sich auf die Themen Arbeit und Umweltschutz. Darüber hinaus versuchten sie in der Verfassungskommission das Wahlrecht „zu entstauben“.

Die bisherige dritte Dortmunder Abgeordnete im Landtag Birgit Rydlewski, treibende Kraft im NSU-Untersuchungsausschuss, trat nicht wieder an.

Was die Piraten alles im Landtag geleistet haben, kann man beispielsweise an der Arbeit von Torsten Sommer sehen.

https://www.torsten-sommer.de/was-hat-toso-je-fuer-uns-getan/

Licht und Schatten bei den NRW-Flughäfen: Insgesamt 5,6 Prozent mehr Passagiere im ersten Halbjahr 2016. Gewinner und Verlierer. Köln/Bonn boomt – Paderborn/Lippstadt bricht ein.

IT.NRW meldet, dass im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 5,6 Prozent mehr Passagiere von NRW-Flughäfen abgeflogen seien.

Der euphemistische Titel:

NRW-Flughäfen: 5,6 Prozent mehr Passagiere im ersten Halbjahr 2016

Die schöngefärbte Meldung:

Von den sechs großen NRW-Flughäfen flogen im ersten Halbjahr 2016 über 9,2 Millionen Passagiere ab; das waren 5,6 Prozent mehr Fluggäste als von Januar bis Juni 2015. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, startete damit mehr als jeder sechste (17,8 Prozent) der in Deutschland gewerblich beförderten Passagiere von einem der großen NRW-Flughäfen. Rund 7,1 Millionen der von den NRW-Flughäfen gestarteten Passagiere flogen im ersten Halbjahr 2016 ins Ausland (+4,8 Prozent); das Passagieraufkommen bei Inlandsflügen erhöhte sich hingegen auf etwa 2,1 Millionen Passagiere (+8,1 Prozent).

Optimismus pur – könnte man meinen.

Doch so einfach ist es nicht.

Der bittere Anhang:

Von Januar bis Juni 2016 stieg das Passagieraufkommen bei Flügen ins Ausland an den Flughäfen Köln/Bonn (+18,5 Prozent) und Düsseldorf (+2,2 Prozent), Rückläufige Zahlen bei den Auslandspassagieren verzeichneten dagegen die Flughäfen Paderborn/Lippstadt (-17,3 Prozent), Münster/Osnabrück (-4,5 Prozent), Niederrhein/ Weeze (-3,7 Prozent) und Dortmund (-2,3 Prozent).

Die Überschrift hätte also auch lauten können:

Vier von sechs NRW-Flughäfen im Minus. Größter Einbruch in Paderborn/Lippstadt. Lediglich die Drehscheibe Köln/Bonn boomt.

Von den großen NRW-Flughäfen im ersten Halbjahr 2016 gestartete Passagiere
Flughafen mit Ziel im … insgesamt
Inland Ausland
Passagiere1) (Einsteiger) Zu- (+) bzw.
Abnahme (–)
gegenüber
Jan – Juni
2015
1) Abweichungen in den Summen erklären sich aus dem Runden der Einzelwerte.
  Düsseldorf 1 097 700 4 188 300 5 286 000 + 2,0 %
  Köln/Bonn 871 900 1 844 700 2 716 600 +19,1 %
  Dortmund 42 700 407 100 449 700 – 2,2 %
  Niederrhein (Weeze) 436 100 436 100 – 3,7 %
  Münster/Osnabrück 84 600 86 600 171 300 – 1,6 %
  Paderborn/Lippstadt 31 600 108 900 140 500 –14,6 %
Insgesamt 2 128 500 7 071 600 9 200 100 + 0,1 %

Planspiel Zukunftsdialog 2016 – drei Tage live aus Berlin berichten: SPD-Bundestagsfraktion sucht Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten

planspielzukunftsdialog2016Berlin. (spd_pm) Die SPD-Bundestagsfraktion ist wieder auf der Suche nach Nachwuchsjournalistinnen und –journalisten für das diesjährige Planspiel Zukunftsdialog.

Zum vierten Mal führt die SPD-Bundestagsfraktion in diesem Herbst das Planspiel Zukunftsdialog durch. An drei Tagen lernen 100 Jugendliche die Arbeit der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hautnah kennen. Die Jugendlichen schlüpfen in die Rolle der Abgeordneten und erarbeiten spielerisch eigene Anträge zu wichtigen politischen Themen. Für eine realistische Abbildung der Arbeit der Abgeordneten wird auch in diesem Jahr eine eigene Planspiel-Redaktion mit Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ins Leben gerufen.

Bei der Arbeit der SPD-Abgeordneten spielen die Medien eine wichtige Rolle; permanent wird über Inhalte und Abläufe im Deutschen Bundestag berichtet. Die Abgeordneten führen mit Zeitungen, Radio- und TV-Sendern viele Interviews, sie werden immer wieder auch spontan zu aktuellen Themen befragt und geben Stellungnahmen ab.

„Wir Abgeordnete müssen den Umgang mit den Medien beherrschen“, weiß auch Dirk Wiese MdB aus dem Hochsauerlandkreis. Diese Erfahrung sollen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Planspiels der SPD-Bundestagfraktion machen. Die jungen Journalistinnen und Journalisten schreiben Artikel für die Planspiel-Zeitung, veranstalten Redaktionssitzungen, sie führen Interviews und machen sich auf die Suche nach spannenden Geschichten.

Interessierte Jugendliche, die zwischen 16 und 20 Jahre alt sind und schon erste journalistische Erfahrungen gesammelt haben, können sich auf einen der vier Plätze bewerben.

Sie sind aufgerufen, ein Essay zum Thema „Hate Speech, Pegida, AfD & Co. – Woher kommt der Hass auf Politik und Medien, und wie kann man dieser Hasskultur begegnen?“ zu schreiben.

Das Essay darf maximal eine DIN-A4-Seite lang sein und kann unter Angabe von Alter, Name, Adresse und Informationen zur Schulform/Ausbildung bis zum 28. September 2016 an johanna.agci@spdfraktion.de geschickt werden.

Eine Fachjury der SPD-Bundestagsfraktion wählt aus allen Bewerbungen die besten Beiträge aus. Die Siegerinnen und Sieger werden dann zum Planspiel der SPD-Bundestagsfraktion vom 16. bis 18. Oktober nach Berlin eingeladen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Erörterungstermine zu Windparks – Warum sollen sich Zuhörer in Teilnehmerlisten eintragen?

Werden Zuhörer bei  Erörterungstermine für Einwendungen gegen Anträge auf die Errichtung von Windparks registriert? (archiv: zoom)
Werden Zuhörer bei Erörterungsterminen für Einwendungen gegen Anträge auf die Errichtung von Windparks registriert? (archiv: zoom)

Brilon. (sbl_pm) Mehrfach fanden in den letzten Monaten öffentliche Erörterungstermine für Einwendungen gegen Anträge auf die Errichtung von Windparks statt, so beispielsweise am 07.09.2016 in Brilon zu einem zwischen Alme, Nehden und Wülfte geplanten Windpark für sieben Windenergieanlagen (WEA).

(Der Beitrag ist heute in ähnlicher Form zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Am Eingang zu dieser Veranstaltung wurden nicht nur die Verfahrensbeteiligten, sondern auch unbeteiligte Zuhörer von der Kreisverwaltung aufgefordert, sich in Teilnehmerlisten einzutragen.

Dies erfolgte, obwohl der von der Kreisverwaltung als Versammlungsleiter eingesetzte Beamte in seinen einleitenden Ausführungen die Rolle der Zuhörer in diesem Termin mit denen von Zuhörern bei einer Gerichtsverhandlung gleich setzte.

Auch dort kann jeder zuhören, aber eine Registrierung wird dort nicht verlangt.

Reinhard Loos, Fraktionssprecher der Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW), stellte daraufhin Landrat Dr. Karl Schneider schriftlich diese 6 Fragen:

  1. Warum wird von den Zuhörern bei solchen öffentlichen Erörterungsterminen eine Registrierung verlangt?
  2. Welche Rechtsgrundlage besteht dafür?
  3. Was geschieht mit den erhobenen Daten?
  4. Wer hat Zugang zu diesen Daten?
  5. Wann werden die von den Zuhörern erhobenen Daten vollständig gelöscht?
  6. Planen Landrat und/oder Kreisverwaltung, auch bei anderen öffentlichen Sitzungen – wie z.B. des Kreistags und seiner Ausschüsse – persönliche Daten von Zuhörern zu erheben?

Pressemitteilung der Piraten Dortmund: Wir brauchen keine Diskussion „Inklusion gegen Förderschule“, wir brauchen für jedes Kind den richtigen Lernort.

Monika Pieper (rechts) und Ruth Klauck (links) besuchen den Unterricht in Klasse drei. (foto: piraten)
Monika Pieper (rechts) und Ruth Klauck (links) besuchen den Unterricht in Klasse drei. (foto: piraten)

Dortmund. (piraten_pm) Monika Pieper, die bildungspolitische Sprecherin der Piraten im Landtag, besuchte am 12. September die Georgschule in Dortmund, nach eigenen Angaben eine „Förderschule eigener Art.“

Neben dem schönen Gebäude fällt sofort die ruhige, entspannte Lernatmosphäre auf. In Klasse 3 üben sechzehn Kinder das Schreiben, das Thema Ackerbau steht im Mittelpunkt des Projektunterrichts. In der Eurythmiestunde üben die Kinder, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und ihre Bewegung zu koordinieren. Ein Schüler der Klasse 9 führt durch das Gebäude und beantwortet geduldig alle Fragen. Schön, wenn Kinder sich in einer solchen Umgebung entwickeln können.

Das ist allerdings nicht immer ganz einfach. Im Gespräch mit einer Mutter wird deutlich, wie schwierig es sein kann, wenn Eltern sich für die Georgschule entscheiden. Das betrifft besonders die Schuleingangsphase, wenn Eltern ihr Kind nahtlos von der Kita in die Förderschule einschulen wollen. Die gesetzlichen Regelungen sehen das nicht vor. Zunächst sollen alle Kinder in die Grundschule eingeschult werden.

Pieper: „Dies ist für viele Kinder auch der richtige Weg. Wenn jedoch ein erhöhter Förderbedarf offensichtlich ist und die Eltern sich für eine Förderschule entscheiden, müssen auch diese Eltern ernst genommen werden, denn wer kennt ein Kind besser, als die Eltern. Da ist dann allerdings von dem viel gepriesenen Elternwillen keine Spur. Das Kind soll es zuerst in der allgemeinen Grundschule „versuchen“. Dort herrschen oft Bedingungen, z.B. sehr große Klassen, die zu hoffnungsloser Überforderung führen. Angst, Rückzug und andere psychische Probleme sind dann häufig die Folge. Der „Versuch“ ist gescheitert.“

Nadja Reigl, Vorsitzende der Piraten Dortmund und Mitglied im Rat der Stadt Dortmund, stimmt zu: „Es ist völlig unverständlich, warum ein Kind erst in der Grundschule versagen muss, damit es an eine Förderschule wechseln darf, um dort eine angemessene Unterstützung zu bekommen. Durch die demotivierenden Erfahrungen an der Grundschule wird den Kindern und ihren Lehrkräften das Schulleben im Anschluss noch zusätzlich unnötig erschwert. Diese Gleichmacherei bei der Einschulung macht es unmöglich, ein Kind von Beginn an optimal und individuell zu fördern. Die Stadt Dortmund muss den Elternwillen ernst nehmen und für jedes Kind den individuell besten Lernort bereitstellen.“

Als Blogger mit der SPD auf dem Rothaarsteig – total korrupt, oder?

Am ende ging es nur noch abwärts. Dirk Wiese und GenossInnen am Sahnehang (foto: zoom).
Am Ende ging es nur noch abwärts. Dirk Wiese (vorn) und GenossInnen am Sahnehang (foto: zoom).

Regelmäßige Leser des Blogs wissen, dass ich Pressemitteilungen (PMs) veröffentliche. Nun sind PMs nicht als kritische Auseinandersetzung mit ihrem Gegenstand gedacht, sondern als Werbung für die Zwecke des Absenders. Das muss man wissen.

Wenn ich Zeit habe, und mich die Inhalte einer Pressemitteilungen interessieren, recherchiere ich den Hintergrund oder gehe einfach zur beworbenen Veranstaltung.

Heute bin ich mit der Hochsauerländer SPD von Schanze nach Altastenberg gewandert. Das passte ganz gut. Der Sommer ging zu Ende und der Regen war noch nicht da.

Waldgespräche mit Wurst und Käse unter dem SPD-Baldachin.
Waldgespräche mit Wurst(links), Käse sowie Mineralwasser (links und rechts) unter dem SPD-Baldachin.

Auf den 17 Kilometern konnte ich viele kleine Gespräche führen. Wer mich kennt, weiß, dass mir Gespräche Spaß machen.

SGV-Wanderführer Ernst Grimberg aus Schmallenberg hat mich mit seinen Beschreibung der Geschichte des Rothaarsteigs fasziniert. Gelernt habe ich sehr viel über Grenzen im Rothaargebirge. Die Grenze zwischen Wittgenstein und dem kurkölnischen Sauerland. Die unsichtbaren Grenzen zwischen Gemeinden und das grenzüberschreitende Leben der Wisente.

So funktionieren die Wegmarkierungen. SGV-Wanderführer Ernst Grimberg kennt sich aus.
So funktionieren die Wegmarkierungen. SGV-Wanderführer Ernst Grimberg kennt sich aus.

Über die Grenzen zwischen Schermbek und Alt-Schermbek am Niederrhein hat mich der erstaunlich humorvolle Sunderander Bürgermeister Ralph Brodel unterrichtet.

Was ich sonst noch erfahren habe:

ein Leben in Kanada

Schulen und Kultur in Berlin

Braunkohle in Garzweiler

Jede Macht ist endlich

Inschrift an einer der Skulpturen auf dem Waldskulpturenweg.
Inschrift an einer der Skulpturen auf dem Waldskulpturenweg.

Atommüll in Asse

Urlaubsparadies Rügen

Schulpolitik in Winterberg

Bergleute in Ramsbeck

Bier brauen in Siedlinghausen

Zertifizierung von Wanderwegen

E-Mountainbikes

Jugendherbergen in Bayern

Das Leben in Bottrop

….

sowie der Klatsch und Tratsch, der nicht in ein öffentliches Blog gehört.

Heute hat hier niemand die Schuhe ausgezogen.
Heute hat hier niemand die Schuhe ausgezogen.

Das könnte man bestimmt auch alles bei der CDU erleben, aber die hat mich noch nicht zu einer Wanderung eingeladen 😉

Mit der FDP unterhalte ich mich gerne im örtlichen Buchladen.

Grüne, Linke oder so gibt es in Winterberg nicht in organisierter Form.

Um der Transparenz zu genügen, muss ich zum Schluss erwähnen, dass ich von der SPD auf der Wanderung folgendes angenommen habe:

1 Banane
2 Becher Mineralwasser
2 Stücke Salzgebäck
1 Currywurst
1 Pott Kaffee

Total korrupt, oder?