Das Deutschlandwetter im Sommer 2023

Seit 27 Jahren war jeder Sommer in Deutschland zu warm

Sommer und Sonnenblumen. (archivfoto: zoom)

Offenbach, 30. August 2023 – Die Temperatur des Sommers 2023 liegt in Deutschland deutlich über dem vieljährigen Mittel. „Seit nun 27 Jahren werden in Deutschland zu warme Sommer gemessen. Wieder können wir den Klimawandel live erleben,“ kommentiert Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), die aktuelle Sommerbilanz des nationalen Wetterdienstes.

(Pressemitteilung DWD)

Einem außerordentlich sonnenverwöhnten Juni folgte ein Juli mit extremen Hitzepeaks und ein frühherbstlicher Auftakt im August. Begleitet wurde der Witterungsverlauf von zunehmenden Niederschlägen und einer leicht überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer. Das meldet der DWD nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Von tropischer Hitze und frühherbstlicher Frische – Sommer mit großen Schwankungen
Das Temperaturmittel lag im Sommer 2023 mit 18,6 Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (16,3 °C) – der 27. zu warme Sommer in Folge. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (17,6 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. Nach dem am 3.6. in Sohland an der Spree mit -0,7 °C der bundesweite Sommer-Tiefstwert ermittelt wurde, herrschte im weiteren Juniverlauf im Südwesten des Landes eine außergewöhnlich warme Witterung. Im Juli gesellten sich extreme Hitzepeaks hinzu, die am 15.7. bei 38,8 °C in Möhrendorf-Kleinseebach (Bayern) gipfelten. Daraufhin gab uns die erste Augustdekade einen Vorgeschmack auf den Herbst. Mitte August drehte das Thermostat wieder auf und in feuchter Luft wurde die Wärme zu einer großen Bürde. Mit Abschluss des Sommers kehrte die von Vielen ersehnte Abkühlung zurück.

Nasser Juli und August verschafften dem Sommer ein Niederschlagsplus
Im Sommer 2023 fiel mit rund 270 Litern pro Quadratmeter (l/m²) ein gutes Zehntel mehr Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 (239 l/m²). Das Mittel der Periode 1991 bis 2020 liegt bei 241 l/m². Im Laufe des Sommers gab es Niederschläge im ganzen Land. Sie erreichten ihr Maximum im August. Es kam zu teils heftigen Starkregen- und Hagelgewittern, zum Sommerfinale aber auch zu Dauerregen mit steigender Hochwassergefahr im Südosten. Direkt an den Alpen wurden im Laufe der drei Monate bis zu 600 l/m² gemessen. Im Fichtelgebirge (Station Bad Berneck) wurde während eines Unwetters am 22.6. mit 120,7 l/m² der höchste Tagesniederschlag erfasst. Vergleichbare Mengen fielen während der Sommermonate örtlich im Oberrheinischen Tiefland und im Nordosten.

Heiterer Sommer mit dem zweitsonnigsten Juni seit Messbeginn
Mit 720 Stunden übertraf der Sonnenschein ihr Soll von 614 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um etwa 17 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (654 Stunden) betrug das Plus rund 10 Prozent. Aufsehen erregte vor allem der Juni als Zweitsonnigster seit Messbeginn. Am meisten schien die Sonne mit über 800 Stunden im Alpenvorland und an der Grenze zur Schweiz.

Das Wetter in den Bundesländern im Sommer 2023
(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Nordrhein-Westfalen: Als Sommerauftakt verkündete NRW den zweitwärmsten und sonnigsten Juni. In den darauffolgenden Monaten Juli und August fielen reichlich Niederschläge, die das Gesamtvolumen des Sommers auf knapp 320 l/m² (240 l/m²) hoben. Die Sonne schien 670 Stunden (554 Stunden). Damit war NRW im Ländervergleich die schattigste Region der Republik. Die Sommertemperatur lag bei durchschnittlich 18,4 °C (16,3 °C).

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NRW: Im ersten Halbjahr 2023 wurden fast ein Drittel weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt

17 146 Wohnungen sollen in neuen Wohngebäuden und 3 725 durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen.

Grafik IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Im ersten Halbjahr 2023 erteilten die nordrhein-westfälischen Bauämter Baugenehmigungen für 21 211 Wohnungen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 32,6 Prozent weniger als von Januar bis Juni 2022 (damals: 31 484 Wohnungen).

17 146 Wohnungen (-36,3 Prozent) sollen in neuen Wohngebäuden und 3 725 (-3,5 Prozent) durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden (z. B. Ausbau von Dachgeschossen) entstehen. In neuen Nichtwohngebäuden (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) sind weitere 340 Wohnungen geplant.

In allen fünf Regierungsbezirken des Landes war die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen niedriger als im ersten Halbjahr 2022. Den höchsten prozentualen Rückgang ermittelten die Statistiker für den Regierungsbezirk Arnsberg (2 803 genehmigte Wohnungen; -47,7 Prozent), gefolgt von Münster (4 038; -33,6 Prozent), Detmold (2 966; -31,6 Prozent), Köln (6 201; -27,5 Prozent) und Düsseldorf (5 203; -27,3 Prozent).

Die Zahlen für den Hochsauerlandkreis:

Screenshot aus der PDF (Link s.u.)

Baugenehmigungen für Wohnungen in Nordrhein-Westfalen im 1. Halbjahr 2022 und 2023 (Kreisergebnisse)(PDF, 215,84 KB)

Vertraute Orte von TRIEDERS HOLZ auf dem Multiphonics Festival Meschede

TRIEDERS HOLZ
Conni Trieder – Altflöte, Kompositionen, Texte
Quentin Coppalle – Flöte
Leonhard Huhn – Bassklarinette
Athina Kontou – Kontrabass (Pressefoto)

Der WERKKREIS KULTUR MESCHEDE E.V. freut sich, zum fünften Mal Veranstaltungsort, neben Köln, Düsseldorf und Wuppertal, beim Multiphonics-Festival zu sein. Durch den Festival-Standort NRW wurde es möglich, einen Konzert-Programmpunkt mit TRIEDERS HOLZ am Sonntag, 24.09.2023 ab 18 Uhr ins Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede einzuladen.

(Pressemitteilung WKM)

Die Namensgeberin des Quartetts, Connie Trieder, widmet sich in beeindruckender Konsequenz und mit verblüffenden Ergebnissen der Neuverortung der Flöte in der improvisierten Musik. Ihr geht es nicht nur um ein paar andere Farben. Ihr geht es um das Ganze des unterrepräsentierten, zarten Instruments. Darum hatte sie für ihr Quartett eine fragil voranschreitende Musik erdacht. „Trieders Holz“ nun schreibt diese Geschichte anders weiter mit zwei Flöten, Bassklarinette und Kontrabass, indem es Klangwolken schichtet in einem neu definierten filigranen Einklang der Dissonanzen, indem es einen kammermusikalischen Jazz klangfarbenreich aufblühen lässt, wo alle gleichzeitig Begleiter und Solisten sind. Dann klingen sie als ein Ensemble, das so noch nicht gehörte Geschichten entwickelt – schön und immer schöner.

Das Quartett „Trieders Holz“ spielt den Kompositionszyklus „Vertraute Orte“ über Kindheitserinnerungen der Flötistin Conni Trieder in Halle. Die Musik und die Texte sind eine Hommage an die Stadt, aber vor allem eine Hommage an kindlichen Frohsinn und jugendliche Leichtigkeit. Die „Vertrauten Orte“ von Conni Trieder sind universale Orte der Kindheit und Jugend und im speziellen Orte der Stadt Halle, in der die Flötistin und Komponistin aufgewachsen ist. Wir fahren mit dem Rad die Straßen rauf und runter, spielen in verlassenen Gärten und betrachten die Risse in den Bodenplatten.

Mit ihrer Band „Trieders Holz“ erweckt sie diese Musik zum Leben. Es ist kammermusikalischer Jazz mit einem besonderen Fokus auf die erweiterten Spieltechniken, vor allem bei den zwei Flöten.

Neben den Veranstaltungsreihen „Sauerland-Herbst“ und „Spiritueller Sommer“, ist es eine große Auszeichnung für die Mescheder Kulturszene, wieder beim Multiphonics Festival Köln 2023 teilzunehmen. Auf Einladung des WKM konnten bereits in den letzten beiden Jahren unter Corona-Bedingungen die Veranstaltungen des Multiphonics-Festivals mit stehendem Applaus voll und ganz überzeugen.

Karten gibt es neuerdings in Meschede bei der Buchhandlung WortReich im Rebell, und in der ADAC Geschäftsstelle in der Warsteiner Str. 17., sowie in Brilon und Olsberg bei der Touristik. Online sind die Tickets unter www.eventim.de zum Preis über 17 € zu bestellen oder auszudrucken. Der Abendkassenpreis beträgt 21 €. Weitere Informationen zum Festival und den einzelnen Konzerten unter www.multiphonics-festival.com.

TRIEDERS HOLZ

Conni Trieder – Altflöte, Kompositionen, Texte

Quentin Coppalle – Flöte

Leonhard Huhn – Bassklarinette

Athina Kontou – Kontrabass

Sonntag, 24.09.2023, 18:00 Uhr Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede, Kampstraße 8

Das Gymnasium ist in NRW die am häufigsten gewählte Schulform

Mehr als jedes dritte Kind, das zum Beginn des Schuljahres 2022/23 auf eine weiterführende Schule wechselte, ging auf das Gymnasium.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). 154 065 Schülerinnen und Schüler sind zu Beginn des Schuljahres 2022/23 von der Grundschule auf eine weiterführende Schule (innerhalb des Landes) gewechselt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Beginns des neuen Schuljahres mitteilt, war das Gymnasium mit einem Anteil von 42,5 Prozent die am häufigsten gewählte Schulform. Es folgten die Gesamtschule mit 29,1 Prozent und die Realschule mit 19,6 Prozent.

Zwischen ausländischen und deutschen Schülerinnen und Schülern in NRW sind Unterschiede hinsichtlich der Schulformwahl zu erkennen: Während von den 22 825 ausländischen Schülerinnen und Schülern die Gesamtschule (8 990; 39,4 Prozent) die am häufigsten gewählte Schulform war, wechselten fast die Hälfte der 131 240 deutschen Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule auf ein Gymnasium (60 520; 46,1 Prozent). Bei den ausländischen Kindern war der Anteil derer, die an ein Gymnasium wechselten, mit 21,7 Prozent weniger als halb so hoch wie der bei deutschen. 8,5 Prozent der ausländischen Übergänger wechselten an eine Hauptschule. Bei deutschen Kindern lag dieser Anteil dagegen bei 2,2 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden die Schülerzahlen aus Datenschutzgründen auf ein Vielfaches von fünf auf- bzw. abgerundet. Hierdurch besteht keine Additivität – für Quotenberechnungen wurden die Originalwerte verwendet.


Schonendes Mähen in Medebach

Auslieferung der neuen traktorgeführten Doppelmesserbalken in Medebach

Noch sind die Mähbalken gekreuzt. Fachgespräche am Doppelmesser-Mähbalken. (foto: zoom)

Vor zwei Wochen habe ich an der Auslieferung der neuen traktorgeführten Doppelmesserbalken in Medebach teilgenommen. Bei diesen innovativen landwirtschaftlichen Geräten handelt es sich um einen „Schmetterling“ mit knapp 9 Metern Mähbreite und eine (auf 2×3 Meter vereinzeilbare) Front-Heckkombination mit knapp 6 Metern Breite.

Die Geräte ergänzen die vor 2 Jahren reaktivierten Doppelmesser (beide 2,70 Meter) im Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht. Das Angebot der Biologischen Station Hochsauerlandkreis: Die Geräte können von Landwirten ausgeliehen werden, der Medebacher Landmaschinenhändler Hölscher kümmert sich um den einwandfreien Betriebszustand der Geräte.

Im Jahr 2019 hat die Kersten Maschinenfabrik (KEMA) aus dem niederrheinischen Rees die Produktion und den Vertrieb der FA Kunzelmann aus dem badischen Vogtsburg übernommen.

Der Chef, Diplom Ingenieur Georg Kersten, war persönlich nach Medebach gekommen, um den anwesenden Fachleuten, insbesondere interessierten Landwirt:innen, Technik, Einsatz und Nutzen des modernen Doppelmesserbalken bei der Mahd zu erläutern.

Die Technik sei nach einigen Jahren Stagnation, so Kersten, „jetzt wieder soweit“. In diesem Jahr gebe es ein extremes Wachstum.

Es geht los! Das Gras muss immer frei nach hinten umfallen können. Gemäht wurde eine Teilfläche im NSG Krämershagen am westlichen Ortsein- oder Ausgang der Stadt Medebach, Abzweig Glindfeld.(foto: zoom)

Der Doppelmesserbalken habe gegenüber dem Rotations- beziehungsweise Scheiben- oder Trommelmäher den großen Vorteil, dass das Gras direkt ins Messer komme und somit nur auf der eingestellten Höhe von beispielsweise 7 cm abgeschnitten werde.

Für die 8,85 Meter Mähbreite reiche ein 25 PS Traktor, der dann ca. 2,2 Liter Diesel auf den Hektar verbrauche. Ein Scheiben- oder Trommelmäher schlucke demgegenüber 8-9 l/ha. Das Mähwerk laufe mit 1300 Umdrehungen sehr ruhig, produziere also keinen Krach und sei somit auch für den Fahrer sehr angenehm.

Da der Balkenmäher in einer Ebene schneide – im Beispiel 7 cm – werden Kleinsäuger und die Insekten geschont. Mit Ausnahme des Grashüpfers oder Käfers, der sich zufällig auf Schnitthöhe aufhalte und nicht rechtzeitig weghüpfe, würde ein Großteil der Tiere überleben. Dies sei beim Rotationsmäher nicht der Fall. Da es zudem keine Tücher um den Mäher gebe, würden auch keine Insekten durch den Luftzug ins Messer gesaugt.

Durch den Ebenenschnitt der Balken, so Georg Kersten, sei die Futterreinheit wesentlich höher als bei anderen Mähmethoden, wie dem Rotationsschnitt. Außerdem wachse das Gras wegen des schonenden Schnitts schneller nach.

Ein Doppelmesser-Balkenmäher schaffe heutzutage 8 ha/h. Man könne aber auch in besonderen Fällen auf 10-12 ha/h kommen.

Horst-Joachim Kupka vom WDR interviewt Firmenchef (KEMA) aus Rees am Niederrhein Dipl. Ing. Georg Kersten. (foto: zoom)

Robert Trappmann von der Biologischen Station Hochsauerlandkreis begleitet das Projekt. Die Maschinen gehören, so Trappmann, dem Land NRW unter Obhut der Biologischen Station. Für das Naturschutzgebiet in Medebach sei es bewusst als Vorhaben zum Wissenstransfer, als Pilotprojekt installiert. Im Hintergrund laufe eine Förderung, es könnten Kofinanzierungsanträge etc. gestellt werden.

Angesichts der Neuanschaffungskosten von 50.000 Euro für das Mähwerk und 60.000 Euro für den Schlepper wäre der Verleih für kleine landwirtschaftliche Betriebe und Nebenerwerbshöfe am sinnvollsten.

Die heute vorgestellte schlagkräftige große Einheit werde nur mit eingewiesenen Fahrer*innen verliehen, die kleineren beiden auch ohne. Die Wartung übernehme der Medebacher Landmaschinenbetrieb Hölscher.

Werner Schubert, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Biologischen Station. war ebenfalls vor Ort. Er wies darauf hin, dass die Doppelmesser-Balkenmäher in unserem Raum zwar nur eine Nische besetzten, im Allgäu, in Österreich und der Schweiz allerdings schon ganz weit vorn seien. Auch im Raum Marsberg gebe es schon interessierte Landwirt*innen.

Wenn die Dekarbonisierung in der Landwirtschaft ankäme, lohne es sich über Alternativen zu teuren E-Fuels nachzudenken. Ausschlaggebend für das Mieten sei der Anschaffungspreis von 50.000 Euro. Für 20-25 Hektar reichten eine Mähmaschine, ab 25 Hektar brauche man zwei Mähwerke. Ab 100 Hektar könne man über die Anschaffung des vorgestellten modernen Doppelmesser-Balkenmähers nachdenken.

Alle weiteren Fragen an Robert Trappmann unter 0171-3160513 oder r.trappmann@biostation–hsk.de. Allgemein auch an die Biologische Station unter 02961/98913-00 bzw. E-Mail: bs-hsk@t-online.de

NRW: 4,4 Prozent der NRW-Haushalte heizten 2022 überwiegend mit erneuerbaren Energien – 62,6 Prozent mit Gas

Erneuerbare Energien wurden in Eigentümerhaushalten (6,9 Prozent) häufiger als primärer Heizenergieträge eingesetzt als in Mieterhaushalten (2,7 Prozent). Unabhängig vom Eigentumsverhältnis heizten knapp zwei Drittel der Haushalte vorrangig mit Gas.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2022 haben 4,4 Prozent der nordrhein-westfälischen Privathaushalte überwiegend mit erneuerbaren Energien wie Erd- oder anderer Umweltwärme, Holz, sonstiger Biomasse oder Solarenergie geheizt.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2022 mitteilt, sind Gas und Öl für nordrhein-westfälische Privathaushalte weiterhin die dominierenden Energieträger zur Wohnungsbeheizung: 62,6 Prozent der Haushalte heizten 2022 überwiegend mit Gas – weitere 14,2 Prozent mit Heizöl. An dritter Stelle der Heizenergiearten stand Fernwärme, über die 13,4 Prozent der Haushalte in NRW 2022 ihre Heizenergie bezogen. Weitere 5,2 Prozent heizten vorrangig mit Strom (ohne Wärmepumpen). Kohle bzw. Briketts spielen in privaten Haushalten als Hauptenergieträger zu Heizzwecken nahezu keine Rolle mehr.

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In zehn Minuten zur nächsten Bademöglichkeit: Interaktive Kartenanwendung zeigt Erreichbarkeiten von Schwimmbädern in NRW

Ende März 2022 hatten die 568 Schwimmvereine in NRW rund 205 000 Mitglieder. Die Fläche der Schwimmbäder ist innerhalb von fünf Jahren um 6,0 Prozent geschrumpft.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Großteil der nordrhein-westfälischen Bevölkerung kann das nächstgelegene Schwimm- oder Naturbad mit dem Pkw innerhalb von zehn Minuten erreichen. Eine neue interaktive Kartenanwendung des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen zeigt die Erreichbarkeiten von Schwimmbädern im Land. Die Kartenanwendung steht unter der Adresse https://url.nrw/SchwimmbaederErreichbarkeitenNRW im Internet zum Abruf bereit.

Wie lange dauert der Weg zum nächsten Schwimmbad? Welches Freibad oder welches Naturbad befindet sich in meiner Nähe? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue interaktive Kartenanwendung von IT.NRW. Auf Basis von Daten des Projekts „Bäderleben” der Hochschule Koblenz werden in der Anwendung die Entfernungen zum nächstgelegenen Freiluft- und Freizeitbad (Freibäder, Kombibäder, Naturbäder oder Freizeitbäder) oder zum nächstgelegenen Hallenbad in Nordrhein-Westfalen dargestellt. So können Interessierte zum Beispiel ermitteln, wie lange der Weg von jeder Adresse in NRW zur nächstgelegenen Schwimmgelegenheit mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Personennahverkehr oder dem Pkw durchschnittlich dauert. Die Dichte der Bademöglichkeiten ist insbesondere entlang der Metropolregion Rhein-Ruhr am höchsten.

Das Freibad in Siedlinghausen kann ich zu Fuß in zehn Minuten erreichen. (foto: zoom)

Anlässlich des Ferienbeginns stellt das Statistische Landesamt weitere Daten zur Größe von Schwimm- und Freibädern und zu den nordrhein-westfälischen Schwimmvereinen bereit.

Die Fläche der Schwimmbäder ging in NRW zwischen 2016 und 2021 um 6,0 Prozent zurück

Ende 2021 erstreckten sich die Frei- und Hallenbäder in NRW auf einer Fläche von 1 153 Hektar; das ist größer als die Fläche des Möhnesees (1 067 Hektar). Seit 2016 haben sich damit die Schwimmbadflächen im Land um 6,0 Prozent verringert (damals: 1 227 Hektar). Im Vergleich zu 2020 (1 176 Hektar) lag der Rückgang bei 1,9 Prozent. Die höchsten Anteile der Schwimmbadflächen an der eigenen gesamten Stadtfläche hatten 2021 die Städte Bochum, Herne und Krefeld mit jeweils 0,2 Prozent.

586 Schwimmvereine in NRW haben zusammen rund 205 000 Mitglieder

Viele Menschen besuchen ein Schwimmbad nicht nur gelegentlich, sondern sind regelmäßig in den Schwimmvereinen in Nordrhein-Westfalen aktiv. Laut Daten des Landessportbunds NRW e. V. gab es Ende März 2022 im Land 586 Schwimmvereine mit rund 205 000 Mitgliedern – das sind etwa so viele Personen, wie die Stadt Oberhausen Einwohner hat (209 878). 47,1 Prozent der Vereinsmitglieder waren männlich (96 601) und 52,9 Prozent weiblich (108 508). Die Zahl der Schwimmvereine ist im Zehnjahresvergleich um 2,3 Prozent zurückgegangen (2012: 600); die Mitgliederzahl sank um 6,1 Prozent (2012: 218 546).


Die Anwendung zur Erreichbarkeit von Schwimmbädern

Eine Anwendung zur Erreichbarkeit von Badeseen

Weitere Informationen zu Schwimmvereinen und Vereinsmitgliedern für die Jahre von 1997 bis 2022 finden Sie in der Landesdatenbank NRW

NRW: Jede/-r dritte Schulabgänger/-in von allgemeinbildenden Schulen hat 2022 Abitur gemacht

Der Anteil der Abiturienten/-innen war in Bonn (51,1 Prozent) und Münster (50,2 Prozent) am höchsten, in Hamm (27,4 Prozent), dem Hochsauerlandkreis (29,5 Prozent) und Gelsenkirchen (32,2 Prozent) am niedrigsten.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Am Ende des Schuljahres 2021/22 haben 70 570 der 181 980 Schulabgängerinnen und Schulabgänger die allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) verlassen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erlangten damit mehr als ein Drittel (38,8 Prozent) der Schulabgängerinnen und Schulabgänger das Abitur als höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss. Weitere 35,4 Prozent gingen mit der Fachoberschulreife ab, während 15,3 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger einen Hauptschulabschluss machten.

Mit 39 295 Abiturientinnen waren 55,7 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten weiblich und 44,3 Prozent (31 275) männlich. 4,3 Prozent (3 045) der Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Abitur hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Von allen kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens war der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgängern von allgemeinbildenden Schulen mit Abitur in der kreisfreien Stadt Bonn am höchsten. Hier haben am Ende des Schuljahres 2021/22 mit 51,1 Prozent mehr als die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger die allgemeinbildenden Schulen mit einem Abitur verlassen. Auch in der kreisfreien Stadt Münster erlangten mehr als die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger (50,2 Prozent) das Abitur. Die niedrigsten Anteile an Schulabgängerinnen und Schulabgängern mit Abitur waren in der kreisfreien Stadt Hamm (27,4 Prozent), dem Hochsauerlandkreis (29,5 Prozent) und der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen (32,2 Prozent) zu verzeichnen.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass auch an beruflichen Schulen das Abitur erworben werden kann. Weitere 8 695 Schülerinnen und Schüler haben zum Ende des Schuljahres 2021/22 eine berufliche Schule in Nordrhein-Westfalen mit dem Abitur verlassen. Von den insgesamt 70 270 Abiturientinnen und Abiturienten in NRW haben damit 89,0 Prozent ihr Abitur an einer allgemeinbildenden und 11,0 Prozent an einer beruflichen Schule gemacht.

Die regionale Zuordnung der hier betrachteten Ergebnisse erfolgt nach dem Verwaltungsbezirk der allgemeinbildenden Schulen, die die Schulabgängerinnen und Schulabgänger verlassen haben (sog. „abgebende Schule”). Regionale Unterschiede können durch die Größe einzelner Schulen in den Kreisen und durch die Verteilung der Schulformen (nicht in jedem Kreis sind alle Schulformen vorhanden) auf die einzelnen Kreise beeinflusst worden sein. Aus Datenschutzgründen werden alle Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2019/20 auf ein Vielfaches von fünf gerundet ausgewiesen.

NRW: Zahl der Sterbefälle überstieg im Jahr 2022 den bisherigen Höchstwert von 2021 um 6,4 Prozent

2022 sind im Land 234.176 Personen verstorben. Besonders in der zweiten Jahreshälfte waren die Sterbefallzahlen höher als in den Vorjahren.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2022 sind in Nordrhein-Westfalen 234.176 Personen gestorben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl der Gestorbenen damit um 6,4 Prozent höher als der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2021 (damals: 220.035). 2017 gab es mit 204.842 Toten zuletzt weniger als 205.000 Sterbefälle. 2022 war die Zahl der Gestorbenen damit um 14,3 Prozent höher als 5 Jahre zuvor.

Im Jahresverlauf entwickelten sich die Sterbefallzahlen im vergangenen Jahr über die Monate weitestgehend so, wie im Durchschnitt der Jahre vor Beginn der Corona-Pandemie (2017 bis 2019). Allerdings gab es 2022 vor allem in der zweiten Jahreshälfte höhere Fallzahlen: Hier starben 22,2 Prozent mehr Menschen als es in der zweiten Jahreshälfte der Vorpandemiejahre 2017 bis 2019 durchschnittlich der Fall war. Auch im Vergleich zu Pandemiejahren verstarben zwischen Juli und Dezember 12,4 Prozent (gegenüber 2020) bzw. 10,2 Prozent (gegenüber 2021) mehr Menschen.

In 51 der 53 kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens war die Zahl der Gestorbenen 2022 höher als ein Jahr zuvor. Ausschließlich im Kreis Euskirchen (-5,8 Prozent) und in Remscheid (-1,0 Prozent) wurden weniger Sterbefälle verzeichnet als 2021. Besonders hoch war die Zunahme der Sterbefallzahlen im Kreis Paderborn (+13,1 Prozent), in Mönchengladbach (+12,5 Prozent) und dem Kreis Borken (+11,5 Prozent).

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Weitere Ergebnisse zu Sterbefällen in den Städten und Gemeinden in der Landesdatenbank NRW

NRW: Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Jahr 2022 auf Höchststand seit 2009

2022 ereigneten sich 63.157 Straßenverkehrsunfälle in NRW. An 5.027 Unfällen (8,0 Prozent) waren Motorräder, -roller und Leichtkrafträder mit amtlichen Kennzeichen beteiligt.

Grafik: IT.NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2022 haben sich auf den nordrhein-westfälischen Straßen 63.157 Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereignet. An acht Prozent dieser Unfälle waren zweirädrige Kraftfahrzeuge beteiligt. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden insgesamt ist gegenüber den Vorjahren angestiegen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es 16,2 Prozent mehr Unfälle als 2021 (54.339 Unfälle). Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist damit auf dem höchsten Wert seit 2009 (damals: 63.209 Unfälle).

Autowrack
Am Bahnübergang warten und sinnieren … (archivfoto: zoom)

Bei 5.027 Unfällen und damit 8,0 Prozent der Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2022 waren zweirädrige Kraftfahrzeuge (Motorräder und -roller sowie Leichtkrafträder mit amtlichen Kennzeichen) beteiligt. Damit stieg die Zahl der Unfälle mit verletzten und getöteten Personen um 808 im Vergleich zum Vorjahr (2021: 7,8 Prozent, 4.219 Unfälle).

Die höchste Unfallbeteiligung hatten zweirädrige Kraftfahrzeuge 2022 außerhalb von Ortschaften: Hier waren sie mit 1.766 Unfällen an mehr als jedem zehnten Unfall mit Personenschaden (14,0 Prozent) beteiligt. Der Anteil an Unfällen innerhalb von Ortschaften (6,6 Prozent; 3.057 Unfälle) sowie auf Autobahnen (5,3 Prozent; 204 Unfälle) fiel hingegen geringer aus.

17,9 Prozent der Getöteten verunglückten bei Unfällen mit zweirädrigen Kraftfahrzeugen

Bei allen Unfällen auf nordrhein-westfälischen Straßen wurden im Jahr 2022 insgesamt 452 Personen getötet. 17,9 Prozent der Getöteten (81 Personen) verunglückten bei einem Verkehrsunfall, an dem zweirädrige Kraftfahrzeuge beteiligt waren. Unter allen Schwerverletzten (12.653 Personen) waren 12,5 Prozent (1.583 Personen) in einen Unfall mit zweirädrigen Kraftfahrzeugen verwickelt. Insgesamt 65.286 Personen wurden bei einem Unfall im Jahr 2022 leichtverletzt; darunter 4.000 (6,1 Prozent) mit Beteiligung von zweirädrigen Kraftfahrzeugen.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren zweirädrige Kraftfahrzeuge in den Sommermonaten Juli 2022 (11,1 Prozent) und August 2022 (10,5 Prozent) an jedem zehnten Unfall mit Personenschaden beteiligt. Am geringsten war der Anteil der zweirädrigen Kraftfahrzeuge am Unfallgeschehen in den Monaten Januar 2022 (3,2 Prozent) und Dezember 2022 (3,1 Prozent).

Zu zweirädrigen Kraftfahrzeugen zählen Leichtkrafträder (auch mit Beiwagen) mit maximal 125 cm³ Hubraum bzw. einer Nutzleistung oder Nenndauerleistung bis maximal 11 kW, Leistungsgewicht maximal 0,1 kW/kg sowie Motorräder/-roller (auch mit Beiwagen) mit mittlerer und hoher Leistung mit einem Hubraum über 125 cm³ bzw. einer Nutzleistung oder Nenndauerleistung über 11 kW. Krafträder mit Versicherungskennzeichen sind hierbei nicht enthalten.

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Weitere Landesergebnisse zu Straßenverkehrsunfällen finden Sie in der Landesdatenbank NRW unter: https://www.landesdatenbank.nrw.de/link/statistikTabellen/46241