Deponie Bestwig – Westfalenpost griff PM der SBL auf

Die WP/WR hat in der Ausgabe vom 8. Juli 2011 eine PM der Sauerländer Bürgerliste (SBL) aufgegriffen. Die prägnante Überschrift lautet: „EHEC-Spuren im Bauschutt von Bestwig? – „SBL“-Anfrage liegt beim Landrat“.

Allerdings wurde dem Leser/der Leserin schnell klar, dass „sogar“ die SBL die Ursachen dieser Krankheit nicht unbedingt im Hochsauerland sucht, sondern dass es dem SBL-Kreistagsmitglied Reinhard Loos bei der Anfrage um mögliche Ablagerungen gefährlicher Stoffe wie beispielsweise unbehandelter Klärschlämme auf der Boden- und Bauschuttdeponie Bestwig geht.

Die Betreiberin der Deponie, die Mitteldeutsche Hartstein-Industrie GmbH (MHI), ist ja schließlich mit ihrer früheren Bauschutt-Deponie „Am Meisterstein“ in Winterberg-Siedlinghausen mehrfach in die Schlagzeilen geraten.

„Am Meisterstein“ sind zum Nachteil von Mensch und Umwelt größere Mengen Klärschlamm, vor allem aus der Kläranlage Winterberg-Züschen, abgekippt worden.

Nun aber wieder zum WP-Artikel. Die WP-Redaktion machte sich die Mühe, bei der Kreisverwaltung in Meschede achzufragen, ob und wie sich der HSK mit den Fragen der SBL beschäftigen wird. Der Pressesprecher der Kreisverwaltung wird mit dem Satz zitiert: „Wir sind tätig, der Betreiber wurde bereits befragt, Herr Loos erhält fristgerecht Antworten“.

Hoffen wir, dass sich die Tätigkeit des HSK in Sachen Anfrage zur Deponie Bestwig nicht nur auf die Befragung des Betreibers, also der MHI, beschränken wird!? Was soll denn wohl dabei heraus kommen?

Ansonsten hoffen wir, dass sich ganz viele akribisch recherchierende Journalisten auf Themen wie dieses stürzen!

Umleitung: Von der Liebe zum Vaterland zum schwulen Schützenkönigspaar und mehr.

Sekt oder Selters. Vitus aut virtus. (foto: zoom)
Sekt oder Selters? Vitus aut virtus oder so ... (foto: zoom)

Liebe Lateiner, ich weiß nicht, ob die Bildunterschrift korrekt ist. Bitte korrigiert mich 😉

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Ausgedruckt. Hängt jetzt an unserem Kühlschrank (foto: zoom)
Ausgedruckt. Hängt jetzt an unserem Kühlschrank (foto: zoom)

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Radfahren im HSK: Unfallfluchten in Olsberg … polizeibericht

Umleitung: Meschede, Loveparade, Euro(pa), Facebook, Waldorf, Drogen und Doktor-Spielchen.

Das Gipfelbuch auf dem Kahlenberg - nicht leicht zu sehen (foto: zoom)
Das Gipfelbuch auf dem Kahlenberg - nicht leicht zu sehen (foto: zoom)

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Loveparade 2010: vier Worte zur Erlärung von Adolf Sauerland … pottblog

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Italien: Spiel mir das Lied vom toten Euro … weissgarnix

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Facebook-Partys: CDU in der Falle … mopo

Waldorfschulen in der Kritik: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“ … ruhrbarone

Drogen: Ich bin Raucher und Querulant! … revierpassagen

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Doktor-Spielchen: Links nichts Neues. Rechts die alte Leier. Bitte durchlesen, weil … neheimsnetz

Boden- und Bauschuttdeponie Bestwig: Welche Abfälle werden da entsorgt? … sbl

Doch kein Aprilscherz: Mit 8: 7 wurde Erlaubnis zur Fällung der Ulme erteilt … gruenesundern

Murdochs Philosphie: Es zählt einzig der Profit

Ohne Skrupel: Vorerst letzter Internet-Auftritt von News of the World am 10. Juli 2011 (Screenshot)
Ohne Skrupel: Vorerst letzter Internet-Auftritt von News of the World am 10. Juli 2011 (Screenshot)

Im Jahr 2009 hielt James Murdoch eine Rede im Rahmen des MediaGuardian Edinburgh International Television Festival.

James Murdoch ist Chairman von The News Corp, einer Internationalen Mediengruppe, zu der u.a. die Filmstudios von 20th Century Fox, Fox News, amerikanische Zeitungen wie Wall Street Journal, Boston Herald, australische Zeitungen und eben auch britische Presseerzeugnisse wie Sun Times und bisher auch News of the World gehören. Daneben unterhält der international operierende Medienkonzern Buchverlage, Magazine, Beteiligungen an Sportteams. News Corp engagiert sich im Bezahlfernsehen sowie im Internet.

James Murdoch ist  Sohn des Gründers und CEOs  von News Corp, des Medienmoguls Rupert Murdoch. Damals, 2009, erläuterte der designierte Nachfolger seine Vorstellungen von der Unabhängigkeit der Presse.
Im Schlussteil der Rede heißt es:

… independence is characterised by the absence of the apparatus of supervision and dependency.
Independence of faction, industrial or political.
Independence of subsidy, gift and patronage.
Independence is sustained by true accountability – the accountability owed to customers. People who buy the newspapers, open the application, decide to take out the television subscription – people who deliberately and willingly choose a service which they value.
And people value honest, fearless, and above all independent news coverage that challenges the consensus.
There is an inescapable conclusion that we must reach if we are to have a better society.
The only reliable, durable, and perpetual guarantor of independence is profit.

Der Schlusssatz lautet: Der einzig verlässliche, dauerhafte und ewige Garant von Unabhängigkeit ist der Profit.

Die Position von Murdoch ist in sich schlüssig und konsequent: Seine Medien sollen völlig unabhängig von äußeren Einflüssen sein. Allein die Bereitschaft der Kunden, das angebotene Produkt zu konsumieren und die Höhe des dabei erzielten Profits setzen dieser Unabhängigkeit Grenzen.

Das Ziel „Unabhängigkeit“ hat die Mediengruppe nun schon seit einigen Jahren in einer Art umgesetzt, dass man nur staunen kann: Sie hat sich in die höchsten Ebenen der Politik geschlichen, hat Justiz, Polizei und die Öffentlichkeit manipuliert, bestochen und zu Handlangern ihrer eigenen Interessen gemacht: dem Profit.

Dieses Streben nach Profit, so Murdoch, sei Voraussetzung für eine bessere Gesellschaft. Besser für wen? Für Murdoch und seine Freunde? Sicher. Für alle anderen? Wohl nicht.

Die momentanen Rückzuggefechte von Rupert Murdoch erklären sich dadurch, dass er den britischen Bezahlsender BSkyB vollständig übernehmen möchte.  Der Sohn muss wegen Abhöraktionen eventuell mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Aktienkurse der NewsCorp fallen.  Somit keine gute Zeiten für die „Unabhängigkeit“ der Familie Murdoch und ihrer Medien. Und schlechte Zeiten für den Profit.  Zumindest momentan.

Ein Sumpf ohne Boden – Schweinereien auf der Insel

Echte Schweine in englischer Landschaft (foto:chris)
Schweine in englischer Landschaft (foto: chris)

Erst die ökonomische Krise und nun die Medienkrise, die gleichzeitig eine moralische ist und schon morgen eine politische sein kann.

Schon lange werden Handys Prominenter von Mitarbeitern der zum Murdoch Konzern gehörenden „Sun“ (wie „Bild“, nur noch schlimmer) bzw. ihrer nun in die Schlagzeilen geratenen Sonntagsausgabe „News of the World“ im Königreich gehackt. Nur so, meinten die Verantwortlichen, sei noch mehr Umsatz des Blattes möglich. Und der Leser machte willig mit, schließlich versüßen Details über das Leben der Schönen und Reichen die Tristesse des eigenen Alltags.

Doch was nun ans Tageslicht kommt, dass ist ein Abgrund, der Boden ist nicht zu erkennen: Da wurde das Handy eines entführten Mädchens gehackt, Nachrichten auf der Voicemail gelöscht, sodass die verzweifelten Eltern dachten, sie würde noch leben, obwohl sie schon tot war.

Für die rührseligen Geschichten über gefallenen britische Soldaten zapfte „Journalisten“ die Handys der Hinterbliebenen an, sie hackten sich in die Leitungen der Menschen, die ihre Verwandten bei einem Bombenanschlag auf einen Londoner Bus verloren hatten.

Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Inzwischen wurde bekannt, dass verantwortliche Mitarbeiter von „News of the World“  Massen an E-Mails gelöscht haben, die bis ins Jahr 2005 zurück reichen.

Dem britischen Premier Cameron wird zum einen die Wahl seines ehemaligen Kommunikationschefs Andy Couson vorgeworfen, zum anderen jedoch auch seine Nähe zu der ehemaligen Herausgeberin der Zeitung „News of the World“  Rebekah Brooks.

Viele haben lange mitgespielt. Alle wollten die Unterstützung der Murdoch-Presse. Das galt für Labour, das gilt nun für die Konservativen. Die Polizei schaute weg,  Prominente ließen sich durch eine finanzielle Entschädigungen besänftigen. So ging alles seinen Gang,  „business as usual“. Bis  nun die britische Zeitung The Guardian die Hintergründe beleuchtete, sie öffentlich machte und ständig neue Details publiziert.  Nun endlich sind Presse, Politiker, Publikum und Justiz in Bewegung geraten.

„News of the World“ wird geschlossen, die Mitarbeiter entlassen. Sie werden sicher nicht die einzigen Opfer dieser „Schweinerei“ bleiben. wie die Süddeutsche Zeitung heute diesen Skandal nennt.

Umleitung: zu Vieles, um alle Themen in die Überschrift zu packen.

Mittwochs in Meschede (foto: zoom)
Livemusik: mittwochs in Meschede (foto: zoom)

Schleichwerbung bei WAZ et al.: Die nordrhein-westfälische Landesregierung erwägt, das Bußgeld für Schleichwerber zwischen Rhein und Ruhr deutlich anzuheben … taz

News of the World, has gone down in flames: In case you’ve been trying to sort out what’s going on in UK media this week … pharyngula

Lokalblogger Hardy Prothmann: Nicht alle schätzen seine scharfen Texte – aber alle lesen sie … taz

Schräger Humor: Auswirkungen von Smartphones auf den Stuhlgang … endoplast

Erzählt mir nichts von Moral! Mehr als 200 Leopard-II-Panzer nach Saudi-Arabien … jurga

Ein weiterer Kommentar: zu den deutschen Panzerlieferungen an Saudi-Arabien von … misik

Und noch einer: Eine Ware namens Außenpolitik … weissgarnix

NRW: Der Traum von der eigenen Mehrheit geplatzt? … postvonhorn

Plagiate: An den Abgründen der Wissenschaft … sueddeutsche

Frauen-Fußball WM: Drama-Queens und Viertelfinale … wissenslogs

Kandidaten-Trickserei: Peer Steinbrück beredtes Schweigen … wirinnrw

CDU und Merkel – wie lange geht das gut?ruhrbarone

Max Pechstein Retrospektive: Kunstmuseum Ahlen, Museumsplatz/Weststr. 98. Vom 10. Juli bis 1. November … revierpassagen

Leihen und Lesen: Stadtteilbücherei Boy – Was nun? … bottblog

Steuersenkungen: Geschenke an die FDP … doppelwacholder

Neheim: Anonymus Nobody – ein Ratsmitglied ohne Eigenschaften? … neheimsnetz

Miethöchstwerte: Im Mai 2011 hatte die Sauerländer Bürgerliste (SBL) beim Hochsauerlandkreis nach den aktuellen Miethöchstwerten für SGB II-Empfänger gefragt … sbl

Himmelskunde und Kondensstreifen: Flugradar Flieger weckt Fernweh am Firmament … wpBrilon

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: „RoterWind“ – Magazin der SPD Meschede.

Die neue Prit- und Online Zeitung der SPD-Meschede (bild: spd)
Die neue Print- und Online Zeitung der SPD-Meschede (bild: spd)

Die Öffentlichkeitsarbeit der SPD Meschede ist gemessen an vielen anderen Parteiverbänden im Hochsauerland, und damit schließe ich die anderen üblichen Verdächtigen CDU, FDP, Grüne und Linke mit ein, vorbildlich.

Dem Stadtverband gelingt es, sich modern und offen der sogenannten neuen Kommunikationskanäle wie Twitter, Facebook und auch der eigenen Website zu bedienen, um Inhalte zu veröffentlichen.

Jetzt hat das Team um Daniel Köhne und Kornelius Kuhlmann mit dem Print- / PDF-Magazin „Roter Wind“ ein neues Türchen aufgestoßen.

Mit Themen wie der „Regionale“, „Bildungspolitik“, „Stolpersteine“, „Bürgerbus“ und anderen mehr greifen die Sozialdemokraten einige umstrittene und kontrovers debatierte Themen auf.

Inhalt der Premieren-Ausgabe im Juli 2011:

Wasser soll Innenstadt beleben: Die Regionale nimmt Gestalt an / Henneöffnung: Ratten unterm Deckel? / Regionale-Streitpunkt Ruhrbrücke / Sozialdemokraten treffen sich mit Gegnern des neuen Ostrings / Neue Wege in der Bildungspolitik: Schulministerin zu Gast in Meschede / Inklusion – Fluch oder Segen? / SPD gibt Freienohler Fraktionsbüro auf / Stolpersteine gegen das Vergessen / Freie Fahrt für den Bürgerbus / 2 x 3 macht 4 – Die CDU rechnet sich die Studiengebühren schön / Kielwasser-Rhetorik / Wer oder was ist eigentlich Schengen? / Gute Nachrichten für Meschede und Eversberg / Fahrt zur BUGA

Auf der Website der SPD-Meschede heißt es: „SPD-Mitglieder erhalten „RoterWind“ automatisch per Post oder E-Mail. Aber auch Nicht-Mitglieder können unsere neue Zeitung kostenlos abonnieren. Kontaktieren Sie uns und wir schicken Ihnen in Zukunft das Magazin per E-Mail oder auf dem Postweg zu.“

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, wusste schon Hermann Hesse, doch frei frei nach Brecht müüssen die Genossen da unten an der Ruhr bedenken:

Die Mühen der Gebirge liegen mit der Erstausgabe hinter Euch, vor Euch liegen die Mühen der Ebenen.

Ich bin gespannt auf die weiteren Ausgaben.

Hertie-Gebäude in Meschede – Wie heißt der zukünftige Investor?

Der ehemalige Eingang zum Hertie-Kaufhaus in Meschede. (foto: zoom)
Der Eingang zum ehemaligen Hertie-Kaufhaus in Meschede. (foto: zoom)

Warum zieht sich der Verkauf des ehemaligen Hertie-Gebäudes durch den Finanz-Investor Dawnay Day an Bövingloh Immobilien so lange hin? Seit vielen Monaten sollte das Geschäft doch schon unter Dach und Fach sein.

Augenscheinlich bewegt sich nichts, mal abgesehen davon, dass die WP alle paar Monate wieder schreibt:“Bövingloh hält an seinen Plänen fest!“ Vor Weihnachten (2011???) sollen wir im Ex-Hertie-Haus wieder einkaufen können.

Irgendwo scheint es zu haken. Vielleicht liefert ein Artikel aus dem Handelsblatt die Erklärung. So titelte die Tageszeitung mit dem besonderen Augenmerk auf Finanzen und Wirtschaft: „Es gibt wieder Käufer für Kaufhäuser„. Klassische Kaufhäuser kämen wieder in Mode. Mehrere Warenhäuser von Hertie und Karstadt hätten jetzt neue Besitzer gefunden – sogar Marodes ginge dabei über den Ladentisch. Inzwischen fänden sich wieder Investoren für leerstehende und manchmal auch heruntergekommene Kaufhäuser in kleinen Städten.

Bei diesem Geschäft mit von der Partie ist laut Handelsblatt auch die von Dawnay Day gegründete und in London an der Börse notierte Treveria.

Siehe auch: http://www.immobilien-zeitung.de/1000003217/zahlen-bei-treveria-sehen-wieder-besser-aus

Treveria sei nicht in Großstädten, sondern nur in Fußgängerzonen mittelgroßer und kleinerer Städte vertreten. Dort wachse die Nachfrage, und das Interesse der Investoren schwappe auch in die B-Städte. Auch Marodes würde eingekauft, umgebaut und anschließend an andere Nutzer neu vermietet und zum Schluss verkauft. Das sei auch das Konzept der von Dawnay Day gegründeten Treveria, schreibt das Handelsblatt.

Will Dawnay Day das Geschäft an seinen früheren Hertie-Standorten mit sich selbst bzw. selber machen?